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Alt 18.08.2005, 11:46
109 109 ist offline
 
Registriert seit: 18.08.2005
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Beiträge: 40
Standard Werkstoffe

Hallo,

ich möchte ab 2006 "so richtig" in den Schiffsmodellbau einsteigen. Ich komme aus dem Plastikmodellbau und mit diesem Hintergrund habe ich mal einen Leitstand der BISMARCk in 1:100 aus Polystyrol (Evergreen)gebaut bzw. arbeite momentan an der 2 Version dessen. Ich arbeite eigentlich gerne mit PS.

Ich frage mich allerdings, wie haltbar PS auf Dauer ist. Auf wikipedia.de steht zu PS nicht allzu viel ermutigendes, UV empfindlich, Bildung von Spannungsrissen etc.pp.

Was sagt eure Erfahrung zu PS als Werkstoff?

Gibt es ein wirklich empfehlenswertes Buch/Bücher, das die unterschiedlichen Werkstoffe und die Arbeitstechniken erläutert?
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Gruß,



Bernd
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Alt 18.08.2005, 21:58
Benutzerbild von JL
JL JL ist offline
 
Registriert seit: 05.01.2004
Ort: 42277 Wuppertal
Beiträge: 979
Standard Haltbarkeit Polystyrol

Hallo Bernd,

wenn du aus dem Plastikmodellbau kommst, dürfte dir Polystyrol ein bekannter Werkstoff sein. Ich habe noch keine Spannungsrisse feststellen können, selbst alte Modelle (>30 Jahre, Standmodell) sind o.k. Wie jeder Kunststoff sind natürlich Lösemittel immer ein Problem; eventuell können ungeeignete Kleber auch dazu beitragen. Wegen der empfindlichen Oberfläche von PS würde ich immer lackieren; dann ist auch das Theme UV-Stabilität kein Thema mehr (ausreichend hochwertigen Lack natürlich vorausgesetzt).
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Beste Grüße
Jürgen

Nicht denken lassen, selber denken.
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Alt 18.08.2005, 22:37
Benutzerbild von Design-HSB
Design-HSB Design-HSB ist offline
 
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Beiträge: 728
Standard

Hallo Bernd,

wenn Du Polystyrol von allen Seiten lackierst, dann verhinderst du damit auch weitgehend die Verflüchtigung der Weichmacher aus dem Polystyrol und die Haltbarkeit steigt beachtlich.
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Helmut Schmidt Barsinghausen
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Alt 18.08.2005, 22:40
Klabautermann
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Haltbarkeit Polystyrol

@109



Ich kann JL nur zustimmen. Du musst auch bedenken, Polysterol wird, sagen wir mal so, auch von der Industrie eingesetzt, zur Dämmung, Werbeschilder etc. Ich denke da ist mit solchen Altererscheinungen eher zu rechen. Wir verwenden Kleinstmengen und die Probleme minimieren sich dann nahezu auf null. Ich habe erst vor ein paar Tagen von einem über 20 Jahren alten Rumpf berichtet, keine nennenswerten Probleme, bis auf die Baufehler des Vorgängers in Bezug auf kunststofflösende Klebstoffe. Ich verwende nun schon sehr lange Zeit auch Polystyrol, schon allein wegen seiner guten Eigenschaften beim Fräsen. Ich glaube manchmal, einige die solche "Horrorberichte" lesen, verallgemeinern dies und dann hauen sie auf die Kacke (sorry für die Ausdrucksweise) und sind schon von Geburt an sowas Spezial-Experten. Ich kenne momentan keinen Artikel aus der Modellbaupresse oder Berichte von Modellbaukollegen, die jemals erwähnt hätten, ihre Modelle hätten sich in Staub aufgelöst.



Einmal hat hier wohl einer im Forum berichtet, ihm wäre eine altes Modell vom Schrank gefallen und hätte sich in sein Einzelteile zerlegt, aber ob das nun etwas mit der Altersschwachheit des Materials zu tun hat, wage ich zu bezweifeln.



UV-Beständigkeit ist auch immer wieder ein angesprochenes Thema. Es wird z.B. auch oftmals von Stevenrohren gesprochen, die mit Stabilit Express eingeklebt wurden und mit der Zeit zerbröseln, weil u.a. dieser Kleber nicht UV-beständig sein soll. Stabilit ist zwar nicht ganz unproblematisch, aber bewiesen hat es noch keiner, dass die Zerstörung von der UV-Bestrahlung herrührt, zumal in den Rumpf das wenigste Licht rein kommt und unsere Modelle über's Jahr gesehen, relativ wenig dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind.



Nicht ganz ernst gemeint: Ich denke, bis man so selbst seine Erfahrungen mit bestimmten Materialien gesammelt hat, machen wir in Unkenntnis der Materialeigenschaften mehr kaputt, als sich der Baustoff selbst zerstört. Über die körperliche Schadstoffbelastung mit Dämpfen von Epoxid, stinkendem Polyesterspachtel, Farbe, Sekundenkleber oder was wir noch so in unseren Modellbaukellern nebenbei schnüffeln und deren Spätfolgen redet man kaum, aber über Modelle, die wahrscheinlich erst nach unserem eigenem Ableben zerfallen werden, machen wir uns Gedanken, wenn wir uns nicht zwischendurch maßlos über die eigenen Baufehler ärgern und sie dann vor lauter Frust bei ebay verjuckeln. :wink:
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Alt 18.08.2005, 23:27
Benutzerbild von JL
JL JL ist offline
 
Registriert seit: 05.01.2004
Ort: 42277 Wuppertal
Beiträge: 979
Standard Schadstoffbelastung

Hallo Modellskipper,



Zitat:
Über die körperliche Schadstoffbelastung mit Dämpfen von Epoxid, stinkendem Polyesterspachtel, Farbe, Sekundenkleber oder was wir noch so in unseren Modellbaukellern nebenbei schnüffeln und deren Spätfolgen redet man kaum
Auch hier wird häufig übertrieben. Klar, was man vermeiden kann, soll man tun, aber - jetzt wird's bestimmt OT - die Schadstoffmenge, die du dir mit Rauchen reinziehst, dürfte alles andere aus dem Modellbau (hobbymäßigen Umgang vorausgesetzt) bei weitem in den Schatten stellen. Also gut lüften und nicht übertreiben: wenn man sich im Keller nicht mehr wohlfühlt, war es schon vorher höchste Zeit, die Arbeit woanders auszuführen.
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Beste Grüße
Jürgen

Nicht denken lassen, selber denken.
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Alt 19.08.2005, 07:01
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Harry Harry ist offline
 
Registriert seit: 18.09.2003
Ort: Oldenburg
Beiträge: 484
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Meine Holstentor ist jetzt über 15 Jahre alt und die Aufbauten bestehen aus Polystyrol. Sie sind in einwandfreiem Zustand, wenn man mal vom Staub absieht.

PS mag UV empfindlich sein, das weiss ich nicht. Die paar Stunden auf dem Wasser schaden aber wohl kaum, zu Hause ins Fenster stellen würde ich ein Modell ohnehin nicht und zuerst wäre es wohl der Lack, der ausbleicht.

Einziges Problem: das Verkleben von dünnen Polystyrolpastten mit Hilfe von Plastikkleber, das sorgt für Verwerfungen. Ich nehme daher Sekundenkleber. Zu diesem Themal habe ich mich auf meiner Homepage http://www.nwn.de/mikromodell unter Tipps (ganz unten auf der Seite) ausgelassen.

Viele Grüsse

Harry
__________________
Neu auf meiner Seite: eine Leseprobe.
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Alt 19.08.2005, 08:29
109 109 ist offline
 
Registriert seit: 18.08.2005
Ort: Vaihingen/Enz
Beiträge: 40
Standard

@ alle: Danke für euren input!

Mein Modell wird ein Standmodell werden, also in einer Vitrine enden. Insofern wird direktes Sonnenlicht kein Problem werden.

Thema Literatur: bin auf der Suche nach guten Bücher zum Schiffsmodellbau, habe ein Buch von Brian King, das ist gut, habe dann noch ein Buch von einem Meistermodellbauer Dürr, war da gelinde gesagt enttäuscht, habe dann noch von einem Peter Beisheim gehört, wie sind dessen Bücher?

Folgender Link zeigt den Leitstand, allerdings ne ältere Version; E-Messer wird wohl neu gemacht werden, da ich mir ne Drehbank beschaffen muss.

http://modellversium.de/galerie/artikel.php?id=347
__________________
Gruß,



Bernd
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