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Alt 26.01.2006, 16:27
Lars Persson
 
Beiträge: n/a
Standard Spantenriss vom Plastikmodell

Hallo Leute,

stellt Euch vor, ihr habt ein Plastikmodell das Ihr gerne größer nachbauen wollt. Z.B. die von Revell angekündigte SMIT HOUSTON.

Die Einzelteile der Aufbauten vergrößern ist ja kein Problem aber wie kommt man an die Spanten?

Irgendwelche Ideen?
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Alt 26.01.2006, 16:42
Benutzerbild von seefahrer
seefahrer seefahrer ist offline
SchiffsModell.net e.V Fördermitglied
 
Registriert seit: 19.12.2004
Ort: 42719 Solingen
Beiträge: 456
Standard

Hallo Lars,

habe ich zwar noh nicht gemacht, könnte mir aber vorstellen das folgendes geht:

Plastikmodell nehmen und eine Negativabgußform machen (dabei muss sichergestellt sein, das am Modell nix von der Abgußmasse kleben bleibt). Diese Negativform nach dem Aushärten einfach durchsägen an den Stellen wo Spanten notwendig sind. Das Ganze dann vergrößern (per Kopierer oder Scanner/PC).

Wie genau das wird, kann ich aber nicht sagen. War eben so eine spontane Idee, wie man von kleineren Schiffen die Rumpfform abnehmen kann.

Bei größeren Modellen funktioniert das ggf. auch mit Draht, bzw. etwas dickerem Lötzinn - der lässt sich prima um das Schiff biegen. Man muß dann nur vorsichtig sein beim Abnehmen vom Modell, dass man nicht gleich alles wieder krumm hat. Hat vor allem den Vorteil, das man kein Material unnötig verheizt.

Das Verfahren habe ich auch schon benutzt um die Auflagen für einen Schiffständer an die Rumpfform anzupassen (praktisch als umgekehrter Spant).

Viele Grüße

Christian
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Alt 26.01.2006, 16:58
Motti Motti ist offline
 
Registriert seit: 22.06.2005
Ort: Deutschlands nördlichste Landeshauptstadt
Beiträge: 175
Standard

Moin,

ich würde den Rumpf einfach aufmessen:

- Auf den Rumpf werden in definierten Abständen Wasserlinien und Spanten aufgezeichnet; also ganz einfach so, wie man es auch beim Anreißen vom Wasserpass macht. Um die Spantebenen anzuzeichnen, würde ich mir auf einem Blatt Papier das Spantraster aufzeichnen, den Rumpf des Plastikmodells genau darauf ausrichten und fixieren und dann eine Führung für den Stift (z.B. eine "Wand" aus Legosteinen) jeweils an die Spantlinien anlegen (den halben Durchmesser des Stiftes sollte man vielleicht schon beim Papier berücksichtigen). Damit dürfte man dann gut winklige Linien zeichnen können.

- Die Knotenpunkte des so entstandenen Netzes aus Wasserlinien und Spanten werden anschließend systematisch mit dem Messschieber vermessen (muss man mal sehen, wie das mit stärkeren Hinterschneidungen hinkommt, u.U. muss man hier einen Dickentaster, wie er z.B. im Geigenbau verwendet wird, benutzen) und die Werte in eine Aufmaßtabelle eingetragen. Danach kann man nun in jedem beliebigen Maßstab einen Riss zeichnen. Die (hoffentlich nicht allzu großen) Messfehler müssen dann beim Zeichnen ausgebügelt werden.

Schönen Gruß aus Kiel,

Ole aka Motti
__________________
us ≠ D x P/D x n x ηwunder x czauber
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Alt 26.01.2006, 17:01
jürgen jürgen ist gerade online
 
Registriert seit: 17.06.2003
Ort: Ostfriesland
Beiträge: 146
Standard

Hallo Lars,

ich hatte mal einen Bericht von jemanden gelesen der mit einer REvell-Finnjet tatsächlich die Brutalo-Methode gewählt hatte:

Zuerst das Modell in Längsrichtung abzeichnen (beim zweigeteilten Rumpf ja noch einfach) und dann den Rumpf (zartbeseitete Gemüter mögen an dieser Stelle bitte nicht weiterlesen) mit einer Bandsäge in handliche Stücke zerteilt.

Der Gute dürfte sich Heute in den Allerwertesten beissen wenn er liest wie dieser Bausatz inzwischen bei Ebay gehandelt wird.

Andere vorgehensweisen wie die Verwendung von Formlehren oder das Abnehmen per Lötdraht sind viel zu ungenau, weil die genaue Position der Spanten so schlecht zu ermitteln ist.

GRuss Jürgen

Edit: Da wart der Motti schneller :wink:
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Alt 26.01.2006, 17:21
odlanir odlanir ist offline
 
Registriert seit: 11.06.2004
Ort: Deutschland
Beiträge: 192
Standard

Hallo,

die Methode von Christian ist schon recht elegant und man kann das Plastikmodell auch weiterbauen. Zusätzlich würde ich das Deck noch einheften, da die Rümpfe dazu neigen sich nach innen zu dellen.

Ganz brutale Menschen füllen den Rumpf von innen und schneiden Scheiben.

Der Rumpf ist dann allerdings Geschichte.

Die Variante Ausmessen mit Vorrichtung und Meßuhr/-schieber habe ich schon mal mit einem Flugzeugrumpf (1:72 mit Vergrößerung auf 1:15) probiert. Die Anzahl der Meßpunkte (dauert ewig) und die erreichbare Genauigkeit (der Rumpf ließ sich zu stark verformen) haben mich recht schnell von den Vorteilen der anderen Methode überzeugt. (ich war dann brutal)

Weitere Schritte sind scannen, vektorisieren und dann Linienriß ausgleichen und vergrößern.

Meine Methode, den Riß auszugleichen, findest Du hier im Archiv.

Viele Grüße

odlanir

edit: Mann seid ihr flink, ich sollte nicht nebenher telefonieren..
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Alt 27.01.2006, 11:25
Lars Persson
 
Beiträge: n/a
Standard

Moin,

vielen Dank für die Antworten.

Ich bin zwar eigentlich nicht gewalttätig, aber ich werde wohl trotzdem zur Säge greifen. Also Rumpf von innen stabilisieren und dann in Scheiben schneiden.

Einfach und effektiv!
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  #7: Einzeln / Thread     Top
Alt 27.01.2006, 12:04
odlanir odlanir ist offline
 
Registriert seit: 11.06.2004
Ort: Deutschland
Beiträge: 192
Standard

Hallo,

das hatte ich vergessen,

Versuche, Dir die KWL und weiter oben eine Linie auf den Rumpf zu zeichnen, die Du beim scannen an eine Markierung setzt, zb. dünne Linie auf die Scannerscheibe zeichnen.

Das erleichtert es ganz wesentlich, dann am Computer die Spanten richtig hintereinander zu legen.

Viele Grüße

odlanir
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