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VTH - Tipps und Tricks für die Metallwerkstatt

Empfohlene Beiträge

Tipps und Tricks für die Metallwerkstatt - Ideen und Bauvorschläge aus der Praxis

 

Tipps und Tricks für die Metallwerkstatt

(Quelle: https://www.vth.de/vth-buecher )

 

 1. Auflage 2016

64 Seiten / 58 Abbildungen

ISBN: 978-3-88180-477-6

Verlag: vth - Verlag für Technik und Handwerk neue Medien GmbH

Autor: Jörg Burgdorf

 

 

Beschreibung des Verlages:

Arbeiten mit Metall - insbesondere an der Dreh- und Fräsmaschine - stellen den Laien häufig vor Probleme. Dabei haben die Profis häufig ganz simple Tricks und Kniffe um sich die Arbeit leichter, effektiver und schneller zu machen. Jörg Burgdorf, ein Metallprofi durch und durch, lässt in diesem Buch in seine Werkstatt schauen, gibt zahlreiche Tipps und verrät uns so manchen Trick aus der Profi-Werkstatt. Das Ganze dabei ohne den Einsatz spezieller und teurer Werkzeuge und Materialien - viele der verwendeten Rohstoffe stammen sogar aus dem Recycling. So macht der Autor die Metallwerkstatt noch vielfältiger, einfacher und dabei sogar noch kostengünstiger.

 

Aus dem Inhalt:

  • Innenvierkant anfertigen
  • Drehmeißel aus abgebrochenem Gewindebohrer schleifen
  • Schlagzahnfräser anfertigen
  • Nuten stoßen auf der Drehmaschine
  • Festaufbohrer für die Drehmaschine
  • Spiralbohrer verlängern
  • Stahlhalterkassette selber bauen
  • Stahlhalteraufnahme selber bauen
  • Ich brauche einen Spänehaken
  • Größere Teile beim Drehen abstützen
  • Kleine Teile im Futter spannen
  • Kühlmittelanlage
  • Ein stabiles Messuhrstativ
  • Ein Höhenanreißer
  • Kostenlose Druckluft in der Werkstatt
  • Recyceln, recyceln, recyceln
  • Unfallverhütung
  • Erforderliche Theorie

 

 

Da die einzelnen Kapitel in diesem Buch vom Titel her schon selbsterklärend sind, kann ich hier darauf verzichten, diese nochmals einzeln zu beschreiben.

Der Autor stellt zunächst sich und seinen Werdegang recht ausführlich vor, wodurch man einen Einblick bekommt, wo die im Buch vorgestellten Tipps und Tricks erlernt wurden. Danach beschreibt er in jedem Kapitel zunächst, warum der jeweilige Gegenstand benötigt wird, bzw seine Anfertigung jetzt spontan erforderlich ist. Im Anschluss wird dann jeweils recht eingängig und zum Teil reich bebildert beschrieben, wie die Herstellung vonstatten geht. Auch die Herstellung eventuell benötigter Hilfskonstruktionen wird an passender Stelle erklärt, den grundsätzlichen Umgang mit Fräs-, Bohr-, und Drehmaschine sollte man zum Nachbau allerdings schon beherrschen, wenn man auch definitiv kein Profi zu sein braucht.

Auffällig beim Lesen ist, dass der Autor sehr viele der beschriebenen Eigenbauten vorwiegend aus Abfällen oder anderen - defekten - Werkzeugen herstellt. Etwa die Hälfte der Kapitel im Buch beschäftigt sich mit dem Recycling solcher Teile. Man bekommt hier also auch gezeigt, dass der Bau wertvoller Werkzeuge nicht ausschließlich aus hochpreisigen Grundmaterialien erfolgen muss. Auch in den übrigen Kapiteln wird häufig Restmaterial verwendet oder Hinweise auf verschiedene Möglichkeiten beim Rohmaterial gegeben.

Die meisten der vorgestellten Gegenstände gehören allerdings in den Bereich Drehbank (Drehmeißel, Stahlhalter und Kassette, Kühlmittelanlage, Messuhrstativ, Festaufbohrer, Schlagzahnfräser, Nutenmeißel), lediglich das Thema der Spiralbohrer, der Höhenanreißer und die Druckluft bedienen auch andere Bereiche der Werkstatt.

 

Fazit:

Man erhält in diesem Buch viele - zum Teil in meinen Augen sehr gute - Tipps an die Hand, wie Werkzeuge günstig selbst hergestellt werden können, allerdings hatte ich mir unter dem Titel des Buches etwas anderes und vielleicht auch etwas mehr vorgestellt. Diesen Titel finde ich für die vorgestellten Themen zu allgemein oder zu weitreichend gewählt, da die Themen im Buch doch sehr stark auf die Drehbank zugeschnitten und auch recht recyclinglastig sind. Das Titelbild hingegen ist zum gezeigten Inhalt sehr gut gewählt.

Wenn man sich mit diesen "Abweichungen" zwischen Titel und Inhalt allerdings erstmal angefreundet hat, dann erhält man vom Autor hier tatsächlich wertvolle Hilfen und gute Ideen, um teure Werkzeuge anders herzustellen oder auch einfach nur auf die Schnelle etwas zu ersetzen. Die Beschreibungen sind jedenfalls durchweg als gut und nachvollziehbar einzustufen - die enthaltenen Bilder ergänzen die Erklärungen sinnvoll.

Auch die enthaltenen Kapitel über Unfallverhütung und erforderliche Theorie sind grundsätzlich sinnvoll, allerdings habe ich mir ein wenig die Frage gestellt, ob man dies bei jemandem, der die erforderlichen Kenntnisse zum Nachbau der Teile aufweist, tatsächlich explizit erwähnen muss. Vermutlich ist dieses Wissen im angesprochenen Personenkreis eh schon vorhanden - allerdings schadet eine Erwähnung mit Sicherheit auch nicht.

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