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titanicmax

USS Monitor

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Am 12. April 1861 um 04:30 Uhr morgens begann mit dem Beschuss des vor dem Hafen von Charleston, South Carolina, gelegenen Fort Sumter  der amerikanische Bürgerkrieg.

Ein Koflikt der die noch junge Nation in den folgenden vier Jahren mehr prägen sollte als kaum ein anderes Ereignis in ihrer Geschichte.

Innerhalb der folgenden vier Jahre liesen mehr Amerikaner ihr Leben als in allen vergangenen Kriegen und all jenen, die noch kommen sollten.

Der Konflikt über die Frage der Sklaverei und der Gleichberechtigung zieht sich noch bis in die heutige Zeit.

Um der Bedrohung durch das konföderierte Panzerschiff CSS Virginia zu begegnen wurde Ende 1861 der Auftrag zum Bau der USS Monitor gegeben.

Die eigenwillige und revolutionäre Konstruktion des schwedischen Ingenieurs John Ericsson, eine Schindel mit einer Käseschachtel, lief am 30. Januar 1862 vom Stapel.

Am 08. März 1862 kam es bei Hampton Roads zume entscheidenden Zusammentreffen der beiden Schiffe.

Auch wenn keine der beiden Parteien einen entscheidenden Sieg erringen konnte, so hatte dieser Tag doch entscheidenden Einfluss auf die Geschichte. Mit einem Schlag waren alle Flotten der Welt veraltet.

 

An einem Sommerabend 2012 stieß ich zufällig auf einen Film mit dem Titel Gettysburg. Das war der Beginn meines Interesses am amerikanischen Bruderkrieg mit all seinen Facetten und Aspekten.

Bei der modellbautypischen Jagd nach interessanten Modellbauplänen stolperte ich im Februar 2016 zufällig über die Seite von Paul Stamm und einen Bauplan der USS Monitor.

Der Bauplan wurde mir von Herrn Stamm auf 1:50 umskaliert und innerhalb weniger Tage geliefert.

Das Geschäft von Herrn Stamm kann ich wirklich nur empfehlen!

 

Original

Länge:       52,00m

Breite:        12,60m

Tiefgang:     2,00m

Gewicht:         987t

 

Modell

Länge:   104,00cm

Breite:      25,20cm

Tiefgang:   4,00cm

Gewicht:    ca. 8kg

Maßstab:        1:50

 

Den Rumpf werde ich von einem Urmodell mit GFK abformen, die Panzerplatten für den Geschützturm sind als Resinteile geplant. Geschützturm und Steuerhaus werden innen detailliert ausgebaut.

Eine der größten Herausforderungen dürfte eine wasserdichte Decksöffnung sein. Die ersten Spanten sind schon ausgesägt, Bilder folgen sobald das Urmodell auf dem Baubrett montiert wird.

 

Zur Manöverkritik geht's hier.

Edited by titanicmax

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Alle Spanten sind mit der Dekupiersäge ausgesägt und auf dem Baubrett montiert.

 

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Als nächstes geht es ans Straken und Beplanken bzw. Auffüllen des Urmodells.

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Während den Takelarbeiten an der Helene geht's zur Abwechslung etwas mit der Monitor weiter.

Mit einem scharfen Skalpell wurden die Panzerplatten für das Steuerhaus in ABS vorgeschnitten und dann ausgebrochen, die Sehschlitze mit Körner, Bohrer, Skalpell und Feile gefertigt.

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Um besser ins Steuerhaus sehen zu können sind die Sehschlitze etwas höher als im Original, dürfte aber später weniger auffallen.

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Das Ruder wurde aus etwas ABS und einer Messingwelle aus der Restekiste gebaut.

Seitenteile und Welle wurden mit Sekundenkleber zusammengeklebt, der Zwischenraum mit Pattex Stabilit Express aufgefüllt und die Nieten mit abgetrennten Stecknadelköpfen imitiert.

Für den Turm muss ich mir noch ne Alternative einfallen lassen. 23 Panzerplatten mit je 36 Nieten... :?

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Der Versuch die Turmbasis mit Zirkel, Messer und Schere aus ABS zu schneiden hat leider nicht perfekt geklappt. Vorschläge dazu und Gemecker gerne hier. ;)

Wenn die Helene endlich fertig getakelt ist kanns mit dem Rumpf der Monitor losgehen...

 

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Die Urform der Monitor habe ich nach ein paar Überlegungen doch klassisch mit Holz beplankt.

Der "Wellentunnel" achtern wird auf dem Plan oval bzw. abgerundet dargestellt, auf verschiedenen Skizzen und Rekonstruktionen aber kastenförmig

Bei der Recherche zum Bau bin ich auf auf "Drawings of the USS Monitor" gestoßen, satte 600 Seiten stark. Von dein einzelnen Nieten über das Steuerhaus bis zur Geschützlafette ist alles dabei.

In den Zeichnungen der Heckspanten wird der Wellentunnel abgerundet dargestellt, finde ich auch optisch stimmiger als die Kastenvariante.

Nach einigen Abenden im Schuppen konnte heute endlich die heißgeliebte Spachtel- und Schleiforgie beginnen. :roll:

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Anhand der Zeichnnungen habe ich das Steuerhaus neu erstellt. Ob die Panzerung ausreicht um Attacken konföderierter Rennboote standzuhalten wird sich zeigen. 8-)

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Gestern konnte es losgehen. Den Rumpf ausgiebig gewachst und dick mit Trennlack überzogen, ordentlich trocknen und auslüften lassen...

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...mehrere Lagen Glasfaser aufgetragen...

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...trocknen lassen und...

...die oberen Schichten lösen sich von der unteresten Schicht und die sitzt fest auf der Urform. :ohno:

Mit ner ausgiebigen Spachtel- und Schleiforgie könnte man vielleicht nochmal was aus der Urfom machen,

aber ohne zu wissen was falsch gelaufen ist wäre dass nur noch eine Materialschlacht.

Die Motivation ist mittlerweile in Australien angekommen und von der Monitor und anderen Projekten hab ich Moment genug. :nerv:

Darum ist hier erstmal BAUSTOP und die Monitor darf im Nirvana vergessenen Bauberichte verschwinden.
 

Edited by titanicmax

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Nicht mal eine Woche hat es die Monitor in der Versenkung ausgehalten.

Auf der Werft Platz gemacht, die Pläne verräumt und ein neues Projekt vorbereitet (ganz ohne Modellbau schaff ich's wohl doch nicht).

Ein kleines 36ft Lifeboat soll's werden, als Testobjekt zum Abformen. Also schnell den Plan ausgedruckt, zusammengeklebt und mit dem Bau begonnen. Dabei schweifen die Gedanken ab, vom Spantengerippe auf dem Werktisch, vorbei an der Werkzeugwand zu dem mit Harz zugekleisterten Gebilde das da traurig in der Ecke lehnt. Mir der gräulichen GFK-Schicht und den paar Lufteinschlüssen an der Rumpfkante ist das Ganze weit entfernt von einer perfekten Urform. Der Bau am Lifeboat geht recht flott, aber zwischendurch wandert der Blick immer wieder zu dem Wrack in der Ecke mit seinen vielen Lufteinschlüssen. Die scheinen sich über Nacht im kalten Schuppen ja richtig zu vermehren. Irgendwann hat mir der Pott keine Ruhe mehr gelassen und mit dem Lifeboat die Plätze getauscht. Die GFK-Schicht ist gesprengelt mit Luftblasen die sich beim Draufdrücken knackend vergrößern. An Steuerbord steht etwas Material ab und lässt sich mit wenig Kraft und lautem Knacken gut vom Urmodell ablösen und zurück bleibt eine dünne Schicht Trennlack. Von Steuerbord aus lässt sich der Abzug komplett abziehen, aber nicht am Stück. Das GFK reisst dabei teilweise ein wie Papier. Immerhin, das Urmodell scheint das ganze ohne größere Schäden überstanden zu haben. Von ein ein paar Kratzern und der lädierten Steuerbordseite mal abgesehen, aber das dürfte sich alles leicht ausbessern lassen. Vom Heck konnten sogar zwei größere Stücke GFK gerettet werden, grundsätzlich hat das Abformen also funktioniert, nur halt nicht ganz so wie geplant. ;)

 

...die Urform...

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...eingedrückte Steuerbordseite...

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...das Heck...

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Jetzt steht die Fehlersuche auf dem Plan:

Warum haben sich die obersten Schichten von der untersten gelöst und warum hat sich die nicht einfach so vom Rumpf abziehen lassen. Die Trennmittel haben ja funktioniert.

Sorgen macht mir auch dass ich die unterste Schicht dabei zerreisen konnte wie Papier. Die ist richtig spröde, der einzige "stabile" Bereich ist das Heck.

 

Auf jeden Fall hat es die Monitor aus der Versenkung geschafft und wird wohl so schnell nicht wieder verschwinden. :mrgreen:

Edited by titanicmax

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Am Urmodell sind noch einige Ausbesserungen notwendig, zu Abwechslung geht's etwas an den Aufbauten weiter.

 

Zuerst wollte ich den Turm aus einem KG-Rohr bauen, im Baumarkt bin ich dann zufällig auf ein passendes Lüftungsrohr aus Kunststoff gestoßen.

Im Bauplan findet sich eine Abwicklung der Turmpanzerung. Eine Kopie davon habe ich auf das Rohr geklebt und dieses dann mit der Gehrungssäge abgelängt.

Da die Auflage der Säge wohl mehr für Leisten und weniger für Rohre konstruiert worden ist, ist der Schnitt leider etwas krumm geworden.

Zusammen mit einem Winkel und dem heißgeliebten Schleifpapier war das aber kein Problem.

Mit dem Stechzirkel habe ich aus einer ABS-Platte noch schnell die Grundplatte ausgeschnitten und die Schienen der Geschütze aufgezeichnet.

 

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Der Rand unter der der Abwicklung wird später Teil der im Deck versenkten Turmbasis. Interessant wird noch die Achse exakt mittig im Turm zu platzieren.

Bevor es mit dem Turm richtig losgehen kann fehlen noch die beiden Dahlgrens, nach den Kanonen richtet sich der ganze restliche Aufbau.

Mangels Drehmaschine bin ich dabei auf Hilfe angewiesen, falls mir jemand (natürlich gegen Entgelt) die beiden Geschütze bauen könnte wäre das wirklich großartig.

 

Zum Abschluss noch ein Bild vom Urmodell mit Steuerhaus und Turm. Nachdem ich die Monitor im Gefechstzustand bauen werde sind das so ziemlich die einzigen Aufbauten.

 

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Nachdem der Geschützturm (vermutlich durch die Behandlung mit der Gehrungssäge) nicht exakt rund und der Versuch die Schießscharten zu bohren grandios gescheitert ist war es Zeit für einen neuen Turm. Genug Lüftungsrohr ist ja vorhanden. :)

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Zuerst hab ich mit dem Stechzirkel einen neuen Turmboden geritzt. Wichtig ist dabei die Schraube fest anzuziehen und langsam vorzugehen, sonst verändert sich der Winkel oder der Zirkel rutscht ab.

Um die Schnittline am Rohr zu markieren hab ich eine Cutterklinge auf einem Schleifklotz befestigt (kommt von der Höhe hin), das Rohr auf eine ebene Unterlage gestellt und die Linie deutlich eingeritzt. Markierungen mit Kugelschreiber, Marker usw. verschmieren auf der glatten Oberfläche leicht und wenn man die Linie etwas tiefer einritzt hat man auch einen Ansatz für die Säge. Mit der Japansäge war das Rohr schneller abgelängt als mit der Gehrungssäge und vor allem ohne Verformung.

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Jetzt kommt die Rohrmuffe ins Spiel. Damit lassen sich Rohr und Bodenplatte wunderbar zusammensetzen und man sieht genau wo noch geschliffen werden muss.

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Der Rohbau steht, doch bevor ich mit dem Turm so richtig loslegen kann fehlen die beiden Kernstücke: die Geschütze.

Kurzer Ausflug: Bewaffnet war die Schindel mit zwei XI-inch Dahlgren-Kanonen auf speziellen Lafetten. Diese bestanden aus 300 speziell gefertigten Einzelteilen und hatten eine Reibungsbremse um den Rückstoß der Geschütze abzufangen und die Geschütze so im engen Turm platzieren zu können (bei einer Geschützlänfe von 13 Fuß und einem Innendurchmesser von 20 Fuß). Mit den großen Handrädern an den Lafetten konnten die Bremsen angezogen oder gelöst werden. Bei Testschüssen wurden die Bremsen irrtümlich gelöst, beide Stücke rammten die Turmwand und hinterließen deutliche Spuren. Ursprünglich sollte die Monitor mit 15-inch (38cm) Kanonen ins Feld ziehen, aus Zeitmangel musste man aber auf zwei 11-inch (28cm) Kanonen mit einem Gewicht von je 16.000 Pfund (7.800kg) zurückgreifen. Mit einer Treibladung von 6,8kg konnten Vollkugeln von 61,7kg verschossen werden.

Die Originalen Stücke mit den Nummern 27 und 28 wurden 1862 in der West Point Gießerei gefertigt, ihre kleineren Replikate aus Edelstahl stammen aus der Fertigung von Daniel (DJK94). Danke nochmal für die schnelle Lieferung und vor allem die tolle Ausführung! :that:

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Damit kann die Test-Lafette nicht mithalten, die endgültigen Teile werden massiver und detailierter.

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Viel Spachtelmasse und Schleifpapier später rückt der nächste Anlauf in greifbare Nähe.

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Edited by titanicmax
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Bevor ich neues Material (Harz, Gelcoat usw) ordere und den nächsten Anlauf starte, habe ich an einem Probestück aus Materialresten geübt. Nach drei Schichten Autolack aus der Dose (einfach, nicht 2k) habe ich die Rampe zweimal mit Grundierwachs eingerieben, ca. 30 Minuten später zwei Schichten Folientrennmittel PVA aufgetragen und eine Stunde trocknen lassen bevor es losgehen konnte.
Zuerst habe ich das Teststück mit Harz eingestrichen und dann ein Stück Glasgewebe gelegt und mit dem Pinsel angedrückt. Darauf dann nochmal Harz und Gewebe, usw, insgesamt fünf oder sechs Lagen. Die oberste Lage habe ich nur noch angedrückt und nicht mehr mit Harz bestrichen und das Ganze dann zum Trocknen in den Heizungskeller gelegt.

Nach knapp 30 Stunden (etwa solange wie beim ersten Versuch am Rumpf) ist die Oberfläche noch leicht klebrig. Der mit Harz getränkte Überstand links ist ziemlich fest. Stellenweise lassen sich die überstehenden Lagen voneinader lösen, teilweise reißt eher das unlaminierte Gewebe als dass sich das Laminat auftrennen lässt. An den Ecken lässt sich das Laminat (mit deutlichem Knacken) leicht von der Rampe lösen, bleibt dabei aber stabil.

Ich vermute mal, dass das Harz ungleichmäßig aushärtet und sich deshalb die einzelen Schichten stellenweise voneinander lösen lassen. Jetzt geht das Teil bis morgen Abend nochmal zum Trocknen.

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Der laminierte Überstand wirkt jetzt schon dicker und stabiler als die geretteten Stücke vom Heck der Monitor.

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Der Test mit Gelcoat, Kupplungsschicht usw. ist geschafft. Nach etwa 30 Stunden war das Harz trocken und ließ sich mit dem Cutter leicht vom Baubrett lösen. Nur das Holzstück (Urmodell) steckt fest, vermutlich da es exakt winklig und gerade ist.

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Nachdem sich das Urmodell der Monitor zum Kiel hin verjüngt (die Seitenwände habe ich extra nachgeschliffen) sollte es sich aus der Form hebeln bzw. keilen lassen. Die Seitenwände werden später mit gegossenen Platten gepanzert und dadurch wieder gerade.

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Mit der Japansäge habe ich das Laminat geteilt und konnte dann das Holzstück lösen. Das Abformen der Ecken und Kanten mit dem Harz-Baumwollgemisch hat funktioniert und auch der Lack des Holzstücks ist nicht beschädigt.

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Das Urmodell ist mit dem Hellingbrett verleimt und verschraubt. Denkt ihr es reicht um das Urmodell herum einen ausreichend breiten und stabilen Rand zu laminieren um später zwischen Hellingbrett und Rand anzusetzen zu können und das Urmodell vom Negativ zu trennen?

Aus 2mm ABS, Handrädern aus der Restekiste und Nieten aus Holzleim habe ich eine Lafette gebaut und anschließend in Silikon abgeformt. Zuerst habe ich die Lafette in das Silikon gedrückt, dabei sind einige Lufteinschlüsse entstanden. Beim zweiten Versuch habe ich die Lafette vorsichtig mit Harz übergossen und die Dose auf das vibrierende Smartphone gestellt. Ein paar Fischhäute sind geblieben, die lassen sich aber mit dem Skalpell leicht beseitigen. Die originalen Geschütze standen dicht nebeneinander und hatten deshalb nur an den voneinander abgewandten Seiten die Handräder für die Reibungsbremse. Um nur ein Urmodell bauen zu müssen haben beide Seitenteile ein Handrad, das jeweils innere Handrad wird später entfernt.

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Nach einem langen Freitagabend in der Werkstatt und drei Tagen Wartezeit war es heute Abend soweit.

Bewaffnet mit jeder Menge Fliesenlegerkeilen, Cutter, Hammer und Heißluftpistole konnte es losgehen. Nach kurzem aber intensivem Gefecht sprang das Negativ mit dem Krachen einer Musketensalve vom Urmodell.

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Von einer perfekten Negativform ist das Teil meilenweit entfernt und in der Mitte haftet der Lack vom Urmodell am Negativ, aber ganz so krumm wie es auf den Bildern aussieht ist das Teil nicht.
Mit was würdet ihr den Trennlack und die Farbe vom Urmodell entfernen und das Negativ reinigen? Die schwarze Farbe würde ich vorsichtig abschleifen, aber mit was kann ich den Trennlack komplett entfernen und die Form säubern ohne später Probleme beim Abformen bekommen?
Wie würdet ihr das Negativ vor dem Abformen behandeln? Ganz normal mit Wachs und Folientrennmittel oder sollte ich es vorher noch zusätzlich lackieren (falls der Trennlack irgendwo beschädigt wird)?

Auch am Geschützturm bin ich einen Schritt weiter. Aus einem Verlängerungsstück für das Lüftungsrohr habe ich die Innenpanzerung gebaut, das Teil dient auch gleichzeitig als Auflage für das Turmdach.

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Für die Dachbasis habe ich mit dem Stechzirkel aus 1mm ABS zwei Ringe ausgeschnitten und miteinander verklebt. Beplankt habe ich das Dach mit Styrol-Profil von Hobby-Lobby. Vermutlich wurde das Original im Gefecht noch zusätzlich mit Eisenplatten abgedeckt, um dem Dach etwas Struktur zu geben werde ich auf die Beplattung verzichten. Die beiden Dachluken lassen sich öffnen um das Dach besser abnehmen zu können.

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Edited by titanicmax
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Nach zwei Stunden Vorarbeit gestern Nacht konnte ich den Rumpf heute mit meinem Vater zusammen von der Form lösen. Druckluft oder schweres Gerät waren nicht nötig, zwei Paar starke Arme haben ausgereicht.

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Perfekt ist der Rumpf bei Weitem nicht. An ein paar Stellen ist der Gelcoat etwas abgeplatzt, der Rand ist noch nicht versäubert und die Spuren die der erste Versuch am Urmodell hinterlassen hat, sind logischerweise auch am Rumpf zu sehen. Aber nichts was sich nicht mit etwas Schleifpapier und viel Zeit beheben lässt.

Jetzt wird aber erst das Negativ für den nächsten Abzug vorbereitet. Ein Kollege nördlich des Weißwursäquators möchte die Flotte der Union mit einem weiteren Monitor verstärken. :)

Bevor es mit meiner Monitor dann so richtig losgehen kann, muss erst noch Material gebunkert und das Werkzeug aufgestockt werden.

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Zum 154. Jahrestag der Schlacht von Gettysburg kommt noch ein kurzes Update.

Beim UT konnte einer der Rümpfe an den glücklichen Eigner übergeben werden und  wurde auch prompt zu Wasser gelassen. Trotz der schweren Bauweise (von einem Forumskollegen wurde er liebevoll als Waffe bezeichnet) fehlt noch einiges an Gewicht um den Pott auf Wasserlinie zu bekommen.

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Allmählich nimmt der Geschützturm Form an. Beide Stückpforten sind gebohrt und die Lafetten aus Resin zusammengebaut. Für die Laufschienen habe ich U-Profil aus Messing verwendet. Das Ausrichten der Schienen braucht zwar etwas Zeit, aber jetzt lassen sich beide Kanonen problemlos ein- und ausrennen. Bevor der Servo eingebaut werden kann müssen die Rohre geschwärzt und die LEDs für den Mündungsblitz verbaut werden. Hat jemand zufällig Erfahrung mit der Simulation von Mündungsblitzen oder eine Bezugsquelle für passende LEDs (Durchmesser max. 6mm)?

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HIER geht's zu den Kommentaren

Von Moderator Torsten bearbeitet

Bitte Kommentare nicht hier im Baubericht posten, sondern in dem zugehörigen Kommentar-Thread.

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Der Rumpf ist versäubert, das Deck aus 2mm ABS ausgeschnitten und die Positionen der Aufbauten ganz altmodisch mit Durchschlagpapier vom Plan übertragen. So langsam kann man erahnen was es mal werden soll. Bis zum Stapellauf ist es noch ein weiter Weg, aber bis zum UT 2018 wird die Monitor auf jeden Fall fahrbereit sein.

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By the way: Heute ist nicht nur der amerikanische Unabhängigkeitstag, sondern auch der 154. Jahrestag der Kapitulation von Vicksburg. Neben Gettysburg einer der entscheidenden Wendepunkte in diesem tragischen Konflikt.

Edited by titanicmax
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Nachdem gestern der heiß ersehnte Nachschub von Hobby-Lobby angekommen ist, konnte ich endlich mit der Antriebsanlage loslegen.

Zuerst habe ich die Welle abgelängt, an der Schnittstelle das Kugellager aufgesetzt und dann den Schmiernippel von Graupner mit Stabilit Express befestigt. Der Propeller ist von Raboesch und eigentlich für Kortdüsen gedacht, kommt von der Form aber nahe an das Original der Monitor ran.

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Bei der Schraubenwelle bin ich vom Plan abgewichen. Beim Original war die Welle freilaufend und das Wellenlager befand sich zwischen Propeller und Ruder. Um es einfach zu halten habe ich das Stevenrohr bis zum Propeller geführt und das Wellenlager vor  den Propeller verlegt. Den Ruderkoker habe ich aus einem Stück Messingrohr und zwei Messinghülsen aus der Restekiste gebaut. Stevenrohr, Wellenlager und Ruderkoker sind mit Stabilit Express verklebt.

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Die Monitor kann man ziemlich genau in drei Bauzustände einteilen:

  • bei der Schlacht von Hampton Roads am 09.03.1862 mit Turm, Steuerhaus und Flaggenstock am Heck
  • nach der Schlacht (ca. Juli 1862), mit zusätzlicher Panzerung am Steuerhaus, Persenning auf dem Turm, fest verbauten Schornsteinen und Lüftern, Pollern und Klampen, Bootsdavits und Flaggenstöcken an Bug, Heck und auf dem Steuerhaus
  • kurz vor dem Untergang (ca. Dezember 1862), mit gepanzerter Brustwehr am Turm, verlängerten Lüftern und  einem einzigen, teleskopisch ausfahrbaren Schornstein

Nachdem mir die Monitor mit der zusätzlichen, abgeschrägten Panzerung am Steuerstand optisch besser gefällt (bei der Schlacht von Hampton Roads erhiehlt der Steuerstand einen direkten Treffer und der Kommandant John L. Worden wurde durch Schrapnelle verletzt), werde ich einen der beiden späteren Bauzustände darstellen. Vielleicht die Konfiguration vom Dezember 1862, im Teleskopschornstein würde der Raucherzeuger problemlos Platz finden und die Brustwehr auf dem Turm würde vermutlich die Stützkonstruktion der Persenning stabilisieren.

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Nachdem das Anpassen der bereits ausgesägten Decksplatten und der Bau der abnehmbaren Deckspartie nicht so funktioniert hat wie geplant, habe ich den Spieß umgedreht und zuerst mit dem Bau der Unterkonstruktion begonnen.

Auf eine Grundplatte aus 2mm ABS habe ich umlaufend 3mm Vierkant-Profil aufgeklebt und anschließend aus einer 1,5mm ABS-Platte eine Öffnung in der Größe der Grundplatte ausgeschnitten, umlaufend U-Profil angebracht und diesen Rahmen mit dem Rumpf verklebt. Das abnehmbare Deck selbst besteht ebenfalls aus einer 1,5mm Platte mit einem Ausschnitt für den Turm, aufgeklebt auf die Grundplatte.

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Die Zahnräder für die Turmdrehung sind von Conrad, durch die gewählte Übersetzung Kombination macht der Turm etwa 1,5 Umdrehungen in jede Richtung. Das gelbe Zahnrad habe ich vorsichtig aufgebohrt, auf die Segelwinde gesteckt und festgeschraubt.

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Für den Turm bin ich noch auf der Suche nach einem Lager, Auflage oder Ähnlichem. Durch das hohe Eigenweicht liegt er satt auf Deck und reibt beim Drehen entsprechend. Zwischen Turm und Deck sind etwas 2mm Platz, vielleicht hat ja jemand eine Idee für eine gleitfähige Unterlage.

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So langsam erkennt man was es mal werden soll. Die fehlenden Deckspartien sind aufgeklebt und der abnehmbare Mittelteil sitzt stramm auf dem Süllrand. Auch das Steuerhaus ist fast fertig, fehlen nur noch die Scheiben (gegen Wassereinbruch) und die Beleuchtung. Bis zur Fertigstellung ist das Steuerhaus nur in das Hauptdeck eingesetzt und nicht dicht verklebt, mit weitreichenden Folgen.

Ganz wie beim Vorbild macht die Turmmechanik Zicken. Um den Kabelstrang in der Turmachse nicht zu verdrehen sollte der Turm in jede Richtung nur eineinhalb Umdrehungen machen können. Angesteuert über den Kreuzknüppel macht der Turm etwa jeweils eineinhalb Umdrehungen, muss aber nach jeder Ansteuerung wieder in die Ausgangsposition zurückehren. Plötzliche Richtungswechsel beim Ansteuern führen dazu, dass die Segelwinde sich unkontrolliert weiter dreht und nur duch Abklemmen der Stromversorgung aufhalten lässt. Über den Proportionalkanal macht der Turm zwar eine Umdrehung mehr, lässt sich aber in jeder Position anhalten und auch plötzliche Richtungswechsel machen keine Probleme. Ähnliche Erfahrungen habe ich mit einer baugleichen Segelwinde auch schon bei der Helene gemacht.

In 1:50 sollte das Modell zwischen 7 und 8kg auf die Waage bringen. Aufgrund der massiven Bauweise hat der Rumpf schon ein ordentliches Eigengewicht, dazu kommen noch die beiden Akkus mit jeweils etwa 750g. Um den notwendigen Ballast leichter ermitteln zu können habe ich 3kg verschossene Diabolos aus dem örtlichen Schützenverein in kleine Tüten mit jeweils 150g abgefüllt. Ausgerüstet mit Monitor, Fernsteuerung und 3kg Ballast ging es heute Abend an den See. Beim obligatorischen Funktionstest in der Werft und am See funktionierte alles problemlos und die Monitor konnte vorsichtig zu Wasser gelassen werden. Da das Modell zuerst etwas hecklastig war habe ich ein Ballasttütchen an den Akkus vorbei in den Bug geschoben und dabei das Vorschiff versehentlich etwas untergetaucht. Nachdem die Monitor grob ausgetrimmt war (bis auf KWL wollte ich sie vor dem Fahrtest noch nicht trimmen) konnte es losgehen. Vorsichtig den Steuerknüppel umgelegt und... nichts passiert. Wieder an Land stand im Modell etwa ein Millimeter Wasser. Der Empfänger und die Steckverbindungen zwischen Akkus und Regler waren nass. Anscheinend ist beim Untertauchen des Vorschiffs Wasser durch die Öffnung des Steuerhauses eingedrungen und hat die vorne im Bug verstauten Bauteile getroffen. Nach drei Stunden Trockenzeit in der Sonne wollte ich in der Werft die Technik nochmal testen. Nach dem Anklemmen der Akkus an den Fahrregler (Thor 15 HC mit BEC) zucken Servo und Winde wie üblich ein Mal, lassen sich ein paar Millimeter ansteuern und reagieren dann nicht mehr. Der Antribesmotor reagiert überhaupt nicht mehr. In der Hoffnung dass es nur den Regler erwischt hätte, habe ich Servo und Winde nur mit einem Empfängerakku angesteckt, aber mit dem selben Ergebnis. Der Empfänger hat also auch was abgekriegt. :ohno:

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Die Elektronik durfte ein paar Wochen trocknen und hat den Wassereinbruch unbeschadet überstanden. Um bei einem erneuten Wassereinbruch einen Totalausfall der Elektronik zu vermeiden, habe ich aus ABS eine Technikbox für Empfänger, Regler und Multiswitch gebaut. Einen wasserdichten Deckel braucht die Box nicht, wenn eindringendes Wasser über den Rand der Technikbox fließen sollte, befindet sich der Rumpf mangels Auftrieb schon lange auf Tauchfahrt. Die Turmachse hat eine Verstärkung und ein zweites Kugellager bekommen.

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BTW: Am 18.10.1859 stürmten Unionstruppen unter dem Kommando von Oberst Robert E. Lee und dessen Adjutant J.E.B. Stuart das vom militanten Abolitionisten John Brown und 21 Unterstützern besetzte Spritzenhaus auf dem Unionsarsenal in Harpers Ferry, West Virginia. Damit endete der vergebliche Versuch von John Brown eine Sklavenrevolte auszulösen und die Sklaverei auf dem amerikanischen Kontinent für immer zu beenden. Der Überfall auf Harpers Ferry kann als eines der entscheidenden Ereignisse gesehen werden, die die noch junge Nation in einen blutigen Bürgerkrieg taumeln ließen, der sie für immer prägen sollte.

John Brown wurde wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und am 2. Dezember 1859 in Virginia gehängt. Die vor dem Schafott angetretenen Kadetten des VMI standen unter dem Kommando von Major Thomas "Stonewall" Jackson und unter den anwesenden Soldaten befand sich ein junger Schauspieler namens John Wilkes Booth.

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Heute hat die Monitor ihre ersten Panzerplatten aus ABS bekommen. Mit einem Lineal, einem scharfen Skalpell und viel Geduld sind die Platten leicht zugeschnitten. Der Trick dabei ist, das Skalpell langsam und mit wenig Druck zu führen. Bei zu hoher Geschwindigkeit oder zu starkem Druck rutscht die Klinge eher ab.

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Nachdem ich kein Fan von Geisterschiffen bin, habe ich mich auf die Suche nach passenden Figuren gemacht. In der Tabletop-Szene gibt es mehrere Anbieter von tollen Zinnfiguren, z.B. Redoubt-Enterprises. Neben der tollen Qualität der Figuren sind auch Größe und Proportionen stimmig und auch die Uniformen und Waffen sind korrekt. Der erste Offizier hat bereits angeheuert, ist aber noch nicht ganz vorschriftsmäßig bzw. vollständig in der Bemalung. Für die Bemalung von Figuren verwende ich Farben von Citadel und als Grundlage für Farben und Abzeichen neben Originalfotos die Heftchen der Men-At-Arms Reihe von Osprey. Im Vergleich mit der Figur wird die Größe der beiden Geschütze erst so richtig deutlich.

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By the way: heute vor 154 Jahren sprach ein hagerer, hoch gewachsener Mann bei der Einweihung eines Friedhofes "ein paar angemessene Bemerkungen" um mitten in diesem blutigen Konflikt den Grund und das Ziel in Worte zu fassen und endete seine kurze Ansprache mit den Worten:
"...und dass die Regierung des Volkes, durch das Volk und für das Volk, nicht von der Erde verschwinden soll."

 

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Kurzes Update bevor der Baubericht zu sehr einstaubt.

Das Vordeck ist komplett gepanzert, auch wenn's länger gedauert hat als geplant. Platten schneiden ist eine recht eintönige Arbeit. Beim Original waren die Nieten der Deckspanzerung versenkt, das erspart eine gigantische Nietorgie. Anders beim Seitenpanzer, da sind die Nieten ein prominentes Merkmal und in diesem Maßstab Pflicht. Um nicht dem Wahnsinn zu verfallen habe ich einen Panzerstreifen gebaut und zwei Silikonformen erstellt um die Platten aus Resin zu gießen. Für die Schindel braucht man zwanzig solcher Streifen, vierzig sind es geworden. Ein unionstreuer Kamerad und allseits bekannter Jäger und Sammler hat sich entschlossen die Unionsflotte um einen weiteren Monitor zu verstärken.

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Am Geschützturm hat sich auch etwas getan, die Schussfunktion ist eingebaut. Realisiert wird die Funktion über das USM-RC2 von Beier und war dank der tatkräftigen Hilfe der Kollegen aus dem Beier-Forum (für die ich mich hier nochmal herzlich bedanken möchte) schnell realisiert. Das Ein- und Ausrennen der Stücke "Ericsson" & "Worden" (beim Original tatsächlich so benannt) besorgt ein kleiner Servo, den Mündungsblitz zwei superhelle bernsteinfarbene LEDs von LED-Profishop. Die Feinabstimmung der Schusssequenz ist noch in Arbeit, ein Video wird folgen.

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Aus etwas Draht, ABS-Rohr und Modelliermasse sind eine Ladeschaufel und ein Schwamm entstanden die ihren Platz unter der Turmdecke finden werden. Sieht man später zwar nicht mehr, aber ich weiß dass sie da sind. :)

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Kurze Geschichtsstunde: heute vor 209 Jahren erblickte in einer kleinen Blockhütte in Kentucky ein Junge das Licht der Welt, der eines Tages sein Land durch dessen größten Scheideweg führen sollte.

Zur Feier des Tages ließ es sich die Besatzung nicht nehmen einen Salut zu feuern!

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PS: zur Manöverkritik geht's hier.

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