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Schiffsmodell.net

Die Baumrönne (zum zweiten..)


Guest Schiffer53

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Guest Schiffer53

Moin Allerseits,

 

ich bin hier der Neue, zwar nicht ganz unerfahren im Schiffsmodellbau, aber Grünschnabel in diesem Forum. Auf das Forum bin ich durch meine Recherche für mein neues Bauprojekt "SZS Baumrönne" gestossen. Hier hat der Günter (IGM-Diepholz) ja schon etliches gezeigt zum Bau dieses Schiffes.

 

Ich stehe hier noch fast am Anfang aber schon gleich im Nirvana der Verzweiflung.

 

Da ich beruflich sehr eingespannt bin und ja auch noch eine Familie habe, bleibt mir für den Modellbau nur ein kleines Zeitfenster. Im Gegensatz zu den "richtigen" Modellbauern, greife ich daher gerne auf Fertigteile zurück. So auch mit meinem neuesten Projekt "Baumrönne".

 

Dazu habe ich mir erst einmal den Bauplan aus dem Hause Harhaus bestellt und einen fertigen GFK-Rumpf eines privaten Modellbauers, der diesen nach dem Plan von Harhaus gefertigt hat.

 

Nun stelle ich fest, dass der Harhausplan eklatante Mängel aufweist. Zum Einen ist der Antrieb falsch dargestellt und zum Anderen ist der Tiefgang fast doppelt so groß wie im Original.

 

Im Plan ist der Antrieb mit einer drehbaren Kortdüse dargestellt. Das Original hat eine feste Kortdüse mit vorgeklagertem Flächenruder. Das ist aber nicht das eigentliche Problem, denn wäre unkompliziert zu ändern.

 

Das große Problem bei diesem Katamaranrumpf ist der Tiefgang. Umgerechnet vom Original würde das 5,2cm bedeuten. Der fertige Rumpf und der Harhausplan weist aber 10cm auf! Das ist fast der doppelte Tiefgang. Wenn ich das Volumen rechne, komme ich auf ein ca. Modellgewicht von 20 kg. Bei Einhaltung der Originalmaße würde ich ca. 9kg weniger zum Teich tragen müssen.

 

Jetzt meine Frage an das Forum: Es gäbe eine Möglichkeit zumindest 3cm an den senkrechten Rumpfwänden aus dem fertigen Rumpf heraus zu trennen. Das würde eine Gewichtsersparniss von ca. 6 kg bedeuten.

 

- Kann man die Trennfugen wieder kraftschlüssig zusammenbekommen?

- Würde mir jemand davon abraten?

- Wie seht ihr das beim Modellbau: Soll man so nahe wie möglich am Original bauen, oder wäre dies ein zu verschmerzender Mangel?

 

Gruß aus Oldenburg

Matthias

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Moin Namensvetter und herzlich Willkommen hier an Bo(a)rd. :that:

 

Nur 9kg? Dann würde ich es so lassen wie es ist. Ich weiß, auch Günter hat den Rumpf umgezeichnet und den Tiefgang so vergrößert.

 

Einen GFK Rumpf bekommt man immer wieder zusammen. Das ist schön an dem Material. Einfach überlaminieren. ABer wie gesagt, ih würde es so lassen.

 

Bau so wie es Dir gefällt. Du baust das Boot nur für Dich, für niemanden anders. :mrgreen: Ich nehme auch keine Rücksicht auf andere. Wenn mir eine Antenne/Treppe/etc. an einer anderen Stelle besser gefällt, borge ich mir das einfach aus. Mir muss mein Dampfer hinterher gefallen. Passt. Ich nehme nur Rücksicht darauf, das es das so im Original geben "könnte".

 

Matthias

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Ich vermute mal, dass es einen Grund hat, dass der Tiefgang vergrößert wurde.

 

Maßstabsgerecht dürfte das Boot ja nur 8 kg wiegen, da wirds bei nem Multifunktionsmodell bei den Ausmaßen schon schwierig. Da ist vermutlich entweder extremer Leichtbau bei allen Aufbauten, Kränen ... angesagt oder eben die einfache Version den Tiefgang deutlich zu erhöhen.

 

Das dürfte dann auch zu einem stabileren Fahrverhalten mit weniger kippeln führen.

 

Solange sich das Fahrbild auf dem Wasser nicht mega ändert (und das wird es vermutlich nicht, da die Baumrönne nen Verdränger ist) würd ich persönlich das so lassen.

Deine 20kg sind vermutlich auch etwas hoch gegriffen, ich würd mal eher 15 kg vermuten und das lässt sich noch ziemlich einfach transportieren.

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...- Kann man die Trennfugen wieder kraftschlüssig zusammenbekommen...

Hallo Matthias,

 

ja sicher, ein sauberer Schnitt, auf der Innenseite eventuell etwas Material wegfräsen und dann von Innen über den Schnitt laminieren. Damit dürfte das Ganze auch wieder stabil sein.

Ob das der Weisheit letzter Schluss ist? :weisnicht: Dazu hat es ja oben schon ein paar Stellungnahmen gegeben.

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Hallo zusammen,

ja man kann das machen, nur exact anreißen und dann auch genau arbeiten..

 

Siehe dort : Wulf 4

 

Gruß

Günter.

 

P.S.: Am 15.09 erstmal gegenmessen und probeheben... :lol:

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Guest Schiffer53

Moin Allerseits,

 

vielen Dank für Eure Tipps und Gedanken.

 

Matthias:

ja, die Einsparung ist etwa 9kg. Das finde ich aber ganz beachtlich. Trege ich 11 kg zum Teich oder trage ich 20 kg zum Teich.

 

Tobias:

Ja, es gibt einen Grund für den vergrößerten Tiefgang. Ich hatte Kontakt mit dem Erbauer des GFK-Fertigrumpfes. Er sprach davon, dass sich der Zeichner bei Harhaus sicher etwas dabei gedacht hat (Der Plan stammt übrigens aus dem Jahr 1995!). Er habe das Schiff auch schon gebaut und in jedem Katamaranrumpf große Bleiakkus plaziert.

Das kann man ja machen, ist aber aus meiner Sicht im Zeitalter von brushless und Lipo-Akkus gar nicht mehr zeitgemäß.

 

Jürgen:

Der saubere Schnitt dürfte nicht das Problem sein. Das Problem entsteht dann, wenn am abgeschnittenen Teil noch die ca. 3cm abgeschnitten werden. Da Bug und Heck noch an Bug schräg nach oben verlaufen, muss dann das Unterteil auch noch verlängert werden.

Alles in allem also noch mehr Aufwand.

 

Günter:

Ich habe ja schon eine Besichtigung Deiner Baumrönne angekündigt. Dein Rumpf ist ja auch etwas tiefer - aber halt nur 1cm und nicht 5cm wie bei meinem Rumpf.

 

 

Ich habe ja in der Zwischenzeit selbst etwas weiter darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich den Rumpf nicht umbauen werde. Ich werde dann einfach ordentlich Blei einlagern und ggf. die Stromversogung auch mit Bleiakkus umsetzen. Bei höherem Gewicht dürfte die Wasserlage auch etwas stabiler sein. Ich hoffe nur, dass die AXI-Motoren das auch gut finden werden, dass sie nun etwas mehr ackern müssen.....

 

Danke für Eure Meinungen icon7.gificon7.gificon7.gif

Matthias

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Moin Allerseits,

 

ja, die Einsparung ist etwa 9kg. Das finde ich aber ganz beachtlich. Trege ich 11 kg zum Teich oder trage ich 20 kg zum Teich.

 

 

Ich habe ja in der Zwischenzeit selbst etwas weiter darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich den Rumpf nicht umbauen werde. Ich werde dann einfach ordentlich Blei einlagern und ggf. die Stromversogung auch mit Bleiakkus umsetzen. Bei höherem Gewicht dürfte die Wasserlage auch etwas stabiler sein. Ich hoffe nur, dass die AXI-Motoren das auch gut finden werden, dass sie nun etwas mehr ackern müssen.....

 

Danke für Eure Meinungen icon7.gificon7.gificon7.gif

Matthias

 

Bist du wirklich sicher mit den 20 kg?

Theoretisch hat das Ding vorbildgerecht nur 8 kg Verdrängung (125t im Original). Bei nahezu verdoppeltem Tiefgang sollten dann bei dem kastigen Unterwasserschiff eher nur 15 kg bei rauskommen.

Ich würds mal testen mit entsprechend vielen Sprudelflaschen in der Badewanne was da wirklich an Zuladung reinpasst.

 

Auch in Zeiten von Lipo und Brushless ist dieses Modell übrigens prädestiniert für Bleiakkus :mrgreen:

Bei 15 kg brauchst du für Rumpfgeschwindigkeit (und bei vernünftig angepassten Motoren und Props, woran ich wenn ich Brushless höre etwas zweifle :bäh:) nur maximal 50W Wellenleistung, also gerade mal 25W pro Motor.

Da reicht schon 1 7,2AH Bleiakku für stundenlanges Fahren und das für 10€ :that:

Wenn du dann noch ein paar Sonderfunktionen einbauen willst, und dafür bietet das Teil ja Unmengen an Möglichkeiten wirst du dich wundern wie schnell die 15 kg voll sind, zumindest geht´s mir immer so.

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Guest Schiffer53

Moin Tobias,

also ich rechne das so:

 

100 cm Rumpf x 12 cm Breite x 10 cm Tiefgang = 12 ltr. davon ziehe ich pauschal 2 Ltr für Verjüngungen und Schrägen ab = 10 Ltr. je Unterschiff. Das ganze mal 2, weil es ja zwei Unterschiffe sind. Das ergibt 20 Ltr = 20 kg. Oder habe ich da einen Denkfehler? Und ja, der Sprudelflaschentest ist für die nächste Woche vorgesehen. Bin schon echt gespannt.

 

Bei der Umrechnung mit dem Tiefgang des Vorbildes (130 cm) ergibt das im Maßstab 1:25 insgesamt 5,2 cm. Die hat der Günter um 1cm erhöht, weil er ja noch jeden Menge Sonderfunktionen eingebaut hat.

 

Der Antrieb ist geplant mit 2 x 50 mm Propeller in Kortdüsen jeweils angetrieben durch einen AXI 2826/14. Was spricht aus Deiner Sicht gegen brushless?

 

Matthias

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Mhh okay,

auch ne Methode zum Rechnen nur halt vermutlich mit nicht so ganz richtigen Ergebnissen, weil der Völligkeitsgrad des Rumpfs nicht richtig eingeht.

 

Bei vorbildgetreuen Rümpfen ist es ganz einfach.

 

Du nimmst die Vorbildverdrängung (in diesem Fall 125.000 kg) und teilst die durch den Maßstab^3. Das entspricht dann der realen Verdrängung.

In diesem Fall 125000kg/25^3 = 8 kg.

 

Wenn wir davon ausgehen dass der Völigkeitsgrad erhalten bleibt, werden bei 100 statt 52 mm Tiefgang dann 8 kg * 100/52= 15,4 kg.

Wird vermutlich nicht stimmen, da die Rümpfe ja nicht völlig kastenförmig sind und der Völligkeitsgrad bei Tiefgangserhöhung eher höher wird.

 

Vernünftig wirst du das in diesem Spezialfall nur mit dem "Sprudelflaschentest" rausfinden :mrgreen:

 

Die Motoren gehen an 12V wenn du da 50er Graupner-3-Blatt-Plastikprops mit 0,5er Steigungsfaktor dranhängst.

An 50er Raboesch-Messing-Props drehen die viel zu schnell und brennen dir im Extremfall (z.B. Pfahlzugtest) auch ab.

Du kommst mit 50er Props an 12V theoretisch so auf ca. 15 km/h. Der Rumpf kann aber nur 4,5 km/h, mehr geht da nicht.

Das führt dann vor allem in Verbindung mit den Brushless (die zwanghaft ihre Drehzahl halten, da sie sehr drehzahlsteif sind) dazu, dass die Motoren in sehr hohe Ströme gehen.

Das kann mit den 180g Motoren gutgehen ist aber auf jeden Fall "unnötige" Stromvernichtung.

 

Wenns unbedingt Brushless sein sollen, dann nimm den Roxxy C35-30-45 mit 300 kv.

Ansonsten wäre das eher nen Fall für 2 Starmäxe o.ä., dann hast du neben der Kostenersparnis zusätzlich auch noch das kultiviertere Laufverhalten bei niedrigen Drehzahlen und ne Stromaufnahme von vllt 3A pro Motor bei Volllast.

Die maximale Rumpfgeschwindigkeit erreichst du mit nem Starmax und nem 50er Raboesch auch locker.

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Hallo,

ich habe 2 Bühler Starmax verbaut, da spart man Strum und wie mein Vorgänger schon schrieb, die Baumrönne ist kein Rennkatamaran, eher ein Segelschiff.

Anders stellt es sich bei dem Pumpjet dar, der muss richtig Drehzahl machen um wirksam zu sein.

 

Willst auch einen Pumjet einbauen?

Bezüglich des Gewichtes, da kommt viel darauf an was du an Funktionen einbauen möchtest.

 

Gruß

Günter

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Guest Schiffer53

Moin Tobias,

 

also da bin ich auf den Sprudelflaschentest gespannt. Ich denke, das wird heute Abend gleich erledigt.... Und neee, Plastikprops gibt es bei mir nicht. Zum Einsatz kommen 4-Blatt Messingpropeller für Kortdüsen.

 

Ist das wirklich so, dass brushless Motoren mehr Strom ziehen?? Ich war der Meinung, dass das bei den brushless eher umgekehrt sei. Noch kann ich das alles ändern und Gewichtsprobleme habe ich ja nun eher nicht. Ich habe schon einmal einen kleinen Schlepper mit einem Bühler Starmax auf einen 50mm Messingpropeller gebaut. Der fährt super mit diesem Antrieb. Ansonsten sind meine Schiffe immer übermotorisiert. Ich regel die dann über die Fernsteuerung runter, so dass das Fahrbild dem Vorbild entspricht. Ich bin ja nicht der Typ "Rennbootfahrer".

 

Und Roxxy Motoren sind für mich endgültig passe!! Da habe ich jetzt schon zwei Sumpfgleiter mit ausgerüstet. Andere Vereinskollegen haben ebenfalls ihre Schiffe damit ausgerüstet. Das Ergebnis ist ein exorbitanter Lärmpegel an kreischen und piepen. Die Regler müssen auf den schnellsten Anlauf programmiert werden, damit nicht so ein fürchterliches Kreischen entsteht. Anschließend kann man die Gaskurve in der Fernsteuerung programmieren, damit der Anlauf wieder halbwegs manierlich ist. Dazu habe ich auch schon Kontakt mit Robbe aufgenommen. Dort erhielt ich die Auskunft, dass dies an der Ansteuerfrequenz liegt und in Zukunft auch nicht geändert wird.

 

Moin Günter,

ob ich einen Pumpjet baue, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich nicht. Ich werde wohl ein banales Querstromruder verbauen. In Sachen SPJ hatte ich schon Kontakt mit einem Modellbauer aufgenommen, der einen solchen Antrieb entwickelt hat und die Konstruktion dann an Graupner verkauft hat. Dieser SPJ war auch schon einmal als Vorschau auf Neuerungen im Graupner Prospekt. Was daraus jetzt wird, weiß ich natürlich nicht.

 

An Sonderfunktionen habe ich derzeit folgendes angedacht: Querstromruder, nautische Beleuchtung, sonstige Beleuchtung, Feuerlöschkanone, Radar, funktionstüchtiger Kran.

 

Gruß

Matthias

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Moin Tobias,

 

also da bin ich auf den Sprudelflaschentest gespannt. Ich denke, das wird heute Abend gleich erledigt.... Und neee, Plastikprops gibt es bei mir nicht. Zum Einsatz kommen 4-Blatt Messingpropeller für Kortdüsen.

 

Ist das wirklich so, dass brushless Motoren mehr Strom ziehen?? Ich war der Meinung, dass das bei den brushless eher umgekehrt sei.

 

Nein, per se ziehen Brushless tendentiell weniger Strom, da sie meistens einen geringfügig höheren Wirkungsgrad haben.

Aber mit deinen gewählten Motoren und 50er Messingprops bist du mehr als 3 mal so schnell, als das was der Rumpf hergibt.

Schneller als 4,5 km/h wird dann das Boot einfach nicht mehr, jegliche zusätzliche Leistung wird nur noch in mehr Wellenbildung umgesetzt, nicht jedoch in mehr Geschwindigkeit.

Wenn du dann die Brushless trotzdem auf 100% laufen lässt brauchen sie entsprechend mehr Strom (grob geschätzt so Faktor 3-5, je nachdem wieviel Schlupf die Props zulassen) um dieses Wellenbild zu erzeugen.

 

Wenn du das an der Funke auf 30% begrenzt, werden die Brushless gleich viel Strom ziehen wie ein entsprechender Starmax.

 

Und Roxxy Motoren sind für mich endgültig passe!! Da habe ich jetzt schon zwei Sumpfgleiter mit ausgerüstet. Andere Vereinskollegen haben ebenfalls ihre Schiffe damit ausgerüstet. Das Ergebnis ist ein exorbitanter Lärmpegel an kreischen und piepen. Die Regler müssen auf den schnellsten Anlauf programmiert werden, damit nicht so ein fürchterliches Kreischen entsteht. Anschließend kann man die Gaskurve in der Fernsteuerung programmieren, damit der Anlauf wieder halbwegs manierlich ist. Dazu habe ich auch schon Kontakt mit Robbe aufgenommen. Dort erhielt ich die Auskunft, dass dies an der Ansteuerfrequenz liegt und in Zukunft auch nicht geändert wird.

 

Nun kommt das große ABER beim runterregeln von Brushless in der Funke.

1. auch Energieverschwendung, weil der Steller nie voll durchschalten kann sondern immer ein PWM-Signal ausgibt, das macht den Steller warm und kostet Energie.

 

den zweiten Aspekt von Brushlessmotoren hast du ja schon kennengelernt.

Brushless laufen mit einem gescheiten Steller (und die Roxxy Steller sind glaube ich das beste was es auf dem Markt gibt) bei ca. 10% ihrer spezifischen Drehzahl an. Drunter geht einfach prinzipbedingt nicht, da die Motoren durch den Steller zwangskommutiert werden.

Das hat nix mit einzelnen Herstellern zu tun und schon gar nichts mit der "Ansteuerfrequenz" (Die Roxxy Steller arbeiten glaube ich mit knapp 30 kHz, das kann kein Mensch hören), das ist eine systembedingte Eigenschaft von ALLEN Brushlessmotoren.

Die brauchen einfach ein Feld was mit einer gewissen Geschwindigkeit umläuft, bevor sie sich in Bewegung setzen. Die Frequenz dieses Drehfeld´s hörst du vermutlich als piepen und kreischen bevor der Motor losrennt.

 

Du hättest bei deinem Boot mit diesen AXi-Motoren also eine minimale Geschwindigkeit von ca. 1 bis 1,5 km/h drunter gehts einfach nicht. Dann bleibt dir noch ein Regelbereich bis 4,5 km/h über. Das macht zumindest mir nicht unbedingt Spaß.

 

Der Starmax passt in dem Fall, finde ich, deutlich besser zu dem Boot.

Mit nem z.B. Volksregler hast du einen völlig geräuschlosen Antrieb, der sich wunderbar von 0 bis 100% hochregeln lässt.

Du musst an der Funke nix großartig begrenzen und das Ding wird bei Vollgas 2-3A an jedem Motor brauchen.

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Guest Schiffer53

Moin Tobias,

 

also, wenn ich Dich recht verstehe: die Brushlessmotoren laufen erst ab einem gewissen Minimalspeed. Bürstenmotroen können also noch langsamer laufen, was dazu führt, dass z.B. ein Anlagemanöver butterweich vorgenommen werden kann. Ich hätte also bei Bürstenmotoren eine Geschwindigkeitsbereich von 0-100% während mir bei Brushlessmotoren ein Geschwindigkeitsbereich von 25-100% zur Verfügung steht. Beim Brushlessmotor fehlt also der untere Drehzahlbereich?!? Ist das so korrekt interpretiert?

 

Das ist ja ein K.O. Kriterium für Brushlessmotoren im Schiffsmodellbau - ausser natürlich bei Rennbooten!!

 

Das mit der Ansteuerfrequenz habe ich mir nicht ausgedacht. Das ist Originalton der Firma Robbe. Diese Aussage habe ich so per e-mail direkt von Robbe bekommen. Und das Kreischen wird durch den Rumpf, der in diesem Fall als Resonanzkörper dient, noch verstärkt. Bei Messen und Ausstellungen ist das extrem, da verzieht das Publikum schon mal das Gesicht!

 

So, und nun zu meinem Antrieb der Baurönne: Das werden jetzt zwei Bühler Starmax 12V mit jeweils einem Robbe Regler Navy 535R.

 

Und ich dachte, ich gehe im Alter mal mit der Zeit und werde modern..... Wieder nix!

 

Gruß

Matthias

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Ziemlich korrekt interpretiert :mrgreen:

 

Sensorlose Brushlessmotoren (also 99% der Modellbaumotoren) laufen von 10% bis 100%. Unter 10% passiert nichts, da der Motor für den Steller auf einem unbekannten Drehwinkel steht.

Der Steller weiß also nicht welche Spule bestromt werden muss, damit sich der Motor dreht. Also bestromt der Steller einfach wild die Spulen mit einem gewissen Drehfeld (Die "Geschwindigkeit" dieses Drehfelds ist dann als "Anlauf" bei vielen Stellern in der Software enthalten) und "hofft" dass der Motor dann irgendwann mechanisch folgt und anläuft.

Das funktioniert halt mehr oder weniger gut, deswegen sind die untersten 10% der Drehzahlbereichs bei sensorlosen Brushlessmotoren faktisch nicht nutzbar, auch wenn du immer wieder Leute finden wirst, die das Gegenteil behaupten :cluebat:

Bei höheren Drehzahlen misst der Steller den Drehwinkel des Motors über eine Spannungsmessung (die aber nur ab einer gewissen Mindestdrehzahl funktioniert) und bestromt die einzelnen Spulen dann richtig. Deswegen hört das Pfeifen dann auch irgendwann auf.

 

Die Ansteuerfrequenz hat damit erstmal nichts zu tun, da dem drehenden Feld noch eine PWM-Ansteuerung zur Drehzahlregelung wie bei Bürstenstellern überlagert ist. Die liegt aber meist bei > 20 Khz und ist damit in einem Bereich, den der normale Mensch nicht mehr hören kann.

Da scheinst du einen technisch sehr bewanderten MA von Robbe erwischt zu haben :bäh:

 

In deinem Speziellen Fall mit den gewählten Motoren und Props bleiben durch die Überabstimmung der Drehzahl bei 12V dann theoretisch 10% bis 30% des gesamten Drehzahlspektrums übrig, da bereits bei 30% Drehzahl die maximale Rumpfgeschwindigkeit erreicht wird.

 

Wenn du nen Motor mit 250 kv nehmen würdest, würde das anders aussehen, da würde sich der Motor tatsächlich von 10% bis 100% regeln lassen, da die Rumpfgeschwindigkeit erst bei 100% Drehzahl erreicht werden würde. Den Brushlessmotor gibt´s aber leider nicht käuflich zu erwerben, einzige Ausnahme der Roxxy C35 mit 300 kv.

 

Es ist also eher eine Abstimmungsfrage als eine Prinzipfrage.

Ich fahre verschiedene Modelle mit Brushlessmotoren, allerdings zugegebenermaßen sind das alles Modelle die mind. ins halbgleiten kommen. Da lässt sich das dann sinnvoll abstimmen und man kommt auch wirklich in den Genuss des niedrigeren Stromverbrauchs.

Richtig langsam manövrieren kann ich mit meiner Riva, die eben bei Vollgas 30 km/h rennt aber auch nicht. Da ist bei minimalem Anlauf schon fast Rumpfgeschwindigkeit im Verdrängermodus erreicht.

 

Alle meine Modelle die als Verdränger laufen, sind tatsächlich mit Bürstenmotoren ausgerüstet, einfach weil das für mich sinvoller und angenehmer ist :mrgreen:

Das bissle Strom was hier eine Bürste mehr braucht fällt kaum ins Gewicht, da braucht manchmal die Beleuchtung an meinen Booten mehr Strom als der Antrieb.

 

Seidenweicher Lauf und Drehzahlen, bei denen man noch mitzählen kann kriegste hier aber auch nur mit hochwertigen Motoren (z.B. Starmax) und entsprechenden Stellern hin.

 

Die beste Kombi die ich hier jemals eingebaut habe ist und bleibt dabei nen hochwertiger Industriemotor (wie z.B. Bühler (Starmax ist nen Bühler-Motor) oder aber auch Maxon Faulhaber und Co.) mit den Stellern von modellbauregler.de z.B. den Volksreglern (gibt´s aber auch ohne Selberlöten fertig aufgebaut und im Schrumpfschlauch)

Da hat dann auch das Pfeifen im niedrigen Drehzahlbereich bei Bürstenmotoren ein Ende, da die Steller alle mit Ansteuerfrequenzen oberhalb von 20 kHz arbeiten. Bei dem Robbe 535 dürfte das noch nicht so sein, da sollte der Motor bei niedrigen Drehzahlen noch pfeifen.

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Guest Schiffer53

Hochverehrtes Publikum!!!

 

Matthias proudly presents:

 

Der Ergebnis vom B A D E W A N N E N T E S T!!:that::that::that:

 

 

doch zuvor der Preis für die genaueste Voraussage! Dieser Preis:

 

- Ein bewunderndes Augenzwinkern - (Ein Raunen geht durch die Massen) -

 

geht an:

 

!!! T O B I A S !!!

 

!!! Herzlichen Gückwunsch !!!

 

Tobias, Du bist mir unheimlich! Deine Berechnung war ziemlich gut. Das Rumpfgewicht mit Mineralwasserflaschen bis zur CWL beträgt genau 16,8 kg!

 

Gruß

Matthias

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Hallo ,

gerade mal nachgemessen, meine Rönnie hat 8cm Tiefgang also plus ca.2,8 cm.

Aber wiegen, das will ich jetzt nicht da würde ich zwangsweise das eigene Gewicht sehen.:nein:..ne ne lassen wir lieber...:p

Gruß

Günter

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Guest Schiffer53

Moinsen,

 

ich noch einmal mit neuen Katastrohenmeldungen zum Harhaus Plan der Baumrönne und somit auch zu meinem erworbenen GFK-Fertigrumpf.

 

Mir liegen jetzt ein paar Pläne vom WSA Cuxhaven vor. Daraus ist ersichtlich, dass noch weitere Dinge am Plan von Harahus nicht stimmen.

 

- die Seitenrisslinie vom Bug bis zum Kiel ist im Harhaus Plan eckig und im Original ausgerundet.

- das Heck ist im Harhaus Plan schräg dargestellt, im Original ist das Heck senkrecht.

- Der Freiraum am Unterschiff für Kortdüse und Ruder ist im Oriognal wesentlich größer als im Harhaus Plan.

 

Das macht mich echt wahnsinnig!!!!:grummel: :grummel:

 

Seitenriss und Freiraum für die Antriebsanlage kann ich verschmerzen. Aber zumindest das Heck werde ich wohl nacharbeiten müßen, sonst kann ich ja gleich ein Fantasieboot bauen!

 

Gruß

Matthias

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  • 4 weeks later...
Guest Schiffer53

Moinsen,

hier Mal einen kurzen Zwischenbericht.

 

Ich habe mich entschieden den Rumpf nicht umzubauen. Der Tiefgang bleibt also wie gehabt.

 

Als Erstes habe ich nun das Schrägheck umgebaut. Dies ist nun senkrecht ausgeführt. Die Kortdüsen sind installiert und die Ruderanlage ist eingebaut. Bei den GZS-Wellen von STEBA habe ich Pech gehabt. Der Lieferant hat zu dicke Wellen geliefert. Diese lassen sich nicht durch die Kugellager schieben. Laut STEBA ein bekanntes Problem. Vom Lieferanten sind die Wellen mit einer 0,015mm zu großem Durchmesser geliefert worden.

 

Matthias

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