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Hälsingland

A17 Hälsingland schwedische Marine

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Hallo zusammen,

ich stelle euch mein UBoot der Västergötlandklasse (AIP also modernisierte lange Version) vor. An dem Boot baue ich mit kleinen Unterbrechnungen seit Oktober 2019. Die Teile für Bug, Heck, Deck und Turm habe ich einem befreundeten Modellbauer abgekauft und konnte so schon viel Zeit sparen. 

Das Boot ist im Maßstab 1:34 und dementsprechend 180mm im Durchmesser und 2m lang. In dieser Größe gibt es eigentlich nur Pressluft als geeignetes Tauchsystem. Das System ist denke ich hinreichend bekannt, daher nur ein paar Eckpunkte: Tankvolumen 4,5l und 2x 500ml Trimmtanks, 2 Kompressoren, 2l Presslufttank bei 7.0bar Systemdruck. Brushlessantrieb gespeißt von 16 10Ah LiFePo Zellen und somit 26V Bordspannung. 

Die Planung startet wie immer im CAD, hier SolidWorks. Bei einem recht komplexen Modell ist das ein Muß um von vorne herein Passfehler auszuschließen.

Die Fertigung ging dann mit den Spanten des Akkus los. Material ist hier rotes PVC 10mm. Fortsetzung folgt....

Gruß

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Weiter ging es mit den ersten Spanten und den Trägerplatten für die Elektronik. Da alles im CAD schon fertig war musste in diesem Stadium nur noch produziert werden. Die Spanten wurden so angepasst, das sich eine saubere Leitungsführung ergibt und die Kabelwege so kurz wie möglich werden. Der Technikträger ist aus M6 Gewindestangen aufgebaut auf denen Abstandhalter aus Kohlerohr sitzen. Die Konstruktion wird so extrem stabil.

Gruß

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Guten Morgen!

Weiter ging es mit verschiedenen Klein- und Drehteilen, wie Anlekhebel, Zentrierdorne, Wasseranschlüssen, Luftdurchführungen und Dichtflansche. Insgesamt nicht viel, aber doch recht Zeitaufwendig an der Drehmaschine. Der Motorspant ist als Modul aufgebaut und beherbergt neben dem Motor auch den Regler und die Servos. Das Modul kann über einen Sub-D Stecker getrennt und nach lösen von 4 Muttern komplett entnommen werden.

Gruß

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Nebenbei habe ich am Heckkegel weiter gearbeitet. Das Boot hat X-Ruder, die nicht wie bei den deutschen Booten 90° zur Mittelachse ausgerichtet sind, sondern 90°zur Außenhülle. Das bedeutet eine etwas komplexere Einbauprozedur. Zunächst habe ich mit Hilfe eines Lasers die Mittelachse angerissen und danach mit dem Höhenreißer den Radius auf dem die Achsen sitzen. Dann konnten die Löcher exakt gebohrt werden. Um die Ruderbuchsen (Dichtung über jeweils 2 O-Ringe) für die Klebung an Ort und Stelle zu halten, habe ich eine Lehre benutzt die auf der Antriebswelle sitzt. Also mußte zuerst die Lagerbuchse für die Antriebswelle fluchtend eingeklebt werden. Dies passierte mit der gleichen Lehre nur ohne die Ruderachsen einzustecken. Die Antriebswelle wird mit 2 Kugellagern bestückt und dichtet über einen Lippring ab. Das Ganze ist ein Drehteil aus Messing. Im Anschluß konnten dann die Ruderbuchsen verklebt werden. Durch die Lehre sitzt alles zentrisch und im richtigen Winkel zueinander.

Jetzt auch mit Kommentarthread: A17 Kommentarthread

 

Gruß

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Edited by Hälsingland
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Weiter ging es mit dem Ausbau des Technikträgers und dem Bau des Haupttanks. Die ersten beiden Bilder zeigen den Bugträger mit den beiden Kompressoren und dem vorderen Trimmtank. Der untere Ausschnitt beherbergt später den Speichertank der Druckluft. Am vorderen Ende zu sehen die Verschlussmutter und rechts der Anschluss zum Anblasen des Haupttanks. Die komplette Installation der Druckluftkomponenten liegt später im Bugbereich.

Gruß

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Weiter gehts... Der Technikträger füllt sich langsam, im Heck der MKS. die Lage/Tieferegelung und der Stromverteiler, unterhalb die 16 Zellen. In der Mitte ist der hintere Trimmtank zu sehen.  Im Bug hat inzwischen der Drucktank seinen Platz gefunden, links vorne der Druckminderer zum Anblaseventil, die Komressoren sind verschlaucht und der vordere Trimmtank mal provisorisch eingesetzt. Der Druckkörper hat den ersten Ausschnitt bekommen, im inneren zu sehen der Haupttank und die Öffnung in der später die Ausfahrgeräte sitzen. Auf dem letzten Bild ist schon alles vorbereitet zum Verkleben und Verschrauben des Haupttanks. Bis dahin ist es allerding noch ein klein wenig hin, zuerst muss die Verkabelung dran.

 

Gruß

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Hallo zusammen,

heute also ein "Dichtungs Special"

Die Abdichtung der beiden Technikträger erfolgt durch einen großen O-Ring im Aluring, der jeweils in Bug und Heck einlaminiert ist. Zum Zusammenbau werden Bug und Heck also in das KG Rohr eingesteckt und durch die noch offene Ausfahrgeräteöffnung verschraubt. Dazu sitzen im AFG-Kasten 2 M8 Schrauben in Kugellagern. Im jeweiligen Technikträger dann das Gegenlager in Form einer M8 Mutter. So werden Bug und Heck in das Rohr gezogen und dichten radial ab.

Der AFG Kasten bekommt noch eine Rundschnurdichtung (Bilder folgen wenn ich den einbaue) und wird über 6 Stehbolzen M4 aufgeschraubt. Das Boot ist so komplett dicht. Alle anderen Dichtungen sind Standard O-Ringdichtung und die Antriebswelle wird über einen Lippring gedichtet.

Alles klar soweit? :nixweiss39:

 

Gruß

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Da das Boot sehr lang ist musste natürlich ein Querstromruder eingebaut werden. Zu Anfangszeiten kamen 12V Verstärkerpumpen aus dem Campingbereich zum Einsatz. Vorteil ist die flache Bauform und der relativ hohe Volumenstrom mit ca. 18l/min. Nachteile sind die Bauart aus Kunststoff, die Begrenzung der Spannung auf 12V und der inzwischen horrend teure Preis. Also musste was eigenes her, das auch die 26V der LiFePo-Zellen abkann. Zoltan hatte vor einigen Jahren mit vielen Bauarten experimentiert und es hatte sich die Flügelpumpe als am effizientesten herausgestellt. Diese Pumpe habe ich etwas modifiziert und wieder im CAD geplant. Ein erster Prototyp war schnell gebaut und getestet. Der Pumpenkörper besteht aus einem 39mm CFK Rohr, die Deckel aus 2mm GFK. Gedichtet wird das Ganze durch einen Lippring und einen O-Ring. Zu Wartungszwecken kann der komplette Antriebsstrang über die Stehbolzen abgenommen werden und es verbleibt nur das Strahlrohr und der Pumpenkörper im Boot. Die Pumpe ist im Betrieb quasi nicht hörbar und extrem feinfühlig zu steuern. Bei 26V Vollast erreicht sie etwa 22l/min, wobei der Strahl das Boot dann schon ordentlich schnell drehen wird.

Kommentare und Anregungen: Kommentarthread A17

 

Gruß

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Die letzten Tage habe ich die Ausfahrgeräte weiter geplant. Die A17 Klasse wurde über die Jahre an den AFG angepasst und modifiziert. Da ich die Version nach der AIP Modifikation baue, habe ich mich auf diesen Zeitraum (etwa 2004) festgelegt. Das umfasst damit insgesamt 6 Masten ( Radar, 2-Fach Com, ESM, Satcom, Periskop und Schnorchel). Markant ist hierbei der Schnorchelkopf, der eine 8-ekige und dazunoch schräge Form aufweist. Der ESM Kopf ist ein Zylinder mit leichter Kegelform und ist mittig verschraubt. Die Teile wurde alle im CAD geplant und dann mittels 3D-Druck hergestellt. Dazu gesellten sich auch gleich die Turmruder und das Periskop. Die Turmruder sind fast identisch mit denen der A14 und davon hatte ich Pläne. Kurzehand wurden die auf A17 angepasst und gezeichnet. Die Modellruder haben somit auch das passende NACA-Profil, ganz wie das Original :mrgreen:

Bildquelle Original: Privat

Kommentare hier: A17 Kommentarthread

Gruß

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