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Forschungsboot Flunder aka Paula III


rifuku

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Moin.

 

Manchmal dauert es etwas, bis ein Projekt Gestalt annimmt. Vor 15 Jahren wollte ich  eine Paula von Robbe bauen. Wie so häufig kam dann das eine oder andere Projekt dazwischen, aber auch wenn ich die Paula das eine oder andere mal in der Hand hielt, konnte ich mir keinen Ruck geben. Was mich mittlerweweile störte, war der Aufbau, bei dem in der Kabine auf halber Höhe das Deck verlief....... Dann erblickte ich in einer alten und vom Inhalt noch wertvollen Modellbauzeitschrift den bericht zum Modell der Kugelbake. Ok, das könnte was werden. Dann bei der Recherche bin ich über das (ehemalige) Beiboot der Polarstern gestolpert. Polarfuch hieß das Boot und verrichtet nun seinen Dienst beim Konsortium Deutsche Meeresforschung. Da war die Entscheidung gefallen.

Erster Knackpunkt bei der Paula war, dass sich das Deck über die Jahre nach innen gewölbt hatte. Daher wurde aus 4mm Pappelsperrholz ein neues geschnitzt.

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Das Vorschiff wurde ebenfalls mit Pappelsperrholz abgedeckt. Ich hatte mehrere Überlegungen angestellt, wie ich eine saubere Auflage und Befestigung hin bekomme. Letzt endlich wurden auf der Unterseite zwei Stahldrähte angebracht, welche in entsprechende Lager auf dem Rumpf eingeschoben werden. Die Stellring begrenzen den Einschub. Das funtioniert ausgesprochen gut

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Das ganze liegt sauber auf und sitzt stramm auf dem Rumpf. Der Übergang wurde dann später mit einer Halbrundleiste, welche eine Scheuerleiste darstellt.

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Miitels eines Grafikprogramms wurde die Seitenansicht der Polarfuchs auf das passende Maß skalliert und mittels wieder ablösbarem Klebestift auf 1,5mm Polystyrol geklebt. Dann konnte ich mit meiner kleinen Proxxon Fräse die Fenster ausfräsen. Dadurch konnte ich den lästigen Punkt sparen, die runden Ecken mit der Feile zu bearbeiten. Die Arbeit erledigte der 3mm Fräser für mich.

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Auf diese Art wurden alle Bauteile erstellt. Auch wenn die Bearbeitung des Poly nicht einfach war, war das Resultat dann so wie erhofft.

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Der Mast wurde nach dem selben Prinzip gefräst und nesteht aus einem Polystyrol/Pappelsperrholz/Polystyrol Sandwich. Das Dach vom Aufbau ist "frei Schnauze"

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Das überdimensionierte Heckportal wanderte auch in den Müll und wurde durch einen aus 6mm Messing ersetzt. Das Teil ist beim original nach aussen versetzt angebracht, was der Position des Aufbaus geschuldet ist. Ich fand die Idee aber gut. Etwas Hirnschmalz musste ich für die Funktion aufbringen. Die eigentliche Funktion war nicht das Problem, sondern die Abschaltung in der Endposition. Im Fundas lag noch eine Segelwinde. Damit war schon mal das Problem mit dem Seil gelöst. Die winde befindet sich unter dem Windenkasten hinter dem Aufbau. Darin ist eine Rolle aufgehängt, welche das Seil umlängt. Das Problem: Am Haken muss ein Gewicht mit mindestens 20 Gramm hängen. Lösung: absenkbare Messstation (dazu später mehr.

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Nächster Halt: Das Heckportal. Hier bereitete mir der Umstand kopfzerbrechen, dass sich die Hakenposition am Seil je nach Position des Auslegers ändert. Einmal nicht aufgepasst und der Haken zieht das Portal zum Aufbau. Daher setzte ich auf eine Idiotensichere Lösung. Also für mich dann super geeignet. Im Rumpf befindet sich ein Standardservo. Daran ist ein 0,5mm Stahldraht welcher im simulierten Hydraulikzylinder endet.

 

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Der Draht wurde unterhalb mit einem Holzklotz abgestützt, um ihm eine bessere Führung zu ermöglichen. Das ganze istausreichend steif, um den Ausleger zu bewegen, aber auch "weich" genug um Beschädigungen zu verhindern, wenn der Haken am Seil oben am Ausleger zerrt.

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Was ich beim Bau nicht beachtet hatte, war der Winkel des Seils. Damit es nicht an der Blende scheuert, wurde einfach einStück Draht an der Unterseite (der helle Strich) angebracht. Nun lief das Seil recht geschmeidig.

 

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Edited by rifuku
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Damit war der eigentlich Bau abgeschlossen. Nun ging es an die Feinheiten.

Das Original hat recht viel oben drauf, aber alles ist nicht zu erkennen. Was sein musste war auf jedenfall Beleuchtung, auch wenn sich diese auf die Positionsbeleuchtung und das Ankerlicht beschränkt. Ich wollte aber unbedingt Scheinwerfer. Diese kamen aus dem 3d Drucker. Die Datei gab es bei Thingiverse und wurde einfach angepasst. Als Leuchtmittel kamen mikro LED zum Einsatz. Ich bin heilfroh, dass ich die Variante mit angelötetem Kabel genommen hatte :D Nach einiger Recherche konnte ich dem ganzen dann auch eine Funktion abringen. Das Scheinwerferglas stamm von einer Verpackung und die weiße Umrandung durft ich am Plotter meiner Liebsten anfertigen.

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Der Scheinwerfer stammt aus der Grabbelkiste und wurde ebenfalls etwas modifiziert und mit LED ausgerüstet. Das Radargerät stammt wieder aus dem drucker und wird mit einem Mokrogetriebemotor angetrieben. Leider leide ich an FFS (Fat Finger Syndrom) was dazu führte , dass ich die Achse vom Getrieb abbrach. Der Ersatzmotor hatte aber leider eine höhere Umderhungszahl. Daher wurde dieser mit einem Mikro Fahrtenregler eingebremst. Man muss ja nutzen, was vorhanden ist  :mrgreen:

Der Rettungsringhalter ist aus 0,3mm Messing aund die Schnur aus Stickgarn. Passt. Was ich unbedingt wollte, waren Signalkörper. Als ich mir letztes Jahr die Kleinteile bestellte hatte ich diese gesehen. Allerding hätten die Kinder dann auch neues Schuhwerk verzichten müssen, bei dem Preis der da gefordert war. Zum Glück hatte sich die Liebste ja den Plotter zugelegt. Damit war das recht schnell erledigt. 0,3 mm Poly und ich hatte tolle Signalkörper. Ja ich weiß, damit fährt mal eigentlich nicht die ganze zeit durch die Gegend, daher habe ich mich für "manövrierbehindert unter Fahrt entschieden"

Das Schlauchboot und Aussenborder stammen wieder aus dem Drucker und die Oberfläche passt ganz gut zu Schlauchbooten. Die Spanngurte sind aus GFK Gewebe. Das wurde auf ein Stück Papier gelegt und mit schwarzer Farbe eingestrichen. hatte ich dann auch ber der Rettungsinsel (natürlich auch gedruckt) verwendet.

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Ein paar Worte zur Messstation:

Zuerst war alles ganz einfach: Da nimm'ste einfach so'n Ü-Ei, dengelst einen Rahmen drum und gut ist. Also kurzer Hand drei solcher Eier besorgt ( nur für den Fall, man weiß ja nie :mrgreen:), alle figurbedingten Bedenken über Bord geworfen und mich Richtung Inhalt gefuttert. Und dann musste ich feststellen: Mist, die gelben Teile sind ja nicht wie früher!? Ok, grundsätzlich halte ich den Plan immer noch für genial, aber wenn einem dann solche Knüppel zwischen die Beine geworfen werden, DANN HALT NICHT! So,... nachdem ich dann kurz heulender Weise die Embrionalstellung verlassen hatte, musste etwas anderes her. Mein Blick fiel auf eine 30ml Spritze. Der Zylinder wurde auf das gewünschte Maß gekürzt. Der Kolben dann in die Spritze gesteckt und etwas Harz (mit Mikroballons angedickt) eingefüllt. Damit hatte ich einen guten Stopfen geschaffen

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Im Inneren befindet sich ein kleiner Lipo und ein Reedkontakt. Durch den Magneten auf der Pallette wird die Beleuchtung ein- bzw, ausgeschaltet

 

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Das Gehäuse ist wiederum von Thingiverse und auf meine Bedürfnisse angepaßt.

 

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Das ganze ist absolut dicht. Die Lampen sind wieder LEDs in den Röhrchen vergossen. Da auf der Spritze keine Farbe hält, habe ich einfach Plotterfolie genutzt.

 

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Der Schriftzug besteht aus gedruckter Klebefolie. Die Poller aus Messingrohr.

Edited by rifuku
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Tja und heute war es dann soweit. Das Wetter hätte besser nicht sein können. Also rauf aufs Wasser. Da ich das Boot schon in der Badewanne getrimmt hatte, lag es perfekt. Also Knüppel nach vorne und los gings. Alles lief wie erhofft. Mit dem Mabuchi und der mitgelieferten Schraube ging es dann doch etwas zu zügig von statten, daher musste ich den Regler etwas einbremsen. Auch das Bugstrahlruder funktionierte super.

Abschließend bin ich super zufrieden, das Konzept ist zu 100 Prozend aufgegangen und alle Punkte aus dem Lastenheft konnten abgearbeitet werden. Manchmal braucht es eben etwas. ;) Mit relativ geringem Aufwand wurde ein Modell geschaffen, welches man nicht alle Tage sehen wird. Tja, viel ist dann wohl nicht von der Paula übrig geblieben :mrgreen:

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