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Krabbenfischer

Kommentare zum Baubericht Graupner KRABBE TÖN 12

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Hallo Hartmut,

Danke für die Info, werde mich nach Deinem Wert orientieren.

@Poenni,

das Deck in den Rumpf zu bekommen war schon sehr knifflig. Ich habe es so gemacht; erst am Heck eingesetzt dann Stück für Stück den Rumpf vorsichtig mit beiden Händen auseinander gezogen und mit den Daumen das Deck in die Sicke gedrückt. Am Bug brauchte es einen kleinen Ruck, dann war es geschafft. Herausnehmen in umgekehrter Reihenfolge wobei ich am Bug zum herausnehmen einen kleinen Flachschraubendreher zur Hilfe genommen habe.

@Bernhard,

Danke auch für Deinen Tip.

Gruß Mathias 

 

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Hallo Matthias,
die "Kunststoffschelle" ist zum Schmieren des Stevenrohrs gedacht. An der Stelle, an der du sie montierst, musst du zuvor ein Loch in Stevenrohr bohren (Entgraten auf der Innenseite nciht vergessen).
Die Lager kannst du mit Allem kleben, was du zur Hand hast und das zum Kleben von Metall gedacht ist. Ideal wäre Schraubensicherung oder Ähnliches. Aber erst einmal so ins Stevenrohr stecken und die Welle von Hand drehen und schauen, ob das rund läuft. Wenn die Lager nicht stramm sitzen und noch etwas Spiel haben, kannst du die Welle mit wenigen U/min drehen lassen, während der Kleber aushärtet; dann zentriert die sich selbst. Voraussetzung ist natürlich eine nicht verzogene Welle. Das kannst du durch Rollen auf einer ebenen Fläche (z.B. Glasscheibe) prüfen.

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Hallo Jürgen,

super Danke für die Info, bin ich wieder ein Stück schlauer.

Habe die Welle mal auf eine Glasplatte gerollt, ist schön gerade. Jetzt habe ich ein 3mm Löchlein an passender Stelle gebohrt und bin gerade am überlegen ob ich anstelle des Plasteteils nicht auch ein Messingrohr auflöten kann.

Ich habe hier im Forum in diversen Bauberichten davon gelesen. Eigentlich eine schöne Lösung, ein Stückchen Schlauch drauf und schon kann die Welle mit ein wenig Vaseline regelmäßig abgedichtet werden. Die Lager könnte ich dabei auch gleich mit einlöten :weisnicht: .

Gruß Mathias 

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Hallo Mathias,

Aufpassen beim Einlöten der Lager.....Besser ist, die einzukleben. Beim löten gehen schnell die Schmiereigenschaften hopps.

Gruss

Chris

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vor 3 Stunden schrieb Krabbenfischer:

...anstelle des Plasteteils nicht auch ein Messingrohr...

das hat dann zumindest den Vorteil, auch dicht zu sein. Ideal wäre natürlich so eine Art "Druckanschluss": Dann kannst du nach dem Fahren eventuell ins Stevenrohr eingedrungenes Wasser mit neuem Fett herausdrücken.

vor 3 Stunden schrieb Krabbenfischer:

...Vaseline...

Würde ich die Finger von lassen. Such dir besser ein passendes, wasserlösliches Fett (sonst hinterläßt dein Kutter beim Fahren einen Ölfilm wie ein angeschossenes Schlachtschiff ;)).

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Zum Thema Lager einlöten:

So ein Lager ist prinzipiell mal ein Verschleißteil, dass austauschbar montiert werden sollte. Einkleben ist OK, die Klebestelle bekommt man mit dem Lötkolben wieder gelöst und man kann ein neues Lager einkleben. Also besser nicht einlöten, wenn Du das „auslöten“ musst ist das wahrscheinlich nicht ohne Schäden am Rumpf möglich.

 Gruß Frank 

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Hallo,

Danke für Euer Feedback :that:.

Also die sog. Lager die dem Baukasten beiliegen sind ganz einfache Messinglager. Warum sollte bei denen die Schmierfuntion nach dem Einlöten verloren gehen? Die gedrehte Lauffläche innen wird ja nicht angetastet. Das verstehe ich nicht ganz. Bei einem gehärteten Lager wiederum ist Hitze problematisch, dass ist thermische Beeinträchtigung und kann ich nachvollziehen.

Was das Wellenfett betrifft habe ich mir jetzt das Teflonfett von Robbe bestellt. Das Stevenrohr ist knapp 5cm lang und das Ruderkoker 2cm, da sollte ich eine ganze Zeit mit hinkommen. 

Gruß Mathias 

 

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Es geht nicht um den Verlust der Schmierfunktion. Bei der Paarung Messing / Stahl sind die Notlaufeigenschaften ohnehin eingeschränkt, d.h. eine Schmierung tut Not.

Das Messinglager wird aber trotz Schmierung irgendwann ausgeschlagen sein und muss getauscht werden, deshalb nicht einlöten.

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Posted (edited)
Am 3.8.2019 um 16:58 schrieb Krabbenfischer:

Dazu gleich meine erste Frage;  

Muss ich zum schmieren der Welle dann ein Loch in das Messingrohr bohren und dann mit der Schelle abdichten? 

Zweite Frage; 

Da sind diese beiden Messinglager, sollen die verklebt werden, wenn ja womit? 

Stehe da jetzt ein wenig auf dem Schlauch :weisnicht:

Hallo Mathias,

du musst an passender Stelle die Schelle auf das Rohr setzte und ein passendes Loch ins äußere Rohr bohren.
Letztlich besorgst du dir noch Vaseline und eine Spritze. Mit der Spritze füllst du den Hohlraum mit dem Vaseline Fett aus und machst die ganze Wellenanlage so wasserdicht.

Da alles fettgefüllt sein wird, würde ich die Lager an den beiden Enden auch nicht verkleben. Die Welle so stramm montieren, dass es sich noch leichtgängig drehen lässt. Schraubensicherungslack nicht vergessen.
Dann kannst du über den Schmiernippel regelmäßig [1] etwas Vaseline nachdrücken und es wird sich dann an der Welle und am Lager etwas rausquetschen. Reicht aus.

Wenn du gut löten kannst, kannst du die Lager auch auf das Stevenrohr löten.
Wenn du gut mit Epoxykleber umgehen kannst, kannst du sie auch kleben.
Das entscheidende dabei ist, dass die Ausrichtung der beiden Lager und der Welle hunterprozentig sein muss. Sonst macht deine Wellenanlage vermutlich irgendwelche Geräusche.
Mal sehen, was die anderen meinen...

Grüße
Mario
 

[1] Je nach Benutzung würde ich hier 2-4 mal pro Jahr sehen.

Edited by mario42

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Mathias, ich habe total verpeilt, dass deine Fragen schon beantwortet sind.
Gibt nichts auf mein Geschreibe... :roll:

Grüße
Mario

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Hallo Mario,

vielen Dank dennoch für Deine ausführliche Erklärung :that:.

Ich werde die Messinglager und den Schmiernippel löten. 

Bild folgt demnächst.

Gruß Mathias 

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Dann sei nochmal die Frage erlaubt, wie ein verschlissenes Lager getauscht werden kann?

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Gute Frage, aber gibt es denn auch Messing Ersatzlager 3 mm innen? 

Ich stelle mir mittlerweile die Frage eine grundsätzlich hochwertigere Welle einzubauen, einzig der Platz ist knapp bemessen. Das Stevenrohr hat lediglich eine Länge 53mm inklusive der Lager. Eventuell kann ich mir auch von vornherein eine solche selbst herstellen :weisnicht: .

Gruß Mathias 

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Tja, das ist eine Überlegung wert, die Frage ist wieviel Aufwand Du da reinstecken willst.

Ich baue meine Wellenanlagen selbst, da ist die Entscheidung einfacher. Wenn Du tatsächlich über eine andere Wellenanlage nachdenkst schau doch mal bei Raboesch. Die liefern sehr ordentliche Sachen ab. Wenn der Kutter richtig schick werden soll, schaue doch erstmal was Raboesch für Propeller in Messing in der Größe die Du brachst anbietet, das sieht schon besser aus als ein Plastikpropeller.  In Abhängigkeit des Gewindes in der Propellernabe kannste nach Wellenanlagen schauen. Meist haben die Lagerköcher und Stevenrohr sowie Welle muss man auf die passende Länge abschneiden. Wahrscheinlich passt dann auch die Kupplung nicht mehr, 3mm ist eher selten bei Schiffswellen.

Ob es das wert ist, kannst nur Du entscheiden.

 Gruß Frank 

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Hallo,

bräuchte nochmals Euer Schwarmwissen :weisnicht:

Ich möchte mir demnächst Epoxydkleber zum einkleben des Stevenrohr und Ruderkoker kaufen. Welches würdet Ihr mir empfehlen?

Auch habe ich in diversen Bauberichten gelesen das Baumwollflocken dazu zum Einsatz kommen, warum und ist das nötig?

Gruß Mathias 

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Das wichtigste ist nicht die Marke oder Technologie des Klebers, sondern dass man gut entfettet bzw. Trennmittelreste entfernt (kein Aceton hier, das killt das ABS, Silikonentferner ist das Mittel der Wahl, bei GFK geht auch Aceton oder am besten beides) und kräftig! grob! anschleift (den Rumpf und die Metallteile).

100'er Papier, z.B., dann nochmal Silikonentferner

UHU plus mit kürzerer Topfzeit (z.B. der in den blauen Tuben mit "5 Minuten") bleibt etwas flexibel bzw. härtet nicht so hart und spröde - das empfinde ich generell als Vorteil beim Einkleben von stoß- und/oder vibrationsbelasteten Teilen. Außerdem kann man zugucken, ob der Kleber anfängt, Unsinn zu machen ...

... das häufig empfohlene Stabilit Express ist demgegenüber kein Epoxykleber und härtet ebenfalls sehr spröde aus. Das vergleichbare UHU plus acrylit wurde leider vom Markt genommen, es war wegen seiner Fähigkeit ABS anzulösen erste Wahl, obwohl auch recht spöde, aber - Thema erledigt. 

Epoxykleber wie UHU plus sind Additionsvernetzer und müssen daher SEHR genau gemischt werden, sonst härten sie nicht richtig aus. Dazu der Tipp, die beiden Kleckse Harz/Härter mit etwas Abstand nebeneinander zu setzen, damit sie so gut wie es geht gleich groß werden und gleichermaßen fließen können. Dann zügig und gründlich verrühren. 

Eventuelle Baumwollflocken sorgen dafür, dass die Masse nicht so fließfähig ist, sie lässt sich dann besser modellieren. Der Stabilitätsgewinn ist - wenn überhaupt - nur gering, die Klebenaht wird aber etwas leichter bei mehr aktiver Oberfläche, was bei Rennbooten ein Thema ist.

Wenn man wirklich nennenswert Stabilität gewinnen will, muss man Gewebe einlegen. Das geht aber nur mit Laminierharz - die UHU plus sind dafür zu dickflüssig: In einer Krabbe völlig deplatziert/oversized.

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Hallo Mathias, alles wichtige wurde gesagt. Noch eine Ergänzung von mir.

Ich nehme mittlerweile überhaupt keinen 5-Minuten Epoxy Kleber mehr.
Die 5 Minuten bis zum Abbinden sind einfach zu kurz. Klingt komisch, iss aber so. :mrgreen:
15 Minuten Epoxy oder 30 Minuten Epoxy ist da viel entspannter.

Zu den Baumwollflocken (oder auch Glas Microballons ) noch eine Ergänzung. Die machen erst mal Volumen und die Klebenaht ist in Summe etwas leichter/besser schleifbar.

Für die Einstellung der Fließfähigkeit nimmt man Kieselsäurepulver als Thixotropiermittel. Damit kann man Harzkleber an senkrechte Stellen kleben ohne dass er wegläuft. Allerdings verkürzt das Zeug auch die Topfzeit. Ein Grund mehr gegen 5 Minuten Epoxy. :mrgreen:
Wenn man den Kleber mit Flocken oder Ballons so einstellt, dass er formbar wird, ist die eigentliche Klebekraft schon viel zu gering.

Ich würde dir für deine beiden Klebestellen zu Uhu Plus Endfest (früherer Verkaufsname Uhu Endfest 300) raten. Da ist der Name Programm. Man braucht aber 24 Stunden Geduld.
Ich nehme für sowas leicht erwärmtes (nicht erhitztes) Endfest mit ganz wenig Thixotropiermittel und ganz wenig Baumwolle. Ganz wenig meint hier 1-2 Messerspitzen. Erwärmen mit dem Haarfön, nicht mit der Heißluftpistole.
Das zieht überall hin und geht nie mehr von alleine ab.

Grüße
Mario

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Hallo,

habt vielen Dank für Eure mithilfe :that:. Nun bin ich wieder ein Stückchen schlauer.

Da ich noch nicht weiß ob weitere Projekte folgen werden, möchte ich mir nicht größere Gebinde an Harz & Härter in den Keller stellen. Wäre schade drum, ist ja nicht ewig haltbar. 

Also mein Fazit; gründlich entfetten mit Silikonentferner und dann mit UHU Plus endfest verkleben. 

Grüße Mathias 

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Hallo Mario,

danke für deine ausführliche Beschreibung zur Verwendung von Uhu Endfest.Wieder was gelernt!

Mich würde aber die Menge der Zugaben von Baumwollflocken und Thixotropiermittel interessieren. Du schreibst 1-2 Messerspitzen, aber auf welche Menge Klebstoff bezogen?

Gruß Frank

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Nichts gegen Uhuxxx oder andere, mich stört aber der Preis doch gewaltig, wenn ich das mit den einschlägigen Angeboten von Harzlieferanten für schnellhärtendes Epoxid vergleiche. Ich verwende gern das von Bacuplast, da gibt es für den Preis von 10g Uhuxxx o.ä. 250 g; damit mache ich, häufig mit Baumwollflocken angedickt, meine schnell auszuhärtenden Verbindungen.

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Ich sage es ja gerne immer wieder:

Es gibt einen Hersteller AEMI der industriell verwendete Kleber herstellt. Die kenne ich beruflich seit Jahren, und alles was ich mit Kunstharz klebe oder auch spachtel, wird bei mir mit Akepox gemacht. Da es den in verschiedenen Viskositäten gibt erübrigt sich jegliche Form von Zusätzen. Eine halbe Stunde Verarbeitungszeit, nahezu geruchlos und günstg, jahrelang haltbar. Lackierfähig, polierfähig und witterungsbeständig und auch für Verklebungen von Alu und Metall . Was will man mehr? Es steht nur nicht Modellbau drauf....

https://hauswerk.shop/Akepox

Da diese Klebstoffe von allen natursteinverarbeitenden Betrieben verwendet werden, kann man das auch in Kleinstmengen dort beziehen.

Gruß,

Detlef

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https://www.youtube.com/watch?v=HEhFvC7JbV4

vor 6 Stunden schrieb frank-s:

Mich würde aber die Menge der Zugaben von Baumwollflocken und Thixotropiermittel interessieren. Du schreibst 1-2 Messerspitzen, aber auf welche Menge Klebstoff bezogen?

Frank, der Bezugspunkt ist wichtig. Sehe ich ein. :mrgreen:

Vorm Weiterlesen bitte diesen Filmschnipsel ansehen. Er passt gerade so schön:

Ich mische Endfest immer in recht kleinen Mengen zusammen.
Eine 2cm Raupe Harz und 2cm Raupe Härter.

Da dann Messerspitze wie beim Kochen. Also Küchenmesserspitze. Wieviel das in Gewicht ist könnte ich bestimmt nichtmal mit der Feinwaage korrekt wiegen.

Ich mache beim nächsten mal Bilder. Die sagen mehr als tausend Worte...

Grüße
Mario

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