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Ralph Cornell

Ro-marin Bojen, funktionsfähig gemacht

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Wer von uns kennt sie nicht, die Bojenbausätze von Ro-marin (ehemals Robbe). Sie finden Verwendung auf dem kleinen Bojentender Paula III, und sie sollen auch auf meiner "Repsold" zum Einsatz kommen.

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So weit, so schlecht. Denn in ihrer Originalform können diese Plastikteile nichts anderes, als nach dem Absetzen irgendwohin zu treiben (Vorzugsweise ins Schilf, wo man nicht mehr an sie rankommt...)

Sicher könnte man unten dran noch eine Kette und einen Anker befestigen, aber das war's dann. Macht das Eindruck? ich glaube, nicht.

Meine Bojen sollen zusätzlich noch blinken können, rot und grün, wie es sich gehört. Und sie sollen da bleiben, wo ich sie absetze. Und mehr noch: Sie sollen sich erst einschalten, wenn sie ins Wasser gesetzt werden. Um dies realisieren zu können ist ein Umbau notwendig, ein Abweichen von der Bauanleitung

Los geht's!

Die Arbeit fängt damit an, daß die Bojenkörper genau nach Vorschrift zusammengefügt werden. Als Klebstoff bietet sich Ruderer an. Der wird hart und lässt sich nachher von Wasser nicht beeindrucken. Dann aber, nach der Trocknung, wird die Boje genau in der Mitte ihres zylindrischen Mittelkörpers geteilt. Das bekommt man recht leicht hin, wenn man das Ding auf eine längere M4-Schraube aufspannt, die dann in die Drehbank kommt. Wer so etwas nicht sein eigen nennt, kann auch eine normale Bohrmaschine nehmen. Und dann geht man dem Plastik mit einem scharfen Messer zuleibe.

Nach dem Entgraten kann man sich daran machen, die Schutzbügel auf dem Bojenoberteil zu erstellen. Auch hier kann man zunächst nach Bauanleitung vorgehen. Es zahlt sich übrigens aus, wenn man die in den Bojenkörper hineinragenden Teile dieser Bügel etwas länger lässt und sie dann innen umlegt.DSCN0763.JPG.d134633af18c0ae166d22c6b04a92dc3.JPG

Krick empfielt, die Kreuzung der beiden Bügel zu verkleben, aber das hält auf die Dauer nicht. Verlöten ist der wahre Jakob, und wer es besonders fest haben will, macht es so wie ich: Hartverlöten! Ein winziger Tropfen Hartlot genügt.

Und noch etwas habe ich anders gemacht: Aus dem Rest des Messingdrahts habe ich mir einen Ring geformt, der dann auch mit allen vier Bügelteilen verlötet wird. Der Grundgedanke ist: Wenn das Krangwicht mit mit seinen Stiften in die Bügel greift und der Kran die Boje hochzieht, rutscht der greifende Stift die Bügel entlang, bis er zu dem Ring kommt. Und da bleibt er dann! Das macht später das Aushaken einfacher und der Ring trägt zusätzlich zur Festigkeit bei. Um zu verhindern, daß die Hitze des Lötens die Bügel entlangkriecht und das Plastik schmilzt, habe ich die Drähte unten mit einem Streifen nasser Watte umgeben.

Das durch den Innenraum der Boje verlaufende Messingrohr habe ich verworfen. Statt dessen wird sowohl in das Oberteil als auch in das Unterteil ein Stück Rohr eingesetzt - egal ob PS oder ABS. Das ist leichter, und das ist wichtig - die Boje bekommt ja später eine Nutzlast zu tragen... Sowohl der Akku, der der Boje das Blinken ermöglichen soll, als auch die Kette,

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Und das ist auch der Grund, warum die Boje nach dem ersten zusammenkleben mittig geteilt wurde. Die beiden Teile werden mit einem Stück schwarzem Isolierband versehen, das sie sowohl abdichtet als auch zusammenhält. Der standartmäßige Fuß unten dran ist zunächst einmal provisorisch.

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Das Einschalten der Boje beim Absetzen soll dieses kleine Ding erledigen: Ein Reed-Kontakt. Das Dingelchen hat nur 5,5 mm Länge bei einem Durchmesser von 2 mm.

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bearbeitet von Ralph Cornell
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Versuch macht Kluch. Der kleine Reed-Kontakt passt wunderbar in das 4mm Rohr.

Das Ganze wird natürlich ein Schwimmerschalter. In ausgeschalteter Stellung ruht der Schwimmer mit seinem Magneten unten auf dem Fuß, wo später die Kettenbefestigung drankommt. Sobald die Boje ins Wasser gesetzt wird, schwimmt er auf und schaltet den Kontakt. Auf den oberen Teil der Boje mit seinem kürzeren Rohrstück kommt dann eine Blink-LED.

Als Stromversorgung vorgesehen ist ein kleiner LiPo mit Tiefentladeschutz: Dieser hier.

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Die Steuerbord-Boje macht ihren Schwimm- und Dichtigkeitstest. Was ich wissen wollte: Ist die Idee mit dem Isolierband brauchbar?

Sie ist es. Heute morgen nachgesehen - kein Tropfen Wasser drin. Zusätzlich habe ich vor dem Abkleben noch Blei in die Boje gegeben, entsprechend dem Gewicht des LiPos, des Schalters, der Kabel, usw.

Nun ist erst einmal Pause. Die Magnete kann ich mir erst am 2. 1. '19 besorgen. Beim Schwimmkörper denke ich an Hartschaum. Der wird der Boje noch zusätzlich etwas Auftrieb verleihen. Statt des Standart-Gewichts unten am Fuß kommt nur der kleine Stellring dran, und den werde ich auch zweimal quer anbohren. in diese Bohrungen kommt ein Bügel aus Messing hinein, an dem dann die Ankerkette festgeschäkelt werden soll. Die Wassertiefe in dem fraglichen Bereich, wo die Bojen zum Einsatz kommen sollen, liegt bei 60 bis 65 cm. Wenn ich die Kettenlänge mit 80 cm ansetze, wird das Gewicht der Kette 11,2 Gramm betragen - aber nicht im Wasser. Die Kette verdrängt auch was, so daß das Gewicht wohl eher bei 10 Gramm liegen wird. Und einige cm liegen auch auf dem Grund auf. Und das sollte die Boje (zusammen mit dem Auftriebskörper des Magneten leicht tragen können... Denn der kleine Stellring wiegt nur 1 Gramm.

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Laden müssen wir die Bojen natürlich auch können. Und da wir das Isolierband nicht immer abziehen wollen, brauchen wir einen Außenanschluss.

Viele Elektronik-Verkäufer haben auch Pinreihen im Angebot, und auch deren Gegenstücke, die Buchsen. So etwas sollte man immer im Hause haben, wenn man mit niedrigen Spannungen und Strömen steckbare Verbindungen herstellen will. Das Rastermaß 2,54 mm ist eine gängige Größe, die sich noch gut handhaben lässt. Die Buchsen haben nur einen Nachteil: Sie sind nicht wasserdicht. Aber dafür gibt es eine Lösung. Dazu gleich mehr.

Von so einer Buchsenleiste schneiden wir uns zwei herunter. Mit einer Laubsäge geht das ganz gut. Und wir löten auch gleich die Kabel daran, denn später dürfen wir dort nicht mehr mit Hitze dran.

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In den Bojenkörper bohren wir dicht unter dem "Dach" ein Loch und erweitern es so weit, daß die Zwillingsbuchsen dort gerade hindurchpassen. Dazu eignet sich eine Vierkant-Schlüsselfeile wie nichts anderes.

Nun umgeben wir den Buchsenblock mit Ruderer-Kleber und schieben sie von innen so weit hindurch, daß sie nur wenig herausragt. Der Kleber verschließt sowohl die kleinen Spalte zwischen dem Kunststoffkörper der Buchse und der Boje als auch die kleine Undichtigkeit an der Buchse hinten, wo der Lötstift herausragt.

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Übrigens, noch etwas zum Ruderer-Kleber: Die Tulol-Dämpfe machen Polystyrol und ABS weich und lösen es an. Das ist eine regelrechte Verschweißung. Aber wenn die Dämpfe nicht entweichen können, bleibt das verklebte Material lange weich. Man sollte übrigens vermeiden, die Aushärtezeit durch Wärmezufuhr verkürzen zu wollen. Dabei fangen die noch nicht entwichenen Dämpfe im Kleber an, auszugasen, und sie bilden dabei Blasen. Wenn man Wasserdichtigkeit erzielen möchte, sollte man das vermeiden!

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Ärgerlich! Das kommt davon, wenn man des Guten zu viel tut...

Ich war, wie versprochen, bei der Magnetfirma und habe mir Magnete besorgt. Schöne, ringförmige Magnete, deren Mittellöcher gut über den unteren Schaft der Bojen passen. Die Magnetkraft dieser Teile ist derart bösartig stark, daß man mir bei der Firma Plastikscheiben mitgegeben hat, die zwischen die Einzelstücke geschoben werden. Sonst reicht die Kraft der Finger kaum aus, um zwei davon zu trennen, wenn sie zusammengefahren sind. Die Firma warnt ausdrücklich davor, die Finger in Acht zu nehmen, wenn das geschieht - eine Blutblase ist da leicht entstanden...

Und nu? Natürlich habe ich zuhause einen Versuch gemacht - Reed-Kontakt in den Schaft geschoben, Ohmmeter daran, um zu sehen, ob der Kontakt geschlossen wird, wenn man mit dem Magneten...

Ja, Pustekuchen! Das Magnetfeld war derartig stark, daß der Kontakt sich schon schloss, wenn ich mit dem Mittelloch noch nicht einmal auf dem Schaft war! Auf über 40 mm!

So sind die Dinger für nichts zu gebrauchen - jedenfalls nicht für den vorgesehenen Zweck. Ich muss noch einmal hin und mir schwächere Magnete holen. Oder kleinere oder was auch immer.

Das Ärgerliche daran ist, daß die Firma immer noch im Festtagsmodus ist. Kaum jemand da, und die Wenigen machen, wie's scheint, Inventur. Erst am Montag beginnt wieder die normale Produktion. Und erst am Montag ist wieder Fachpersonal zur Beratung da. Ich muss also warten, und ihr darum auch.

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Die LED's sind gekommen, und natürlich habe ich auch gleich einen Versuch gestartet. LED rot ein- und aufgeklebt. Da ich noch keine Akkus habe, Versorgungsspannung 4,2 Volt vom regelbaren Netzteil über die Ladebuchse rein. Es klappt! Sobald ich mit einem Magneten in die Nähe des Reed-Kontaktes komme, schließt der Stromkreis und die LED fängt an zu blinken. Bilder sind leider nicht möglich - es wäre ein toller Zufall, wenn ich bei einer Blitzlichtaufnahme ausgerechnet den Augenblick des Blinkens erwischen würde.

Verbaut sind Diese LED's und eine der bekannten KSQ's

Was noch fehlt, ist ein Magnet, der auf dem unteren Schaft läuft. Ich denke da nach den Erfahrungen (s.o.) eher an einen kunststoffgebundenen Magneten. Den könnte ich mir notfalls sogar selbst ausbohren und dem Schaft anpassen.

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Es ist, wie ich befürchtet habe: Es gibt einfach keine fertigen Magnete in der Stärke mit 4,5 mm-Bohrung. Da ist Selbstbau angesagt.

Wohl dem, der eine Drehbank besitzt! Ich habe mir bei der Magnetbude ein Stück kunststoffgebundene Magnetleiste besorgt, 5 mm stark. Das schien mir gerade die richtige Feldstärke zu haben.

Loch gebohrt (5 mm, weil das Material bei der Bearbeitung federt), Stück ausgeschnitten und abgedreht, gespannt auf eine M5-Schraube mit zwei Kronenscheiben. Bei einem Durchmesser von 12 mm schien es mir gerade richtig zu sein.

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Hier entsteht gerade der Schwimmkörper, aus 6 mm starkem Depron. Dort ein Durchmesser 12 und 2,5 mm tiefes Loch eingefräst und die Magnetscheibe mit 2K-5 Min. eingeklebt. Linkerhand sieht man das gleich behandelte Gegenstück, das die ganze Geschichte verschließt. Das Ganze wird nach dem Verkleben rund geschliffen.

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Gestern habe ich schon mal die zweite Boje vorbereitet. Wo es im Bild so stark glitzert - darunter sitzt die Ladebuchse, der Anregung folgend diesmal mit vergoldeten Federkontakten. Das andere Teil ist die KSQ. Die Backbord-Boje ist schon so weit gelötet, daß ich nur noch den Reed-Kontakt in den unteren Schaft schieben und verkleben muss. Das mache ich aber erst, wenn der magnetische Schwimmkörper fertig und ausprobiert ist.

An sich fehlen nur noch die Kette mit ihrem Grundgewicht und der LiPo.

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Hier eine der Backbordbojen mit ihrem Schwimmkörper - wie man sieht, sind es doch drei Scheiben von 6 mm Dicke. Der Schwimmkörper schwimmt zwar auch mit zwei Scheiben noch, aber er hängt etwas schief im Wasser. Verkanten darf er nicht. Und außerdem habe ich etwas bei meinen Versuchen bemerkt: Wenn ich den Reed-Kontakt so weit in den unteren Schaft schiebe, daß der Glaskörper völlig verschwunden ist, dann schaltet sich der Kontakt wieder aus - der Magnet rutscht zu hoch. Die dritte Scheibe sorgt für die nötige Distanz und erhöht den Auftrieb. Das Ganze funktioniert jetzt zuverlässig. Den Schwimmkörper habe ich mit schwarzer Acylfarbe von Tamya lackiert. Das härtet ein wenig die Oberfläche und passt den Schwimmkörper der allgemein schwarzen Farbe der Boje an.

Nun wird erst einmal eine längere Pause in diesem Bericht eintreten. Ich muss jetzt erst einmal weitere Teile bestellen - die LiPo's und die Ketten. Und außerdem muss ich eine kleine Serie in der Anfertigung der Schwimmkörper auflegen. Denn die "Repsold" soll 4 von diesen Bojen an Bord nehmen. Zwei muss ich bei Ro-marin noch nachbestellen.

Und noch etwas werde ich mir anfertigen: Ein Gestell, in dem die Bojen an Bord lagern sollen. In dem Filmstreifen, auf den mich der @Hansen-Bengel hingewiesen hat, war das ja ein Riesending von Boje, das einfach mit dem Unterteil an Deck abgesetzt wurde - hingestellt. Aber es gibt auch ein anderes Bild von der Repsold

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wo die Boje waagerecht abgelegt wurde. Ich glaube sogar, Teile des Gestells zu sehen. Auch ein ziemlicher Brocken, nicht wahr?

Aber das Gestell soll noch etwas bewirken - es soll verhindern, daß der Schwimmkörper schon an Bord den Schaft hochrutscht.

Mal sehen...

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Kurzer Zwischenbericht: Die restlichen zwei Bojen sind eingetroffen und wurden auch gleich verklebt. Da die Arbeitsschritte schon geschildert wurden, werde ich das nicht wiederholen. Und es wird etwas dauern, den gleichen Baustand wie bei den ersten beiden Stücken zu erreichen.

Etwas ärgert mich: Bisher habe ich meine Schäkel immer bei STEBA gekauft, aber nun sehe ich, daß der gute Mann die Dinger aus dem Programm genommen hat. Also: Wahrscheinlich Selbstbau aus 2 mm Messingdraht.

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Die restlichen beiden Bojen sind lackiert, die Blink-LED's sind drin, ebenso die Außenanschlüsse und die Konstantstromqellen.

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Hier nun die Stellringe am unteren Schaft - mit Bügeln versehen und schwarz gebeizt. Da ich noch nicht weiß, wie schwer genau die Ketten werden, habe ich sowohl die großen wie auch die kleinen Stellringe mit Bügeln versehen. Sollte es nötig werden, doch die großen Stellringe zu verwenden, müssen einfach nur die Bügel aus den kleinen Stellringen genommen werden, dann kann man beide montieren.

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Und hier die Bojenunterteile, zweimal mit den Schwimmkörpern in der "Aus"-Stellung im Vordergrund, während hinten die aufrecht stehenden Stücke sich in der "Ein"Stellung befinden.

Wohlweislich habe ich die Schwimmkörper mit dem Durchmesser des unteren Bojenabschlusses gebaut. Und daß sie etwas rauh sind - wenn die Bojen nicht gerade sandgestrahlt und frisch lackiert sind, sind auch die ziemlich rauh. Seepocken, Miesmuscheln, Algen...

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Heute hat der Postbote viel Arbeit gespart; alle zur Fertigstellung der Bojen nötigen Bestandteile sind auf einmal eingetroffen: Die Schäkel vom Seefahrer, die Kette(n) von STEBA und die LiPo's von der Sol-Expert-Group. In den nächsten Tagen kann ich mich also an die Werkbank setzen wie an einen gedeckten Tisch.

Schon gestern habe ich mir für die Grundgewichte der Bojen (ich habe mich dahingehend belehren lassen, daß die Bojenleger sie einfach "Steine" nennen, also verwende ich ab sofort diesen Begriff...) Schnellzement besorgt. Denn ich habe mir gesagt: Im Original verwenden die Leute für die Steine Beton. Und was könnte echter sein als das Echte - eben Beton.

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Hier entstehen gerade zwei wesendliche Teile. Im Vordergrund das Gestell, in dem die fertigen Bojen an Bord der "Repsold" ruhen sollen. Es besteht aus zusammengeklebten Raketenleithölzern (Sylvester lässt grüßen). Und im Hintergrund wird gerade der erste "Stein" gegossen. Der Bügel darin ist aus 1,5 mm Messingdraht, schwarz gebeizt. Die "Gießform" ist einer von den Plastikbehältern, in denen man in Hotels oder Jugendherbergen Marmelade in Kleinportionen erhält. Von den Dingern kann man nie zu viel haben.

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So sehen die fertigen Steine aus. Wirkt doch ganz echt, oder?

Und schwarz gebeizt wurden auch die Schäkel und die Kette(n , hier noch in einem Stück).

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Jetzt brauche ich nur noch die Kette entsprechend zu teilen und die Stücke mit den Schäkeln an den Steinen und an den Bügeln der Stellringe fest zu machen.

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Mittlerweile habe ich ein paar Versuche mit den Bojen gemacht, die hauptsächlich die Schwimm- und Trimmlage mit der Kette betrafen. Es zeigte sich, daß die Versuchsboje bei einem Gewicht von 6,3 Gramm noch ziemlich aufrecht schwamm. Bei etwa 18 Gramm zusätzlichem Gewicht schwamm die Boje immer noch, tauchte aber schon ziemlich tief ein. Die ideale Trimm- und Schwimmlage nahm sie bei einem Gewicht von etwa 13 Gramm ein. Das entspricht bei einer Kette 4848 von STEBA einer Länge von 80 cm, wie ich mir schon überschlägig ausgerechnet hatte.

Ein Dauerversuch, der die Akkulaufzeit mit den Blink-LED's bestimmen soll, läuft derzeit. Ich werde berichten.

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Und hier nun das Ende des Bauberichts:

Nach 13 Stunden Dauerblinken habe ich dann ein wenig die Geduld verloren. Es ist immer noch genügend Saft in der Boje, und auch die Blinkfequenz ist unverändert. Da die grünen LED's mit der gleichen Spannung angegeben sind, sie aber vielleicht etwas mehr Strom ziehen, wäre das dann entsprechend weniger. Aber das werde ich nicht noch extra ausprobieren.

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Und hier ist nun das fertige Produkt: Boje, Kette und Stein mit Schäkeln verbunden.

Einige von euch werden sich vielleicht wundern, warum ich den Bügel in dem Stein so lang gemacht habe. Das ist dem Krangewicht geschuldet. Bei dem Ding handelt es sich um eine Olive aus Blei, in die vier schräg nach oben zeigende Stifte aus Stahl eingeharzt sind. Wenn die Olive mit dem unteren Ende aufsetzt (und mehr Seil darf ich nicht vom Kran ablassen, weil sonst das Seil von den Seilrollen abspringt!), sind die oberen Enden der Stifte in einer Höhe von 20 mm. Der Bügel muss also etwas höher sein: 25 mm.

Und das war's. Jetzt werde ich die restlichen drei Bojen in gleicher Weise ausstatten. Für die Freunde des belebten Bildes

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bearbeitet von Ralph Cornell
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Alle Bojen funktionieren ordnungsgemäß.

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Und so ungefähr soll es später aussehen und funktionieren: Die Bojen auf ihrem Gestell, die Steine an Deck. Das Gestell soll nur verhindern, daß die Bojen hin- und herrollen. Die Trennwand am Fuß der Bojen verhindert, daß die Schwimmkörper den Schaft hochrutschen.

Vorläufig ist das das Ende des Bauberichts. Kann sein, das ich später noch einmal einen Link einfüge, der den Kran an der Arbeit zeigt... Zuerst werden die beiden Steine der Außenbojen ins Wasser gesetzt, dann folgt die dazugehörige Boje. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Jetzt geht es mit dem Baubericht der "Repsold" weiter...

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