nachdem ich auf eine Anfrage für einen Bauplan in eurer Community prompt tolles Feedback bekommen habe, versprach ich, ein oder zwei meiner Modelle mit einer hoffentlich interessanten Geschichte vorzustellen.
Was, mich betrifft, ich gehe auf die 60 zu und habe eine Pause von ca. 40 Jahren im Modellbau hinter mir. Da alle möglichen Hausbasteleien beendet sind, mein Sohn eher andere Interessen hat, habe ich letzten November ein kleines Herzensprojekt begonnen, das ich vor zwei Wochen beendet habe.
Und zwar habe ich ein relativ simples Sharpiermodell (Holzsegelboot mit relativ einfach geplankter Rumpfform - keinerlei Fernbedienung) zusammengebaut, von dem ihr ein paar Fotos in dieser Galerie anschauen könnt. Verglichen mit den Topmodellen aus der Bundesliga dieser Community, spiele ich natürlich eher in der Bezirksliga, aber das macht mir nichts und mit meiner Abstinenz von einigen Dekaden habe ich ja auch eine gute Entschuldigung 😉
Ich möchte Euch aber vielmehr die Geschichte dieses Modells und meine Motivation erzählen, die mich dazu bewogen hat, dieses Modell zu bauen:
Alles begann Anfang der Achtziger Jahre, als ich ca. 13 Jahre alt war und schon einige wirklich simple Segelboote aus ausgesägten Holzstücken mit Mast und Segel zusammengebaut habe und fahren liess. Eines Abends kam mein Vater mit einem alten "Werkbuch für Jungen" aus den 50er Jahren zu mir und schlug mir vor, dieses Sharpiermodell zu bauen. Ich habe mich riesig gefreut, dass sich mein Vater all diese Zeit für mich nahm und wir haben einige Wochen jeden Abend gesägt, gefeilt, gebohrt, geleimt, etc. und das Boot zusammen fertiggestellt. Meine Mutter hat uns die Segel genäht (die im Übrigen viel besser aussahen, als die, die ihr jetzt an meinem Modell seht) und als es dann fertig war, bin ich mit meinem Bruder und ein paar Freunden zur Jungfernfahrt an den nächstgelegenen Baggersee gefahren. Es gab eine leichte Brise und ich habe das Modell vorsichtig am Ufer ins Wasser gesetzt.
Es ist dann wunderschön losgefahren, hat sich mit aufgeblähten Segeln auf die Seite gelegt UND… ist dann leider voll Wasser gelaufen und in Zeitlupe versunken - diese Augenblick werde ich nie vergessen!
Wir hatten zwar alles richtig zusammengebaut aber das Deck nicht ordentlich mit dem Rumpf verschlossen - vielleicht war ich damals auch nur ungeduldig, es endlich fahren zu lassen. Es war Anfang September und wir haben natürlich sofort versucht, es aus dem Wasser zu holen. Es hat aber leider nicht geklappt - wer Baggerlöcher kennt, weiß, dass schon 10 Meter vom Ufer weg der Grund 5 Meter oder tiefer sein kann. Was für eine Enttäuschung!!
Ich habe zwar danach nochmal ein ähnliches Boot mit meinem Vater gebaut, aber die Liebe zum Detail ist im ersten Modell geblieben - das zweite ist auch nie so schön gefahren wie das Erste auf seinen ersten paar Metern.
Danach habe ich noch einige andere Schiffsmodelle gebaut, ein anderes werde ich hier auch noch mal vorstellen, aber dieses Sharpiermodell ist mir immer im Kopf geblieben und jetzt habe ich es endlich umgesetzt UND natürlich das Deck komplett verschlossen!
Ich hab's zwar noch nicht fahren lassen, aber sicher wird es irgendwo sein, wo ich es mir dann auch wiederholen kann 🙂
Anlese = Andreas lernt Segeln
Nach vielen Jahren des "motorens" haben mich einige aus unserem Forum dazu gebracht, mir ein / zwei Segelboote anzuschaffen. Eins, mein erstes, fand ich in 20 km Entfernung. Sea Wind von Kyosho.
Nach dem Vorbild von @JojoElbe Jörg, habe ich mir gedacht auch so ein Album hier anzulegen.
Ein zweites, die Vela One ist auf dem UT25 gefolgt. 😜
We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.