chripsch

1:20 Schlepper und 1:25 Schute - passt das zusammen?

46 posts in this topic

Hallo Christian,

freut mich, daß Du mit den Literaturempfehlungen etwas anfangen kannst - und viel Freude mit dem Buch, wenn es angekommen ist :-)

Ich habe gerade noch mal (schnell) durch die Bücher geblättert und nach Laternen und Signalkörpern gesucht. Beides habe ich auf den Fotos nicht entdecken können und auch keine Masten. Nur auf dem Titelfoto des Buchs "Schlepper und Barkassen" kann man zwei gabelförmige Gebilde erkennen, auf die evtl. Laternen gesteckt werden konnten (ähnlich wie die Laternenhalter mit Rundeisen auf Ralphs Foto oben). Möglicherweise wurden auch die Laternenhalter auf den Schuten nur bei Bedarf angebracht, damit sie beim Ladebetrieb nicht im Weg waren bzw. beschädigt wurden - aber das ist Spekulation. 
Hier ein Link zu einem Foto des Buchs, auf dem man die "Gabeln" erkennen kann (ich hoffe, der Link ist hier erlaubt - das Verkaufsangebot ist nicht von mir und ich stehe in keiner Verbindung mit dem Anbieter): https://www.booklooker.de/Bücher/Harry-Rahn-Braun+Schlepper-und-Barkassen/id/A02h9u7801ZZw#

Auf den Fotos in den Büchern kann man aber auch erkennen, daß Schuten an einer relativ kurzen Leine hinter dem Schlepper/der Barkasse geschleppt wurden (auf einem Bild sogar abenteuerliche 24 Schuten hinter einer Hafenbarkasse). Bilder, auf denen Schuten längsseits geschleppt werden, habe ich dort nicht gefunden - evtl. ist das erst in späterer Zeit üblich geworden(?)

Falls Du zur Lichterführung weiter recherchieren möchtest (was ich zugegebenermaßen noch nicht gemacht habe), kannst Du vielleicht unter diesem Link fündig werden:
http://www.landesrecht-hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml?st=lr&nav=alpha
--> unter "H" im alphabetischen Zugang sind unter anderem die Hamburger Hafenverkehrsordnung und die Hafenfahrzeugverordnung verlinkt, wenn auch 'nur' in den aktuell geltenden Fassungen...

Zu dem Schuten-Baubericht von "Der Bär" gibt es im Kommentarthread den Hinweis, daß der Bausatz tatsächlich von NovaNaut stammt, aber dort im Onlineshop noch nicht gelistet ist. Die Form und Bauweise scheint aber dem Harztec-Modell ähnlich zu sein - so wie bei den Vorbildern, die auf verschiedenen Werften gebaut wurden ;-)

@Taucher: Herzlichen Dank für die Fotos und die Informationen aus erster Hand zu der Beleuchtung! So lerne ich als "Binnenlands-Theoretiker" gerne dazu :-)

Viele Grüße
Norbert

 

 

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Auf den Fotos in den Büchern kann man aber auch erkennen, daß Schuten an einer relativ kurzen Leine hinter dem Schlepper/der Barkasse geschleppt wurden (auf einem Bild sogar abenteuerliche 24 Schuten hinter einer Hafenbarkasse). Bilder, auf denen Schuten längsseits geschleppt werden, habe ich dort nicht gefunden - evtl. ist das erst in späterer Zeit üblich geworden(?) 

Das hatte ich ganz vergessen, entweder zwei Taue, also Dreieck, das stabilisiert bei langsamfahrt. Bei schneller Fahrt gibt's bei jedem Schiff die typische Heckwelle, je nach Taulänge schwingt der Anhang hin und her wie blöd (surft manchmal die Welle hinunter) oder hat im anderen Extrem viel Druck auf dem Tau. Die Kunst ist es, den richtigen Abstand einzustellen.  Einige Schuten (längst nicht alle) haben ein Ruder hinten um gegenzusteuern, so wie das Model.  Das könnte man mit einem zweiten Empfänger auch versuchen, aber dann wird das Fahren Stress. Vielleicht kännte man eine Art Treibanker hinter die Schute packen (oder 2) der 'zieht' dann von hinten gegen und hält sie gerade.

Neben dem Schlepper gebunden geht auch, ist aber nicht der Normalfall.

J

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vor 11 Stunden schrieb JojoElbe:

Auf den Fotos in den Büchern kann man aber auch erkennen, daß Schuten an einer relativ kurzen Leine hinter dem Schlepper/der Barkasse geschleppt wurden (auf einem Bild sogar abenteuerliche 24 Schuten hinter einer Hafenbarkasse). Bilder, auf denen Schuten längsseits geschleppt werden, habe ich dort nicht gefunden - evtl. ist das erst in späterer Zeit üblich geworden(?) 

Das hatte ich ganz vergessen, entweder zwei Taue, also Dreieck, das stabilisiert bei langsamfahrt. Bei schneller Fahrt gibt's bei jedem Schiff die typische Heckwelle, je nach Taulänge schwingt der Anhang hin und her wie blöd (surft manchmal die Welle hinunter) oder hat im anderen Extrem viel Druck auf dem Tau. Die Kunst ist es, den richtigen Abstand einzustellen.  Einige Schuten (längst nicht alle) haben ein Ruder hinten um gegenzusteuern, so wie das Model.  Das könnte man mit einem zweiten Empfänger auch versuchen, aber dann wird das Fahren Stress. Vielleicht kännte man eine Art Treibanker hinter die Schute packen (oder 2) der 'zieht' dann von hinten gegen und hält sie gerade.

Neben dem Schlepper gebunden geht auch, ist aber nicht der Normalfall.

J

Danke für Info über die dreickige Tauführung! Das finde ich auch interessant und hatte es auf den Fotos nicht erkannt... 
Wie wird das denn im Detail gemacht - verlaufen vom Schlepphaken zwei Leinen zum "Anhang" (so daß die Tauführung V-förmig aussieht) oder wird eine Leine nach hinten geführt und  vorr dem Bug der Schute verzweigt (so daß die Form eines Y entsteht)?

Weiter oben in diesem Thread hat ja ein Forenkollege einen (sehr lesenswerten) Modellwerft-Beitrag über eine Schute verlinkt. Dort hatte der Erbauer ebenfalls festgestellt, daß die Schute beim Schleppen stark pendelte. Als Abhilfe hat er ein Ruder angebracht, das in Geradeausstellung festgestellt ist.

 

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Servus beisammen,

erstmal vielen Dank für Eure vielen Beiträge!

Ich habe heute das Buch von Harry Braun bekommen. Viele interessante Fotos, aber leider bezüglich der Beleuchtung nichts drinnen. Vermutlich wurden die Lampen wirklich nur angebracht wann nötig. Die Stangen zum Aufstecken, die hier mehrfach genannt wurden, denke ich, gehen ebenfalls in diese Richtung. Gut, ich würde sie am Modell permament montieren ;)  ...und mal drei so Stangen mit einplanen :mrgreen: Betrieben mit 3 versteckten AA-Akkus (D.h. 3V-Lampen).  ...und mit im Abgang versteckten Ein/Aus-Schalter. Zudem 5 große Poller nebst einem Manschgerl (Männchen) an der Ruderpinne. Apropos: Wo gibt es gute und günstige 1:20 Figuren im Friesennerz? Könnte für die Rickmer Bock auch welche gebrauchen, da ich mir nicht vorstellen kann dass in den  50ern und 60ern schon die modernen roten DGZRS-Anzüge getragen wurden. ...und ja, der kurze Schleppabstand ist gebongt. Vorläufig kämen ja nur die Plüsch-Pinguine meines Sohnes und sein Playmobil-Polizeiboot als Fracht in Frage das heute im Sturm mal wieder im Schlepp gekentert ist.

Nachdem ich bis Dato noch nichts von Nova Naut gehört habe tendiere ich die Schute von Harz Tec zu kaufen und erst mal auf Halde zu legen bis die Bock und das RC-Boot für meinen Großen fertig sind.

Servus,
Christian

P.S.:

Mein Schlepper hat Elektro-Lampengehäuse von Aeronaut. An sonsten statt dem Klappschornstein einen fest montierten und einen Masten den die Saturn ja nicht hat. An sonsten hat er ein schönes Holzdeck und die originale von Graupner vorgeschlagene Seilzug-Lenkung. 

 

 

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Eigentlich is ja gut und is auch etwas OT aber habe beim Schutensuchen noch einen gefunden -muss sein. 

Ralph

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Für OT halte ich das nicht - es geht doch um 'unsere großen Vorbilder' (bzw. die unserer Modelle)...

Ein Video will ich auch noch in die Runde werfen: von 6:45 bis 8:05 kommen Aufnahmen von Schuten, Schleppern und Barkassen und etwa bei 7:20 ff. kann man sehr gut eine (Petroleum?-)Laterne auf einer geschleppten Schute sehen. Genau das, wonach wir seit gestern Abend gemeinsam gesucht haben :-)

 

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Cool, zu der Zeit hat mein Opa noch auf der Werft gearbeitet.

Wenn man sieht wie die Schuten teilweise beladen sind und werden, wären feste Lampen ziemlich zerstörungsanfällig.

Mit dem V oder Y schleppen, das ist eigene Erfahrung beim Abschleppen anderer Sportboote, aber auch das klappt nicht immer, wäre aber eine Option, weil so beim abweichen vom Kurs immer gleich Gegenzug entsteht.

Bei mehreren Schuten ziehen die hinteren den Verband wohl durch ihr Gewicht gerader.  Wenn du im Film auf den Schlepper achtest, kannst du sehen, daß er sie nicht mittig auf den Haken nimmt sondern bei sich seitlich vetäut hat, damit geht das Schraubenwasser in der Seite der Schute vorbei und drückt sie ein wenig nach aussen, was sie dann daran hindert hin und her zu pendeln.

Gewicht ist ein wichtiger Punkt. Im Endeffekt heisst es aber ausprobieren wie es am besten geht, dann kommt die Diskussion bestimmt noch einmal auf.

Hafenschipper: die typischen Petroleumlampen, die Gehäuse sind ja auch mit Gas (s.o.) und später sogar auf Strom umgerüstet worden. Die Rickmer Bock dürfte verdammt ähnliche gehabt haben (Bj. 1944).

So schöner Hafen  - ok, nochn bisschen kaputt alles - aber wen ich dagegen heute die Hafencity und die Musicaltheater sehe ...:cry:

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Ich habe mal eine 20 m Schute aus den 1920ern als 3D Modell erzeugt, falls mal jemand auf die Idee kommt, so etwas selbst zu bauen....

5920447dae2c8_82Schute_03.jpg.948a0cdc536f7ed765b34c7fa2664460.jpg

 

592044871bb12_82Schute_05.jpg.f3e37f97c1f700d26c88a575e0936f2e.jpg

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Servus beinand,

echt interessantes Filmmaterial. Auch meinem 4 jährigen Sohn hats sehr gefallen! Betreffs der bisher gesichteten Schutenbeleuchtung kann man zusammenfassen "eine einzelne weiße Petroleumlampe am Mast". Wär ja an sich eher ein Ankerlicht. Frage an die Runde: Weiß jemand wie die Beleuchtungspflicht so in den 50ern / 60ern war? Hat da analog kleinen Sportbooten heute vielleicht nur ein einfaches, weißes Licht in Fahrt genügt?  Kann mir nämlich nicht vorstellen dass die Schuten nur bei Licht unterwegs waren und partout keine Bilder mit Positionslampen auftauchen... Wäre interessant zu klären...  Und wie waren Großverbände aus mehreren Schuten beleuchtet? Nur die letzte in der Reihe - oder alle?

@WolleSHG Schönes Modell mit genialer Rumpfform. Wäre echt genial wenn es sowas mal als Modell gäbe. Gemäß der mir vorliegenden Schutenbilder kommt Deine Rumpfform dem Original sehr sehr nahe. Die Form von HarzTec bzw. Nova Naut scheint hier eher eine Variante dazustellen bzw. einen Kompromiss in Bezug auf den Bau aus Polystorol-Platten.

Nachdem anhand der zahlreichen Beiträge hier im Thread ja eine gewisse Nachfrage nach Schuten besteht verwunderts mich sehr dass noch niemand, auch kein Kleinserienhersteller wie Sievers oder ähnliche auf die Idee gekommen sind einen solchen Rumpf nachzubauen. Meine Nachfrage bei Sievers stieß jedenfalls leider auf Granit.

Zudem man gut und gerne bis zu 24 Schuten auf dem Modellteich hinter seiner Barkasse herschleppen kann :mrgreen:

...wir also Zeit mit der ersten Schute loszulegen.

Servus,

Christian

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Hallo zusammen,

zuallererst @WolleSHG - auch von mir ein Kompliment für die 3D-Konstruktion!

@chripsch - bzgl. der Lichterführung kommen wir der Lösung näher (vorausgesetzt, daß wir nur im Bereich das Hamburger Hafens unterwegs sind ;-) )...

Zum Stand der 50er/60er Jahre habe ich zwar leider nichts gefunden, aber der Schlüssel scheint mir die Hamburger Hafenverkehrsordnung zu sein (in der geltenden Fassung von 1979, zuletzt geändert 2015, siehe http://www.landesrecht-hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml?showdoccase=1&st=lr&doc.id=jlr-HfVerkOHArahmen): 

  • Nach der Begriffsbestimmung in §2 Absatz 3 zählen Schuten zu den Hafengüterfahrzeugen.
  • Zur Lichter-/Signalführung von Hafengüterfahrzeugen bestimmt §15 Absatz 1: "Geschleppte oder geschobene Hafengüterfahrzeuge dürfen an Stelle der in der KVR und Seeschifffahrtstraßen-Ordnung vorgeschriebenen Lichter ein weißes Rundumlicht führen. (...)"
    In Absatz 2 folgen die Bestimmungen für den Fall, daß mehrere Hafengüterfahrzeuge nebeneinander oder "als Gruppe" (d.h. starr verbunden) geschleppt oder geschoben werden.
  • Von den KVR abweichende Regeln zur Lichterführung des schleppenden Fahrzeugs finden sich in §14.

Die oben aus Wikipedia zitierte Lichterführung basiert auf den KVR (siehe dort "Regel 24 Schleppen und Schieben"), von denen in unserem 'Sonderfall' abgewichen wird.
Der Vollständigkeit halber ein Link zum Text der KVR von 1972, zuletzt geändert 2009: https://www.elwis.de/Schifffahrtsrecht/Verzeichnis-Rechtsverordnungen-Gesetze/KVR.pdf

Fragt sich, ob wir noch eine Fassung der Hafenverkehrsordnung aus den 50er/60er Jahren oder früher finden (und falls nötig den zeitlich dazu passenden 'Vorgänger' der KVR) - und ob tatsächlich noch jemand mit der Recherche weitermachen möchte...

Viele Grüße
Norbert

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Posted (edited)

vor 1 Stunde schrieb Hafenschipper:

Zur Lichter-/Signalführung von Hafengüterfahrzeugen bestimmt §15 Absatz 1: "Geschleppte oder geschobene Hafengüterfahrzeuge dürfen an Stelle der in der KVR und Seeschifffahrtstraßen-Ordnung vorgeschriebenen Lichter ein weißes Rundumlicht führen. (...)"

Servus Norbert,

ich glaub Du hast nun tatsächlich die Lösung gefunden. Zumindest was Hamburg betrifft. Betreffend 50er/60er Jahre: In dem von Dir gelinkten Video aus dem Jahr 1948 führt eine der gezeigten Schuten eindeutig so ein Licht...  Sprich die Vereinfachung scheint damals schon gegolten zu haben. Postionslampen im klassischen Sinne konnte ich auch auf den Nachkriegsschuten keine einzige im Buch von Harry Braun finden. Überhaupt ist hier die generelle Abwesenheit jeglicher Lampen sehr sehr frappiernd. Wär`mal interessant wie es in anderen Häfen ausschaut. Das Wikingerschiff auf dem bayerischen Meer letzte Woche jedenfalls scheint auch komplett lichtfrei zu sein. :mrgreen:

Wikinger.jpg.77692fea31f05d22ce61ffc698754922.jpg

Aber nun, denke ich, hast Du die Lösung gefunden! :that: Ein herzliches Vergelt`s Gott hierfür :that:

Ich habe im Weiteren mir auch schon ein paar weitere Gedanken gemacht. Könnte man nicht für die einsame 3V-Birne eine handelsübliche Knopfzelle heranziehen? Legt man das Modell von HarzTec zu Grunde könnte man das Ding im Kasten auf dem Vordeck verstauen und müsste somit keine größeren Eingriffe in den Schutenkörper vornehmen.

Was denkst Du bzw. Ihr?

Viele Grüße aus Rosenheim,

Christian

P.S.: Ich habe die Schute soeben bei Herrn Harzmeier bestellt.

 

Edited by chripsch

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Hallo Christian,

vor einer Stunde schrieb chripsch:

In dem von Dir gelinkten Video aus dem Jahr 1948 führt eine der gezeigten Schuten eindeutig so ein Licht...  Sprich die Vereinfachung scheint damals schon gegolten zu haben. Postionslampen im klassischen Sinne konnte ich auch auf den Nachkriegsschuten keine einzige im Buch von Harry Braun finden. Überhaupt ist hier die generelle Abwesenheit jeglicher Lampen sehr sehr frappiernd.

ich denke, diese Schlußfolgerung können wir guten Gewissens stehen lassen - immerhin sind wir hier in einem Forum für Schiffsmodellbau und nicht für Geschichtswissenschaft ;-)

Die Fotos im Buch "Harry Braun: Ewer und Schuten im Hamburger Hafen" sind ja alle bei Tageslicht aufgenommen, da mußten keine Lichter geführt werden. Und wie JojoElbe schon angemerkt hat, wären die Laternen beim Ladebetrieb recht stark gefährdet gewesen - dann kann man schon vermuten, daß sie bei Nichtgebrauch sicher verstaut wurden.

Zitat

Wär`mal interessant wie es in anderen Häfen ausschaut. Das Wikingerschiff auf dem bayerischen Meer letzte Woche jedenfalls scheint auch komplett lichtfrei zu sein. :mrgreen:

Wer hätte sich schon getraut, die einfallenden Wikingerhorden auf die korrekte Lichterführung hinzuweisen? ;-)

Scherz beiseite, mit der Situation in anderen Häfen habe ich mich noch nicht beschäftigt - auch deshalb, weil es mir speziell die Hamburger Hafenbarkassen angetan haben.

In einem der weiter oben genannten Bücher (evtl. in dem, das Du auch hast?) wird allerdings beschrieben, daß die Hafenschiffahrt mit Schuten, zumindest in diesem großen Umfang, eine Hamburgische Besonderheit war. Gründe dafür waren die in HH vorhandenen Fleete und Kanäle mit den anliegenden Speichergebäuden und Industrieanlagen, später die bewußt mit land- und wasserseitigen Zugängen erbaute Speicherstadt sowie die davon getrennt liegenden Hafenanlagen für Seeschiffe und die vielfach praktizierte Abfertigung von Seeschiffen, die "im Strom" (d.h. an den Dalben im Elbfahrwasser) statt an Kaimauern lagen.

Zitat

Aber nun, denke ich, hast Du die Lösung gefunden! :that: Ein herzliches Vergelt`s Gott hierfür :that:

Freut mich, daß ich Dir helfen konnte. Den Dank von höchster Stelle nehme ich gerne an :-) 

Zitat

Könnte man nicht für die einsame 3V-Birne eine handelsübliche Knopfzelle heranziehen? Legt man das Modell von HarzTec zu Grunde könnte man das Ding im Kasten auf dem Vordeck verstauen und müsste somit keine größeren Eingriffe in den Schutenkörper vornehmen.

Hm, eine LED kann von einer Knopfzelle lange versorgt werden, aber wie lange reicht die Kapazität für eine Glühlampe (die zweifellos das schönere Licht abgibt)?
Ich persönlich würde immer, wenn das möglich ist, eine Lösung mit Standardzellen vorziehen. Wäre in dem Kasten Platz für zwei AAA-Zellen? Oder könnte man darunter zwei hochkant stehende, bis unter Deck reichende Rohrstücke verstecken, in die die Zellen passen?

Zitat

P.S.: Ich habe die Schute soeben bei Herrn Harzmeier bestellt.

Dann wünsche ich Dir schon mal gutes Gelingen - auch wenn es bis zum Bau noch etwas dauern sollte :-)

Viele Grüße
Norbert

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Posted (edited)

Hallo Joerg,

Am 19.5.2017 um 23:46 schrieb JojoElbe:

Bei mehreren Schuten ziehen die hinteren den Verband wohl durch ihr Gewicht gerader.  Wenn du im Film auf den Schlepper achtest, kannst du sehen, daß er sie nicht mittig auf den Haken nimmt sondern bei sich seitlich vetäut hat, damit geht das Schraubenwasser in der Seite der Schute vorbei und drückt sie ein wenig nach aussen, was sie dann daran hindert hin und her zu pendeln.

tatsächlich - das war mir bisher nicht aufgefallen. Interessantes Detail, danke für den Hinweis darauf!

Zitat

Hafenschipper: die typischen Petroleumlampen, die Gehäuse sind ja auch mit Gas (s.o.) und später sogar auf Strom umgerüstet worden. Die Rickmer Bock dürfte verdammt ähnliche gehabt haben (Bj. 1944).

Aufgrund der Form hätte ich auch auf eine Petroleumlaterne getippt. Gezweifelt habe ich, weil zur Entstehungszeit der Filmaufnahmen (1948) Brennstoffe m.W. noch knapp und teuer waren. Andererseits, was hätte man als 'Ausweich-Brennstoff' nehmen können...?

Zitat

So schöner Hafen  - ok, nochn bisschen kaputt alles - aber wen ich dagegen heute die Hafencity und die Musicaltheater sehe ...:cry:

Zu der Zeit noch ziemlich zerstört, aber irgendwie lief der Betrieb schon wieder...

Ich kenne von Hamburg ja nur sehr wenig (von ein paar kurzen Besuchen), aber besser als die Hafencity gefällt mir die Speicherstadt gleich nebenan. Und erst recht die 50er Schuppen mit dem Hafenmuseum und dem Außengelände davor :-)

Viele Grüße
Norbert

Edited by Hafenschipper
überflüssige Leerzeilen gelöscht

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vor 9 Stunden schrieb Hafenschipper:

Hm, eine LED kann von einer Knopfzelle lange versorgt werden, aber wie lange reicht die Kapazität für eine Glühlampe (die zweifellos das schönere Licht abgibt)?
Ich persönlich würde immer, wenn das möglich ist, eine Lösung mit Standardzellen vorziehen. Wäre in dem Kasten Platz für zwei AAA-Zellen? Oder könnte man darunter zwei hochkant stehende, bis unter Deck reichende Rohrstücke verstecken, in die die Zellen passen?

Servus Norbert,

ich muss mir mal das ganze genauer anschauen sobald ich den Baukasten habe. So genial ich eine Knopfzelle fände - irgendwie hab ich schon aufgrund der physischen Größe der Selben Bedenken. Nachdem ich aber nur Glühbirnen verwende möchte  muss ich mir hier irgendwas einfallen lassen. ;)

vor 9 Stunden schrieb Hafenschipper:

Scherz beiseite, mit der Situation in anderen Häfen habe ich mich noch nicht beschäftigt - auch deshalb, weil es mir speziell die Hamburger Hafenbarkassen angetan haben.

...geht mir genauso. Zudem: Mit den mordernen Prähmen die anderer Orten rumfahren kann ich absolut nichts anfangen. Ich mags lieber historisch - Hat aber nichts mit meinem Geschichtsstudium zu tun :mrgreen:...

Apropos:  Ich habe seinerzeit 2003 vier Monate in Venedig gelebt, wo es mit den kleinen Kanälen ähnlich zugeht wie in Hamburg. Aber: Zugegebener Maßen habe ich mich damals nie mit den Positionslampen der dortigen Schuten beschäftigt :? ...auch wenn ich als Landei aus den Voralpen  das maritime Flair sehr genossen habe. Besonders wenn man beim Übersetzen von der Isola di San Servolo in die Stadt mit seinem 10 Meter Mini-Vaporetto einen 250 Meter Ozeanriesen gekreuzt hat...  David gegen Goliath.  Ja, die Zeit in der Serenissima war die schönste Zeit meines Lebens 8-) War damals auch im Museo storico navale - umrahmt von den Ankern der SMS Tegethoff und der SMS Viribus Units... Und dass die Lagune meist nur zwischen 80 cm und 1,20 m tief ist wusste ich vorher auch nicht... Ja und neben dem Acqua alta gabs auch etwas Tidenhub :-) ...wenn man eine Nipptide erwischt liegen größere Teile der Lagune sogar trocken.

Viele Grüße aus Rosenheim,
Christian

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Platz ist doch da.

Hier meine 1:33  Mast und Poller sind nicht im Bausatz der Einstieg schon. Das Kästchen nicht aufkleben sondern auf ein Süll stecken Batterikasten fertig. zur not noch nach unten erweitern ist in PS kein Hexenwerk.

Stilecht ist ein Kabelkanal auf Deck zum Mast.

Ralph

 

 

 

IMG_4271.JPG

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vor 28 Minuten schrieb taucher:

Das Kästchen nicht aufkleben sondern auf ein Süll stecken Batteriekasten fertig. zur not noch nach unten erweitern ist in PS kein Hexenwerk.

Servus Ralph,

Dein Ansatz gefällt mir sehr gut. :that: Gegebenenfalls 3 AAA-Zellen hintereinanderlöten, wären dann 3,6 V. Und hinten das gleiche Gewicht nochmal als "Ausgleich" nochmal einkleben.

Servus,
Christian

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Hallo Christian,

Am 21.5.2017 um 11:01 schrieb chripsch:

Ich mags lieber historisch - Hat aber nichts mit meinem Geschichtsstudium zu tun :mrgreen:...

nur um Mißverständnisse auszuschließen: Mit dem Satz ...

Zitat

ich denke, diese Schlußfolgerung können wir guten Gewissens stehen lassen - immerhin sind wir hier in einem Forum für Schiffsmodellbau und nicht für Geschichtswissenschaft ;-)

... möchte ich nichts gegen Historiker gesagt haben - die Bemerkung zielte nur darauf ab, daß wir hier nicht unbedingt wissenschaftliche Ansprüche erfüllen müssen. Ich denke, für den 'modellbauerischen Hausgebrauch' ist die Indizienkette bzgl. der vereinfachten Lichterführung ausreichend begründet, auch wenn man sie nach Maßstäben der Wissenschaft noch in Frage stellen könnte ;-)

Viele Grüße
Norbert

 

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MoinMoin Norbert,

...ich wollte eigentlich nur sagen dass ich alte Sachen von vor 1960 mag, mehr nicht :that:

Gibt also kein Missverständnis - zu mindestens nicht von meiner Seite her. Im Gegenteil, ich bin Dir riesig Dankbar dafür dass Du mein Problem gelöst hast.

Servus,

Christian

 

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Hallo,

ich sehe keinen richtigen Grund warum die Schute nicht zu dem Schlepper passen sollte, auch ist es völlig egal wie groß irgendwelche Poller oder Winschen sind.

Warum ? Ganz einfach in der grossen weiten Welt gibt es unterschiedliche größen von zu schleppenden Objekten genauso woe Poller und Winschen. Die Schute kann 3mal so lang wie der Schlepper sein 5 mal so breit, genauso wie sie kleiner als der Schlepper sein kann. Das einzige was man beachten muss ist das der Schlepper das Gerät  vom Gewicht her noch adäquat bewegen  kann, sprich ziehen mit Seilen , seitlich am Schlepper fest gezurrt, oder geschoben am Bug, und nicht, wenn Wind aufkommt der Schlepper mit seiner Last nicht mehr vorwärts kommt weil der  Antrieb nicht mehr genügend Schub liefern kann. Das habe ich schon auf Autofähren in Norwegen erlebt wo die  Überfahrt die 15 min dauern sollte, und wir 45 min auf dem Ozean rum geschippert sind , und wieder zum Startpunkt zurück gefahren sind weil die Kraft gegen den Wind nicht ausreichend war . Nicht anders verhält es sich mit Schleppern oder eben anderen Schiffen.

 

Edited by Toriatte

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