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Schiffsmodell.net

Umkehrschub, oder: "mit Vollgas vorwärts, rückwärts


Guest aufluschi

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Guest aufluschi

Hallo zusammen,

 

wer kennt das nicht?! Das Flugzeug hat erst vor zwei Sekunden aufgesetzt und sollte eigentlich so schnell wie möglich langsamer werden. Aber stattdessen gibt der Pilot für 5 bis 10 Sekunden Vollgas. Wie kann das sein? Will der Pilot etwa durchstarten :shock: ?

 

Des Rätsels Lösung heißt Umkehrschub :!:. Dabei wird der Schubstrahl umgekehrt bzw. gegen die Fahrtrichtung umgelenkt. Der Grund dafür ist der, dass sich bei einer Flugzeugturbine nicht so ohne weiteres der Rückwärtsgang einlegen lässt!

 

Und was hat das Ganze nun mit dem Schiffsmodellbau zu tun?

 

Vor einigen Tagen bekam ich die Zeitschrift Â?hobbyÂ?, Ausgabe 15, 1972 in die Finger. Darin wurde der Umbau einer Graupner Â?Chris Craft HolidayÂ? beschrieben, in der genau dieses System angewendet wurde. Scheinbar war es zu damaliger Zeit nicht ganz so einfach bzw. nicht ganz so billig, mit einem Verbrennerboot rückwärts zu fahren. Dieses System hingegen lässt sich sehr leicht und mit nur wenig Materialeinsatz einfach realisieren. Dabei wird exakt dieselbe Methode wie bei den Flugzeugen angewendet, in dem sich zwei Halbschalen hinter dem Schubstrahl schließen und der Schub dadurch umgekehrt/nach vorne umgelenkt wird. Jede der Halbschalen wird von einem Servo angesteuert.

 

Die beiden Halbschalen dienen bei normaler Fahrt als Kortdüse (ich glaube so nennt man die Dinger).

 

Einfach genial, oder genial einfach. In jedem Fall bemerkenswert.

 

Gruß

 

Markus

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mmolkenthin

Hi Folks!

 

dafür braucht man aber zwei ( in Worten 2 ) Servo's. Die beim Lenken gleichsinnig und beim Bremsen oder Rückwärtsfahren gegensinnig ausschlagen müssen. Also auch ein nicht geringer Aufwand. Man braucht wieder einen Mischer oder man hampelt mit zwei Knüppeln. Ob sich das lohnt?

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Guest aufluschi

Die haben das damals mit einer "diagonalen T-Schablone" auf dem Kreuzknüppel gelöst. Die Schablone wurde als Führung auf/um den rechten Knüppel geklebt, so dass nur diagonale Bewegungen möglich waren. Heute gibt es sicherlich elegantere Lösungen. Die meisten Anlagen lassen sich ja schon programmieren.

 

Da ich den Bericht nicht brauche, kann ihn haben wer will. Da ich ihn ja nicht einscannen und vervielfältigen darf, kann ich ihn jedoch nur einmal per Post verschicken. Also, wer zuerst kommt malt zuerst. Das Porto spendiere ich. Es wäre schade, wenn diese Variante verloren ginge, auch wenn man es heute vielleicht anders lösen würde.

 

Gruß

 

Markus

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Guest Seebär Harry
in dem sich zwei Halbschalen hinter dem Schubstrahl schließen und der Schub dadurch umgekehrt/nach vorne umgelenkt wird. Jede der Halbschalen wird von einem Servo angesteuert.

 

 

Das ist eigentlich das Prinzip, das beim Jetantrieb (für Schiffe)auch angewendet wird. Daher eigentlich nicht so Neu.

 

Das ganze läst sich aber auch mit einem Servo realisieren.

 

Wenn man dann justierbare Gestänge einbaut, kann man den Schließwinkel jeder Seite variieren, so das man das

 

Servo nicht übermäßig belastet, was sonst ja auch einen höheren Stromverbrauch bedeuten würde.

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Guest Jens Thode

Hallo,

 

ich muss mal auf meinem Anderen Computer suchen da hab ich eine Skizze von so einem Ruder, wenn ich das gefunden habe werd ich hier mal einen Link (wegen Uhrheberrecht) einsetzen.

 

Gruß Jens

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Guest Jens Thode

Hallo,

 

ich wollte ja eigentlich einen Link zu der Seite setzen, aber leider finde ich die Seite nicht mehr.

 

Wer jedoch Interesse an den Skizzen hat bitte eine PN an mich.

 

Gruß Jens

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Guest Gunnar Heissler

@Markus

 

Ich hatte das Thema schon einmal im Januar angeschnitten, die Reaktion darauf war gleich Null. Der Beitrag lief unter "Muschel"-Ruder.

 

us_ruder.jpg

 

@Seebär

 

Diese Art Ruder kannst Du nicht mit der Schubumkehrvorrichtung bei Jet vergleichen. Beide Ruder benötigen zwar zwei Servos, aber das "Muschel"-Ruder erfüllt damit zwei Funktionen in einem, nämlich Lenken und Schubumkehr.

 

Gruss,

 

Gunnar

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Guest aufluschi
... Ich hatte das Thema schon einmal im Januar angeschnitten, die Reaktion darauf war gleich Null. Der Beitrag lief unter "Muschel"-Ruder.

 

@Gunnar

 

Dein Bericht ist mir wohl während der Forenumstellung durch die Lappen gegangen! Sonst hätte ich sicherlich meinen Senf dazu abgegeben.

 

Hast Du noch mehr Material zu Deinen Muscheln? Die Bilder sehen noch besser aus bzw. die Umsetzung ist noch besser als in dem Bericht, den ich vorliegen habe. Ich überlege schon krampfhaft, in welchem Boot ich das umsetzen könnte. Ich bin ein Freund von mechanischen/konstruktiven Lösungen.

 

Gruß

 

Markus

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Guest Alex

als Aviatiker möchte ich noch meinen Senf dazugeben: bei einem Triebwerk wird die Schubumkehr tatsächlich so gelöst. Ein wichtiger unterschied ist aber, dass die öffnung, wo die Luft eintritt, einen grossen Abstand hat von der öffnung, wo die Luft wieder austritt. Dadurch hat das System einen brauchbaren Wirkungsgrad. Dies sehe ich bei der Muschelvariante nicht. Besteht da nicht die Möglichkeit, dass das Wasser einfach in die Muschel gedrückt wird, und die ganze Antriebskraft dazu "missbraucht" wird, die Ruderachse zu verbiegen, anstatt zu bremsen? Sollte man nicht die Wasserströmungen irgendwie gegeneinander abschirmen (Wasser, das zur Schraube geht / Umgelenkter Wasserstrahl)?

 

Am elegantesten sind natürlich Verstellpropeller, was es ja in der Fliegerei auch gibt!

 

Gruss,

 

Alex

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Guest Gunnar Heissler

@Alex

 

Der Wasserstrahl Vorwärts/Rückwärts wird durch das Blech mit der Nummer 20 geteilt.

 

@Markus

 

Diese Zeichnung habe ich von meinem Freund in Amerika mit einem Newsletter der St.Louis Admirals erhalten. Weiter habe ich keine Unterlagen. Dafür war denen anscheinend das Becker-Ruder überhaupt kein Begriff und wird jetzt konsequent bei einem Baggerschiff-Modell angewandt.

 

Gruss,

 

Gunnar

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Guest Alex

@Gunnar

 

das habe ich auf die Schnelle wohl übersehen :oops: ...dann sieht die Sache wohl ein wenig anders aus

 

Gruss,

 

Alex

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Guest
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