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Alt 09.03.2008, 09:16
Benutzerbild von Ike
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Standard Testbericht Rotwerk EBF 060

Testbericht Rotwerk Bohr und Fräsmaschine EBF 060

Ich hatte ja in diesem Thread angedeutet das ich mir eine kleine Fräsmaschine zulegen wollte.

Um es vorweg zu nehmen, einen wirklich umfangreichen Testbericht kann ich leider nicht abliefern. Warum? Tja, es ist halt so, das ich jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, die Fräsmaschine gar nicht mehr besitze. Wie das kommt? Ganz einfach, nach einigen Tests habe ich halt festgestellt, das diese Maschine dann wohl doch nicht das Richtig für mich ist. Das liegt aber nicht in erster Linie an der Qualität der Maschine sondern an meinen besonderen Anforderungen.

Am besten fange ich mal ganz von Vorne an:


Anmerkung: der Anfangsteil dieses Berichtes war schon fertig geschrieben, bevor ich die Maschine zurück gegeben habe.



Allgemeine Informationen zu der Maschine


Diese Maschine wird, soweit ich das aus dem Internet nachvollziehen kann, in Shanghai bei der Firma Sieg Industries hergestellt. Sieg Industries hat eine ganze Palette verschiedener Dreh und Fräsmaschinen im Angebot. Eines haben alle gemeinsam, sie sind recht klein und scheinbar nicht für den professionellen Einsatz in Metallverarbeitenden Werkstätten gedacht, sondern eher für ambitionierte Hobbyhandwerker. Die Maschinen haben alle eine relativ schwache Motorleistung und eher klein dimensionierte Verfahrwege, beides Punkte welche den Modellbauer jedoch wenig stören werden.

Wenn man im Internet die Augen offen hält, dann laufen einem die Maschinen von Sieg Industries in allen möglichen Farben und unter den verschiedensten Namen über den Weg.

Ich habe die Maschinen von folgenden Anbietern gefunden:

Bernardo unter der Bezeichnung FMF 10, dieser Großhändler bietet immer wieder Maschinen bei ebay an. Ansonsten nur vereinzelt in Internetshops Preis bis zu 300 Euro.

RC-Maschines unter der Bezeichnung RC4BF, Händler aus Luxemburg, guter Preis 199,00 Euro.

Zu Jeddeloh, Goldschmiedebedarf

Oder als Amico bzw. SUMORE

Möglicher weise ist die Maschine auch unter dem Herstellernamen Black and Red, oder Artec zu bekommen.

Ich muss jedoch in aller deutlichkeit sagen, die hier aufgeführten Preise sind stichpunktartig herausgesuchte Beispiele. Ob sich z.B. eine Bernardo wirklich nur in der Farbe von einer Rotwerk unterscheidet, kann ich nicht abschließend beurteilen. Abmessungen und Bauform lassen jedoch zumindest einen Vergleich zu.

Ich habe mich für das Modell EBF 060 der Fa. Rotwerk entschieden. Listenpreis bei Rotwerk ist 250,00 Euro, ohne Kreuztisch. Für den Kreuztisch muss man noch mal zusätzlich etwa 100 Euro rechnen.



Bei dem Webshop http://www.toolarena.com konnte ich ein Messeausstellungsstück für rund 170 Euro ohne Kreuztisch erwerben. Bestellt, bezahlt und schnell geliefert! Leider musste ich nach dem Auspacken feststellen, das Z-Achsenverstellung sehr schwergängig war. Auch ließ sich die Z-Achse nicht mit dem Feinvorschub verstellen. Also Samstags eine Mail an den Kundenservice geschrieben. Montag Morgen ruft der Kundenservice der Fa. Rotwerk zurück, kurzes nettes und kompetentes Gespräch. Ergebnis, die Maschine wird bei mir zur Reparatur abgeholt. Dienstag steht der Mann von UPS vor der Tür, und will die Maschine abholen. Und obwohl ich erst Mittwoch die Maschine zum Versand geben konnte (ich war vorher nicht da...) Ist die Maschine am Donnerstag der nächsten Woche wieder da. Repariert, und funktioniert. Toller Service!

Auch eine weitere technische Frage konnte mir der Kundenservice von Rotwerk kompetent erklären, der gute Mann vom Service kannte die Maschine scheinbar wirklich gut, und konnte mir die nötigen Handgriffe detailliert beschreiben. Das ist ja leider nicht unbedingt selbstverständlich.

Die Daten der Maschine:

Die Abmessungen und das Gewicht kann ich guten Gewissens noch als handlich bezeichnen. Der Standfuß hat in etwa das Format eines normalen DIN A4 Blattes, und die Maschine wiegt etwa 15 kg ohne Kreuztisch Der Kreuztisch bringt noch mal etwa 8kg auf die Waage.

Der Fuß ist aus Gussstahl und Plan gefräst. Er hat zwei Befestigungsnuten mit 8mm Breite, sowie Löcher um die Maschine auf der Werkbank festschrauben zu können. Die Maschinensäule ist aus 30mm Rundmaterial, welches scheinbar kein Rohr, sondern Vollmaterial ist.

Die maximale Arbeitshöhe, der Abstand zwischen Bohrfutter und Grundplatte, beträgt etwa 20cm. Die Ausladung liegt bei rund 16cm. Bei Verwendung eines Koordinatentisches reduziert sich die Arbeitshöhe entsprechend. Durch die relativ geringe Arbeitshöhe ist ein arbeiten mit großen Standartbohrern ab etwa 6mm Durchmesser wenig praktikabel. Daher macht es Sinn, dass das Bohrfutter nur einen Spannbereich von 0,6 bis 6mm hat was für diese Maschine meines Erachtens vollkommen ausreichend ist. Durch die genormte B10 Bohrfutteraufnahme könnten jedoch auch andere Bohrfutter nach eigenem ermessen eingesetzt werden. Der Hersteller gibt auf jeden Fall den maximalen Bohrerdurchmesser für Stahl, Holz und Alu mit 6mm an. Auch der maximale Fräserdurchmesser wird mit 6mm angegeben, was auch immer das genau bedeuten mag, denn schließlich gibt es die verschiedensten Fräser mit 6mm Schaft...

Erster Eindruck:



Der Bohrkopf, hier meine ich den kompletten Block aus Antrieb, Bohrspindel und Z-Achsenverstellung, lässt sich auf der Rundsäule stufenlos durch lösen und feststellen einer Feststellschraube in der Höhe verschieben. Die Klemmung des Bohrkopfes an der Maschinensäule erfolgt nicht mittels einer einfachen Knebelschraube, sondern mit einer sehr massiv wirkenden Klemmvorrichtung. Die Klemmung ist so fest, das sich auch bei normalem Anzug der Klemmschraube der Bohrkopf nicht auf der Bohrsäule verdrehen lässt.

Die Maschine hat zwei Möglichkeiten zur Drezahlanpassung.

1. kann durch umlegen des Keilriemens die maximale Drehzahl zwischen 4000 und 7000 U/Min gewählt werden.

2. kann mit der elektronischen Drehzahlregelung die Drehzahl von 0 bis zur maximal Drehzahl eingestellt werden.

Um an die zweistufige Keilriemenübersetzung zu kommen, muss man leider zwei Schrauben mittels eines Schraubendrehers lösen. Bei häufigem Drehzahlwechsel sicher etwas lästig. Wie oft jedoch in der Praxis ein Wechsel überhaupt nötig ist, bleibt abzuwarten.

Naturgemäß ist das Drehmoment des 150 Watt Motors im untersten Bereich nicht berauschend, was wohl an der elektronischen Regelung liegt. Sobald die Drehzahl etwas höher liegt (geschätzte 100 U/Min) steigt das Drehmoment jedoch an. Das Drehmoment auch im unteren Bereich genügt locker für 30mm Tiefe 6mm Löcher in einem Holzklotz.

Da die Motordrehzahluntersetzung nur von dem 1 Stufigen Keilriemengetriebe, das heißt also ohne Zahnräder, realisiert wird, ist das Leerlaufgeräusch noch als angenehm leise zu bezeichnen.

Mir war im Auslieferungszustand aufgefallen, daß der Keilriemen zu stark gespannt war. Das Betriebsgeräusch klang etwas schleifend laut. Nachdem ich die Keilriemenspannung etwas reduziert hatte lief die Maschine schön ruhig.



Apropos Auslieferungszustand, man bekommt die Maschine gut verpackt in einem Karton mit Styroporeinsatz. Alle blanken Maschinenteile sind dann mit einem roten, zähen Fett vor Korrosion geschützt. Dieses Fett lässt sich ganz gut mit einem dünnflüssigen Öl entfernen. Auch das Bohrfutter und die Bohrspindel waren dick eingefettet.

Bei den Konusflächen des Bohrfutters und der Spindel genügt ein einfaches abwischen nicht. Diese Flächen müssen auf jeden Fall sorgfältig entfettet werden, denn sonst fällt das Bohrfutter bei Belastung einfach aus der Halterung. Ich habe zum Entfetten Aceton benutzt.

Wenn die Maschine dann einsatzbereit vor einem steht, hat man schon den Eindruck hier eine kleine aber Solide Maschine vor sich zu haben. Nichts wirkt billig oder fehl am Platz. Alle Bedienelemente sind gut Platziert und griffig, so steht dem Arbeiten nichts mehr im Weg.

Der Koodinatentisch von Rotwerk KTF130

Dieser Koordinatentisch muss separat erworben werden, er gehört nicht zum Lieferumfang der Bohr/Fräsmaschine. Auf den ersten Blick sieht der Koordinatentisch aus wie seine großen Brüder bei den „erwachsenen“ Fräsmaschinen. Alles, bis auf die Handräder, ist aus Stahl gefertigt. Der Tisch hat die Abmessung 19,8 x 9 cm. Der Verfahrweg beträgt 13 x 7 cm. Er liegt von der Größe her also in etwa zwischen dem großen und dem kleinen Aluminium Proxxontischen (KT 70 und KT150).

Auspacken und loslegen geht aber auch hier nicht. Zunächst muss man erst mal die dicke Konservierungsfettschicht von dem Tisch bekommen. Ich hatte zum Glück die Möglichkeit bei mir auf der Arbeit in der professionellen Schlosserei mit entsprechendem Maschinenreiniger (Kaltreiniger) das ganze Fett abwaschen zu können. Ohne diese Möglichkeit wird man nur mit Geduld und vielen Putztüchern das Fett los. Ich habe irgendwo gelesen, das die Reinigung mit normalem Lampenöl sehr gut funktionieren soll.

Der Tisch macht einen guten Eindruck. Einstellbare Schwalbenschwanzführungen, ausreichend große Handräder und abgedeckte Gewindespindeln. Wie zu erwarten sucht man bei den Spindeln vergeblich nach Trapetzgewinden. So ist die Spindelführung halt nicht ohne Totspiel, aber trotzdem gut zu gebrauchen.

So, jetzt geht’s rund!

Nun wollte ich endlich anfangen. Leider ist beim Lieferumfang des Koordinatentisches kein befestigungsmaterial dabei. Es liegen zwar zwei Nutsteine mit im Paket, jedoch keinerlei Schrauben oder Spannpratzen. So musste ich zunächst mal auf die Suche nach passenden M6 Schrauben für die beiden Nutsteine gehen. Irgendwie habe ich dann auch noch meinen vorhandenen Maschinenschraubstock mit M8 Schrauben und Muttern auf dem Kreuztisch befestigt. Es konnte losgehen.

Zunächst habe ich mal eine ordentliche Abflachung an ein dickes Kunststoff-Rundprofil gefräst. Ging wie Butter, durch die Stufenlose Drehzahlregelung ließ sich wunderbar eine passende Drehzahl finden, bei welcher ein guter Vorschub erzielt und gleichzeitig ein schmelzen des Materials verhindert werden konnte.

Als nächstes alle Möglichen Fasen und Nuten in Holz gefräst, auch alles Paletti.

Negativ ist mir jedoch das vertikale Spiel der Bohrspindelführung aufgefallen. Dank der digitalen Z-Achsenanzeige konnte ich das Spiel sehr genau bestimmen. Schon bei Druck von unten mit der Hand gegen das Bohrfutter ließ sich die Spindel 0,4mm nach oben schieben. Na, egal dachte ich mir. Damit kann sich der Kundendienst später beschäftigen, schließlich kann man die Spindelführung ja mit einer Knebelschraube festklemmen. Es standen ja noch weitere Tests auf dem Programm.

Nun wollte ich in ein 2mm Aluprofil eine schöne durchgehende Nut einfräsen….

Das Ergebnis war gar nicht so schön. Solange ich noch Druck von oben auf den Fräser ausübte ging ja alles noch gut. Fehlte jedoch der Druck von oben, und die Belastung war nur noch seitlich, dann kam was kommen musste: das Bohrfutter löste sich von der Spindel.

Nicht umsonst steht also in der Bedienungsanleitung, das Bohrfutter sei nur zum Bohren geeignet. Für Fräsarbeiten soll die als Zubehör erhältliche Spannzangenvorrichtung genutzt werden.

Nun war erstmal Ratlosigkeit angesagt. Ich habe dann noch mal einige Testbohrungen durchgeführt. Das Ergebnis war einwandfrei, das Bohrfutter hielt. So kann ich eine mangelhafte Bohrfutterbefestigung ausschließen.

...vorzeitiges Testende!

Ich habe ja grundsätzlich kein Problem damit mir Zubehör für die Fräsmaschine zu kaufen. Nur wenn der Hersteller sich schon nicht an die Industrieüblichen Normen für Fräseraufnahmen hält, dann sollte zumindest in dem Verkaufstext ein deutlicher Hinweis stehen, das weiteres Zubehör nötig ist, um diese Maschine zum Fräsen einsetzen zu können.

Was ich sagen will, hätte die Maschine den üblichen MK1 oder MK2 Kegelschaft gehabt, dann währe die Situation klar. Dann hätte ich die für meinen Bedarf passenden Spannwerkzeuge dazu kaufen müssen. Bei dieser Maschine hingegen besteht die Werkzeugaufnahme aus einem Bohrfutterkegel B10. Wie der Name schon sagt, ist dies eine Aufnahme für Bohrfutter, wie sie z.B. bei vielen Standbohrmaschinen üblich ist. Da dies eine unübliche Konstellation für eine Fräsmaschine ist, ist die Auswahl an Spannwerkzeugen sehr eingeschränkt. Es bleibt im Grunde nur der original Spannzangensatz der Fa. Rotwerk. Dieser Satz ist mit gut 100 Euro jedoch nicht wirklich preiswert. Insbesondere in Relation zum Maschinenpreis von 250 Euro.

Es war also noch mal ein Telefonat mit Rotwerk nötig.

Der Techniker der Fa. Rotwerk bestätigte mir immerhin, das die 0,4mm Spindelführungsspiel eindeutig zu viel sei. Auf die Frage, wie viel Spiel denn üblich währe, bekam ich einen Bereich von um die 0,2mm genannt. Auf meine Anmerkung, wie sich das denn mit der Bezeichnung präzisions-Maschine vereinbaren ließe, wurde mir angeboten die Maschine einzuschicken, und eine speziell geprüfte Maschine mit möglichst geringer Tolereanz zurück zu erhalten.

Diese Reaktion ist zwar sehr freundlich, aber für mich wenig befriedigend. Ich erwarte sicher keine Wunderdinge von einer preiswerten Chinaimport Maschine. Was ich erwarte ist jedoch eine ehrliche Produktbeschreibung.

Meines Erachtens sollte diese Maschine als kleine Tisch-Bohrmaschine verkauft werden. Mit der Möglichkeit einfache Fräsarbeiten unter Verwendung des Spannzangensatzes durchzuführen.

Mit meiner Meinung konfrontierte ich auch die Fa. Toolarena, bei welcher ich die Maschine ja gekauft hatte. Im Grunde stimmte man mir dort zu, wollte jedoch nicht so ganz einsehen, das die Produktbeschreibung im Internetshop etwas missverständlich sein. Bestätigt wurde mir jedoch auch, das für Fräsarbeiten auf jeden Fall das separat erhältliche Spannzangenset erforderlich sei.

Auf jeden Fall hat die Firma Toolarena sofort und vollkommen unproblematisch einer Rückgabe der Maschine zugstimmt. Den wirklich hervorragenden Kundenservice sowohl des Verkäufers Toolarena als auch den kompetenten und freundlchen Kundenservice der Fa. Rotwerk möchte ich nochmal in aller deutlichkeit hervorheben.

So, nun wurde die Maschine wieder abgeholt und ich habe beschlossen mir nun doch keine Fräsmaschine anzuschaffen. Leider ist der Test so nicht wirklich vollständig und gibt auch nur meine ganz persönlichen Erfahrungen wieder. Es wird auf jeden Fall eine ganze Reihe von vollkommen zufriedenen benutzern dieser Maschine geben, die ich hier gerne dazu einladen möchte ihre Erfahrungen auch kurz in diesem Thrad zu schildern.

MF70 vs. EBF060

Ich kann zum Schluss versuchen einen kurzen Vergleich zwischen der Proxxon MF70 und der Rotwerk EBF060 zu ziehen:

Die MF70 Kostet inklusive Kreuztisch und zwei Spannpratzen etwa 250 Euro.

Die Rotwerk kostet inklusive Kreutztisch etwa 350 Euro, rechnet man den Spannzangensatz dazu sind es schon gut über 400 Euro. Selbst wenn man auf preiswertere Angebot zurück greift, dann bleibt immer noch ein Komplettpreis von ca. 350 Euro.

Die Proxxon ist etwas kleiner und filigraner, und lässt sich nicht gut als Standbohrmaschine nutzen.

Die Rotwerk ist etwas größer und robuster und grade im Modellbau sehr gut als Standbohrmaschine nutzbar.

Die Proxxon ist sehr präzise, und auch durch die Verwendung von Aluminium insgesamt wirklich eher für filigran Fräsarbeiten geeignet.

Die Rotwerk ist relativ unpräzise macht jedoch einen sehr robusten Eindruck.

Die Proxxon ist schon auf Grund der großen Drehzahlen (ab 5000 bis 20000 U/min) eher auf die Verwendung kleinster Fräser ausgerichtet.

Die Rotwerk wird auch mit gröberem Wekzeug und recht großen Bohrern fertig. Dementsprechend ist der Drehzahlbereich von 0 bis 7000 U/min niedriger ausgewählt.

Die Antriebsleistung der Proxxon beträgt 100 Watt und bei der Rotwerk sind es 150 Watt.

Beide Maschinen sind auf ihre Weise gut. Die Idee eine kleine Fräsmaschine grade auch für Modellbauer herzustellen wurde aber mit grundsätlich verschiedenen technischen Lösungen ausgeführt. Welche Maschine die "bessere" ist, möchte ich hier nicht bewerten.

Was bleibt...

Eine interessante Erfahrung im Umgang mit einer kleinen Fräsmaschine, und die Erkenntnis, das Fräsmaschinen wohl doch mehr als 200 Euro kosten müssen um eine wirklich gute Qualität zu haben.




Zum allerletzten Schluss möchte ich mich noch bei der Firma Toolarena für die kostenlose bereitstellung eines Testmusters des Kreutztisches und die freundliche zusammenarbeit bedanken.
__________________
Soweit...
beste Grüße, Ike!
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Alt 09.03.2008, 10:47
dampfwilli
 
Beiträge: n/a
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Naja, es wäre wohl besser solche Maschinen als Bohrmaschine zu bezeichnen. Eine Fräsmaschine ohne Kreuztisch ist wohl auch keine solche!

Und wieder die alte Maschinenkäuferweisheit: Man bekommt genau das, wofür man zu zahlen bereit ist!
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Alt 09.03.2008, 14:48
Loeffel Loeffel ist offline
 
Registriert seit: 31.07.2003
Beiträge: 1.245
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Zitat:
Zitat von dampfwilli
Eine Fräsmaschine ohne Kreuztisch ist wohl auch keine solche!
Dann wirst Du einige Fräsmaschinen finden, die keine sind, denn der ist nicht selten nur in Paketen dabei, da man häufig zwischen verschiedenen Kreuztischen wählen kann und deswegen ist die Fräsmaschine ohne Kreuztisch. Im professionellen Bereich ist dies wahrscheinlich anders, aber wir bewegen uns hier ja schließlich im Hobbybereich.
__________________
Yours

Loeffel



I will gather myself around my faith for light does the darkness most fear.

Murphy: Professionals are predictable, but beware the world is full of amateurs.
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Alt 09.03.2008, 15:26
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San Felipe San Felipe ist offline
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Hallo

na ja, so im Grossen und Ganzen hat Dampfwilli doch recht, besonders mit dem bezahlen. Habe da auch so meine leidvollen Erfahrungen gemacht, bis ich mich dazu durchgerungen habe etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Gerade erst gestern 426 Bullaugen aufgebohrt, was war ich froh vernünftiges Werkzeug in Händen zu halten. Heute mache ich keine Experimente mehr mit Billigwerkzeug, es lohnt sich nicht, wobei die vorgestellte Fräse ja auch nicht gerade das ultimative Sonderangebot war, mit Zubehör immerhin rund 450€. Inzwischen kaufe ich nur noch die Sachen von Proxxon, gerade die Micromots haben es mir angetan.

Alles Gute, Peter
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Alt 09.03.2008, 19:29
Wellen-Brecher Wellen-Brecher ist offline
 
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Meinungen u.a. zur EBF 060!
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Gruß Matthias
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Alt 09.03.2008, 22:00
dampfwilli
 
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Matthias,

das waren die interessantesten Meinungen zu Fräsen die ich seit langem gesehen habe.

Selten so amüsiert!!

Informationen über alle möglichen Maschinen gibts hier:

http://5128.rapidforum.com/

Manchmal aber auch etwas rauheren Ton!

Grundvoraussetzung ist bei einer Fräse Stabilität und vielleicht doch lieber mit Kreuztisch (ohne ists halt bloss eine Bohrmaschine, denn wie will man das Werkstück definiert bewegen. Z.B. Wenn man einen Schlitz fräsen will).
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Alt 09.03.2008, 22:08
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Admiral von Schneider Admiral von Schneider ist gerade online
 
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Zitat:
Zitat von Wellen-Brecher
Jaja die Kaltmacher :rofl: :rofl: :rofl:

Das selbe wie im HWLuxx; "No Law, no Order..."

Da bin ich doch (ein bischen) stolz drauf, guru zu sein...
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y u no tableflip?
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Alt 09.03.2008, 22:58
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Wirklich tolle Kommentare, muss man nal sagen! :wink:
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Mein Senf, aber Bautzner!

Frank
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Alt 10.03.2008, 06:15
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ja, ja, die Foren... Da schreibt immer der eine den Schwachsinn des anderen ab, und meint auch noch damit einen wertvollen Beitrag zu Wissenserweiterung beigetragen zu haben...

Ich kriege immer zu viel, wenn da irgendwelche Dummschwätzer über Maschinen reden, und im Grunde gar keine Ahnung davon haben. geschweige denn, das sie die entspechende Maschine überhaupt in der Hand gehabt hätten. :neg:

Ich kann doch keine kleinst Bohr-Fräsmaschine mit einer professionellen Fräsmaschine in einen Topf werfen. Es kommt doch immer in erster Linie darauf an, was ich denn überhaupt machen möchte.

Ich hoffe in meinem Testbericht ist deutlich geworden, das die Rotwerk EBF 060 durchaus eine gute Maschine ist. Wenn man eben von vorne herein davon ausgeht, das sie wirklich nur für kleine Arbeiten bei gefühlvollem Zustellen ausgelegt ist. Das gilt genauso für die viel gepriesene Proxxon MF70. Wenn ich dort bei zu hartem Material eine zu große Frästiefe wähle, und dann mit entsprechender Kraft an den Kurbeln drehe, dann ist die MF70 auch ziemlich schnell im Einmer!

Wenn der Preis der EBF 060 nicht durch den unerwartet notwendigen Zubehörkauf (Spannzangenfutter) nicht die erwähnten ungeahnten Höhen erreicht hätte, dann sähe mein Testfazit rundherum positiv aus! Denn für so eine Hobbymaschine lege ich eben andere Maßstäbe an, wie für eine profi Maschine.
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Alt 10.03.2008, 19:37
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Da haste vollkommen recht,

Gerade bei den Kaltmachern sind schon echte Spezialisten unterwegsWas aber nicht heissen soll, dass es dort keine sehr fähigen Leute gibt

Ich hab mich auf schonmal gefagt, ob ich mir nicht mal ne kleine Fräse zulegen soll. Aber da der Matrose ja eine im Keller hat
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Alt 10.03.2008, 20:24
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OffTopic:Ja Willi, weist Du, ich bin immer der Meinung ein bisschen Humor kann nie schaden
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Alt 11.03.2008, 17:49
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Ich stehe jetzt auch vor der Entscheidung mir eine Ständerbohrmaschine zuzulegen.

Aber welche Proxxon TBH oder TBM mir ist der Unterschied in der Praxis noch nicht ganz klar.

Oder doch die hier vorgestellte Maschine nur zum Bohren, eine MF70 von Proxxon ist vorhanden.

Ich habe auch eine Ständerbohrmaschine aus China Produktion stehen die es mal bei Aldi gab.

Ist aber nicht ganz für 0,5mm Bohrungen geeignet.

Was gibt es an bezahlbaren Alternativen.

Mfg Ralf
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Alt 11.03.2008, 21:19
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Ich habe mir die TBM auch schon mal angeschaut. Sie ist wirklich ziemlich klein. Ich hatte da bedenken, daß schon relative kleine Werkstücke nicht mehr darunter passen. Wenn ich dann auch noch 5 oder 6mm Löcher mit standart-Bohreren anfertigen will, dann finde ich die Arbeitshöhe nicht mehr ausreichend bei der TBM.

Die Größe der TBH sagt mir da schon eher zu. Der Preis ist jedoch ziemlich heftig für eine "simple" Bohrmaschine.

Eventuell zum Vergleich ganz hilfreich:

eine Professionelle Tischbohrmaschine währe die Opti B17Pro die hat einen Listenpreis von 320 Euro. Allerdings mit einem Röhm-Schnellspannfutter ausgestattet welches alleine schon etwa 50 Euro kostet. Diese Maschinen machen auf mich einen deutlich wertigeren Eindruck als die Proxxon TBH bei ähnlichem Preis. Die Optimum Maschinen gibts in vielen Werkzeugläden zu besichtigen. Es gibt vom selben Hersteller auch noch eine "billig" Serie, das sind dan die Quantum-Maschinen. Wie gesagt im Werkzeughandel zu besichtigen. Oder wenn man etwas Glück hat, dann kann einem auch der Baumarkt "Bauhaus" diese Maschinen zeigen. Dort kann man sich auch die Rotwerkmaschinen ansehen... Wo wir grade bei ansehen sind. Ich kenne diese Maschinen alle nur vom ansehen, wirklich gearbeitet habe ich damit nicht.

Wenn jedoch die 0,5mm Bohrer das Hauptkriterium sind, dann könnte die Opti natürlich schon zu groß sein. Sie dürfte in der Größe ähnlich wie Deine Aldimaschine liegen ist aber sicher erheblich präziser gefertigt.

Ob die Rotwerk EBF 060 für Dich das richtige ist? Ich kann bei meinem kurzen Test nichts negatives über die Rundlaufgenauigkeit sagen. Mir wurde jedoch von Rotwerk eine "ziemlich große Qualitätsstreuung" bei den Maschinen bestätigt. Im Zweifel dürfte dann nur testen bleiben. Entweder beim Händler oder auf irgendeiner Messe.

Ich habe im Übrigen meine billig Tischbohrmaschine, Fabrikat "BONUS" etwas getuned. Sie hat ein brauchbares Schnellspannfutter von Quantum bekommen und die Spindelführung hat neue Kugellager verpasst bekommen. Bohrfutter 40 Euro Lager 10 Euro, war als genauso Teuer wie die Anschaffung der Maschine... Sie läuft jetzt etwas präzieser ist aber warscheinlich eher ein Vorschlag für solche verrückten wie mich.
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