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Baubericht Boddenboot "Zander"


lab

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Ich habe überlegt, ob ich hier einen Baubericht einstelle, da Teile der Informationen schon in einem anderen Forum gepostet sind, aber hier scheint mir der Anteil der Boddenboot-Fans noch etwas größer zu sein, daher soll es nicht fehlen.

 

Mit dem Prunkstück von Matthias kann ich mich zwar nicht messen, aber vielleicht findet der ein oder andere noch ein paar interessante Details.

 

Da ich mit vielen Pausen (beruflich bedingt) schon recht lange am Modell baue, erst einmal ein paar Infos im Schnelldurchlauf.

 

Die "groben Sachen" habe ich im wesentlichen nach dem Graupner-Bauplan gefertigt. Ich verwendet den Graupner-Jet und auch den von Graupner empfohlenen Motor Speed 700 BB Turbo. Im Moment mit 2 x 7,2 V NiHM. Damit ist er bei Probefahrten schon ganz ordentlich gelaufen. Jetzt habe ich eine Wasserkühlung und ein paar Kufen angebracht und will noch einmal sehen, ob es nicht noch etwas flinker geht. Z.B. mit 18,5 V Lipos.

 

Ich hatte enorme Probleme, das Boot einigermaßen dicht zu bekommen - daher der Hinweis an alle, die noch bauen, der Verklebung des Jets am Heck die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen. Nach Aufkleben des Decks kommt man da kaum noch dran.

 

Das Deck habe ich mit Quarzsand bestreut, um den Antirutschbelag zu imitieren. Das sieht super aus, hat sich aber bei mir an einigen Stellen leider wieder gelöst, was zu unschönen Nacharbeiten geführt hat (obwohl es dem Orginal eher entspricht, als die "saubere" Ausführung ;) ). Der Fehler war wohl, auf Montagespray zu setzen, um den San am Deck zu fixieren. Heute würde ich entweder eine Schicht Farbe auftragen oder einen dauerhafteren Kleber wählen.

 

Um den Aufbau dicht zu bekommen und weil es besser aussieht, habe ich eine Inneneinrichtung gebaut. Sie ist nicht wirklich scale, da ich den Platz (v.a.) rechts für die RC-Komponenten benötige, aber sieht besser aus, als das nackte Innenleben.

Ich habe dazu das Holzteil verwendet, dass eigentlich in den Aufbau geklebt werden soll und den Innenteil mit ABS nachgebildet. Festgemacht wird das Ganze dann mit 8 Schrauben, die ich von innen fest verklebt habe. Außen werden dann Muttern aufgeschraubt. So ist dieser Teil 100%ig dicht.

 

Am Aufbau sieht man, dass ich nachdem ich schon recht weit war, die Fenster noch einmal komplett überarbeite. Dazu hat mich Matthias mit seiner Lösung angeregt. Die Fenster sind lt. Bausatz wirklich grauenhaft - aber dazu mehr im nächsten Abschnitt des Bauberichts.

 

Über Kommentare freue ich mich natürlich!

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  • 6 months later...

Inzwischen ist der Bau meiner Zander etwas weiter fortgeschritten. Nachdem ich durch das Beispiel von Matthias angespornt, meinen Aufbau wieder teilweise demontiert habe, konnte ich eine etwas realistischere Umsetzung der Fenster angehen.

 

Ich habe mir die Fenster in 1mm und Dichtungen in 0,3mm fräsen lassen und mit kleinen Schrauben (M1,2) aus dem Optikerbedarf von außen auf den Aufbau geschraubt. Dabei habe ich auch die Fensterform der seitlichen unteren Fenster moderat angepasst - um dem Original etwas näher zu kommen. Den (eigentlich deutlich schrägeren) Aufbau selbst wollte ich nicht auch noch ändern...

Das Ganze war ziemlich mühseling sieht aber super aus!

Mein Hinweis für alle Nachahmer: Fensterbohrungen vor Aufkleben des Dachs anbringen! Sonst gibt es zumindest bei den Frontscheiben Schwierigkeiten. Ich habe letztlich den vorderen Teil des Dachs wieder entfernt, um an die obere Kante heran zu kommen. Das auch wegen der Scheibenwischer, aber dazu später.

Am besten geht es vermutlich so:

1. Scheiben mit Klebeband provisorisch am Fenster fixieren

2. Vier Ecklöcher bohren und mit Schrauben versehen

3. Restliche Löcher bohren

Wer eine eigene Fräse hat (ober beim Bestellen vorher daran denkt) - sollte gleich alle Fenster doppelt herstellen und eine Version als Schablonen verwenden...

Die Schrauben habe ich aus dem Optikergroßhandel aus Österreich geordert - waren die günstigsten und der Anbieter Mayerhofer (optik@mayerhofer.com) hat mich auch freundlich mit Muster versorgt. Verwendet habe ich die Schrauben 310 (kurz) und 321 (lang).

Immerhin konnte ich die Schrauben ohne Mutter verwenden, da sie im ABS gut halten. Nur am Fenster vorn unten mit der größten Biegung habe ich vier Schrauben von Innen mit Muttern versehen. So habe ich mir eine Menge Arbeit erspart (und noch ca. 500 kleine Muttern übrig...).

 

Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, die Scheibenwischer funktionsfähig zu machen und dazu einen Getriebmotor von microantriebe.de verwendet. Nach einem Trockenaufbau ist das Ganze nun im Modell verbaut. Der Motor ist ein 6mm Mikromotor mit 700:1-Getriebe von mikroantriebe.de.

Zu sehen sind das fertige Ergebnis (und die Zwischenstände) hier:

Im Moment suche ich noch nach einer guten Möglichkeit zur Ansteuerung des Motors. Provisorisch habe ich einen Mikroservo (als Fahrtenregler) im Einsatz. Ich möchte das Ganze aber über ein Mutiswitschmodul steuern. Wenn jemand eine gute (kleine) Schaltung ohne Relais hat, um mit zwei Multiswitchausgängen (die nur Masse durchschalten) eine Umpolung durchzuführen, wäre ich sehr verbunden.

Edited by lab
  • Like 1
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  • 6 months later...

Ich kämpfe immer noch mit der Ansteuerung des Suchscheinwerfers auf meiner Zander. Nachdem ich mir in den Kopf gesetzt habe, diesen drehbar zu machen, hatte ich zunächst einen Servo im "Dach" des Mastes untergebracht und mit einer Achse den Scheinwerfer angetrieben. Die sichtbare Achse hat mich aber so gestört, dass ich eine andere Lösung gesucht habe.

 

Inzwischen habe ich einen Mikromotor im Mast eingebaut, der über ein Schneckengetriebe die Achse des Scheinwerfers dreht. Allerdings brauche ich noch eine Endlagenabschaltung...

 

Naja, in der Zwischenzeit war ich auch schon mal auf dem Teich zur Probefahrt. Von der zweiten Probefahrt habe ich ein kleines Video gemacht: http://labom.at/KiHXKb (empfohlene Version mit Musik) oder

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  • 3 months later...

Ich bin immer noch am kämpfen mit meinem Suchscheinwerfer - aber der Triumph ist nahe!

 

Meine erste Variante mit den Teilen aus dem Baukasten und einem Servo, der per sichtbarer Achse aus der Mastplattform den Scheinwerfer dreht hatte ich weggeworfen - zu häßlich und nicht originalgetreu genug. Ich habe mir einen Scheinwerferbausatz von Hebundsab (http://labom.at/PcZrPM) bestellt der doch erheblich detailgetreuer ausseht (allerdings mit knapp 30 Euro auch kein Schnäppchen ist).

 

Inzwischen habe ich eine ganz passende Konstruktion aus einem 4mm-Minimotor (für Handys) und einem selbstgebauten zweistufigen Schneckengetriebe, mit dem ich auch den Motor an eine passende Stelle in den Mast verlagere.

 

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Sehr lange habe ich dann überlegt, wie ich das ganze steuere. Eine Variante wäre eine Servosteuerung gewesen, aber selbst in den Miniservos sind die Steuerpotis ziemlich groß und mir ist nichts eingefallen, wie man das Poti an die Scheinwerferachse anbinden kann. Also habe ich mich für eine reine Motorsteuerung rechts/links entschieden. Aber wie in dieser Größe Endschalter realisieren? Herkömmliche Mikroschalter sind bei weitem zu groß.

 

Mein erster Versuch waren SMD-Taster. Die gibt es in ca 3 mm Breite! Allerdings schließen sie bei Kontakt und öffnen nicht, wie es gebraucht wird. Nach einigen Versuchen und Hilfe aus dem Forum Mikrocontroller.net hatte ich dann eine Schaltung, mit der ich durch ein paar zusätzliche Transistoren aus Schließen ein Öffnen machen kann.

 

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Dafür habe ich mir dann ein Layout erstellt und ätzen lassen.

 

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Allerdings waren mir inzwischen doch Bedenken gekommen, ob die Schalter geeignet sind. Einerseits benötigen Sie viel Druck um zu schalten, andererseits ist der Hub sehr kurz. Da der Motor ja noch ein bisschen nachläuft, befürchtete ich Schäden an der Betätigungsnocke.

 

Daher kam es mir wie gerufen, dass ich inzwischen bei der Fa. Meder die weltkleinsten Reedkontakte gefunden hatte. Und die gibt es seit kurzem auch als Öffner! Damit kann ich sogar berührungslos schalten! Also kurzerhand einen neune Prototypen aufgebaut und mit den Reedkontakten und einem Magneten als Geber bestückt. Da alles funktioniert hat, werde ich mir jetzt noch einmal eine neue, ordentliche Platine erstellen lassen und damit die Scheinwerferproblematik hoffentlich endgültig lösen...

 

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Ansteuern werde ich den Scheinwerfer über ein Multiswitch von cp-elektronik.de und einer H-Brücke mit einem LM 293 (mit den üblichen Multiswitch-Modulen lassen sich ja keine Motoren umpolen).

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  • 4 weeks later...
  • 3 months later...

Weil ich Geisterschiffe oder schwimmende "Puppenhäuschen" persönlich gar nicht mag, habe ich mich für meine Zander nach passender Besatzung umgesehen. Fündig geworden bin ich bei CAP Maquettes und habe mir zwei der nicht gerade billigen aber sehr schönen Figuren gegönnt.

 

Da ich vorgewarnt war, dass das Gewicht ein Problem sein könnte bin ich den Kollegen erst einmal mit der Dremel zu Leibe gerückt und habe ihnen ein kleine Diät verpasst.

 

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Sehr wirkungsvoll (von 130 auf knapp 90 g)...

 

Außerdem fand ich sie etwas klein (bei 1:10 165cm Körpergröße) bzw. um in meine Kabine zu passen zu groß. Also habe ich die eine Figur gekürzt und die andere etwas gestreckt. So entspricht der eine meinem Bild eines zünftigen Friesen und der andere passt in die Kabine.

 

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Inzwischen sind sie bemalt und in ihre Arbeitsstätten an Bord eingewiesen worden.

 

Die Labels auf der Kleidung habe mit Decal-Folie erstellt, die per Tintenstrahldrucker bedruckt werden kann. Ein schicke Sache allerdings mit ein paar Haken:

- Folie und Imprägnierungsspray sind sehr teuer

- Auf dunklem Hintergrund müssen die Flächen weiss vorgemalt werden

- Hinterher muss das Ganze sehr gut versiegelt werden...

 

Zur Befestigung an Bord haben die Figuren in einen Fuß einen Stift bekommen, der in eine Röhre am Boot passt und der andere Fuß hat einen Magneten bekommen. So sind sie leicht einsteckbar und ausreichend fest. Wenn man mal dagegen kommt bricht auch nichts ab.

 

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  • 9 years later...

Lang ist's her, dass ich meine Zander vorgestellt habe, aber sie ist immer noch im Einsatz und hat dieses Jahr das erste Mal den originalen Einsatzort ihres Vorbilds gesehen und - durch eine günstige Gelegenheit - auch einmal mit dem Original gemeinsam auf Kontrollfahrt gehen können!

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  • 2 months later...

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