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MT-Nord

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Freiwillige Angaben

  • Schwerpunkt im Modellbau
    Konstruktion, CNC, Boote
  • Wohnort
    19322
  • Interessen
    Modellbau, CNC, Lautsprecherbau, Lichttechnik und -design
  • Beruf
    CNC-Zerspanungsmechaniker

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  1. MT-Nord

    Konstruktion eines Sumpfbootes im Maßstab 1:5

    Gut - ich hätte nun auch mit der CNC-Fräse die Bohrungen fräsen können, das wäre aber nun wirklich sehr faul und arg "too much" gewesen. Das Ruderhorn aufgelegt und die Bohrungen mit einem 1,6mm-Bohrer angerissen, danach unter der Tischbohrmaschine durchgebohrt. Abschließend dann noch die M2-Gewinde eingebohrt. Seitlich wurde noch eine 2,5mm-Bohrung gesetzt und das dazu passende M3-Gewinde eingeschnitten. Seitlich: Zylinderkopfschraube M3x6mm. Hat deutlich mehr Torque als eine Madenschrauben und lässt sich auch besser handlen. Oben: 3 x M2x5mm Dazu am Ende des Horns noch ein M3-Gewinde. Auf das Gewinde eine M3 U-Scheibe aus VA. Dadurch schleift das Kugellager mit dem Sitz nicht auf dem Aluminium. Dann wurde die Koppelstange aufgesetzt und fest mittels einer M3x6 Zylinderkopfschraube aus VA angezogen. Durch das Kugellager hat diese Verbindung später kein Lagerspiel, wie man es von herkömmlichen Koppel-Anbindungen durch Kugelköpfe oder Drahtverbindungen her kennt. Ein grober Ausbilck auf das Kommende... Über die Möglichkeit, dass sich die Lager aus der Passung im Holzrahmen ziehen könnten, mache ich mir gar keine Sorgen - die halten sogar ohne CA sehr gut und sind dadurch jederzeit austauschbar. Denke aber nicht, dass die in den nächsten Jahren Verschleißerscheinungen aufweisen werden Das Lager am Ende der Koppelstange (links im Bild) ist noch verkehrt herum eingesetzt. Der Bund muss eigentlich nach oben - ist bautechnisch bedingt und fiel mir erst bei der Endmontage auf. Hätte ich die Lager verklebt, hätte das ein böses Erwachen gegeben... Man muss sich ja auch über die kleinen Dinge freuen, gell?!?
  2. MT-Nord

    Konstruktion eines Sumpfbootes im Maßstab 1:5

    Gespannt wurden nun ein 20mm Aluminium-Halbzeug (Legierung AlMgCuPb oder auch EN AW-2007 ). Dieses bekam zunächst eine 5,5mm-Bohrung, welche auf 6,1mm ausgedreht wurde. Dazu hatte ich vor Jahren einen sepziellen Gewindedrehstahl bei Ebay ergattert - zwar nur HSS aber ultrascharf und sehr klein. Damit kommt man fast überall rein ;). Der vordere Teil wurde mit einem Durchmesser von 11mm abgesetzt, der hintere Teil 8mm. Wer viel misst misst Mist. In dem Fall stimmten die Maße aber Im CAD zeichnete ich die passenden Ruderhörner. An der Gabel waren schon 3 Befestigungsbohrungen notwendig, damit sich die Gabel unter dem Druck nicht doch zufällig nach oben biegt. Aus 2mm AlMg-3 wurden diese Teile dann mit einem 1,5mm-Fräser hergestellt. Erneute Passprobe: Die Gabel lässt sich saugend auf die Nabe schieben.
  3. MT-Nord

    Konstruktion eines Sumpfbootes im Maßstab 1:5

    Mit feinem Schleifpapier wurde die Passung für die Kugellager ausgearbeitet. Schließlich sollen die Wellen später saugend durch die Lager geführt werden können und nicht klappern. Für das obere Ruderlager gibt es die "kürzere Version"... Da alle Wellen gleich sein müssen, habe ich die Montagebohrungen für die Blätter (2,5mm) mit der CNC-Fräse vorbereitet und später nur noch durchgebohrt. Dann wurden die Nuten eingearbeitet. Mit einem 2,5mm-Bohrer habe ich die Wellen im 90°-Winkel ausgerichtet in den Schraubstock eingespannt, den Bohrer entfernt und dann das dazu passende CNC-Programm geschrieben. Gefräst wurde mit einem 2mm VHM-Fräser, jedoch war das Material so widerspenstig, dass es doch schon einige Fräser gekostet hat, bis die Nuten fertiggestellt waren, leider. Gut - passiert halt. Die beiden Wellen und die beiden dazu passenden Achsen sind soweit fertig. Alle Bohrungen sind durchgebohrt und einseitig auf 3mm aufgebohrt worden. Auf der Gegenseite habe ich dann noch das dazu passende M3-Gewinde eingeschnitten.
  4. MT-Nord

    Konstruktion eines Sumpfbootes im Maßstab 1:5

    Mal ein kleiner blick von der Seite... Die Anschlusskabel sind nach vorn verzogen. Auch wenn das Modell wirklich sehr groß ist und viel Platz bietet - Kabel tauschen möchte man nicht wirklich gerne. Ist nicht aufwändig, aber fummelig. Mit gebogenen Zugdrähten müssen diese durch die Ausschnitte gefädelt werden. Bei meinem nächsten Modell werden die Diagonalsteifen aber weggelassen... Mit Häubchen schaut das schon etwas voller aus... OK - der Pilotensitz fehlt noch Wieder zurück im Keller geht es nun auf die Drehbank. Gewichtstechnisch bin ich hier ja ein wenig unabhängiger aufgestellt - muss also nicht ultraleichte Materialien verwenden. Deshalb kommt hier gutes Messing zum Einsatz. Eine 12mm Welle wird zunächst auf 6mm abgedreht. Der kleine Absatz am Kopf ist der Freischliff, damit die Welle nicht auf dem Deck kratzt, sondern wirklich vom Lager getragen wird. Das unterste Ende ist mit 5mm Durchmesser um ca. 10mm Höhe abgesetzt. Der Kopf wurde von 12mm auf 10mm gebracht. Das Ganze mal 2. Die Riefen stellen für mich kein Problem dar, zumal man davon später kaum noch etwas sehen wird.
  5. MT-Nord

    Konstruktion eines Sumpfbootes im Maßstab 1:5

    Das Servokabel ist bereits verlängert. In die Ecken der Haubenausschnitte habe ich nun passgenaue Magnethalterungen geklebt, auch wieder mit 10x3mm Neodym-Magneten. Unter der Servicehaube waren die Magnete ja bereits eingepresst. Damit die Haube aber auch von beiden Seiten hält, wurde auf der Gegenseite noch ein 10mm breiter Kiefernstab mit 2mm Stärke unter geklebt. Beim Einsetzen der Hauben wird der Kiefernstab unter das Deck gehakt. Der Längsspant, welcher davon noch teilweise vorhanden ist, dient als Angelpunkt. Die Magneten ziehen die Haube dann nach unten. Nicht genial, aber einfach Und dann kam der Motorträger mitsamt Motor und Propeller ins Spiel. Die Installation war wirklich sehr einfach: Motor mit 4 x M4x12mm-Schrauben und U-Scheiben auf dem Motorträger befestigen, den Motorträger dann in den Dom eingeschoben und seitlich mit 4 Stck M4x16 Zylinderkopfschrauben verschraubt - natürlich alles in Edelstahl. Rost wäre ein absolutes NoGo. Der Propeller, ein Menz-S 17x8 2-Blatt, wurde dann von hinten einfach aufgesetzt und mit einem 13er Ringschlüssel fest angezogen. Meeeensch - direkt die Stecker vom Fahrregler im Deck als modulares System einzusetzen - kam mir wirklich nicht in den Sinn. Und dabei habe ich noch passendes Equipement, wie MPX-Stecker samt Montageblenden am Lager... Ich ärgere mich gerade ein wenig!!!
  6. Hey JL, DAS ist mal eine wirklich exorbitant gute Idee. Da bin ich nicht drauf gekommen, wie man sieht ^^. In meinen Flugmodellen habe ich das teilweise so umgesetzt - hier hab ich echt nicht dran gedacht. MPX-Stecker hätte ich sogar noch zu liegen, 6mm Goldies bekommt man auch ganz sicher irgendwie da eingefummelt... ^^ Wirklich echt schade. Jetzt ist der Motorträger leider schon drauf - aber für zukünftige Modelle nehme ich DIESEN Ratschlag zu 1000% sehr gerne an. Danke dir sehr dafür... Der Motor hat ja 4mm Goldies...
  7. MT-Nord

    Konstruktion eines Sumpfbootes im Maßstab 1:5

    Nun hat auch der Motorträger seinen Weg auf das Modell gefunden. Sämtliche betroffenen Nuten im Deck wurden mit dem scharfen Cuttermesser von Lackresten befreit. Dabei kam es jedoch nicht auf den 10tel Milimeter mehr drauf an. nur zu wenig durfte es nicht sein ;). Bei den Federn am Motorträger ein ähnliches Bild: Farbe abkratzen. Das Abkleben der Laschen wäre hier auch nicht wirklich sinnvoll gewesen. Die Nuten selbst bekommt man nicht wirklich abgeklebt und die Federn werden diagonal aufgesetzt - es bestünde die Gefahr, dass außen lackfreie Stellen zurück bleiben. Dann lieber etwas mehr Arbeit als das Nachsehen zu haben ^^. Durch den diagonalen Einbau bleibt an den Außenseiten immer ein Spalt stehen, welche bis zur Unterkante des Decks reicht. Um diesen sauber zu verfüllen, "besandete" ich diesen mit feinem Frässtaub und band das Ganze mit Sekundenklebstoff. Diesen Prozess wiederholte ich ca. 3mal, eben bis die Oberkante erreicht war. Später wird hier nur von außen mit dem Pinsel ein wenig Lack aufgetragen, dann sind die Stellen unsichtbar. Vor dem Aufsetzen des Motordoms habe ich noch 3 Bohrungen ins Deck gesetzt. In diese fädelte ich Gummi-Kabelschlauchmuffen. Für diesen Zweck vorgesehen, wurde der Flugregler, ein Hobbyking SS-Series mit 6S/200A, direkt auf der Mittelstrebe des Unterdecks verstrapst. Die Anschlussleitungen wurden rückwärtig an der Frontstrebe der A-Frontmaske zunächst zu den Seiten, dann nach unten geführt. In Fahrtrichung links die Steuerleitung, rechts die Stromversorgung. Der Regler hat übrigens kein eigenes BEC - und das ist auch gut so. Ein BEC-Regler wäre hierfür nur bedingt geeignet, doch dazu später mehr. Auch wenn die Kabelbinder nicht so super schick sind - sie sind zweckmäßig. Eine Überlegung wäre vielleicht noch, hier und da Kabeldurchführungen anzufertigen, welche dann zusätzlich noch hinter die Träger geklebt werden, jedoch muss man dann trotzdem mit Kabelkindern arbeiten, damit die Leitungen durch massive Bewegung nicht durchscheuern. Nachteil dieser Konstruktrionsvariante: Die Leitungen müssen steckerlos durch das Deck geführt werden. Gut - ein wirklicher Nachteil ist das so nicht, denn von der Länge her reichen die Leitungen eh noch nicht einmal durch das Deck. Dennoch - möchte man den Regler tauschen - und das steht mir noch bevor (gegen einen Regler mit 7S-Tauglichkeit) - müssen die Leitungen durchtrennt und neu verlötet werden... Kann man also so oder so sehen ^^. Zum Herstellen der 100%igen Wasserdichtigkeit habe ich die Leitungen übrigens zusätzlich eingeschrumpft und dann unter Zwang in die Durchführungen gepresst. Dauerte ewig - hat sich am Schluss aber echt gelohnt... Was ich beim nächsten Modell vielleicht ändern würde: Die Bohrungen im Deck mit ein paar Tropfen Sekundenklebstoff gegen Feuchtigkeit versiegeln. Auch wenn kein Wasser durch die Kabeldurchführungen kriechen kann, so können Wassertropfen doch unter die Manschette und das Holz dort quellen lassen. Der Quellvorgang ist jedoch nicht von Dauer, da irgendwann der Spalt durch Verdrängung geschlossen ist - schaut man aber genau hin, sieht es weniger schick aus. Ein Übel, mit dem ich nun aber leben muss... Bin also nicht traurig drüber...
  8. MT-Nord

    Konstruktion eines Sumpfbootes im Maßstab 1:5

    So, nun wird die Sitzbank noch auf der Rückseite mit weißem Kunstleder sauber bezogen. Unter der Bank wird alles fest verklebt. Wie bereits im Beitrag zuvor erwähnt, habe ich Sitzfläche und Rückenlehne getauscht. Es ist Geschmackssache, mir gefiel es so aber deutlich besser. Und auf dem Modell schaut das doch schon ordentlich aus - geht so langsam in die richtige Richtung zum TouristGuide-Airboart... Durch das Farbenspiel aus Blau und Weiß wirkt die Sitzbank nicht zu überladen und passt sich gut in das restliche Farbenspiel des Bootes ein. Es war auch mal angedacht, das Deck von dem Kahn mit Tränenblech-Folie zu überziehen. Allerdings hätte ich das bereits im Vorfeld machen müssen, noch bevor der Propschutz aufgesetzt worden ist. Nachträglich ist das nun sehr schwierig - darum hab ich das von der To-Do-Liste gestrichen. Aber wer sich solch ein Boot auch mal bauen möchte - wäre ein echter Eye-Catcher mit Riffelblech-Deck ^^. Vielleicht kaufe ich mir irgendwann mal ein WIG-Schweißgerät und baue mir einen solchen Kahn aus Aluminium. Wäre leichter und preislich sogar etwas günstiger. Müsste halt nur die Bauteile allesamt ein wenig überarbeiten (Entfernen/Umbauen der Laschungen, Entfernen mindestens 2er Längsspanten und 4 Querspanten, Anpassen der Steckungen, etc.pp) Kann mir aber gut vorstellen, dass solch ein Aluminium-Monstrum extrem laut unterwegs sein dürfte...
  9. MT-Nord

    Konstruktion eines Sumpfbootes im Maßstab 1:5

    De Rückenlehne habe ich nicht mit 3 Serparationszonen ausgestattet, sondern nur das Retro mit einer Zone erzeugt. Auch hier stellt ein 2mm Messing-Rundstab die Besäumung dar. Zum Beziehen der Lehnen hatte ich die Holzlehnen mit 3mm Übermaß auf dem Kunstleder angerissen und die erste Seite ausgeschnitten. Bei der 2ten Seite legte ich den Lederlappen nur auf dem Bezugsstoff flach auf und ging der Sekundenkleber-Pipette einmal um die Vorderkante herum. Damit das Klebstoff sich nicht zu weit unter das Material zieht, wurde sofort mit Aktivator nachbehandelt. Nach Austrennen der Außenkante entlang der Klebenaht, konnte die "Lehnenhutze" aufgeklappt werden. Dort, wo der Klebstoff doch nicht weit genug unter das Material gedrungen war, wurde dementsprechend von außen noch einmal nachgeklebt und sofort mit Aktivator am Laufen gehindert. Sieht ein wenig unförmig aus, aber im aufgeklappten Zustand schaut es zunächst so aus... Dann wurden die Hutzen mit der blauen Seite nach innen über die Lehnen gestülpt. Die Naht musste dabei auf der Armlehne sitzen und wurde von unten mit ein paar Tropfen CA vorfixiert. Verklebt wurde dann zunächst die Innenseite - angefangen vom tiefsten Punkt (der Pups-Ritze) und das Material so nach außen weiter verklebt. Danach ging es weiter mit den Außenseiten auf dieselbe Weise, nur mit dem Unterschied, dass das Kunstleder hier noch unter der Sitzbank umgelegt werden musst. Echt fummelig.
  10. MT-Nord

    Konstruktion eines Sumpfbootes im Maßstab 1:5

    Es kommt wieder ein wenig Farbe ins Spiel - weiter am Rumpf: Die Lackierung war wirklich sauber und kam schon beinahe auf KFZ-Niveau ;): Vorlackiert wurde diesmal nicht. Nach dem Anschleifen des Bodens trug ich zunächst eine Schicht Füller als Haftgrund auf, darüber den Spritzspachtel in 2 Schichten. Geschliffen wurde trocken zuerst mit 240er Papier, dann nass mit 400er/600er. Habe nun aber nicht jede Lunke ausgeschliffen - wäre zu viel des Guten gewesen, denn mein Vorrat an Spritzspachtel war mittlerweile auch aufgebraucht - und am Wochenende bekommt man keinen mehr, wenn man die Vorräte des hiesigen Baumarktes bereits leer gekauft hat ^^. Der Lackauftrag machte hier wieder richtig Spaß. Große Flächen, keine Winkel. Zum Schluss dann das große Finish mit 2 Schichten 2K-Klarlack... Eine Freundin wollte mit dem Kinderwagen über den Hof - und obwohl ihrer Meinung nach Platz war, rückte ich den Tisch beiseite, wodurch das Modell ins Rutschen kam. Ergebnis: Fingerprints vom Feinsten... Weiß nun nicht, was ihr davon haltet, aber ich finde den Lack wirklich Weltklasse. Ein solch schönes Metallic-Blau sieht man selten ^^ - und dabei war der Lack auch echt günstig, im Vergleich zu den KFZ-Lacken... Den Rest erledigt dann auch der Klarlack. Ein so exorbitant guter Auftrag und Verlauf - es laufen keine Nasen und die Schicht schließt sich schon fast von selbst. Hammer!!! Obwohl der Lack während des Fingerprint-Malheurs bereits gut angeliert war, waren nach dem Aushärten keine Prints mehr zu sehen - hat sich wieder gut in Form gezogen...
  11. Moin JL, naja - alles kann und möchte man auch nicht mit der Fräse machen. 3D-Fräsen kann ich eh noch nicht, und ob ich das jemals kann, weiß ich auch noch nicht - schwieriges und sehr tiefreichendes Thema. Es bleibt aber weitestgehend bei den Sitzen. Naja, und die Ruderblätter musste ich von Hand einkürzen, da diese oben am Propschutz angeschlagen haben - kleiner Fehler meinerseits. Neue Blätter habe ich daraufhin zwar im CAD aufgenommen und sogar noch einen 2ten Satz ohne nach oben verlängerte Finne ausgearbeitet, aber da diese so exorbitant funktionieren, werde ich vermutlich nicht mehr zum Testlauf dieser kommen. Im Grunde wäre ja auch nix dabei: Alte Ruder raus (4 Schrauben pro Blatt) und neue rein - dauert keine 5min... Aber lackieren müsste ich die vorher, und das ist doch etwas aufwändiger - dauert bei der Witterung auch länger.
  12. MT-Nord

    Konstruktion eines Sumpfbootes im Maßstab 1:5

    Zunächst einen lieben Dank an euch alle für die Likes. Ist eine große Ehre für mich und weiß ich sehr zu schätzen Für die Sitzbank habe ich eine 12mm Balsaplanke verwendet. Da sowohl Sitzfläche als auch Rückenlehne etwas länger als die handelsüblichen 100mm waren, habe ich den hinteren Teil mit einem Streifen 10mm Balsa verbreitert. Mit einer wilden Schleiforgie und massig Schleifstaub wurde aus der Planke das Profil ausgearbeitet. Mit Stahlmaßstab und Lochkreisschablone bekam die Sitzfläche ihren Retro-Look. Dremel frei: Mit einem 2mm ES-Alufräser wurden die Nuten ausgearbeitet. Nicht so super schick, dafür ist das Holz zu widerspenstig, aber im Groben passte es. Schaut später auch keiner so genau hin ;). Zunächst wurde der äußere Bereich mit Sekundenkleber aufgelegt und in Form gezuppelt, danach die Sitzauflagen. 2mm Messingdraht füllt nun den Spalt und wirkt wie eine außen aufgelegten und mit Kunststoff ummantelten Besäumung Erste Passprobe... Leider geriet mir die Rückenlehne etwas zu kurz. Da ich diese nicht noch einmal neu anfertigen wollte, wurden später Rücken- und Sitzauflage kurzerhand getauscht. Dazu aber später mehr.
  13. MT-Nord

    Konstruktion eines Sumpfbootes im Maßstab 1:5

    Weiter geht es mit der Verstärkung des Unterbodens. Dazu habe ich bei meinem Stammdealer HP-Textiles ein gutes Harz-Hochlastsystem "HP-E56L" eingekauft. Ist für diese Anwendung etwas too much, aber irgendwann ist auch mal wieder ein Flugmodell in Planung - dafür wäre das hervorragend geeignet. Dazu noch 2 Einwegspritzen zum Entnehmen und exakten Vordosieren von Harz und Härter (kann so auf 0,05g genau ausgewogen werden), 1 Feinwaage und Einweg-Mischbecher. Zunächst habe ich den Boden komplett vorgepinselt und ca. 40min ablüften und angelieren lassen. Das angemischte Gebinde habe ich dazu mit Aceton auf eine dünnflüssige Konsistenz angemischt. Anschließend wurde zunächst die erste Lage 40g/m2 Köpergewebe aufgelegt. Das Harz habe ich stellenweise aufgegossen und mit einer speziellen Laminierrolle verteilt und so auch gleich sämtliche Luftblasen ausgestrichen. Laminierrollenset gibts bei R&G sowie HP-Textiles - meines lag bereits seit 5 Jahren ungenutzt im Keller und wurden nun endlich "entjungfert"... Nach weiteren 40min wurde dann die 2te Lage aufgebracht. Durch den in der Nivellierung wechselnden Rumpf war das "Zuppeln" des Gewebes ein wenig schwieriger als bei einem gerade verlaufenden Rumpfboden - ging aber. Die großen Flächen machen es einem nicht einfach, auch wenn man anfänglich etwas anderes vermuten sollte. Die "Wartezeit" einzuhalten - das hat man mir damals bei meinen ersten Laminier-Versuchen so beigebracht und es hat sich als durchaus praktikabel erwiesen. Der Vorteil ist, dass das Harz so gut angelieren und die bereits aufgebrachte Lage deutlich fester im Griff hat. Luftbläschen können sich so nur noch sehr schwer unter die Matte ziehen. Bei der 2ten Lage habe ich dann auch deutlich weniger Harz eingebracht. Die Laminierorgie war an dem Punkt vorbei, wo sämtliche Luftbläschen ausgestrichen und die Oberfläche so matt war, dass die Struktur des Gewebes deutlich zu erkennen war. Nun heißt es 48h Kaffeepause, danach geht's weiter. Die Servicehauben haben ihre Bügel zum Öffnen bekommen. 1,5mm Messingdraht - ein wenig von der Oxidschicht befreit (mit Schleifvließ aus der Sanitärabteilung) und von unten mit Sekundenkleber fixiert. Auch das Sitzpodest konnte nun auf der Abdeckhaube montiert werden. Dazu wurde es einfach in die (vorher vom Lack befreiten) Nuten eingesetzt... ... und von unten mit Sekundenklebstoff verklebt. Von unten deshalb, damit die Oberseite weitestgehend klebstoffrei bleibt und sich das Podest bei baulichen Änderungen so auch deutlich leichter wieder ablösen lässt. Ein kleiner Fortschritt. Mit dem Cuttermesser habe ich alle Steckungsfedern vom Lack befreit. Bei 2 Schichten Klarlack, 2 Schichten Decklack, 1 Schicht Filler und 2 Schichten Spritzspachtel kratzt man schon ein paar Minuten daran herum. Man könnte versuchen, vorher alles sauber abzukleben, aber das ist ein elendiges Gefummel. Geht so doch etwas schneller ;).
  14. MT-Nord

    Konstruktion eines Sumpfbootes im Maßstab 1:5

    Die getapeten Flächen auf dem Rundbogen wurden - genau wie die obere Ruderblatthalterung - ebenfalls in Silbergrau lackiert. Nach Abziehen des PU-Bandes und Entfernen sämtlicher weiterer Klebebandreste schaute das Bild recht dezent aus... Leider gab es extreme Probleme mit dem Klarlack. Ich verwendete den Car's-Klarlack aus dem Hause Dupli-Color und ging davon aus, dass dieser nicht so viel schlechter sein dürfte als der 2-Schicht-Klarlack aus demselben Hause. Ein grooooßer Irrtum. Das Zeug war extrem schlecht - nein, schlechter als schlecht!!! Lief schnell Rotznasen, baute kaum Schichtstärke auf und hatte keinen Glanz. Das schlimmste aber war, dass der Sprühnebel auf dem Lack als Sprühnebel sichtbar blieb. Außerdem brauchte man elendig viel von dem Zeugs, da die Düse nicht einstellbar war und mehr in die Gegend stäubte als auf dem Boot landete. Für meinen Geschmack recht stimmig und nicht zu überladen. Wenigstens zum Aufbau einer geringen Schichtdicke reichte der billige Lack. Ich wagte daraufhin den Schritt in Richtung 2-Komponenten-Sprühlack aus der Bucht. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Lack war - im Gegensatz zu den Markenprodukten - um ein Vielfaches günstiger (aber dennoch deutlich teurer als das 2-Schicht-Gedöhns von Dupli). Das Sprühbild war jedoch traumhaft: Die Düse ließ sich sehr gut einstellen, der Auftrag war sehr gleichmäßig und großflächig ohne "Wolkenbildung" auf dem Untergrund. Durch die lange Verarbeitungszeit von ca. 45min hatte ich aber nun den großen Vorteil, dass die Sprühnebel nicht auf dem Lack aufhafteten, sondern sich mit diesem sofort verbanden. So sollte es sein. Das Ergebnis seht ihr hier: Glanz - und da ist nichts dran poliert... Die Rüderblätte brauchten ja auch noch Farbe - hatte die ganz vergessen. Also schnell noch die letzten Reste aus den Dosen gequetscht und dann auf der Wäscheleine zum Trocknen aufgehangen. Das lackieren dauerte übrigens gut 2 Wochen, vorrangig an den Wochenenden quasi ganztags, unter der Woche gar nicht. Vom Preis her war es durch den Fehlkauf des Klarlackes mit ca. 200€ wirklich sehr teuer (sämtliche Lacke, Grundierungen, Spritzspachtel und Klarlacke inbegriffen). Für das nächste Modell weiß ich nun aber zumindest, was ich verwenden sollte und was nicht.
  15. Danke dir, JL. Den Tipp werde ich mir merken. Bislang verwende ich zum feinen und präzisen Abkleben PU-Band, zum Abkleben größerer Flächen und Übertapen des PU-Bandes Malerkrepp und für den Rest Zeitungspapier.
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