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Schiffsmodell.net

30 kvm Skärgardskryssare


Gotland

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Posted (edited)

Moin,

Nach meinem 22er, der ja auch recht gut und flott segelt kam ein Loch in meiner Basteltätigkeit. Lancea war fertig, also habe ich wie meiner Frau versprochen mit der Renovierung des Wohnzimmers begonnen. Wände spachteln, tapezieren usw. haben mich trotz Rente von meinem eigentlichen Hobby abgehalten. Als Lohn für die Mühe durfte ich eine freie Wand mit meinen Modellen gestalten. Wie immer habe ich das ganze erstmal zeichnerisch dargestellt um eine´Vorstellung von dem Vorhaben zu entwickeln:

WandmitBooten.JPG.1e1198a40aef31d41369865ace9eb703.JPG

Tja, und so sah das dann 7 Wochen vor Weihnachten aus:

WandmitBooten.JPG.1202814818e11f2803a3e38d85269c77.JPG

 

Ganz oben steht der Nachbau unseres eigenen kleinen Schärenkreuzeres SK15 Solgun, den ich vor 12 Jahren in Eigenarbeit restauriert habe: https://klabauterkiste.de/holzboot-restaurierung-sk15-solgun/ Das Modell ist 1800 mm lang und mit seinen ca. 12 kg noch gut oben ins Regal zu bekommen.

Darunter in der Mitte steht mein wohl zur Zeit elegantestes Modell, der SK22 Lancea. Baubericht hier im Forum: https://www.schiffsmodell.net/index.php?/forums/topic/20819-22-qm-schärenkreuzer-im-maßstab-15/

Und ganz unten steht Agneta. Dieses ist ein Nachbau eines SK30 aus der Feder von Gustav Estlander und mit 2350 mm Länge zur Zeit noch mein Flaggschiff. Das Modell habe ich während der Restaurierung unserer Solgun gebaut.

Nun wird es Zeit, sie zu ersetzen. Einen Käufer für Agneta gibt es wohl schon. Also Zeit was neues auszusuchen.

Die beiden oberen Boote sind von Knud Reimers gezeichnet. Reimers hat nach dem frühen Tod von Estlander das Büro übernommen und lange weitergeführt. Um die Reihe also zu vervollständigen muß der nächste 30 qm Schärenkreuzer auch von Reimers sein. Nebenbei bin ich ja ein Bewunderer und Fan seines Schaffens.

Nach einiger Suche habe ich mich an einem Entwurf aus 1933/34 "festgebissen". Die gleichen eleganten Linien wie Lancea aber etwas größer 2500 mm lang bei ca 19 kg Gewicht. Maßstab wie immer 1:5 Das kann ich gerade alleine aus dem Haus tragen, ins Auto laden und ins Wasser setzen (solange das noch geht).

Hier die Bauzeichnung des Originals:

1990_10_294Bau.jpg.184a4c1fa78d80f7cb845b626a09cb36.jpg

Attrbution-ShareAlike (CC BY-SA)

Die Linien sind natürlich wie immer faszinierend. Merke ich immer wieder beim Zeichnen.

Also nach 4 Tagen zeichnen die Spanten gefräst, Helling gebaut und alles hingestellt:

20251210001.JPG.552d22fe00fedb7a304196e3e073a178.JPG

 

Diesesmal den Bau nicht in den Garten gestellt zum fotgrafieren. Einfach zu ungemütlich.

6 Tage später schon einiges mit 4x10 mm Mahagonileisten beplankt:

20251216001.JPG.2f0837e41629f1df2993f07e226dec57.JPG

Dann noch nebenbei ein Urmodell für den Kiel gebaut. Diesesmal nicht mit Schaum, sondern auf anraten eines Freundes mit Balsa als Füllstoff. Geht gut. Schleifen darf ich das allerdings nur draußen, sonst bekomme ich allergische Erkältung:

20251219002.JPG.cdae2504715dc61951625508e24a1e4b.JPG

 

Dann den Kiel in Blei gegossen. Er wiegt  10,7 kg. Diesmal 300 Gramm zu leicht. Aber etwas nachgießen in den Rumpf geht immer.

20251221 001.JPG

In den nächsten Tagen mehr.

Grüße

Lothar

Edited by Gotland
  • Like 9
Posted (edited)

Ich bin euch noch das Bild von den Einbauten unter der Plicht schuldig. Ist im letzten Beitrag iegendwie verschütt gegangen. Hier also die Einbauten:

20260102001.JPG.5a8b2c2349ebc5e1a85c0e81143174d1.JPG

Das mit der Großschot mach ich übrigens zum ersten Mal so.  Bisher war das mein Standard:

Schotfhrung.JPG.d12802d5e42ee28901ca11b47743e20a.JPG

 

Die Großschot ist zwar an der richtigen Stelle durch einen Block geführt, geht aber dann durch die Kajütrückwand. Man könnte das zwar noch als durch das "Schlüsselloch der Türen geführt" sehen, ist aber irgendwie nicht so schön. Daher jetzt die obige Lösung. Wenn das genauso störungsfrei zu segeln geht, wie die "Schlüssellochlösung", werde ich das in Zukunft immer so machen. Das führen der Schoten in Rohren ist bei den richtigen Schnüren eine erstaunlich reibungsarme Lösung. Hatte ich bei den Vorschoten bei den letzten beiden Modellen schon gemacht. Da kommen die Vorschoten aus den Winschenköpfen.

Grüße

Lothar

Edited by Gotland
  • Like 5
  • 2 weeks later...
  • 1 month later...
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Jo,

zwischenzeitlich erfolgte noch eine Schwimmprobe im Gartenteich eines Mitbastlers:


20260120001.JPG.06046bc63fc1c81eeaf7f31feaeea57b.JPG

Wasserlinie passt!

Die Leisten für da Deck waren ja nun schon länger fertig, aber mir sind da noch einige Küchenschränke "zugelaufen", sodass ich erstmal meine Werkstatt für die Fräse etwas renoviert habe. Die "Halle" mit der Bauwerft ist irgendwann demnächst auch reif... wer also Seine Küche erneuert, Bescheid sagen, ich komme zum abbauen vorbei.

Aber letzte Woche ging es endlich mit dem Boot weiter. Das Schandeck und Teile der Königsplanke wurden aufgeleimt. Nun hätte ich Planken legen können, aber das aufriggen von Christians Vigilant war eiliger. (Baubericht Vigilant)Also heute morgen angefangen. So sah das Deck vorhin aus, wenn es aufgeräumt war:

20260223001.JPG.a8fa9b4e91e3fcf33c8b5d52c1d50008.JPG

 

Und so, nachdem ich eben die letzte durchgehende Planke aufgeleimt habe. Ist eine ziemliche Hantiererei mit den dünnen 2,5 m Kiefernleisten:

20260223003.JPG.5a69d41a485dc0200dec39dda3c2cec0.JPG

Ich habe übrigens in den letzten Wochen meine Fachliteratur und das Internet durchforstet. Das Modell wird nach den gleichen Zeichnungen wie Rhamsin SUI 1 bzw. Z1 heute GER 84 gebaut. Meine Zeichnungen haben aber einen anderen Kunden vermerkt, als der von Rhamsin. Vielleicht ist es die Valiant - damals für USA gebaut. Wenn nicht, wird das Boot den namen meiner Mutter erhalten. Ist schon spannend sowas....

Demnächst mehr in diesem Theater

Lothar

PS: gibt's nichts zu meckern, fragen oder sonstwie zu kommentieren? Sonst können wir den Senftopf besser löschen.

EDIT von mir @Andreas58

Hier der Link zum Senftopf. Sonst müssen alle zu lange suchen.;) 

Edited by Andreas58
Bild vergessen
  • Like 7
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 Moin,  

die letzte Decksplanke wurde soeben verleimt:

20260226001.JPG.6389e5382e0169e2979453889fe2945e.JPG

20260226002.JPG.c2e483e0236f83da053e214c79425223.JPG

Der Anti-Stress-Ball hlft mir verletzungsfrei um das Modell herumzuturnen. Bei der Größe wird es eng in meinem Keller.

Mal sehen, wie das nach dem Kalfatern der Fugen aussieht. Kieferplanken habe ich an Deck noch nicht verlegt. Aber ich hoffe, dass die Färbung im Laufe der Zeit den Oregon-Pine Planken aus der Zeit nahe kommt.

Grüße

Lothar

  • Like 3
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Moin,

gestern habe ich das Deck hauchdünn mit G8 gestrichen, damit die Verfugung nicht ins Holz eindringen kann.

Heute habe ich dann mit schwarzem Epoxydharz verfugt:

20260228001.JPG.bf2687eb7478fbba3654ee1b9aff3c21.JPG

Dabei habe ich mich in Geduld geübt und solange Luftblasen göffnet und verfüllt, bis das Harz gelierte. Eine unruhige Nacht und dann den Excenterschleifer ansetzen.

Es bleibt spannend.

Lothar

  • Like 6
Gotland
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Sicher habt Ihr genauseo gespannt gewartet, wie ich.

Es ist gut geworden:

20260302001.JPG.60d011500e425558d05838c6038ba0cf.JPG20260302002.JPG.df0c5ba4e7f150cb006086a1e283df5c.JPG

Das ganze wurde mit meinem alten Bosch Excenterschleifer mit 120er Papier geschliffen. Dann noch einmal mit 240er drüber und nach 1,5 Std. war alles erledigt. Es sind noch wenige "Fehlstellen" vorhanden. Das sind Stellen, wo aus irgendeinem Grund nicht genug Harz in der Fuge war oder weggesickert ist. Auch die eine oder andere Luftblase war dabei. Dort werden heute abend die Planken von oben abgeklebt und dann vorsichtig nachkalfatert.

Grüße

 

  • Like 8
Gotland
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Moin,

ich war mal wieder etwas fleißig. Die Kajüte ist im Bau. Wie immer mit der Vorderwand begonnen, dann die Seitenwände und den Rahmen für das Dach eingepasst:

20260310002.JPG.6ea7d395fa3d2acc707ff9ffe2f0cae3.JPG

Dann die Rückwand eingebaut. Ich habe da wieder Türen immitiert. Mag ich lieber als Steckschots:

20260310001.JPG.1ef09284c280f9f7a909d98be620fc59.JPG

Auf dem Drucker habe ich schonmal Fenterrahmen zur Probe gedruckt.

20260310003.JPG.80bb0a53cea00115375c25e0ee9fdd8c.JPG

Mehr demnächst.

  • Like 6
Gotland
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Moin,

Nun ist das Dach auch drauf:

20260313001.JPG.3557fa7dfe158c187b0d5edf657845fc.JPG

Es fehlt noch das Schiebeluk.

Aber da es ja nicht mehr reinregnen kann, durften die Servos für den Niederholer und den Achterstagspanner sowie die 3 Segelwinden schonmal probesitzen:

20260313002.JPG.30c8683be1f85fb35070c2c7df346d14.JPG

Nun also weiter mit dem Schiebeluk und dem Vorluk.

Lothar

Edited by Gotland
Tippfehler
  • Like 5
Gotland
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Schonwieder ist ein Tag vergangen.

Das nachgemachte Schiebeluk ist fertig:

20260314002.JPG.dc99411174fe24317423ddf3775268f1.JPG

 

Das Vorluk ebenso. Es läßt sich nach oben abnehmen, da ich die Öffnung brauche, um die Umlaufschoten einzubauen. Durch das Vorluk kann ich bis fast in den Bug greifen:

20260314001.JPG.5afecd419f88f274d555f9ae7c627e39.JPG

Die Vorschoterbänke habe anders als auf der Originalzeichnung wie bei meinem 22er "Lancea" gebaut. Ein guter Freund und Holzlieferant fand die sehr schön:

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Vielleicht morgen mehr.

Es bleibt spannend!

Lothar

  • Like 7
Gotland
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Der Skipper hat jetzt auch eine Bank. Diese liegt lose in der Halterung gegen verrutschen gesichert. So komme ich später noch an die Luken für das Servo ran.

20260315001.JPG.d7b0c1d688afae172ea459c5a4d4a676.JPG

 

Ich habe dann alles versäubert und die Plicht schon 2 mal mit G8 lackiert:

20260316001.JPG.6592e8a6f2cb0ad28fdf86f89049fe2c.JPG

Das wird dann soweit möglich übergeschliffen und mit dem deck zusammen zuende lackiert. Ich schätze es werden an deck 6 bis 7 Schichten.

Der Lüfter liegt da drauf, um den "Lösemittelsee" beiseite zu pusten. Wenn man die Dünste in dem nach unten geschlossenen Raum nicht wegbläst, wird G8 nie trocken/fest.

Grüße aus Bremen

Lothar

 

  • Like 5
  • 3 weeks later...
  • 1 month later...
Gotland
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Der Mast ist auch soweit erledigt. Er ist aus 5 Schichten entstanden. Die einzelnen Schichten entsanden aus mehreren Leisten. So konnte ich den gepeitschten Mast in einer Schablone wie im Original gewissermaßen "vorbiegen". Die 5 Schichten mußten dan nur noch verleimt werden. Hier der Querschnitt im Bereich des Großbaumbeschlages:

Mastquerschnitt.JPG.2f55dc72bd0ffb024c8c7842c6a1578e.JPG

 

etwas weiter oben knapp unter der Untersaling ist der Mast 29 mm tief und 26 mm breit. Das ist die dickste Stelle. Er nimmt dann bis zur Obersaling etwas ab, von da an deutlich mehr und an der Mastspitze ist nur noch ein Querschnitt von 12x14 mm vorhanden. Die Keep endet ca . 60 mm vor der Mastspitze. Sie ist dann mit einer Leiste komplett verschlossen, wie auch vom Fuß bis Oberkante Lümmelbeschlag.

Dann erfolgte das in Form schleifen auf meinem stationären Bandschleifer. Hoben kann ich nicht gut und schon gar nicht sowas krummes :???: Beim schleifen kann man sich wunderbar an den Leimkanten der Leisten orientieren.

20260504001.JPG.0abd021505642304321c927dca7e81af.JPG

Ich finde ja, er passt zum Boot:

20260504003.JPG.906dfa6f990898366c72d7ff20a0d338.JPG

 

Übrigens wiegt die Palme so wie sie da liegt 600 Gramm. Das erscheint mir nicht zuviel für einen Mast mit 2,5 m Länge. Mehr als ausreichend stabil ist er auch.

Grüße

Lothar

  • Like 8
  • 2 weeks later...
Gotland
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Beschläge sind am Mast montiert bzw. geklebt und mit kuzen Nägeln gesichert. Sieht aus der Ferne dann aus wie Linsenkopfschrauben :lol:

20260531001.JPG.de97270d13b65f9d03f0050d72637815.JPG

Die Bauaufsicht ist uns vor einigen Wochen "zugelaufen"

Also nochmal ein Probeschwimmen veranstaltet. Dabei festgestellt, dass das Handy nicht schwimmt...  Zum Glück wasserdicht ;)

20260531006.JPG.0e60310a44fd965d44183d7f2fb541ce.JPG

Nebenbei festgestellt, dass der Kahn gar nicht hecklastig ist, sondern ich die Wasserlinie falsch angezeichnet hatte. Wird gerade korrigiert.

Bis Morgen auf dem UT.

Lothar

  • Like 7
Gotland
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Jetzt passt auch die Wasserlinie:

20260607005.JPG.65a6eb086f81dae9bc32fbe9236bd2a5.JPG

 

und nun mutiere ich vom Bootsbauer zum Segelmacher.

 

Grüße Lothar

  • Like 5
Gotland
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Wie angedroht:

Nun wurde es ja wieder Zeit zum Segel machen.

Bei meinem Bautempo kann ich mir die Firma Latsch schon lange nicht mehr leisten, sodass ich gelernt habe Segel selber herzustellen. Die Ausführungsqualität reicht natürlich nicht annähernd an die eine Segelmachers heran, aber bisher fuktionieren sie so leidlich. Genäht wird auf einer Haushaltsnähmaschine aus den 80ern - eine Husquarna Classic 100.

Das Material ist dieses mal Segeltuch mit 170g/m2, weiche Qualität. Das läßt die Nähte besser gelingen, als bei Footshelf. Es tritt wenig bis kein Gekräusel an den Nähten auf. Also erstmal Bahnen schneiden. Das mache ich im Keller mit einem Winkeleisen als Lineal und Schrankrückwand als Verschleißunterlage. Geschnitten wird hier mit einem Skalpell:

Segel1.JPG.ad8f6fba171ee09a155b86abb3439b0a.JPG

Das Resultat:

Segel2.JPG.ba343f4ee101cf5c69db9c97b0a91acc.JPG

Dann werden Bahnen mit Übermaß auf die gezeichnete Segelschablone gelegt und auf meiner flachen Schildkröte mit 2 mm Doppelseitigen Klebeband geklebt:

Segel3.JPG.c2d264750eea4eef4d344ddbbbb2d6c0.JPG

Die Schildkröte ist sehr flach, da ich alle 100 mm eine Bahn habe. So unterscheidet sich der Bauch später von meinem.... Er wird nicht so dick smile.gif

Segel4.JPG.78042a581d79f12dfbb70bcf873be377.JPG

Dann werden auf die geklebten Segel Streifen aus Tesa-Krepp aufgeklebt. Diese werden dann beim Nähen mit Zick-Zack-Stich Stück für Stück wieder entfernt. Macht man das nicht, fällt das Gebilde beim nähen wieder auseinander. Das 2 m Band reicht nämlich nicht bei den bewegungen, die dem Segel beim nähen zugemutet werden.

Geht gleich weiter.

  • Like 1
Gotland
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Am Vorliek und dem Unterliek des Großsegels wird noch eine Tasche aus Spinnakertuch angenäht. Dafür verwende ich einen speziellen Fuß, der zum Zubehör der Nähmaschiene gehört:

Liektau1.JPG.53bf3bbd80fe90d02098a6fdd60fbe62.JPG

Das klappt super. Dann noch einen Naht etwa 5 mm daneben nähen und schon ist das "Scharnier" am Mast fertig.

Liektau2.JPG.e62a596a26af928bec837474091b585e.JPG

Dieses dann nur noch auf 8 mm Breite ab zweiter Naht zuschneiden, zwischen die beiden Lagen das Segel wieder mit doppelseitigem Klebeband einkleben und vernähen.

Soweit ist jetzt das Großsegel gediehen:

Gross.JPG.73129d5ace8c67ccae8f7f0959f74fd3.JPG

Die Vorsegel bekommen am Vorliek nur eine Tasche angenäht. In dieser wird dabei ein Stahlseil eingelegt. Dann halten später die Stagreiter besser am Segel und das Vorliek steht etwas besser.

G3:
Genua3.JPG.c2b0694ea60ae53f879e17520d60f442.JPG

G2:
Genua2.JPG.c443f75828846b220946d649a0888925.JPG

G1:
Genua1.JPG.50e5166fbd4e416207d014bbad1b733a.JPG

Nun fehlen noch die Verstärkungen an den Köpfen, Füßen und Schothörnern. Swie Ösen und Segellatten.

Das aber erst, wenn ich wieder Nummerntuch in weiß geliefert bekomme... ist alle rolling_eyes.gif

Jetzt sind ca 3 m2 Segel entstanden. Mit Verschnitt sind etwa 3,2 m2 verarbeitet worden. Die Nahtlänge messe ich lieber nicht.... aber öfter war der Unterfaden zuende...grin.gif

Also demnächst mehr in diesem Theater.

Lothar

  • Like 7
Gotland
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Gestern ist die hübsche Paketbotin vorbeigekommen und hat mir das sehnsüchtig erwartete Selbsklebende Dacron mitgebracht.

Also schnell das Großsegel mit Eckverstärungen und Ösen versehen. Ich nehme übrigens immer die Ösen von Graham Bantock mit den 2 U-Scheiben. ich hoffe, meine reichen bis an mein "Bastelende". Es wurden am Groß noch Segellatten aus dickem Segeltuch vernäht. Dann wurden die Segel mit Schäkeln an den Fallen befestigt und gesetzt. Am Wind sollten sie gut stehen:

20260616002.JPG.1dcc0768d6e5daf891b7636a4915dd3d.JPG

20260616001.JPG.f364251424a07c9f873b009049c1aa77.JPG

Sie waren natürlich nur provisorisch mit Klebeband angeschotet.... 

Gelernt habe ich wieder einiges beim Segel nähen: Nicht zu schnell nähen, die Nadel regelmäßig wechseln und sie vor allem suber halten. Der Klebstoff aus dem Doppelseitigen Klebeband sorgt für Oberfadenreißer und Manchmal auch für Fehlstiche.

Egal, ich bin halt kein Segelmacher. Und für die Ausführung mit der Haushaltsnähmaschine haut das einigermaßen hin. Das Achterstag ist übrigens 1mm Dyneema, in das oben am Mastkopf ein Auge gespleißt ist. Es rutscht nicht am Mast runter, weil da oben ein kleiner Holzkeil auf der Vorderseite angeleimt ist. Die Lösung ist so an meiner "Großen" gemacht und ich habe es auf alten Zeichnungen auch öfter gefunden. Ist halt eine einfache aber praktische Lösung und spart Metallarbeiten am Mastkopf.

Jetzt mach ich mich mal an die Holepunkte und RC programmieren etc. Kleinteile fehlen ja auch noch.

Lothar

 

 

  • Like 6
Gotland
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Ja Manfred,

hatte ich auch schon gemacht, aber irgendwann..... Im Übrigen mag ich kein Silikon... wenn es an die falsche Stelle kommt, geht da nie wieder richtig Lack drauf. Holzboot und Silikon in egal welcher Form passen bei mir einfach nicht.

Heute habe ich den Niederholer in Betrieb genommen bzw. die Leinen dafür eingezogen. Das 35 kg Servo ist ja schon eingebaut gewesen. Desweiteren ist die Großschot eingezogen:

20260618002.JPG.b39e50f9e4544bfe26a045c9720dc0f6.JPG

...Ich muß mal das Cockpit durchfeudeln...

Die Holepunktschienen habe ich auch angefertigt. Ich mache die ja ganz pragmatisch: Ein MS-Profil 6x2 wird alle 14 mm mit einem M2 Gewinde versehen. Damit kann ich die Holepunktblöcke bzw. die Führungsösen/Röhrchen immer um 14 mm versetzen. Das ist fein genug. Irgendwann hat man die optimalen Punkte für alle drei Vorsegel raus.

Bei 100 Gewindebohrungen bekommt der Bohrer auch mal etwas Wärme:

20260618001.JPG.1204e51c70fa6dd6a22370e269b487ed.JPG

befetsigt sind die Schienen mit M3 Schrauben alle ca.100 mm. U-Scheiben sind drunter, damit sich kein Wasser unter den Schienen sammelt.

Nicht mehr lange hin bis zum Probesegeln.

Lothar

  • Like 6
  • 2 weeks later...
Gotland
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Moin,

das erste Probesegeln stand an. Mit den Segeln bin ich noch nicht zufrieden. Der Streifen mit dem Liektau ist nicht weich genug. Das ist ein Problem bei der Peitsche im Mast. Werde ich aber mit dünnem Drachenstoff lösen.

Aber hier schonmmal ein Bild:

P1060823.JPG.12b468324e08d57f23d246634af6695d.JPG

Das Achteliek des Großsegels gefällt mir auch nicht so wirklich. Es rollt zwischen den Segellatten immer in eine Richtung ein. Vielleicht werde ich das mal über eine Rolle legen und warm fönen.

Grüße

Lothar

  • Like 5
Gotland
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Heute hat meine Post- und Paketzustellerin mir einen Umschlag mit schönen Sachen drin gebracht.

Nun hat das Boot einen Namen:

20260704001.JPG.61132222f8cc11d374c62ff9124cdf93.JPG

und eine Segelnummer nebst Segelzeichen:

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Zur Namensgebung. Ich habe noch lange an dem Thema geforscht....

Der SK30 mit Messbrief Nr. 69 des SSKF wurde 1934 bei Kungsörs Båtvarv in Schweden für Eugene Motzig in Genf gebaut. Konstrukteur war Knud H. Reimers. Im Messbrief steht der Name "Gigogne II" (mit"G"). Derselbe Herr Motzig hat sich 1941 bei Bessert & Engeli in Genf noch einen 30er bauen lassen. Der Konstrukteur war Henri Copponex. Dieser 30er bekam den Namen "Cigogne IV" (mit"C"). Nun sind in der Schrift die Buchstaben "C" und "G" sehr ähnlich, sodass ich der Überzeugung bin, dass Gigogne mit "G" einfach nur ein Übertragungsfehler aus der Schweiz nach Schweden ist. Es sollte der Erste SK30 für die Schweiz sein.

Cigogne heißt übersetzt Storch, was auf die Störche hinweist, welche bei Ihrem Zug den Genfer See überfliegen. Das könnte zu einem Segelboot auf dem Genfer See passen. Gigogne ist im französischem das Wort für verschachtelt oder ineinder passend. Also nicht so Genf oder Segelaffin.

Nun steht in den Büchern allerdings ein Boot mit Namen "Rhamsin" mit der Segelnummer Z1. Der heutige Eigner hat wohl sehr ähnliche Unterlagen wie ich, aber sein Boot soll von Anfang an weiß gestrichen sein. Allerdings habe ich ein Bild aus einer schwedischen Segelzeitschrift von 1934, welches Export Boote von Knud Reimers zeigt. Zu sehen ist im Vordergrund ein 30er und etwas dahinter eine Tumlare. Beide in Holz.
Ich habe mich also für die Segelnummer Z1 mit dem Namen Cigogne II entschieden. Es erscheint mir plausibel, sind doch damals viele Boote von der Werft und dem Ersteigner direkt weiterverkauft worden.

Ob ich da eine Schweizer Flagge oder eine Schwedische (wie beim Probesegeln auf dem Mälaren) dranhänge, habe ich noch nicht entschieden.

Ende der Woche soll das Wetter besser für schöne Segelbilder werden.

Grüße

Lothar

  • Like 5
Gotland
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Heute war die zeite Probefahrt. Alles lief schon recht gut, die Segel stehen prächtig:

 

Jetzt kann detailiert werden. Pinne, Flagge, Klampen usw müssen noch gebaut werden.

Lothar

  • Like 8
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  • 3 weeks later...
Gotland
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Ei wenig habe ich detailliert, aber es fehlt noch so einiges.

Klampen:

20260728002.JPG.193ac4913ff9caa853bfb3f0adefe7c7.JPG

Flaggenstock:

20260728003.JPG.6cf4f4c6532403dfc86dbb5cc9a876da.JPG

Skipper und Pinne:

20260728004.JPG.5eb9abbc5b0200b5adb77809609b98af.JPG

Die Pinne kann man natürlich auch wieder hochklappen, um sie in der Wende hinter dem Rücken durchzureichen.

20260728005.JPG.663e4d950fc9b1f5c56ad3d55e8f3634.JPG

 

Und dann noch ein Nachtrag zum Segel nähen:

Wenn man die Bahnen verklebt hat, müssen sie ja auch vernäht werden. Bei einer Höhe des Segels von über 2m hat man da einen Wust an Tuch, die unter dem Freiarm der Nähmaschine durch müssen. Ich habe ja nur die alte Haushaltsnähmaschine meiner Mutter geerbt und keine mit 2 m Freiarm wie der Segelmacher. Also habe ich ein PVC-Rohr längs aufgesägt und das mit Klebeband gesicherte Segel aufgerollt und in das Rohr geschoben. Dann ziehe ich beim Nähen immer eine Stück weiter aus der Rolle, entferne das Sicherungsklebeband und kann ordentlich nähen.

20260728001.JPG.46fef20386b522f6a456f95b97b10ac0.JPG

Vielleicht kann einer der Admins ja mal das Bild 90° negativ drehen.... ich kanns nicht, aber mir wird schwindelig beim betrachten.:lol:

Grüße

Lothar

  • Like 1
Gotland
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Gestern war ich bei optimalen 3 - 4 bft probesegeln. Das neue Großsegel steht jetzt im Achterliek besser.

Hier mit G2 (mittlere Genua):

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DSC01391.JPG.b78053ee8119de3bdec784ecd99aa4d8.JPG

 

Und hier mit G3 (kleine Genua:

DSC01400.JPG.7f1732e03f26e832ecaf484ed5b1a936.JPG

 

DSC01358.JPG.d127cbf15f76a2400f4ca27f9ca66333.JPG

Ich muß noch am Vorliek der Genuas arbeiten. Vielleicht waren aber auch nur zu weiche Fallen Schuld an den Falten. ich habe die Fallen schom gewechselt. Vielleicht baue ich auch noch funktionsfähige Backstagen ein. Mal sehen....

Bis zum nächsten Probesegeln

Lothar

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