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Alt 11.05.2005, 12:34
Lothar Lothar ist offline
 
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Standard Klebeprobleme nach Lackierung

Nachdem ich Rumpf und Beplankung kpl. fertig hatte, habe ich mit erst einmal mit Siegel - Holzlack alles gestrichen und dann erneut alles fein geschliffen.

Danach mit dem üblichem Modelllack matt lackiert und hatte eine sehr saubere Oberfläche. So mache ich es eigentlich immer. Nur hatte ich diesmal einen neuen Siegellack verwendet.

Wie ich nun die Zierleisten und dergleichen ankleben wollte, habe ich den Effekt, dass trotz vorhergehender Aufrauhung der Oberfläche weder mit Ponal noch mit Cyclanat oder etwas anderem etwas angeklebt bekomme??!!! Es fällt nach der Trockenzeit des Klebers einfach ab! Mir bleibt nur die Erklärung, dass es an einer Substanz in dem Siegellack liegen kann. Seltsam ist auch, dass ich das Gefühl habe, der matte Lack liegt wie ein Film auf, den man abziehen kann.

Nun müsste ich ja alles nageln oder dübeln

Kennt einer das Problem???

Gruß

Lothar
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Alt 11.05.2005, 13:55
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seegurke seegurke ist offline
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Hi!

Also direkt das Problem kenne ich nicht, jedoch heisst es generell, das man auf Lack nicht kleben sollte. Das heisst ja, der Lack muss die komplette Kraft aufnehmen, die auf die Klebestelle wirkt - dafür sind nur die wenigsten Lacke geeignet.

Normalerweise müsstest du also an den Stellen, wo du kleben möchtest die Lackschicht bis zum Grundmaterial entfernen, oder natürlich erst garnicht mit lackieren.

Das mit der farbe, die nur wie eine Haut aufliegt, kenne ich von revell-Farben (diese in den kleinen 14ml-Döschen) auf Aluminium. Ich hatte das einmal versucht und musste dabei feststellen, dass es nicht wirklich geht - selber Effekt. Denke mal, du wirst nicht um ein abschleifen und neulackieren drumrumkommen.

Auf alle Fälle sollte man aber neue Lacke oder Klebstoffe immer erst auf einem Probestück ausprobieren...
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Gruß David



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Alt 11.05.2005, 15:17
Klabautermann
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von seegurke
jedoch heisst es generell, das man auf Lack nicht kleben sollte
Schon, aber bei Zierleisten die z.B. verchromt sind oder diverse Details die separat lackiert werden, besteht hier keine andere Möglichkeit, will man saubere Farbabsätze erhalten.

Zitat:
der Lack muss die komplette Kraft aufnehmen
Wobei das natürlich erst einmal nur dann zutrifft, wenn entsprechende Kräfte zu erwarten sind. Bei den erwähnten Zierleisten womöglich kaum, sofern sie nicht unbedingt unter Spannung aufgebracht werden.

Anders eine Öse o.ä., auf die Zugkräfte wirken.

Zitat:
Zitat von Lothar
Seltsam ist auch, dass ich das Gefühl habe, der matte Lack liegt wie ein Film auf, den man abziehen kann.
Das hört sich nach Unverträglichkeit deiner beiden verschiedene Lacke an. Ein oft hier im Forum diskutiertes Problem.

Mit Ponal, nehme ich mal an, meinst du Holzleim.

Holzleim auf einen Kunststoff, in dem Moment der Lack, das wird nix.

Was mich allerdings verwundert ist, dass Senkundenkleber nicht hält. Ich kenne Siegellack und dessen Eigenschaften nicht, aber ein ähnliches Phänomen ist bei Epoxid-Oberflächen zu beobachten. Sofern diese nicht angeschliffen werden, hält dort fast nix.

Du solltest also zumindest probieren, ob Sekundenkleber an der aufgerauhten Lackoberfläche besser hält.

Wenn du mit Sekundenkleber klebst, löst sich dann die reine Klebestelle oder haftet an der Klebestelle noch/schon die Lackschicht?

Wenn sich die reine Klebstelle wieder löst, halte ich den Siegellack im Modellbaubreich für ungeeignet. In diesem Fall und in Hinsicht des "Filmeffektes" wirst du wohl oder übel den komplette Lack wieder entfernen müssen.
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Alt 11.05.2005, 16:25
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seegurke seegurke ist offline
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Registriert seit: 16.03.2005
Ort: Schwerte
Beiträge: 1.402
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Zitat:
Zitat von Modellskipper
Zitat:
Zitat von seegurke
jedoch heisst es generell, das man auf Lack nicht kleben sollte
Schon, aber bei Zierleisten die z.B. verchromt sind oder diverse Details die separat lackiert werden, besteht hier keine andere Möglichkeit, will man saubere Farbabsätze erhalten.

Zitat:
der Lack muss die komplette Kraft aufnehmen
Wobei das natürlich erst einmal nur dann zutrifft, wenn entsprechende Kräfte zu erwarten sind. Bei den erwähnten Zierleisten womöglich kaum, sofern sie nicht unbedingt unter Spannung aufgebracht werden.
Stimmt schon, was du sagst. Jedoch war ich jetzt davon ausgegangen, wenn Lothar über seinen Rumpf schreibt, dass er dann vorwiegend Dinge meint, die auch etwas aushalten sollten. Selbst eine Zierleiste am Rumpf sollte es vertragen können, wenn der Rumpf mal von einer Welle oder sonst wie gegen den Anleger gedrückt wird.

Besteht vielleicht die Möglichkeit, unter dem anzubringenden teil eine schmale Linie oder so vom lack abzukratzen, so dass das Teil dann wenigstens zentral gut hält und du trotzdem noch eine schrafe Kante hast?
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Gruß David



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Alt 11.05.2005, 19:33
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JL JL ist offline
 
Registriert seit: 05.01.2004
Ort: 42277 Wuppertal
Beiträge: 979
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Hallo Lothar,

hast Du es schon mit Entfetten der Klebestellen (zusätzlich zum Schleifen) probiert? Es kann durchaus sein, dass der Lack Verlaufshilfsmittel enthält, die zum einen zwar eine schöne Oberfläche machen, zum anderen aber die Haftung der nächsten Schicht negativ beeinträchtigen können.
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Beste Grüße
Jürgen

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