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xoff

Kommentare zum Baubericht der Wilhelmine in 1:25

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Hallo Christoph,

 

darf ich mal einen Laienfrage stellen, Warum laminiert man überhaupt. Die Dichtigkeit bekommt man doch auch nur mit Epoxy hin, oder irre ich mich da? Mechanische Belastungen kann ich bei Deiner Miss Grace am Boden nachvollziehen aber bei der Dicken Dame hier wohl eher nicht??

 

Ansonsten wie immer ein sehr lehrreicher baubericht mit guten handwerklichen Tips, di ich auich für andere Modell verwende.

 

bis denne

 

Christian

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Tja, das ist ne gute Frage - so genau weiß das keiner, man machts halt einfach, weil andere das auch so machen:mrgreen:

 

Mal im Ernst, das Laminieren bietet, auch bei so großen Rümpfen, vorteile:

Einerseits wirds tatsächlich dichter, weil der GFK-Überzug eine wesentlich dickere Schicht ist, als reines Epoxi, wenn man es aufträgt. Man halt also quasi eine zweite Hülle über der ersten, die selber, für sich dicht ist. Sonst muss man sich halt drauf verlassen, dass das Epoxi auch in alle Spalten rein läuft und diese auch füllt.

Der Hauptgrund ist aber ein anderer: Die Schutzfunktion! Wenn du mit einem Holzrumpf eine Kollision hast, dann ist schnell mal der Lack beschädigt und Wasser dringt ins Holz ein. Das Wasser bekommst du aber kaum wieder raus, und damit hast du dauerhaft Feuchtigkeit im Holz. Hast du aber eine Schicht GFK drüber, dann fängt die die meisten Kollisionen schon ab, und das Holz bleibt völlig unbehelligt.

Zudem ist eine Schicht GFK wesentlich schnell aufgebracht, als zig Schichten G4 um das Holz wasserfest zu machen.

 

Insofern ist das Laminieren schon sinnvoll. Ob es wirklich absolut nötig ist - ich weiß es nicht, schaden tut es aber auf keinen Fall.

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Christian. so wie Du die Frage stellst ist es wirklich eine gute Frage und ich war gerade etwas ratlos...:o...Jürgens Antwort hat mich aber bereits etwas beruhigt...;)

 

Ich habe technisch keine plausible Erklärung - nicht weil es die nicht gäbe, sondern weil ich sie nicht kenne - und laminiere vor allem weil ich glaube, dass dadurch die ganze Konstruktion relativ zur Gewichtszunahme sehr viel mehr Stabilität erhält.

Sicher könnte ich auch nur Epoxieren, aber da einerseits immer wieder so wilde Rennbootfahrer auf dem Wasser sind (seit diese unsäglichen 152er so «in» sind ist man ja auf keinem Teich mehr sicher...:mrgreen:) und ein Crash ziemlich verheerende Folgen hätte, andererseits weil mein Schiff in diesem speziellen Fall besondere Stabilität benötigt, weil es geteilt ist und m.E. da besondere Kräfte auftreten.

 

Ausserdem wirkt die GFK-Schicht ähnlich wie das Formverleimen von mehreren Leisten in einer Krümmung: die GFK-Schicht macht die ganze Hülle unglaublich stabil. Wo vorher zwischen den Spanten das FSH locker mit dem Finger etwas eingedrückt werden konnte, geht das jetzt gar nicht mehr. Das ist hast wie Stahl (oder fast...;))

 

Es ist also in erster Linie eine Vorsichtsmassnahme, denn ich möchte mir keine Sorgen um allfällige Löcher im Rumpf machen müssen wenn ich am Teich bin - weder wegen anderer Schiffe noch wegen meiner eigenen Fahr«künste».

 

Zwingend notwendig ist ein Laminieren mit Glasfaser nicht.

 

...aber es macht Spass (was für mich nicht unerheblich ist...:mrgreen:)

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Ahhhh. Ok verstehe,

 

ich hatte nach kursorischem Lesen der Bauanleitung für die MadCap im Original gesehen, das lediglich der Boden der MadCap mit Glasfaseer stabilisiert war, wahrscheinlich nur der Boden, weil die Fahrer aufgrund ihrer Nähe zum fahrerischen Geschehen wesentlich besser Abstand zu anderen Booten und/oder der Startuhr :fies: halten konnten.

 

Dann ist natürlich nachvollziehbar, warum wir Bootsbauer eben mal laminieren (Stabilität,Schutz und Spass).

 

Danke das hilft. Ich gehe mal davon aus, das es Glasfaser in unterschiedlichen Stärken gibt, vom "Brokat" bis zum "kleinen Schwarzen"

 

bis denne

 

Christian

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...Ich gehe mal davon aus, das es Glasfaser in unterschiedlichen Stärken gibt...

 

Ja.

Die Stärke wird in g/m2 angegeben, vom superfeinen mit 25g/m2 bis zu richtig starken mit 400 g/m2 (oder noch mehr)

 

Ich verwende normalerweise Gewebe zwischen 80 und 200 G/m2.

 

Es gibt aber neben der reinen Gewichtsangaben auch andere Qualitätsmerkmale, wobei mir vor allem die Vorzüge der «Köper»-Gewebe bekannt sind. Dieses ist so gewoben, dass es sich faltenfrei auch um Wölbungen legen lässt, was grosse Vorteile beim Laminieren von Rümpfen hat.

 

Ich bestelle oft bei Rüegg.

 

Beliebt ist auch Vosschemie (die stellen G4 und G8 her, das sind Einkomponenten-Harzsysteme zum Grundieren (G4), resp. Lackieren (G8))

 

- es gibt aber Tausend andere Möglichkeiten.

 

Ich will noch anfügen, dass ich absolut kein Experte auf dem Gebiet bin, sondern das anwende und benutze, was mir hier im Forum empfohlen worden ist - und ich fahre sehr gut damit...;)

 

Weitere Infos findest Du in diesem Unterforum, z.B. hier oder hier...oder die Suchfunktion nutzen...;)

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Guest VollNormal
Glasfaser in unterschiedlichen Stärken

Das fängt meist bei 25 g/m² an, die habe ich bisher aber nur in Leinwandbindung gesehen, ab 40 g/m² gibt es dann auch Köperbindung. Dickere Gewebe sind bis 210 g/m² üblich.

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Ja, so schön und reich bebildert hat noch Keiner das Laminieren erklärt. :that:

 

Scheidung passt gut, was uns aber nicht davon abhalten sollte es gleich noch einmal zu probieren. Beim nächsten Mal wird sowieso alles besser ;)

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Hallo,

 

nur der guten Ordnung halber (falls jemand das Produkt bestellen möchte): Es handelt sich um Aerosil.

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Ui, ui ui........wenn das mal gut geht.

 

Xoff, du weist schon dass Epoxi auf ausgehärtetem Eoxi sehr schlecht hält? Mehrere Lagen aufeinander darf man nur Nass-in-Nass verarbeiten.

Sonst kann es dir passieren dass die zuletzt aufgebrachte Lage abplatzt. Ich hatte das Problem selber schon nur weil ich zwischen 2 Lagen zu lange gewartet habe.......:(

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...du weist schon dass Epoxi auf ausgehärtetem Eoxi sehr schlecht hält?...

 

Auch wenn dazwischen geschliffen wird?

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Kompliment, das gefällt mir ungeheuer gut was du da baust.

Irgendwie juckt das in den Fingern, ein Kohle- oder Erzfrachter würde ja nun mal gut in den Kohlenpott passen. Leider ist meine Werft mit "Dickschiffen" für die nächsten Jahre mehr als ausgelastet.

Hast du inzwischen eine Entscheidung getroffen, was es denn nun werden soll? Nach dem Surf-Basis-Schlepper und dem Drachenspringer wirds bei dir doch sicherlich nicht ein ganz normaler Binnenfrachter werden.

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...Hast du inzwischen eine Entscheidung getroffen, was es denn nun werden soll?...

 

Damit tu ich mich ein wenig schwer...:?

 

Auf der einen Seite wäre es auch ganz reizvoll, einen Original-ähnlichen Nachbau eines realen Frachters zu realisieren...Kohle, Kies, Erz, Schrott...auf alle Fälle keine offenen Ladeluken (und geschlossene finde ich irgendwie langweilig...;) ), da ich ja Tanks einbauen will, um verschiedene Ladezustände zu simulieren.

 

Au der anderen Seite wäre etwas Abgehobenes auch sehr lustig. Eine Traum-Wohnsituation ist für mich ein Hausboot. Das könnte auch ein kombiniertes Wohn-Atelier-Werkstatt-Schiff auf Basis eines 50m-Binnenfrachters sein...;)

 

Die Frage ist einfach, wie sehr will und kann ich ins Detail gehen?

 

Auf alle Fälle werde ich das Schiff nicht komplett fertig bauen können bis zur nächsten Saison. Es wird wahrscheinlich über Jahre hinweg immer weiter wachsen und immer detaillierter werden.

 

Bestimmt wird es kein Scale-Bau werden, aber ich gedenke so oder so viel Details auf meinen neuen Maschinen herzustellen...;)

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Da fallen mir eigentlich nur wieder die Amsterdamer Hotelfrachter ein.

Auf der einen Seite sind das keine reinen Fantasieprodukte, auf der anderen Seite könntest du da viele abgefahrene Ideen verwirklichen.

Bin jedenfalls sehr gespannt was dir da wieder einfällt.

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hotelfrachter mit Pool oder Discofrachter, die Endless Summer noch zu toppen wird aber eher schwierg, muß ja vielleicht auch nicht sein wenn man einen andere Richtung einschlägt

 

Aber insgesamt wiedermal vorbildlich und für mich lehrreich gebaut...Danke dafür

 

bis denne

 

Christian

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Auch wenn dazwischen geschliffen wird?

Kann gutgehen, muss nicht. :?

 

Der Brutalo-Tip: Nimm einen Gummihammer oder ein stück Hartholz und klopfe mal kräftig gegen die Rumpfwände. Sollten die Lagen nicht aufeinander halten siehst du es schon.

Dann weist du was dich bei einer Kollision erwartet. :evil:

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Kleine leistungsfähige Pumpen (circa 20cm). Da frag mal Ümmi, der kann ein Lied davon singen (Monitore Waker).

Von den Pumpen hab ich jetzt 3 auf Lager. Eine läuft auf 24V, eine auf 12 und eine ist defekt, da muss der Motor neu gewickelt werden.

Die 12 kommt in die Waker, die 24 in meinen Tanker (irgendwann in den nächsten 100 Jahren). Die dritte kannst du haben, ich hab aber keinen Schimmer was die Wicklung kostet oder ob man das sogar selbst machen kann.

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Schaut gut aus und alles sehr sauber gebaut:that:

 

Ich würde vor der ersten Fahrt mal sämtliche Tanks randvoll machen und ein paar Stunden stehen lassen, damit Undichtigkeiten auffallen. Zumal siehst du dann auch, ob irgendwo die Lackierung doch noch nicht ausreichend ist. Wäre ärgerlich, wenn das Holz Wasser zieht, weil du an einer Stelle nicht mit dem Pinsel hingekommen bist.

 

Aber ansonsten bin ich echt gespannt, wie der "Pott" im Wasser liegt. Muss ja eine mächtige Welle vor sich her schieben.:D

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...Ich würde vor der ersten Fahrt mal sämtliche Tanks randvoll machen und ein paar Stunden stehen lassen, damit Undichtigkeiten auffallen. Zumal siehst du dann auch, ob irgendwo die Lackierung doch noch nicht ausreichend ist. Wäre ärgerlich, wenn das Holz Wasser zieht, weil du an einer Stelle nicht mit dem Pinsel hingekommen bist...

 

Das mit dem Überall-Hinkommen war in der Tat schwierig und ich bin nicht sicher, ob ich es geschafft habe. Neben dem Pinsel habe ich vor allem mit einem kleinen Farbroller gearbeitet und habe den Rumpf ausgeschwenkt...das war vielleicht eine Sauerei...:o

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Bevor ich das jetzt gelesen habe kam mir genau dieser Gedanke:"Kommt er jetzt noch überall dran" ??

 

Wäre schade, wenn das nicht geschieht und das Holz dann beginnt zu quellen.

 

Immerhin bauste ja ein nettes Motorkanu ;)

 

Aber da die Schweizer ja alle generell vermögend, wenn nicht sogar stinkendreich sind gibts jetzt noch einen geldverschwenderischen Gratistipp: ( :mrgreen: )

http://www.ebay.de/itm/Unterbodenpistole-Hohlraumpistole-Druckbecherpistole-Vaupel-3000-DVR-SET-UBS-/230873852750?_trksid=p2047675.m1850&_trkparms=aid%3D222002%26algo%3DSIC.FIT%26ao%3D1%26asc%3D11%26meid%3D5213981927171093025%26pid%3D100011%26prg%3D1005%26rk%3D4%26sd%3D230716530070%26

 

Die Düsen davon spritzen auch "um die Ecke & nach hinten".

Eben wie geschaffen für Hohlraumversiegelung .

Mit verdünntem Harz sollte das auf jeden Fall klappen.;)

 

Achso: In D kann man sich sowas beim Werkzeugverleih, oder der Autoselbsthilfe ausleihen und verdünntes Harz mit Brennspiritus hinterher auswaschen sollte wohl kein Problem sein.

Edited by Schiffchenbauer
Achso...

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Wo wir schon bei dummen Tips sind: Für das Geld könntest du auch 50l Harz kaufen, entsprechend verdünnen und einfach in die Kammern reingießen. 20 min warten und wieder rauslaufen lassen, dann wäre auch alles versiegelt. Und preislich wärs wohl gar nicht so viel schlimmer:mrgreen::mrgreen:

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...Aber da die Schweizer ja alle generell vermögend, wenn nicht sogar stinkendreich sind...

 

Nicht nur das...wir haben auch alle eine eigen Bank zum Hinterziehen von Steuern...und Nummernkonten haben wir auch. Alle.

 

:mrgreen:

 

Für den Tipp herzlichen Dank...aber ich nehme an, Du wirst verstehen, dass ich mir für das Schiffchen nicht so ein Teil zulege...;)

Vor allem möchte ich eigentlich Epoxy verdünnt nicht unbedingt sprayen...wenn ich an die Lösungsmittel denke...uiuiui...!

 

Bis jetzt ist das Holz ja erst einmal imprägniert. Dicht ist das noch gar nichts...das kommt heute Nachmittag dran...;)

Ich werde dabei besonderes Augenmerk auf die versteckten Ecken legen - am Ende werden die sehr wahrscheinlich am besten behandelt sein und irgendwo wo es offensichtlich ist, habe ich noch blanke Stellen...:o

(Murphy's Law...oderso...;))

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