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Hallo. ich stelle mich zuerst erstmal vor:
Heiße Dustin, bin 19, wohne nördlich von Berlin und habe eine wette bzw. nen kleinen Wettbewerb mitgemacht. Sinn des Wettbewerbs ists das schönste und beeindruckenste u-boot presentieren zu können, es geht aber um nichts. Nun zu meinem Vorhaben: das "Gerüßt" des u-bootes habe schon angefangen zu bauen. Es ist etwa 1,40m lang und über alles (mit tragfläschen) 1,10m breit. werde nachher mal ein bild reinstellen. jedoch habe ich kein richtigen plan von so einem u-boot bauen. jetzt werdet ihr warscheinlich sagen: "na dann hol dir doch so ein buch". im grunde richtig, jedoch wollte ich nicht unnötig geld ausgeben, und das buch, was ich hierfür holen wollte ist leider schon vegriffen. nun halt meine fragen:
Gruß Dustin |
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Moin und willkommen im Forum.
Eigentlich bin ich nicht ganz der richtige Ansprechpartner, weil mein Traum - ein statisch tauchendes U-Boot nach Originalvorbild (Metallrumpf und Druckluftanlage) - noch in weiter Ferne steht. Trotzdem nehme ich es mir jetzt mal heraus zu antworten, da ich mich schon mittels diverser Bücher ein wenig in die Materie eingelesen habe. Aaaalso ... 1) Zu "stark" kann ein Motor nicht sein. Er wäre zwar in der Lage ein bestimmtes Drehmoment (= Kraft oder Stärke) zu liefern, das aber nicht genutzt wird. Ein Motor kann zu schnell drehen, was sich aber durch ein Getriebe (in bestimmten Grenzen natürlich) wieder ausgleichen lässt. Wie es jetzt speziell mit Scheibenwischermotoren aussieht wüsste ich nicht zu sagen. Aber wenn das Modell eh nicht unbedingt einen Preis für Originaltreue gewinnen soll (so hab ich es zumindest verstanden), dann kannst Du ihn ruhig hernehmen. 2) Ein Druckkörper ist dann notwendig, wenn das U-Boot tatsächlich tauchen soll. Schließlich muss er dem Druck des umgebenden Wassers standhalten. Soll das U-Boot nicht tauchen, dann reicht ein "nur" wasserdichter Körper. 3) Der eigentliche Tauchtank ist nur dafür das U-Boot unter Wasser zu bekommen, d.h. zu tauchen. Für die Lage eines (echten) U-Bootes unter Wasser sind sogenannte Regelzellen da, i.d.R. eine im Heck und eine im Bug. Sie sind wesentlich kleiner als der Tauchtank (nur wenige hundert Liter) und erlauben es das Wasser von einer Regelzelle zur anderen zu pumpen. Durch die Verlagerung des Schwerpunktes des U-Bootes wird dieses in die richtige Lage gebracht, d.h. getrimmt. Bei Modellen wird dies verschiedentlich gelöst. Einige bauen ein verschiebbares Gewicht, z.B. den Akku, zur Trimmung ein, andere nehmen einfach ein freischwingendes Pendel, welches das hintere Tiefenruder direkt steuert. Dieses Problem wird allerdings eh nur dann akut, wenn das Modell tauchen können soll. In Deinem Fall kommt es darauf an, wie weit ausladend die Tragflächen sind. Je weiter, desto instabiler wird das U-Boot und Du musst ggf., neben einer Trimmung für die Längsachse (die von vorne bis nach hinten durch das U-Boot geht) auch eine Trimmung für die Querachse (die quasi von links nach rechts quer durch das Boot geht) vorsehen. 4) Dazu kann ich jetzt ehrlich gesagt wenig beitragen, da ich mich mit solchem "modernen Schnickschnack" nicht auskennen. ![]() Sollte noch irgendwas unklar sein oder einer genaueren Erläuterung bedürfen, dann einfach fragen. Ich beiße nicht - zumindest nicht, wenn man nicht will. Gruß JoePopo
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Heutzutage kennt ein Mensch von allen Dingen den Preis und von keinem den Wert. Wenn du redest, dann muß deine Rede besser sein, als dein Schweigen gewesen wäre. Bück dich Fee, Wunsch ist Wunsch! Geändert von JoePopo (21.07.2008 um 18:34 Uhr) |
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Hallo Dustin,
ich kann Dir als U-Boot Besitzer ( Seawolf2 umgebaut auf statisches Tauchen und eine IX D2 von Engel z.Zt. noch im Bau) folgende Infos zu Deinen Fragen geben. 1) Die Motoren kannst Du nehmen. Du solltest aber auf den Stromverbrauch achten 2)Einen Druckkörper brauchst Du immer. Du musst ja schließlich die RC-Teile vor Wasser schützen. Alles andere ( Akkus und Motoren) kann man zur Not auch direkt mit Wasser in Verbindung bringen. 3)Die Tauchtanks dienen zum Abtauchen des Bootes. Damit kann auch direkt die Tiefe reguliert werden. Die Regelzellen, die Joe erwähnt hat, kann man einbauen. Wenn das Schiff im Stillstand einmal gut ausgetrimmt ist und der Tauchtank im Schwerpunkt liegt, sind sie eigentlich nicht nötig. Sie umfassen übrigens nur ca. 100 mLiter, nicht wie Joe schrieb 100 Liter. Bei Fahrt brauchst du einen Lageregler. Dieser gleicht das Aufstiegsverahlten des U-Bootes aus und hält es in der Waagerechten. 4)Das was Du für die Anbindng der Kamera geschrieben hast, ist bei den zugelassenen Funkkameras (2,4 Ghz) die einzige Möglichkeit und wird auch in der Praxis so bereits gemacht. Bei der angegebenen Breite würden mich Fotos von dem Modell wirklich interessieren. Wenn Du Anregungen oder bestimmte Teile für U-Boote suchst, schau mal bei Norbert Brüggen http://www.modelluboot.de/ rein. Falls Du noch weitere Fragen oder Probleme hast, frag ruhig. Mit freundlichen Grüßen Frank |
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Ist vielleicht bei der Menge Text und den (von mir so geliebten) verschachtelten Sätzen nicht so gut rausgekommen - dabei hab ich den Text schon mehrfach korrigiert und umgeschrieben.
Zitat:
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JoePopo
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zuerst erstmal vielen dank für die antworten und vor allem klasse das hier nicht der satz "hohl dir erstmal grundwissen durch z.B. ein buch, danach können wir dir weiter helfen" sondern halt richtige antworten kamen (nicht so wie in anderen Foren), einfach nur
also, ja das boot soll in alle richtungen manivriert werden, allso auch abtauchen und auch wieder auftauchen. leider habe ich es noch nicht geschafft mein datenkabel fürs handy zu suchen um bilder hoch zuladen. wegen den druckkörper: reicht es aus, wenn ich das komplette boot als druckkörper nutze, es ist ohwahl bzw. an den seiten rund, oben und unten jedoch eben (muss euch mal ein bild einstellen). der druckkörper sollte aber komplett rund sein, wegen den druck oder? wegen den trimmen, es reicht also wenn ich beim "test-tauchen" im stillstand des ubootes beobachte, wo das uboot hinneigt und halt in der entgegen gesetzten richtung gewichte (z.B. kleine wasserdichte sandsäcke) positioniere. müssen die tauchtanks in dem druckkörper sein, oder können sie auch außerhalb (in einen anderen kleinen druckkörper), am ende der tragfläschen montiert werden? Gruß Dustin |
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Hallo Dustin,
1)Du kannst das komplette Boot als Druckkörper benutzen. Die Form spielt nicht unbedingt die Rolle. Die stark belasteten Stellen müssen nur entsprechend verstärkt werden. Du solltest allerdings beachten, das Du beim Abtauchen den Restauftrieb durch Ballast, sprich Wasser, ausgleichen mußt. Und bei der Größe ist das nicht wenig. Daher hat man meistens gewisse Fluträume im Modell, damit man nicht zuviel Wasser aufnehmen muß. 2)Wenn Du den Tauchtank im Schwerpunkt hast, kannst Du das U-Boot, wenn es schwimmt entsprechend trimmen. Wenn Du nur einen Kolbentank benutzen solltest, hast du meistens ein Problem mit der waagerechten Lage beim Abtauchen, da das Wasser nur an einer Seite in den Tank kommt. Es ist besser mit zwei Kolbentanks zu arbeiten. diese kann man so einbauen, dass der Abstand zum Schwerpunkt nach vorne und hinten gleich ist. Dadurch taucht das wunderbar waagerecht beim Fluten ab. 3) Eigentlich kannst Du die Tauchtanks einbauen, wo Du willst. Du solltest nur die elektrischen Anschlüsse entsprechend gegen Wasser schützen. Allerdings solltest Du meine Antwort unter 2) beachten. Was passiert, wenn die Tanks sich unterschiedlich füllen und sie sind sehr weit von Schwerpunkt entfernt ?? Welche Tauchtanktechnik möchtest Du denn anwenden ?? Hast Du eigentlich schon einmal Modell-U-Boote in Aktion gesehen ?? Ich weiß nur, dass die IG Schiffsmodellbau Berlin-Mahlow sich auch mit U-Booten beschäftigen. http://www.ig-schiffsmodellbau-berli...erlin%20Mahlow Vielleicht solstest Du dorthin einmal Kontakt aufnehmen. Nur die theoretischen Vorschläge hier im Forum werden Dich vielleicht nicht unbedingt weiterbringen. Es sind vielfach die kleinen Dinge, die entscheiden. Mit freundlichen Grüßen Frank PS: Denk bitte an Groß-/Kleinschreibung. Der text liest sich einfach besser. Geändert von Frank Andrees (22.07.2008 um 21:46 Uhr) |
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Okai, das U-Boot soll tauchen können. Dann ist ein Druckkörper definitv nötig. Üblicherweise baut man einen möglichst einfachen Druckkörper, d.h. ein Rohr mit (idealerweise) runden Endkappen, und den Rest des Rumpfes gestaltet man freiflutend, indem man Belüftungslöcher hineinbohrt oder -fräst. Dadurch werden die nötigen Materialstärken für den Druckkörper und der Bauaufwand generell wesentlich geringer, weil nur das Tauchverhalten des Druckkörpers bedacht werden muss. Tatsächlich ist es ein wenig komplizierter, aber den Auftrieb des freiflutenden, umgebenden Körpers kann man mit "relativ einfachen" Mitteln ausgleichen.
Um eine Trimmung wirst Du dennoch nicht herumkommen. Soll das U-Boot "nur" gerade ab- und auftauchen können, ist es noch einfach zu machen, weil dann, wie Frank schon erwähnte, zwei Kolbentanks oder ein Kolbentank mit der im ersten Posting von mir schon erwähnten Trimmung anderer Art (wobei die Aufzählung keinesfalls vollständig ist!) ausreichen. Sehr viel schwieriger wird es, wenn sich das U-Boot der Form entsprechend in die Kurve legen soll. Diesenfalls wird eine Steuerung nötig, die den Winkel zwischen Wasseroberfläche, die Neigung des U-Bootes in der Querachse und, schlimmstenfalls, die angreifenden Kräfte, mit einbezieht. Sandsäcke, oder jede andere Form von Gewichten, reichen in beiden Fällen keineswegs aus, weil diese nicht auf das dynamische Fahr- bzw. Tauchverhalten des U-Bootes reagieren können. Gruß JoePopo
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Heutzutage kennt ein Mensch von allen Dingen den Preis und von keinem den Wert. Wenn du redest, dann muß deine Rede besser sein, als dein Schweigen gewesen wäre. Bück dich Fee, Wunsch ist Wunsch! |
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Habe jetzt erst festgestellt, dass das Thema schon alt ist - meine Antwort gilt aber trotzdem allgemein ;-)
Hallo Dustin, ich baue schon einige zehn Jahre funktionsfähige U-Boote und kann Deine Ungeduld und Fragen verstehen! Bitte nimm diese Antwort nicht als "Gemecker" - es geht aber nicht ohne ein Minimum an Grundwissen und Physik. Bücher (auch oder gerade) von Norbert (Brüggen) sind da der richtige Ansatz. Schau auch mal bei www.sonar-ev.de vorbei. Dein Ansatz ist in meinen Augen leider ohne diese Vorraussetzungen zum Scheitern verurteilt - das schmerzt nur. Fange mit z.B. einem kleinen (?) Seewolf von Robbe an. Wenn der dann wirklich (!) funktioniert, wirst Du die Physik eines getauchten Körpers und die einwirkenden Kräfte kennenlernen. Wenn ein Boot total unspektakulär in 5cm Wassertiefe fährt und dort auch bleibt, dann ist das Ziel erreicht. Auch solltest Du dir dringend elektronische Grundkenntnisse aneignen - spätestens nach dem Seewolf brauchst Du sie. Dazu kommt noch, dass ein gewisser Werkzeug- und Maschinenpark vorhanden sein sollte (oder mindestens Kontakte zu einer Feinmechanikerdrehmaschine). Laß Dich aber nicht abschrecken Nochmal mein Tipp: Kaufe Dir nen Seewolf, wundere Dich nicht über die Preise, baue ihn selber auf und schaue im Netz, was die Gemeinde dafür an Tipps und Umbauten hat! Viel Erfolg Grüße Holger Geändert von Opduwer (29.10.2010 um 14:29 Uhr) |
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