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Schleifen von Innenecken


Steinbeisser

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Steinbeisser

Hallo,

 

ich muß doch mal eine Frage loswerden:

 

Wie schleift ihr eigendlich Innenecken, also so richtig kleine unzugängliche Ecken wo man fast nicht herankommt, jedoch später jeder immer hinschaut?

 

Es werden bei den Verklebungen fast immer Spachtelarbeiten notwendig, nur wie beseitigt ihr die Spuren davon? Vielleicht hat irgendwer das Patentrezept erfunden und hat mir nichts davon gesagt, ich werde da immer ganz nervös bei, weil die Ecken mir meist nicht glatt genug erscheinen. Aktuell bei meiner Butt im Heckbereich stehe ich kurz vor der Verzweifelung, und wenn ich mir dann z.B. die Detailbilder von Matthias Zander ansehe, dann frage ich mich immer wie er das wohl gemacht hat.

 

Danke für die Hilfe,

 

Detlef

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Der Schleiffinger von Proxxon wirkt oft Wunder. Der hat verschiedene Aufsätze unter anderem auch so ein kleines Dreieck. Damit kommt man perfekt in Ecken. Etwas mühseliger gehts in Handarbeit. Einfach einen passenden Holzstab nehmen und Querschnittsfläche mit Sandpapier bekleben.  

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Ralph Cornell

Hallo, Steinbeisser!

Unter Umständen wäre für solche Arbeiten ein kleiner Delta-Schleifer nützlich. Ich glaube, Proxxon und Dremel haben solche Dinger im Programm. Die Dinger laufen zumeist mit 12 V. Es gibt, glaube ich, auch Vorsatzteile für Bohrmaschinen. Aber keinen Herzkasper kriegen, wenn Du die Preise erfährst!

Ansonsten: Eine Möglichkeit wäre ein kleiner Fräser im 45° Winkel. Aber die Führung ist mühsam. Abrutschen ist fast vorprogrammiert.

Ralph

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ja Proxxon hat da sehr gute Geräte.

 

Grafierstift und Schleifpen mit verschiedenen Aufsätzen leisten uns schon seit Jahren gute Dienste.

 

 

 

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Edited by der Bernd
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kuddellmuddell

Mit dem Schleifpen /Schleiffinger arbeite ich auch immer wieder, speziell weil ich ja öfter Boote renoviere und da manchmal nicht auseinanderbauen kann. Die Originalen Schleifpapierstücke auf dem Schleifer sind mir aber zu unflexibel. Ich klebe da mittels Doppelklebeband das richtige Papier in der gewünschten Körnung drauf.

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Ihr könnt euch jetzt kaputtlachen - ich habe mir eine alte Elektro-Zahnbürste zum Mini-Schwingschleifer umfunktioniert.

 

Am Bürstenkopf habe ich einfach die Borsten entfernt und ein Stück Schleifpapier (ca. 15mm Durchmesser) aufgeklebt.

Wenn verschlissen -> runterrupfen, kurz mit der Feile über den Teller und ein neues Stück aufkleben.

 

Durch die wechselbaren Steckköpfe kann man so auch gleich unterschiedliche Körnungen vorbereiten.

 

Mit entsprechender "Verstärkung" unter dem Papier (z.B. ein Stück 0,5mm ABS oder GFK) könnte man auch eine Dreiecksform realisieren.

 

Grüße

 

Torsten

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Hi Bernd,

 

jo, das Ding ist sehr leicht, handlich und war eh über... und weggeschmissen wird so schnell nix! :mrgreen:

 

Praktisch finde ich die induktive Ladestation. Kein Kabel zum Gerät...

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Ralph Cornell

Ihr könnt euch jetzt kaputtlachen - ich habe mir eine alte Elektro-Zahnbürste zum Mini-Schwingschleifer umfunktioniert.

Warum nicht? ist doch auch nicht schlechter als ein Gravier-Pen.

Aber: Was ist das für eine Zahnbürste?  Eine Braun, die Drehschwingungen ausführt, oder eine andere Marke, die nur vor und zurück schwingt?

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Hi Ralph,

 

ist eine olle Braun OralCare, die macht eine Drehschwingung in einer Ebene. Ca. +-5°, würde ich schätzen.

 

Grüße

 

Torsten

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Wenn ich runde Schleifplättchen brauche, dann stanze ich mir die mit einem Locheisen aus.

 

Das geht für den Proxxon Schleiffinger wie für eine elektrische Zahnbürste mit Rundkopf...

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Ralph Cornell

Ich habe zwar eine solche Braun, aber die ist noch in Benutzung. Heute Abend wieder. Aber wenn die mal ihren Geist aufgibt und ich eine neue kaufen muß...

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Ich habe zwar eine solche Braun, aber die ist noch in Benutzung. Heute Abend wieder. Aber wenn die mal ihren Geist aufgibt und ich eine neue kaufen muß...

 

Schön, dass euch die Idee gefällt.

 

Meist gehen ja nur die Akkus in die Wicken.

Das Gerät bekommt man auf, wenn man den Bodeneinsatz vorsichtig lockert und dann oben auf die Welle drückt.

Da sie dann u. U. nicht mehr 100% wasserdicht ist, kann man sie nach der Reparatur auch getrost in den Hobbyraum umsiedeln.

 

Aber mal schnell zum Ausprobieren reicht ja auch erst mal ein verschlissener Bürstenkopf (am besten testen, wenn die Gattin grade ausser Haus ist... :fies: )

 

Es schleift sich damit schon recht gut, nur bitte keine Wunder erwarten - mit den paar Watt kann man nicht rangehen wie Max an die Graupen.

 

Grüße

 

Torsten

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Ralph Cornell

Ist ja auch nur ein popliger 180iger Motor drin. Habe meine schon mal aufgemacht, weil der Akku hin war - NiCad, giftiger Scheißdreck! Und dann war auch der Induktionslader hin. Habe also eine Klinkenbuchse eingebaut. Das Ding wird ewig leben! Aber abgenutzte Köpfe fallen schon mal an. Und dann mache ich mich mal ran. Locheisen für Schleifpads habe ich. Alles in allem eine kapitale Idee!

Ralph

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Hallo Detlef!

So richtig kann ich mir zwar nicht vorstellen, um was es sich in Deinem Fall handelt, aber man muss nicht immer alles mit elektrischen Geräten bearbeiten.

Wenn es um überschüssige Klebereste geht, insbesondere bei kleinen Ecken, ist es besser sich aus kleinen Schlüsselfeilen verschiedene Schaber zu schleifen. Von schmal bis breit, Winkel oder spitz kannst Du sie so speziell für Deinen Zweck anfertigen und damit die Ecken bearbeiten. Zusätzlich kannst Du auch dünnes Schleifpapier drüber legen um damit unnötige Kratzer zu vermeiden, usw.

Des Weiteren besteht darin der Vorteil, dass beim versehentlichen Abrutschen nicht gleich irgendwo anders rein geschliffen wird. Mit Handgeräten hat man im Allgemeinen ein besseres Gefühl für so eine Arbeit.

 

Aber grundsätzlich muss man sich im Vorfeld überlegen wie man bestimmte Details anfertigt um solche Nacharbeit wie Spachteln zu vermeiden.

 

 

               Jens

  • Like 1
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Hallo Detlef,

 

Aktuell bei meiner Butt im Heckbereich stehe ich kurz vor der Verzweifelung, und wenn ich mir dann z.B. die Detailbilder von Matthias Zander ansehe, dann frage ich mich immer wie er das wohl gemacht hat.

 

da mir alles, was mit Spachteln und Schleifen zu tun hat, ein Graus ist, investiere ich im Zweifelsfall etwas mehr Zeit beim Anpassen der Teile, damit sie so gut passen, dass möglichst wenig, idealerweise gar nicht, zu spachteln ist. Vor allem in Innenecken...

 

Wenn sich das Spachteln dann doch nicht vermeiden lässt, versuche ich den Spachtel so aufzutragen, dass möglichst wenig zu schleifen ist. Vor allem in Innenecken... ;)

 

Ich verwende dazu einen dünnen, elastischen Spachtel aus Federstahl, der sonst zum Ölmalen verwendet wird.

Der sieht ungefähr so aus, wie http://www.malspass24.com/malmesser-in-verschiedenen-grossen.html (Nummer 9 auf dem Bild). Wenn da nicht viel zu schleifen ist, dann geht das auch mit Schleifpapier in der Hand (oder auf einen kleinen Holzklotz aufgeklebt), zur Not auch bis in Ecken hinein.

 

Grüße

 

Matthias

 

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Hallo

Ich habe dieses Teil von Proxxon den Schleifer PS 13   bin super damit zufrieden und kostet 22,50 € beim Versandhaus mit dem a

 

Gruß James

Edited by James
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Hallo,

ich halte es hier wie Matthias. Möglichst genau anpassen, so dass ein Schleifen gar nicht erst erforderlich wird.

Wenn dann doch mal eine Nacharbeitung erfolgen muss, nehme ich Epoxy mit einem entsprechenden Anteil an Tixotropiermittel,

so dass sich Lücken oder Unebenheiten sauber und glatt, ohne Zeitdruck, ausgleichen lassen.

Ich habe deshalb noch nie auf das Schleifen von unzugänglichen Stellen zurückgreifen müssen.

Gruß Willi

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  • 1 month later...
Schifferlfahrer

Thixotropiermittel ist ein Pulver, dass man zum Epoxi dazu mischen kann, damit das etwas dickflüssiger und zäher wird. In geringer Dosierung sorgt es dafür, dass das Harz beim Laminieren nicht so sehr an der Form runter läuft oder vom Pinsel tropft. Je höher man dosiert, umso dicker wird das Harz, bis es eine ähnliche Konsistenz hat wie Spachtelmasse. Im Gegensatz zur Spachtelmasse bleibt es aber weiterhin fließfähig, was man beachten sollte. Die Aushärtezeit wird davon nicht beeinflusst, die Topfzeit eigentlich auch nicht. Außer man mischt sehr viel Thixotropiermittel dazu, aber dann ist es zum Laminieren eh nicht mehr geeignet.

Alternativ kann man auch Microballons, irgendwelche Flocken oder Glasfaserschnitzel verwenden, wobei das Ergebnis jeweils variiert. Ich persönlich verwende am liebsten das Thixotropiermittel, damit habe ich bislang die besten Erfahrungen gemacht.

 

Was "ein entsprechender Anteil" ist, kann dir niemand sagen, das musst du ausprobieren. Wenn man das Harz als Spachtelmasse verwenden möchte, muss man schon ziemlich viel dazu geben. Am besten ein bisschen reinschütten und durchmischen, dann merkst du ja, wie dickflüssig das Harz wird. Dann einfach nach Lust und Laune zumischen. Ich würde mal sagen, damit es einigermaßen dick wird, darf man schon einen gehäuften Teelöffel auf ca. 15g Harz geben. Aber wie gesagt, das musst du ausprobieren und dich vorsichtig rantasten. Bei Harzen mit entsprechend langer Topfzeit ist das ja kein Problem.

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Grüezi mitenand sorry grüss gott miteinander

 

vielen dank fürs aufklären schifferlfahrer jetzt weiss ich auch was das ist. ich weiss nicht könnte mir vorstellen das Pulver besser dosierbar ist. Ich habe das Eindicken bis jetzt mit Baumwollflocken gemacht und musste feststellen es ist nicht der burner.

gruss

eidgenosse

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