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Unterschied zwischen Leisten und Furnier?


Guest jorge

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Guest jorge

moin,

ich bin gerade dabei ein kleines Sportboot zu bauen und bin auf der Suche danach den richtigen Materialen (und Bezugs Quellen).

 

Da es ein Mahagoni Sportboot werden soll, würde ich das gerne mit Mahagoni Leisten beplanken aber bei einer Länge von ca. 85 cm benötige ich ne Menge Leisten. Furnier kann man wohl rel. einfach organisieren. Was ist denn der Unterschied zwischen sagen wir mal 0,7 mm Leisten und Furnier? Furnier soll sich ja wellen wenn es nass wird, mit den Leisten passiert das nicht?

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Hallo jorge,

 

Furnier ist in der Regel 0,5-2,0mm dick (ziemlich egal von welchem Edelholz) und wird zur Beschichtung weniger edler Hölzer benutzt.

Leisten aus dem vollen Holz liegen in der Dicke über 2,0mm.

 

Wenn sich Furnier an einem Boot wellt liegt das an einer schlechten Lackierung / unzureichendem Schutz gegen Feuchtigkeit. Ebenso können sich Leisten bei Feuchtigkeit verziehen.

Teurer ist es, wenn du den Rumpf z.B. komplett aus Mahagonileisten (Vollholz) aufbaust, aber das erspart dann trotzdem keine sorgfältige Lackierung / Beschichtung.

 

 

Was du jetzt mit deinem 0,7mm Leisten meinst, ist mir nicht ganz klar, aber vielleicht hilft dir meine Antwort schon weiter.

 

Christian

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Guest RayWo

Hallo jorge,

 

ich habe mir mal eine kleine Linkliste mit Bezugsquellen für Holz angelegt. Bestellt habe ich dort aber noch nicht. Ich kann also nichts über Zuverlässigkeit und Qualität sagen. Hier aber trotzdem mal die Links:

 

 

Was passiert, wenn man nicht gut genug auf die Lackierung achtet, kannst du hier sehen. Dort wird auch ganz gut erklärt, wie man denn nun richtig versiegelt.

 

Was für ein Boot soll es denn genau werden? Gibt's schon Pläne? Bilder? Ich bin neugierig! :popcorn:

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Ich denke mal, das du mit dem Leisten schon geschnittenes Funier meinst.

Der Unterschied liegt also einfach darin, das du die Leisten nicht mehr selbst schneiden mußt.

Deshalb sind die Leisten auch teurer.

Vom Bau deines Bootes direkt aus Edelholz würde ich abraten. Zum einen wirds dann recht teuer zum anderen musst du dann beim Rumpfbau jede einzelne Planke genau anpassen. Baust du aus "Billigholz" kannst du spachteln und schleifen und dann wird einfach aus den dünnen Leisten eine Schmuckbeplankung übergezogen.

 

Falls du die Leisten selbst aus Funier schneiden möchstest: Ein Papierschneider hilft da sehr gut. Baust du dir einfach hinten nur einen Anschlag an (2-3 Kneifzwingen) und schon kanns losgehen. Das Scheidmesser sollte aber schon ordentlich scharf sein.

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Guest jorge

Danke für die Tipps,

natürlich wird das Schiff nicht komplett aus Edelholz gebaut, ganz normales Sperrholz, 4mm für die Spanten und Kiel. Anschließend mit dünnem Flugzeugsperrholz "grob" beplanken, also mit größeren Platten. Dann mit Leisten 5-7 mm breit und 0,7 mm dick. Bei einem 1:10 Maßstab, wie breit sollten die Leisten sein? Da der Unterwasserspiegel traditionell weiß bleiben wird, muss das auch nicht in Edelholz gemacht werden.

 

Also geht das mit Furnier doch, einen Papierschneider habe ich. Die beplankung wär dann insgesamt 1,5 mm dick, für beide Schichten (grob und Edel). Oder eine andere Idee? Ich könnte auch nur 1mm furnier verwenden, aber a) scheint mir das nicht stabil genug und da ich b) unbedingt die Leisten/Planken Optik erhaltn möchte, habe ich sorge, dass es nicht dicht wird. Laminieren möchte ich mangels vernünftigen Arbeitsplatzes nicht, wollte nur mit G8 versiegeln.

 

Das Deck wird dann wie bei ner Riva mit einem breitem Rand in Edelholz und dann die (tut mir leid für den Ausdruck) die "Motorhaube" und "Badeplattform" in Edelholz abwechselnd mit dünnen helleren Streifen.

 

Ne Riva ist ein vorbild, will aber def. nicht vorbildgetreu bauen.

 

Letztendlich habe ich die Teileliste meiner Diva von Aeronaut eingescannt, mit Delftship den Rumpf nachgebaut, aber statt original in ca. 58 cm länge dann in 8,5 m (Delftship arbeitet ja in Metern und nicht in cm). Werde die Spanten dann 1:10 ausdrucken, so das ein 85 cm langes boot bei raus kommt. Den Rumpf habe ich so weit modifiziert, dass er 10% länger und breiter ist als die Diva, sieht eleganter aus, finde ich, die Kajüte entfällt, es bekommt eine Windschutzscheibe.

 

Bilder kann ich nur von Delftship liefern, gebaut habe ich noch gar nichts.

 

Ich werde sicherlich noch einiges hierzu schreiben (mein erster Baubericht?), denn einige Fragen habe ich noch.

 

Zur Info: bin ambitionierter Anfänger, habe bisher lediglich die Diva erfolgreich zu Wasser gebracht.

 

P.S. vielen Dank für die Links zu den Bezugsquellen. Da ich aber ein Mensch der sich gerne alles direkt anschaut und anfässt, wär ich auch über gute Bezugsquellen direkt in oder um Hamburg. Wobei man Furnierhändler auch im Branchenbuch findet, der Begriff "Holzhandel" liefert nicht wirklich was Brauchbares für den Modellbau.

Edited by jorge
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Guest RayWo

Hallo Jorge,

 

das klingt doch schon toll, was du dir überlegt hast. Wenn du deinen Delftship-Plan mit uns teilen möchtest, gerne! Ich würde die Bilder auf jeden Fall gerne sehen. :mrgreen:

 

Die klassischen Motorboote laufen zum Heck hin wieder etwas spitzer zu. Das ist ja beim Rumpf der Diva nicht so. Ich weiß nicht, ob du das berücksichtigt hast, bzw. berücksichtigen willst.

Wenn du es ein wenig komplizierter magst, rundest du die Seitenwand im Heckbereich nach oben hin ab. Das macht zwar das Beplanken schwieriger sieht aber auf jeden Fall toller aus. :)

 

Ich weiß nicht ob du diesen Baubericht schon kennst. Da habe ich mich mal am Bau eines solchen Bootes versucht. Das war allerdings ein Bausatz. Als Leisten für die untere Beplankung lagen dort Kiefernleisten in (720 mm x 8 mm x 2mm) bei. Das machte sich ganz gut. Einen Tipp kann ich dir schon geben: Versuch' bloß nicht, die Leisten von vorne bis hinten in einem Stück zu verlegen. Da die Leisten über die Länge des Rumpfes in allen drei Dimensionen gebogen werden müssen, klappt das nicht mehr. Stückele lieber gleich von Anfang an. Sonst geht es dir so wie mir. Ich musste im Bugbereich wieder einen Teil der Leisten herausschneiden, weil sie nicht in Form waren.

Die Maße vom Furnier weiß ich leider gar nicht mehr. Das muss aber so ca. 30 mm breit gewesen sein und ca. 1 oder 1,5 mm dick. Das sollte diagonal auf die Kiefernplanken aufgelegt werden verklebt werden. Das ging sogar bei den komplizierten Rumpfabschnitten ganz gut.

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Guest jorge

das Nach-hinten-verjüngen habe ich im hinteren Decksbereich gemacht, eine gute Idee das aber auf den Wasserbereich auch anzuwenden. Hinten habe ich es abgeschrägt, aber nicht wie bei der Diva abgerundet, mal schauen ob ich das noch umsetze.

 

hier ein paar bilder. Der Diva PLan war zwar die Grundlage, aber diese Bilder sind ausschließlich durch mich erzeugt und nicht gescannt.

 

Nach dem Scannen habe ich per Inkscape die Spantenrisse und den groben Kielriss und das Deck als Bild erzeugt.

 

baq9o55feokicwmvk.gif

 

baq9or8k64tjtprdc.jpg

 

baq9pu429c0knd1hs.jpg

 

Dann als Hintergründe in Delftship wie im Tut beschrieben importiert und dabei kam das raus.

 

baq9qzywe4m7v0afk.jpg

 

baq9rb5k20k7q4vrk.jpg

 

baq9rl9zhmlse5mmo.jpg

 

Die Zahl der Spanten habe ich noch nicht eingestellt, denke es sollten ca. 10 sein. Der Rumpf ist etwas breiter und länger als die Diva, bzw. etwas flacher. Das Deck ist nicht gerade, das muss ich noch korrigieren und beim "Scalen" hat es mir irgendwie die Kontrollpunkte zerschossen, aber da ich inzwischen weiß wie es geht, mach ich es noch mal neu. (vielleicht mit Anregungen von euch?) ;-)

 

Ich hoffe ich mute euch nicht zu viele Bilder zu.

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Ich hoffe ich mute euch nicht zu viele Bilder zu.

Zu viele Bilder gibt es nicht, die Bilder sind super und sehr informativ. :that:

 

Aber eine kleine Kritik, versuche die Bilder auf ne max Breite von 1000pix zu beschränken, dann muss man nicht querscrollen. ;)

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Guest RayWo
Zu viele Bilder gibt es nicht, die Bilder sind super und sehr informativ. :that:

 

Aber eine kleine Kritik, versuche die Bilder auf ne max Breite von 1000pix zu beschränken, dann muss man nicht querscrollen. ;)

 

Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen! Beidem. ;)

 

Deine Entwürfe finde ich schon ganz schön schick. :that:

Ich würde aber ein paar Veränderungen vornehmen. Aber das ist meine persönliche Meinung. Die Vorschläge basieren auch nur auf rein ästhetischen Argumenten. Wenn dir das also nicht gefällt, vergiss es einfach. :)

 

Also:

  • Den Knick zwischen Boden und Seitenwand im Bugbereich würde ich noch ein wenig höher ziehen.
  • Die Seitenwände würde ich auch schräger nach außen stellen. (Ich habe die Classic von aeronaut. Das ist die selbe Rumpfform. Da habe ich festgestellt, dass das Wasser ziemlich weit an den Seitenwänden hochläuft. Wenn man eine Kurve fährt, schöpft man sich literweise Wasser in das Cockpit. Das kannst du ein wenig minimieren, indem du das Deck breiter machst und die Seitenwand als Hohlkehle ausprägst.)

 

Aber ich glaube, das wird auch ohne meine Vorschläge ein schickes Boot.

Ich bin schon ganz gespannt auf den Baubericht und möglichst viele Bilder. :popcorn:

Edited by RayWo
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Guest Tiefseetaucher

Hallo Jorge,

 

ich habe mein Mahagoni -Boot ( 1m lang ) auch auf klassische weise gebaut. Spant über Kopf auf eine Helling. Dann den kompletten Rumpf mit 1,5 mm Birkensperholz beplankt. Mit einer Bandsäge habe ich dann Mahagoni - Brettchen 2 x 100 x 1000 mm in 7 mm breite Streifen gesägt und diese dann mit wasserfesten Weißleim aufgeklebt. Versiegelt habe ich das ganze dann mit G4

 

Gruß

Werner

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Guest bastelwastel

es gibt da noch einen deutlichen Unterschied zwischen Furnier und Leisten.

Leisten werden aus dem Stamm herausgesägt. Furnier wird geschält, so wie man einen Bleistift anspitzt, nur halt nicht konisch. Furnier sieht von der Maserung auch anders aus, wobei man das aber bei so kleinen Abmessungen nicht so deutlich sieht.

 

Gruß, Lothar

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Guest jorge

Danke für eure Beiträge.

 

Wie kann ich den obigen Beitrag editieren? Ich würde gerne die Bilder verkleinert reinstellen.

 

Ja die Seitenwände sind doch etwas stark nach innen geneigt, im Original sind die Steiler.

 

Ich habe mit Delftship noch nicht heraus gefunden wie man runde Spanten macht, evtl. wär es doch ganz schick den hinteren Bereich gerundet zu gestalten, wie bei der originalen Riva.

 

Wie verhält sich das eigentlich mit meiner geplanten Rumpfänderung, d.h. etwas flacher! Kann das evtl. negative Auswirkungen auf die Fahreigenschaften haben?

 

Die Diva ist SEHR kurvenfreudig, das macht also nichts, wenn das neue Boot etwas weniger wendig wird, aber ich will die Gleiteigenschaften verbessern. Ausgestattet mit zwei 600ern sollte das Ganze schön in Gleiten kommen, auch wenn es keine Stufen hat, aber die Diva liegt im original doch etwas tief im Wasser für ein echtes Sportboot, wenn ich mir Videos von der Riva anschaue, die geht schon wie ein Offshore Rennboot ab....

 

So ein Sportboot ist für mich ein Kompromiss aus Bauen mit traditionellen Werkstoffen (statt Plastik) und einer schnellen Fahrweise.

 

Vielleicht gehört dieser Thread doch in ein anderes Unterforum, so wie sich das entwickelt...

 

Auf jeden Fall werde ich noch versuchen mit Delftship noch ein wenig am Rumpf zu verbessern.

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Wie kann ich den obigen Beitrag editieren? Ich würde gerne die Bilder verkleinert reinstellen.
Editieren geht nicht mehr da schon darauf geantwortet wurde.

Bilder verkleinern geht nur wenn du die Bilder durch kleinere mit exakt dem selben Dateinamen ersetzt.

Aber mach dir jetzt nicht den Stress und es geht schief. Denk einfach nur in Zukunft daran. So schlimm war es ja jetzt auch nicht. ;)

 

Querscrollen ist zwar nicht angenehm, aber kein Verbrechen. :mrgreen:

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Guest CARPENTER
es gibt da noch einen deutlichen Unterschied zwischen Furnier und Leisten.

Leisten werden aus dem Stamm herausgesägt. Furnier wird geschält, so wie man einen Bleistift anspitzt, nur halt nicht konisch. Furnier sieht von der Maserung auch anders aus, wobei man das aber bei so kleinen Abmessungen nicht so deutlich sieht.

 

Hallo,

 

bevor das jetzt Verwirrung stiftet, korrigiere ich mal:

 

1. Furnier wird nicht nur geschält, sondern auch gesägt.

 

2. Auch gesägte Leisten können tangential zu den Jahrringen liegen und haben dann die selbe gefladerte (so heisst das tatsächlich in der Fachsprache) Zeichnung wie ein Streifen Schälfurnier.

 

 

Zu ursprünglichen Fragestellung:

 

Es wurde von vollflächiger Verklebung/Verleimung und von Dicken von .7 bis 2 mm gesprochen. Für diese Verarbeitung ist es völlig gleichgültig, ob das Material stehende oder liegende Jahrringe aufweist. Damit ist hier auch egal, ob gesägt oder geschält. Es ist gleich gültig, ob der Händler die Ware als Leisten oder Furnierstreifen bezeichet. Wenn man die Streifen selbst aus einem Furnierblatt schneidet, ist man flexibler bei der Dimensionierung und steigt meistens auch kostengünstiger aus.

 

grüsse,

Hannes

Edited by CARPENTER
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Guest jorge

hab ich das nun falsch verstanden, das Furnier eigentlich nicht empfindlicher ist, als die normal erhältlichen Leisten (z.B. von Krick)? Wenn ich Furnier in dünne Leisten Schneide (und bei den Preisen neige ich dazu, das selbst zu machen) kommt das eh auf das gleiche raus.

 

Oder liegt die Empfindlichkeit nur daran, dass Furnier dünner verarbeitet wird?

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Guest CARPENTER

Hallo Jorge,

 

von welcher "Empfindlichkeit" sprichst du jetzt? Was meinst du genau?

 

Wenn die Beplankung nicht ausreichend gegen eindringendes Wassr geschützt ist, wird sie verdorben. Egal ob 0.5 oder 2 mm dick. Egal ob gemessert, gesägt oder geschält.

 

Die Empfindlichkeit gegen Durchschleifen bei der Verabeitung hängt eher davon ab, wie genau das darunterliegende Sperrholz ver- und bearbeitet ist. Und davon, vie vorsichtig du das darüberliegende Edelholz bearbeitest. Je dicker das Edelholz, umso mehr Spielraum hast du zum Verrunden von Kanten.

 

Eine weitere mögliche Fehlerquelle sind sogenannte wasserfeste Leimsorten, die bei genauem Lesen des Datenblattes sich als nicht für den Bootsbau geeignet herausstellen. Ausserdem ist der Weissleim ein Thermoplast. Das ermöglicht viele Kniffe bei der Bearbeitung wie Aufbügeln. Birgt aber beträchtliche Gefahren für thermisch belastete Werkstücke.

 

Übrigens: Dein Linienriss gefällt mir sehr gut.

 

grüsse,

Hannes

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Guest jorge

Ich habe meine Diva nach Anleitung gebaut: Mit normalen Ponal Express, der soll ja eigentlich nicht Wasserfest sein, Porenfüller von Graupner 5-6 Schichten. Dann mit Acryllack-weiß das Unterwasser Schiff und mit Klarlack glänzend auf Harz Basis. Der Rumpf ist dicht, und habe auch nicht feststellen können dass es mit dem Wasser Probleme gibt. Der Klarlack auf Harz Basis hatte einen leichten Gelbstich und bei zu dickem Auftragen wurde es trüb.

Nun möchte ich auf Spraydosen verzichten und mir evtl. ein Airbrush Set besorgen.

 

Wenn ich nun hier lese, dass man bis zu 12 mal lackieren soll, epoxy oder nicht, G4/G8, furnier sich wellt usw. dann bin ich ein wenig verwirrt, weil mein erster Versuch mit geringem Aufwand ein gutes aber nicht perfektes Ergebnis gebracht hat.

 

Eigentlich möchte ich auf 2 Komponente Epoxy verzichten, deshalb liebäugle ich mit G8 wobei ich nicht mal weiß, ob das nur 1 Komponente hat. Airbrush find ich gut, weil mit den Spraydosen die Schicht meistens zu dick wird und zu Nasenbildung neigt.

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Guest CARPENTER

Hallo nochmals, Jorge,

 

es ist nun mal so, dass es verschiedene Bauweisen und Systeme von Komponente gibt. Die beziehen sich auf unterschiedliche Zielsetzungen beim Bauen und im Gebrauch und auf unterschiedliche Rahmenbedingungen. Da hilft nur genaues Lesen und gegebenenfalls rückfragen nach den genaueren Gegebenheiten. Was den Unterschied zwischen Furnier und Leisten betrifft hab ich dir hoffentlich verständlich Auskunft gegeben. Holzverarbeitung ist mein Beruf. Wenn du Sorge hast, weil jemand berichtet hat, dass sich sein Furnier gewellt hat, dann frage doch dort nach, was GENAU los war.

 

Achte auch darauf, ob du den optimalen Gebrauchsfall oder den worst case anschaust. Es ist ein Unterschied, ob du eine gepflegte und intakte Lackierung hast, oder ob es Beschädigungen und Haarrisse gibt. Welche Eventualitäten wir einkalkulieren wollen, das kann jeder nur für sich selbst entscheiden. Was sich unter bestimmten Bedingungen bewährt, das kann unter anderen Bedingungen versagen.

 

grüsse,

Hannes

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Guest RayWo
Ich habe meine Diva nach Anleitung gebaut: Mit normalen Ponal Express, der soll ja eigentlich nicht Wasserfest sein, Porenfüller von Graupner 5-6 Schichten. Dann mit Acryllack-weiß das Unterwasser Schiff und mit Klarlack glänzend auf Harz Basis. Der Rumpf ist dicht, und habe auch nicht feststellen können dass es mit dem Wasser Probleme gibt. Der Klarlack auf Harz Basis hatte einen leichten Gelbstich und bei zu dickem Auftragen wurde es trüb.

Nun möchte ich auf Spraydosen verzichten und mir evtl. ein Airbrush Set besorgen.

 

Wenn du alles richtig gemacht hast, kommt an die Klebestellen ja auch kein Wasser und der Kleber wird sich nicht auflösen. Warst du nicht sorgfältig genug, dann ist die Auflösung des Klebers auch nur noch ein Problem unter vielen. ;)

 

Wenn ich nun hier lese, dass man bis zu 12 mal lackieren soll, epoxy oder nicht, G4/G8, furnier sich wellt usw. dann bin ich ein wenig verwirrt, weil mein erster Versuch mit geringem Aufwand ein gutes aber nicht perfektes Ergebnis gebracht hat.

 

Du hast ja hier schon Bilder von meinem Cockpit gesehen. Das habe ich ausschließlich mit Klarlack lackiert. Kein Porenfüller oder ähnliches vorher. Die ersten zwei Schichten habe ich mit dem Pinsel aufgetragen und die restlichen sieben (Ja, richtig. Das sind zusammen neun Schichten. ;)) mit der Airbrush.

 

Eigentlich möchte ich auf 2 Komponente Epoxy verzichten, deshalb liebäugle ich mit G8 wobei ich nicht mal weiß, ob das nur 1 Komponente hat. Airbrush find ich gut, weil mit den Spraydosen die Schicht meistens zu dick wird und zu Nasenbildung neigt.

 

Wie du ja schon geschrieben hast, gibt es unterschiedliche Philosophien was die Versiegelung angeht. Die eine schwören auf Epoxy, die anderen auf G8. Was du nimmst, ist am Ende wohl egal. Aufwändig wird es auf jeden Fall. Vorausgesetzt, du willst ein perfektes Ergebnis. Ein weniger perfektes gibt es sicherlich schon mit weniger Aufwand.

 

Airbrush ist so eine Sache. Ich bezeichne mich da mal als blutigen Anfänger. Ich finde, dass gerade Klarlack ziemlich schwierig zu handhaben ist. Da muss man schon ein bisschen Übung mit der Airbrush haben.

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