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Schiffsmodell.net

Lackier-Anfänger


Lux00

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Hallo zusammen,

Im Moment baue ich gerade die America (1851, siehe Anhang) und bin mittlerweile mit der Bepflanzung fertig. jetzt wollte ich den Rumpf und das Deck lackieren. Leider bin ich kompletter Neuling auf dem Gebiet (das Einzige, was ich weiß ist, dass man zwischen den Lackschichten schleifen sollte). Also habe ich einige Fragen:

- Ich habe bei mir daheim Lord Nelson Porenfüller und Seidenglanzlack gefunden. Auf vielen Foren habe ich etwas von Verdünnter gelesen. Brauche ich das und wenn ja wie und wieso?

- Den Rumpf wollte ich in schwarz lackieren. Bis jetzt habe ich da aber nur so 25ml Fläschchen gefunden. Habt ihr da irgendwelche Tipps?

- Ich bin gerade dabei mir neuen Leim und Schleifpapier zu bestellen und wollte dann auch gleich Pinsel zum lackieren mitbestellen. Welche nehme ich da am besten?

 

Das wäre es erstmal. Danke für die Geduld und viele Grüße aus München,

Lux

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Ralph Cornell

Hallo, @Lux00 . Den Porenfüller solltest Du nicht verdünnen, sonst ist er so dünn, daß er weit ins Holz einzieht, aber die Poren nur ungenügend verschließt. Nach dem Porenfüllen jedesmal mit 240'er Schleifpapier überschleifen, um die feinen Holzfasern, die sich aufgerichtet haben und in dieser Stellung erstarrt sind, wegzuschleifen. 2-3 Gänge sind schon nötig, bei Balsaholz bis zu 4 Gängen.

Verdünner: Den brauchst Du auch, um nach dem Arbeitsgang die Pinsel und sonstigen Werkzeuge zu reinigen. Der Verdünner sollte natürlich auf den Lack abgestimmt sein.

Für den Porenfüller: Nitro- oder Universalverdünnung. Für wasserbasierte Acryllacke natürlich Wasser. Für die meisten Bootslacke CE-Verdünnung. Für Alkehydlacke Universalverdünnung. Usw.

Bei größeren Flächen erzielt man bessere Oberflächen mit spritzen (Airbrush oder Sprühdose) oder rollen. Pinseln ist mehr was für kleine Flächen, oder wenn man nicht abkleben kann (weil was im Weg ist) oder will.

Gute Pinsel sollten aus Marderhaar bestehen. Du wirst verschiedene Größen brauchen.

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vor 31 Minuten schrieb Ralph Cornell:

Hallo, @Lux00 . Den Porenfüller solltest Du nicht verdünnen, sonst ist er so dünn, daß er weit ins Holz einzieht, aber die Poren nur ungenügend verschließt. Nach dem Porenfüllen jedesmal mit 240'er Schleifpapier überschleifen, um die feinen Holzfasern, die sich aufgerichtet haben und in dieser Stellung erstarrt sind, wegzuschleifen. 2-3 Gänge sind schon nötig, bei Balsaholz bis zu 4 Gängen.

Verdünner: Den brauchst Du auch, um nach dem Arbeitsgang die Pinsel und sonstigen Werkzeuge zu reinigen. Der Verdünner sollte natürlich auf den Lack abgestimmt sein.

Für den Porenfüller: Nitro- oder Universalverdünnung. Für wasserbasierte Acryllacke natürlich Wasser. Für die meisten Bootslacke CE-Verdünnung. Für Alkehydlacke Universalverdünnung. Usw.

Bei größeren Flächen erzielt man bessere Oberflächen mit spritzen (Airbrush oder Sprühdose) oder rollen. Pinseln ist mehr was für kleine Flächen, oder wenn man nicht abkleben kann (weil was im Weg ist) oder will.

Gute Pinsel sollten aus Marderhaar bestehen. Du wirst verschiedene Größen brauchen.

Ok vielen Dank!

Kann ich für den Farblack einfach normalen Lack nehmen oder brauch ich da einen bestimmten?

LG

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Hallo Lux,

das Thema "Lackieren" hatten wir schon in diversen Ausprägungen hier im Forum. Vielleicht findest du ja mit der Suche noch sachdienliche HInweise.

Wenn der Untergrund fertig behandelt (= glatt und nicht mehr saugend) ist, kannst du jedes beliebige Lacksystem nehmen, ganz nach deinen persönlichen Vorlieben. Nur Produktwechsel im Lackaufbau würde ich vermeiden, weil dir das unvorhersehbare Fehlerquellen bescheren kann. Aufgrund der einfacheren Verarbeitung würde ich für die Farbgebung immer wasserverdünnbare Lacke nehmen; haben nicht so einen strengen Eigengeruch nach Lösemittel und trocknen schneller. Am Ende zur Verbesserung der Haltbarkeit eine Schicht Klarlack drüber und gut ist.

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  • 1 year later...

hallo zusammen 

Was habe ich falsch gemacht??

Habe erst meine Holzteile grundiert (belton basic Grundierung) dann mit weiß aus der Dose(Belton Ral9010) lackiert.

warum bekomme ich keine schöne Lackierung hin??

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LG

Michael

20220223_094829[1].jpg

20220223_094842[1].jpg

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Hallo Michael,

ohne zuvor je mit Belton lackiert zu haben, fallen mir folgende Dinge ein:

  • leider ist das Bild etwas unscharf, interessant wäre zu sehen, wie die grundierte Fläche zuvor aussah. Wurde wirklich ordentlich grundiert und überschliffen, dann die Oberfläche gereinigt?
  • das Lackbild ist ungleichmäßig und deutet darauf hin, dass entweder die Dose zu wenig geschüttelt (gemischt) und/oder zu nah gesprüht wurde
  • bei der gezeigten Größe halte ich lackieren mit der Dose ohnehin nicht für zweckmäßig. Alternative: In den Deckel sprühen und mit Pinsel Farbe aufnehmen

Gruß
Bernhard

  • Like 1
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Grundieren allein reicht nicht, danach musst du Holz schleifen. Warum? Gerade beim ersten Lackauftrag auf Holz richten sich die Fasern gern noch einmal auf, du bekommst dann eine rauhe Oberfläche. Wenn die Grundierung grau war, dann deuten die grauen Pickel daraufhin.

Wenn dein Holzteil fertig zum Lackieren ist, leicht anfeuchten und trocknen lassen. Danach mit 280er Papier schleifen. Wieder anfeuchten und trocknen lassen, dann mit 360er Papier schleifen. Nach der Grundierung wieder schleifen. Decklack dünn auftragen, aber nur, wenn die Fläche für deine Ansprüche passt (Decklack hat zu wenig Festkörper, um noch Unebenheiten auszugleichen.
Und immer gilt, sparsam Lack auftragen. Wenn mich nicht alles täsucht, dann müsste es von belton verschiedene Sprühköpfe geben, Ansonsten ist der Pinsel dein Frund, Vorgehen wie von Bernhard beschrieben.

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Ist ja eigentlich schon alles gesagt. Holz und Lack, 2 Welten treffen aufeinander. Holz saugt die Farbe eben auf wie ein Schwamm und das muss man verhindern. Porenfüller ist das Mittel der Wahl. Ich mache das mit Bootslack, hatte da mal vor Jahren einen 5L-Eimer bekommen. Obwohl schon einige Kollegen immer mal wieder ein Glas voll mitgenommen haben, ist noch reichlich vorhanden. Es gibt mehrere Mittelchen mit denen du das machen kannst, eines ist aber allen gleich: Das Holz wird praktisch zu Kunststoff gemacht und dann kommt erst der Decklack. 

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