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Dean's Marine "GREEN PARROT" 1/35


IngobauteinBoot

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Moin zusammen,

ich habe mich entschlossen, ein RC-Modell zu bauen. Normalerweise bin ich mit Standmodellen (Flugzeuge) beschäftigt, aber ich wollte gern ein ferngesteuertes Schiff haben. Vor ca. 25 Jahren habe ich mal die  SMS Emden gebaut (von Graupner?), aber die ist inzwischen lange außer Dienst und auf die Erfahrungen kann ich nun wirklich nicht mehr zurückgreifen - erstens hatte ich Hilfe aus dem Fachgeschäft (existiert nicht mehr) und zweitens dürfte die Technik doch ein wenig vorangekommen sein. Da sind wir dann auch bei meinem Hauptproblem - dem Einbau der Antriebsanlage und der RC-Komponenten. Der Modellbau an sich sollte weitgehend hinhauen, auch wenn ich etwas überrascht war, wie primitiv die Bausätze auch heute noch sind/sein können. Die Emden hatte zwei tiefgezogene Rumpfhälften, da ist der Grüne Papagei mit einem Vollrumpf ja schon mal ein Stück weiter....und zum Glück muss ich so gut wie kein Holz verarbeiten. Liegt mir nicht so.

Damit's nicht so kompliziert wird, habe ich mich für die GREEN PARROT entschieden - nicht zu groß, nicht zu viele Aufbauten, nur ein Propeller. Hier ist sie, der Rumpf ist 70cm lang, die breiteste Stelle 11cm und die Innenhöhe beträgt etwa 6cm. Jetzt teste ich erstmal das Einstellen von Bildern und so.

Die Kommentarfunktion:

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Überhaupt keine Ahnung habe ich von Fernsteuerung und Co. - da hoffe ich sehr auf eure Hilfe.

Ein bisschen was liegt schon vor: Ruder, Motor, Welle und Wellentunnel.

Den Motor habe ich bei Dean's gleich mitbestellt, es ist ein Kyte, mit der Aufschrift "4,8 bis 12 Volt. Die dazugehörige Halterung stammt aus dem Bausatz (tiefgezogen, hier nur  grob ausgeschnitten). Die sagt mir nicht so übermäßig zu. Gibt es da vielleicht Besseres?

Welle und Wellentunnel gehören auch zum Modell, die Kupplung ist Sonderzubehör, ebenso wie der Messingpropeller.

Das Ruder ist Metallguß und recht schwer. Dazu gehört der Ruderschaft, ein Lenkarm und die kleine Schraube, deren Verwendungszweck ich in der Bauanleitung noch nicht begriffen habe. Die Bauanleitung ist ohnehin nicht die Beste - entweder enthält sie allgemeine Anweisungen, die sich gar nicht direkt auf das Modell beziehen, es fehlen Hinweise auf Teilenummern und es gibt einen Haufen Schreibfehler....müsste mal überarbeitet werden.

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Angefangen habe ich mit dem Rumpf, der nun schon mal die Deckhalterungen an den Innenseiten bekommen hat. Bis das Deck da aber draufpasst, ist noch Einiges an Anpassung erforderlich. Aber erst muss ja eh die Anlage eingebaut werden...

Hier fehlen mir noch:

- Fernsteuerung, Empfänger, Fahrtreger, Servo plus Ruderstange (heisst das so?), Fahrakku und Ladegerät. Also praktisch alles.

Ich habe keine Ahnung davon und etwas Stöbern im internet hat eigentlich mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Meine Ambitionen bezüglich Fahrbetrieb beschränken sich auf die reinen Fahrfunktionen: Vorwärts, Rückwärts, Seitwärts, Geschwindigkeit.

Es wäre super, wenn ihr mir eine passende Ausstattung empfehlen könntet. Weiterhin fallen mir noch Dinge ein wie:

- welches Schmiermittel nehme ich für die Welle und das Ruder?

- Muß der Motor entstört werden, und wenn ja, wie?

- Gibt es eine bessere Motorhalterung als das tiefgezogene Teil des Bausatzes?

Ist vielleicht nicht so einfach, eine Rundum-Empfehlung abzugeben, aber ich selbst stehe relativ ratlos vor dem Riesenangebot, also bin ich für jede Hilfe dankbar. Fachgeschäft gibts hier ja keine mehr, soweit ich weiß und außerdem ist eine Frage hier schneller gestellt und ich muss nicht erst irgendwo hinfahren.

So, jetzt mach' ich mal bei Rumpf und Deck weiter - mein Ziel ist, das Deck trocken so gut wie möglich passend zu machen, damit es später möglichst problemlos einkleben kann.

Ach ja, wenn jemand noch Tipps oder Ideen allgemeiner Art hat: Auch immer gern gesehen.

 

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So, hier geht es nun auch mal weiter. Ich habe inzwischen das Deck 'trocken' so gut wie möglich an den Rumpf angepasst. Es ist aber absehbar, dass beim späteren Einkleben des Decks noch Einiges an Arbeit auf mich zukommt. Zum Einen ist der Rumpf mit 12cm Breite angegeben, kommt aber in der Realiät nur auf ca. 11cm. Das Deck ist entsprechend breiter. Aber auch länger. Und die Rumpfseiten sind auch nicht gerade und Bug- und Hecksektionen passen auch nicht....

Dafür ist das Deck nun schon mal komplett neu graviert (Planken), da mir die Gravuren ab Werk nicht gefallen haben, nicht definiert genug waren. Weiterhin habe ich den Decksausschnitt im Heck vervollständigt, angepasst und mit einer Auflage für den Ausschnitt versehen. Das ist im Bausatz so vorgesehen und bietet später einen gewissen Zugang zum Ruderbereich.

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Die Unterseite des Decks ist hier grundiert und mit Querversteifungen versehen. Außerdem sind rund um den Hauptdecksausschnitt in Abständen Verstärkungen angebracht. Später fürs Verkleben des Decks muss ich im Randbereich noch die Grundierung wieder entfernen.

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Das ganze Boot ist jetzt mal grundiert; Weiß geblieben sind hier lediglich die Trägerleisten fürs Deck. Wie man sieht, existiert auch schon ein Ständer für das Modell.

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Sind es an den Rumpfseiten noch gerade Plastikprofile, die später das Deck tragen (im Bausatz enthalten), habe ich für die Heckrundung dünne Evergreen-Plastikprofile in mehreren Schichten verlegt, weil ich so einfacher der Rundung folgen konnte. Das Ganze habe ich mit Miliput unterfüttert. Die Leisten sind alle mit Sekundenkleber verklebt, nochmal von unten verstärkt durch kleine Mengen 'Uhu Endfest' (Einfach rundherum in Abständen einen Tropfen oder etwas mehr unter die Decksleisten geben, Rumpf umdrehen und warten. Das Uhu-Zeug läuft noch eine Weile und verteilt sich so zwischen Trägerleisten und Rumpf. Das sollte halten. Sekundenkleber allein traue ich auf lange Sicht nicht so sehr.

Wer Miliput nicht kennt:  Zwei-Komponenten 'Knetmasse' in verschiedenen Feinheitsgraden. Einfach gleichgroße Teilmengen verkneten, dann verarbeiten. Schrumpft nicht beim Trocknen, wird steinhart und lässt sich schleifen, bohren, etc.

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Hinten unten am Rumpf wird später noch ein Metallteil angebaut, auf dem wohl das Ruder aufliegt bzw. welches Schraube und Ruder von unten schützt. Die dafür notwendigen Modifizierungen habe ich mit meiner brutalsten Feile durchgeführt. Von innen hatte ich noch einen größeren Klecks Uhu Endfest in den Rumpf laufen lassen, weil ich nicht wusste, wie stark das Rumpfmaterial ist. Und ein Loch wollte ich dort nicht produzieren. Das Rumpfmaterial ist aber dick genug. Den Metallsteg, der da hinkommt, werde ich mit drei kleinen Schrauben befestigen. Die Ausschnitte für den Steg müssen dann aber trotzdem noch mittels Spachtel oder Miliput verschlossen und eingeschliffen werden.

Der Unterrumpf hatte im Bereich des Kiels längs den Boden entlang nur sehr wenig Materialstärke (durchscheinend, als noch keine Grundierung drauf war). Daher habe ich zur Sicherheit eine Evergreen Plastikleiste als kleinen 'Extrakiel' aufgeklebt. Wahrscheinlich nicht nötig, aber man weiß ja nie....nicht, dass am fertigen Modell mal irgendwann der Rumpfboden reißt und aufpoppt.

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Hier habe ich die erste Unterbaugruppe fertiggebaut und grundiert - Schornstein.

Der besteht aus zwei Vacu (tiefgezogenen) Teilen, die  naturgemäß mehr schlecht als recht zusammenpassen und auch nicht allzuviel Klebefläche bieten. So richtig rund war die Röhre dann auch nicht. Also habe ich die Klebenähte von innen mit dünnen Plastikstreifen verstärkt und drei Ringe aus etwas dickerem Material geschnitten, die, in Abständen im Schornstein verklebt, diesen nun sachte in eine runde Form zwingen.

Dann noch die drei Ringe von außen um den Schornstein (Anweisung der Bauanleitung) und Anbau der "Steam Pipe" und der "Steam whistle". Diese bestehen aus Messingröhrchen, gehalten von Draht, welchen ich mit dünnen Plastikstreifen verkleidet habe. Die 'whistle' (also das Signalhorn, oder wie es heisst), ist ein Metallgußteil aus dem Bausatz, das (wie alle folgenden auch) massiv bearbeitet werden muss (Grat entfernen, gerade feilen, Loch bohren, etc.) - die Teile sind prinzipiell ok, benötigen aber einiges an Nacharbeiten. Das Ganze dann hier grundiert mit Tamiya Grundierung aus der kleinen Spraydose.

Im Prinzip könnte ich jetzt anfangen, die ganze RC-Anlage einzubauen - aber ich habe noch keine. Hat jemand Lust und Zeit und traut sich, mir einfach mal eine 'Garnitur' zusammenzustellen?  Sender, Empfänger, Fahrakku, Fahrtenregler, Servo.... Ich selbst stehe da wie schon erwähnt, etwas auf dem Schlauch....

I.

Bis dahin gibt's ja aber noch die eine oder andere Unterbaugruppe, der ich mich widmen kann.

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Bei der Green Parrot gab es eine kleine Verzögerung, weil mir für mein letztes Flugzeugprojekt noch zwei Piloten geliefert wurden, die ich noch bemalen und in Szene setzen musste:

:ot-pfeif-sp:

Das ist, was ich sonst so mache - israelische 'Shahak' (Mirage IIICJ) und russische MiG-21MF (Fishbed-J) in 1/48. Die beiden Russenpioten musste ich noch ergänzen. Damit es nicht komplett OT wird und ich eh schon mal beim Figurenmalen war, hab ich auch gleich die  Crew für den Grünen Papagei bemalt. Vielleicht etwas abenteuerlich, die Jungs und wohl auch nicht die  oben in der Geschichte genannten 'Royal Green Jackets', aber die passendsten Figuren, die ich finden konnte. Bewaffnung kriegen sie auch noch ein bisschen. Ich finde, in 1/35 muss ein Minimum an Figuren dabei sein und sei es nur jemand am Ruder oder so. Mal gucken, wie viele ich davon letztendlich nehme.

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Hier wieder ein paar vorbereitete Baugruppen - Ruderhaus noch mit seperatem Deck und Dach, Ankerwinde, Lüfter, Waffenplattformen, etc. Das meiste davon ist aus Polystyrol, was mir sehr entgegenkommt, ein bisschen was auch aus diesem Metallguß und Resin. Wobei die Resinteile eher schlecht sind. Wenn die Form mal irgendwann gut war, ist sie es zur Zeit der Herstellung dieser Teile schon nicht mehr gewesen. Grob, löchrig, Fehlstellen und irgendwie noch die alte Art Resin, die immer irgendwie etwas klebrig ist. Nach der Grundierung ist das aber weg. Gerade noch so verwendbar.

Das gepanzerte Ruderhaus habe ich noch mit ein paar Details versehen - außen 'Fensterrahmen', innen eine Halterung für ein Funkgerät und so Sachen. Das Deck ist selbst hergestellt, weil im Bausatz nicht vorgesehen - es soll auch ein paar Details bekommen (Steuerrad, usw.) und wird dann von unten eingesetzt. Die Aufnahmen dafür bilden die inneren Eckverstärkungen des Ruderhauses.

Sicher etwas langweilig für euch, diese grauen Bauteile, aber mehr habe ich derzeit nicht zu bieten - und gemacht werden will es ja auch. Ich habe aber inzwischen alles bestellt, was ich für den Einbau des Antriebs noch brauchte (eine Menge) und sobald das alles da ist, mach' ich damit weiter. Dann wirds wohl etwas spannender.

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Hier mal ein bisschen Fortkommen beim Grünen Papagei.

Was ich noch gar nicht erwähnt hatte, ist, dass das Modell mir auch als Erprobungsträger für diese oder jene Alterungsmethode dient; insbesondere Rost. Das Boot wird also nicht gerade im Neuzustand sein, eher im Gegenteil. Hier aber erstmal das rudimentäre Ruderhaus mit einem etwas dick geratenem Steuerrad (habe ich aus dem Zubehörhandel nach Schätzung über Daumen bestellt. Dazu noch zwei selbstgebastelte 'Geräte' - eine was-auch-immer-Anzeige und ein Sprachrohr zum Maschinenraum....

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Hier dann eine Auswahl der vorbereiteten Teile - u.a. zwei der Waffenstationen schon mit etwas Rostansatz. Dazu noch der ehemals weiße Anker, der schon arg mitgenommen ist. Mein gedanklicher Ansatz ist hier: Die Originalteile des Boots sind übel mitgenommen - sei es dank langer Liegezeit und/oder allgemeiner Vernachlässigung. Aber auch die nachgerüsteten militärischen Einbauten sehen schon nicht mehr so gut aus....dank feuchtwarmem Tropenklima und nachlässiger Bauweise und Lackierung, da mehr oder weniger provisorisch zusammengebaut und installiert. Die Lackierung variiert auch etwas - die nachträglichen Anbauten gehen mehr ins Olivgrün als das ursprüngliche Schiffsgrün. Ich verwende hier Vallejo Model Air 71.094 und 71.012.  Für das Schiffsgrün drei Teile .094 und ein Teil .012 und für das 'Militärgrün'  drei Teile .012 und ein Teil -094. So ist der Unterschied sichtbar, aber nicht so drastisch.

Beim Rost experimentiere ich mit Ammo mig 7106 (Rust Effects Colors) Pigmenten und 'Instant Rust' von Triangle Crafts herum.

Die RC-Teile trudeln auch so nach und nach ein, sind aber noch nicht komplett. Wenn es soweit ist, poste ich mal ein Wimmelbild. Was mir da noch einfällt: Bei meiner ollen SMS Emden hatte ich im Schiff einen Hauptschalter "An/Aus" - keine Ahnung mehr, ob der irgendwo dabei war oder ob ich den extra gekauft habe....doofe Frage: Brauche ich sowas auch?

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  • Nun ist auch die Kanone auf dem Vordeck fertig. Allerdings war dieses Resinteil 'unter aller Kanone'...die Form ist wohl hinüber, die Detaillierung mangelhaft und ich hatte ehrlich gesagt keine Lust, dieses Teil aufzuarbeiten oder gar neu anzufertigen. Also schwupp! - eine Persenning darüber drapiert. Hergestellt aus in einer Wasser- und Weißleimmischung getränktem Küchenpapier, drübergelegt, angepasst, 'festgebunden'. Nach dem Trocknen wird das steinhart. Dann noch anmalen, bisschen drybrushing und fertig.
  • Das zweite Bild sind meine selbstgebauten Halterungen für Akku, Fahrtregler und Empfänger. Nicht erschrecken - ja, das wird die Innenfarbe vom Boot! Da bin ich einfach nach zwei Kriterien vorgegangen: 1. Verfügbarkeit  2. eine helle Farbe. Tja, und dieses lustige Grün (schon wieder!) von Gunze hatte ich noch - und sonst keine Verwendung dafür.

937013714_DSC00571(2).JPG.c694e0ecca8f60546ecab89d3e7b0d38.JPG906102133_DSC00570(2).JPG.432a4957c0e6e0e1bdfe3de6d348ae8d.JPGhttps://www.schiffsmodell.net/index.php?/forums/topic/18414-kommentare-green-parrot-135/page/3/&tab=comments#comment-231631

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Ruderhaus und Schornstein sind auch soweit fertig.

RC-einbautechnisch warte ich immer noch auf ein paar Teile. Deshalb hab ich erst nochmal die Teile für den Mast herausgesucht.

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Da die Green Parrot ja nicht nur ein Lernobjekt für Fernsteuerungstechnik, sondern auch ein Erprobungsträger für erweitertes 'Altern' ist, hier mal meine bisherigen Methoden, dieses Boot in einen Rosteimer zu verwandeln.

Dazu benutze ich in der Hauptsache derzeit zwei Methoden. Erstens:

 

Rust Effects Colors (da gibts auch noch andere Sets von anderen Herstellern). Hier habe ich z. B. beim Ruderhaus zunächst das gesamte Haus 'verrostet', d. h. ich habe es komplett in Dunkelbraun lackiert und dann mit einem helleren Rostbraun unregelmässig übergenebelt. Weitere Flecken, Verwischungen, etc. erfolgten mit weiteren Farben des Sets.218324828_DSC00576(2).JPG.6282ba68f76c899b957160d14e30cc4c.JPG

 

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Nach dem Trocknen (gut trocknen lassen) bekommt das Ganze zwei dünne Schichten 'heavy chipping' (man kann auch Haarspray nehmen). Dies trocknet etwa so wie Wasser. Gleich, nachdem es getrocknet ist, kann man die eigentliche Farbe aufsprühen und wenn die wiederum grifftrocken ist, pinselt man die Farbe vorsichtig mit Wasser ein und kann dann auch schon mittels Borstenpinsel, Zahnstocher o. ä. anfangen -ebenfalls vorsichtig- Farbe stückweise wieder runterzunehmen bzw. abzukratzen. Der Effekt ist abgeplatzte Farbe. Der Effekt ist  in seinem Umfang sehr gut steuerbar - wenn man mit dem Grad der Farbschäden zufrieden ist, einfach trocknen lassen und später Klarlack drübersprühen. Wichtig ist natürlich, dass die Deckfarbe, die die Abplatzer bekommen soll, wasserlöslich ist. Ich habe  hier Vallejo Air verwendet, aber z. B. die normalen Tamiya-Farben kann man auch nehmen. Eigentlich alles Wasserlösliche.

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Danach kann man natürlich noch weitermachen - heruntergelaufenen Rost mit orange-bräunlichen Tönen darstellen oder in den freigelegten Roststellen noch ein wenig detailbemalen.

Bei der Grundfarbe (hier ja Grün) lackiere ich nicht nur das vorgesehene Grün, sondern mische nach der Komplettlackierung etwas Weiß oder Hellgrau zur Farbe dazu und nebele die größten Flächen unregelmässig über, damit die Farbe auch etwas lebendiger wird. Wenn man das ein wenig intensiviert, kann man die Farbe damit auch verblassen, z. B. auf dem Dach mit viel Sonneneinstrahlung. Das mache ich in einem Arbeitsgang, also ohne abzuwarten, bis das Originalgrün trocken ist.

 

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IngobauteinBoot

Für mich neu ist diese Methode, Rost darzustellen, richtigen Rost:

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Das funktioniert tatsächlich so einfach, wie es auf der Schachtel steht. Enthalten sind zwei Plastikflaschen - die erste enhält die Eisenfarbe, die im Grunde aussieht wie eine mittelgraue Grundierung. Die wird auf die gewünschten Flächen aufgepinselt (Spritzpistole müsste eigentlich auch gehen, muss ich aber noch testen). Dann über Nacht trocknen lassen. Ist das erledigt, eine weitere Schicht auftragen, aber nun nur noch eine Stunde warten und dann kann man anfangen, aus der zweiten Flasche das Oxidationsmittel aufzupinseln (Wasserkonsistenz). Dann setzt man sich daneben und guckt zu, wie der hohe Eisenanteil der Farbe anfängt, zu rosten. Jedenfalls, wenn man irgendwo zwischen 3  und 12 Stunden Zeit hat. Der Effekt stellt sich mal eher, mal später ein. Woran das liegt, habe ich noch nicht herausgefunden, aber wenn es nicht so recht will, einfach noch mal Oxidationsmittel drüberpinseln; der Effekt kommt früher oder später: Es rostet vor sich hin - habt ihr ja auf diversen Fotos gesehen.

Das ist zur Zeit mein Lieblings-Alterungsmittel für den Grünen Papagei, da relativ unaufwendig und es sieht echt gut aus, ohne dass man groß daran herummalen muss. Ich habe Null Erfahrung mit dem Langzeiteffekt, habe aber nach ein paar Tagen immer eine Schicht Klarlack (auch Vallejo Air) drübergelegt. Ob das den Rost nun im bestehenden Stadium fixiert, weiß ich nicht, hoffe es aber. Was ich jedenfalls nicht hoffe, ist, dass der Eisenanteil irgendwann komplett weggerostet ist und die Stellen wieder Grau erscheinen. Ich habe aber auch nirgends entsprechende Berichte gefunden und auf Ausstellungen schon in wiederholten Jahren Automodelle gesehen, die so behandelt worden sind. Scheint also beständig zu sein.

Bei den Flugzeugmodellen, die ich sonst baue, muss ich mich mit Alterung ja zumeist sehr zurückhalten und solche Exzesse wie hier verbieten sich dort ohnehin (ich baue keine Wracks und dergleichen) und ich finde, hier bietet sich der Papagei mit seiner etwas obskuren Geschichte im feuchtwarmen Tropenklima geradezu an, mal ein bisschen was auszuprobieren und sich auszutoben. Für den Rumpf, insbesondere die Wasserlinie, habe ich schon so lustige Weathering-Produkte wie 'Slimy Grime'; da freu' ich mich schon...

https://www.schiffsmodell.net/index.php?/forums/topic/18414-kommentare-green-parrot-135/page/3/

 

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Besonders viel habe ich die letzten Tage nicht geschafft :nixweiss39:

Hier sind die Lukendeckel für den Maschinenraum, die später auf den Decksaufbau geklebt werden. Hier habe ich die Bullaugen aufgebohrt und die Öffnung bis auf einen schmalen Rand erweitert. Die 'Fenster' sind dann entstanden, indem ich mit einem 9mm Schlageisen (heissen die so?) aus dem Rest einer Blisterverpackung runde Plättchen ausgestanzt habe (brutal, mittels Hammer). Eben noch die Ränder etwas glatt schleifen und dann konnte ich die Dinger mit 2K Kleber einsetzen (auf den verbliebenen schmalen Rand der Öffnung). Nun kann man später (der Aufbau bekommt entspr. Öffnungen) in den 'Maschinenraum' gucken. Mit den Bullaugen im Decksaufbau werde ich ebenso verfahren.

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Und der Mast ist soweit fertig. Etwas Alterung bekommt er wohl noch, aber ich weiß noch nicht, wie und was. Keine Ahnung, ob der beim Original aus Holz oder Metall war. Hier ist er aus Holz bis auf die untere Rah, das ist ein Messingrohr. Die Blöcke sind von Krick.

Bei der Gelegenheit: Weiß jemand, wo ich eine Flagge (Union Jack) herbekommen kann? Keine aus Papier oder so; möglichst eine, die  auch tatsächlich flexibel ist - auf sehr dünnem Stoff gedruckt oder Ähnliches. Ich weiß nicht, ob die Green Parrot in dieser Rolle eine Flagge geführt hat, aber ich hätt' gern eine, wenn's sowas gibt.

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https://www.schiffsmodell.net/index.php?/forums/topic/18414-kommentare-green-parrot-135/page/3/&tab=comments#comment-231725

 

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IngobauteinBoot

Der Motorträger von krick ist nun auch fertig. Leider nimmt das MDF trotz Grundierung die schöne Farbe nicht so recht an.

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Auf jeden Fall passt der Motor exakt in die runde Aussparung. Immerhin. Passende Befestigungsschrauben muss ich noch suchen. Als Basis habe ich eine flache Kunststoffplatte druntergeklebt (die Schraubenköpfe in den vier Öffnungen sind fakes)

Nicht mehr viele Ausreden, jetzt nicht langsam mit dem Einbau der ersten Antriebselemente zu beginnen - mir fehlen nur noch die Einsätze für die neue Kupplung.

Daher will ich jetzt mal die Öffnung für den Wellentunnel bohren, usw.

Mein Plan:

Bohrung gemäß Anleitung von Dean's Marine

Probeeinpassung des Tunnels und der Welle mit Propeller, so dass der Prop genug Abstand vom Rumpf hat und so.

Verkleben des Wellentunnels mit Uhu Endfest. Gemäß Bauanleitung liegt der waagerecht im Rumpf, sollte sich am Propeller sehen lassen, ob das beim Modell dann auch so ist. Zur Ausrichtung hatte ich die Idee, temporär einen Faden von der Bohrung zur oberen Bugspitze zu spannen und den Tunnel danach seitlich auszurichten, so dass er möglichst exakt der Längsachse folgt. Die waagerechte Ausrichtung soll erfolgen, indem ich den Tunnel im Rumpf abstütze und mit meiner Mini-Wasserwaage prüfe, wie gerade er sitzt. Nach Aushärtung wollte ich dann noch ein paar Stützen/Verstärkungen des Tunnels im Rumpf hinzufügen. Der dann fix eingebaute Tunnel soll dann die Richtung für den nächsten Schritt vorgeben - Welle, Kupplung, Motor.

Ach ja, zuvor will ich nochmal die Wasserlinie markieren - da hat der Plan von Dean's drei Linien...keine Ahnung, warum. Zwei würden es auch tun - Unterwasserschiff und Wasserpass. Wozu ist die dritte Linie? Aber ich geh' mal davon aus, dass die unterste Linie das Unterwasserschiff sein muss.

Soweit mein Plan - Tipps, andere Ideen oder auch Grundsätze, Standards, etc. für den Einbau sind natürlich willkommen.

https://www.schiffsmodell.net/index.php?/forums/topic/18414-kommentare-green-parrot-135/page/4/&tab=comments#comment-231772

 

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Hier der Union Jack von Hr. Blissenbach (bitte das schlechte Foto zu entschuldigen).

Die senkrechte weiße Linie soll um die Leine geklebt werden und das überstehende Stück links deckend auf die Gegenseite? Nur,damit ich das richtig verstehe.

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https://www.schiffsmodell.net/index.php?/forums/topic/18414-kommentare-green-parrot-135/page/4/&tab=comments#comment-231774

 

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Frohe Weihnachten alle zusammen. (bildquelle: https://publicdomainvectors.org/en/public-domain/)

Da der Bau auch an Weihnachten weitergeht:

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Hier habe ich den Wellentunnel eingebaut - hinten mit einer großen Menge Uhu Endfest eingegossen (gestoppt durch eine Wand aus Miliput) und weiter vorne nochmal abgestützt durch zwei Konstruktionen aus Polystyrol, verklebt ebenfalls mit Uhu E. Den Schmiermitteleinfüllstutzen habe ich schräg gelegt, weil ich noch nicht weiß, ob ich den Platz darüber vielleicht nochmal brauchen werde. Die Methode mit dem Faden zur Ausrichtung hat übrigens ganz gut funktioniert - angeklebt mittig oben in der Bohrung im Rumpf und strammgezogen vorne exakt an der Bugspitze oben wieder angeklebt. So zeigt das Rohr direkt auf die Bugspitze. Den Rest des Fadens kann man als schwarzen Punkt hinten in der Uhu-Endfest-Masse sehen, wo das hintere Stück mit eingegossen ist. Mal sehen, wie das am Ende so ist mit der Geradeausfahrt; der Rumpf, so habe ich festgestellt, ist auch nicht so supergleichmäßig gegossen.

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Abgesehen von der mitgelieferten Kupplung, die ihr mir zu ersetzen empfohlen habt, habe ich nun diese beiden (noch ohne Einsätze). Aber welche nehme ich? Die eine spart Platz, die andere bietet wohl mehr Flexibilität. Was meint ihr? Ich tendiere zur oberen.

Auf jeden Fall muss ich noch eine Hülse finden, die ich für einen geraden Einbau darüberstecken kann (wie vor einer Weile im Kommentarbereich empfohlen)

https://www.schiffsmodell.net/index.php?/forums/topic/18414-kommentare-green-parrot-135/page/4/&tab=comments#comment-231805

 

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IngobauteinBoot

Noch eine Frage zum Propeller: Hier ist er zu sehen, bis zum Anschlag auf die Welle geschraubt, mit Nylon(?)-Zwischenscheibe und Mutter dagegen geschraubt. Ob das so hält? So richtig festziehen kann ich die Mutter nicht, weil ich am Propeller nicht gegenhalten kann, ohne ihn zu beschädigen. Oder kann es so passieren, dass sich der Propeller  im Fahrbetrieb irgendwann selber vom Gewinde dreht? Auf dem Seegrund nützt er mir ja nicht so viel.

Ich könnte ja ein bisschen 2K Kleber draufmachen oder gar das Gewinde damit einschmieren und ihn dann draufdrehen....aber nach Möglichkeit hätte ich gern alles demontierbar. Wie macht ihr das denn?

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https://www.schiffsmodell.net/index.php?/forums/topic/18414-kommentare-green-parrot-135/page/4/&tab=comments#comment-231805

 

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