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3 D Drucker und keine Ahnung


San Felipe

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San Felipe

Ich brauche mal ein wenig Hilfe bzw Empfehlung.

Meine Tochter und der Schwiegersohn wollen sich einen 3 Drucker zulegen. Ich muss zugeben das ich überhaupt keine Lust verspüre mich in diese Materie einzuarbeiten und deshalb wäre ich sogar bereit das Unternehmen zu sponsern (eigentlich wie immer, nur hab ich da auch was von). Ausgesucht haben die beiden sich dieses Ding: https://www.amazon.de/dp/B08HTZLV64/ref=cm_sw_r_fm_apa_i_B-x.FbEMVFA05?fbclid=IwAR2FVzhL58a9O94euuEbIpGT5LrwbO2ZwHYvYKhM_cYE2LKxKDYnG8rqfVI

Fragen:

1. Brauchbar? 

2. Preis/Leistung? Ist der OK oder viel zu teuer?

3. Eventuell eine Alternative. Kosten sollte das Ding max einen Tausender, zumindest nicht erheblich mehr. 

Anmerkung: Die nutzbare Druckhöhe sollte min. 20 cm betragen. Die wollen War-Hammer Figuren herstellen. Finde ich OK, Teile von 20 cm oder mehr kommen ja auch bei uns ab und zu mal vor. 

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Ist halt grundsätzlich das teurere Verfahren. Dafür gehen eben die Details mit den Harzdruckern besser. Wirklich günstiger wirds bei den SLA Druckern wohl nicht.
Man sollte nur bedenken, dass das einrichten der SLA Drucker immer etwas Sauerei gibt und man dann am besten möglichst viel laufen lässt, dass sich das Rüsten lohnt.
Ich würde meinen der sollte für übliches taugen. Die kleine Version haben wir auf der Arbeit für Prototypen und außer 0,2mm Übermaß wiederholt kommen die Prototypen sauber raus. Auch Propeller haben wir schon gedruckt und die waren auch funktional. Der Kollege hat mittlerweile ein graues Harz und meint, dass das bisher am besten funktioniert.

Sinnvoll ist auch die Waschstation. Die kann nämlich direkt ungehärtetes Harz einfach abspülen und danach im gleichen Gerät unter UV nachhärten.

Für robuste Funktionsteile würde ich das FDM-Kunststoffdrucken vorziehen, da die Harzdrucke zwar gut Details können, aber auch recht spröde sind.

Edited by DJK94
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San Felipe
vor 14 Minuten schrieb DJK94:

Dafür gehen eben die Details mit den Harzdruckern besser. Wirklich günstiger wirds bei den SLA Druckern wohl nicht

Danke dir, so sehr viel mehr will ich gar nicht wissen. Die Kinder wollen Figuren drucken und ich Teile für meine Schiffe (ich denke da an z.B. die 2 cm Flaks die man auf jedem Schlachtschiff gleich in Massen benötigt), Figuren sind bei mir selbstverständlich auch gern gesehen. Dabei geht es um Details und damit ist dieser Drucker, deinen Worten zufolge , genau das was wir benötigen. 

 

vor 19 Minuten schrieb DJK94:

Sinnvoll ist auch die Waschstation

Was das? Sorry ich habe wirklich 0 Ahnung. 

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San Felipe
vor 6 Minuten schrieb San Felipe:

die Waschstation

Ah ja, gefunden. OK, das scheint mir sinnvoll und ist auch nicht sonderlich teuer. Man spart sich also eine Menge Arbeit und bei einem ordentlichen Gerät auch viel Gestank. 

Gut, daran solls nicht scheitern.

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Hallo San Felipe,

das ist schon ein Gerät der gehobenen Preisklasse - ich empfehle mal einen Ausflug in eine andere Galaxie -> KLICK!

Seit ich einen FDM-Drucker am Start habe (etwa ein Jahr jetzt), treibe ich mich dort auch rum und kann den Laden sehr empfehlen.

Viele Test-Berichte, echt kompetente und nette User und auch sehr gut geführt, das Forum.

Viele Grüße

Torsten

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Dann viel Spaß!

Aber etwas aufpassen - der verlinkte Test-Bericht ist vom kleinen Bruder des Photon X.

Das Riesenteil ist mir im Forum dort noch nicht begegnet, allerdings lese ich auch nicht wirklich viel mit bei den Resindruckern.

Fragen dort könnte sich lohnen.

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Achim_LSG

Das gesparte Geld in einen Ender 3 stecken.
Dann bleibt immer noch einiges übrig. :-)
Große Teile würde ich immer auf nem Filamentdrucker drucken.
Mein Team aus Ender3 pro und Anycubic Photon Mono erledigt alles,
was ich brauche.

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Hellmut Kohlsdorf

Ich habe mir den Creality Ender 5 Plus während der Black Friday Tage gekauft, 420,- Euro. Ich denke am Anfang genügt zum 3D drucken die PLA Filamente. Wenn man sich auf YouTube die Kanäle von Kersey Fabrications als Startpunkt ansieht lernt man viel rund um die Thematk des 3D Drucks. So kann man dann anfangen den Drucker aufzuwerten durch Upgrades der diversen Komponenten. Bei meinem z.B. das Elektronikboard im Drucker auf eine 32 bit Version die SilentStepSticks auf z.B. SilentStepStickTMC2209 oder 08. Ebenfalls sehr wertvoll ist hier. Ich studiere die Infos sehr intensiv, das Forums ist hier extrem gut.

Anfangen tut es aber mit dem sorgfältigen Einrichten des Druckers und seiner Kalibrierung. Ich habe bei meinem Drucker z.B. die Längs-Aluminium-Profile umdrehen müssen. Sie waren vom Werk falsch herum montiert worden. Auch habe ich die Gewindestangen gereinigt. Kersey Fabrications hat mehrere Threads die sowohl das Kalibrieren und Upgrades umfassen. Was mir dabei besonders gefallen hat, ist das er ein Test-Objekt druckt bevor er das Upgrade installiert und danach. So vergleicht er und eruiert mögliche Faktoren.

Jemand in einem anderen Forum schrieb das 3D Druck so etwas wie in "Tanz" ist. Es geht darum die diversen Elemente und Faktoren die einen 3D Drucker ausmachen eng verzahnt sind. Ändert man einen Faktor, so kann es erforderlich sein auch andere Parameter zu ändern.

Wichtig ist es auch das Betriebssystem des Druckers, Marlin, und den GCode zu verstehen, zumindest soweit, dass man weiß wo jene Orte im Kode sind wo Parameter geändert werden. Das Marlin ist open Source, das heißt der Quellcode ist frei verfügbar und excellent dokumentiert.

 

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meckisteam

Und es gibt beim 3D Druck etwas sehr sonderbares. Du hast Montags noch völlig problemlos ein Teil nach dem anderen gedruckt ... wirfst Dienstags die Maschine an und nichts will klappen. Manchmal ist es dann geraten das einfach zu akzeptieren. Maschine aus, Pause ! Denn einen weiteren Tag später läuft die Scheiße wieder als wäre NIE ein Problem da gewesen. Warum ? Keine Ahnung ! Ich muss nicht alles wissen.

 

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San Felipe
vor einer Stunde schrieb meckisteam:

Warum ? Keine Ahnung

Das ist nicht nur bei Druckern so. Ich habe die Theorie, das alle elektronischen Geräte ein gewisses Eigenleben entwickeln. Das von die beschriebene Phänomen muss so etwas wie Migräne sein, das deutet darauf hier, das du ein weibliches Gerät zu Hause hast.  

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  • 2 weeks later...
Hellmut Kohlsdorf

Wenn man einen Drucker haben möchte der so einfach wie möglich verwendet werden kann, so ist es ein Prusa MKS 3S. Der Preis liegt bei etwa 1000 Euro. Prusa ist eine Marke die wirklich einen hervorragenden Ruf genießt und welcher so zuverlässig und mit guter Qualität druckt.

Geht man auf YouTube dann findet man zu ihm viele Beiträge. Es ist aber nur eein Drucker für den der zuverlässig und ohne viel Aufwand so wie geliefert verwendet werden kann

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  • 1 month later...
Ümminger Kapitän
Am 27.1.2021 um 13:38 schrieb Hellmut Kohlsdorf:

 so ist es ein Prusa MKS 3S. Der Preis liegt bei etwa 1000 Euro.

Das Fertiggerät, ja.
Aber jeder der lesen kann, bekommt auch den Bausatz zusammen. Beim Bausatz ist in dem Preis schon die MMU2S mit drin.
Und wenn man die Anleitung befolgt, insbesondere die Kalibrierung die größtenteils automatisiert abläuft, läuft der Bausatz out of the Box genau so zuverlässig wie das Fertiggerät.

Da ich mir den direkten Vergleich von Prusa und Anycubic insbesondere bezogen auf Support, eigentlich der ganze after sales kram, liegt Prusa mal ganz weit vorne.
Für den AC findest du nicht wirklich guten Support. Jeder labert was anderes und wenn du danach gehst, ist es normal dass man sein Display tötet, die ersten Schichten 90 Sekunden lang einbrennt und sich dann wundert, warum nichts an der Platte haftet. Will sagen, du wirst keine gesicherten Daten finden.

Im Prusaslicer kannst du dich auf die Einstellungen verlassen und das gilt für Filamente und die Druckeinstellungen. Die Profile stimmen einfach und es gibt etliche Filamentprofile von vielen Herstellern..
Mittlerweile benutze ich den Prusaslicer auch für den Anycubic, um die Stützen zu erstellen. Die Belichtingszeiten habe ich selbst ermittelt und die Unterstützte Datei muss dann noch duch den Photon Workshop, damit der Photon auch versteht was man von ihm will, der kann kein Tschechisch. ;-)

Wenn der 3D Druck kein eigenes Hobby werden soll und als Mittel zum Zweck dienen soll, Prusa.

Ansonsten; Bastelst du noch oder druckst du schon.

 

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vor 8 Stunden schrieb Ümminger Kapitän:

...Bastelst du noch oder druckst du schon

Kann ich nur bestätigen. Ich habe mir den Prusa als Bausatz gekauft (und inzwischen auch auf 3S aufgerüstet), der Zusammenbau erfordert Sorgfalt, ist aber mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung auf deren Webseite gut zu meistern. Mit der Einstellung der Z-Achse hatte ich etwas Schwierigkeiten, aber wenn man einfach eine Fläche der Höhe 1 druckt und während des Drucks mit der Feineinstellung spielt, findet man recht schnell den richtigen Wert.

PS
Die Crux liegt aber dann in der Generierung der 3D-Modelle für den Slicer, aber das ist ein anderes Thema...

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Hellmut Kohlsdorf

Mit der kostenlosen Fusion 360 software kann man recht elegant seine Objekte konstruieren und im "*.slt" format speichern. Ein Slicer nimmt sich dann der "*.slt" Datei an und übersetzt dieses in G-Code welchen ein 3D Drucker zum Drucken verwenden kann.

3D Druck ist wie ein Tanz mit Parametern. hat man auf dem 3D Drucker z.B. das Betriebssystem Marlin und eine 32-Bit Steuerkarte dann ist die aktuelle Version 2.0.7.2. Marlin hat 2 Dateien wo man die Parameter speziell für den eigenen Drucker einstellen kann und sollte, oder man verwendet die Version für den 3D Drucker so wie er geliefert wird. Aber auch beim Slicer, also der Software welche das 3D Objekt das wir drucken wollen in 2D Schichten schneidet, man spricht daher auch davon das 3D Drucker eigentlich 2.5D Drucker sind. Da muss man einstellen z.B. welchen Düsen-Durchmesser man verwendet und so weiter. Auch hier, nehme ich einen Slicer der speziell für meinen 3D Drucker wie geliefert eingestellt ist, dann geht mein erster Druck OK. Aber 3D Drucker sind "moving targets". Die Menge der Aufrüstungen, die technischen Fortschritte sind viele und so, wenn man seinen 3D Drucker mit einem speziellen Modul aufrüsten will, dann sind Marlin und der Slicer vermutlich sinnvoll neu einzustellen. Die 3D Drucktechnologie befindet sich in einer raschen Fortentwicklung.

Ich begrenze mich z.Z. auf PLA Filament. Aber auch da schon gibt es große Qualitätsunterschiede. Auch ist zu bedenken, das PLA Filament Wasser anzieht und ein solches PLA Filament das Feuchtigkeit aufgesogen hat funktioniert auch nicht richtig. Wenn ich ein Filament-Rolle öffne, dan wird es nach gebrauch in eine Plastikbox gesteckt in welcher so gelbe Steinchen sich befinden, welche die Feuchtigkeit aufsaugen. Wenn sie dann braun werden, dann weiß man das man diese in den Ofen steckt und trocknet. Dann sind sie wieder gelblich.

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