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Schiffsmodell.net

Auch Wasserkühlung


Ralph Cornell

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Ralph Cornell

Hallo, Kollegen!

Die Gelegenheit ist günstig...

Einige von Euch haben vielleicht in der Schiffsvorstellung meinen NEPTUN gesehen, und gelesen haben, daß ich ihm einen 30 Ampere Motor appliziert habe. Und einen 35 Ampere Regler dazu. Und der ist klein und wassergekühlt...

Bisher habe ich dazu folgendes gemacht: Am Kiel ein Einlaufrohr mit 4mm Innendurchmesser, und am Heck, knapp vor der Schraube, den Auslass, mit gleichem Durchmesser. Übrigens saugt aus diesem Kreis auch meine Löschmonitor-Pumpe ihr Wasser, über ein T-Stück.

Der Gedanke war: Wenn das Boot Fahrt macht, drückt das Wasser durch das Einlaufrohr nach oben zum Regler, und das beschleunigte Wasser am Auslass müßte einen Sog verursachen. Beides sollte für genügend Durchsatz sorgen, um den Regler schön kühl zu halten. Und bisher scheint es zu funktionieren. Aber:

Bisher konnte ich das Boot mit dieser Leistung nicht voll ausfahren, aus Gründen die ich anderenorts schon geschildert habe. Aber ich plane ja, mich im Sommer in einem Badeboot von dem NEPTUN schleppen zu lassen. Dabei wird das Boot ja nicht viel Fahrt machen, so daß der Staudruck auf den Einlauf gering sein wird. Die Schraube wird natürlich AK voraus laufen und (hoffentlich!) Sog verursachen.

Meine Frage: Meint ihr, daß das ausreicht?

Ralph

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Hallo Ralph,

ich kenne die Anordnung nur etas anders, d.h. Einlass hinter der Schraube und Auslass an der Seite. Vorteile. 1. Schon bei geringen Geschwindigkeiten des Modells hast du Durchfluss im System, da die Schraube das Wasser hereindrückt; 2. Du kannst sehen, ob der Kreislauf funktioniert, bevor irgendetwas den Hitzetod wegen ausbleibender Kühlung stirbt.

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Hallo Ralph,

Auch ich hatte in der Vergangenheit Schwierigkeiten mit den Saugkühlungen, wie von Jürgen beschrieben!

Ich würde auf Druckkühlung gehen, da gibt es auch verschiedene Möglichkeiten:

direkt hinter der Schraube

Vorteil: Druck kommt direkt an und Kühlung läuft

Nachteil: Platz! Meistens ist ist direkt hinter der Schraube nicht der richtige Platzinsbesondere bei Eminem Schlepper

 

Im Rumpf irgendwo, mit Staurohr (Rohrstück 45Grad anschleifen, in Fahrtrichtung ausrichten)

Vorteil: passt überall und funktioniert gut

Nachteil: Durchfluss ist abhängig von der Geschwindigkeit des Bootes. Bei einem größeren Rohrdurchmesser ist das aber trotzdem wirkungsvoll

 

Saugen benutze ich nur noch in Ausnahmefällen, zB um evtl. Bilgewasser abzusaugen im "Automatikmodus"

 

Grüße

Chris

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Die Frage ist doch, zieht der Motor so viel A, dass der Steller überhaupt gekühlt werden muss? Ich vermute mal nein.

Würdest du es merken, wenn die Kühlung (ohne dich im Schlauchboot hintendran) gar nicht läuft?

 

Ich würd auch auf Druckeinlass und Seitenauslass umbauen, damit du siehst ob Durchfluss vorhanden ist.

Was ich schon gemacht habe ist so eine Art Seekasten und dort eine nicht selbst ansaugende Aquarienpumpe montiert.

Die funktioniert dann auch bei Stillstand.

Die Pumpen sind bei ebay saugünstig zu haben und laufen an 5V völlig geräuschlos und nehmen meine ich so 200mA.

http://www.ebay.de/itm/DC-12V-6W-PUMP-MOTOR-FOR-PC-WATER-COOLING-SYSTEM-WATER-COOLED-/261553432935?pt=DE_Haus_Garten_Garten_Teich_Zubeh%C3%B6r&hash=item3ce5cca967

Die hier hab ich verbaut.

Die sollte nur komplett im Wasserbad stehen, am Anfang hatte ich einfach einen 6mm Schlauch dran, dann ist sie teilweise leer gelaufen.

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Ralph Cornell

Danke, euch beiden, für die prompte Antwort. Wollen doch mal sehen, ob noch was hochkommt.

JL, die von Dir präferierte Lösung habe ich auch angedacht, mich aber letzlich dagegen entschieden. Grund: Der NEPTUN wird mit einer Kort-Düse gesteuert, und ich weiß nicht, ob die Anbringung eines Kühlwassereinlauf am Ruderblatt oder dem Kort-Ring wirklich so eine glorreiche Idee ist. So, wie ich das verstanden habe, soll doch der Kort-Ring in erster Hinsicht den 'Schlupf' am Außenrand der Schraube verhindern. Meinst Du nicht, daß so ein Staurohr mit seinem zweifellos vorhandenen Rückstau zu vermehrtem Schlupf führen würde? Soweit ich weiß, schiebt eine rotierende Schraube eine Druckwelle vor sich her. Ich kenne das von den Luftschrauben meines anderen Hobbys. Wird die Druckwelle an einer oder mehreren Stellen gebrochen, führt das zu sirenenartigem Geheul. Das ist bei einer Wasserschraube natürlich nicht zu erwarten, aber Druckschwingungen würde ich schon vermuten.

Chris, Dein Post fasst die beiden Methoden sehr schön zusammen, mit den Vor- und Nachteilen. Auch Dir besonderer Dank.

Es ist noch nicht aller Tage Abend, und falls die von mir verwendete Technik nicht ausreichen sollte, habe ich jetzt Alternativen.

Time Bandit: Deine Lösung wäre die dritte Alternative. Auch die verstaue ich im Hinterkopf.

Ralph

Edited by Ralph Cornell
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Hallo Ralph,

Wissen tue ich es auch nicht, ob die Installation an der Kortdüse nachteilige Folgen hat; Vermuten würde ich aber, dass es bei den üblichen Rohrduchmessern um 3 mm keine große Rolel spielt. Es gäbe aber noch die Möglichkeit, die Ruderwelle hohl auszuführen und zur Ansaugung zu verwenden.

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Ralph Cornell

Oh, JL, wenn ich mich das bloß trauen würde! Aber der Messingeinsatz in der Plastik-Kort-Düse hat, glaube ich, nur 4 oder 5 mm Durchmesser. Und es sind auch noch zwei Nuten darin, für die O-Ringe. Und da das Deck schon drauf ist, traue ich mich nicht, das alles noch einmal aufzureißen. Die Idee an sich ist bestechend.

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  • 4 months later...
Guest Hanjo

Hmmm,

Die Neptun ist doch ein recht kleiner Schlepper? Und 30 Ampere Motor hört sich nach 17 turn Car Motor. Das spricht alleine schon für 500 % Fehlanpassung und tatsächlich min. doppelt so hohem Strom. Wenn ich das richtig interpretiert habe mit deinem Setup verlängert eine Kühlung das Überleben nur um Sekunden.

Gruss Hanjo

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Guest Oldie

Hmmm,

hab mir grad mal meine Neptun angeschaut. Staurohre vor oder hinter dem Propeller / Kort-Düse sind kaum installierbar, insbesondere wenn schon das Deck eingeklebt ist.

Mit einem simplen 540er hab ich auch schon ein Schlauchboot gezogen, vermutlicher nur langsamer aber es ist möglich.

Im Normalbetrieb geht es bei der Über-Motorisierung über die Rumpfgeschwindigkeit, ist also nur fürs Schleppen interessant.

Der Innenraum ist ja nun mal ziemlich begrenzt. Für den Löschmonitor habe ich eine kleine Kreiselpumpe eingebaut, so etwas: http://www.ebay.de/itm/Kreiselpumpe-Zwerg-Wasserpumpe-Loschmonitor-Spritzpumpe-Schiffspumpe-Bootspumpe-/261877594689?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item3cf91efa41

mit einem 280er Motor eingebaut.

Mit Umstöpseln der Verbindung könnte dieser natürlich auch einen Regler kühlen. Kann dann natürlich nicht mehr Spritzen, aber der Augenblick liegt ja auf dem Schleppen. 

Auslass in der Auspufföffnung, kreativ einfach eine erfinden, dürfte ja kein Problem sein.

Vielleicht eine Idee zum Nachdenken.

Edited by Oldie
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Guest Hanjo

Hmmm,

hab mir grad mal meine Neptun angeschaut. Staurohre vor oder hinter dem Propeller / Kort-Düse sind kaum installierbar, insbesondere wenn schon das Deck eingeklebt ist.

Mit einem simplen 540er hab ich auch schon ein Schlauchboot gezogen, vermutlicher nur langsamer aber es ist möglich.

Im Normalbetrieb geht es bei der Über-Motorisierung über die Rumpfgeschwindigkeit, ist also nur fürs Schleppen interessant.

Der Innenraum ist ja nun mal ziemlich begrenzt. Für den Löschmonitor habe ich eine kleine Kreiselpumpe eingebaut, so etwas: http://www.ebay.de/itm/Kreiselpumpe-Zwerg-Wasserpumpe-Loschmonitor-Spritzpumpe-Schiffspumpe-Bootspumpe-/261877594689?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item3cf91efa41

mit einem 280er Motor eingebaut.

Mit Umstöpseln der Verbindung könnte dieser natürlich auch einen Regler kühlen. Kann dann natürlich nicht mehr Spritzen, aber der Augenblick liegt ja auf dem Schleppen.

Auslass in der Auspufföffnung, kreativ einfach eine erfinden, dürfte ja kein Problem sein.

Vielleicht eine Idee zum Nachdenken.

 

 

Hallo,

ein simpler 540er bremst sich williger ein. Bei gleicher Baugrösse als Bürste spricht man von einem wesentlich höher drehenden Motor.

der wird also stärker eingebremst und wird mehr in die Ströme getrieben. Er ist dem thermischen Kollaps näher. Wenn Du da ein Prop drann hast ohne progrssive Steigung und Kompression an der Kante wird er den Motor durch Kavitation entlasten und in einen Dampfblase quirlen und nicht mehr Vortrieb als ein 540 machen. Wenn du einen Hydroprop oder einen anderen Prop drin hast, mit Kompressionskante wird der auch bei 20000 Umdrehungen noch massiv Grip haben. Und dann stirbt der Motor.

Beim Bl ist es eine andere Story. Da gibt es niedrig drehende kleine und dennoch starke Motoren.

 

Das Du ein Schlauboot mi 1km/h ziehen kannst ist völlig normal. Der Leistungsbedarf steigt kubisch mit der Geschwindigkeit. Deswegen reichen 10 Watt aus um es bereits langsam zu ziehen. Wobei, wenn Du einen normalen Bleiakku drinn hast ist das ganze sowie hypothetisch. Der kann wahrscheinlich gerade mal ein 10tel Deiner 30 A über mehrere Minuten abgeben.

Also es klingt zumindest nach einem sehr kritischen Setup.

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Ralph Cornell

Beim Bl ist es eine andere Story. Da gibt es niedrig drehende kleine und dennoch starke Motoren.

 

Das Du ein Schlauboot mi 1km/h ziehen kannst ist völlig normal. Der Leistungsbedarf steigt kubisch mit der Geschwindigkeit. Deswegen reichen 10 Watt aus um es bereits langsam zu ziehen. Wobei, wenn Du einen normalen Bleiakku drinn hast ist das ganze sowie hypothetisch. Der kann wahrscheinlich gerade mal ein 10tel Deiner 30 A über mehrere Minuten abgeben.

Also es klingt zumindest nach einem sehr kritischen Setup.

 

Hallo, Hanjo!

Um den "Dampf" für den Motor brauchst Du Dir keine Gedanken machen. Ich benutze einen 5,4 AH Lipo. Bei vollem Verbrauch (Fahren, Licht, Sound und Smoker) kann ich etwa eine dreiviertel Stunde fahren, und da der Smoker nur für eine halbe Stunde Öl hat...

Allerdings gilt das nur für den jetzigen Betrieb, bei dem ich mit stark gedrosselter Leistung fahre, damit mir der Treibling nicht das Boot aus dem Wasser stößt. Wenn ich schleppe, wird der Leistungsbedarf steigen. Aber für eine Runde über den Teich wird es wohl reichen.

Mehr Sorgen bereitet mir das Schleppen an sich. So ein Schlauchboot, zumal mit mir darin, ist im Wasser ein fast unbewegliches Objekt, und ich habe gesehen, daß ein Zug, der nicht genau über den Steven führt, höchstwahrscheinlich dazu führen wird, daß der Schlepper in gefährliche Schieflage gerät oder sich sogar selbst versenkt!

Kühlprobleme habe ich bisher noch nicht gehabt, allerdings, wie gesagt, mit stark gedrosselter Leistung.

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Guest Oldie

Hallo Ralph,

genau das ist die Herausforderung an den Kapitän, den Schlepper so zu steuern, das ein Quer-Zug gar nicht erst auftritt. 

Hab auch schon größere Schlepper in bedenklicher Schieflage bei so einer Aktion, bzw. bei falscher Reaktion, gesehen.

Das Schleppgut hat nun mal die Tendenz den geraden Weg beizubehalten.

Viel Spaß bei den ersten Versuchen diese Erfahrung zu erleben.

Aber wie gesagt, mit etwas Überlegung und vorsichtigem Steuern, kriegt man das schnell in den Griff.

Warte auf Deinen ersten Erfahrungsbericht.

Gruß Willi

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Ralph Cornell

Hallo, Oldie!

So, wie Du es geschildert hast, denke ich es mir auch. Man muß höllisch aufpassen, das ist alles. Nun, schnelle Reaktionen habe ich ja, als Modellflieger. An sich ist der Schlepper ja, so wie er gebaut ist, eine Fehlkonstruktion - das Schleppgeschirr vor der Antriebseinheit anzubringen ist blöd. Die modernen Schlepper wie die Fairplay etc. haben alle ihre Schotteln im Vorschiff am Bug.

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Ralph Cornell

Hmmm,

hab mir grad mal meine Neptun angeschaut. Staurohre vor oder hinter dem Propeller / Kort-Düse sind kaum installierbar, insbesondere wenn schon das Deck eingeklebt ist.

Mit einem simplen 540er hab ich auch schon ein Schlauchboot gezogen, vermutlicher nur langsamer aber es ist möglich.

Im Normalbetrieb geht es bei der Über-Motorisierung über die Rumpfgeschwindigkeit, ist also nur fürs Schleppen interessant.

Der Innenraum ist ja nun mal ziemlich begrenzt. Für den Löschmonitor habe ich eine kleine Kreiselpumpe eingebaut, so etwas: http://www.ebay.de/itm/Kreiselpumpe-Zwerg-Wasserpumpe-Loschmonitor-Spritzpumpe-Schiffspumpe-Bootspumpe-/261877594689?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item3cf91efa41

mit einem 280er Motor eingebaut.

Mit Umstöpseln der Verbindung könnte dieser natürlich auch einen Regler kühlen. Kann dann natürlich nicht mehr Spritzen, aber der Augenblick liegt ja auf dem Schleppen. 

Auslass in der Auspufföffnung, kreativ einfach eine erfinden, dürfte ja kein Problem sein.

Vielleicht eine Idee zum Nachdenken.

Ja, nun... Ich habe ja sowieso schon eine Pumpe eingebaut, für den Löschmonitor. Sogar eine Zahnradpumpe, die selbst ansaugt. Deine Lösung mit der Kreiselpumpe wäre für den anderen Anwendungsfall brauchbar - eine zusätzliche Pumpe, die nur den Kühlkreislauf bedient. Ich dachte einen Moment lang daran, diese Pumpe direkt mit der Antriebwelle zu koppeln, damit sie fördert, sobald der Fahrmotor läuft. Aber das geht nicht - bei Rückwärtsfahrt würde sie dann umgekehrt fördern und gegen den natürlichen Strom vom Bug zum Heck arbeiten.

Aber ich denke mir, daß das Ansaugen der Zahnradpumpe für den Löschmonitor ausreichen müßte, um für Durchsatz im Regler zu sorgen. Ich müßte dann, wenn der Schlepper mit voller Leistung arbeitet, einfach nur den Löschmonitor einschalten. Dann saugt der genug an, um den Regler kühl zu halten.

Wie das mit der Erwärmung des Fahrmotors selbst aussieht, ist eine andere Frage. Immerhin ist es ein BL, also dürften die Kühlprobleme da weniger schlimm sein.

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Schifferlfahrer

Ralph, dass du keine Probleme mit der stark gedrosselten Leistung bekommst, ist irgendwie schon klar. Aber alleine die Tatsache, dass du mit 5Ah "nur" etwa 45min fahren kannst, spricht schon Bände. Selbst wenn der Rauchsatz auch noch seinen Teil beiträgt, sprechen wir da wohl von Strömen im Bereich von 5A alleine für den Antrieb - und das bei abgeregeltem Motor. Das ist für so ein Schiffchen eigentlich schon grenzwertig. Wenn du jetzt den Motor noch zusätzlich belastest indem du was schleppen willst, dann geht der ja noch mehr in den Strom und dann hilft dir die Kühlung auch nicht mehr weiter.

 

Ich kann dir nur Raten auf Hanjo zu hören! Wenn er schon sagt, dass es ein "sehr kritisches Setup" ist, dann wird das durch Schleppversuche absolut nicht besser. Wenn du also mit dem Gummiboot ernsthaft Spaß haben möchtest, solltest du dir vielleicht über ein grundsätzlich anderes Setup gedanken machen, dass dann u.U. auch gar keine Kühlung mehr braucht. Ich denke, Hanjo hätte da sicherlich einen sehr guten Tip für dich! :that:

 

Zum Schleppen generell: "Im Großen" machen wir das mit unseren Booten auch nicht mit einer Leine, sondern möglichst mit zwei, die sich kreuzen. Dabei geht eine Leine vom SB Bug des Anhangs zum BB-Heck des Schleppers und eine Leine von BB Bug des Anhangs zum SB-Heck des Schleppers. Damit stabilisiert man den Schlepper bei Kurvenfahrt etwas und bleibt in der Summe manövrierfähigker, als mit nur einer Leine. Ob sich das auch bei den ziemlichen Größenunterschieden zwischen Modell und Gummiboot so umsetzen lässt, weiß ich allerdings nicht. Einen Versuch wäre es aber sicher wert :)

 

Edit: Grade lese ich deinen Beitrag von oben: Das Schleppgeschirr etwa mittschiffs anzubringen, ist durchaus vernünftig und findet so immernoch Anwendung. Wenn du dir z.B. die Nordic, einen der modernsten Bergungsschlepper, anschaust, wirst du auch da wieder die Schleppwinde und den Schlepphaken etwa mittschiffs vorfinden. Das hat den Grund, dass der Drehpunkt bei diesen Schiffen meist etwa mittschiffs liegt. Wenn jetzt die Last mittschiffs hängt, bleibt der Schlepper stets manövrierfähig, egal was die Last hinden dran so macht. Weil sich sozusagen die Last um den Drehpunkt des Schiffes herumbewegen kann, sobald der Schlepper Manöver fährt. Natürlich geht das nur begrenzt, schlieslich soll sich die Schleppleine nicht um den Aufbau wickeln. Aber genau die Probleme, die du oben beschrieben hast, bekommst du, wenn der Schlepphaken nicht im Drehpunkt des Schleppers befestigt ist.

Die Position der Schottel bei modernen Schleppern spielt da gar nicht mal so sehr die große Rolle, weil moderne Hafenschlepper eh vorwärts wir rückwärts schleppen, je nach Bedarf.

 

Ob das alles beim Modell und unseren Größenordnungen aber eine Rolle spielt, sei mal dahin gestellt...

Edited by Schifferlfahrer
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Ralph Cornell

Ralph, dass du keine Probleme mit der stark gedrosselten Leistung bekommst, ist irgendwie schon klar. Aber alleine die Tatsache, dass du mit 5Ah "nur" etwa 45min fahren kannst, spricht schon Bände. Selbst wenn der Rauchsatz auch noch seinen Teil beiträgt, sprechen wir da wohl von Strömen im Bereich von 5A alleine für den Antrieb - und das bei abgeregeltem Motor. Das ist für so ein Schiffchen eigentlich schon grenzwertig. Wenn du jetzt den Motor noch zusätzlich belastest indem du was schleppen willst, dann geht der ja noch mehr in den Strom und dann hilft dir die Kühlung auch nicht mehr weiter.

 

Ich kann dir nur Raten auf Hanjo zu hören! Wenn er schon sagt, dass es ein "sehr kritisches Setup" ist, dann wird das durch Schleppversuche absolut nicht besser. Wenn du also mit dem Gummiboot ernsthaft Spaß haben möchtest, solltest du dir vielleicht über ein grundsätzlich anderes Setup gedanken machen, dass dann u.U. auch gar keine Kühlung mehr braucht. Ich denke, Hanjo hätte da sicherlich einen sehr guten Tip für dich! :that:

 

Zum Schleppen generell: "Im Großen" machen wir das mit unseren Booten auch nicht mit einer Leine, sondern möglichst mit zwei, die sich kreuzen. Dabei geht eine Leine vom SB Bug des Anhangs zum BB-Heck des Schleppers und eine Leine von BB Bug des Anhangs zum SB-Heck des Schleppers. Damit stabilisiert man den Schlepper bei Kurvenfahrt etwas und bleibt in der Summe manövrierfähigker, als mit nur einer Leine. Ob sich das auch bei den ziemlichen Größenunterschieden zwischen Modell und Gummiboot so umsetzen lässt, weiß ich allerdings nicht. Einen Versuch wäre es aber sicher wert :)

 

Edit: Grade lese ich deinen Beitrag von oben: Das Schleppgeschirr etwa mittschiffs anzubringen, ist durchaus vernünftig und findet so immernoch Anwendung. Wenn du dir z.B. die Nordic, einen der modernsten Bergungsschlepper, anschaust, wirst du auch da wieder die Schleppwinde und den Schlepphaken etwa mittschiffs vorfinden. Das hat den Grund, dass der Drehpunkt bei diesen Schiffen meist etwa mittschiffs liegt. Wenn jetzt die Last mittschiffs hängt, bleibt der Schlepper stets manövrierfähig, egal was die Last hinden dran so macht. Weil sich sozusagen die Last um den Drehpunkt des Schiffes herumbewegen kann, sobald der Schlepper Manöver fährt. Natürlich geht das nur begrenzt, schlieslich soll sich die Schleppleine nicht um den Aufbau wickeln. Aber genau die Probleme, die du oben beschrieben hast, bekommst du, wenn der Schlepphaken nicht im Drehpunkt des Schleppers befestigt ist.

Die Position der Schottel bei modernen Schleppern spielt da gar nicht mal so sehr die große Rolle, weil moderne Hafenschlepper eh vorwärts wir rückwärts schleppen, je nach Bedarf.

 

Ob das alles beim Modell und unseren Größenordnungen aber eine Rolle spielt, sei mal dahin gestellt...

Okay, gelesen. Aber ich verstehe da nicht ganz, was mit "kritischem Setup" gemeint ist. Ich habe jetzt schon Versuche gemacht, bei denen das Ende der Schleppleine am Ufer befestigt war, und bin mit voller Kraft dagegen "angedampft". Ich wollte die Stärke des Pfahlzugs erproben, um herauszufinden, ob die Kraft wohl reicht, um so ein Badeboot zu schleppen. Dabei ist keine merkliche Erwärmung des Reglers zu beobachten gewesen. Ob das darauf zurückzuführen ist, daß die Kühlung gut genug funktioniert, hoffe ich ja...

Was die Position des Schleppgeschirrs angeht, ist Dein Einwand durchaus einsichtig. Aber ich habe irgendwo gelesen, daß einige Schlepper sich geradezu selbst versenkt haben, weil sie Seitenzug auf das Schleppgeschirr bekamen. Ob das auf die Unachtsamkeit des Skippers zurückzuführen war, oder des Windenfahrers, der nicht rechtzeitig genug die Kupplung der Winsch geöffnet hat, kann ich nicht sagen. Das würde bei mir auch gar keine Rolle spielen, da ich keine Kupplung auf der Schleppwinde habe. Es geht nur langsam ausgeben oder langsam aufwinschen.

Was ich tun könnte: Auf dem Bild ist zu sehen, daß ich genau am Heck des NEPTUN einen Doppelkreuzpoller habe. Ich könnte die Schleppleine da hindurch führen und dann zum Schlepp. Natürlich würde dadurch die Manöverierbarkeit des NEPTUN um einiges herabgesetzt werden, aber dann doch nicht so sehr, denn: Genau unter dem Doppelkreuzpoller befindet sich ja die Kort-Düse und damit ein Drehpunkt. Damit wäre die Gefahr, den NEPTUN durch Seitenzug zu versenken, um einiges minimiert.

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San Felipe

 

http://www.ebay.de/itm/DC-12V-6W-PUMP-MOTOR-FOR-PC-WATER-COOLING-SYSTEM-WATER-COOLED-/261553432935?pt=DE_Haus_Garten_Garten_Teich_Zubeh%C3%B6r&hash=item3ce5cca967

Die hier hab ich verbaut.

Die sollte nur komplett im Wasserbad stehen, am Anfang hatte ich einfach einen 6mm Schlauch dran, dann ist sie teilweise leer gelaufen.

 

 

So etwas hab ich ja schon länger gesucht, schon bestellt. Habe ich gerade erst gelesen. Danke. 

 

Tja, Schlepper und Setup. Also ich stehe da auf einfache, langsam drehende, für das Modell überdimensionierte Bürsten mit viel Moment. Die kosten nicht viel, die Regler auch nicht, man kann sich stundenlang ziehen lassen und man hat was fürs Leben. 

Irgendwie kann ich mich auch nicht damit anfreunden mit dem kleinen Neptun ein Schlauchboot zu ziehen. Das artet bei jeder Richtungsänderung in Stress aus. Da muss was mit "Kawumm" an die Schleppleine, irgendein Pott der auch selbst schon ein paar Kilos zuviel auf den Rippen hat. Dem ist es dann auch vollkommen egal in welche Richtung das Ruder zeigt. Ich denke da so in Richtung Odin, Bogdan, Monsterspringer oder noch schwerer. 

 

Das dein Modell die Tendenz zeigt aus dem Wasser zu springen mag ja ganz lustig sein, hilft beim Schleppen aber nicht viel. Das ist wie der Versuch mit einem getunten Lamborghini einen 30 to Auflieger zu ziehen. Der wird auch verrauchen obwohl er 3 mal soviel Leistung hat wie ein dicker LKW-Motor. 

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Guest Hanjo

es gibt halt techische Werte die man für Vergleichbarkeit auch dringend braucht. Zu denen gehört halt der Pfahlzug. Der sagt aber wirklich nur etwas aus wenn Du ihn mit der verwendeten Eingangsleistung in Bezug stellst, wenn Du das Setup überprüfen willst.

Denn Pfahlzugmessung wenn Du da Boot festbindest bedeutet ja erst einmal technisch Schlupf 100 %,

Weg = 0. Also Ausgangsleistung ist in diesem Fall 0 %. Du misst nur die kraft. Aber Ausgangsleistung ist Kraft x Weg.

Das was Du jetzt misst ist auch keineswegs der maximale Strom Deines Setups. Die Last auf Deinem Prop und damit die Stromaufnahme hängt davon ab wie stark dein kleiner Pro ventiliert, kavitiert und lustige Dampfblasen erzeugt.

Deshalb ist es gut möglich, dass dass Dein Setup durch Kavitation geschützt wird und das es bei weniger Schlupf deutlich mehr Strom zieht.

Wie bereits geschrieben um ein bemanntes Schlauboot auf ca 1 km/h zu bringen braucht es um die 10 Watt bei gutem Setup. Um das ohne extrem langen Anlauf zu schaffen ist 40 mm Propgrösse sehr klein.

 

Das mit dem umstöpseln der Wasserkühlung ist mir auch nicht logisch. Wenn der Regler von Hause aus Wasserkühlung hat, ist er anders aufgebaut wie ein Flugregler. Dann muss er auch immer an die Wasserkühlung. Wenn es ein Flugregler ist und im ungünstigsten Fall mehrlagig, ist eine aufgepappte Wasserkühlung häufig sogar kontraproduktiv. da kann man halt leicht die Lage mit der Temperaturüberwachung kühlt und somit die Funktion für die nächst Lage ausser Kraft setzt.

Da Du beim Schleppen mit noch mehr hoher Teillast fahren wirst, sollest Du deine Eingangselkos im Auge behalten. Wenn die planen Kappen sich wölben droht der Reglertod bei der nächsten Fahrt.

 

ich habe in meinem Modellbauer Leben mit Rennbooten schon extrem viele Regler verheizt. Aber im Schlepper gibt es eigentlich keinen Grund, nicht extrem konservative Setups zu nehmen.

vielleicht funktioniert ja auch alles perfekt und die Warnung war Nonsens. Viel Erfolg.

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Ralph Cornell

Danke, Hanjo und San Felipe. Jetzt ist mir die Sache mit dem "kritischen Setup" schon viel klarer. An sich ganz logisch.

Gehen wir doch mal gleich in die Vollen. Die 5 Amperé, die der Motor in gebremster Version zieht, kommen dem wahren Sachverhalt wohl ziemlich nahe. Die Schraube, die ich verwende, ist an sich eine 50iger mit mäßiger Steigung, die ich aber vorsichtig beschnitten habe, um in der Kort-Düse nicht "anzuecken". Der Durchmesser ist also etwa 48 mm. Viel Kavitation habe ich da nicht bemerkt, auch nicht bei "AK-Voraus". Ich fahre den Schlepper auch nicht deshalb gebremst, weil er sonst "aus dem Wasser springt", sondern aus mehreren anderen Gründen. Einmal "sieht es nicht aus", wenn der Kahn derart rast. Und dann setzt mir der Schwall hinter der Bugwelle sonst das Achterdeck unter Wasser, und ich habe mehrere Durchbrüche im Deck, die nicht dicht zu bekommen sind - für die Antriebsriemen der Winden. Der Bug steilt bei hoher Fahrt stark auf, und das Heck wird tief ins Wasser gedrückt, so daß der Schwall an Deck "springen" kann. Und zu guter Letzt habe ich ein seltsames Phänomen beobachtet: Bei hoher Fahrt fängt der Kahn an zu rollen, und das steigert sich und schwingt sich auf. Ich nehme an, das liegt daran, daß ich fast alle Elektronik in den Aufbauten untergebracht habe; hinzu kommt der verhältnismäßig hohe Mast. Der Kahn wird wohl ziemlich rank, wenn er so weit aus dem Wasser kommt.

Übrigens hast Du da was mißverstanden, Hanjo. Ich muß keineswegs die Wasserkühlung des Reglers umstöpseln. Der Regler läuft immer gekühlt, vorne rein, hinten raus im Propellersog. Es ist ein Sea King mit Wasserkühlung, kein Flugregler. Nur habe ich hinter dem Regler ein T-Stück in die Leitung gesetzt, und aus diesem T-Stück saugt die Zahnradpumpe des Löschmonitors ihr Wasser. Die Bohrung des Spritzkopfes ist 1 mm. In dieser Konfiguration wirft der Löschmonitor etwa 5 m weit. Viel geht also nicht hindurch, aber eben doch etwas - im Notfall genug, um selbst, wenn das Boot beim Schleppen fast stillsteht und der Sog nicht ausreichen sollte, um für genügend Durchsatz im Regler zu sorgen, diesen Durchsatz zu erhöhen.

Eben die Frage nach dem genügenden Durchsatz war es ja, die mich veranlasst hat, diesen Thread aufzumachen.

Ich denke, es wird am besten sein, an etwa 3 m "Trosse" zu schleppen, so daß weder das Heck aus dem Wasser gehoben wird, wenn Zug auf die Schlepptrosse kommt, noch das Heck noch tiefer ins Wasser gedrückt wird. Ich muß es einfach ausprobieren, was am besten ist.

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Guest Hanjo

Ok, nur ma als Gag passt es ja dann auch wenn Die Komponenten Kühl bleiben. Achte aber dringend auf deine Elkos. Wenn die durch die viele Teillast glühend heiss sein sollten, müssen da dickere Teile in die akkuleitung..und wenn sie sich wölben muss halt ein bisschen getuned werden. Wieviel kv hat der Motor denn?

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Ralph Cornell

Ja, Hanjo, über die Gefahr von zu viel Teillast bin ich mir im Klaren, ich kenne das von meinen BL, die ich in meinen Modellflugzeugen verwende. Der Hinweis mit den Elkos ist gut. Der Sea-King-Regler, den ich eingebaut habe, ist da etwas seltsam aufgebaut: Er hat nur einen großen Elko, der außerhalb des Gehäuses des Reglers sitzt. Der wird also nicht gekühlt. Ich nehme mal stark an, daß der Sea-King eigendlich ein Regler für Rennboote ist, wo ja wenig Teillastfahrt eine Rolle spielt. Ob der eine thermische Notabschaltung besitzt, weiß ich nicht - dahingehend war die Funktionsbeschreibung nicht sehr aussagekräftig. Was der Motor nun an Kv hat, ist etwas schwierig zu sagen. Dymond macht da keine Angaben. Ich weiß nur, daß der Bursche für eine Belastung von 30 Amperé ausgelegt ist - der Regler ist für 35 A gut. Und ich fahre den Satz mit einem 2 S Lipo. Höchstmögliche Voltzahl ist also 8,4 Volt. Ich werde mal der Tage meinen Lipotester ins Boot legen und schauen, was der Motor an Leistung bei voller Auslastung zieht.

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Ümminger Kapitän

 An sich ist der Schlepper ja, so wie er gebaut ist, eine Fehlkonstruktion - das Schleppgeschirr vor der Antriebseinheit anzubringen ist blöd. Die modernen Schlepper wie die Fairplay etc. haben alle ihre Schotteln im Vorschiff am Bug.

 

Wenn er als Traktor geplant war, ja.

Ansonsten ist ein Heckantrieb beim Schlepper legitim (ASD)

 

  • Heckschlepper (ASD - Azimuthing Stern Drive, dt. schwenkbarer Heckantrieb): Eine oder zwei Antriebsanlagen, Installation im Heck
  • Traktorschlepper: Eine oder zwei Antriebsanlagen, Installation unter dem Vorschiff
  • „Rotor“-Schlepper: Drei Antriebsanlagen, zwei unter dem Vorschiff, eine weitere im Heck. Der Schlepper kann auf der Stelle drehen.

Quelle: Wikipedia

 

 

Außerdem, ist der Heckantrieb historisch gewachesen. Dampfer gab es selten mit "Frontantrieb".

Der starre Antriebsstrang wird hingegen kaum noch verwendet. Zu Zeiten des Neptun waren sie aber durchaus üblich.

 

Die meisten aktuellen Fairplayschlepper sind übrigens ASDs ;)

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Ralph Cornell

Danke Ümmi, das war recht informativ!

Für Hanjo: Ich habe jetzt, da ich Trimmprobleme hatte, die große Wanne im Garten aufgestellt, und auch gleich die Gelegenheit ergriffen, mein Meßgerät in die Leitung zu hängen. Also: Im gebremsten Modus zieht der ganze Weihnachten 4,07 Amperé, was einer Leistung von 33,11 Watt entspricht. Hierbei allerdings muß gesagt werden, daß die ganzen anderen Sonderfunktionen, die ich dabei in Betrieb hatte ( Verstärker, Smoker, Lichter), ungefähr 1 Amperé zogen. übrigens, die dreiviertel Stunde Fahrzeit, die ich weiter oben angegeben hatte, ist nicht die Fahrzeit bis zu Erschöpfung des Lipos; der hat dann immer noch rund 3, 8 Volt... Gerade die Spannung zum Einlagern.

Bei vollen 100% Leistung steigert sich der Stromverbrauch auf 19 Amperé, und die Leistung beträgt 142 Watt. Also bei weitem nicht die volle Auslastung von Regler und Motor. Insoweit ist Deine Warnung vor langem Teillastbetrieb berechtigt. Es bleibt abzuwarten, wie die Combo damit zurechtkommt. Geblähte Eingangselkos allerdings hat es bisher nicht gegeben.

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San Felipe

Beim Sortieren von Kleinteilen ist mir heute ein interessantes Bauteil, von dem ich nicht mal wusste das es das gibt, geschweige denn ich eines davon habe, in die Finger gefallen. Impulsgeber Kühlwasserpumpe. Mal testen wie das funktioniert und ob dann wirklich so ein stoßweiser Wasseraustritt zustande kommt. 

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  • 2 weeks later...
Ralph Cornell

Hallo, Leute!

Etwas gibt es noch hinzuzufügen: Ich habe die Regler/Motor-Einheit des NEPTUN jetzt umgebaut. Dafür gab es mehrere Gründe:

Einmal war mir an dem Sea-King-Regler der Rückwärtsgang zu unzuverlässig. Man muß ja 2mal den Rückwärtsgang antippen, um den Rückwärtsgang zu aktivieren. Und was tun, wenn der einfach nicht kommen will? Das hat mich bei einem Geschicklichkeitsfahren über Pfingsten wertvolle Punkte gekostet, weil bei der Einfahrt in den "Hafen" der Kahn einfach weiter nach vorn driftete und die Begrenzungsstange herunter stieß. Wutanfall!

Und dann die Dämpfe des Smokers! Ich hatte anfänglich Silikonschlauch für den Kühlkreislauf verwendet. Und die Öldämpfe brachten regelmäßig den Schlauch zum Aufquellen. Damit war der ganze Weihnachten undicht, und Wasser drang ein und sorgte dafür, daß das Öl/Wassergemisch ja auch an jede Stelle des Rumpfbodens gelangte. Jedes Mal wurde mir die Sache undicht. Ich hatte zuletzt das Ganze gegen PVC-Schlauch ausgetauscht, aber im hinteren Teil des Bootes gab es eine Stelle, wo das nicht ging. Und ausgerechnet dieser Schlauch sprang mir von dem T-Verteiler ab. Der NEPTUN wäre fast gesunken.

Also raus mit dem Sea-King-Regler und statt dessen einen Roxxy-Regler eingebaut. Der gibt mir auch die Möglichkeit, Regler und Motor genau aufeinander abzustimmen. Übrigens ist besagter Motor ein AL-3536, 400 Watt, mit 14 Polen. Ich habe die Combo in der Testwanne mit Teillast eine viertel Stunde laufen lassen. Der Regler war nur ganz leicht warm. Keine geblähten Eingangselkos.

Nun bleibt nur noch abzuwarten, wie sich die Combo im harten Alltagsbetrieb bewährt, ob der Regler auch beim Betrieb mit 142 Watt noch so zahm bleibt. Immerhin hat der Roxxy einen Thermoschutz, der das Schlimmste wohl verhindern wird...

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