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San Felipe

Blei gießen

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Kurz mal das Problem beschreiben.

Vor einiger Zeit bin ich an einen unvollständigen Bausatz der Smaragd gekommen. So nach und nach kommen immer mal wieder Teile hinzu. Wie der Zufall es will hat Meinolf nun auch eine Smaragd geschossen. Bevor er nun mit dem Wiederaufbau seines Modells beginnt, haben wir gestern eine Gipsform des Kiels erstellt. Das scheint soweit schon mal ganz gut geklappt zu heben. 

Nun muss also Blei gegossen werden. In die Form geht ja ganz schön was rein und 2 Bleibomben für XL-Dulcis sollen gleich mal mit entstehen, ein Abwasch bei der Sauerei. (Wer auch noch eine braucht, kann sich gerne bei uns melden und "mitkochen")

Frage: Ist es möglich einen Kiel in mehreren Etappen zu gießen oder hält der an den Nahtstellen dann nicht? Soviel Blei auf einen Schlag kochen könnte eng werden.  

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Seeehr interessant. Blei in Gips gießen... das ist mir noch nie so recht gelungen. Der Grund dafür ist schlicht Wasser.

Wenn man Gips anrührt, wird ja das dazu benötigte Wasser in den Gipskristallen gebunden. Aber wenn man das flüssige Blei darauf gießt, fängt es an zu brodeln und zu kochen. Die Hitze treibt das Kristallwasser heraus, und das verkocht und verdampft dann. Es ist so, als ob man den Gips brennt.

Ich wüßte gern, wie ihr damit fertig werdet.

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Auf zwei oder drei Etappen giesen kannst du nach meinen Erfahrungen vergessen.

 

Ich habe mir Bleiplatten für meine Bronco gegossen und die teilweise auch auf zweimal, das problem sie haben sich nicht richtig verbunden.

Als gewicht im Boot ja kein problem aber bei der Bleibombe seh ich schwarz.

 

das sind meine Erfahrungen mit dem Bleigiesen im mehreren Etappen.

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Blei gießen in Gipsformen ist "anspruchsvoll", mir ist bei einer nicht komplett durchgetrockneten Form das Blei auch schon mal entgegen gekommen - also Vorsicht ist dabei sicher anzuraten.

 

Zwei aufeinander gegossene Teile werden sich nicht verbinden, dazu müsste das zuerst eingegossene Material ja wieder auf Schmelztemperatur erwärmt werden. Da geht am Ende nur Kleber: Also die beiden Teile aufeinander gießen, danach trennen, die Verbindungsflächen weitgehend plan schleifen und dann kleben. Das sollte halten.

 

Zum Gießen von Blei für Kielgewichte sind hier im Forum schon verschiedene Alternativen besprochen worden. Schat doch einfach mal, ob da etwas für eure Aufgabenstellung dabei ist.

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JL schrieb
"Zwei aufeinander gegossene Teile werden sich nicht verbinden, dazu müsste das zuerst eingegossene Material ja wieder auf Schmelztemperatur erwärmt werden. Da geht am Ende nur Kleber: Also die beiden Teile aufeinander gießen, danach trennen, die Verbindungsflächen weitgehend plan schleifen und dann kleben."
 
 

Warum plan schleifen? Die beiden Flächen sollten doch perfekt aufeinander passen.

 

Grüße

Richard

Edited by RHartinger

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Mit Blei im Gips ist es genau so wie beim Ton brennen.

Der Gips muss trocken sein. Schon bei 5cm Materialstärke, kann das locker 4-6 Wochen dauern.

Und in einer feuchten Bude, wo Moos und Schimmel in den Ecken wachsen, bekommst du sogar trockenen Gips wieder feucht!

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Aha, da habt ihr uns schon einmal vor 2 Fehlern bewahrt.

 

1. Wir wollten nächsten WE daran gehen Blei zu gießen. Da ist also viel zu früh, die Form muss deutlich länger trocknen. Vor Ende OKt/Anfang Nov wird das also nix. Außerdem sollte ich die Form aus dem relativ feuchten Kellergewölbe, wir wohnen in einem Altbau BJ 1896, in einen trockenen Raum stellen. Der Heizungsraum bietet sich da an, nur i.M. ist ja noch nix mit Heizung. Da kann es also nicht schaden, wenn erst nächstes Frühjahr gegossen wird, zumal das auch ein ganz ordentlicher "Klotz" geworden ist. Kein Problem, für die Zeit kann ich mich locker mit anderen Baustellen beschäftigen. Der Rumpf steht eh schon 3 Jahre im Keller, darauf kommt es dann auch nicht mehr an. 

2. Der ganze Kiel sollte also in einem Stück gegossen werden. Also werden wir dann wohl mit 2 Töpfen arbeiten müssen. Irgendwo sollte auch noch ein 2 flammiger Spiritus Kocher rum stehen, sowas muss man ja nicht unbedingt in der Küche machen. Auch ein Grund das ins Frühjahr 2017 zu verschieben, bis die Form ganz durch getrocknet ist, wird es draußen wahrscheinlich schon ungemütlich sein.

3. Dann wird es also ganz sicher nicht schaden, die Form vor dem Guss erst einmal ordentlich mit der Heißluft-Pistole zu traktieren.  

 

Herzlichen Dank, das wäre ohne eure Informationen sicher bös ins Auge gegangen. 

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Oder Formensand besorgen, der ist für Metallguss geeignet.

 

Lässt sich fast wie Knetmasse verarbeiten, und auch zweiteilige Formen sind damit möglich. Trennmittel für die Formhälften: Babypuder, Talkum oder eine ganz dünne Kunststoffplatte, wie im Video.

 

Man braucht natürlich ein Urmodell, aber das habt ihr ja.

 

Grüße

 

Torsten

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Hallo, ich habe mit Gipsformen eher schlechte Erfahrungen gemacht. Bei mir war immer wieder das Problem, dass es zu Schwund und Rissen in der Form gekommen ist. Auch bei oder gerade durch die lange Trocknungszeit.

Ich bin auf Sand umgestiegen.

Wenn er ungefähr Erdfeuchte hat, lässt sich normaler Spielsand toll zum Bleigießen nutzen. Dann muss man nicht den teuren Ölsand/Formensand nehmen.

Ich habe davon mal ein paar Bilder online gestellt. Passenderweise die Bombe für eine Dulcibella (in Normalgröße). :p

http://www.kleinboelting.de/modellboot/baubericht_dulcibella_segelboot.html#bleibombe_giessen

Optimal wäre noch eine kleine Einlaufstelle mit in den Sand zu formen. Dann hätte man vielleicht nicht die kleinen Verwirbelungen vom Schütten.

 

Grüße

Mario

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Sand ist an sich eine gute Idee. Bei den Bleibomben klappt das sicher auch recht gut. Die Smaragd hat aber das ganze Schwert aus Blei, das dürfte sich mit Sand kaum noch machen lassen. 

Warten wir es ab. Die Form sieht jedenfalls recht gut aus (noch). In rund einem halben Jahr werde ich berichten ob es funktioniert hat oder nicht. 

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Wieso sollte sich dass nicht mit Sand machen lassen?

 

Weil es eine lange, schmale aber auch tiefe Form ist. Stelle mir das sehr schwierig vor das Blei so da rein zu gießen das nicht mehr oder weniger große Sandbrocken abplatzen. Mal ganz abgesehen davon, das wir ja jetzt eine Form haben. Holzkasten mit Auflage für den Rumpf gebaut, Gips angemischt, Kiel mit Folie abgeklebt und in den Gips gedrückt. Inzwischen ist das Modell aus der Form gezogen und ich habe den Klotz in den Heizungsraum gewuchtet Möchte ich auch nicht jeden Tag machen, da steht der jetzt aber bis zum nächsten Frühjahr gut und trocken. Bis jetzt sieht das alles sehr gut aus. Jetzt gilt es nur noch zu warten. Der Bau meiner Smaragd ist aber nicht für die nächsten Wochen eingeplant, also hat es eh Zeit. Bei Meinolfs Modell sieht das anders aus, deshalb haben wir jetzt noch schnell damit die Form gemacht. Man muss ja nicht einen frisch lackierten Rumpf in Gips, Sand oder sonstwas drücken. 

Das mit dem Sand ist aber auch gebongt, die normalen Bleibomben werden so direkt mit gegossen. Einfacher geht es ja nun wirklich nicht, super Idee. 

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Das wird nix. Wir haben in einer gemeinsamen Aktion, für unsere Segelboote Bleibomben in Gips gegossen, der erste Versuch ging total daneben, weil die Form explosiionsartig zerborsten ist. Mit Brandflecken an nackten Beinen kam das gut.

Dann haben wir in Halbschalen gegossen, das ging so leidlich. Weil nach drei Güssen war die Halbschale kaputt, wir wollten aber 20 machen.

So haben wir in Sand gegossen, halb. Dann plangefräst, damit die Halbschalen aufeinander Passen. Denn durch das abkühlen gibt es sinkstellen. Diese Halbschalen haben wir dann mit Schrauben aufeinander verbunden, die ganze Geschichte hat dann ein Kollege auf seiner Drehbank glatt gemacht. Perfekt.

Einen so tiefen Kiel wie das Teil der Smaragd in einem Stück ohne Kenntnisse gießen zu wollen, da bin ich sehr skeptisch. Das würde ich einem Spezialisten überlassen.

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Das mit dem Blei giesen hat sich glaube ich erledigt, Meinolf war heute mit dem Segler bei mir und ich habe die Bombe abgebaut sie war nur mit zwei M6 Schauben angeschraubt.

Sie ist nicht aus Blei es ist ein Stahlkern mit zwei Gewinde zum anschrauben.

 

Wäre vielleicht einfacher sich so etwas in einer Schosserei anfertigen zu lassen, oder das Material besorgen und

ein Samstag mal mit der Flex und ähnlichen Werkzeug das ganze zu bearbeiten.

Vielleicht kann das ja auch jemand Fräsen.

 

Ich denke wenn ich die Bombe in der Große mit blei macht wird, wird sie Schwerer sein als die Stahl bombe und somit verschieben sich auch die Schwerpunkte.

 

Ist so mein Gedanke ich weis nicht ob ich richtig liege mit meiner Theorie.

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...Ich denke wenn ich die Bombe in der Große mit blei macht wird, wird sie Schwerer sein als die Stahl bombe und somit verschieben sich auch die Schwerpunkte...

Wenn du sie in der originalen Größe komplett aus Blei machst, sicherlich. Wenn die Fläche aber die gleiche bleibt, sollte der Einfluss auf die Segeleigenschaften zu tolerieren sein, da das Verhältnis Lateral- zu Segelschwerpunkt sich ja nicht ändert. Wenn das Boot aber mehr Gewicht verträgt, ist es auch nicht falsch, im Kiel mehr Gewicht zu haben.

Die Alternative wäre, nur den unteren Teil in Blei zu erstellen, so dass das Gesamtgewicht gleich bleibt.

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Wenn du sie in der originalen Größe komplett aus Blei machst, sicherlich. Wenn die Fläche aber die gleiche bleibt, sollte der Einfluss auf die Segeleigenschaften zu tolerieren sein, da das Verhältnis Lateral- zu Segelschwerpunkt sich ja nicht ändert. Wenn das Boot aber mehr Gewicht verträgt, ist es auch nicht falsch, im Kiel mehr Gewicht zu haben.

Die Alternative wäre, nur den unteren Teil in Blei zu erstellen, so dass das Gesamtgewicht gleich bleibt.

 

OK, das Ding ist also aus Stahl. So eine "Stahlplatte" kann ich nicht ordentlich bearbeiten. Meinolf wird den Kiel zur Sicherheit wiegen, falls sich kein Schlosser auftreiben lässt. Zur Not wird dann entsprechen viel Blei geschmolzen und damit dann eben nur der untere Teil gegossen. Da der Kiel nach oben ja immer länger und breiter wird, wird dann schätzungsweise rund 80% der Form mit Blei gefüllt sein. Das Zwischenstück müsste in diesem Fall dann aus Holz angefertigt werden. 

Im Grunde sollte das den Segeleigenschaften doch nur zugute kommen. Immer noch das gleiche Gewicht, es sitzt nur tiefer bei gleicher Form und Volumen des Gebildes. 

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Vielleicht denke ich jetzt verkehrt, aber wäre es nicht eine Möglichkeit eine Sandform mit Teilung auf der Mittelbene des Schwertes zu erstellen.

Also das Modell liegend abformen. Dann ergibt sich eine Großflächige, aber flache Form. Mit passend positionierten Anschnitten sollte das funktionieren.

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Jetzt ja. Nun iss der Kiel ja ab. Das war aber letzten Samstag noch nicht so, warum Meinolf den nun angeschraubt hat....keine Ahnung. Die Form ist nun aber auch fertig, was soll ich mir jetzt noch Gedanken machen. 

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