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chripsch

Komplettsanierung Graupner Vegesack

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Nachdem sich die Hans-Peter-Schröder (Rickmer Bock) erfolgreich in Voralpenstürmen bewährt und die Slander (Saturn) mittlerweile auf 12 Volt-Basis umgebaut ihre Harztec-Schute zieht kommt der nächste Sanierungskandidat an die Reihe.  Eine vor ca. 10 Jahren für 40 Euro in der Bucht als Auslaufbaukasten erworbene Graupner Vegesack. Seinerzeit als mein 2tes Schiff unter dem Namen »Schwarzsee« zusammengebaut hat es als selbständige Rettungseinheit nie zu meiner Zufriedenheit funktioniert. Ein paar Probefahrten gab es, die Beleuchtung war durchgebrannt und dann ist es auf Nimmerwiedersehen im Keller verstaubt.

Nun habe ich mittlerweile Kinder,  die man mit so einer kleinen Einheit prima Anlernen könnte ;) Die Komplettsanierung ist also beschlossene Sache.

Kommentare hierzu dürfen hier abgegeben werden.

--- --- ---

Sollzustand als selbständige Rettungseinheit:

- Komplett neu ausgerichteter Motor auf die Wellenanlage

- Antrieb mit 6-Volt NIMH Akku bzw. 2s Lipo

- 4 Lichtfunktionen: Positionslampen, Schlepplicht, Scheinwerfer, Blaulicht

- Äußere Aufarbeitung nach 10 Jahren Keller

--- --- ---

Die alten 3 Volt-Lampen sind samt Elektrik bereits restlos entfernt, ebenso die aus Verpackungsschachtelfenstern (von Modellbahnpackungen) bestehenden Fenster. Mast und Co wurden zerlegt.

Mein Bruder hat den Motor bereits mit einem aus Epoxy-Platten gebauten neuen Halter komplett und gerade auf die Alu- Starrkupplung abgestimmt.

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Aktuell ist der Zustand wie folgt:

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Viel Spaß beim Verfolgen,

Christian

Edited by chripsch
Link eingefügt
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MoinMoin,

gleich am ersten Abend war ich produktiver wie gedacht.

Zuerst wurde der Mast der »Schwarzsee« komplett abgetakelt und anschließend die Fugen innerhalb der Pflicht verspachtelt. Ebenso sämtliche Löcher am Aufbau, die aus der vergangenen Beleuchtung resultierten. Statt 3 Volt will ich hier 6 Volt verwenden. Schon deshalb, damit ich das Schlepplicht separat schalten kann. Eine Decksbeleuchtung überleg` ich mir noch. Allerdings weiß ich nicht ob die außer Scheinwerfern auf einem derart kleinen Modell überhaupt Sinn macht.

Mein nächster Gedanke war praktischer Natur. Für eine selbständige Rettungseinheit macht es wenig Sinn wenn der Aufbau hinten offen ist. Also habe ich mir zuerst eine Schablone aus 1 mm PS erstellt und gleichzeitig mit Abgaskamin und Co solange rumjongliert bis ein brauchbares Ergebnis vorhanden war.

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Anhand der Schablone habe ich dann einen Abschluss aus 1 mm PS gebaut, der sich vom Stil her am "Restboot" orientiert. Die Tür habe ich aus einer weiteren Lage 1mm PS gebaut. Vorreiber, Türgriffe und Schaniere entstanden aus 1 mm Messingdraht. Mit diesem habe ich gleichzeitig auch den Schlepphaken optimiert. Zum einen bekam er einen "Sicherheitsbügel" zum echten Abschleppen und zum anderen wurde er mit  2 Stiften im Abgaskamin verstiftet

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Provisorisch eingebaut schaut das Ganze so aus:

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Zusätzlicher Vorteil des Aufbauabschlusses ist, dass der Mast/Abgaskamin nun fest sitzt. Bei der bisherigen Konstruktion ist er mir regelmäßig abgebrochen, da er nur angeklebt war. Aktuell ist mein Plan den Mast fest mit dem Aufbauabschluss zu verkleben. Die Rückwand des Aufbaus soll nur mit Spachtelmasse am Rest befestigt werden und sich zu Wartungsarbeiten für die Lampen relativ leicht rausbrechen lassen. Der Mast sitzt am Aufbauabschluss so fest und gerade, dass ich ihn nicht mehr am Aufbau selbst verkleben muss.

Apropos Befestigung de Aufbaus auf dem Rumpf. Hier liegt der nächste Hund begraben, den ich unbedingt weghaben will, da er ein massives Problem des Altbootes darstellte. Graupner-Plan-bedingt steckt er einfach so im Rumpf drinnen. Vollkommen unbefestigt und relativ leicht verrutschbar bei Kollisionen oder dergleichen.

Hier tendiere ich ala H-P-S (Rickmer Bock) zu einer Anschraublösung, ggf. mit Moosgummi zwischen Aufbau und Rumpf, da ich das Licht schon aus Gewichtsgründen mit einem Memoryschalter schalten möchte, ein Öffnen des Schiffes außer zum Akkuwechsel also unnötig ist.

Servus,
Christian

P.S.: Nachdem ich gerade dabei war eine Tasse Glühwein zu genießen ist mir aufgefallen, dass die Tür hinten genau hinter dem Lenkrad liegt, also etwas sehr ungünstig. Also Aufbauabschluß noch einmal rausgerupft, zerlegt und seitenverkehrt neu zusammengebaut...

Ergebnis: 

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Edited by chripsch
Nachtrag
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MoinMoin,

und allen Mitlesern ein gutes Neues Jahr 2018 mit viel Gesundheit und viel Zeit fürs Hobby.

Nachdem mich im Weihnachtsurlaub zwei Wesen der Gattung K.l.e.i.n.k.i.n.d. recht auf Trab halten ist der Fortschritt relativ langsam.

Zuerst habe ich soweit erreichbar sämtliche Lüfter und Poller mit 1 mm Messingdraht verstiftet. Essentiell soll nicht das ein oder andere Teil ungewollt stiften gehen. ;)

Der Mast hat zwischenzeitlich Eigenbau-Lampenbretter (3 rote Pfeile) -Eigenbau PS 1mm- und Blaulicht wurde bekommen (gelber Pfeil).

Außerdem wurde eine 5 cm Rahe (MS 1,5 mm)  für die Verwendung als Flaggenmast montiert (oranger Pfeil). Zusätzlich soll unten am Kamin noch links

und rechts je eine Befestigungsmöglichkeit für die Flaggleine angebracht werden. Geplant ist außerdem eine Radarantenne auf der Mitte der Kabine,

welche aus Materialresten entstehen wird.

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An sonsten wurden fleißig in der Pflicht die Fugen verspachtelt und verschliffen. Das Ergebnis ist zwar nicht perfekt, aber es sieht um Welten besser aus als vorher. Aktuell wartet die erste Schicht  Revell weissgrün (59) auf ihre Trocknung. Danach kommt Lage Nr. 2.

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Last but not least, habe ich anhand einer Streichprobe diverser Revellfarben auf 1mm  PS herausgefunden, dass der grüne Teil des Aufbaus seinerzeit mutmaßlich mit Revell 61 gestrichen wurde, der Wasserpass mit Revell 48.Wichtige Hinweise für die weitere Sanierung. Das weiß ist mattweiß 04, das rot sol auf leuchtrot 332 umgestrichen werden.

Servus,
Christian

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Komplettsanierung bedeutet nicht nur Schönheitsreparaturen wie das Ausbessern des Schiffsbuges,

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sondern auch hässlichere Geschichten wie Risse im Boot. Zwar ist die Vegesack grundsätzlich ein Joghurtbecher, doch  im Bereich der Ruderharke tritt konstruktionsbedingt das Holz des zentralen Längsspants nach draußen. Die Harke aus Plastik ist nämlich mit einem Holzteil ausgefüllt, das ca. 5 mm breit im ganzen Oval der Harke nach außen tritt. 10 Jahre Lagerung im Keller und es springt. Etwas Sekundenkleber als Rissfüller und Überlackieren mit Revell 37 schaffen hier relativ zügig Abhilfe. Das Prozedere ist mir bereits von der Boulogne Etaples mehr als nur geläufig.

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Eher kosmetischer Natur waren dagegen das weitere feinschleifen und Nachlackieren von Pflicht und Fahrersitz. Der Boden selbst wird später noch grün 61 wie das Waldeck werden.

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Wie man zudem erkennen kann wird bereits an korrekten Top und Hecklampen gearbeitet. Auch der obere Teil des Mastes wurde nebst Auspuff bereits in seiner endgültigen Farbe testlackiert, während ein altes (falsches) Toplicht (da Rundumlaterne) als neues Ankerlicht recycelt wird.

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Kleintechnisch werden zudem Dampfer-Positionslampen von Aearonaut in  elektrische umgespachtelt.  Zudem wurden die beiden Suchscheinwerfer innen mit Alu-Reflektoren (Revell 99) "ausgestattet" und aus Resten ein kleines Radargerät angefertigt. Raketenleitstäbe- 1 mm PS - 1 mm Messingdraht.

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MoinMoin,

bevor ich in die Neuigkeiten einsteige will ich mal die Schönheiten unseres Hobbies hervorheben. 2. Fahrt des Jahres mit der »Heinrich D.«, einem auf der Delfin von Aeronaut basierendem Fischerboot.

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Bezüglich der »Schwarzsee« ist Schmalhans Küchenmeister, da das Neujahresgeschäft mich einmal wieder komplett versenkt. Es geht in Tippelschritten voran. Erste Amtshandlung war die Erstellung einer Farbkarte für meinen Sanierungsfall. Diese pappe ich mittlerweile in jede Akkuschale hinein damit ich auch noch nach zig Jahren weiß welche Farben ich zur Lackierung des Bootes verwendet habe wenn mal Reparaturen anstehen. Aktuell bei der Schwarzsee hat sich nämlich noch rausgestellt dass das grün nicht nur Revell 61 war, sondern seinerzeit nachträglich noch mit Klarlack Revell 02 (matt) überstrichen wurde ;-)

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Ansonsten wurde Kleinzeug lackiert und die Fenster ausgeschnitten...

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...und die Weißteile des Aufbaus neu gestrichen nachdem die Pflicht nun komplett saniert ist. Auch erste Bohrungen für die Lampen auf dem Dach, für Befestigungen und Kabeldurchführungen wurden angebracht.

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Servus,
Christian

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MoinMoin Zusammen,

zu vorderst zum namensgebenden Gewässer des Boots, welches als fast verlandeter Moorsee mitten in einem Wald auf 900 Höhenmeter liegt und vermutlich noch nie den Kiel eines Modellbootes gespürt hat. Die Fotos datieren vom letzten Sonntag.

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Die Fortschritte des Bootes selbst fasse ich nach der Eichhörnchenernährungsmethode zusammen und betreffen ausschliesslich die Malerarbeiten.

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Nach dem das weiß 5 am Aufbau erneuert wurde, wurde das rot durch leuchtrot 332 ersetzt, was ziemlich mühsam war, da die Farbe a) nicht gescheit deckt und b) gerne ausflockt obwohl der Farbtopf niegelnagelfrisch war. Aktuell sieht das Ganze so aus und es werden noch kleinere Lackreparturen durchgeführt. Danach wird das Boot zum Einkleben der Scheiben mit Silikon vorbereitet wonach endlich die Elektronik erneuert werden kann.

Aber das beginnt frühestens in 10 Tagen ;-)

Noch einen schönen Sonntag,
Christian

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Servus beisammen,

bedingt durch einen Schlaganfall im engsten Familienkreis der noch immer nicht ganz ausgestanden ist wurden meine Sanierungsarbeiten jäh unterbrochen und laufen erst langsam nach und nach wieder an. Mit weiteren Unterbrechungen ist jeder Zeit zu rechnen auch wenn sich die Sache derzeit relativ stabil verhält.

Nachdem mit Silikon die Scheiben eingepappt wurden, was ohne größere Spuren auf den Fenstern ablief, habe ich zuerst das fehlende Zubehör auf das Dach geklebt. Scheinwerfer (ausgebohrt + verlampt), Radargerät und Positionslampen.

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Danach habe ich die Kabel durch die Kabine geführt. Hier habe ich Schrumpfschlauchstücke als "Führungsrohre" in die Ecken geklebt damit die Fensterscheiben weitgehend kabelfrei bleiben, was sehr gut gelang. Die Rückwand wurde leicht entfernbar angeklebt damit ich die Lampen ggf. leicht tauschen kann. Das Boot dürfte mein letztes mit Birnchen sein. Die noch auf Halde liegende Wilma dürfte trotz noch keiner Erfahrung LEDs bekommen, die zu ihr als modernes Schiff auch eher passen.

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Der nach unten durchgeführte Kabelsalat sah auf den ersten Blick etwas chaotisch aus... Die Durchführungslöcher werden zudem später mit Silikon wasserdicht verschlossen werden damit das Boot nicht gleich absäuft wenn es "oben" feucht wird. Auf Grund technischer Gegebenheiten kann ich die Pflicht nämlich nicht so leicht drainieren wie bei der "Bock".

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Mit Hilfe einer zurechtgesägten handelsüblichen Lochplatine unter der "Fahrerbank" habe ich dann die Basis für vier verschiedene Lichtfunktionen gelegt, die per RC-Anlage mit dem Baustein PS4O von CTI-Modellbau über Kanal 5 meiner DX5e geschaltet werden. Mit 18 Euro ist das Schaltmodul relativ günstig und man kann mit einem Kanal vier verschiedene Funktionen ein- und ausschalten ohne gleich eine High-End-RC-Anlage mit teurem High-End Empfänger mit zig Kanälen kaufen zu müssen.  Einziges Manko ist, dass beim Baustein PS4O ab und an die Kanäle 1 und 3, sowie 2 und 4 vertauscht sind. So auch bei der »Schwarzsee«. Aber dies bekommt man durch entsprechendes Umlöten der Kabel schnell in den Griff. Die »Schwarzsee« ist bereits das dritte derart ausgestattete Boot von mir. Die Lochplatine war meine bisher kleinste, aber auch das hab ich irgendwie hingefieselt. Ohne einen Kurzen einzubauen ;)

Die vier Lichtfunktionen...

1) Positionslampen

2) Blaulicht

3) Schlepplicht

4) Scheinwerfer

...wurden samt RC-Anlage des Bootes bereits getestet und funktionieren einwandfrei.

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Heute waren dann zuerst "Aufräumarbeiten" für die Technik dran. Der federleichte Spectrum-Empfänger aus der Restekiste kam nach "oben" in einen wassergeschützten Bereich, ebenso der alte Fahrtregler, der es noch immer tut. Grund war allerdings auch die Kabellänge des dreiadrigen Kabels. Zudem wurde die Platine mit einem "Schutzblech" aus 1 mm PS versehen, welches aus Wartungsgründen nur mit Gewebeband fixiert ist.

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Die nächsten geplanten Schritte sind das Einwiegen des Bootes in der Badewanne und optische Rest- und Spachtelarbeiten. U.a. bei der Rückwand, die man zwar herausbrechen können, aber was man eben auch nicht auf den ersten Blick sehen soll.

Noch einen schönen Faschingsdienstag,
Christian

 

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MoinMoin zusammen,

Familienbedingt haben auch die "gedachten"  Restarbeiten länger gedauert wie vorgesehen. Die Befestigung des Aufbaus vorne besteht aus einem Fakepoller.
Ein Schrumpfschlauch mit Stabilit Express ausgegossen der eine 3 mm Mutter umschließt.

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Hinten sitzt der Aufbau dank 2 Polystyrol Streifen, die ich unter die Pflicht geklebt habe, die sich unter das Walfischdeck schieben fest. Alles gelang relativ problemfrei.

Auch das Einwiegen. Vorne mussten noch 40 Gramm Blei mit, dann liegt das Boot mit einem 6V-h AA-Akkupack einigermaßen gut auf Wasserlinie.

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Letztendlich habe ich dann vorgestern noch Zeit gefunden Namen und Beflaggung zu ergänzen womit das Boot optisch fertig schien.

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Der Probefahrt heute stand nichts im Wege, so schien es zumindest.

Wind und Wellen, die heute am Neubeurer See gut vorhanden waren ritt das kleine Boot sehr gut ab ohne groß Wasser ins Innere zu lassen. Das Waldeck ist hier optimal. Meine ebenfalls mit fahrende »Hans-Peter Schröder« (Rickmer Bock) hüpfte hingegen durch die Wellen und rollte teilweise ziemlich stark. Ihr Deck war pitschnass und auch das Oberdeck bekam deutlich Wasser ab. Aber: Innen nur minimal Wasser, keine Ausfälle und auch die ärgsten Wellenabgeritten bzw. übersprungen. Ein vollwertiges Seenotrettungsboot :that:

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Die Probefahrt der »Schwarzsee« -zurück zum Thema- brachte jedoch ein deutliches Ruderproblem zu Tage. Das Ruder hatte Spiel und kann sich ca. 5 mm drehen. Grund ist die Bauausführung gemäß des 40 Jahre alten Originalbauplans. Der Ruderschaft ist ein einfacher 2 mm-Draht, der am unteren Ende abgeflacht in einer gewürgten Messinghülse steckt. Oben ist er einfach umgebogen und weißt keinen Ruderarm auf. Die Konstruktion erschien mir bereits beim Bau etwas fragwürdig. Das Spiel konnte ich nie beseitigen.

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Die praktischen Folgen hatte ich aber in den 10 Jahren fast vergessen und kamen erst in der Probefahrt wieder in die Erinnerung zurück. Das Boot hat einen Wendekreis wie ein Supertanker und reagierte teilweise gar nicht... Schlagartig kehrten die 10 Jahre alten Erinnerungen zurück... Den Knick bei der Motorkupplung hatte ich bereits zu Sanierungsbeginn behoben, da offensichtlich. Das Ruderproblem kam erst wieder durch die Probefahrt zum Vorschein.

Hier hilft nur eine Radikalkur, falls das Boot jemals annehmbar steuerbar sein soll. Der Plan ist die abgeflachte Drahtkonstruktion zu ersetzen. Statt dessen soll der Ruderschaft im Ruder selbst in L-Form umgebogen werden um ein Spiel des Ruders zu verhindern.

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Dies kann alles nur im Rahmen einer größeren Operation geschehen. Zuerst darf ich um die achterne Luke herum einen neuen "Deckel" mit dem Dremel einsägen damit der Ruderschaft gezogen werden kann. Danach muss das Ruder längs in zwei Hälften gesägt werden damit ich den Ruderschaft neu einbauen kann. Für den Wiedereinbau des sanierten Ruders selbst muss die Hacke vorübergehend abgesägt werde. Selbstredend, dass man nach Ende der Sanierung von außen von all dem nichts mehr sehen soll. 

Eine Probefahrt - weitrechende Folgen.

Bliebe nur noch die Frage woher ich einen Ruderarm für einen M2-Ruderschaft bekomme. Hier schon vielen Dank für jeden Hinweis.

Servus,

Christian

 

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Posted (edited)

MoinMoin Beisammen!

Den M2-Ruderarm habe ich letztenendes über FaberModellbau bekommen. Danke an TitanicMax, der mir ebenfalls einen angeboten hat. :that: Aber da hatte ich schon bestellt.

Die weitere Sanierung brachte zuerst rohe Gewalt mit sich. Ein Loch hinten in den Aufbau dremeln um den Ruderschaft "ziehen" zu können und die Ruderhacke abflexen.

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Hier gab es nach Entfernen des Ruders eine dicke Überraschung. Ich hatte seinerzeit scheinbar bereits einmal versucht die von Graupner vorgeschlagene Fxierung des Ruderschafts im Ruder umzubauen. Der Ruderschaft war am Ende leicht gebogen (Bild rechts oben) und zwischen Holzleistlein eingeklemmt (Bilder unten). Da das Holz relativ weich war hat er mit der Zeit immer mehr Spiel bekommen. Das Schlenkern war erklärt.

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Damit das nicht noch mal passiert ging ich auf Nummer sicher. Ich habe einen neuen Schaft aus 1,5 mm MS-Draht* hergestellt, die letzten 2 cm um 90° abgebogen und die Ruderhälften mit Stabilit-Express geflutet und damit auch verklebt. Da sollte sich nichts mehr bewegen. Im HIntergrund seht ihr das ausgebaute und teilweise abgedremelte alte Gestänge.

*die per Billig-Schublehre aus Plastik gemessenen 2 mm des alten Schafts waren falsch

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Am Ruderarm habe ich auf halbem Wege zwischen der Achse und dem letzten Loch noch ein zusätzliches Reserveloch eingebohrt. Falls der Wendekreis zu weit wird - sicher ist sicher. Anschliessend durfte ich zuerst den Ruderkoker wieder neu einkleben, da ich den beim "ziehen" des alten Gestänges teilweise mitgezogen hatten. Er erschien mir als relativ niedrig, aber auf der anderen Seite hatte ich auch auf der Wellentestfahrt (ca. 30 Minuten) kein Wasser im Boot. Nachmessen ergab, dass die Oberkannte ca 5-8 mm über dem Wasserpass liegen sollte. Ich entschied mich das Risiko einzugehen und friemelte erst einmal meine ursrpüngliche Ruderanlage auf eine normgerechte mit Gestängeanschlüssen um was ziemlich fieselig war.

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Anschließend verspachteltet ich die Repartursünden und spendierte dem Motor eine Abdeckung aus 3 Stück 1mm PS-Rechtecken mit Raketenleiststäben als Eckverbinder, da bei meiner letzten Fahrt dem Gefühl nach immer irgend ein Kabel mit dem Motor und den beweglichen Teilen in Berührung kam. Ich hatte das Gefühl von elektronischen Störungen. Etwas erzwungene Distanz tut hier sicher gut. Die Hans-Peter Schröder (Rickmer Bock) hat das Teil ebenfalls über Motor und Wellenkupplung und seitdem schleift kein Kabel mehr an der Kupplung.

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Heute stand nach Lackierung der Eingriffsstellen die erste Testfahrt nach dem Umbau an. Diese brachte einige neue Erkenntnisse mit sich:

  1. Das Boot fährt deutlich schneller als beim letzten Mal - keine gefühlten elektronischen Störungen mehr.
  2. Das Licht lässt sich nun problemlos schalten, was das letzte Mal nicht so funktionierte. Zumindestens konnte ich einen Erfolg bestimmter Schaltpositionen damals nicht verifizieren.
  3. Es lässt sich nach wie vor schwer Steuern. Zwar vorhersehbarer wie ohne Ruderumbau aber nicht optimal. Nach links wendet das Boot wie ein Einser, nach rechts gefühlte 10 Meter Wendekreis. Geradeaus fuhr es trotz mittig eingestelltem Ruder erst fast bei Vollruderausschlag rechts. Erst mit deutlicher rechts-Justierung des Ruders besserte sich die Geradeausfahrt etwas. Wendekreis rechts nach wie vor beschissen. Woran kann das liegen? An der Dicke des Ruders (ca. 6 mm)? An der Strömungsablenkung durch die dicke Ruderhacke (ca. 6 mm) bei einer Standardgraupnerschraube (vermutl. Linksläufer)? Soll ich ggf. noch mein Reservebloch im Ruderarm nutzen um den Wendekreis zu verengen?
  4. Das dritte Ergebnis der Testfahrt -nach Übergabe an meinen Sohn (5)- war Wasser im Boot. Auf der einen Seite eine Tröpfelspur vom Koker hinab nach vorne, auf der anderen Seite aber so viel Wasser im Boot dass dies unmöglich die Ursache sein konnte. Zudem: Während meiner Tests nahm ich das Boot mehrfach zum nachjustieren der Ruderanlage aus dem Wasser und alles war trotz Vollgasfahrten pfurz trocken. Allerdings hatte mein Sohn das Boot mehrfach angelandet, wobei es schräg im Wasser lag und ich nicht ausschliesen kann, dass das Wasser in den Spalt zwischen Aufbau und Bootskörper eindrang. Ursache unklar.

Eine zweite Testfahrt - zwei neue Rätsel, so kann den heutigen Tag zusammenfassen. Das Wendeproblem der Schwarzsee hing aber definitiv nicht mit dem Spiel des Ruders zusammen. Wenigstens das konnte geklärt werden. Bezüglich des Wassers werde ich wohl noch eine neue Testfahrt machen müssen um zu einem Ergebnis zu kommen. Zuerst in Form eines Liegens in der Badewanne mit etwas Zusatzballast.

Bezüglich des Fahrverhaltens bitte ich um Hinweise.

Merci und Servus,

Christian

Edited by chripsch
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Möglicherweise ein verstärkter Radeffekt. Radeffekt: Auswirkungen der Kreisströmung rund um den Propeller, wenn diese den Bootsboden erreicht. Man muss bedenken, daß die durch den Propeller erzeugte Stömung nicht nur in Richtung der Schraubenwelle geht, sondern auch eine schräg verlaufende Komponente hat. Wenn diese den Bootsboden erreicht, verursacht sie einen seitlichen Zug. Die Ruderhacke könnte diesen Effekt noch verstärken.

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Posted (edited)

Der Hinweis von Ralph mit dem Radeffekt trifft das  Problem ziemlich genau.
Versuchs mal mit nem kleineren Propeller.
Der jetzige ist im Verhältnis zum Ruder definitiv zu groß.
Ausserdem kannst du die Ruderhacke etwas schlanker machen.
Um den gewonnenen Platz könntest du dann das Ruder vergrößern.

Edited by Achim_LSG

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MoinMoin und danke für Eure Hinweise,

Nachdem ich endlich dazu gekommen bin die Schiffsschraube gegen eine 20 mm rechts von Graupner auszutauschen gab's letzten Freitag die nächste Testfahrt der »Schwarzsee«.

Ca. 1 Stunde lang pflügte sie durch das Vereinsgewässer.

Positiv:

- Der Radeffekt war fast weg und ich konnte das Boot mit 2 m - Wendekreis nach Trimmung gut steuern

- Der Stromverbrauch betrug nur 0,85 A  

Negativ:

- Leichte Schlagseite nach STB

- 2x musste ich nicht wenig Wasser entfernen

--- --- ---

Die Ursache der Schlagseite, ein 20 Gramm Bleigewicht, das sich versteckt hatte, war schnell ermittelt und beseitigt.

Die Ursache des Wassereinbruchs erfordert eine umfangreichere Ursachenbehebung.

Zum einen hatte ich innen und außen Risse im Bootsheck entdeckt.

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Diese sind vermutlich der Konstruktion des Hecks geschuldet, das Wasser eindringen lies.

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Ich habe die Risse zuerst mit Sekundenkleber versiegelt. Außen durfte ich zudem aufschleifen mit dem Dremel. Danach wurden die Stellen zusätzlich noch mit Stabilit Express versiegelt und mit Spachtelmasse zusätzlich verschliffen.  Da ich zusätzlich den Koker nicht ausschließen konnte habe ich den alten ausgebohrt und einen neuen 18 mm langen aus 3 mm MS-Rohr mit Innendurchmesser 1,6 mm (Ruderschaft 1,5 mm) eingebaut. Ein Rest des alten sau dünnen Alu-Rohres liegt neben dem neuen Koker auf dem "Grashalm".

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Aktuell baue ich derzeit wieder alles zusammen. Spachteln, Schleifen, Lackieren :pfeif:

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Bei der Gelegenheit stelle ich gleich den Ruderarm noch eine Schnalle enger. Genau die Schnalle, die ich zu Beginn der Sanierung zusätzlich eingebohrt habe. Irgendwie hatte ich es geahnt ;)

Dann demnächst auf zur nächsten Testfahrt.

Servus,
Christian

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