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Alt 09.01.2010, 22:19
VistaMatze VistaMatze ist offline
 
Registriert seit: 09.01.2010
Beiträge: 2
Standard Seawind oder VO60 von Stockmaritim

Hallo alle zusammen,

ich bin neu hier. Weil ich mir eine Segelyacht zulegen möchte wollte ich mir hier ein paar Informationen einholen. Ich schwanke zwischen der Seawind und der VO60 von Stockmaritim.
Meine erste frage wäre ob man den großen Preisunterschied als Sonntagsfahrer wirklich merkt? Damit meine ich die CFK ausstattung die Segel, halt das was bei der VO60 anders ist.

Oder kann man die Seawind einfach so Fahren wie sie ist?

Schon einmal besten Dank im vorraus für Eure Antworten

Gruß Martin
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Alt 12.01.2010, 15:55
Benutzerbild von Ralf H.
Ralf H. Ralf H. ist offline
 
Registriert seit: 11.11.2007
Beiträge: 390
Standard

Hallo Martin

eigentlich ist die SeaWind so wie sie aus dem Karton kommt schon in Ordnung.

Nur als VO 60 ist sie ein Wenig besser und viel teurer.

Die "Stock"-Segel sind gut, aber es gibt bessere.

Und mit etwas bastlerischem Geschick und einer guten "Einkaufsliste" kannst Du vieles selber machen .

Lese dich doch durch dieses SeaWind-Forum, soweit es noch komplett ist, vielen Beiträgen fehlen die Photos, seit der "Übernahme" durch SchiffsModell.net, auch haben sich fast alle Ehemaligen verabschiedet, aber das ist eine andere Geschichte.


Ciao

Ralf
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Geändert von Ralf H. (12.01.2010 um 16:05 Uhr)
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Alt 06.05.2010, 23:48
blue-thunder blue-thunder ist offline
 
Registriert seit: 30.11.2008
Beiträge: 6
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Zitat:
Zitat von Ralf H. Beitrag anzeigen

Die "Stock"-Segel sind gut, aber es gibt bessere.
Welche z.B. ??

Zitat:
Zitat von Ralf H. Beitrag anzeigen
Und mit etwas bastlerischem Geschick und einer guten "Einkaufsliste" kannst Du vieles selber machen.
Wo bekomme ich die Liste her ???

Gruß

Geändert von Arno Hagen (06.05.2010 um 23:53 Uhr) Grund: Grundlegende Rechtschreibung und Internetkompatibilität korrigiert
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Alt 07.05.2010, 08:08
Benutzerbild von Aurigarius
Aurigarius Aurigarius ist offline
 
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Also zunächst ist so ein Kauf ja auch immer eine "Bauchsache". Wenn Du also mehr auf die VO60 als segelnde Reklametafel stehst und Dich mit dem Preis schon abgefunden hast, dann hau rein.

Ich würde mir von dem Geld aber lieber die Seawind kaufen, mir dann von einem guten Segelmacher (zb. RT-Sails ) einen guten Segelsatz machen lassen (kannst die Seawind natürlich auch gleich komplett mit gutem Segelsatz dort kaufen) und dich darüber freuen, daß Du für weniger als den halben Preis ein Boot hast, welches die VO60 wahrscheinlich in jeder Beziehung stehen lässt.
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Alt 09.05.2010, 18:30
Benutzerbild von Jo_S
Jo_S Jo_S ist offline
 
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Ich kann Aurigarius und Ralf nur voll zustimmen. Was Stockmaritim als "Seawind-Tuning" verkauft, ist eine Mischung aus Augenwischerei und überteuerten Preisen.

Ein paar konkrete Beispiele:

- Das Stockmari-Segel ist sehr dick und schwer, da kann man aus Gittermylar oder Icarex zum deutlich günstigeren Kurs wesentlich effektivere Segel nähen (lassen).

- Ein CFK-Rumpf ist sicherlich eine tolle Sache, allerdings ist das Boot damit keinen Nanometer schneller als eine Standard-Seawind mit ABS-Rumpf. Die Seawind ist ein Verdränger, daher spielt die Gewichtsersparnis durch CFK absolut keine Rolle. In dieser Hinsicht von "schneller" und "Tuning" zu sprechen, ist schlichtweg Unsinn bzw. fehlende Kenntnis physikalischer Grundlagen.

- Die Großschot-Anlenkung von Stockmari ist ein "physikalischer Irrtum", der aufgrund falscher Auslegung die Schotkraft um 50% reduziert. In Verbindung mit der erheblich größeren Fläche des Stockmari-Segels wird die zur Verfügung stehende Servo-Stellkraft somit absolut grenzwertig. (Bei der Original-Seawind passt sie.)
Wir haben Stockmari dazu mal angeschrieben und einen einfachen, aber sehr effektiven Verbesserungsvorschlag gemacht - und bekamen eine äusserst arrogante (und völlig inkompetente) Antwort. Sinngemäßes Zitat: man könne natürlich alles ausrechnen, aber "für uns ist die Seawind ein Spielzeug und keine Physik."
Meine Meinung dazu: dann sollte man für "ein Spielzeug" auch keine astronomischen Preise verlangen, denn die Astronomie ist ein Fachgebiet der Physik.

- Die Achterstagverstellung über Winde ist eine nette Spielerei, die dir in der Praxis aber nichts bringt (aus eigenerErfahrung; ich habe sie selbst eingebaut). Du sitzt nicht an Bord des Boots und kannst darum weder schnell genug reagieren, noch die Strömung am Segel auf 50m Distanz verbindlich beurteilen.

Trotzdem kassiert Stockmari allein schon für das Servo 29,80,-€, bei anderen Händlern bekommst du das exakt gleiche Servo für 9,90,-€. Für die komplette Achterstagverstellung nehmen sie sogar sage und schreibe 98,-€. Dafür bekommst du neben der 10€-Winde noch einen sehr einfachen / billigen Umlenkblock und ein Stückchen Schnur dazu. Ein sehr guter (kugelgelagerter) Umlenkblock kostet z.B. bei MKP / CapMarquette knapp 10,-€, gute Dyneemaschnur kostet max. 50 Cent/m. Du kannst dir eine bessere Achterstagverstellung also auch für 20,- statt für 100,-€ besorgen.
Das sagt eigentlich schon alles über die gesamte Stockmari-Preispolitik.

Diese Liste ließ sich noch weiter fortsetzen, aber ich denke, die Hauptaussage ist damit hinreichend klar: kauf dir die originale Seawind! Sie ist aus dem Baukasten heraus ein hervorragend segelndes, sehr schnell ansprechendes, sehr wendiges und völlig unproblematisches Modell. Änderungen / Verbesserungen sind nicht nötig, Mängel an den Beschlägen und Detaillösungen von Kyosho gibt es ebenfalls nicht.

Mag sein, dass die superteure Stockmari-Seawind aufgrund der viel grösseren Segelfläche etwas schneller anspringt - das käme auf einen Versuch an, den ich bisher noch nicht unternommen habe. In der Endgeschwindigkeit sind aber beide - bedingt durch die Froud'sche Wellenformel - exakt gleich schnell.
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Alt 12.05.2010, 23:11
Benutzerbild von wales
wales wales ist offline
 
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Zitat:
Zitat von Jo_S Beitrag anzeigen
...Sinngemäßes Zitat: man könne natürlich alles ausrechnen, aber "für uns ist die Seawind ein Spielzeug und keine Physik."...
... Ne Hummel kann physikalisch auch nicht fliegen, aber sie weiss es nicht. Vielleicht hat Stockmari auch den gleichen "physikalischen Horizont" ...
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Gruß Walter
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Alt 13.05.2010, 20:12
Benutzerbild von Jo_S
Jo_S Jo_S ist offline
 
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Zitat:
Zitat von wales Beitrag anzeigen
... Ne Hummel kann physikalisch auch nicht fliegen, aber sie weiss es nicht. Vielleicht hat Stockmari auch den gleichen "physikalischen Horizont" ...
Du meinst... die VO60 weiss nicht, dass sie gar nicht segeln kann?
....
....
Interessanter Ansatz!
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Alt 28.11.2010, 21:29
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FD-Segler FD-Segler ist offline
 
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Standard Stockmaritime VO60-Seawind

Die "arrogante" Antwort von stockmaritime würde ich ja gerne mal sehen. Kann mir kaum vorstellen, wer so was schreiben würde. Da das ja schriftlich gekommen ist, ist es sicher kein Problem, diese Antwort hier im Original darzustellen.

Zu den Preisen: Die sind so kalkuliert, dass wir Mitarbeiter in Deutschland beschäftigen können. Wir zahlen nicht unter Mindestlohn und bauen die Boote in Hamburg zusammen.

Wenn jemand etwas billiger sieht, kann er gerne bei uns anrufen, und fragen, woran das liegen könnte, oder das Produkt tatsächlich identisch ist. Gerade Kleinteile wie die Trimmwinden kaufen wir nicht in riesigen Stückzahlen ein.

Dass die Seawind/VO60 gleiten kann, seiht man auf diversen Youtube-Videos. Die Schotführung der Großschot unserer VO60-Seawind ist übrigens genauso wie im Original Baukasten, nur mit kugelgelagerten Blöcken.
Der VO60 ist bei wenig Wind schneller, bei mehr Wind langsamer, wenn man nicht kleinere Segel drauf baut. Das 3-Salingsrigg ist schwerer, und eigentlich sind die zusätzlichen Salinge nicht nötig. Aber so sieht das Schiff einfach viel cooler aus - finden jedenfalls wir.

Falls jemand nicht Zweifel an den Aussagen von Jo_S gekommen sein sollte, bitte bei uns anrufen, und sich erklären lassen, woher der "hohe" Preis des AC60 kommt. Oder unsere Website genauer studieren.

Grundsätzlich versuchen wir unsere Arbeit so gut wie möglich zu machen, wer nicht glaubt, mal vorbeikommen, anrufen, oder uns auf einer Messe besuchen.
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Alt 28.11.2010, 22:17
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FD-Segler FD-Segler ist offline
 
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Ort: Hamburg (Sülldorf)
Beiträge: 8
Standard physikalischen Horizont

Zitat:
Zitat von wales Beitrag anzeigen
... Ne Hummel kann physikalisch auch nicht fliegen, aber sie weiss es nicht. Vielleicht hat Stockmari auch den gleichen "physikalischen Horizont" ...


"physikalischer Horizont" von stockmaritime-Mitarbeitern
Bootsbau, Schiffbaustudium, Industriedesign, diverse erste Plätze auf verschiedenen Jollen und Yachten, u.a. Kieler Woche Gewinner im FD 2002, Author diverser Fachbeiträge in Segelmagazinen, ...

Auf qualifizierte Fragen bekommt jeder bei uns eine qualifizierte Antwort.
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Alt 28.11.2010, 23:05
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wales wales ist offline
 
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Zitat:
Zitat von FD-Segler Beitrag anzeigen
..."physikalischer Horizont" von stockmaritime-Mitarbeitern...
Sorry FD Segler, das war Spaß. Ich wollte dem Team nichts absprechen. Optisch kommt die VO60 sehr gut rüber, und ich denke die Segeleigenschaften beider Boote hängen auch zum größten Teil vom Skipper ab.
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Gruß Walter
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Alt 29.11.2010, 03:15
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Jo_S Jo_S ist offline
 
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Da ich von FD-Segler eine PN mit der Frage bekam, woraus die negative Einstellung zu den Stockmari-Booten resultiere (und ich denke, dass die Frage von allgemeinem Interesse ist), antworte ich mal hier.

Erst einmal: meine Kritikpunkte sind ausführlich oben notiert - das daraus kaum eine positive Einstellung resultieren kann, dürfte selbsterklärend sein.

Zitat:
Die Schotführung der Großschot unserer VO60-Seawind ist übrigens genauso wie im Original Baukasten, nur mit kugelgelagerten Blöcken.
Die Schotführung, die ich von der 2008er VO60 kenne (ich weiss nicht, ob sie zwischenzeitlich geändert wurde), benutzt am Servoarm eine Umlenkrolle und setzt das Schotende an der Innenwand fest. Also ein "inverser Flaschenzug", der den Schotweg verdoppelt, gleichzeitig aber auch die zur Verfügung stehende Servokraft halbiert. Dazu reicht selbst Physik-Grundwissen der Unterstufe: gleiches Drehmoment, doppelter Schotweg -> halbe Kraft. Das entspricht also ganz eindeutig nicht der originalen Kyosho-Schotführung, bei der die Großschot direkt am Servoarm befestigt ist und die volle Servokraft zur Verfügung steht. Da die VO 60 über eine erheblich grössere Segelfläche (ergo -> erheblich höhere Windlast) verfügt und gleichzeitig auch noch die Servokraft halbiert wird, läuft das Hitec-Servo logischerweise entsprechend schnell am Limit. Das ist selbst bei der Original-Seawind schon teilweise in Böen der Fall - und dort ergeben sich wie gesagt konstruktiv wesentlich günstigere Kräfteverhältnisse! Übrigens betriebe ich das Servo an 5 Zellen / 6,0 V, Stockmaritim sieht laut Webseite einen Batteriekasten mit 4 AA-Zellen / 4,8 V vor... auch da bleiben 22 Ncm Drehmoment auf der Strecke.

Zitat:
Die "arrogante" Antwort von stockmaritime würde ich ja gerne mal sehen. Kann mir kaum vorstellen, wer so was schreiben würde.
Ja, ich war ebenfalls äusserst verblüfft. Wir haben seinerzeit - irgendwann Mitte 2008 - vom ehemaligen Seawind-Forum aus die Firma Stockmaritim im Rahmen einer Sammelbestellungs-Anfrage per Email angeschrieben. Dabei haben wir u.a. auch die o.g. Schotführung konstruktiv kritisiert, die Kräfteverhältnisse am Servo überschläglich berechnet (Gegenüberstellung Kyosho Seawind <-> VO 60) und einen konkreten Vorschlag zur Abhilfe gemacht. Die Antwort von Stockmaritim lautete: man könne natürlich alles berechnen und optimieren, aber in den Augen von Stockmaritim handele es sich (Originalton!!!) bei der VO 60 um ein Spielzeug - und nicht um Physik.

Ob diese Einstellung generelle Firmenpolitik ist oder die individuelle Meinung eines einzelnen Mitarbeiters, vermag ich nicht zu beurteilen. Dennoch: keine Silbe zu den geäusserten Kritikpunkten, die aus der VO-60-Praxis resultierten (es existierten mehrere VO60 im ehemaligen Seawind-Forum), keinerlei Anklang von Interesse an den Praxiserfahrungen, Anregungen oder Wünschen der Kunden. Wir haben daraufhin die Sammelbestellung nicht weiter verfolgt und statt dessen unsere eigenen Lösungen gebaut. Wie man ein solches Auftreten interpretieren mag, ist sicherlich individuelle Geschmackssache... das mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich halte mich hier lediglich an die Wiedergabe von Fakten. Übrigens landen solche Mails bei mir direkt im Müll - ich gehe in der Regel wohl kaum davon aus, dass ich solch "qualifizierte Antworten" 2 1/2 Jahre später nochmals als "Beweis" benötigen würde. Oder besteht der Verdacht, dass ich mir so etwas aus purer Langeweile aus den Fingern saugen würde? In dem Fall frage ich gerne mal bei einem Freund nach, dem ich diese Stockmaritim-Antwort seinerzeit laut lachend weiter geleitet habe - womöglich hat er sie ja als Andenken behalten.

Zitat:
Zu den Preisen: Die sind so kalkuliert, dass wir Mitarbeiter in Deutschland beschäftigen können. Wir zahlen nicht unter Mindestlohn und bauen die Boote in Hamburg zusammen. Wenn jemand etwas billiger sieht, kann er gerne bei uns anrufen, und fragen, woran das liegen könnte, oder das Produkt tatsächlich identisch ist.
Ich bin sicherlich kein Verfechter der "möglichst-billig"-Mentalität - ganz im Gegenteil. Das dürfte hier im Forum auch hinreichend bekannt und belegt sein. Soviel vorab.

Um beim konkreten Fall zu bleiben: die Achterstagwinde, die Stockmaritim bei der VO-60 einsetzte und auf der firmeneigenen Webseite für 29,80€ anbietet, ist eine GWS IQ710 BB. Zu diesem hohen Preis habe ich sie bei keinem anderen bundesdeutschen Händler (geschweige denn in Webshops) gesehen. Seit kurzem ist sie nicht mehr im GWS-Programm, sonst wäre dieser Fakt sehr einfach über die Google-Produktsuche verifizierbar. Exakt die gleiche Winde kostete 2008 bei Derkum im Kölner Ladengeschäft 9,80 €. Ergo ein Preisunterschied von satten 300%. Zum Schluß (2010) kostete sie dort 12,90€. Falls Zweifel bestehen solten: ein Anruf bei Derkum genügt zur Bestätigung - vor 4 Wochen habe ich dort noch persönlich die GWS-Preisliste eingesehen, auf der die nicht mehr lieferbare 710BB weiterhin aufgeführt war.

Da ich kürzlich dringend noch eine weitere GWS-710BB-Winde brauchte (zur 360°-Schottelansteuerung - die Winde macht genau eine Umdrehung), habe ich vor 2 Wochen bei Berlinski eins der letzten Exemplare erstanden. Mit 14,50 € zwar etwas teuerer als bei Derkum, aber immer noch mehr als halb so günstig wie bei Stockmaritim. Lieferschein ist noch vorhanden, stelle ich gerne als Kopie/Foto zur Verfügung.

Um die oben genannten Argumente von FD-Segler aufzugreifen: beschäftigen Derkum und Berlinski demnach also keine Mitarbeiter in Deutschland? Kaum möglich, denn ich kaufe dort in Köln seit über 20 Jahren. Zahlen sie womöglich weit unter Mindestlohn? Kaum vorstellbar, denn seit Jahren sind dort die gleichen Mitarbeiter beschäftigt. Nehmen sie die hundertfache Menge ab und kommen dadurch in den Genuss solch eklatanter Staffelpreise, dass sie das Servo zum 1/3 Preis anbieten können? Ich kenne die Preisstaffel nicht. Aber, um auch den letzten Punkt aufzugreifen: eine mir bis dato unbekannte "VO60-limited Edition" der IQ710BB (mit Diamantlagern?) dürfte es wohl eher nicht geben.

Mein persönliches Resummee: wenn zwei unterschiedliche bundesdeutsche Händler ein identisches Produkt mit 300% Preisunterschied anbieten... na ratet mal, bei wem ich dann kaufe.Und wenn dann hier im foreninternen Austausch unter Gleichgesinnten die Frage gestellt wird: Seawind oder VO-60... was werde ich dann wohl - aus ehrlicher Überzeugung, die auf belegbaren Fakten basiert - antworten?

Zitat:
Falls jemand nicht Zweifel an den Aussagen von Jo_S gekommen sein sollte, bitte bei uns anrufen, und sich erklären lassen, woher der "hohe" Preis des AC60 kommt. Oder unsere Website genauer studieren.
Falls jemandem Zweifel an meinen Aussagen gekommen sein sollten: einfach PN an mich, oder offen hier im Forum nachfragen. Alternativ an einen der VO-60-Eigner aus dem alten Forum wenden - zum Beispiel an Ralf H., der ebenfalls mehrere VO-60 besitzt und die obenstehenden Vorgänge bestätigen kann. Und natürlich unbedingt die Stockmaritim-Seite studieren, um sich ein eigenes Urteil zu bilden!

Danach können wir dann auch darüber diskutieren, ob z.B. der Einsatz eines offenen Batteriekastens (den es auch als Tuning-Batteriekasten gibt) in einem Bootsmodell sinnvoller ist als verlötete und verschweisste Akkupacks. Und welches Ladegerät besser ist: die hier oder doch lieber das?

FD-Segler, ich kann voll und ganz nachvollziehen, dass man sein Unternehmen vor unsachlichen Beschuldigungen oder gar Falschaussagen schützen möchte. Das würde ich ganz genauso tun. Wenn man darüber hinaus evtl. Mißverständnisse in einer offenen, konstruktiven Diskussion klären möchte, ohne dabei persönlich zu werden, finde ich das umso positiver. Dass hier jedoch noch nicht einmal der Versuch unternommen wird, auf die obenstehenden Kritikpunkte sachlich einzugehen und sich praktischen User-Erfahrungen oder faktisch verifizierten 300%-Preisabweichungen zu stellen, sondern statt dessen unbeirrt weiter die Werbetrommel gerührt wird, dann spricht das für mich eine ganz andere Sprache. Wenn darüber hinaus sogar noch der Versuch unternommen wird, meine sachlich fundierten und einfach nachvollziehbaren Aussagen zu diskreditieren, obwohl der Beleg kaum zwei Mausklicks entfernt liegt, frage ich mich nur noch: was soll das werden? Geht es hier eigentlich um Tatsachen oder um reine Polemik? An letzterem habe ich keinerlei Interesse.

Mir wurde irgendwann einmal von einem Stockmaritim-Mitarbeiter während eines Telefonats mitgeteilt, dass die Schiffsmodellbauer im Grunde garnicht die Hauptzielgruppe der Firma sei, sondern die "Großsegler". Und dass die Modellboote von Stockmaritim vorrangig für eben diese Großsegler gebaut würden, damit sie auch während der Winterpause segeln könnten. Völlig nachvollziehbar, völlig legitim, überhaupt kein Problem. Bei den Großseglern mag Stockmaritim über jede Menge Kompetenz verfügen - das stelle ich weder in Frage, noch kann/mag ich es beurteilen. Nur: hier sind wir in einem Schiffsmodellbauer-Forum. Und hier werden eben auch entsprechende persönliche Erfahrungswerte untereinander ausgetauscht - solange sie nach bestem Wissen objektiv und wahrheitsgetreu bleiben. Dann sei doch bitte auch so konsequent und bleib bei deiner Hauptzielgruppe resp. Kernkompetenz, die dir niemand neidet und die vermutlich weder die aufgerufenen Preise scheut noch RC-Modelltechnik kontrovers diskutiert. Ich habe überhaupt nicht dagegen einzuwenden, wenn jemand mit seiner VO-60 glücklich ist und würde auf keinen Fall versuchen, sie ihm "schlecht zu reden". Das wäre albern. Aber wenn ein "Neuling" forenintern ganz konkret nach Usererfahrungen fragt, sage ich meine Meinung dazu. Und begründe sie.

Zitat:
Auf qualifizierte Fragen bekommt jeder bei uns eine qualifizierte Antwort.
Jeder... in diesem Fall müsste ich mich dann wohl in aller Form dafür entschuldigen, dass ich zu unqualifiziert war/bin, Servokräfte zu berechnen, Segeltuchmaterialien oder Servopreise zu vergleichen, die Froud'sche Wellenformel zu verstehen oder die Funktion der Achterstagverstellung auf 100m Entfernung zu begreifen. Ich tue es jedoch nicht - da ich keinerlei qualifizierte Antwort erhalten habe und durchaus in der Lage bin, diese Dinge zu berechnen und zu vergleichen. Mea culpa.

Meinerseits ist alles gesagt - ich bin aus diesem Thema raus.
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Geändert von Jo_S (29.11.2010 um 04:55 Uhr)
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Alt 29.11.2010, 11:13
Benutzerbild von FD-Segler
FD-Segler FD-Segler ist offline
 
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Beiträge: 8
Standard Preiswert, nicht Teuer!

Hallo! Gestern war es schon spät (nach 22Uhr), da habe ich nicht so ausführlich geantwortet, wie vielleicht nötig ist.

Zitat:
Die Schotführung, die ich von der 2008er VO60 kenne (ich weiss nicht, ob sie zwischenzeitlich geändert wurde), benutzt am Servoarm eine Umlenkrolle und setzt das Schotende an der Innenwand fest.
Stimmt, hatte ich falsch in Erinnerung, habe gerade noch mal nachgesehen. Bei der Seawind im Baukasten wird die Schot tatsächlich am Arm angeknotet. Wir haben aber den Arm gekürzt, daher haben wir trotzdem in etwa die gleiche Kraft auf dem Getriebe. Die Windlast wird an der Kreuz insgesamt (dauerhaft) nur größer, wenn man das aufrichtende Moment (Kielgewicht oder -Länge) erhöht. Mit größerer Segelfläche werden die Max.-Lasten schneller erreicht, aber nicht größer. Vorwinds werden die Lasten mit größeren Segeln größer, aber da man dort den Fahrtwind vom Segelwind abziehen kann, ist die Last insgesamt geringer als an der Kreuz. Wenn das Boot über 30 Grad kängt, wird es langsamer. Und dafür reicht die Kraft vom Servo mit 4,8V. Wer sein Schiff umwerfen will, oder besser Kraft zum Pumpen möchte, kann mehr 6V oder größere Servos nehmen.

Zitat:
Übrigens betriebe ich das Servo an 5 Zellen / 6,0 V, Stockmaritim sieht laut Webseite einen Batteriekasten mit 4 AA-Zellen / 4,8 V vor... auch da bleiben 22 Ncm Drehmoment auf der Strecke.
Gibt es auch bei uns, macht das Boot aber teuer, und es funktioniert auch mit 4,8V. Ich habe das allererste Boot selbst umgebaut und segle es heute noch mit 4,8V.

Zitat:
Die Antwort von Stockmaritim lautete: man könne natürlich alles berechnen und optimieren, aber in den Augen von Stockmaritim handele es sich (Originalton!!!) bei der VO 60 um ein Spielzeug - und nicht um Physik.
Da hätte ich gerne den schriftlichen Originaltext - laut letztem Beitrag kam der ja schriftlich. Ich kann mir kaum vorstellen, dass einer in unserem Team so blöd ist, so einen Quatsch zu schreiben. Wenn doch, dann entschuldige ich mich hiermit dafür. Das entspricht nicht unserer Philosophie.

Zitat:
Um beim konkreten Fall zu bleiben: die Achterstagwinde, die Stockmaritim bei der VO-60 einsetzte und auf der firmeneigenen Webseite für 29,80€ anbietet, ist eine GWS IQ710 BB. Zu diesem hohen Preis habe ich sie bei keinem anderen bundesdeutschen Händler (geschweige denn in Webshops) gesehen. Seit kurzem ist sie nicht mehr im GWS-Programm, sonst wäre dieser Fakt sehr einfach über die Google-Produktsuche verifizierbar. Exakt die gleiche Winde kostete 2008 bei Derkum im Kölner Ladengeschäft 9,80 €. Ergo ein Preisunterschied von satten 300%. Zum Schluß (2010) kostete sie dort 12,90€. Falls Zweifel bestehen solten: ein Anruf bei Derkum genügt zur Bestätigung - vor 4 Wochen habe ich dort noch persönlich die GWS-Preisliste eingesehen, auf der die nicht mehr lieferbare 710BB weiterhin aufgeführt war.
Wir bevorraten uns nach Möglichkeit, um die Ersatzteilversorgung aufrecht zu erhalten. Kyosho hat in diesem Fall einen Ausverkauf der BB710 gemacht, einige Händler haben sich gut eingedeckt. Wir hatten noch viele auf Lager. Dann hilft einfach nur abwarten, bis die billigen weg sind, oder mit Verlust verkaufen.
Das Nachfolgemodell kostet ca. 25,- EUR im Web. Wir gaben die restlichen 710er entsprechend eingepreist.

Zitat:
Um die oben genannten Argumente von FD-Segler aufzugreifen: beschäftigen Derkum und Berlinski demnach also keine Mitarbeiter in Deutschland? Kaum möglich, denn ich kaufe dort in Köln seit über 20 Jahren. Zahlen sie womöglich weit unter Mindestlohn? Kaum vorstellbar, denn seit Jahren sind dort die gleichen Mitarbeiter beschäftigt. Nehmen sie die hundertfache Menge ab und kommen dadurch in den Genuss solch eklatanter Staffelpreise, dass sie das Servo zum 1/3 Preis anbieten können? Ich kenne die Preisstaffel nicht. Aber, um auch den letzten Punkt aufzugreifen: eine mir bis dato unbekannte "VO60-limited Edition" der IQ710BB (mit Diamantlagern?) dürfte es wohl eher nicht geben.
In der Tat kaufen die in anderen Staffeln ein. Unser Kerngeschäft ist es, Modellboote zu bauen. Ein preiswerter Automechaniker nimmt heute mind. 35,- EUR. Eine Seawind zu bauen, dauert etwa 2 Tage, das sind allein 560,- für Arbeitszeit. Dann der Baukasten mit 298, RC mit rund 100, das sind schon 960. Dazu kommen Kosten für Industrielackiererei, unsere Beschlagsteile, die Segel, Fixkosten (Miete, Heizung), Marketing (Messen, Kataloge, Internet), etc.
Ist dann ein fertiger, toll lackierter VO60 mit RC ab 1018,- teuer?

Zitat:
Falls jemandem Zweifel an meinen Aussagen gekommen sein sollten: einfach PN an mich, oder offen hier im Forum nachfragen. Alternativ an einen der VO-60-Eigner aus dem alten Forum wenden - zum Beispiel an Ralf H., der ebenfalls mehrere VO-60 besitzt und die obenstehenden Vorgänge bestätigen kann. Und natürlich unbedingt die Stockmaritim-Seite studieren, um sich ein eigenes Urteil zu bilden!
Ja, bitte unsere Seite ansehen und im Zweifel anrufen und ausprobieren, ob man eine arrogante Antwort bekommt.

Zitat:
Danach können wir dann auch darüber diskutieren, ob z.B. der Einsatz eines offenen Batteriekastens (den es auch als Tuning-Batteriekasten gibt) in einem Bootsmodell sinnvoller ist als verlötete und verschweisste Akkupacks. Und welches Ladegerät besser ist: die hier oder doch lieber das?
Wir bieten beides an. Der Vorteil eines verlöteten liegt auf der Hand. Aber die meisten unserer Kunden nutzen Ihre AKKUs auch anders.

Zitat:
FD-Segler, ich kann voll und ganz nachvollziehen, dass man sein Unternehmen vor unsachlichen Beschuldigungen oder gar Falschaussagen schützen möchte. Das würde ich ganz genauso tun. Wenn man darüber hinaus evtl. Mißverständnisse in einer offenen, konstruktiven Diskussion klären möchte, ohne dabei persönlich zu werden, finde ich das umso positiver. Dass hier jedoch noch nicht einmal der Versuch unternommen wird, auf die obenstehenden Kritikpunkte sachlich einzugehen und sich praktischen User-Erfahrungen oder faktisch verifizierten 300%-Preisabweichungen zu stellen, sondern statt dessen unbeirrt weiter die Werbetrommel gerührt wird, dann spricht das für mich eine ganz andere Sprache.
Wie gesagt, ich finde es nicht fair, das Prädikat teuer an Einzelbeispielen fest zu machen. Ich glaube nicht, dass z.B. irgendwer bei der Fortune 612 dauerhaft billiger anbieten kann.

Zitat:
Mir wurde irgendwann einmal von einem Stockmaritim-Mitarbeiter während eines Telefonats mitgeteilt, dass die Schiffsmodellbauer im Grunde garnicht die Hauptzielgruppe der Firma sei, sondern die "Großsegler". Und dass die Modellboote von Stockmaritim vorrangig für eben diese Großsegler gebaut würden, damit sie auch während der Winterpause segeln könnten.
Unsere Besonderheit ist, dass wir fertige Modellboote anbieten, und so Leuten, die keine Zeit oder Lust zum Bauen haben, das Modellsegeln ermöglichen.
http://www.stockmaritime.com/modellboote/boote.php. Das spricht natürlich keinen an, der sein Boot selbst bauen möchte. Aber jeder kann auch Rümpfe oder Baukästen bestellen.
Und unser Anspruch ist es, für die Modelle auch Ersatzteile zu bieten, und die auf Lager zu haben. Bei dem Preisverfall im Markt ist das ein teurer Service, da wir nicht den Durchsatz eines normalen Modellbaugeschäftes haben, die Autos, Flugzeuge, etc. verkaufen. Wir haben nur Ahnung von Segelbooten und ein bisschen von Motorbooten. Wenn also mal Teile extrem teuer sind, gerne anrufen. Wir haben auch kein Problem, Wegbereiter wie Stauffenbiel zu empfehlen, die haben aufgrund großer Stückzahlen mitunter unglaubliche Preise.

Zitat:
Nur: hier sind wir in einem Schiffsmodellbauer-Forum. Und hier werden eben auch entsprechende persönliche Erfahrungswerte untereinander ausgetauscht - solange sie nach bestem Wissen objektiv und wahrheitsgetreu bleiben. Dann sei doch bitte auch so konsequent und bleib bei deiner Hauptzielgruppe resp. Kernkompetenz, die dir niemand neidet und die vermutlich weder die aufgerufenen Preise scheut noch RC-Modelltechnik kontrovers diskutiert.
Wir sind begeisterte Modellbauer, sonst würden wir wohl kaum Boote wie einen VO70 bauen, der einen im Dauereinsatz bewährten Cantingkiel hat. Und alle unsere selbstgefertigten Teile kann man auch zum ausbauen kaufen. Einzeln.

Wir wollen gute Produkte und guten Service bieten. Sonst hat man als Unternehmen langfristig keinen Erfolg, das ist meine Überzeugung. Ein Beitrag in einem Forum mit unserem Namen ist unter Google weltweit zu finden. Daher MÜSSEN und werden wir immer auf Beiträge reagieren, wenn wir die finden. Wenn noch Fragen offen sind, wir sind gerne zur Diskussion bereit, und lernen auch gerne daraus.

Geändert von FD-Segler (29.11.2010 um 11:38 Uhr)
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  #13: Einzeln / Thread     Top
Alt 29.11.2010, 11:49
Benutzerbild von FD-Segler
FD-Segler FD-Segler ist offline
 
Registriert seit: 05.11.2009
Ort: Hamburg (Sülldorf)
Beiträge: 8
Daumen runter Mail gefunden

Nun haben wir tatsächlich die ominöse Mail gefunden. Dafür möchte ich mich entschuldigen, dass ist tatsächlich keine qualifizierte Antwort. Der Kollege ist nicht mehr im Team und hatte anscheinend nicht auf dem Zettel, dass wir den Arm verkürzt haben. 50% mehr Weg in der Schot, ca. 40% weniger Weg im Arm. Insgesamt etwas weniger Kraft, aber mehr Schotweg zum Fieren, und es funktioniert alles.

----- Das war die Frage ----

Zitat:
Guten Tag liebes Stockmaritime-Team,

wir haben gesten über die Umlenkrolle am Servoarm des Segelverstellservo im VOR-Tuningplan und dessen Leistungsverlust des Servos gesprochen. Wo es von Ihrer Seite aus hieß, er wäre kaum messbar.Dies hat mich nach unserem Telefonat noch beschäftigt und wird auch von uns und anderen Kunden heiß diskutiert. Einige Meinungen und meiner Meinung nach, ist theoretisch PHYSIKALISCH doch ein großer Leistungsabfall des Servos vorhanden.

Hier einige Zitate die zum Anregen/Überdenken der Umlenkrolle sind.

Das einzige, was dort an Verlust "kaum messbar" ist, ist allein der reine Reibungswiderstand an der Umlenkrolle. Der Verlust des Gesamtsystems einer solchen Anlenkung beträgt jedoch 50% = Verdoppelung des benötigten Stellmoments!!! Sozusagen ein invertierter Flaschenzug.

Bei ca: 50% mehr Fläche und gleichzeitig 50% weniger Servopower ist es keine besondere gute Lösung - zumal der Servoweg spätestens bei 125%-Einstellung auch ohne die kräftezehrende Umlenkrolle dicke ausreicht. Und wegen der halbierten Stellzeit werden die Umlenkrollen kaum eingebaut.

Dass die Segelfläche auf 21qdm(20,9qdm) gegenüber dem Original vergrössert ist, und die Stellkraft auf 50% genenüber Original halbiert, macht es summa summarum - bezogen auf das Produkt Schotkraft / Segelfläche - eine Gesamtreduzierung der vorhandenen Servokraft auf 33,33%. Entspricht demnach einer Original-Seawind mit Segelservo von ca. 35Ncm Stellmoment - also einem durchschnittlichen Standard-Servo als Segelversteller.

Fazit: es führt lediglich dazu , dass das Servo eklatant(!) mehr Strom zieht, weil es 3x so schnell an der Leistungsgrenze anlangt. Ein konventioneller E-Motor, der einen Wirkungsgrad von roundabout 70% hat, zieht bei Vollbelastung ca. 5x so viel Strom wie am Arbeitspunkt (und das Servo wird ja von einem stinknormalen E-Motor angetrieben).

Ich bin gespannt und freue mich auf euere Meinung und wie ihr diese Punkte seht. Vielleicht ist es sogar eine Verbesserung für die tollen VOR. Es wurde sich sicherlich mit der Umlenkrolle etwas gedacht, aber manchmal ist weniger mehr.

Mit freundlichem Gruß
der interessierte Kunde XXX

----- Das war die Antwort ----

Zitat:
Mahlzeit,
wow nicht schlecht, was man alles berechnen kann. Ich bin jetzt kein Physiker und möchte es auch nicht werden. Für mich sind es Modellboote, ein Spielzeug und keine Physik. Ich gehe segeln und freue mich daran. Der Vorteil der Umlenkrolle ist die niedrige Reibung.

Wenn ich tatsächlich einen so eklatanten Leistungsabfalles des Servo's habe, wundert mich Funktion des Servo's. Denn ich habe keinerlei Probleme auch bei 4 Windstärken die Segel hoch am Wind dichtzunehmen. Dies müsste ja eindeutig nicht mehr der Fall sein. Auch hatte ich noch nie das Problem leerer Batterien aufgrund eines großen Stromverbrauches. Soll heißen: Im Sommer war ich bestimmt 4 Stunden am Stück segeln, ohne zwischendurch die Akkus getauscht zu haben. Ich würde das Boot aber auch immer mit 6V betreiben.

Es soll jetzt nicht komisch klingen, aber ich würde sagen: Lieber ne Runde mit den Modellbooten Segeln und freuen das es funktioniert, anstatt auf dem Papier auszurechnen was gehen müsste oder könnte.
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