titanicmax

Geräuscharme Motorhalterung - Gedankenaustausch

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Hallo zusammen, 

mit dem neuen Jahr steht natürlich auch ein neues Projekt vor der Tür. Es soll mal wieder ein Rettungsboot werden, diesmal ein alter britischer Zweischrauber.
Der fertige GFK-Rumpf liegt schon in der Werkstatt und ich würde auch gerne loslegen... wenn da nicht das alte Problem mit der geräuscharmen Motorbefestigung wäre.
Meine bisherigen Halterungen taugen wenig, unter Volllast dröhnt das 36500 wie ein Bomber.

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Wie löst ihr dieses Problem?

Gruß

Max

 

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Hallo, Max!

Das dürfte Körperschall sein - die Motorhalterung überträgt jede Vibration auf den Rumpf, und der ist dank der großen Hohlräume ein hervorragender Resonanzboden.

Da hilft nur eines: Motor vom Schiffsboden entkoppeln. Hier im Forum waren in der letzten Zeit einige interessante Beiträge dazu. Einer davon war: Motorhalterung auf Selentblöcke stellen, die wiederum in einem Bett aus Silicon stehen. Hast Du bestimmt auch schon gelesen.

Starre Kupplung verwenden. Habe in der letzten Zeit so etwas gemacht - nur, um Motor und Stevenrohr gegeneinander auszurichten. Aber man könnte das auch am Objekt belassen.

Stevenrohr auch mit Silicon einkleben. Das sollte jede Vibration, die durch das Stevenrohr auf den Rumpf übertragen wird, schlucken.

 

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Hallo Max,

ja, ich würde da auch zunächst einmal Ursachenforschung betreiben, woher die Schwingungen kommen.

Der Anker im Motor selbst ist normalerweise sehr gut gewuchtet, daher liegt das Problem i.d.R. bei der Ausrichtung Motor-Welle, der Kupplung (Kardan kann ganz schlimm sein!), der Schiffswelle (unrund), dem Lagerspiel (zu groß) und/oder der Schraube (Unwucht).

Starre Kupplung und Richten der Schiffswelle wäre mal der erste Ansatz.

Und wenn es dann immer noch unvertretbar laut ist, kann man über Dämpfungsmaßnahmen nachdenken...

Gruß

Torsten

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Da stimme ich Torsten zu, den moisten Krach macht einen fehlende Flucht von Motor zu welle. Ich habe durch zeichnen einer Motorehalterung und dessen Druck in 3 D für die absolute Flucht von Motor zu Welle gesorgt. Eine Starre Kupplung hilft da ebenfalls ungemein. Der Motorenspant stellt lediglioch sicher, das dass Motorengewicht nicht durch Steven und Welle gehalten werden muß (zumindest nicht be solch großen Motoren). Das gibt dann eine sehr stabiele Gesamtkomponente die ich dann mit Sanitärsolicon einkleben die Wellen werden beim Rumpfdurchbruch fest verklebt, den es braucht ja nur einen festen Punkt.

Kosten? Die beiden Motorenhalterungen haben mich damals 28 EUR bei Shapeways gekostet, das Design last sich sicherlich auf Deinen Motor Anpassen anpassen, meine 25 cent an Gedanken, bei interesse PN. Anbei mal ein Bild, will hier nicht verkaufen aber einen Flucht herzustellen ist so m.E. am effizientesten.

bis denne

 

Christian

Motorspant und Ruderanker.jpg

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Zur Ursachenanalyse insbesondere einer eventuell unwuchtigen Welle ...

Ist das Dröhnen in seiner Intensität synchron zu Drehzahl? Wenn nicht, und das Geräusch sich bei Drehzahl ändert, also leiser im mittleren Drehzahlbereich und mit mehr Drehzahl wieder lauter wird, liegt es definitiv an der Welle. Stichwort Resonanzfrequenz und Überlagerung.

Das kann auch passieren, wenn eine sehr lange Welle beispielsweise nur im mittleren Drehzahlbereich laut ist. Dann schwingt sie auf Grund der freien Länge und wenns schneller geht, ist die Schwinfrequenz wieder so gering, dass es nicht mehr so stark wahrnehmbar ist. Da würde nur eine zusätzliche Lagerung helfen.

Wenn doch, sind die bereits genannten Ursachen bezogen auf Kupplung und Ausrichtung am warscheinlichsten.

Meist geht letzteres aber auch mit Vibrationen des Motor einher, teilweise sogar sichtbar bei niedrigen Drehzahlen. Dann ist es definitiv die Ausrichtung oder mit der Bohrung in der Kupplung stimmt was nicht.

 

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Danke für Eure Tipps!

Das Dröhnen ist komplett synchron zur Drehzahl, je höher desto lauter. Beim ersten Schwimmtest im Teich habe ich eine 4,5V Flachbatterie direkt an den Motor gehängt, da war ein leises Knattern zu hören. Nachdem die beiden Endboxen (die Auftriebshilfen an Bug und Heck) beplankt waren, habe ich das Boot auf die Werkbank gelegt, den 12V LIPO angesteckt und die Fernsteuerung getestet. Unter Volllast ist das Knattern lauter.

Ich habe mir mal den Antriebsstrang genauer angesehen. Im Gegensatz zur Schiffswelle sitzt die Motorwelle (Durchmesser 3,18mm) nicht stramm in der starren Messingkupplung (Innendurchmesser motorseitig 3,2mm), sondern hat ein kleines bisschen Spiel. Fixiert wird sie mit zwei Madenschrauben, anscheinend habe ich die Motorwelle damit nicht exakt "zentriert". Vorsichtiges Nachjustieren hat etwas geholfen, aber unter Volllast ist der Antrieb noch immer ziemlich laut und der Motor vibriert auch etwas.

In meiner Teilesammlung habe ich noch zwei Motorhalterungen von Graupner, habe aber aufgrund der Platzverhältnisse im 36500 darauf verzichtet. Ich wollte den Motor ja so weit wie möglich unter der Wasserlinie platzieren um das Durchkentern zu ermöglichen. Ob die paar Millimeter so einen Unterschied gemacht hätten...:ohno:

@IRON Danke für das Angebot! Morgen werden die beiden Motoren für das neue Boot geliefert, falls die Graupner-Teile nicht passen würde ich mich bei dir melden.

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Alles Klar, wir warten auf weitere Ergebnisse

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0,03mm können schon richtig was ausmachen. Ich bin mir sicher, der Motor hat eine 3,17mm Welle. 1/8 Zoll im imperialen System.

Wenn die Kupplung tatsächlich 3,2mm hat, liegt hier der Hund begraben. Die Kupplung sitzt nicht zentrisch auf der Motorwelle, selbst mit 2 Madenschrauben ist das schwierig hin zu fummeln. Wenn der neue Motor auch so eine Welle hat, wird das nicht besser und der Kupplungskäfig von Graupner oder der vom Christian löst das Problem auch nicht. Obwohl die die Welle entsprechend zentrieren, ziehst du dir mit den Maden wieder die Unwucht rein.

Ein Papierstreifen um die Motorwelle könnte Abhilfe schaffen.

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