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Hallo, Leute!

gestern war mal wieder Basteltag mit der Jugendgruppe des "Sail & Road". Eines unserer Kids, der schon mit seinem Erstling, einer "Katja" fertig war, kam mit einem neuen Baukasten an: Einem NEPTUN.

Das ist ja nun ein bekannter Baukasten, den viele haben, und aus dem man was richtig Gutes machen kann - auch nachträglich, und im Laufe der Zeit kann man ausbauen.

So weit, so gut. Aber beim "Unboxing" (der Junge hatte schon angefangen mit dem Zusammenbau) fielen mir ein paar Sachen auf, die mir gar nicht gefielen!

Beispielsweise der Ruderkoker. Das ist ja ein Messingrohr, in dem die ziemlich dicke Ruderwelle der Kortdüse sitzt. In diesem Spritzgussteil aus Plastik sind zwei Ausnehmungen, in die O-Ringe eingesetzt weden sollen. Das dichtet den Ruderkoker gegen aufsteigendes Wasser - vielmehr, so sollte es sein. Ich weiß nicht, welcher Ungeist die Leute von Romarin geritten hat, die Maße der O-Ringe viel zu gering zu wählen, so daß die Ruderwelle trotz O-Ringen im Koker geradezu klappert! Das dichtet bestenfalls Reime, aber nicht gegen Wasser.

Der nächste Punkt, der mir negativ aufgestoßen ist, ist die Schraubenwelle. Der Motorspant und das "Technikbrett" bilden eine Einheit, und diese kann nur in einer bestimmten Lage eingebaut werden, so daß alles satt anliegt. Nur ist die Schraubenwelle dann viel zu kurz! Selbst, wenn man davon ausgeht, daß Romarin einen ihrer Doppelkardans als Verbinder zwischen Motorabtrieb und Schraubenwelle vorgesehen haben will, ist das Ding zu kurz. Der Prop muss ja in der Mitte der Kort-Düse stehen, damit beim Lenken die Schraube nicht an den Wandungen der Düse anschlägt.

Zudem ist das Stevenrohr einfach ein Stück Messingrohr. Die Dichtung soll offenbar nur mit Fett erfolgen. Es wäre wohl nicht zuviel verlangt, zusätzlich einen Köcher vorzusehen, in dem eine Lippdichtung aus Gummi sitzt. Die Passung Welle/Stevenrohr ist auch nicht gerade saugend, so daß eine reine Fettdichtung kaum ausreichend ist.

Beim alten NEPTUN von Robbe waren die Trommeln der Winden Drehteile aus Alu. Im neuen NEPTUN sind es Plastik-Spritzgussteile, die zusammengeklebt werden müssen und nicht gerade überragend zusammenpassen.

Und noch etwas fiel mir negativ auf: Das Schlauchboot, das als Beiboot dient, ist immer noch aus zwei Tiefziehteilen zusammenzusetzen, die natürlich nicht gerade blendend zusammenpassen. Wenn man schon dabei ist, Alu-Teile gegen Spitzgussteile auszutauschen, wäre es doch nicht zu viel verlangt, auch das Schlauchboot aus Spritzgussteilen fertigen zu lassen.

Das alles fiel mir am ersten Bastelabend auf. Ich werde weiterhin den Bau begleiten und die kritische Betrachtung des Bausatzes fortsetzen.

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Uns blieb nichts anderes übrig, als das "Technikbrett" und die Spanten so zu bearbeiten, daß man den ganzen Weihnachten etwas nach hinten schieben kann. Ich muss von zuhause ein Stück Messingrohr mitbringen, das man über den Motorabtrieb und die Schraubenwelle schieben kann, um alles ausrichten zu können. Erst dann können Spanten/Technikbrett und Stevenrohr eingeklebt werden.

Na dann - Prosit Neujahr! Erst dann geht es weiter.

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Und - die Meckerei geht weiter. Beim alten NEPTUN bestand der Schlepphaken aus Messing. Mit einiger Bearbeitung mit Schlüsselfeilen konnte man den Schlepphaken und die Auswurfmimik so einstellen, daß ein leichter Zug am Auswerfer den Schlepphaken freigab - er klappte dann runter und gab die Schlepptrosse frei.

Beim neuen Neptun besteht die ganze Hakenmimik aus Spritzgussteilen. Und die passen gerade mal klemmend in den Träger. Für die Feder, die den Auswerfer wieder in Einraststellung bringen soll, ist viel zu wenig Platz. Und der Kunststoff ist so brüchig, daß der Verschlussbügel, der den Haken oben verschließt, einfach weggebrochen ist.

Nun bleibt mir nichts anderes übrig, als das ganze Zeuch aus Messing neu zu erstellen. Keine große Sache, aber symptomatisch für den ganzen Bausatz.

Von den Trommeln der Winden hatte ich ja schon gesprochen. Verkleben der Einzelteile geht, lässt sich aber kaum sauber hinbekommen. Und funktionsfähig lässt sich das so nicht gestalten, dann müssten die Windentrommeln, wie es früher schon war, aus Alu-Drehteilen erstellt werden. Wie gesagt, für einen erfahrenen Modellbauer mit einer kleinen Drehbank kein Problem, aber für einen Anfänger so nicht geeignet.

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Moin,

ich hoffe es ist OK in den Beitag zu schreiben....Kommentar Thread gibt es ja nicht....denke den braucht's wohl auch nicht zwingend....

Nun...ich pers. finde es schön wenn man ein paar der alten Klassiker wieder aufleben lässt.....wenn gleich das bestimmt auch getan wird, weil Neuentwürfe wesentlich teurer wären. Allerings muss ich sagen, hab ich dann mal so gar kein Verständnis, warum man Kinderkrankheiten auch fort setzt und nicht die Bausätze Upgradet. Wenn ich mir das Neuheitenprospekt von Krick anschaue und sehe dass bei der wieder kommenden San Diego, oder Florida die Kardangelenkantriebe wieder mit bei sind...im Zeitalter von brushless....könnt ich grad :cluebat:

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Moin Ralph,

noch ein kleiner Tip zum Aufbau: Wenn man sich (damals, und ich glaube nicht, daß es besser geworden ist) an die Beschnittmarken für die Unterkante des Aufbaus gehalten hat, zeigt der Aufbau viel zu steil nach oben. Man muß vorn erheblich mehr Material wegnehmen. Das Bootsdeck darf leicht nach oben zeigen, aber alle Senkrechten (z.B. Türrahmen) müssen natürlich senkrecht bleiben.

Gruß,

Jürgen

01.jpg

02.jpg

bearbeitet von Tura-Lu

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@Tura-Lu Ganz so viel wie auf Deinen Bildern habe ich bei meinem eigenen NEPTUN nicht weggenommen, aber doch einiges. Du hast recht, das muss bei dem Neubau auch so gemacht werden.

Mittlerweile habe ich für den Jungen eine neue Haken/Auswerfmimik aus Aluminium angefertigt. Jetzt ist das Ding rastend - wenn man den Schlepphaken aus der "Ausgeworfen"-Stellung wieder nach oben dreht, schnappt er in den Auswerfer ein, und der Haken ist nach oben hin verschlossen. Aber wenn man die Schleppleine gerade nach oben zieht, rastet es aus; beim Zug nach achtern bleibt der Haken geschlossen.

Ich werde dem Jungen vorschlagen, die Ansteuerung dafür wie bei mir in das Plastikgehäuse zu verlegen, auf dem das komplette Schleppgeschirr aufgeschraubt wird. Bei mir versieht ein kleines Servo diese Aufgabe. Wenn ich den entsprechenden Hebel (oder Knopf) betätige, zieht das Servo den Auswerfer zurück und der Schlepphaken klappt herunter. Ich habe das mit einem  dünnen Drahtseil realisiert.

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