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vth: Polizeiboote und Schiffe der Küstenwache

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Polizeiboote und Schiffe der Küstenwache

Autor: Gerhard O. W. Fischer

ISBN: 978-3-88180-447-9

144 Seiten

 

Erschienen im vth-Verlag (1. Auflage 2013)

 

Preis: €18,50

 

Enthaltene Originalfotos

 

BG14 „Duderstedt“ (auch bekannt als „Albatros“ aus der ZDF-Serie „Die Küstenwache):

2 Bilder, Steuerhaus und hintere Aufbauten, beide von Steuerbord

 

BG21 „Bredstedt“:

1 Bild, Totale der Steuerbordseite

 

BP22 „Neustrelitz“ (heutige „Albatros“ der ZDF-Serie):

21 Bilder, Steuerbordseite, Backbordseite, Details, Innenaufnahme der Brücke

 

BG24 “Bad Bramstedt” und BG25 “Bayreuth”:

Gemeinsame Luftaufnahme in Fahrt

 

Zollkreuzer „Glückstadt“:

1 Bild, Totale der Backbordseite

 

US Coast Guard 912 „Legare“:

1 Bild, Totale der Steuerbordseite

 

Polizeiboot „Sylt“:

2 Bilder, Totale der Backbordseite, Luftaufnahme

 

 

Enthaltene Bauberichte

 

Polizeiboot „W4“ (Robbe)

 

Multiboat (Graupner)

 

Polizeiboot „Sylt“ (Robbe)

 

Polizeiboot Eigenentwurf

 

Lotsenboot „Maris II“ (Robbe)

 

Stromaufsichtsboot „Bussard“ ARTR (Robbe)

 

 

Im einleitenden Teil geht der Autor zunächst auf die allgemeinen Aufgaben der Küstenwache und die in ihr zusammengefassten Organisationen ein. Ferner schildert er mit recht wenig Text, dafür aber vielen Bildern den Besuch auf der „Neustrelitz“, um dann bereits ab Seite 25 des Buchs mit der Vorstellung seiner Modelle fortzufahren. Der Autor beschreibt in kurzer Form mehrere Modelle, die er zu diversen Küstenwachbooten „umfunktioniert“ hat.

Der Leser erfährt unter anderem, dass es mit etwas Kreativität, ein paar Aufklebern und etwas roter, grüner, blauer und grauer Farbe möglich ist, eine „Trucker“ in eine „Albatros I“ und eine „Thor“ von Simprop in einen Zollkreuzer „Rügen“ zu verwandeln. Das sieht ganz nett aus und ist definitiv mal was anderes, hat allerdings mit den realen Vorbildern nur wenig bis nichts gemeinsam. In diesem Zusammenhang das Wort „Semiscale“ zu verwenden, ist sicher nicht angebracht.

 

Die Bauberichte nehmen engen Bezug zu den Bauanleitungen der jeweiligen Modelle und sind recht detailliert geschrieben, allerdings auch etwas mühevoll zu lesen, wenn man nicht gerade das entsprechende Modell im Bau hat.

Die vom Autor verwendete R/C-Technik orientiert sich ebenfalls an den Herstellervorgaben und ist eher konservativ ausgelegt. Möglichkeiten für die Ausgestaltung von Sonderfunktionen werden kaum erwähnt.

 

Der Bau der "Sylt" wird ebenfalls sehr detailliert beschrieben, allerdings geht der Autor nicht darauf ein, mit welchen Modifikationen man aus dem schon sehr vorbildnahen Baukasten ein wirklich vorbildgetreues Modell der „Sylt“ erstellen kann. Lieber lässt er auch hier wiederum seiner Phantasie freien Lauf. Dagegen ist an sich nichts einzuwenden, erlaubt ist schließlich, was gefällt, auch im Modellbau.

Allerdings wird es dem Titel des Buchs und auch dem Begriff „vorbildgetreu“ nicht gerecht, wenn man das Modell mit nicht vorhandenen Details wie den Steifen der Bundesflagge am Bug und den Wappen der Küstenwache verziert und dann auch noch eine Cojak-Sirene einbaut, die meines Wissens nach auf keinem seegehenden Wegerechtsschiff zu finden ist.

 

Fazit:

Das Buch ist brauchbar, wenn man Spaß an phantasievollen Nachbauten hat oder konkret eines der vorgestellten Modelle in der Werft liegt und man ergänzende Tipps zur Bauanleitung der Hersteller sucht.

Diverse Bauberichte im Buch wurden allerdings bereits zuvor veröffentlicht und sind teilweise im Internet frei erhältlich. So findet man die Beschreibung zur „W4“ und den immerhin über 40 Buchseiten langen Baubericht zur „Sylt“ praktisch wortwörtlich im Conrad Modellbau-Club, und zum Multiboat hat der Autor bereits einen sehr ähnlichen Artikel unter Verwendung der gleichen Abbildungen in der SchiffsModell 01/2009 (Neckar-Verlag) verfasst.

Insgesamt sind somit fast 60 der insgesamt 138 Buchseiten bereits an anderer Stelle nachlesbar. Daher braucht man das Buch auch in diesem Fall nicht unbedingt, wenn man bereit ist, sich zehn Minuten mit einer Internet-Suchmaschine zu beschäftigen.

 

Wer Hinweise zur vorbildgetreuen Ausgestaltung von Baukastenmodellen oder gar Hintergründe, Bilder oder andere Vorbildinformationen für einen Planbau erwartet, wird in diesem Buch keine Hilfestellung finden.

 

Besten Dank an den vth-Verlag, der uns das Buch für die Rezension zur Verfügung gestellt hat.

 

Torsten Gietenbruch

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