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Alt 14.08.2004, 01:15
Rüdiger Pabst
 
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Standard Gewindeherstellung

Hallo Leutle

Was sind die feinsten Gewinde die Ihr herstellt, und wie macht Ihr das. Damit ich weiß was ich zu unterbieten habe.
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Alt 14.08.2004, 02:13
Benutzerbild von Seebär Harry
Seebär Harry Seebär Harry ist offline
 
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Standard Re: Gewindeherstellung

Zitat:
Zitat von Rüdiger Pabst
Was sind die feinsten Gewinde die Ihr herstellt, und wie macht Ihr das. Damit ich weiß was ich zu unterbieten habe.
Hi hi, ich grübel gerade darüber nach, eins zu vernichten, da ich einen Bolzen brauche,

wobei mir der Kopf einer Mutter sehr gelege kommt, da ich dann nicht löten brauche.

Gewinde, habe ich im Modellbau noch nicht selber hergestellt.
__________________
Gruß, Seebär Harry

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Alt 14.08.2004, 03:26
Sören Sören ist offline
 
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Hallo Rüdiger,

ich habe im letzten Schulhalbjahr in der Schule M6 Innen- und Aussengwinde geschnitten...nur so zum üben halt....da haste dann was zu unterbieten....
__________________
Schöne Grüße,

Sören



"Navigation ist - Punkte und Orte wieder zu erkennen, die man vorher noch nie gesehen hat."
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Alt 14.08.2004, 04:22
Klabautermann
 
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Meistens genügen mir 2 mm. Habe letztens einen Bolzen für einen kleinen Schäkel mit M1.4 benötigt.

Ich könnte, wenn ich bräuchte 1, 1.1, 1.2 1.4, 1.6, 1.8, 2.0, 2.2, 2.5 bohren und schneiden.



Dann noch jeweils in 1-mm-Schritten M3 bis M12 schneiden und bohren.
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Alt 14.08.2004, 13:31
Rüdiger Pabst
 
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Ok. Dann weiß ich ja, wie fein ich bauen muss. M1 werde ich aber wohl kaum noch unterbieten wollen. Was sind denn auf dem Bild die Werkzeuge auf denen 1 und 2 steht? ( Am linken Bildrand ). Noch nie gesehen.
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Alt 14.08.2004, 13:48
Klabautermann
 
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Zitat:
Zitat von Rüdiger Pabst
Werkzeuge auf denen 1 und 2 ... Noch nie gesehen.
Das sind Aufnahmeadapter für die Gewindebohrer. Dann brauchst du kein zweites Schneideisen.


Jedoch verwende ich für die kleinen Bohrer immer einen Handkolben, hat man mehr Gefühl drin.
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Alt 14.08.2004, 14:47
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Harry Harry ist offline
 
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Mein Standardgewinde ist M1. Ich schneide aber selten Aussengewinde, da ich eine ganze Reihe von verschiedenen Schrauben in der Bastelkiste habe. Innengewinde dagegen mache ich sehr häufig.

Mein kleinster ist ein M0.8 Gewindebohrer, doch ich habe nur wenig Schrauben in der Grösse und benutze ihn daher nur selten.

Viele Grüsse

Harry
__________________
Neu auf meiner Seite: eine Leseprobe.
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Alt 14.08.2004, 18:20
Benutzerbild von Hellmut Kohlsdorf
Hellmut Kohlsdorf Hellmut Kohlsdorf ist offline
 
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Hallo Freunde

ich habe diese Woche gerade wieder beim Versuch ein 2mm Innengewinde in ein 3mm AL-Profil zu schneiden schiffbruch erlitten. Der Gewindeschneider hat das Drehmoment beim Schneiden nicht verkraftet und ist "abgedreht". Scheibenkleister. Meine Frage, habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht? Selbst das Bohren einer 1,8mm Bohrung um dann mit dem 2mm Gewindeschneider ein Innengewinde zu schneiden führt recht häufig zum abbrechen des Bohrers. Ich hab das Gefühl das ab einer Bohrtiefe von >5mm das Spiel der Bohrmaschine zu groß ist und die Bohrspitze abbricht. Offenbar war für meinen Gewindeschneider die 1,8mm Vorbohrung auch zu klein so das das Material des Gewindeschneiders das Drehmoment nicht aufnehmen konnte.
__________________
MfG



Hellmut
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Alt 14.08.2004, 18:25
Benutzerbild von Hellmut Kohlsdorf
Hellmut Kohlsdorf Hellmut Kohlsdorf ist offline
 
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Hallo Skipper

was nennst du einen Handkolben. Ich bin mir sicher das die Feinfühligkeit beim Gewindeschneiden kleiner Gewindedurchmesser entscheidend ist. Übrigens bin ich bei der Auswahl meines Gewindeschneidersets deinem Rat gefolgt. Ich habe in einem Fachgeschäft mir fürs Christkind einen hochwertigen Gewindeschneidsatz gekauft. Die 2mm Gewindeschneider habe ich dort allerdings zusätzlich bestellt, da der Satz nur bis =>3mm Durchmesser ausgestattet war.
__________________
MfG



Hellmut
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Alt 14.08.2004, 18:52
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Ümminger Kapitän Ümminger Kapitän ist offline
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Zitat:
Zitat von Modellskipper
Handkolben.
[klug******]kann es sein das das Teil Handkloben heißt.[/klug******]
__________________
Grüße aus Bochum
Andreas

My Waker Memorial
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Alt 14.08.2004, 20:15
Klabautermann
 
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Zitat:
Zitat von Ümminger Kapitän
kann es sein das das Teil Handkloben
Ach ja, du hast ja wieder so recht :wink:

Zitat:
Zitat von Hellmut
was nennst du einen Handkolben
Sorry, natürlich meine ich Kloben und genau den hier: http://www.fohrmann.com/d/shop/art/2722.htm

Zitat:
Offenbar war für meinen Gewindeschneider die 1,8mm Vorbohrung auch zu klein so das das Material des Gewindeschneiders das Drehmoment nicht aufnehmen konnte.
Ich drehe kleine Innengewinde immer mit der Hand.

Kannst du denn die Bohrmaschine auch rückwärts laufen lassen, so nach dem Motto 2 Umdrehungen vor und eine zurück?

Wenn du mal ein Gewinde mit der Hand schneidest, dann merkst du richtig, wie sich mein Zurückdrehen der Span löst.

1,8 sind bei weichen Metalle eigentlich nicht zu wenig. Ich habe auch schon in ein 1,5 mm Loch ein 2 mm Gewinde geschnitten, wenn auch nur aus einem "Notfall" heraus, aber ansonsten nehme ich auch 1,8 mm.

Wenn du beim Schneiden den Gewindebohrer nicht ab und zu zurückdrehst, dann kann sich der Span nicht lösen, der quetscht sich dann in das geschnittene Gewinde und der Bohrer frisst sich fest.

Ein normaler Bohrer hat ja eine Spirale und kann somit die Späne nach außen führen. Das hat eine Gewindebohrer nicht.

Der hat aber diese drei Nuten und dadurch können/sollen die Späne nach unten fallen, aber immer mal wieder den zurückdrehen, damit sich der Span lösen kann.

Du musst deshalb auch bei einem Loch was nicht durch das Material durchgeht etwas tiefer bohren, wie für das Gewinde benötigt wird und den Schneider ab und zu mal komplett rausdrehen, Späne "auskippen" und dann weiter schneiden, oder gleich komplett "über Kopf". Bei kleinen Teilen geht das ganz gut. Du spannts den Schneider in den Schraubstock und drehst das eigentliche Detail. Dies Späne bleiben dann nicht im Loch sondern fallen nach unten raus. Probier es aus.

Ich habe bisher erst einen 2er versenkt. Vielleicht ist das ja die Lösung deines Problems.

[Klug******er on]

@Ümminger ...

Wenn ich hier von Schneider schreibe, dann hat das nichts mit möglicherweise noch lebenden Personen zu tun. :wink:

[Klug******er off]
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Alt 14.08.2004, 20:34
Jens Thode
 
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Zitat:
Zitat von Modellskipper
Das sind Aufnahmeadapter für die Gewindebohrer. Dann brauchst du kein zweites Schneideisen.
Hallo,

das was Du mit dem zweiten Schneideisen meinst, ist ein Windeisen oder Gewindebohrerhalter. Schneideisen ist ja das, womit Du ein Außengewinde herstellst.

Das soll keine Klugmeierei sein und ich will auch keine Unwissenheit unterstellen, nur für den Neuling sollte es schon richtig bezeichnet sein.

Zitat:
Zitat von Modellskipper
Jedoch verwende ich für die kleinen Bohrer immer einen Handkolben, hat man mehr Gefühl drin.
Bis M2 nehme ich einen Griff aus Alu, Durchmesser 15 mm, Länge 80 mm in das ich ein passendes Loch für den Gewindebohrer gebohrt habe, und ein Quergewinde mit Madenschraube um den Gewindebohrer festzuklemmen.

Der Griff ist wegen des Gewichts aus Alu, je leichter der Griff um so mehr Gefühl hast man beim Gewindeschneiden.

Gruß Jens
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  #13: Einzeln / Thread     Top
Alt 14.08.2004, 20:39
Jens Thode
 
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Zitat:
Zitat von Hellmut Kohlsdorf
Hallo Freunde

ich habe diese Woche gerade wieder beim Versuch ein 2mm Innengewinde in ein 3mm AL-Profil zu schneiden schiffbruch erlitten. Der Gewindeschneider hat das Drehmoment beim Schneiden nicht verkraftet und ist "abgedreht". Scheibenkleister.
Hallo,

nimm mal Spiritus zum schmieren (Den Gewindebohrer, nicht Dich)

immer von Hand schneiden und öfter mal zurückdrehen damit der Span bricht.

Faustformel für Kernlöcher Gewindedurchmesser x 0,8, dann sollte es klappen.

Gruß Jens
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  #14: Einzeln / Thread     Top
Alt 14.08.2004, 22:38
Benutzerbild von Hartmut Wlodarczyk
Hartmut Wlodarczyk Hartmut Wlodarczyk ist offline
 
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Standard Gewindeherstwllung

Ahoi,

Jens ist schon auf dem richtigen Weg. Nimm einfach Schneidöl das hilft, wie der Name schon sagt. Das Zeug hat den gleichen Effekt wie "Bohrwasser" beim Bohren mit der Ständerbohrmaschine. Trotzdem alles gaaaanz vorsichtig und immer gur zurück drehen.

Mast und Schotbruch

Hartmut
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Alt 14.08.2004, 23:04
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commodore commodore ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Hellmut Kohlsdorf
...2mm Innengewinde in ein 3mm AL-Profil zu schneiden...
Ich weiß, dass mich viele dafür steinigen wollen (! :wink werden, aber ich habe in Alu sehr gute Erfahrungen damit gemacht, die Gewinde nicht zu schneiden, sondern zu drücken. Und zwar mit der Schraube selber: Für ein M3-Gewinde ein 2,5er Loch bohren und dann "einfach" eine M3-Schraube 'reindrehen.



Zitat:
Zitat von Hellmut Kohlsdorf
Der Gewindeschneider hat das Drehmoment beim Schneiden nicht verkraftet und ist "abgedreht".
Hier ist Schneidöl wohl der entscheidende Faktor, wie schon geschrieben wurde. Die Gewindegänge sind ja nun mal genau so groß, wie das Teil was sie geschnitten hat; daher ist die Reibung zwischen Werkzeug und Werkstück entsprechend groß. Hinzu kommt, dass das weiche Alu "schmiert" und so Material mitgezogen wird, wenn das Werkzeug nicht am Material vorbeikommt - also erschwert beim vermeintlich leichter zu bearbeitenden, weil weicherem, Alu, genau das das Gewindeschneiden.

Hinzu kommt, ebenfalls weil Alu so weich ist, dass der Schnitt nicht so sauber läuft, wie bei härterem Material. Dadurch weicht die Schneide vom Kurs ab, während der Rest des Werkzeugs aufgrund der unveränderlichen Geometrie des Teils bleibt wo er ist - und das Werkzeug bricht. Daher hier besonders gut darauf achten, auch schon gesagt, den Span oft zu brechen.
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Alt 15.08.2004, 00:54
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Seebär Harry Seebär Harry ist offline
 
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Moin Moin,

was mich wundert, das Ihr das alles quasi in einem Arbeitsgang macht.

Bei uns in der Werkstatt, werden oft Gewinde geschnitten, jedoch schneiden

die in 2 Arbeitsgängen. Ich frage am Montag mal, wie der erste, zum "vorbohren" heist,

hat einen speziellen Namen, den ich aber im Moment nicht weiß.

Dann könnte auch das abbrechen der Gewindebohrer evt. reduziert werden.

Allerdings bestehen die Sätze dadurch immer aus 2 "Bohrern".

Schließt aber das "schmieren" nicht aus.
__________________
Gruß, Seebär Harry

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  #17: Einzeln / Thread     Top
Alt 15.08.2004, 01:47
Rüdiger Pabst
 
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Zitat:
Zitat von Seebär Harry

was mich wundert, das Ihr das alles quasi in einem Arbeitsgang macht.
Mich nicht!

Es gibt Hand- und Maschinengewindebohrer.

Mit Handbohrern wird ein Gewinde in mehreren Stufen mit verschiedenen Gewindebohrern geschnitten. Der Maschinengewindebohrer ist so beschaffen, dass er alle 2-3 Schnitte auf einmal macht.

Zitat:

Bei uns in der Werkstatt, werden oft Gewinde geschnitten, jedoch schneiden

die in 2 Arbeitsgängen. Ich frage am Montag mal, wie der erste, zum "vorbohren" heist, hat einen speziellen Namen, den ich aber im Moment nicht weiß.
Ganz primitive Bezeichnung:

Vorschneider, Mittelschneider, Fertigschneider. War doch nicht so schwer, oder?

Manchmal wird der Vorschneider auch als Anschneider bezeichnet

Zitat:

Allerdings bestehen die Sätze dadurch immer aus 2 "Bohrern".
Immer ist leider falsch. Ein Satz kann auch aus drei Bohrern bestehen.

Führ alle die mehr wissen wollen:

Es gibt auch noch einen unterschied, ober der Bohrer für Sacklöcher oder Gewinde löcher benutzt wird. Dementsprechend ist der Bohrer an der Spitze anders gestaltet.

Zitat:
Zitat von Modellskipper

Ein normaler Bohrer hat ja eine Spirale und kann somit die Späne nach außen führen. Das hat eine Gewindebohrer nicht.

Der hat aber diese drei Nuten und dadurch können/sollen die Späne nach unten fallen, aber immer mal wieder den zurückdrehen, damit sich der Span lösen kann.
Es gibt auch Gewindebohrer mit mehr als drei Nuten. Und es gibt Gewindebohrer mit einem Schälanschnitt.

Dieser Schälanschnitt drückt die entstehenden Späne nach unten weg.

Dann gibt es auch noch Gewindebohrer mit Spirale.

Z.B. eine Gewindebohrer für Rechtsgewinde mit

1. Linksspirale: Fördert die Späne in Schneidrichtung ab.

2. Rechtsspirale: Fördert die Späne wie beim Bohren nach hinten weg.

Es gibt auch noch Bohrer, bei denen ab einer bestimmten Stelle jeder zweite Zahn ausgesetzt ist, um die Reibung zu verringern, und damit das Drehmoment.

Dann gibt es auch noch Bohrer, die im Vorderen Teil vorbohren, und dann in das vorgebohrte Loch das Gewinde schneiden.

Jetzt noch zu commodore

Auch dafür gibt es spezielle Werkzeuge. Nennt sich Gewindeformer. Gut für Metalle mit guter Verformbarkeit. (besonders Alu).

Zusammenfassung.

Egal welcher Bohrer. Wenn mit der Hand geschnitten wird, dann regelmäßig Späne brechen, und schmieren. Bei schmierenden Werkstoffen ( Alu, Blei) mit Spiritus. (Fenster öffnen) Ansonsten reicht für uns Hobbybastler meistens schon ein stinknormales Baumarktöl.

Wo bekomme ich M0,8 her?
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  #18: Einzeln / Thread     Top
Alt 15.08.2004, 05:38
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Hellmut Kohlsdorf Hellmut Kohlsdorf ist offline
 
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Hallo Freunde

danke für die Tips. Ja, mein Gewindeschneidesatz hat (hatte) 3 Schneider pro Gewindedurchmesser. Jetzt aber doch eine Nachfrage betreffs Bohren von Löchern, z.B. 1,8mm. Habe ich es richtig verstanden, ich muß in sehr geringer Umdrehungszahl und Spiritus, nicht für mich sondern für Bohrer, kurz Bohren, Linkslauf um Späne zu entfernen und wieder kurz bohren, bis fertig?

Übrigens habe ich vor dem Erwerb des Gewindeschneiders ebenfalls Schrauben zum "Gewindedrehen" verwendet. Werde mir den Handkloben bestellen, danke für den Tip Skipper.
__________________
MfG



Hellmut
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  #19: Einzeln / Thread     Top
Alt 15.08.2004, 09:23
Rüdiger Pabst
 
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Hallo Hellmut

Du bohrst übrigens keine Gewinde, sondern Du schneidest sie. Das kurze zurückdrehen dient erstmal nicht um Späne zu entfernen, sondern um die Späne zu brechen. Du schneidest das Gewinde (rechtslauf) nach wenigen Umdrehungen (2-3) drehst Du den Bohrer um 0,5-1 Umdrehungen zurück (linkslauf). Dabei spürt man je nach Material ein deutliches "Knack", wenn die Späne abbrechen. Diese Späne sollten nun aus dem Loch herausfallen. Mit der Zeit bekommst Du ein gutes Gefühl dafür, wie weit Du in beide Richtungen drehen kannst.

Bei einem Sackloch, am Besten das Teil, wie Skipper schreibt, kopfüber einspannen, oder den Bohrern wenn auf einmal sehr schwer geht ganz herausdrehen und Loch ausblasen.

Mit so einem Handkloben gehen kleine Gewinde deutlich besser herzustellen, da Du ein gutes Gespür dafür hast, wann der Bohrer festsitzt. Mit zwei Fingern bringst Du das Drehmoment viel feinfühliger auf.
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  #20: Einzeln / Thread     Top
Alt 15.08.2004, 09:39
Jens Thode
 
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Standard Gewindeschneiden

Zitat:
Zitat von Hellmut Kohlsdorf
Habe ich es richtig verstanden, ich muß in sehr geringer Umdrehungszahl und Spiritus, nicht für mich sondern für Bohrer, kurz Bohren, Linkslauf um Späne zu entfernen und wieder kurz bohren, bis fertig?
Hallo,

obwohl da schon einer schneller war, möchte ich auch noch mal sagen das es bei so kleinen (M0,5 - M3) Gewinden immer besser ist, das von Hand mit einem Kloben oder wie weiter oben von mir geschrieben mit einem selbstgemachten Gewindebohrerhalter zu machen. Das Gewicht einers Bohrschschraubers oder der Hebel am Bohrständer oder an der Ständerbohrmaschine geben einfach nicht das Gefühl wann man zurückdrehen muß um den Span zu brechen.

Übrigens, in dem Beitrag von Rüdiger Pabst, ist das Perfekt beschrieben.

Ich gehe mal davon aus das er aus der Branche ist, oder ein sehr Gutes Fachkunde Metall Buch hat.

Gruß Jens
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  #21: Einzeln / Thread     Top
Alt 15.08.2004, 09:51
Jens Thode
 
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Standard Gewindeschneiden

Zitat:
Zitat von Rüdiger Pabst
Wo bekomme ich M0,8 her?
Hallo,

Rüdiger habe ich schon die Adresse gesendet.

Falls da noch andere Interesse haben, wegen der Werbung eine PN oder Mail an mich, ich sende dann den Link zu.

Gruß Jens
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  #22: Einzeln / Thread     Top
Alt 15.08.2004, 10:06
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Seebär Harry Seebär Harry ist offline
 
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Zitat:
Zitat von Rüdiger Pabst

Mich nicht!

Es gibt Hand- und Maschinengewindebohrer.
Na, dann brauch ich ja am Montag nicht mehr fragen, und hab dazu gelernt.

Das war doch schön ausführlich.
__________________
Gruß, Seebär Harry

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  #23: Einzeln / Thread     Top
Alt 15.08.2004, 16:53
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commodore commodore ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Rüdiger Pabst
...Gewindeformer...
Ja, stimmt natürlich. Die von mir beschriebene Form des Gewinde-Drückens ist für zu faule und zu geizige Leute geeignet. :wink:

Darüber hinaus halte ich, unabhängig davon, ob mit Werkzeug oder Schraube gedrückt, in dem baumarkt- und modellbauladenüblichen Alu ein gedrücktes Gewinde für stabiler als ein geschnittenes.
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  #24: Einzeln / Thread     Top
Alt 15.08.2004, 19:07
Rüdiger Pabst
 
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In vielen Bereichen der Luft- und Raumfahrt, und auch bei Fahrradfelgen werden die Gewinde zur Stabilitätsverbesserung in Alu eingeformt und nicht geschnitten. Man hat im Gewinde einen gleichförmigen "Faser"verlauf in den Zähnen, der nicht zwischen den einzelnen Zähnen zerschnitten ist.

Zitat:
Zitat von Jens Thode
Ich gehe mal davon aus, dass er aus der Branche ist
Jepp. Bin Maschinenbauer.

Bei uns gibt es den Klischeésatz, "Alles unter M8 ist kein Maschinenbau". Darum fragte ich ja auch nach.
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  #25: Einzeln / Thread     Top
Alt 15.08.2004, 19:49
Jens Thode
 
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Standard Gewinde

Zitat:
Zitat von Rüdiger Pabst
Jepp. Bin Maschinenbauer.

Bei uns gibt es den Klischeésatz, "Alles unter M8 ist kein Maschinenbau". Darum fragte ich ja auch nach.
Hallo,

sowas ähnliches habe ich mir bei Deinen Ausführungen schon gedacht.

Ich bin Werkzeugmacher und habe in der Fertigung gearbeitet, da haben wir auch M 1 mit der Maschine geschnitten, allerdings waren das welche, die auch den Vorschub über Zahnräder ausgeführt haben und Natürlich unter fließend Schneidöl.

Gruß Jens
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