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titanicmax

Kommentare zum Liverpool Class Lifeboat "George Elmy"

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vor 57 Minuten schrieb Chris DA:

ABER: 10Bft?????

Erstmal: schön das es weitergegangen ist!

10Bft auf'm Teich ist was anderes als auf der See. Wahrscheinlich aber gefährlicher auf dem Teich, da die Wellen auf See so hoch sind, dass der Kahn eh drüber weg schaukelt.  Würd ich eh nur bei auflandigem Wind fahren, aber wie da das Boot zu Wasser bekommen ohne Salto...

VG

Joerg

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Beim Sturm vor einer Woche habe ich die Kleine nachts bei 7 Bft und Böen um 8 Bft fahren lassen.
Im Vergleich zum Boot sind die Wellen harmlos und nicht viel höher als auf dem Video vom September.
Kritisch ist nur der Wind, dagegen muss das Boot ankämpfen können.

Gefährlich ist mir bisher nur der Wind geworden, bei der schwachen Motorisierung wird das Liverpool schnell mal ans Ufer gedrückt. Bei dem stellenweise vorhandenen Totholz und großen Steinen nicht ganz ungefährlich.

vor 1 Stunde schrieb JojoElbe:

Würd ich eh nur bei auflandigem Wind fahren

Richtig, nur bei auflandigem Wind fahren. Durch den Kiesabbau haben wir beim Dorf viele Seen und die zwei besten Fahrgewässer liegen dicht beieinander. Je nach Windrichtung nehme ich einen von beiden.
Der größere der beiden Seen wirft logischerweise auch die größeren Wellen ab. Für ein Modell in 1/12 braucht es schon 1 m Seegang für ein 40 ft (12 m) Welle. Die 10 cm Wellen die mein Liverpool meistert entsprechen umgerechnet grade mal 4 ft (1,2 m) Seegang. Bei Orkan habe ich schon etwas höhere Wellen gesehen (und auch schon mal einen Kaventsmann quer zum Seegang - kein Seemannsgarn), aber mehr als 20 cm vom Tal bis zum Kamm waren nie dabei. An der Lechstaustufe in Augsburg scheint mir der Seegang stärker (klar, ist auch ein richtig großes Gewässer), aber seit meiner Versetzung in die Heimat komme ich kaum noch nach Augsburg.

Für die Wellenhöhe sind drei Faktoren entscheidend:

  • die Windstärke
  • die zeitliche Einwirkung auf das Wasser
  • die Anlaufstrecke über das Wasser

Praktisch bedeutet das, je stärker der Wind, je länger der Sturm andauert und je größer die Wasserfläche ist, desto höher werden auch die Wellen. Der große See hier ist L-förmig und jeder der beiden Flügel ist etwa 600 m lang und 200 m breit, da wird es richtig große Wellen nie geben.

vor 2 Stunden schrieb JojoElbe:

aber wie da das Boot zu Wasser bekommen ohne Salto...

Eine Rampe ist schon in Arbeit, aber solange bleibt nur eine Möglichkeit:

  • Ruder ganz auffieren
  • Fernsteuerung zur Seite legen
  • Boot mit Anlauf in den See schieben/werfen
  • Fernsteuerung greifen, Ruder absenken und mit voller Kraft losfahren

Nicht ganz ungefährlich, bei der Fahrt im September habe ich eine Welle falsch eingeschätzt und das Boot zu kräftig gestartet. Für die Football-Fans unter uns: ein richtiger Hail Mary.
Das Boot ist wirklich bis zur Mitte vom Maschinenhaus untergetaucht, hat sich aber schnell wieder nach oben gekämpft und das Wasser über die Speigatten gelenzt. Hat echt spektakulär ausgesehen, blieb aber auch nicht ohne Folgen. Der Süllrand war nie für ein solches Manöver nie ausgelegt und am Ende hatte ich einen guten halben Liter Wasser im Boot. Auf's Original hochgerechnet gute 800 kg, bei einer Verdrängung von grade mal 8 Tonnen. Ans Ufer hat es die Kleine noch geschafft, lag aber arg tief im Wasser und war schwerfällig zu steuern.

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Die Rampe habe ich mir so gedacht: zwei mit Scharnieren verbundene Holzbretter mit je 120 cm Länge, auf den Brettern Holzleisten als Führung für den Kiel und das Ganze so konzipiert, dass die Rampe an der Transportkiste eingehängt und dann ins Wasser geführt werden kann. Aber die Kiste ist für den Alltag zu schwer weil zu massiv. Bis zum See habe ich keine fünf Minuten fahrt, die übersteht das Boot angeschnallt auf der Rücksitzbank. Die Transportkiste habe ich nur für die lange Anfahrt zum UT gebaut. Darum tüftel ich an einer Rampe die man wie einen Rucksack auf dem Rücken tragen und am See einfach aufklappen und platzieren kann. Auf welche Weise auch immer, beim UT wird es einen Start von der Ablauframpe aus geben.

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vor 18 Minuten schrieb titanicmax:

Für die Wellenhöhe sind drei Faktoren entscheidend:

Hi Max,

fast, in Tidengewässern (Ärmelkanal oder auch die Elbe) kommt zum Wind noch die Strömung, sofern die gegenan geht, dann werden sie auch kürzer und fieser. Gerade wenn die Flüße oder Gatten schmale tiefe Rinnen haben (Jadebusen bei NW Sturm gegen Ebbe.... Rodeo ist nix dagegen).

Zur Transportkiste: Größere Glasplatte drauf un die hast einen Wohnzimmertisch ;0)

Und zur Not geht's auch noch als Babybettchen durch ;o=

LG

Joerg

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vor 8 Minuten schrieb titanicmax:

Beim Sturm vor einer Woche habe ich die Kleine nachts bei 7 Bft und Böen um 8 Bft fahren lassen.

Nee, mitten in der Nacht, bei Sturm und Regen. Sorry, da liegt ein alter Mann im Bett und wärmt sich an..... ok, das ist jetzt ein anderes Thema. 

Nicht das ich jetzt nicht erfreut wäre dass das Boot das abkann, ich glaube aber nicht das meines jemals in eine solche Verdrückung kommen wird. 

Das Steuerrad :respektmeinlieber:

Transportkiste: Da experimentiere ich ja auch gerade wie man wohl einen "Serienbau" einfach, schnell und günstig hin bekommt. Nun sehen meine Kisten nicht annähernd so gut aus wie deine, haben aber gewisse Vorteile. Es gibt einen Rahmen aus Dachlatten, die größeren Kisten zusätzlich noch geleimte Dreiecke an den Eckverbindungen . Zusammengehalten wird das einfach durch Spax Schrauben. Geschlossen werden die Kisten mit dieser Presspappe die oft die Rückwand von Schränken bildet (jedenfalls bei Ikea Möbeln oder ähnlichen Billig-Produkten). Diese Gebilde sind überraschend stabil, man kann sich auch darauf setzen (wichtig weil stapelbar). Bei mir werden das ja nur "Einwegkisten" aber die könnte man recht einfach pimpen. Latten hobeln, Scharniere und Griffe anbringen, die Pappe lackieren oder folieren..... Die innere Rahmenstruktur bietet zudem den Vorteil das man den Modellständer simpel mit Kabelbindern fixieren (das geht natürlich auch schöner) und das Modell an sich mit Gummibänder sichern kann.  Diese Kisten sind auch relativ leicht. Kosten sind unerheblich, keinen Schimmer. Ein Bund Dachlatten reicht für mehrere Kisten, die Pappe gibts gratis, muss man beim nächsten Sperguttag einfach mal einige m² nach Hause schleppen (sammle ich natürlich schon seit einiger Zeit).  

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Stimmt, die Strömung habe ich glatt vergessen. Viel Strömung ist in unseren Baggerseen ja nicht.

Ich gebe zu, die Kiste ist etwas massiv geworden. :pfeif: Das nächste Exemplar wird etwas alltagstauglicher, ähnlich der Beschreibung von Peter.

vor 1 Minute schrieb San Felipe:

Presspappe die oft die Rückwand von Schränken bildet

Dürfte In etwa das selbe MDF Material sein wie die Modellbauplatte die ich gerne verwende.

vor 3 Minuten schrieb San Felipe:

Nee, mitten in der Nacht, bei Sturm und Regen. Sorry, da liegt ein alter Mann im Bett und wärmt sich an..... ok, das ist jetzt ein anderes Thema.

Sooo alt bin ich ja noch nicht, auch wenn ich so aussehe. :mrgreen:

Da ich als Bajuware kaum die Gelegenheit haben werde auf den richtigen Rettungsbooten dem Sturm zu trotzen, muss ich das eben mit den Modellen machen. Nachts ist Sturmfahrt aber schon heftig, da muss man sein Gewässer genau kennen.

Das nächste Rettungsboot steht schon in den Startlöchern - die legendäre H.F Bailey aus Cromer. 116 cm lang und 10 kg schwer. Als Antrieb sind zwei Robbe 755/40 mit Messingprops geplant.

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Moin,

hab dein Baubericht verfolgt und muss sagen,  ein klasse Bericht.....eine tolle Umsetzung der Details:respektmeinlieber:. Das mit den nicht tauschbaren Motoren ist natürlich schade.....hilft zukünftig lieber etwas zu übermotorisieren, drosseln kann man dann immer noch. Aber 5bft ist ja auch schon ne steife Brise, die es zu bewältigen heißt,  10 hingegen ist natürlich nochmal ne ganz besondede Herausforderung. Da würde ich dann pers. auf eine Einheit mit geschlossenen Kabine zurück greifen.

Edited by JB007
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vor 11 Stunden schrieb titanicmax:

Da ich als Bajuware kaum die Gelegenheit haben werde auf den richtigen Rettungsbooten dem Sturm zu trotzen

Das holen wir dann bei Gelegenheit nach. Kannst dann mit so einem kleinen Speedboot über die Wellen reiten. Aber bitte, Frühstück.... lass es:nono::muahaha:

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vor 6 Stunden schrieb JB007:

 Aber 5bft ist ja auch schon ne steife Brise, die es zu bewältigen heißt,  10 hingegen ist natürlich nochmal ne ganz besondede Herausforderung. Da würde ich dann pers. auf eine Einheit mit geschlossenen Kabine zurück greifen.

10 bft... ein ausgewachsener Orkan. Das wäscht den stärksten Seemann von der Back.

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vor 1 Stunde schrieb Ralph Cornell:

10 bft... ein ausgewachsener Orkan. Das wäscht den stärksten Seemann von der Back.

deswegen ja auch wie geschrieben....mit geschlossener Kabine ;-)

aber ich denke...das mit den 10bft da ja auch nicht ganz so Ernst gemeint....

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vor 4 Minuten schrieb JB007:

aber ich denke...das mit den 10bft da ja auch nicht ganz so Ernst gemeint....

Nicht ganz :D

Aber etwas mehr als 7 Bft sollte das Boot schon abkönnen. Ich will damit mal richtig schöne Wellen abfahren. Alternativ bliebe nur ein anderer Maßstab, in 1:50 sehen die Wellen gleich anders aus.

vor 8 Minuten schrieb JB007:

deswegen ja auch wie geschrieben....mit geschlossener Kabine ;-)

Hab mir sagen lassen die allerersten Rettungsboote hatten gar keine Kabinen...:pfeif:

Apropos: irgendwann baue ich so ein Ruderrettungsboot. Aber das wird logischerweise nicht mal bei 5 Bft fahren können.

Habt ihr eigentlich Vorschläge für starke und schnelle Motoren?

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Es gibt , wenn man keinen windmesser hat, Beschreibungen der Wellenbilder, die auf die windstärke schliessen lassen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Beaufortskala#Beaufort-Skala_nach_phänomenologischen_Kriterien

 

Selbst wenn, was ich stark bezweifle, in 10m Höhe, da wird die Windstärke gemessen, im Video 5Bft herrschen sollten, wären es auf dem Wasser deutlichst weniger, vielleicht max. 3bft.

Der wunsch, bei 10 Bft zu fahren, ist völlig illusorisch.

 

PS: Was bedeutet: "Ruder ganz auffieren"?

Edited by AxelF
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vor einer Stunde schrieb AxelF:

 

PS: Was bedeutet: "Ruder ganz auffieren"?

Ist es nicht so, daß man bei Booten dieser Klasse das Ruder gewissermaßen nach oben klappen kann, damit es keine Grundberührung hat?

Vergleichbare Vorrichtungen gibt es bei Wasserflugzeugen mit Ruderblättern an den Schwimmern. Das ist für die sogenannte "Treibphase" wichtig, wenn der Motor nur im Leerlauf tuckert und deshalb nicht viel Strömung am Seitenruder anliegt. So kann man kaum lenken, deshalb müssen die Wasserruder voll eintauchen.

Aber beim Start ist das gefährlich. Wenn in der "Gleitphase" eines der Ruderblätter eintaucht, führt das zu einer starken Bremswirkung. Nicht nur, daß das eine etwaige Startstrecke verlängert. Viel schlimmer ist, daß man ja zwei Schwimmer hat (außer bei sogenannten Monoplanes). Wenn es nur auf einer Seite bremst, hat das zur Folge, daß das Flugzeug eine enge Kurve beschreibt. Dabei kann es sich sogar überschlagen, und das wäre das Ende.

Beim Strandretttungsboot steht wohl eher der Wunsch im Vordergrund, das Aufschlagen des Ruderblatts auf den Grund zu verhindern, wenn der Kahn in den Brechern am Strand stampft.

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Wie man auf einem der ersten BNildern erkennen kann, ist das Ruderblatt, wie üblich, kürzer als der Kiel. Damit ist das Blatt gegen Grundberührung geschützt.

Auf Grund der Scharnierbeschläge kann das Blatt nicht aufgeholt werden.

auffieren kenne ich nur von Segeln.

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vor 1 Stunde schrieb AxelF:

wären es auf dem Wasser deutlichst weniger, vielleicht max. 3bft.

Stimmt, die Abnahme der Windstärke mit der Höhe hatte ich ganz vergessen. Ich hab mich einfach nur am Wetterradar orientiert, das hat im Mittel 5 Bft und für die Böen 6-7 Bft ausgespuckt. Gut möglich dass es auf der Wasseroberfläche weniger Bft waren, das will ich hier nicht bestreiten. Mangels Windmesser kann ich mich nur an die Daten vom Wetterdienst halten. Und 10 Bft sind natürlich illusorisch, vor allem weil man bei so einem Wetter nicht unbedingt draußen spielen sollte. Stichwort Windbruch usw.

Mir geht es eigentlich nur um tolle Wellen um das Modell an seine Grenzen bringen und um den Nervenkitzel beim Fahren. Schönwetter ist das eine, bei schlechtem Wetter zu manövrieren etwas ganz anderes.

vor 1 Stunde schrieb AxelF:

PS: Was bedeutet: "Ruder ganz auffieren"?

Ralph hat im Prinzip Recht.

Bei den alten Einheiten war das Ruder über Leinen höhenverstellbar um es beim Abkaufen vom Bootshaus bzw. Ablaufwagen vor einer Beschädigung dadurch zu schützen. Soweit ich weiß beträgt der Winkel der Rampe an alten englischen Bootshäusern zwischen 10 und 11 Grad. Wenn das Boot mit dem Bug in die See taucht und aufschwimmt würde das Ruder in der regulären Position beschädigt werden.  Mitunter wurde es auch noch nach einer Seite eingeschlagen um noch mehr Abstand zu gewinnen. Z.B. auf diesem Bild vom Penlee Lifeboat (soweit ich recherchiert habe das letzte Bild der Solomon Browne, aufgenommen kurz vor dem Unglück am 19.12.1981)

Bei deutschen Einheiten war eine Art Klappe am Ruderblatt üblich (es wurde quasi nach unten verlängert), die Briten bevorzugten es das komplette Ruderblatt zu verstellen.

Bei meinem Modell habe ich das höhenverstellbare Ruder über einen Servo realisiert, der Servoarm ist über ein Stück Takelgarn mit dem Ruderblatt verbunden.

 

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vor 11 Minuten schrieb AxelF:

Damit ist das Blatt gegen Grundberührung geschützt.

Gegen Grundberührung schon, es geht eigentlich nur um den Startvorgang und die Gefahr der Beschädigung durch Rampe bzw. Ablaufwagen.

Bei den typischen Liverpool, Watson und Barnett Booten war die Ruderachse eckig und die Beschläge am Ruderblatt entsprechend gestaltet. Auf- bzw. abgelassen wurde mit zwei Leinen, je nach Bootsklasse variiert die Position von Leinen und Umlenkrollen. Es gab ein paar Ausnahmen mit klassischem Ruder unterm Heck, das war durch einen Ruderhacke (ich hoffe das ist der richtige Ausdruck) geschützt.

Höhenverstellung (bevor ich hier wieder den falschen Ausdruck erwische ;)) am Modell funktioniert, hier ist das Ruder oben:

large.1082140749_GeorgeElmy(43).jpg.9208e4dc93bcd9c5753ff9ff4cb032a8.jpg

und hier unten:

large.2048996105_GeorgeElmy(35).jpg.99705e221c7a15d79cb1e3d2b7c1c32f.jpg

Edited by titanicmax

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