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wichtYoda

Antriebsfrage USS Freedom

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Hallo,
 
wenn man krank zuhause ist, kommt man auf die komischten Ideen.
Aufgrund des Knickspantrumpfes und der wenigen Aufbauten ist mir die USS Freedom (https://de.wikipedia.org/wiki/USS_Freedom_(LCS-1)) aufgefallen.
 
Maße bei einem Maßstab von 1:144:
Länge: 80cm
Breite: 12cm
Tiefgang: 2,7cm
Gewicht: 1kg
maßstäbliche Geschwindigkeit: 7,25 km/h (wenn ich mich nicht verrechnet habe)
 

Die Rumpfform von hinten sieht so aus:

post-10984-0-51573800-1484329063.jpg

Jetzt möchte ich das Boot nicht mit Jets ausstatten, sondern mit einem 2-Schraubenantrieb, ungefähr so:

post-10984-0-32324200-1484329020.jpg

 

Ist das sinnvoll? Komme ich auf die entsprechende Geschwindigkeit?

Oder muss ich den Rumpf im Heckbereich verjüngen (wie bei einem Schnellboot), damit die Schrauben besser angeströmt werden?

 

Hoffe ich habe mich verständlich genug ausgedrückt.

 

 

BTW: Wenn vielleicht doch Jets, wäre das Boot mit zwei Graupner Mini Jets übermotorisiert?

 

 

Gruß

Christoph

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Ich würde behaupten die Geschwindigkeit sollte möglich sein. Ich würde dann halt vorschlage, die Gesamte Heckpartie mit einem "S-Schlag" für die Propeller frei zu machen, wie bei den Halb/Vollgleitern Behördenbooten. Damit sollten die propeller genug Wasser bekommen Was die Fahreigenschaften dabei machen ist eine andere Sache.

Ansonsten könnte ich mir vorstellen, das man das mit "freien" Wellen und Rudern hinterm Spiegel, wie bei den Rennbooten macht. Nur eben getaucht, oder auch halbgetaucht, je nach Ansspruch :D.

 

Alles spekulationen aus Beobachtungen. gibt mitSicherheit erfahrenere, die Meinungen dazu haben :)

 

Daniel

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Da hast du mehrere Möglichkeiten, eigentlich sind die oben schon aufgeführt:

 

1. Bau doch die Jets ein, das kommt dem Original dann schon recht nahe. Leider ist das ein nicht ganz günstiges Vergnügen.

 

2. Die Wellen im Winkel einbauen. Sieht natürlich grausam aus, sollte aber funktionieren.

 

3. Die Props frei hinter dem Heckspiegel, auch das ist sicher keine optisch befriedigende Lösung.

    Das wird oft bei Spielzeug-Bötchen so gemacht, einfach, günstig und funktioniert. 

 

4. Den Rumpf entsprechend zu modifizieren. Damit entfernst du dich aber immer weiter vom Vorbild. 

 

5. Schon klar, das ist fast schon gemein: Ein anderes Objekt der Begierde wählen.

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Hallo Christoph,

sind die oben angegebenen 1 kg das Gesamtgewicht des Modells oder die mögliche Zuladung. Falls ersteres zutrifft, wird das alles sehr knapp.

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Naja, bei fast doppelter Rumpfgeschwindigkeit magst Du vielleicht in der Stufe zu den Props hin noch keinen kompletten Strömmungsabriss haben, aber effektiv wird das wohl nicht wirklich. Und das ist das eigentliche Problem. Wenn ich mal von 2 kg ausgehe und das Boot wäre auf gut 4 km/h Rumpfgeschwindigkeit optimal abgestimmt sprächen wir von 5 W Wellenleistung.

Bei Scalegeschwindigkeit und schlechter Effizienz, unter anderem auch wegen der Rumpgestaltung, wohl eher das 10fache. Ist aber auch gut möglich, dass Du gar nicht erst auf Geschwindigkeit kommst.

Wenn die Antwort lautet, ist mir egal, ich fahre sowieso meist brav, dann bleibt das Boot sparsam. Spricht also wenig gegen dein Design.

 

Willst Du die 2 Antriebe jedoch, um den Rumpf auf höheren Speed zu bringen, ohne zuviel Krängung zu riskieren, dann musst Du dich entscheiden, entweder für getauchten Antrieb mit Wellendurchbruch bei ca. 28-30 cm von hinten und Wellenwinkel ca. 15 Grad

(wird mit Absicht nicht flacher gewählt wegen Lift) für ca. 15 - 20 Kmh.

Oder darüber hinaus sogar mit echtem Hydroantrieb (halbgetaucht). In beiden fällen würdest Du das stark achterlich getrimmte Fahrverhalten von Kriegsschiffen bewusst verlassen.

Wir reden dann von Leistungen bei min. 100 Watt. Wenn Knickspanntrümpfe im Bugbereich das Wasser nicht zu stark aufschneiden, gleiten die eigentlich dank planer Laufflächen sehr gut. Du müsstest da also der Aufkimmung Augenmerk schenken. Wie bei einem Schnellboot musst du recht früh dafür sorgen, dass Du Wasser unter den Rumpf lenkst. im Bug musst Du also die Knickspanntphilosophie verlassen, falls das bei diesem Schiff nicht sowieso gegeben ist.

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Hallo,

 

danke für die Antworten.

Jets werde ich erstmal nicht einbauen, obwohl die natütlich zum Vorbild passen würden. Aber will ich Komponenten nehmen, die ich hier liegen habe.

Getauchter Antrieb oder Hydroantrieb gefällt mir auch nicht so, passt schließlich nicht zum Vorbild.

 

@Hanjo: brav fahren reicht, es soll kein Rennboot werden. Scalegeschwindigkeit wäre ca 7,5 km/h.

 

@JL: Rein rechnerisch ist 1kg das Gesamtgewicht. Ich werde aber wohl den Tiefgang auf 3.5cm erhöhen. Dann passen 30mm Schrauben und ich habe etwas Spielraum mit dem Gewicht.

 

Wäre eine Möglichkeit Schraubentunnel zu bauen? Ungefähr so:

post-10984-0-64649000-1484489374_thumb.png

 

Spantenriss wäre grob gezeichnet so:

post-10984-0-51536800-1484489409.png

 

Gruß

Christoph

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Die Idee gefällt mir. Ist mal was andres. Heißt noch nicht, dass das gut funktioniert, aber ich würds probieren (Ich bin aber auch son Wahnsinniger :D).

Letzlich sieht das ja nicht groß anders aus, als ein halb offener Jet. Was dann eher noch zu überlegen ist, ist wie man die Steuerung umsetzt.

Ruder in die Tunnel: Ohne Antrieb dürfte praktisch keine Wirkung da sein.

Ruder hinter den Rumpf: Sieht halt doof aus und hat wahrscheinlich auch wenig Wirkung ohne Antrieb.

Ruder unter den Rumpf: Optisches Manko, hat aber ohne Antrieb wahrscheinlich größte Wirkung, dafür keine Antrömung durch Schrauben und damit reduzierte Insgesamt.

Möglicher Kompromiss: Ruder in dei Tunnel und nach unten überstehen lassen.

 

Für die Anströmung der Propeller würde ich den Anströmteil wohl mit "S-Schlag" versehen. Bin mir nciht sicher, ob die scharfe Kante Rumpf-Tunnel sonst zu unguten Ablösungen führt. Auch wenn das mit der Ausgestaltung wohl tricky ist.

 

 

Nur meine Gedanken dazu ohne großen Erfahrungshintergrund. Der kann ja bestimmt von anderen mit Einschätzungen ergänzt werden.

 

Grüße

 

Daniel

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Ich würde eher auf Halbtunnel gehen. Unabhängig von der Tatsache, dass sich in Halbgleiter-/ schneller Verdrängerfahrt die Verdrängung reduziert fährst Du ja auch nicht kerzengerade durch die Kurve.

Da ausgerechnet am Heck, wo die Laufflächen wenig V-Kielung haben, diese durch die Tunnel kaum noch vorhanden sind, könnte

das Boot sich je nach Schwerpunkt kräftig neigen. Da heisst ein trockenfallender Tunnel in der Kurve wäre möglich.

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Die Schraube kann ruhig in den Tunnel. Sie würde zur Hälfte frei angeströmt und sässe somit halt min. 15 mm tiefer. Gleichzeitig hättest Du durch den etwas steileren Wellenwinkel mehr Lift am Hintern. Also ein Ausgleich für die verlorene Gleitfläche.

Was mir noch an den Spanten aufgefallen ist:

Wenn es Dir um stabile Fahrt geht kann es so bleiben. Wenn es Dir um leichtes aufgleiten geht, sollte die Kiellinie im vordersten Spant etwas ansteigen,und auch noch ein kleiner Knick vorhanden sein. Also für etwas mehr dynamischen Auftrieb sorgen.

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