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Finish Unterwasserschiff einer Mahagoni-Yacht


Guest derKnut

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Hallo zusammen,

durch Umzug usw. hat meine "Diva" sehr lange Winterschlaf gehalten... Aber Corona und Zeit haben den Modellbau wieder ans Licht gebracht :)  Mit viel Lackieren-Schleifen nimmt das Mahagoni langsam glänzende Form an. Daher langsam auch mal entscheiden für das "Untenrum". Dazu eine Stil- oder vielleicht auch Geschmacksfrage:

Ich will den unteren Rumpfteil in einem Blauton lackieren - die Frage ist:  seidenmatt oder glänzend?  Was passt da besser zur Optik eines solchen Bootes?

Was ist da Scale bei Vorbildern?  Und sieht das gleiche auch im Modell gut aus?

Über eure Einschätzungen freue ich mich sehr!

Danke und Gruß vom Knut

Edited by Guest
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Hallo Knut,

das kommt darauf an, ob du ein hochglanzpoliertes Modell haben möchtest. Wenn der Rest glänzt, fände ich ein glänzendes Unterwasserschiff besser.

Der Eindruck von Vorbildern lässt sich nicht immer auf Modelle aufgrund ihrer kleineren Oberfläche übertragen.

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Selbst wenn das Original zum Zeitpunkt X mal hochglänzend lackiert war, ist es ein paar Tage später nur noch glänzend und ein paar Wochen später maximal noch seidenmatt :mrgreen:, wenn es im Wasser liegt. An Land bleibt es natürlich glänzend, aber ein Original an Land ist ja ziemlich sinnlos?

Im Modell läuft dieser Prozess natürlich nicht von selbst. Aber ich würde dem Rechnung tragen mit einer seidenmatten Lackierung "untenrum". Umso heller strahlt demgegenüber dann auch das (dick) klarlackierte Holz :). Bzw. ein lediglich glänzend lackiertes U-Schiff hat ohne weitere Maßnahmen nicht annähernd diese Glanztiefe, schon allein deshalb würde ich es lieber kontrastieren lassen, oder aber man müsste auch die U-Schiff-Farbe mit reichlich Klarlack aufwerten für eine einheitlichere Optik.

Aber so sieht ein Original - wenn überhaupt je - auch nur im Showroom aus. 

 

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  • 5 months later...

@derKnut,

ein Freund von mir ist Segler, und vor einigen Jahren  meinte meine Frau, es wäre doch nett, ihm zu seinem baldigen runden Geburtstag ein Modell seiner Yacht zu schenken. Es handelte sich um eine Hansajolle aus Mahagoni. Das Boot kannte ich, da ich öfter mit gesegelt war, aber an belastbare Dokumentation hatte ich lediglich einen Segelplan mit Rumpfseitenansicht, den mir die Frau des Freundes zugespielt hatte. Also meldete ich mich zum Arbeitsdienst, als das Boot angestrichen werden sollte! Ich rückte mit Kamera, Skizzenblock, Stift, Bandmaß und Zollstock an, und nach einem langen Wochenende konnte ich einen Bauplan im Maßstab 1:10 zeichnen. Das Modell wurde auch ganz vorzeigbar - allerdings habe ich es nicht mehr bis zum Geburtstag geschafft, die Segel zu nähen.

Nun zu deiner Frage:

Die Hansajolle ist aus Mahagoni gebaut und über Wasser klar lackiert. In diesem Fall ist das Unterwasserschiff kupferfarben mit weißem Wasserpass. Es handelt sich allerdings nicht um einen beliebigen Lack in der Farbe, sondern um einen "anti-fouling" (etwa: bewuchshemmenden) Anstrich. 

Traditionell wurden Holzschiffe unter Wasser mit Kupferplatten verkleidet, um den Bewuchs mit Muscheln und Tang zu hemmen; der kupferfarbene Anstrich spielt darauf an. Mit der Zeit bekam der Kupfer eine Patina und wurde hell-grün, weshalb heute eine ähnliche Farbe oft verwendet wird. Ein anderer traditioneller Anstrich ist Bleimennige - dies ergibt eine rot-braune Farbe, die auch gern nachgeahmt wird. 

Die heutige Chemieindustrie ist natürlich in der Lage, anti-fouling-Anstriche auch in anderen Farben zu produzieren, z.B. schwarz, weiß oder dunkel-blau. Aber ich schätze, dass die Mehrheit der Holzyachten unter der Wasserlinie entweder kupferfarben, hell- oder dunkelgrün oder rötlich sind. Meiner Erfahrung nach sind Unterwasseranstriche nie hoch glänzend.

Hoffentlich hilft das!

Cheers
John

  • Like 1
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Ralph Cornell

Zur Reduzierung des Bewuchses am Unterschiff wird bei Holzbooten entweder ein Belag aus dünnen Kupferplatten angebracht, oder ein kupferfarbiger anti-fouling-Lack, der allerdings nach einiger Zeit eine bräunliche Färbung annimmt. Der Lack enthält Kupfer in feinst zerstäubter Form und muss vor dem Aufbringen häufig durchgemischt werden.

Es gibt von Revell (glaube ich) einen kupferfarbigen Lack, der allerdings schwer zu verarbeiten ist - man braucht einen speziellen Verdünner, um ihn mit der Airbrush verarbeiten zu können. Obwohl er eigentlich wasserbasiert ist, eignet sich Wasser nicht als Verdünner - dann neigt der Lack zum Verklumpen.

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