Jump to content
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Gast pmpmpm

Laminieren ohne GFK-Matten möglich?

Empfohlene Beiträge

Gast pmpmpm

Hallo Leute,

 

angenommen man hat einen stabilen Holzrumpf der nur noch wasserdicht versiegelt und lackiert werden soll.

 

Würde es theoretisch reichen den Rumpf mit Epoxi-Harz einzustreichen anstatt G4 zu verwenden?

 

Die GFK-Matten sorgen doch eigentlich nur für Stabilität und Zugfestigkeit, Epoxi-Harz für die Versiegelung . . . oder?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

So optimal ist es wahrscheinlich nicht, weil Lack wahrscheinlich besser ins Holz einzieht. Prinzipiell sollte das aber gehen, denke ich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast SternHugo

Hallo Paul,

 

ich denke mal es kommt im großen und ganzen auf die Rumpfgröße an, meine Mahagonis laminiere ich alle ohne Matte, das derzeit größte Mahagoni-Boot von mir ist 90 cm, ich verdünne das Harz für die erste Schicht mit Spiritus, damit zieht es besser ins Holz ein, dann kommen noch etlichen Lagen unverdünnt drauf, aber das Harz auf jedenfall abschliessend noch mal lackieren.

 

Gruß Hugo

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Die GFK-Matten sorgen doch eigentlich nur für Stabilität und Zugfestigkeit, Epoxi-Harz für die Versiegelung . . . oder?

Hallo Paul,

genau und die GFK-Matten sollen z.B. verhindern, dass sich Risse zwischen den Planken auftuen.

Wenn du nicht mit Klarlack das Holz sichtbar machen möchtest, solltest du immer mit Matten arbeiten, um mögliche Rissbildung zu verhindern.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

*klugscheis on* Ohne Matte ist es kein Laminieren... *klugscheis off*

 

Grundsätzlich reicht auch das Versiegeln nur mit Bootslack oder ähnlichem.

Ab einer gewissen Rumpfgröße hilft das Überlaminieren mit einer dünnen Matte aber tatsächlich gegen das (auch langfristige) Auftreten von Spannungsrissen in der Rumpfbeplankung.

Diese Risse können durch das Arbeiten des Holzes bei Temperaturunterschieden (z.B. von der prallen Sonne ins Wasser) immer mal auftreten.

Bei kleineren Rümpfen ist es aber tatsächlich unnötig.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast Mugen

Hallo,

 

ich arbeite sehr gern mir Epoxy Harz zum Lackieren. Man kann damit ganz normal Streichen und schleifen wie Lack auch. Aber ich nutze es noch zu was ganz anderem nämlich ich schleife das Holz grob an (30er-40er Körnung) und dann Streiche ich es mit Epoxy. Das Holz nimmt das Harz auf und so ist das Holz stabiler. Ich nutze dieses ferfahren bei Kurven die das Holz ohne Spannung machen soll. Dies mache ich so, das ich mir eine Lehre baue das, dass zu bearbeitende Stück Holz im gewünschten Winkel bleibt. Und dann Streiche ich einfach eine dünne Schicht darauf und lasse es über Nacht trocknen. Am nächsten Tag kann ich es rausnehmen und es bleibt in der gewünschten Form. Aber das nur nebenbei ist ja eigentlich nicht zum Thema.

 

Gruß Tim

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast pmpmpm

Hallo Jungs,

 

vielen Dank für die schnellen Antworten. Jetzt bin ich wieder ein Stück schlauer.

Ich baue die 118 Wally Power. Ist ein Knickspanter 1,44m lang. Das Problem ist, dass sich der Knickspant zum Bugbereich hin auf ein Minimum verjüngt.

 

Nach dem üblichen Verfahren würde man eine Matte nehmen, über alle Kanten des Knickspantbereichs legen und auflaminieren. Leider entsteht so an den Kanten mattebedingt ein feiner Radius (je nach Mattenstärke).

 

So würden mir die feinen Knickspantkanten im vordersten Bugbereich höchswahrscheinlich verlorengehen. Das will ich unbedingt vermeiden.

 

Die Idee ist mehrere Matten entsprechend zuzuschneiden und auf die Flächen nur bis zu den Kanten aufzulaminieren. So vermeide ich den Radius und erhalte die Kante.

 

Nach Euren Antworten versiegelt das Harz auch Holzstellen ohne Matten.

Deswegen gehe ich davon aus, dass man die Matten nicht unbedingt über die Kanten legen muss.

 

Wäre solche Art Laminierung auch stark genug Risse zu vermeiden wenn das Holz arbeitet?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast Fritzkartonius

Moin ???.

 

Ein Bekannter hat mal als " Matte " einen Damenstrumpf genommen!

Ging auch ganz gut!

 

Fritz

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast pmpmpm

Cool mal was anderes :mrgreen:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast pmpmpm

Noch eine andere kurze Frage:

Wenn man sich entschliessen würde den Rumpf mit G4 zu versiegen, könnte G4 auch erst nach dem Spachteln aufgetragen werden?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast fuzzy

Damenstrümpfe nehme ich schon seit fast 20 Jahren.

Wenn der Rumpf sehr leicht sein soll.

Heute mache ich daraus Beibootsrümpfe,jedenfalls die Urmodelle.

G 4 ist dünnflüssig wie Wasser und dringt deshalb gut in Holz und auch in Papier und Pappe ein.

G 4 auf Spachtel zu streichen hab ich noch nie versucht,halte ich aber für rausgeschmissenes Geld.

 

Ein 144 cm langes Fahrmodell würde ich immer mit Gewebe überziehen.

Brauch bloß mal einer mit `nem Rennboot kommen.Schwupps ist ein Loch drinn.

Scharfe Kanten an Knickspantern werden mit Autospachtel ausgestrackt und sauber angeschliffen.

Dann klapp´s auch mit dem Knick.

 

m20600pixeludgr.jpg

 

Dieser Rumpf ist mit einer Damenstrumpfhose in Epoxydharz überzogen.

Anschließend gespachtelt und geschliffen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wenn du eine "Matte" in der Stärke einer Damenstrumpfhose benutzt, wird bei richtiger "Verlegung" im Bereich der Knicke auch keine erkennbare Rundung entstehen, da die Schichtdicke nach wie vor zu gering ist dafür.

Du solltest aber gerade im Knickbereich mit Matte arbeiten, da dort eher Belastungen auftreten als innerhalb der Fläche. Somit kann es auch gerade dort eher zu Rissen kommen (was die Matte verhindert).

Da nutzt es dir nichts, wenn genau an der Stelle hinterher keine Verstärkung liegt, weil du die Matten dort gestossen hast. Die sollten also über die Kanten rüber...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast fuzzy

Natürlich muß, wie Ruhpirat sagt,der ganze Rumpf mit Gewebe verstärkt werden.Gerade dort wo Knicke und Kanten sind.

Allerdings wirst du in der Praxis Rundungen nicht vermeiden können.

Schon allein deswegen weil nicht in eine Form sondern freihand laminiert wird,

 

Bei einem Rumpf dieser Größe würde ich auch keine Strumpfhose verwenden,

denn die eignet sich eher für kleine Rümpfe,weil sie schon durch ihre Größe

und Form einen so großen Rumpf nicht abdecken kann.

 

Du müßtes stückeln,mit Überlappungen.Das bedeutet Stöße,die bündig geschliffen werden müssen.

Ich würde ruhig ein Glasfasergewebe, sagen wir 280 g/m²,laminieren.

So bekommst du einen Rumpf der auch mal `nen Knuff abkann.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast Mugen

Im Bereich der Knicke sollten eigentlich keine all zu großen Rundungen entstehen. Zumindest nicht so groß das man es nicht eckig schleifen könnte. Also da habe ich die besten Erfahrungen mit Kohlefaser gemacht. Da es sich leichter ohne Wiederstand knicken lässt. Ist allerdings teurer. Und Voraussetzung ist egal wie du es machst das man die Matte sauber aufbringt hier empfehle ich kleine Malerrollen. Nicht die Teuren nehmen denn danach sind die eh im Eimer.

 

Gruß Tim

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast pmpmpm

@Fuzzy:

das Modell ist sehr schön geworden. Sauber gearbeitet, so wie es sein soll :that:

 

@Falco:

die Stabilität vom Rumpf ist kein Problem. Dieser besteht aus 4 Lagen 1mm Sperrholz.

 

Denke, werde 2 Lagen 25g/m² drauflaminieren müssen und mit Überlappungen arbeiten.

 

@Mugen:

das mit Kohlefaser wäre ein Versuch Wert. Gibt es überhaupt irgendwo 25g/m² Matten in Köperbindung? Habe bis jetzt nur Matten in Leinwandbindung gesehen.

 

Habe zur Veranschaulichung 2 kleine Bilder von dem Knickspantbereich angehängt ;).

post-3408-1419861664,9266_thumb.jpg

post-3408-1419861664,9805_thumb.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast Mugen

Hallo,

 

ich glaub so dünnes wird schwer zu bekommen sein.

 

Gruß Tim

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Hallo,

 

ich glaub so dünnes wird schwer zu bekommen sein.

 

Gruß Tim

25g Material gibt es beim C*, Leinwand, kein Koeper. Habe ich bei meiner "Mary Ann" aus Gewichtsgründen verwendet. Ich habe zwei Lagen verbaut. Ist halt ein kleines Schiff. Knicke wurden aber trotzdem Stumpf. Nachspachteln ist wohl bei deinem Rumpf angesagt.

Cheers

Chris

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast Mugen

Hallo,

 

aber mit Leinwand einen Rumpf laminieren:?? Da ist wohl ehr Köper angesagt.

 

Gruß Tim

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Hallo,

 

aber mit Leinwand einen Rumpf laminieren:?? Da ist wohl ehr Köper angesagt.

 

Gruß Tim

Tim, bei dem dünnen Material spielt das nicht mehr so sehr eine Rolle. Ging ganz gut, gugst Du hier. Und keine Laufmasche! ;)

laminat-301eb.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast Mugen

Hallo,

 

sieht ja wirklich gut aus!:that: Klasse arbeit und extrem Faltenfrei.

 

Gruß Tim

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast pmpmpm

Hi Wellenreiter,

 

hast Du die Matte über das Heck einfach drübergelegt oder eingeschnitten um Überlapungen zu vermeiden?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Hi Wellenreiter,

 

hast Du die Matte über das Heck einfach drübergelegt oder eingeschnitten um Überlapungen zu vermeiden?

Sowohl, Heck als auch Bugbereiche habe ich entlang der Symmetrieachse eingeschnitten. So passend habe ich das Teil aber nicht hinbekommen. Ich musste dann noch kleinere Lücken mit zusätzlich Streifen abdecken. Seltsamerweise schien das Material auch noch zu schrumpfen. Was bei der Anprobe noch passte, war hinterher beim Laminieren zu klein. Ich glaube, da war unter anderem Elektrostatik im Spiel. Also großzügig zuschneiden. Und einen Harz mit langer Topfzeit verwenden, dann ist es weniger stressig. Überlappungen sind nicht so schlimm und lassen sich spachteln und wegschleifen. Ich habe übrigens vor dem Laminieren den Rumpf fertig gespachtelt und geschliffen, also auf Form gebracht. Das nachträgliche Spachteln und Schleifen war nur noch notwendig, um den Rumpf glatt zu bekommen.

 

Cheers

Chris

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast pmpmpm

Danke Chris, sehr nützliche Tipps :that: werde nämlich zum ersten mal laminieren - da sind alle infos wichtig

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast Jo_S
Würde es theoretisch reichen den Rumpf mit Epoxi-Harz einzustreichen anstatt G4 zu verwenden? Die GFK-Matten sorgen doch eigentlich nur für Stabilität und Zugfestigkeit, Epoxi-Harz für die Versiegelung . . . oder?

 

Um auf deine ursprüngliche Frage zurück zu kommen: das reicht bei weitem, ohne wenn und aber! Wenn du es richtig und perfekt machst, erhältst du auch ohne jede Matte einen extrem stabilen Rumpf, dessen Finish darüber hinaus schöner wird, als mit jedem anderen mir bekannten Material. Allerdings ist das Verfahren schweineaufwändig und dauert Wochen. Siehe hier.

 

Lohnen tut sich das Ganze m.E. nur dann wirklich, wenn man einen schönen Echtholzrumpf versiegeln wird. Bei einem Schiffsrumpf, der eine opake Decklackierung erhält, würde ich mir das nicht antun.

 

Nochmal zur Matte (Glas, Kohle, was-auch-immer): es ist ein weit verbreiteter und hartnäckig sitzender Irrglaube, dass eine Laminierung mit Matte ein Boot angeblich unempfindlicher gegen "Rempler" macht. Man muss sich nur mal vor Augen halten, wie ein Laminat eigentlich "funktioniert": nacktes Glasgewebe hat eine hohe Zugfestigkeit, aber so gut wie keine Druckfestigkeit. Die Druckfestigkeit von Epoxydharz ist dagegen sehr hoch. Bei einem "Rempler" kommt es zu Druck auf die Außenhaut, genau da sitzt i.d.R. das Gewebe. Und genau da kann es die auftretende Drucklast nicht aufnehmen. Erst, wenn der Rumpf so stark eingedrückt wird, dass das Gewebe auf Zug beansprucht wird, kann es das dahinter liegende Holz evtl. noch vorm zersplittern schützen. Da wäre es im Grunde sinniger, von innen zu laminieren: dann liegt das Gewebe direkt auf der Zugseite. Eine vielschichtige, dicke Epoxydversiegelung nach der oben verlinkten Methode ist darum unempfindlicher gegen Rempler als eine Laminierung mit Matte.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast pmpmpm

Hallo Jo_S,

 

eine sehr nützliche Anleitung :that:, was mir allerdings Kopfzerbrechen bereitet, ist die Rissbildung wenn das Holz mit der Zeit ein wenig arbeiteten könnte. Eine Laminatmatte nimmt die auftretende Spannung auf.

Die Frage ist, ob die vielen Harzanstriche eine gewisse Elastizität besitzen, um die Spannungen auszugleichen und den Rissen vorzubeugen . .

 

Meine Schiffsaussenhaut besteht aus 4 Lagen 1mm Sperrholz. Was Remlper angeht, mach ich mir keine Gedanken.

Aber keine Ahnung inwieweit 4 mit Ponal wasserfest und Sekundenkleber verklebte Lagen noch langfristig "arbeiten" können wenn der Rumpf mit Harz versiegelt ist . .

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  

×

Wichtige Information

Wir haben Cookies auf Ihrem Gerät platziert, um die Bedinung dieser Website zu verbessern. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind.