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Guest PaulBemter

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Guest PaulBemter

Hallo,

Ich habe bisher noch keinen Spantenrumpf gebaut, auch weil ichnicht weiss wie man die Spanten innen aussägt. Aussen ist ja kein problem, aber innen..? Da müsste man doch erst innen ein Loch bohren, dann das Laubsägeblatt an einer Seite der Laubsäge aushängen, das Sägeblatt durch das Loch führen, dann die Laubsäge zusammendrücken, das Sägeblatt in die Klemmung einführen und dann die Klemmung für das Sägeblatt zudrehen. Mit zwei Händen geht das nicht.... Gibt es dafür einen Trick? Vielleicht einen Drahthaken an der Laubsäge, an dem man das Ende der Laubsäge einhängt nachdem man die Säge zusammengedrückt hat, so hat man dann eine Hand frei zum Einführen des Sägeblatts und die andere zum zudrehen der Klemmschraube ?? Da müsste der Draht aber ganz schön massiv sein...

Und nach dem Aussägen dann dasselbe nochmal um die Säge wieder aus dem Spant herauszubekommen. Man könnte auch einfach von aussen in den Spant reinsägen, das innere heraussägen, und den sägeschnitt dann wieder verkleben, aber das ist keine gute Lösung.

Oder gibt es Laubsägen mit besserem Sägeblattwechselsystem als die Standardlaubsäge (in schwarz mit rotem Griff und den schwarzen Plastikgriffen für die Klemmmuttern, die beim zweiten Sägeblattwechsel aufplatzen so dass man auch noch eine Zange/Maulschlüssel braucht um das Sägeblatt festzuklemmen)?

Also, wie macht ihr das ???

 

Danke

Paul

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Schifferlfahrer

Grundsätzlich macht man das genau so, wie du es beschrieben hast. Und je nachdem, welche Laubsäge man hat, geht das auch mit einer Hand. Es ist zwar mit gewissen Verrenkungen verbunden, aber es geht ;)

Leichter ginge es sicherlich mit eine Dekupiersäge, aber eine solche muss man auch erst haben.

Es gäbe auch sehr handliche Stichsägen, mit denen man ganz ohne Umspannen des Sägeblattes solche Arbeiten machen könnte - aber auch sowas muss man erstmal haben.

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derManfred

Hallo Paul

 

Erstmal herzlich willkommen hier im Forum. post-12585-0-49811000-1430118378.gif

 

Wenn Du ernsthaft vor hast, ein Schiff auf Spanten zu bauen, dann kauf Dir lieber gleich eine elektrische Laubsäge. Mit der Handlaubsäge ist das doch sehr mühsam. Allerdings habe ich bei meinem ersten Boot auf Spanten auch von Hand gesägt :cry:.

 

Den Vorgang beschreibst Du schon genau richtig: Loch bohren, Sägeblatt auf einer Seite ausspannen, Blatt durch die Bohrung führen, wieder einspannen und aussägen.

 

Ich habe schon seit Jahren eine elektrische Säge von Scheppach. Mit der bin ich ganz zu frieden. Es gibt bessere aber das ist auch eine Preisfrage.

Das hilft Dir nicht wirklich bei Deinem Problem mit der Handlaubsäge, aber ich weis, dass man das Sägeblatt mit zwei Händen ganz gut ein- und auspannen kann.

 

 

 

Anbei ein paar Fotos meiner Vorgehensweise bei meinem aktuellen Neubau der STABERHUK:

 

Spanten bohren

post-12585-0-80097700-1432109754.jpg

 

 

Fertig gebohrte Spanten

post-12585-0-63179500-1432109756.jpg

 

 

Sägeblatt oben ausspannen und durch die Bohrung führen

post-12585-0-33756400-1432109758.jpg

 

 

Aussägen

post-12585-0-18894400-1432109760.jpg

 

 

Ausgesägte Spanten

post-12585-0-02990400-1432109762.jpg

 

 

Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen.

Weiterhin noch viel Spass beim Bau.

 

Viel Grüße

Manfred

 

 

PS: Es wäre schön wenn Du uns hier im Forum auf dem Laufenden hälst.

 

  • Like 1
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Guest Bukanier

Zuerst, um nochmal auf das einspannen des Sägeblattes bei der Laubsäge zu kommen. Ich lasse das Blatt in der unteren Schraube drin. Jetzt den Griff kräftig auf die Tischplatte drücken. Somit reicht eine Hand zum oberen festspannen. ---Klar ist eine Dekupiersäge schön. aber auch hier Blatt einspannen.

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Guest PaulBemter

Hallo,

Vielen Dank für die Antworten !!

Irgendwie bin ich erleichtert dass es da keinen Trick gibt, der vielleicht offensichtlich wäre, mir aber nicht eingefallen ist...

Die Frage nach dem Aussägen der Spanten hat kein aktuelles Projekt als Hintergrund, geht mir aber schon lange im Kopf herum.

Weil ich keine Lösung hatte baue ich zur Zeit einen Opduwer aus einem abgewandelten (verlängerten und abgeflachten) Springer Tug Rumpf, eben ohne Rundung.

Aus Baumarktsperrholz, 4 mm, das schneide ich mit einem Teppichmesser ( macht keinen Staub) oder säge ruckzuck mit der Laubsäge. Laubsäge geht so schnell, da lohnt sich für mich keine Maschine....

Aber danach muss ein Runspanter drankommen, von den eckigen Schuhkartons habe ich dann schon drei, das reicht..

 

Danke nochmals!

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Mit einem guten Sägeblatt und einer nicht zu ausgenudelten Stichsäge kann man auch schöne Spanten bauen. Dann kann das Einfädeln entfallen, bloß ein Loch sollte man bohren.

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Guest Oldie

Für ein paar Spanten ist die Laubsäge sicher ausreichend. Für das Zusammendrücken reicht auch eigentlich eine Hand, ist nur Übungssache.

Wenn für die Zukunft aber einige Holzarbeiten, resp. Sägearbeiten vorgesehen sind, ist eine Elektrische schon sinnvoll.

Eine Dekupiersäge ist für Feinarbeiten sinnvoll, bei stärkeren Hölzern aber nicht unbedingt die erste Wahl. 

Wenn schon eine Anschaffung, würde ich hier auch zu einer Stichsäge, aber mit Sägetisch raten.

Mit einem feinem Sägeblatt und einer Arretierung der Stichsäge wird es ein Leichtes sein, die Spanten, oder was auch immer. auszusägen. 

Und für das Grobe kann das Gerät auch wieder im Normal-Modus betrieben werden.

Hoffe, das ist ein Tipp zum Nachdenken.  

Ansonsten aber, gutes Gelingen beim Bau und ich hoffe auf einen Erfahrungsbericht. 8-)

Gruß Willi

 

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Das mit dem Einfädeln des Laubsägeblattes bei gleichzeitigem Halten des Laubsägebogens und des Werkstücks, während man die Arretierungsflügelmutter anzieht, geht durchaus mit zwei Händen....aber ich möchte das Bild der Verrenkungen und Grimassen, das ich bei solchen Aktionen biete, lieber nicht der Öffentlichkeit preisgeben...;)

  • Like 1
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Prinzipiell arbeite ich auch deutlich lieber mit einer Dekupiersäge zum Aussägen von Spanten- die kleine von Proxxon für 100 Euro langt dicke und frisst "normale" Sägeblätter. Aber auch da muss man durch das Holz innen ein Loch bohren, wenn man einen Spant innen aussägen will.

 

Mit der Laubsäge ist das eigentlich auch kein Problem: Du schaffst es ja auch, ein Sägeblatt einzuspannen, wenn Du keinen Spant bauen musst, sondern das alte Blatt "einfach so" erneuert werden muss. Genau so machst Du es, wenn Du nen Spant innen aussägen musst - nur dass Du das einzuspannende Sägeblatt halt vorher durch den Spant ziehst.....

 

Was ich nie benutzt habe, aber auch ne mögliche Hilfe sein sollte: Mein "Laubsägebrettchen" (das Teil, das man mit der Klemme an den Tisch schraubt) hat "von Werk aus" 2 Einbuchtungen, in die man die Laubsäge einklemmen kann, so dass sie zusammen gedrückt ist. Mal im Baumarkt nachschauen, vielleicht findest Du ja so ein Teil...

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kuddellmuddell

Ich säge gerne mit der hier beschriebenen Stichsäge von Proxxon. Aber ich habe mir bei einem Laminat/Parkettverleger einen kleinen Trick abgeschaut. Ich säge von unten.

So kann man das Werkstück oben sehen und das Sägeblatt super genau am Strich entlang führen, ohne das die Sicht auf den Sägestrich durch die Maschine verdeckt wird.

Das geht wunderbar und genau. Auch eine Montage der Säge "kopfüber" am Werktisch hilft ungemein. So kann man den Spant noch genauer über die Säge führen.

  • Like 1
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  • 2 weeks later...
Ralph Cornell

Das mit dem Einfädeln des Laubsägeblattes bei gleichzeitigem Halten des Laubsägebogens und des Werkstücks, während man die Arretierungsflügelmutter anzieht, geht durchaus mit zwei Händen....aber ich möchte das Bild der Verrenkungen und Grimassen, das ich bei solchen Aktionen biete, lieber nicht der Öffentlichkeit preisgeben... ;)

Oh ja, das kenne ich nur zu gut! Ich benutze folgenden Trick: Ich löse nur die obere Arrettierungsflügelmutter, führe das Sägeblatt durch das in den Spant gebohrte Loch und klemme dann den oberen Teil des Sägebogens in das Laubsägetischchen. Den Griff stemme ich unter dem Brustbein ein. Wenn ich mich jetzt (nur ein Wenig) nach vorn neige, wird der Sägebogen gespannt. Ich kann mit der linken Hand das Werkstück halten und es dazu beutzen, das Sägeblatt in die Klemmung einzuführen. Die rechte Hand bleibt frei, um die Flügelmutter anzuziehen.

Das geht natürlich nur, da mein Laubsägetischchen genau die richtige Höhe für solche Scherze hat...

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MHaussmann

Spann doch einfach den Spant in den Schraubstock ein, als 3. Hand (einklemmen reicht da). Dann hast Du beide Hände frei. Eine Seite lockern, Einfädeln, mit einer Hand den Bogen spannen und mit der freien Hand die Flügelmutter wieder anziehen.

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  • 3 months later...

Da kommt mir grad in den Sinn, dass wir in der Lehrerausbildung eine Vorrichtung gebaut haben, mit der selbst Grundschüler ein Laubsägeblatt selbständig einspannen konnten.

Die bestand aus einem Grundbrett und zwei aufgeleimten/geschraubten Leisten im richtigen Abstand, die den Laubsägebogen so zusammenpressten, dass das Blatt eingespannt werden konnte.

 

So eine Vorrichtung könnte auch für das Aussägen der inneren Teile verwendet werden wenn man die Leisten leicht schräg anfast damit die Vorrichtung auch beim Hantieren nicht vom Bogen rutscht.

 

Habe mal versucht, das Ganze zu skizzieren:

post-10545-0-81057100-1442506915_thumb.jpg

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  • 1 year later...
Guest Frankship

Hallo,

 

wie ich einen Spant aussäge ist nicht mein Problem. Ich würde gerne wissen, wie die Spanten ermittelt/gezeichnet werden, damit ein Rumpf entsteht.

 

Ich bin komplett neu, möchte es aber von Anfang an so machen.

 

Für Tipps wäre ich dankbar.

 

Gruß

 

Frank

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Hallo,

 

wie ich einen Spant aussäge ist nicht mein Problem. Ich würde gerne wissen, wie die Spanten ermittelt/gezeichnet werden, damit ein Rumpf entsteht.

 

Hmmm, da niemand bisher geantwortet hat, versuche ich mich mal:

 

Wahrscheinlich ist das Thema so komplex und Du findest dazu annähernd so viele Meinungen, wie das Forum Mitglieder hat. Meine persönliche Meinung: Nach Fotos: Überhaupt nicht - wenn es halbwegs original aussehen soll. Du musst Dir dazu zumindestens einen Spanten-Riss und einen "General"-Plan von oben/ von der Seite besorgen. Da gibt es verschiedenste Quellen: Wenn es um kleinere Boote geht: Die wurden in der Vergangenheit gerne auch von Privatleuten gebaut, daher gibt es verschiedenste Quellen im Internet, wo man diese Pläne her bekommt und "nur noch" in seinen Maßstab skalieren muss. Ein guter Anlaufpunkt ist hierzu http://www.svensons.com/boat/. Für größere Boote/ Schiffe findet man in der maritimen Literatur einiges an Plänen/Spantenrissen. Hier lohnt sich auch der Blick in Museums-Shops und kleinere Buchhandlungen. So fiel mir z.B. in den letzten Tagen in einer Venediger Buchhandlung ein Buch mit den Plänen von Booten aus Venedig in die Hände - vom Segler bis zum "Vaporetto".

 

Diese Pläne (sowohl bemaßte als auch Risse aus Büchern) sind aber meistens so ungenau, dass "nachgestakt" werden muss: ansonsten ergibt sich eine Achterbahn anstelle ein vernünftiger Plankenverlauf. Das ist eine Extra-Wissenschaft, das macht wohl jeder anders:

  • Die "altmodische" Tour: Man sägt die Spanten aus und hält "Stak-Latten" an die spätere Rumpfwand und kontrolliert somit, ob die Spanten vernünftig geformt sind (die Latten überall schön anliegen). Wenn nicht, schleift man die Spanten zurecht oder unterfüttert mit Leisten, die man dann auch wieder schleift. Dieses Verfahren ist oft beschrieben, wenn Du nach "Staken" suchst, wirst Du fündig werden.
  • Etwas arbeitsaufwändiger, aber auch sicherer, da man nur relativ kleine Fehler auf die obrige Art und Weise beseitigen kann: Man baut erst mal aus billigstem Sperrholz oder Papdeckel ein "Wegwerf-Modell" und schaut, wie gut da alles passt. Ggf. passt man das an.
  • Die "Computer-gestützte" Tour (so mach ich das immer): Du machst Dir erst mal ein Modell in 3D im Computer und schaust, wie gut dieses stakt. Dann besserst Du die Spanten im Computer so aus, dass es stakt. Wie das mit FreeCad geht, habe ich hier: http://www.schiffsmodell.net/index.php?/topic/13841-freecad-tutorial-modellkonstruktion/ mal gezeigt, viele benutzen aber auch FreeShip...

 

Mein erstes Modell war ein Baukasten-Modell. Darüber bin ich im Nachinein auch recht froh, da ich erst dadurch verstanden habe, wie ein Modell prinzipiell so aufgebaut sein sollte... wäre also zum Einstieg durchaus eine Überlegung wert.

Edited by BernhardB
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Hmmm, da niemand bisher geantwortet hat, versuche ich mich mal:

 

Wahrscheinlich ist das Thema so komplex und Du findest dazu annähernd so viele Meinungen, wie das Forum Mitglieder hat. Meine persönliche Meinung: Nach Fotos: Überhaupt nicht - wenn es halbwegs original aussehen soll. Du musst Dir dazu zumindestens einen Spanten-Riss und einen "General"-Plan von oben/ von der Seite besorgen. Da gibt es verschiedenste Quellen: Wenn es um kleinere Boote geht: Die wurden in der Vergangenheit gerne auch von Privatleuten gebaut, daher gibt es verschiedenste Quellen im Internet, wo man diese Pläne her bekommt und "nur noch" in seinen Maßstab skalieren muss. Ein guter Anlaufpunkt ist hierzu http://www.svensons.com/boat/. Für größere Boote/ Schiffe findet man in der maritimen Literatur einiges an Plänen/Spantenrissen. Hier lohnt sich auch der Blick in Museums-Shops und kleinere Buchhandlungen. So fiel mir z.B. in den letzten Tagen in einer Venediger Buchhandlung ein Buch mit den Plänen von Booten aus Venedig in die Hände - vom Segler bis zum "Vaporetto".

 

Diese Pläne (sowohl bemaßte als auch Risse aus Büchern) sind aber meistens so ungenau, dass "nachgestakt" werden muss: ansonsten ergibt sich eine Achterbahn anstelle ein vernünftiger Plankenverlauf. Das ist eine Extra-Wissenschaft, das macht wohl jeder anders:

  • Die "altmodische" Tour: Man sägt die Spanten aus und hält "Stak-Latten" an die spätere Rumpfwand und kontrolliert somit, ob die Spanten vernünftig geformt sind (die Latten überall schön anliegen). Wenn nicht, schleift man die Spanten zurecht oder unterfüttert mit Leisten, die man dann auch wieder schleift. Dieses Verfahren ist oft beschrieben, wenn Du nach "Staken" suchst, wirst Du fündig werden.
  • Etwas arbeitsaufwändiger, aber auch sicherer, da man nur relativ kleine Fehler auf die obrige Art und Weise beseitigen kann: Man baut erst mal aus billigstem Sperrholz oder Papdeckel ein "Wegwerf-Modell" und schaut, wie gut da alles passt. Ggf. passt man das an.
  • Die "Computer-gestützte" Tour (so mach ich das immer): Du machst Dir erst mal ein Modell in 3D im Computer und schaust, wie gut dieses stakt. Dann besserst Du die Spanten im Computer so aus, dass es stakt. Wie das mit FreeCad geht, habe ich hier: http://www.schiffsmodell.net/index.php?/topic/13841-freecad-tutorial-modellkonstruktion/ mal gezeigt, viele benutzen aber auch FreeShip...

 

Mein erstes Modell war ein Baukasten-Modell. Darüber bin ich im Nachinein auch recht froh, da ich erst dadurch verstanden habe, wie ein Modell prinzipiell so aufgebaut sein sollte... wäre also zum Einstieg durchaus eine Überlegung wert.

 

Dem ist nichts hinzuzufügen außer dass es Straken mit "r" heißen muss, nicht Staken:

 

"Das Strak ist eine an die darstellende Geometrie angelehnte zeichnerische Darstellungsart, die im Schiffbau, Automobilbau und Flugzeugbau angewandt wird. Der Name leitet sich aus dem englischen Wort "strake" ab, das einen durchgehend verlaufenden Plattengang beschreibt."

Quelle: Wikipedia

 

Gruß Frank

 

 

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Naja,

 

die drei beschriebenen Methoden des Strakens sind sehr nett, aber man kann das ganze auch noch herkömmlich auf dem Zeichenbrett bzw. im 2D CAD machen. Da muß man dann 3 Ansichten zeichnen und die Linien und Spantenrisse auf gleichmäßig verlaufende Kurven überprüfen. Macht Spass, habe ich bei all meinen Segelyachten so gemacht.

 

Viel wichtiger ist allerdings dann der Export auf das Sperrholz. Da sollten dann Füße an die Spanten gezeichnet werden, damit sie auf dem Brett in der richtigen Höhe stehen. Als Referenzlinie eignet sich die Wasserlinie.

 

Dann sollte man auch noch drau hinweisen, dass man kleine Ausschnitte für Leisten in den Ecken (Deckskante und Knick beim Knickspanter) vorsehen sollte.

 

Das ist einiges an Zeichenarbeit, die ich aber schon vor 40 Jahren als Jugendlicher gern gemacht habe. So lernt man irgendwann aus dem Linienriss ein 3D-Modell im Kopf entstehen zu lassen. Es fördert ungemein das dreidimensionale denken.

 

Jast mei tuu €c

 

Lothar 

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Dem ist nichts hinzuzufügen außer dass es Straken mit "r" heißen muss, nicht Staken:

 

 

Ups, das kommt davon, wenn man so weit vom Meer weg lebt... ich und Fachbegriffe  :roll:

 

 

Viel wichtiger ist allerdings dann der Export auf das Sperrholz. Da sollten dann Füße an die Spanten gezeichnet werden, damit sie auf dem Brett in der richtigen Höhe stehen. Als Referenzlinie eignet sich die Wasserlinie.

 

Dann sollte man auch noch drau hinweisen, dass man kleine Ausschnitte für Leisten in den Ecken (Deckskante und Knick beim Knickspanter) vorsehen sollte.

 

Jep, das unterschreibe ich voll und ganz. Gerade das Suchen der Bezugs-Linie ist nicht immer trivial. Und über diese beiden Punkte hinaus gibt es wohl noch viele weitere Stolper-Fallen.... z.B. wie sorge ich für eine exakte Ausrichtung der Spanten? Wie kriege ich hin, dass die Planken schön in den Bug laufen? Wie konstruiere ich den Bug überhaupt? Will ich ein Spanten-Gerüst haben, das per "Steck-Technik" schon von Haus aus gescheite Ausrichtung garantiert? (mach ich recht gerne) usw. usw. 

 

Ich denke, diese Fallen kann man nur auf 4 Arten meistern (ich habe von jeder Art was genommen):

  1. Fremde Bau-Berichte genau lesen und diese Spanten-Gerüste anschauen - dann sollte man zumindest sehen, welche Leisten so dran sind
  2. Mal nen Baukasten bauen (oder zumindest nach nem fremden Plan) und sehen, was die so gemacht haben
  3. Im Forum den Modell-Entwurf diskutieren und Anregungen holen, wenn man stecken bleibt
  4. (Wahrscheinlich das einprägsamste, hab ich zur Genüge gemacht): Die Fehler machen und draus lernen..
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...oder 5. Buch "Rumpfbaupraxis" von Eichardt aufmerksam lesen. Schützt nicht vor Fehlern, aber man macht die dann gleich auf etwas höherem Niveau ;)

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