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Schiffsmodell.net

und nochmals - wasserfest


Guest

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Ahoi

 

Bin in Moment am Bau eines Leuchtturms, 2,50 m hoch.

 

Gebaut aus wasserfestem Sperrholz. Nun geht es an das lackieren.

 

Der Turm wird Wind und Wetter ausgesetzt sein. Wie lackiere ich am besten, damit der Turm lange Zeit schön bleibt und das Holz nicht angegriffen und aufquellen kann.

 

Ein Versuch mit Epoxy-Harz streichen war negativ, Acryl-Farben haften nicht.

 

Ist evtl. ein 2-Komponenten-System das Richtige und wenn ja, welches?

 

Im Bild, das eigenliche Light-House, der Turm wird noch erstellt!

 

Oder was für Alternativen habe ich noch.

post-3312-1419861525,0828_thumb.jpg

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Wie wäre es mit den Farben aus dem KFZ-Bereich. Wenn etwas Wetterfest ist, dann die.

Das Holz selbst mit G4/8 behandeln. Das klappt ja wunderbar, ich möchte da nur an Opas Veranda erinnern.

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Hallo

 

Danke San Felipe. Das ist eine Idee!

 

Was ist G4/8, habe das im Forum auch schon gelesen, aber die Suche gibt auf G4 und G4/8 nichts zurück.

 

Hast Du einen Lieferanten, damit ich schauen kann, ob es das in der CH auch gibt. Danke.

Guest CARPENTER
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Hallo Hans,

 

... Epoxy-Harz streichen war negativ ...

 

was ist passiert?

 

Ich habe eine Probe mit mit Epoxi beschichtet, angeschliffen (!) und dann mit Acryllack (übliche Wasseremulsion) mehrfach gestrichen. Das hält und hat einen Wassertest über Nacht perfekt überstanden.

 

grüsse,

Hannes

Posted (edited)

Hallo Hannes

 

Habe letztes Jahr eine Krone für ein Schiff gebaut. Dieses habe ich mit Epoxi-Harz gestrichen (gemäss Bild eigentlich meine Gattin :-) )und es war den ganzen Sommer, bei Wind und Wetter, auf dem Schiff.

 

Als ich das Dach vom Turm fertig hatte, wollte ich dies eigentlich auch machen. Also Epoxi gestrichen. Wie bei der Krone ist mir da auch schon aufgefallen, dass das Epoxi reagiert, dh. es gibt Stellen, da sammelt es sich und es gibt Stellen, da ist der Film dünner. Schwer zu beschreiben, die Oberfläche ist dann schon nicht mehr eben! So kleine See'en halt.

 

Danach habe ich Acril gestrichen. Eigentlich war da alles noch gut.

 

Später beim Streichen der Dachsparren musste ich abdecken. Soweit so gut. Beim Abziehen des Abdeckbandes kann dann die ganze Farbe am Stück und die Epoxifläche strahlte mich an, Fetzen rausgerissen, ohne jeden Rückstand. Da fiel der Entscheid, so nicht wieder.

 

Habe ich evtl. etwas falsch gemacht?

post-3312-1419861525,2174_thumb.jpg

Edited by Guest
Text-Korrektur
Guest CARPENTER
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Hallo Hans,

 

Zu den Seen im Epoxi: Brauchst du nicht beschreiben, die kenn ich. Das liegt auf einem zu dicken Auftrag. Allerdings kriegst du ein zu zähes Epoxi nicht dünn genug aus dem Pinsel auf die Oberfläche. Didi hat da vorgeschlagen ein noch weniger viskoses Harz zu nehmen. Dazu kann ich nichts sagen, weil ichs nicht getestet hab. Ich verwende das L Harz von R&G mit Härter L. Das verdünne ich mit 5 bis 10 % Aceton (genau kann ich es erst nach noch mehr Tests sagen). Der Tip mit dem Verdünnen kommt von www.miniwerft.de auf diesen Link hat mich Jo S aufmerksam gemacht. Die Beschreibung dort ist sehr Aufschlussreich. Jedenfalls hilft bei mir die Aceton Verdünnung und ein sehr sparsames Auftragen in mehreren ganz dünnen Schichten, das Seen und Inseln Muster zu vermeiden. Nötigenfalls kann man nach dem Verdunsten vom Aceton, das Harz dann nochmals mit dem trockenen Pinsel gleichziehen (-falls man doch noch ein wenig zu dick aufgetragen hat).

 

Zur Haftung: da mache ich gerade, angeregt durch dein Posting, noch einen Versuch. Ich werde berichten. Auf alle Fälle schleife ich das Epoxi an, vor dem Überlackieren. Zum Abkleben verwende ich nur Malerkrepp. Die vorhergehende Lackierung muss klarerweise ausreichend ausgehärtet sein, sonst zieht man sich alles auf fast jedem Untergrund wieder runter. Ob alle Acryllacke gleich gut auf Epoxi haften, kann ich allerdings auch nicht sagen.

 

Ich hoffe das hilft ein wenig weiter.

 

grüsse,

Hannes

Posted

Hallo Hannes

 

Danke für Deine Infos. Damit starte ich nun auch einen Test. Verdünne mal das Epoxi und probier das nochmals!

 

Ich möchte ja lange Freude an dem Leuchtturm haben :)

Guest CARPENTER
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Wünsche gutes Gelingen!

 

Für gleichmässigen dünnen Auftrag hab ich mir angewähnt, den Pinsel immer gleich tief ein zu tauchen, immer 4 mal abstreifen, und immer gleich grosse Teilflächen zu bemalen. Erst auf dem Abschnitt mit Lücken grob verteilen, dann erst verstreichen und schliesslich glattziehen. Bei dem heiklen Auftrag vom Epoxi verwende ich nicht meine übliche Lackiertechnik, sondern habe da ganz mechanisch diszipliniert begonnen - mit der Zeit bekommt man dann auch das locker gefühlsmässig und automatisch hin.

 

grüsse,

Hannes

Guest CARPENTER
Posted

Hallo nochmals,

 

hab jetzt das Abkleben mit Klebeband getestet: Acryllack auf Wasseremulsoionsbasis haftet gut auf dem Epoxi. Weder wegreissen, noch langsames Abziehen richtet irgendeinen Schaden an.

 

alles Gute,

Hannes

Posted

Hallo Hannes

 

Habe heute mal Epoxi mit etwas weniger Härter zu streichen, geht besser und die Seeen werden weniger. :that:

 

Ist es möglich, Epoxi auch zu spritzen, was würde das ja auch noch vereinfachen?

 

Werde mal weiter probieren und gebe dann auch eine Rückmeldung.

 

Allen einen schönen Wochenstart und gutes Wetter :mrgreen:

Guest CARPENTER
Posted

Hallo Hans,

 

Epoxi mit weniger Härter? Das wird dir nicht richtig aushärten. Davon halt ich gar nichts, ich würd eher die früher genannten Hinweise befolgen, die haben sich ja bewährt. Epoxi Härter ist kein Katalysator, wo weniger Menge einfach die Reaktionszeit verlängert. Epoxi Härter ist ein Reaktionspartner der genau in der angegebenen Menge vorhanden sein muss.

 

Das Epoxi lässt sich wahrscheinlich luftlos spritzen, aber das ist noch schwieriger und Fehleranfälliger, als das Streichen, und eher bei grossen glatten Flächen sinnvoll. Ich habs noch nicht gemacht (das Epoxi spritzen - andere Materialien hab ich oft und viel luftlos gespritzt).

 

grüsse,

Hannes

Guest RayWo
Posted
Hallo Hannes

 

Habe heute mal Epoxi mit etwas weniger Härter zu streichen, geht besser und die Seeen werden weniger. :that:

 

Ist es möglich, Epoxi auch zu spritzen, was würde das ja auch noch vereinfachen?

 

Werde mal weiter probieren und gebe dann auch eine Rückmeldung.

 

Allen einen schönen Wochenstart und gutes Wetter :mrgreen:

 

Hallo,

 

ich lese schon eine Weile mit, weil ich mich auch sehr für dieses Thema interessiere. Aus eigener Erfahrung kann ich leider noch nichts beitragen. Das wird sich aber hoffentlich bald ändern, wenn ich mein Boot mit Epoxy behandle.

 

Zu deine Frage, ob das Harz auch gespritzt werden kann, muss die Antwort wohl "Ja." heißen. Der nette Mann hier macht das nämlich. Leider kann der nur Englisch. Ami eben. ;)

 

Hier und hier hat er noch weitere Bauberichte veröffentlicht, wo auch immer wieder was zur Oberflächenversiegelung gesagt wird. Also falls Englisch kein Problem für dich ist, klick da ruhig mal hin. Der baut wunderschöne Boote.

 

Achso ...

Weniger Härter zu nehmen, ist absolut keine gute Idee. Dann härtet das Harz nicht vernünftig aus und du kannst den ganz Kram mühsam wieder vom Rumpf kratzen. Soviel Erfahrung habe ich dann doch schon. ;) Beim mischen solltest du sehr genau auf die Mengenverhältnisse achten. Schaue auch bitte, wie die angegeben sind. Manche Hersteller geben ein Volumenverhältnis andere ein Gewichtsverhältnis an. Das kann ziemlich unterschiedlich sein.

 

Ich habe mir übrigens dieses Harz von West Systems, das in den Berichten erwähnt wird, gekauft. Dazu gibt es ein Pumpenset für Härter und Harz. Da kann man dann absolut nichts mehr falsch machen mit der Mischung. Ich freue mich schon darauf, das endlich auszuprobieren. Wenn es soweit ist, gebe ich Rückmeldung.

Posted

Ahoi

 

Das mit weniger Harz ist wirklich nicht der Hit, zwar weniger Seeen aber noch nicht trocken. Nun ja, war ein Versuch. Ist nur eine Test-Platte, also nicht schlimm.

 

Dass mit der Mischung Volumen resp. Gewicht ist mir bekannt.

 

Lacke, evtl. ein 2-K-System könnte ja auch eine Lösung sein. Mach mich heute mal beim Lackierer schlau!

Posted (edited)

Ich verwende zum Versiegeln meiner Boote auch das R&G Harz. Meine Mahagoni Sportboote (z.B. eine Chris Craft) http://www.modellbau-club-bornheim.de/MCb_Modelle/Modelle.htm habe ich folgendermaßen behandelt: Ein Anstrich Epoxidharz mit 10% Verdünnung. Da einige Kollegen schon schlechte Erfahrungen gemacht haben, verwende ich nur Epoxidharzverdünner (R%G). Die Aceton Geschichte kann (muss nicht) auch in die Hose gehen, weil das Aceton u.U. zu schnell ablüftet. Nach der Trockunung ein Zwischenschliff, dann 2 Anstriche mit unverdünntem Harz (immer mit Zwischenschliff).

Für das Finish eine Lackschicht DD Lack. Das Ergebniss ist sehr gut.

Ich verwende das Harz mit 90min Topfzeit. Es ist wichtig das Mischungsverhältnis genau einzuhalten (wurde schon mehrfach erwähnt). Ich mische kleine Mengen immer Volumetrisch, das ist genauer als mit der Waage. Einfach für Harz und Härter je eine Einmalspritze verwenden. Die kann man auch mehrfach benutzen. Das geht viel besser als mit der Briefwaage. Auch wichtig ist, kein überlagertes Material zu verwenden.

Edit

G4 ist ein Einkomponentenmaterial von Voss Chemie. Es eignet sich gut zum Versiegeln von Holz ist aber nicht lichtecht. Das Zeug wird unter UV Einfluss honigfarben und das recht schnell. Wenn´s nicht stört, kann man es auch verwenden

Ende Edit

Gruß Frank

Edited by frank-s
Guest CARPENTER
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Hallo Frank,

 

der Hinweis auf DD Lack ist gut, merk ich mir.

 

grüsse,

Hannes

Posted
...Hinweis auf DD Lack ist gut...

Hallo,

 

das DD steht für Desmodur (Isocyanat-Komponente) / Demophen (Polyol-Komponente), meines Wissens Handelsnamen von Bayer. Es handelt sich also um eins der schon angesprochenen 2K-Systeme.

Das Mischungsverhältnis sollte genau eingehalten werden. Da Isocyanate auch mit Wasser reagieren (und dann für die gewünschte Reaktion nicht mehr zur Vefügung stehen), bitte möglichst trocken arbeiten.

Posted

@ Xoff,

den Surfer hat ein ehemaliger Vereinkollege gebaut. Soweit ich mich erinnere, hat er zeimlich geflucht.

Der Kollege ist im Rennbootforum http://www.rc-raceboats-world.de/forum/ aktiv. Er ist unter MiSt (bitte Groß- und Kleinschreibung beachten, Mi steht für Michael) zu finden. Ein sehr hilfbereiter und kompetenter Modellbauer.

Gruß Frank

Frank Andrees
Posted

Den Surfer gab es von Kyosho mit männlichen Surfer und als Billigversion von irgendeinem chinesischen Lieferanten mit weiblicher Surferin.

Die Billigversion hatte ich mir geholt und dann endsprechend umgebaut.

Macht wirklich Fun das Teil. Mir fehlen auf dem See nur die Wellen.

 

Die Teile werden immer wieder in der Bucht angeboten. Einfach mal nachschauen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Frank

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Hallo zusammen

 

Wieder interessantes zusammengekommen.

 

Leider hat mein Lackierer (der des Autos) Ferien, also noch zuwarten.

 

NB: Wegen der Einwegspritzen, mache ich auch so.

 

Aber Achtung:

 

Vor vielen Jahren hat mein Kollege sein Schiff (Gross-Schiff) repariert und den Gelcoat auch so angemischt. Am Folgetag war die ganze Oberfläche mit kleinen Bläschen verziert. Nochmals abgeschliffen und Ursache gesucht. Die Einweg-Spritzen waren innen mit einer Art Silikon beschichtet, was den Effekt ausgelöst hat. Deshalb wasche ich die neuen Spritzen heute immer mit Aceton aus!

Posted

@ Hans,

guter Hinweis mit der Beschichtung der Spritzen. Ich kann es mir aber eigentlich nicht vorstellen. Wenn die Spritzen für ihren eigentlichen Zweck verwendet werden verbietet es sich, dass sich da irgendeine Beschichtung ablöst und dann dem Patienten injeziert wird (ich kenne mich ein bischen im Medizinprodukte Gesetz aus).

Trotzdem kann eine "Spülung" vor der ersten Benutzung nicht schaden, ich hatte da aber noch nie Probleme.

Übrigens, wenn man Silikon im Verdacht hat, sollte man auch Silikonentferner verwenden ;). Mit dem Zeugs behandle ich meine zu lackierenden Oberflächen immer, bevor ich Lack oder Harz auftrage.

Gruß Frank

Guest CARPENTER
Posted

Hallo,

 

ich kann mir schon vorstelle, dass das so ist, wie Hans schreibt. Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass der Kolben in der Dosierspritze für Aceton nicht mehr gut gleitet, sondern ruckt. Durch Hochfahren in den unbenutzen Teil, wurde die Gleitfähigkeit wieder gegeneriert.

 

Probleme mit Bläschen sind aber nicht aufgetreten.

 

grüsse,

Hannes

Posted

Hallo Frank

 

Mit der Medizin wirst Du recht haben, aber wir hatten damals die Spritzen nicht aus dieser Ecke, sondern vom Lieferanten des Harzes. Nehme mal an, dass diese andere Spezifikationen haben, nicht unbedingt, was den Preis betrifft. :mrgreen:

  • 3 weeks later...
Posted

Hallo und guten Morgen

 

Wie versprochen, hier noch die Rückmeldung.

 

War gestern beim Lackierer. Er wird das Holz zuerst mit Epoxi spritzen, damit das Harz gut ins Holz einzieht (mit spritzen ist das Problem Seeen nicht gegeben). Danach überschleifen und Auto-Lack (habe für rot natürlich Ferrari-Rot gewählt).

 

Da ich Epoxi nicht spritzen kann und will, hat er den Turm dabehalten und macht das.

 

Zeige dann das Resultat hier.

Guest Fritzkartonius
Posted

Hallo Leute.

 

Ich möchte noch einmal auf das Thema " G 4 " kommen. Wir im SMC Albatros verwenden G 4 für unsere Modelle als " ERSTEN " Grundanstrich. Der erste Anstrich wird 1 Teil G 4 und Ein Teil G 4 Verdünner. Der zweite 2 : 1 und die letzten Pur. Wenn G 4 verdünnt ist, kann man innerhalb von einer Stunde den zweiten Anstrich machen. Wenn man unverdünnt streicht, sollten doch 24 Stunden Trocknungszeit eingehalten werden. G 4 greift Polisterol, ABS und ähnliche Kunststoffe an, außer Epoxyd und GFK. Der Vorteil ist, selbst bei Karton, er verzieht sich nicht. Falls man hinterher mit Glasfasermatte und Epoxyd weiter arbeiten möchte, gut anschleifen, nie direkt auftragen, denn sonst kann es einem passieren, dass man das was man so mühevoll aufgebracht hat, komplett wieder runter ziehen kann. Für Innen: Matte einlegen, gut mit G 4 einstreichen, trocknen lassen und man hat einen hervorragenden wasserfesten Innenanstrich. Wenn man auf G4 lackieren will, anschleifen, vom Baumarkt die Grundierung ( Sprühlack ) aufbringen und darauf die gewünschte Farbe auftragen.

G 4 ist ein Produckt von Vosschemie, www.vosschemie.de . Mal reinschauen und sich überzeugen lassen.

 

Fritz

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