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Schiffsmodell.net

Pogo-Pins


Ralph Cornell

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Ralph Cornell
Posted (edited)

Wie ich anderenorts geschrieben habe, treibt mich die Kontaksicherheit zwischen Deck und Aufbauten um. Ich hatte das bisher so gelöst, indem ich eine Reihe von Stiften und Buchsen einsetzte. Wenn die Aufbauten aufgesetzt wurden, sollten die Kontakte einrasten. Das erweist sich aber im Laufe der Zeit als immer problematischer. Nicht immer setzen die Stifte an der Buchse korrekt an, und wenn man etwas Gewalt anwendet, werden oft die Stifte in ihre Bettungen hineingetrieben, so daß gar kein Kontakt mehr zustande kommt.

Hier aus dem Forum erhielt ich die Anregung, es einmal mit Pogo-Pins zu versuchen, also magnetischen Kontaktleisten. Ich bestellte also beim Chinamann.

Gestern nun kamen die bestellten Teile an. Ein wenig enttäuscht war ich schon. Ich hatte gedacht, ich würde Leisten erhalten, bei denen jeder einzelne Kontakt magnetisch sei, aber es sind pro Männchen- oder Weibchen-Seite nur zwei (allerdings starke) Neodym-Magnete.  Das Einrasten schien zu funktionieren, wovon ich mich mit einem Durchgangsprüfer überzeugte. Alle Pins hatten Kontakt.

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Ich nahm eine Beleg-Einheit (Männchen/Weibchen) zu unserer Jugendgruppe mit - und erntete Kopfkratzen. Der User, der hier im Forum unter dem Skip "Thandor" bekannt ist, sagte mir, daß er schon vor Monaten einen Versuch mit Pogo-Pins gemacht hätte (für die Kontaktierungen der großen Bohrplattform, die bei unseren größeren Veranstaltungen aufgebaut wird), und er würde es schon fast bereuen, sich darauf eingelassen zu haben. Seiner Erfahrung nach seien die feinen Kontaktstifte, die man auf dem Bild hochragen sieht, sehr empfindlich. Sie würden sich leicht verbiegen und würden leicht abbrechen.

Aber der gute Mann hatte auch einen Lösungsvorschlag, der mir so einleuchtend erschien, daß ich ihn euch vorstellen will. Des Rätsels Lösung heißt Lochrasterplatine!

Die Pins haben den üblichen Abstand von 2,54 mm, was noch gut handelbar ist. Ich führte die Stifte in die Bohrungen ein, nachdem ich den Korpus mit ein wenig Sekundenkleber benetzt hatte, und lötete dann von der Gegenseite ein.

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Eine Sache erschien mir als besonders nützlich: Wenn man auf einer Seite die Lochrasterplatine etwas größer ausschneidet, bleiben Bohrungen frei, und diese kann man dazu benutzen, den ganzen Weihnachten mit feinen Schrauben am Süllrand festzuschrauben. Die Empfehlung der Kollegen lautete ja, die Kontaktierung halb "fliegend" zu machen - ein Teil fixiert und ein Teil lose herabhängend. Dann kann man die Aufbauten mit einer Hand hochhalten und mit der anderen den Kontakt schließen.

Schreibt mir mal hier, was ihr von meinen Überlegungen haltet.

Edited by Ralph Cornell
Schreibfehler korregiert
Posted

Das "weiche" oder "empfindliche" Kontaktproblem gibt's ja öfters.  

Grundsätzlich würde ich den Stecker mit Kabeln zusammen versteifen, also wie du es vorschlägst oder z.B. eine Hülle drucken und diese dann mit Klebepistole-Kleber füllen. So bekommt man auch eine gute Zugentlastung hin. 

Bisher liegen die Pogopins noch in der Kiste weil mir die Platinen für die Beleuchtung fehlen oder die Projekte noch nicht so weit sind.

Die Magneten auf jeden Pin wird aus zwei Gründen nicht gehen: Verpolungssicherheit und Abstand (die starken Magneten beeinflussen sich zu sehr bei dem kleinen Abstand). Du willst ja nicht lange zielen bis der Kontakt sitzt. So hasst du an beiden Enden des Steckers je einen + und einen - Pol (und entsprechend gegengesetzt) da dreht sich der Stecker automatisch in die richtige Ausrichtung (sofern beide Seiten nicht fest verbaut sind ist das sehr hilfreich).

J

  • Like 1
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Also bei meine Modellen, an denen ich die bekannten DB9, 15 etc. Steckverbinder eingesetzt habe, hatte ich noch keine Probleme damit. Ich montiere die so, dass sie den Aufbau sichern. Das bedeutet, bevor der Aufbau das Deck berührt, bekommt die Kragen der Steckverbindung Kontakt zueinander, so dass die Positionierung geklärt ist. Ein sanfter Druck nach unten und die Verbindung ist hergestellt und der Aufbau ist in seiner Position. Der Unterschied zu der hier im Forum angesprochenen "fliegenden" Verdrahtung ist, dass die Steckverbindung der Fixpunkt ist und nicht der Aufbau. Wenn der Aufbau der Fixpunkt sein soll, könnte man an Stecker oder Buchse die Befestigung per moderatem Langloch machen, um eventuelle Längendifferenzen auszugleichen.

Die sog. Pogo-Pins sind eigentlich Prüfstifte, woraus folgert, dass sie hinsichtlich mechanischer Festigkeit und Strombelastbarkeit ihre Grenzen haben. Wenn sie in einer gemeinsamen Leiste montiert sind, die über Magnete ihre korrekte Position findet, ist alles o.k. Aber auch da gilt, die Position muss recht exakt stimmen; wenn das nicht gegeben ist, bleibt nur die schon erwähnte Variante, einen Teil der Verbindung mit etwas mehr Kabel zu versehen, den Kontakt vor Aufsetzen der Aufbauten herzustellen und erst dann die Aufbauten an die richtige Position zu setzen.
Kann man machen, aber schöner ist natürlich die Variante, wo mit einfachem Aufsetzen der Aufbauten alles erledigt ist.

Hinsichtlich der Verdrahtung der Leiste: Die Variante mit Lochrasterplatine überzeugt, wenn man nicht an jeden Kontakt das Kabel direkt anlöten möchte. In jedem Fall würde ich aber den entstehenden Kabelbaum  so mit Schrumpfschlauch an der Leiste selbst oder der Platine befestigen, dass sich da nichts mehr bewegt. Alternativ geht natürlich auch Kleben, z. B. Heißkleber. Nur so ist auf lange Sicht gewährleistet, dass sich da nicht Kontaktschwierigkeiten ergeben.

  • Like 2
MatthiasSchumi
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In meinem Frettchen verwende ich auch Pogo-Pins. Für die Verbindung Deck zu Rumpf habe ich mir zwei Adapter gedruckt, die auch das Deck vorn fixieren. Die Pogo-Pins haben dort alle die Lochrasterplatte am Anschluß. Für die Verbindung Deck zu Steuerhaus habe ich mir auch passende Adapter gedruckt. Mal sehen wie sich das dann auf Dauer bewährt.

siehe HIER

Für das Testen des abgenommen Decks bzw. Aufbaus muss dann eben ein passendes Verlängerungskabel gebastelt werden.

  • Like 3
Ralph Cornell
Posted

Die Versuche mit den Pogo-Pins gehen weiter. Aus dem Graupner-Forum erhielt ich den gesuchten Hinweis: Um die gute Antennenlage des GR-24 in den Aufbauten nutzen zu können, sind nur zwei Kontaktierungen nötig: Eine Leitung für die Telemetrie und eine für Diversity. Hierzu musste der Kanal 8 des Empfängers auf Summensignal (OUT SUM D3) eingestellt werden. Er läuft von da über die Pogo-Kupplung zum Summensignal-Eingang des GR-32 (SUM IN, K7). Die Telemetrie-Leitung läuft einfach von der Telemetrie-Buchse über den Pogo-Pin zum Telemetrie-Ausgang meines General-Engine-Moduls.

 

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Im 2. Bild sieht man die drei Unterseiten der Pins. Tatsächlich war das schlimmste Problem, die Kabel von den ursprünglichen Stiftleisten ab- und an den Pogo-Pins wieder anzulöten. Gerade auf der Buchsenseite der ursprünglichen Kontaktierung musste ich mittels der Lötkolbens zur Zerstörung greifen, weil die Kontaktzungen im Verlauf vieler Reparaturversuche mit den Plastikkörpern verklebt waren.

Die Versuche haben sich gut angelassen - in allen Fällen war ausreichend Kontakt vorhandem. Ich habe nur eine Sorge: Bei der ganz linken Leiste sieht man ganz links das Rote Plus-Kabel, das die Verbindung zu allen Verbrauchern in den Aufbauten herstellt. Die Pogo-Pins sollen ja bis zu 2 A aushalten, aber was passiert, wenn dieser Wert überschrritten wird? Bisher habe ich noch keine negativen Folgen feststellen können, aber wie wird das auf die Dauer sein, wenn alles in einer feuchten und also korrosiven Umgebung laufen muss? Die Kontaktflächen scheinen vergoldet zu sein...

Peter_S_aus_O
Posted

Wie Jürgen oben schon geschrieben hat, ist diese Art der Kontaktierung mal als Prüfpin auf den Markt gekommen (oder zum Programmieren). Die 2 Ampere würde ich daher auch mit Vorsicht angehen, und nicht unter Last kontaktieren. Im Prinzip hat du da immer einen "Mikro-Lichtbogen", der auf Dauer die dürftige China-Vergoldung abbrennen kann. Bei Vibrationen oder Verschmutzung auch andauernd im Betrieb.

vor einer Stunde schrieb Ralph Cornell:

auf die Dauer sein, wenn alles in einer feuchten und also korrosiven Umgebung laufen muss?

Wenn es dort auf Dauer feucht ist, hast du ein anderes Problem 😄 Dann wird sich am Pluspol Korrosion/Grünspan bilden, das kann die atom-dünne Vergoldung auch nicht ganz verhindern.

Da wir hier aber nicht Atomphysik und Raketen-Technik betreiben wollen: Du hast scheinbar auf deinem Versorgungs-Pogo noch etliche Pins frei. Schalt doch da einfach noch ein paar zusammen und gut ist.

Peter

 

Ralph Cornell
Posted

Hmm, ja, auf dem rechten Pogo-Pin habe ich noch Pins frei. 

  • Like 1
Ralph Cornell
Posted

Ja, Verschmutzung ist sicher ein Problem. Ich werde mir demnächst eine neue Flasche Kontakt60 besorgen. Ich muss sowieso zum Elektronikhändler meines Vertrauens fahren. Ich brauche noch 2'er Wago-Klemmen und Kabelbinder.

  • Like 1
Ralph Cornell
Posted

Das 2A-Problem kommt mit Sicherheit noch einmal auf mich zu, wenn ich die Kontakte der SEABEX ONE überarbeite. Denn einer der Stromkreise fordert wahrscheinlich mehr als 2A Strom - die Außenbeleuchtung. Deshalb habe ich auch diesen Stromkreis nicht auf dem Beier-Sound/Schaltmodul zu liegen, sondern auf einem SM-4- Schaltmodul. Das kann bis zu 4A Strom ab. Aber auch hier stellt sich die Problematik am gemeinsamen +. Ich spiele schon mit dem Gedanken, hier einen der 5-Pin-Pogos einzusetzen - also den Strom parallel aufzuteilen.

Ralph Cornell
Posted

Und - ich habe mich geirrt. Die kürzeren Pogos sind nicht mit 5'er Pins, sondern nur mit 3 Pins. Aber - die Magnete haben dieselbe Größe. An sich müsste damit der Anpressdruck noch größer sein.

Im übrigen haben diese Typen nicht die abgewinkelten Stifte wie die 9'er, sie lassen sich gerade einlöten. Wenn sie auf Zug belastet werden, sollte die Kraft senkrecht zur Achse verlaufen. Versuch gemacht: Eine Zugentlastung aus Heißkleber.

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Das dürfte ein Abknicken der Lötstelle sicher verhindern.

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