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Hellmut Kohlsdorf

Reparatur meiner Bandsäge aus DDR-Zeiten

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Ich habe eine DDR Bandsäge for Jahren erworben und bin von ihr begeistert und ist zur Zeit, da ich meine Werkstatt reorganisiere, mein meist benutztes Werkzeug:

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Leider ist die Befestigung vom Tisch seit ich es bekommen habe defekt. Ich habe schon mal versucht sie bei einem Unternehmen das Alu schweißt repariert zu bekommen, aber die Schweißstellen sind sofort wieder gebrachen. Hier der Link z dem Bild dazu auf meiner Flickr-Seite:

27188024217_d9fa42bfdd_z.jpg

Ich habe den Eindruck das das Teil aus einem leichten Gußmaterial besteht und das jemand in der Vergangenheit ein Alu-Teil gemacht hat um diese offensichtlich Schwachstelle zu verstärken.

Weiß jemand Rat wie ich das wieder hinbekomme? 
 

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Moin Hellmut,

 

Guss reparieren ist so eine Sache für sich. Da das Teil nicht sehr kompliziert ausschaut (ein Rechteck mit aufgesetztem Kreisausschnitt, der eine Nut hat), wäre es vielleicht eine Idee sich so ein Teil aus zwei Einzelteilen zusammenschrauben oder -schweißen zu lassen? Da es sich wohl um die Verstellung der Neigung des Tisches handelt, würde ich dafür Stahl statt Alu nehmen. ;)

Vielleicht hat ja auch jemand einen heiß(er)en Tipp bzgl. der Reparatur von Gussteilen?! :)

Gruß

Jörn

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Hier eine Ansicht der Rückseite des beschädigten Teils. Man kann im Bild erkennen und wenn man es sich live genau anschaut, dann scheint bereits in der Vergangenheit jemand eine Verstärkung aus Alu angebracht zu haben. Meine Idee ist es ein passendes 5 mm starkes Stahlblech zu erwerben. Die noch vorhandene defekte Verstärkung abfräsen lassen. Aus dem 5 mm starken Stahlblech die Form der Alu-Verstärkung übertragen und auf das Gussteil befestigen, dort wo jetzt die defekte Alu-Verstärkung auf dem Bild zu sehen ist.

Leider tut meine Bohrfräse nicht. Ich muss das daher außer Haus geben!

Rückansicht.jpg

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Was ich mich gerade frage: wie ist die Verstärkung denn da drauf fest gemacht? Aus dem Winkel kann ich das schlecht erkennen. Dann wundert es mich etwas, dass die "Verstärkung" genau die gleiche Bruchcharakteristik aufzeigt, wie die Vorderseite. Und auch noch an identischer Stelle. Dann würde ich mir auch mal überlegen warum das überhaupt bricht. Ich meine einmal kann auf einmalige Fehlbelastung zurückzuführen sein, aber im Normalen Betrieb würde ich erwarten, dass der untere Bügel praktisch lastfrei ist.

Könnte es vielleicht sein, dass die "Verstärkung" angegossen ist und lediglich spanend als Anlagefläche bearbeitet wurde? Zumal die Rippen von der Vorderseite da ja auch nicht sind und auch nicht nachträglich entfernt.

Vielleicht könntest du noch ein Bild auf die Kante machen, wo man eventuelle Trennkanten sehen kann?

Ansonsten könnte ich mir die Lösung mit Abfräsen der Anlagefläche und auflegen eines entsprechenden Stahlblechs durchaus vorstellen. Nur wie machst dus fest?
Eventuell eine Neukonstruktion machen? Grundsätzlich sieht das nach zwei Blechen aufeinander aus. Wenn man die Lochmaße und die Bogenkontur entsprechend überträgt und dann aufeinander schweißt, eventuell mit Ausricht- und Verstärkungsrippen könnte ich mir vorstellen, dass das möglicherweise insgesamt einfacher ist. Wenn natürlich nicht so schön, wie ein Originalteil zu retten.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Daniel

 

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Es ist gar nicht so einfach es im Bild darzustellen. Aber hier, so glaube ich, sieht man das es sich nicht um einem glatt gefrästen Teil des Gussstückes handelt. Man sieht deutlich, das diese "Auflage" auch an ihrer "Stirnseite" eine andere Farbe hat als das material des Gussteiles. Aber wie bereits geschrieben, mir fehlt das Wissen und die Erfahrung es beurteilen zu können. Was zu dem Bruch geführt hat, als die Maschine in meinem Besitz kam, war bei Transport eine Überlastung. Es entstand ein "abgebrochenes Teil" welches identisch mit dem ursprünglichen war! habe es dann von einem Fachbetrieb schweißen lassen, aber diese Reparatur war zu schwach um der Belastung im ordentlichen Betrieb zu genügen und so brach es wieder!

Eine Frage an die Experten: Wie kann man eine zu erstellende Stahlplatte in der Form dieser "glatten Oberfläche" am besten Befestigen? Ich selber würde es verschrauben und dann die Schrauben wo sie "überstehen" abflexen! Hätte ich meine Bohrfräse funktionstüchtig dann würde ich eine Stahlplatte in diese Form fräsen. Den Bogenabschnitt würde ich durch Bohrungen und anschließendem Fräsen in die exakte Form der Nut!

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Posted (edited)

Für mich bestätigt dieses Bild eher, dass die glatte Fläche an das Gussteil gefräst wurde.

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Ich vermute mit der anderen "Farbe" meinst du den schwarz umkreisten Bereich. Das ist für mich schlicht die verschliffene Schweißnaht von der Reparatur.

Im rot Umrandeten finde ich es etwas uneindeutig, aber man erkennt doch, dass die Oberfläche mit den "Pickeln" sich gleichmäßig durchzieht. Wenn da ein Blech aufläge sollte man einen klaren Strukturwechsel erkennen.
Deutlich zeigt es für mich der grün umrandete Bereich. wie man erkennen kann geht da ein Radius schön die ganze Kante hoch. Der hat eine sandgussraue Oberfläche und auf keinen Fall eine Schweißnahtstruktur. Selbst wenn die Naht sangestrahlt wäre würde sie sich farblich und strukturmäßig abheben.

wie man es auch gemacht hätte, es hätte eine Naht erkennbar sein müssen. Und dann hätte derjenige, der da die Verstärkung aufgebracht hätte ja das gleiche Problem gehabt wie du mit deinen Reparaturschweißungen. Und ein Blech selbst in der Dünne sollte keinen, wie ich es sehe, Sprödbruch zeigen. Um das Bruchbild besser beurteilen zu können, bräuchte man eine Nahaufnahme, aber für mich sieht das soweit aus, dass da keine Zone ist, wo sich Material verformt hat vor dem Bruch. Ein Blech hätte sich wohl vorher so verzogen, dass es klemmt, bevor es bricht.

 

Was du ansonsten mal probieren könntest, wäre die Stellen zu kleben. Du hast durch die Bruchflächen schöne ausrichthilfen und eine große Oberfläche. Gut entfetten und dann mit Epoxidharz könnte funktionieren. Du kannst auf jeden Fall nichts damit kaputt machen, wenn du nicht nochmal schweißen möchtest.

Wenn du da ein Blech drauf machen möchtest müsste die alte Anlagefläche auf das passende Maß abgefräst werden. Wenn du dann Gewinde im blech nutzen möchtest wäre ich skeptisch. Ich würde die jetztige Anlage auf 3mm schätzen (vielleicht mal Maß geben, schwer zu schätzen auf Bildern). Wenn du da ein M8 rein machst hast du etwa zwei Gänge. Wäre mir persönlich etwas heikel, wenn du sagst, dass da doch lasten drauf kommen. Dann besser Senkkopf und auf der abgewandten Seite mit Muttern anziehen. Oder großflächig aufkleben.

 

Ich würde mir eventuell doch noch überlegen, ob man das neu machen kann.

 

 

Grüße

 

Daniel

Edited by DJK94

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Danke für die Antwort. gerade im grün umrandeten Bereich habe ich die weiße "Stirnfläche" als das Sichtbare der wie auch immer aufgebrachten Lage gesehen. In Struktur und Farbe deutlich sich von dem Gussteil unterscheidend. Im rot umrandeten Bereich ist absolut korrekt die zuvor von mir zur Reparatur gegebene Bruchstelle. Schaut man sich im Detail die "Nut" an so scheint hier ein grobes Filen beim Übrtragen der Nut auf das "Blech" zu sichtbar zu sein.

 

Di Belastung dieses Flansches in der Bandsäge ist nur eine Biege-Belastung". Daher meine Idee zusätzlich direkt auf die vorhandene Fläche des Gussteils ein 5 mm dickes Stahlblech aufzutragen. Sollte ein Blech aufgetragen worden sein, so würde ich es Abfräsen wollen. Eine zusätzliche "Dicke" des Flanches ist nicht kritisch. Jetzt ist der Flansch 8 mm dick. Plus 5 mm Stahlplattendicke also kein Problem. Meine Absicht ist es 6 mm metrische Schrauben im Flansch unterhalb der "Nut" zu verwenden. 4 in gleichen Abständen 10 mm über den unteren Rand der glatten Fläche und 2 oder 3 unter der Nut verteilt.

Das ausgebrochene Teil setze ich wieder ein, lass es dort festschweißen. Aus bitterer Erfahrung weiß ich, dass ohne das 5 mm Stahlblech die Verbindung nicht hält. Ich hoffe nächste Woche von dem kontaktierten Unternehmen zu hören, mal sehen wie er vorschlägt ein solches 5 mm starkes Stahlblech mit dem Gussteil zu verbinden ist. Epoxid als "Kleber" zu benutzen erscheint mir ein sehr guter Vorschlag zu sein. Der "Bogen ist 7 mm breit. Dort mit M3 Stahlschrauben so alle 20 mm zu verwenden um mein Stahlblech plus Gußanteil etwas 13 mm Dicke dieses Stahlblech zusätzlich zu deinem Epoxid als Kleber erscheint mir eine Stabile Lösung zu geben.

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Bevor du dir Überlegst, auf die abgeplante Fläche etwas drauf zu packen würde ich nochmal schaun, ob die Irgendwo an der Maschine entlangläuft. Wenn da noch Platz für 5mm Stahlblech wäre, dann gäbe diese Fläche keinen Sinn.
Wie gesagt auf Distanz würde ich behaupten, das ist eine Abgeplante Fläche am Guss und die Mühe macht man sich nur, wenn man sie braucht. Klar nach dem Abfäsen ergibt sich eine völlig andere Oberfläche, als am Rohguss. Wie gesagt war für mich im grünen Bereich die Stirnseite am Übergang zum Rest interessant und das sieht für mich nach einem gegossenen Radius aus.
Deinen Ideen kann ich grad nur schwer folgen. Kann an der Uhrzeit liegen, aber es erscheint mir dann doch viel Doppelgemoppel drin zu sein.

Vielleicht hast du nochmal eine Nahaufnahme von der Rückseite. Auf dem Bild oben erkenne ich rechts einen "fleckigen" Bereich und links davon einen Blanken. Davon vielleicht eine Aufnahme, sodass die Nut gerade noch vollständig drin ist?

 

Grüße

Daniel

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Der Platz für die 5 mm starke Platte ist vorhanden! Die Verkleidung der Bandsäge ist Leukoplast und daher sehr flexibel. Schite nur das mein Bohrfräse nicht einsetzbar ist!

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Eine Frage mit der ich mich beschäftige während ich die 5 mm dicke Edelstahlplatte auf Maß flexe ist das Bohren durch das Gusseisen :

27188024217_d9fa42bfdd_z.jpg

Gibt es zu berücksichtigende Eigenarten des Gusseisens beim Bohren und anschließendem Gewinde schneiden? Natürlich werde ich Schneidöl verwenden!

 

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Guscheise (Verzeihung, Gusseisen) hat ja ein zumeist perlitisches Gefüge. Durch den hohen Kohlenstoffgehalt sind bei spanender Bearbeitung nicht viele Voraussetzungen zu beachten. Die anfallenden Späne werden kurzbrüchig sein. Normales, gut scharfes HSS-Werkzeug sollte genügen. Schneidöl ist nicht nur bei Gusseisen eine große Hilfe.

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