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racecard

Restauration / Fertigbau Graupner Gracia

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Hallo Segler,

ich hab von einem ganz lieben Menschen eine angefangene Graupner Gracia - also einen  (?) Langkieler bekommen. Dabei handelt es sich um einen wirklich alten Spant-Rumpf im Bauzustand "das zweite Mal gespachtelt" und aufgrund langer Liegezeit sind schon Teile der Spanten eingedrückt / gebrochen - was aber nicht schlimm ist - die Struktur ist gut - da ist nix verzogen - der gehört jetzt ausgeblasen - die Bruchkanten versäubert und mit dem Plan, den ich auch hab - dann die Decksauflage rekonstruiert - das ist alles kein Problem - aber:

Ich bin außer mit meiner Micro Magic noch nicht der große Segler... ich würde gerne ein moderneres Rigg aufbauen. Aus dem Begleitheftchen hab ich gelesen - Mast...Tanne - 1380 mm - bei mir sollte das aber lieber .... Alu Profiliert.....vielleicht 1500 mm heißen....gerne auch Carbon.....die Be- und Verarbeitung kenne / lamm ich - im Blauwassersegeln im Maßstab 1/1 auch...aber da musste ich noch nie was konstruieren (besser ist´s auch)  - ergo kenne ich mich in der Dimensionierung und Konzeption von so nem neuen Rigg für die alte Gracia leider nicht wirklich aus....

Interessant wäre auch, was Ihr für Segelwinden empfehlen würdet.

Könnte mir da jemand bitte helfen ? oder wer hat denn schon mal seine Gracia verbessert...? Das Modell ist ja doch schon älter und da könnte ich mir vorstellen, dass es gewiss den ein oder anderen Ansatz gegeben hat....

Hier mal die Eckpunkte - vielleicht auch einfach als Anhalt:

Rundspant - Naturähnlicher Nachbau einer 8-KR-Seekreuzers

Technische Daten: Länge: 917 mm; Breite: 204 mm; Masthöhe 1320 mm; Vorsegelfläche: ca 11 dm²; Großsegelfläche ca. 27,5 dm²; Gesamtsegelfläche ergo ca. 38,5 dm²; Gewicht: ca 3,6 kg.....

Als Segelverstellung könnte ich mir gut Groß und Fock / Genua vorstellen. Um ein wenig flexibel zu bleiben würde ich gerne die Montagepunkte für die Wanten zum Mast in Aluschienen mit Lochreihe befestigen. Macht das denn Sinn ? bzw. auch stelle ich mir die Frage - ob eine ausgebaumte Fock sinnvoll ist - oder vielleicht nicht doch eine Genua mit drauf soll.... Auch hierfür würde ich mir - um die Möglichkeiten zu haben - einfach auf dem Vordeck ein Rail mit Lochreihe montieren.

Als Reminiszenz an die Ex-Eigentümerin - bitte lacht jetzt nicht - soll ferner ein Flautenschieber mit in den Rumpf. Gibt es eigentlich Klapp-Propeller ? ich finde die Idee klasse, denn mein primäres Fahrgewässer ist ein zwar großer - aber immerhin.... Stausee und falls das gute Stück dann doch mal wo in der Flaute liegen bleibt.....Naja - ich häng ja an meinen "Machwerken"....

Mein Ziel ist schlichtweg einen wirklich gut segelnden (?) Langkieler aufzubauen, wobei ich gerne die alte Basis mit eben einem neuen Rigg ausstatten möchte - klar - eine Rennyacht wird das nicht - aber es ist ein Versuch Alt und Neu zu vereinen - außerdem kommt noch die nautische Beleuchtung (von Sylvia / ruhrmodell) drauf - das bin ich Ihr auch schuldig...  Ein Segler der einfach auch bei etwas mehr Welle noch Spaß macht - wenn ich mir den Rumpf hochhebe...puh.....das ist schon was anderes als die MM... außerdem haben wir auch etliche ältere Herren im Verein, die "mal die Gracia hatten" aber dann zumeist noch ohne Fernsteuerung und.....diese Modelle sind entweder entschwunden oder schon längst Brennholz geworden.... Aber ich könnte mir vorstellen, dass auch diese Herren vielleicht gern den ein oder anderen Schlag damit machen möchten... ;-) ...vor allem deswegen, weil ich bei dem ein oder anderen schon das Glänzen in den Augen sah...

Mast- und Schotbruch und Danke schon mal im Vornweg,

Uli

Edited by racecard
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Hallo Uli 

Viele Fragen :), da probieren doch mal ein paar Antworten - das Boot ist ja auch super!

Also:

Rigg: ich würde da einen Alumast mit Keep nehmen, Zb https://www.faber-modellbau.de/katalog/artikelinfo/21044/alu-segelmast-ohne-beschlaege-silber oder  https://www.faber-modellbau.de/katalog/artikelinfo/28016/alu-profilmast-9x19x1800-mm

auch hier (müsste vielleicht fragen für den jeweiligen Typ) http://pjsails.co.uk bei Faber findest du auch Mastschienen, Wantenschienen etc

Ne schöne Vorlage wie das aussehen könnte findest du hier: http://www.themodelshipwright.com/high-resolution-ship-plans/sailing-vessels/r-boat-pirate/

Segelwinde: Uwe hat da verschiedene Typen https://www.bauer-modelle.com/epages/Bauer_Uwe46269592.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/Bauer_Uwe46269592/Categories/Segelwinden

Klapp-propeller gabs mal von Graupner..... Ist aber schon lange her. Selber bauen aus 2 zahnrädchen und Messing Blech wäre ne Möglichkeit 

So, jetzt kannste mal klickern

Gruss

Chris

Edited by Chris DA
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Habe auch eine "Gracia" im Einsatz, allerdings zum Schwertboot umgebaut. Habe auch einen Jockel eingebaut - ein einfacher 400'er reicht. Mit Klappropellern habe ich Versuche gemacht, aber die Dinger sind zu empfindlich, und rückwärts ist damit kaum drin. Jetzt ist es ein einfacher Zweiblatt-Prop. Der zusätzliche Wasserwiderstand ist vernachlässigbar.

Aber was mich interessieren Würde: Bekommt ihr den Spalt zwischen Kabine/Plicht und dem Deck irgendwie dicht? Ich habe Versuche mit Silicon gemacht, aber wirklich dicht ist das nicht. Deshalb habe ich mir auch eine Lenzpumpe eingebaut, die von einem Kemo-Wasserschalt-Relais aktiviert wird. Der Schalter wiederum hängt an einem Graupner- SXM, der auch meine nautische- und die Kabinenbeleuchtung einschaltet.

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Hallo Ihr Beiden,

komme gerade von ner Schleiforgie... ;-) und der Ständer muss jetzt auch trocknen... erstmal herzlichen Dank für die vielen Antworten und Anregungen...!

Wegen des Flautenschiebers bin ich jetzt auf die Idee gekommen, einen kleinen feinen Festpropeller mit kleinem Bürstenlosen Motor einzubauen - der läuft ggfs. einfach mit - auf einem historischen Ostsee-Trader auf dem ich öfters schon als Bootsmann gefahren bin - gibt es dann immer eine Resonanz wenn die Schraube ausgekuppelt mitläuft.....für die Kinder die wissen wollen, was das ist - ist das dann der kleine Bär vom Kapitän, der da schnarcht....;-) hört sich aber wirklich so an....

Die Bürstenlosen hätte ich noch aus der Kopterfliegerei über... ;-) kann ich mir dabei den BL-Regler zerschießen ? wenn der Motor dann mitläuft ?

Wegen dem Dichtkriegen....ich werde wohl die Einbauten so gestalten, dass ich ggfs. den Aufbau gesamt aufklebe - Schiffsbaugummi / UV Beständig - und die Technik auf einem Trai montiere das ich dann ggfs. wieder rausbekomme. Hab das damals bei der MicroMagic auch so gemacht. Zugang wäre dann nur über das Dach möglich - aber das genügt mir eigentlich. Sorgen macht mir dann eher die Ruderansteuerung...die werde ich wohl in der gleichen Weise realisieren - also Deckel mit Dauerelastischem / UV beständigem einkleben um ggfs. wieder ranzukommen - ich kenne doch mein Glück... ;-)

Wie habt Ihr Eure Schotführungen gestaltet ? Ich bin am überlegen, die Fock über eine Umlaufschot zu steuern - ich kenne mich ja und reine Fock.....eher Genua...außerdem überlege ich, ob ich über die Graupner Mischfunktionen von Kanälen, mir die Schoten für Groß und Fock lieber abmische und beiden eine getrennte Steuerung gönne...?

Jetzt werde ich gleich mal Klicken... ;-)

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Da eine Phase, beim BL (wenn ich das richtig im Kopf habe) eh leer mitläuft sollte das gehn. Allerdings bezweifel ich, dass der wirklich mitlaufen wird. Bei den Fliegern läuft der Prop gerne mal mit, wenn man die Bremse nicht aktiviert, allerdings hat der Prop da bedeutend mehr Hebel.

Ich hätte da wenig Angst um den Regler, aber würde mich nicht darauf verlassen, dass der Prop wirklich mitdreht. Wobei das fast besser wäre, weil er drehend mehr Widerstand hat, als stehend. Bei den Props merkt man das durchaus, wie sich der Gleitpfad ändert, wenn der Prop nur steht oder mitläuft.

 

Daniel

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Hallo Daniel,

aus der Fliegerei / Gefahreneinweisung heraus kenne ich da Problem nur zu gut - wenn Du zwei Triebwerke hast  und eines wird Dir sauer - musst es still legen.....dann bist gern bemüht dessen Luftschraube auch auf "Segeln" stellen - denn sonst hast an einer Seite Sinnbildlich ein Scheunentor genagelt und das steuerst dann nicht mehr aus - da sind schon einige runtergefallen deswegen.....

Da Hydro und Aerodynamik vergleichbar sind....wollte ich ja eigentlich nen Klapppropeller - aber bis das dann fertig ist.....da geh ich lieber erstmal etwas langsamer segeln... ;-) und nehm halt einen normalen kleinen 400er Prop - allerdings sollte er doch auch Wirkungsgrad haben - so ein klein bisschen - und was wirkt - bremst auf der anderen Seite auch.....ich probier das aber einfach mal aus - denn da läßt sich gewiss ein Kompromiss finden - ich will ja auch "nur schön entspannt segeln können"....mehr nicht

 

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Gut ich bezog mich mehr auf die Modellflieger mit Klappprops, aber bei den Großen ist klar das gleiche Phänomen. Und bei den Klapprops kann es ohne Bremse auch schnell passieren, dass der mitdreht statt zu anzuklappen; daher dann Bremse aktivieren. Und auch ein stehender Starrprop bremst weniger, als ein drehender. Und Segelstellung haben doch die allerwenigsten Modellprops, mal von anklappen abgesehn.

Von daher würe ich auch einen kleinen Starrprop nehmen und die Bremse im Regler aktivieren, sofern möglich. Damit ist schonmal (fast) ausgeschlossen, dass er sich mitdreht und eventuelle Reglerprobleme durch Generatorlauf erübrigen sich auch.

Ein Freund hat(te) mal einen kleinen Klappprop am Segelschiff. Naja effektiv und vertrauenserweckend sah der nicht aus. Aber gut muss ja nicht gut vorwärts kommen sondern nur überhaupt vorwärts kommen.

Weiteres Projekt auf meiner Liste: Klappprop in schön entwickeln :D

Daniel

Edited by DJK94

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Wie wäre es denn mit einem Minijet, da sieht man garnichts von und der Wiederstand dürfte sich auch in Grenzen halten.

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lach........ich fürchte, wenn ich jetzt damit anfange...wird das wieder ein längeres Projekt und ich will eigentlich möglichst schnell aufs Wasser "ohne Experimente..."

außerdem....wo bau ich den ein ? bzw. damit schaffe ich mehr Durchlässe unter der Wasserlinie als mir momentan lieb ist....denn steuern müsste ich den ja dann auch - oder wirkt der dann auch einfach aufs Ruder ? lach....aber bitte nicht falsch verstehen....diese Diskussion fang ich jetzt nicht an - klassischer Flautenschieber....gut soll es sein.....

 

Edited by racecard
Ergänzende Bemerkung
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Hallo Uli,

die langfristig stressfreiere Schotführung geht mit einer Umlaufschot, an die die Schoten zu den Segeln angeknüpft sind. An der richtigen Stelle, versteht sich, also vor der Feder, die die Umlaufschot auf Spannung hält. Dazu gibts im Forum bei den Bauberichten einige Beispiele.

Aufbauten lösbar dicht einsetzen geht mit Acryldichtung oder Guttapercha, also alles Dinge, die nicht extrem mechanisch stabil sind. Wenn die Technik erst einmal läuft, brauchst du nicht mehr als eine kleine Öffnung (Dach der Kajüte reicht da alle mal), um das Boot entlüften und die Akkus nachladen zu können.

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Hallo Jürgen,

ja - die Umlaufschot hab ich mir schon angesehen und überlegt - ist ja fast der Klassiker...

Hab mich von der MM her einfach an die Trimmöglichkeit für das Fock gewohnt und finde das wohl daher gut....will das vielleicht auch deswegen nicht aufgeben.

Beim richtigen Segeln (Jolle oder Blauwasser) kann man da auch herrlich die Zeit verbringen - noch den letzten kt an Fahrt raushohlen....(okay - alte englische 46er Comet mit Rennausstattung läßt da grüßen) ....

Wegen der Aufbauten - Danke für die Ausführungen.....da denke ich also nicht alleine in die Richtung ;-)  Ich muss mal sehen, was ich als Klebstoff (dauer zähelastisch) tatsächlich hernehme - ich habe mal für ein anderes Projekt was aus dem Yachtbau gehabt - also auch seewasserfest - das brauch ich hier eher nicht - aber das war dann auch mechanisch recht stabil - wiederum konnte an es in der breiteren Klebung dann mittig schneiden - und das Zeugs hat sich danach auch nach Jahren von den beiden Klebehälften / Trennkanten recht gut abziehen lassen. Ein bekannter hat mal mit seiner Segelwinde und der etwas verhakten Großschot seinen "aufsilikonisierten" Aufbau abmontiert.....das möchte ich vermeiden...

Und ja genau - das Kajütdach hab ich  grad schon etwas gedanklich umkonstruiert - das läßt sich einerseits gut dichthalten. Ist aber auch als Durchlass geeignet  und mal groß genug für "Pianistenpfoten" ;-)

Edited by racecard
Rechtschreibung / Ausdruck

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Hallo Uli,

was meinst du mit der Trimmmöglichkeit für die Fock? Unterschiedliche Anstellwinkel im Vergleich zum Großsegel?

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Tja, die Kajüte der Gracia... Bei mir muss sie abnehmbar sein, denn der Akku (LiPo) liegt unten im Kielraum. Außerdem brauche ich die Zugangsmöglichkeit nach unten, um an die Schlauchmündung der Lenzpumpe und an die Kontakte des Wassermelders heran zu kommen. Dafür liegen bei mir alle Elektronik-Komponenten auf einem Brett, das auf den Spanten aufliegt, unter der Kajüte, weit über der Wasserlinie. Selbst, wenn Wassser eindringt, kommt es nicht an diese Komponenten heran, sondern fließt dran vorbei nach unten in den Kielraum.

Ich habe versucht, den Spalt zwischen Kajüte und Deck mit Silikon zu dichten. Zu dem Zweck habe ich die Kajüte dicht in Küchenfolie eingepackt, die Kanten des Decks dick mit Silikon eingeschmiert und dann die Kajüte in ihre Stellung gedrückt. Nacher, nach dem Aushärten, konnte ich die Folie abziehen. Das ist ziemlich dicht, aber nicht vollständig.

Ein nicht zu beseitigendes Problem ist das Dach der Kajüte. Es ist zur Gänze als Schiebedach ausgeführt, damit ich an die Elektronik-Komponenten (einschließlich Einschalter) herankomme, ohne das Rigg abnehmen zu müssen. Das ist natürlich nicht ganz dicht, und wenn eine Böe das Boot umlegt, was ab Windstärke 4-5 schon mal passieren kann, dann kann auch da Wasser eindringen.

Die Fock habe ich übrigens mit Stagreitern am Vorstag angeschlagen - das scheint bei Fahrt halbdicht am Wind was zu bringen und ist gut bei "Schmetterling". Dafür ist natürlich die Lage hart am Wind etwas schlechter.

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vor 11 Stunden schrieb JL:

Hallo Uli,

was meinst du mit der Trimmmöglichkeit für die Fock? Unterschiedliche Anstellwinkel im Vergleich zum Großsegel?

Ja - genau das meine ich - dass man die Fock einfach nochmals "feinjustieren" kann - wenn ich die Schoten von der Umlaufschot hole, dann hab ich ja vordefinierte Länge und einen "ermittelten" Standartwert....für Lose rein und raus bzw. Dichtholen eben....

An meiner MM kann ich die Fock eben nochmals getrennt vom Groß über einen Servo "Nachtrimmen" - ich empfinde das gut - oder ist das evtl. jetzt einfach der kleinen Segelfläche geschuldet und es fällt bei größeren Segelflächen nicht mehr ins Gewicht ?

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Hallo Ralph,

danke für Deine ausführlichen Zeilen. Die Info mit dem Dach ist wertvoll für mich - wenn die gerne mal auf die Seite geht......ich kenne ja meine Segelei.... ;-) Ich denke, da muss ich mir was wirklich dichtendes einfallen lassen - die Schiebevariante hätte ich hier auch schon gezeichnet gehabt.. ;-) so ein Mist..... - ich glaube - das muss jetzt mal gedanklich reifen - denn noch ist es ja nicht so weit....habe mir gestern Teile aus dem Bauplan kopiert und angefangen, die herausgebrochenen Decksunterzüge / Spantenoberteile entsprechend nachzuarbeiten - da bin ich jetzt derweil auch mal beschäftigt...und für die Kabinenfenster / Cockpit habe ich mir eine gefälligere Fensterverglasung gezeichnet. Mal sehen, wie es dann im bzw. am Modell aussieht.....

Danke wegen der Info zu Deinem Fock - da bin ich jetzt einfach am Infos sammeln - Das Rigg ist ja noch nicht festgelegt und ich hab auch noch nicht wirklich eine Vorstellung - was ich an Beschlägen dann wirklich ausbringe - und wie..... Will ja keinen Altmetallhandel auf Deck aufmachen wo ich die Hälfte nicht brauche.... ;-) Aber lieber ist ein Rail einfach mal länger und dann bleibt es auch eben so - dafür kann ich ggfs. auch mal mit der Takelage was ausprobieren.....

Ich werde im Übrigen das Kielgewicht 2cm tiefer legen - das kann ich noch einigermaßen in der Linienführung ausgleichen und ich verlängere auch das Ruder - apropos:

Ralph - hast Du Deinen Flautenschieber herkömmlich im Stevenrohr durch den Kiel geführt - die Schraube vor dem Ruderblatt ? oder hast Du den wie häufig bei großen Segelyachten üblich seitlich aus dem Boot geführt (bei den großen gibt's ja dann Z-Drives usw....) ?

 

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vor 11 Stunden schrieb racecard:

...An meiner MM kann ich die Fock eben nochmals getrennt vom Groß über einen Servo "Nachtrimmen"...

Über ein Servo habe ich das noch nicht realisiert. Ich habe den "Nullpunkt" an der Winde, die die Umlaufschot bedient, so eingestellt, dass dass der Großbaum mittschiffs steht. In der Schot zur Fock ist noch ein Klemmschieber verbaut, mit dem deren Position variiert werden kann.
Wenn du verschiedene Einstellungen deines Riggs probieren willst, wirst du so etwas auch noch für die Großschot brauchen (es sei denn, deine Winde kann in den Einstellungen aureichend variiert werden).

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Hallo, @Racecard!

Ja, ich habe das Stevenrohr konventionell durch den Kiel geführt - und das innere Ende mit einem Topf und einer Lippdichtung abgedichtet. Die Schraube sitzt bei mir vor dem Ruderblatt. Das Ding habe ich auch geändert.

DSCN0802.JPG.4ed47ea64c0b0c9444c297888fde7a3c.JPG

Bei mir laufen Ruderkoker und Ruderwelle senkrecht durch den Rumpf. Du darfst nicht vergessen, daß ich meine Gracia (die übrigens den Namen "Skua" erhalten hat), zum Schwertboot umgebaut habe. Also musste ich, um das Schwert zu halten, am Bootsboden eine Aufnahme bauen, die den Kielbereich entsprechend vergrößert. Das bietet Platz für die Wellendurchführung.

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Hallo Uli,

ich kenne die Gracia nur von Fotos und bin daher auch noch keine gesegelt. Die Tatsache, dass einige Modellbauern ihr ein Schwert verpasst haben, dürfte den Schwachpunkt des Seglers zeigen. Es ist aber auch immer eine Frage was man möchte. Will man unter allen Bedingungen das Boot über den Teich knüppeln oder gemütlich bei 2 Bft entspannen. Ich glaube, die Gracia dürfte eher für letzteres geeignet sein.

Neues Rigg ist immer gut und muss kein Stilbruch sein. Ich würde ihr eher einen Carbonmast spendieren als einen Alumast. Das bringt eine deutliche Gewichtsverringerung. Zum Vergleich bei meiner Saphir liegt der Unterschied bei ca. 40 Gramm bei 120 cm Mastlänge. Carbon lässt sich gut lackieren,z.B. weiß oder alu. 

Eine Vergrößerung des Riggs würde ich nicht vorsehen. Das könnte für das Boot zu viel Fläche sein. Und ein Segler der bei der kleinsten Böe auf der Backe liegt macht keinen Spaß. Ich würde mich zunächst an den graupnerschen Dimensionen orientieren. Da müssten dann auch die Position des Mastes und der Anschlagpunkte der Wanten auf Deck passen. Aluschienen finde ich persönlich für so ein Boot nicht so den Bringer.

Eine Keep braucht man nicht zwingend. Kleine Mastringe aus Stahldraht oder Schlaufen aus Takelgarn funktionieren an einem Rundmast genauso gut (kennst Du ka von der MM) und führen zu einem deutlich beweglicheren Segel, was die Leichteindsegeleigenschaften verbessert.

Die Fock würde ich als Pendelfock auslegen. Das ist deutlich besser zu trimmen und zu segeln. Ich hatte das bei meiner Optimist später umgebaut, da die ursprüngliche Konstruktion wie bei der Gracia mir überhaupt nicht gefiel.

Als Segelmaterial würde ich auch zu Icarex (wie auf der racing MM) tendieren. Ist nicht wirklich schön, wegen des Karomusters, ist aber leicht und auch leicht zu verarbeiten.

Umlaufschot zur Segelansteuerung ist sicher immer eine gute Wahl, wobei es mittlerweile ja auch kräftige Servos gibt die mit Segelflächen in der Größe kein Probleme haben dürften. Aber auch mit der Umlaufschot kannst Du ein Trimmservo in die Fockschot einknüpfen und damit die Fock in einem gewissen Bereich zusätzlich in der Stellung verändern. Das erfordert ein paar Umlenkrollen an den richtigen Stellen.

Unterwassergenua ist Geschmacksache. Ich würde es bei dem schönen Rumpf lassen, da nicht wirklich erforderlich. Aber letztendlich ist es wurscht wo das Stevenrohr rauskommt. Die Ruderfläche eines Seglers ist i.d.R. groß genug, dass es auch ohne Motor gut funktioniert.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall gutes Gelingen. Ein paar Fotos wären schön ;)

Gruß

Jörg

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Hallo Jörg & Ralph,

danke für Eure Zeilen. Nach allen Tips von Euch - und auch von der "Ur-Eignerin" setzt sich langsam der Gedanke durch

- den Bleibalast um 20 mm tiefer zu legen - die Umgestaltung auf Schwert möchte ich vermeiden, da ich die Rumpfform schön finde und erhalten will....ich will ein gut segelndes Schiff haben - aber ich weis auch, dass ich damit keinen Racer baue.

- dem Mast ( @ Jörg ) - ja, wenn ich mir die Rundprofile aus Carbon ansehe - die gefallen natürlich schon auch. Deine Beschreibung find ich gut und ich denke, da ich eben auch viele Details von der MM kenne - folge ich denen. Welche Mast und Baum dicken würdest Du bitte empfehlen ? Bauer und ?? Faber ?? haben ja Material im Angebot - und die Beschläge möchte ich mir dann auch selbst machen....überstreichen will ich es aber nicht - wenn schon schwarz - dann eben schwarz.... ;-) Die Mastlänge werde ich dann etwas aufrunden - aber nicht arg - ja - ständig auf der Backe liegen ist nicht gut - aber ein klein wenig - dafür ist ja auch der Schwerpunkt etwas tiefer gesetzt...einkürzen ist ja auch bekanntlich einfacher als "hinschneiden".... ;-)

- Die Icarex Segel von der MM gefallen mir in Weiß - das RippStop (ist das glaub ich ) ist auch dankbar. Kann man wie bei der MM die Segellatten auch hier aufkleben ? oder empfiehlt sich ein aufbringen von Taschen ? Im Verein gibt's auch jemanden, der Segel macht - ggfs. muss ich mich da dann mal kurzschließen - denn so oft brauch ich ja keinen Segelsatz.....aber das ist jetzt nicht Prio 1...

- Schotführungen : Will mal sehen - ob ich ggfs. auch wirklich einfach zwei starke Winden / Servos nutze und dann die Funktionen einfach beimische inkl. Umlenkungen. 

- Flautenschieber : ich spendier jetzt dem vorhandenen und gewarteten Stevenrohr einen Schmiernippel, einen neuen 2 Blatt Propeller und einen herkömmlichen 400er Antrieb mit passendem Regler (Danke Ralph !!) , der Strahl geht auch herkömmlich aufs Blatt - keine Verrenkungen...

=> Bilder kommen sukzessive jetzt dann.....also Urzustand und dann Baustufen....

Danke für die guten Wünsche - ich geb mein Bestes...

Anleitung Deckblatt.jpg

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Taschen für die Segellatten sollten sein, aber aufkleben? Lieber zusätzlich auch nähen.

Habe da übrigens einen dummen Fehler gemacht: Habe als Material für die Latten Rund-GFK genommen. Und trotz Schliff mit Nassschleifpapier sind die Enden rauh genug, daß sie sich durch das Material der Segel (oder Taschen) hindurchschmirgeln.

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Hallo Ralph,

danke Dir - für dieses Detail hab ich zwar noch Zeit - aber ich hab eben die an der MM geklebt - allerdings mit nem durchsichtigen Spezialtape für Segelreparaturen - das gehört dann eigentlich auch noch genäht - aber bislang - Faulheit siegte - halten die bombenfest.

Mast- und Schotbruch !

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Hallo Uli,

das geht auch bei etwas größeren Segeln. Ich verwende dazu 6mm schmales Doppelklebeband von Tesa und die Segellatten sind 0,5 oder 1,0 mm dickes ABS. Hält seit Jahren auf meiner Saphir, die ähnlich große Segel hat. Einmal in mehr als 20 Jahren, bei viel zu viel Wind, ist mir eine Segellatte mal davon geflogen, seitdem kommt noch ein kreisförmiges Stück Segelreparaturtape auf das vordere Ende. Auf dem hinteren Ende könnte man einen Halbkreis aufkleben. Das geht einfach, sieht meiner Meinung nach ganz gut aus und die Segel verziehen sich nicht durch misslungene Nähte der Segeltaschen.

Auf diversen Fotos auf meiner HP zur Saphir und Hakuna Matata kannst Du Dir ein Bild davon machen.

Gruß

Jörg

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Posted (edited)

Hallo Jörg,

klasse, Danke Dir - dem werde ich Folgen ! an der MM hatte ich flaches Carbonmaterial genommen. Dieses Segelreparaturtape verschweißt sich ja irgendwie mit dem Segel - das passt schon. Denke, dass  ich das dann auch drauf hab. Da werde ich gleich mal stöbern gehen....danke - bis dann,

Uli

P.S. Insgesamt eine tolle Seite mit super schönen Modellen - schon gebookmarked... Danke !

Edited by racecard
Ergänzung

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Hallo die Herren,

war ein paar Tage beruflich unterwegs - daher keine weiteren Meldungen.

Anbei einmal ein Fotos des "Iststand - vor der Schleiforgie".....seht selber und vielleicht ergibt sich ja wieder eine Diskussion. Ich werde das beilegende Deck als Muster für eine schöne Beplankung hernehmen. Das untere Ruderlager ist dann ebenfalls ein Punkt, der im Zuge der Schwertverlängerung um 20 mm bedacht werden will,

Der Ständer ist ein reiner Bauständer, da will ich mich im Anschluss an etwas geschwungenes aus Holz wagen - ähnlich den einbeinigen Ständern für Weinflaschen.

Mittlerweile ist der Rumpf auch von allen losen Teilen erleichtert worden - u.a. auch von Sperrholzbauteilen an denen die Verklebungen des Sperrholzes aufgrund Zeit aufgegangen waren. Soweit erhaltenswert und vor allem - sinnvoll - habe ich diese Teile mittels Ponal Wasserfest nachgeklebt. Ebenfalls sind alle Spanten nachgeklebt worden - der reinen Sicherheit halber.

DSC01267 Gracia klein.jpg

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Die "Heinzelmännchen" haben gestern eine Nachtschicht eingelegt..... auf dem Bild unten sind die dem Plan entnommenen Decksbalken / Wiederlager der einzelnen Spanten abgebildet. Diese werden jetzt noch an die bestehenden Spanten / Reste angeschäftet bzw. schlichtweg als Verstärkung aufgeklebt. Mit dem Einbau werde ich jedoch noch warten, bis die übrigen Arbeiten, d.h. Kielverlängerung und vor allem - Einbau von Antriebseinheit, noch wichtiger...dem Ruderstrang erledigt ist......

P.S. die CNC Fräse musste für das Fertigen stehen bleiben...die Dekupiersäge hat da nach wie vor die Nase vorne.....zumindest bei mir....

DSC01268 klein.jpg

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