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Tiefziehrumpf für die Grimmershörn


Guest Steinisi

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Guest Steinisi

Hi,

ich möchte ein Modell der "Grimmershörn" der WSA Cuxhaven bauen. Das Modell soll den Maßstab 1:75 haben und wird dann noch 50,5 cm lang sein.

Ich würde am liebsten Tiefziehen, da hab ich schon Erfahrungswerte, aber eben nicht im Bootsbau. Mein Problem: Unter der Schraube ist ein "Sporn" (Auf der Zeichnung 1), und hinter der Schraube selbst sind kleine Ausformungen (Auf der Zeichnung 2). Ich bin mir nicht sicher, ob ich das so ziefziehen kann, hab aber schon eine Idee: Den Kiel sowie den "Sporn" fertige ich aus einem Alustab, der passend zugeschliffen wird. Dadurch habe ich dann auch etwas Schutz vor Grundberührungen. Die Ausformungen berücksichtige ich in der Urform nicht, die fallen dann weg.

Haltet Ihr das für Umsetzbar? Habt Ihr Vorschläge, Ideen, Anmerkungen oder das Modell selbst schonmal umgesetzt?

Viele Grüße,

Nils

Grimmershörn.pdf

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Hallo Nils,

mit Tiefziehen kenne ich mich nicht aus. Aber Meinung nach, bekommt man das was Du vorhast mit Tiefziehen nicht hin. Scharfe Kanten gehen mit Tiefziehen eh nicht.

Als Beispiel mal ein Foto von der Restaurierung meines Schleppers Fairplay V von Hegi aus den 1980er Jahren. Auch hier konnte der Rumpf nur ohne "Anbauten" tiefgezogen werden. Hegi hatte dann vorgeschlagen einen entsprechenden Balsaklotz zuzuschneiden und einzupassen. Vor ein paar Jahren habe ich den entfernt und mit ABS nachgebaut. Das Holz zog dann doch schon Wasser. Alles was unter Wasser ist, würde ich aus Kunststoff machen oder eben auch aus Alumnium, wie Du schon vorgeschlagen hast.

Gruß, Martin

 

P1050574_a.jpg

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Hallo Nils,

 

ich habe vor ein paar Jahren einen Rumpf für meine "Elbe 5" tiefgezogen, mit "Hausmitteln". Mein größter Erfahrungsgewinn dabei war, daß man sich sehr genau überlegen sollte, wo und wie man die Geometrie vereinfachen kann, welche "Ecken" man evtl auf andere Art und Weise herstellen kann/sollte. Wie Martin oben schon richtig sagte, lassen sich scharfe Kanten nicht herstellen, dazu wird es mit Hinterschnitten sehr schwierig - man kann hier natürlich mit einem "Verlorenen Kern" arbeiten - aber das Material erstmal dazu zu bringen richtig um den Urkörper herumzufließen, sodaß am Ende auch die richtige Wandstärke herauskommt, ist allein schon eine Herausforderung.

Grundsätzlich würde ich dir dazu raten, da du ja wahrscheinlich nur ein, oder wenige, Stück des Rumpfes herstellen möchtest, über einen Positivkern tiefzuziehen (nicht in eine Negativform). Dann habe ich gute erfahrungen mit Alabastergips (gibt's im Künstlerbedarf -> sehr günstig, sehr (!) feinkörnig) gemacht, da sich nach entsprechender Trocknungszeit der Kern im Backofen vorwärmen lässt. Temperatur ist, wie du bestimmt schon aus deinen eigenen Erfahrungen weißt, neben Unterdruck, der wichtigste Faktor, über den Gelingen oder Verderben ;) entschieden wird.

Wenn du magst, können wir uns zu diesem Thema gerne mal ausführlicher unterhalten, alles hier niederzuschreiben ist dann doch zuviel.

 

Grüße, Sven.

 

PS: Ich habe mal ein paar Bilder von meinen Ziehversuchen angehängt.

Urmodell Rumpf Elbe 5.JPG

Tiefziehkern Rumpf Elbe 5.JPG

Tiefziehvorichtung.JPG

Tiefziehversuch 1 Rumpf Elbe 5.JPG

Tiefziehversuch 2 Rumpf Elbe 5.JPG

Tiefziehversuch 3 Rumpf Elbe 5.JPG

Rumpf Elbe 5.JPG

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