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Hallo Helmut
das ist wohl eine der umfangreichsten Fragen die Du stellen konntest. Na egal. Auch ich habe hier schon einige Postings zu Drehmaschinen reingesetzt, weil ich mir eine Kaufen wollte. Der Markt an Drehmaschinen ist jedoch groß und nahezu unüberschaubar. Für mich zu mindest. Ich habe im Moment jede Menge Infos von allen möglichen Firmen gesammelt. http://www.wabeco-remscheid.de http://www.rc-machines.com bei dem link bin ich mir nicht sicher ob de oder com Optimum ist auch so eine Firma http://www.knuth.de http://www.westfalia.de Bei den meisten habe ich mir einfach mal einen Katalog kommen lassen. Google Dich einfach mal durch. Auch nach Gebrauchtmaschinen. Dann kann ich folgende Bücher wärmstens empfehlen. "Drehen für Modellbauer Band 1 + 2" und auch "Fräsen mit der Drehmaschine" von Jürgen Eichardt erschienen beim VtH. http://www.vth.de Ich persönlich habe mir eine Anforderungsliste geschrieben, was die Maschine alles erfüllen soll, und was ich damit machen will, und kam zu dem Ergebniss, so etwas gibt es nicht. Entweder können die Maschinen alle Dinge die ich brauche, und sind auch einigermaßen erschwinglich. Aber die Präzision und Verarbeitung der Maschinen ist zum k..... . Oder die Maschine ist superpräzise und kann noch viel mehr als ich brauche, und leisten kann ich mir so ein Ding nicht. Resultat: Ich habe die Möglichkeit eine Werkstatt zu benutzen, so dass ich mir selbst eine Drehmaschine konstruiert habe, und die wenn die Pläne ausgedruckt sind und das Material beschafft ist, herstellen werde. Wenn Du noch mehr rausbekommst, kannst Du mir die Infos gerne noch zukommen lassen. Ich bin für alle Vorschläge offen. Gruß Rüdiger |
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Hallo Rüdiger
Du baust eine Drehmaschine selber? Wie geht so was und wäre das duplizierbar? Weiterhin sprichts du von einem Anforderungsprofil, könntest du den im Forum mit uns teilen? So ein Anwendungsprofil erlaubt einem im allgemeinen viel über die Gedanken dahinter zu erfahren und isz äußerst wertvoll. Ich bin jetzt an mehreren Fronten bei meinem Bau an Barrieren gestoßen. So zum Beispiel bei meinem verstellbaren Mastfuß für meinen kugelgelagerten drehbaren im Rumpf am Kiel befestigten Mast. Eine Werkstatt hier knüpft mit für die verschiedenen Drehteile um die 60,-Â? ab. Nun bin ich leider arbeitslos und Kopf ein 5 köpfigen Familie, da muß ich mir eine Drehbank die irgendwo zwischen knapp 700 und 900 Â? kostet für sehr lange Zeit das Geld sparen. Also möchte ich sicherstellen das ich einen guten Kauf anpeile. Bevor ich 60 Â? in einen Lernprozeß investiere, gebe ich lieber die größere Summe aus um eigene Lernerfahrungen zu machen. Wie beim ALC7000 Expert, da hat das Forum einigen von uns zum Kauf eines spitzen Ladegerätes geholfen. MfG Hellmut
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MfG Hellmut |
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So jetzt endlich.
Mein Problem war immer, das die meisten billigen Drehmaschinen viel zu ungenau hergestellt sind, und auch bei den teuren kleine aber wichtige Details nicht gut gelöst sind. Ich habe an der Uni 4 Drehmaschinen zur Auswahl, und dadurch bin ich schon sehr verwöhnt. Jede Drehmaschine für den Heimwerker ist gegen die großen der letzte Dreck. Naja das ist jetzt hart ausgedrückt, aber irgendwoher muss halt der billige Preis kommen. Mein Traum wäre natürlich eine richtige konvetionelle Drehmaschine von Weiler. Aber wo soll ich die in meiner Studentenbude aufstellen. Besser noch die Frage, wo bekomme ich so nebenbei mal 25.000Â? her? Also habe ich mich hingesetzt und die Pläne gründlich studiert, was für Teile den überhaupt gedreht werden, und aus welchem Material. Beim Material hat sich dann folgendes gezeigt: Die meisten Teile sind aus MS. Weitere Teile werden aus Alu, Automatenstahl, Silberstahl, evtl. Kupfer, und natürlich aus Kunststoff hergestellt. Das heißt, die Antriebsleistung braucht nicht sehr hoch zu sein. Ich denke 500W werden mir ausreichen. Die einzigen Teile aus V2A (1.4301) ist die Antriebsanlage, und genau die stelle ich in einer anderern Werkstatt her. Somit reicht für die Teile eine kleine Drehmaschine mit einer Spitzenweite von 250mm und einer Spitzenhöhe von 80mm. Soviel zu den groben Abmessungen. Ich habe weiterhin festgestellt, dass ich wohl so schnell keine Gewinde mit der Maschine schneiden muss, sondern dass ich das bequem mit der Hand machen kann. Sollte ich mal mit der Maschine schneiden müssen, kann ich die nötige Zugspindel noch dazukonstruieren. Das heißt, ich habe keine Leit- oder Zugspindel, sondern nur einen Kreuzsupport, den ich per Hand axial an eine andere Stelle schieben kann, wenn mir der Platz nicht ausreicht. Wo mache ich weiter. Bei Spindelstock. Wichtig ist hier für mich ein einstellbares Kegelrollenlager, um Spielfreiheit zu gewährleisten. Der Hauptspindeldurchlass wird bei mir 7mm betragen. Das reicht nahezu vollständig aus. Mein Wunsch war ein möglichst exakter Kreuzsupport, bei dem die Spindeln möglichst keinen Totgang aufweisen, und die Zahlen der Skalenringe und der Nullpunkt sehr fein und genau abzulesen sind. Bei den Wabeco-Maschinen ist der Nullpunkt einfach mit einem Meißel eingeschlagen. Schade. Ich verwende als Spindelsteigung ein M6*0,5mm Gewinde. Somit kann ich axial bei einer Umdrehung 0,5mm zustellen, und radial drehe ich bei einer Umdrehung den Durchmesser um 1mm kleiner. Weiterhin wünsche ich mir einen "Toten Gang", der kleiner ist als eine viertel Umdrehung. Als Führungen für den Kreuzsupport, verwende ich eine Schwalbenschwanzführung, da ich diese ohne Probleme einstellen kann. Der Obersupport wird drehbar ausgeführt, so dass ich auch Kegel drehen kann. Für den Stahlhalter will ich eine Vierstahlhalter. So kann ich vier Stähle gleichzeitig einbauen, und mit einer vernünftigen Rastung, habe ich eine perfekte Wiederhohlgenauigkeit bei der Serienfertigung.(z.B. Relingstützen). Schnellwechselhalter sind mir viel zu teuer, und lohnen sich im Modellbau nicht. Backenfutter für so kleine Maschinen gibt es auch zu kaufen, so dass ich auch Teile mit einem größerem Umfang als 7mm ohne Probleme drehen kann. Die Hauptspindel bekommt eine Steilkegelaufnahme, so dass ich einen selbstgedrehten Satz von Zugspannzangen in jeder beliebigen Abstufung einsetzen kann. Natürlich dürfen dann auch Stufenspannzangen nicht fehlen. Wichtig ist für mich auch ein vernünftiger Antrieb. Ich werde den Antrieb elektronisch regeln. D.h. die Drehzahl kann ich stufenlos einstellen, und die Elektronik wird mir eine vernünftige Momentennachführung machen. Sprich: Die Drehzahl bleibt auch bei wechselnder Belastung konstant. Ich hoffe ich habe genung geschrieben. Sollten Fragen zu Detaillösungen sein: dann fragt einfach wieder nach. Empfehlen kann ich wirklich nur die Bücher von Jürgen Eichardt. Tschau Rüdiger |
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Zitat:
Von was :grin: ? Bisher habe ich nur die Drehmaschine geplant. Das heißt alle Daten sind per CAD auf'm PC. Bilder von der Maschine existieren somit noch nicht. Im Moment bin ich daran die Pläne zu erstellen und auszudrucken. Der nächste Schritt wird sein, dass ich mit verschiedenen Leuten über Optimierungsmöglichkeiten spreche, und danach werde ich mit Material beim Schrotthändler zusammensuchen, und dann fange ich erst mit der Herstellung an. Das ist noch ein langer Weg. Wenn ich mal Bilder haben sollte, so werde ich versuchen die auch anderen zugänglich zu machen. Weiß aber noch nicht wie. Kommt Zeit, kommt Rat. |
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Vielen Dank Rüdiger, bist wirklich zu beneiden über die Uni so einen guten Zugang zu Drehmaschinen zu haben. Ich habe seit meinem Industriepraktikum bei Dornier in Immenstaat am Bodensee leider keinen mehr und das liegt 24 Jahre zurück.
Ich kann mich nur den anderen anschließen und dich bitten an deinen weiteren Erkenntnissen teil lassen zu lassen. Die von dir empfohlenen Bücher werde ich mir zulegen. Hellmut
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MfG Hellmut |
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Bin am Mittwoch im Toom auf ein Buch von Proxon gestoßen, "Handbuch für kreative Modellbauer". darin steht eine Menge in 282 Seiten, unter anderem zum Thema Drehmaschinen. Das Beste, es ist kostenlos. Ich denke man sollte sich das holen.
Hellmut
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MfG Hellmut |
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Anstelle vom M6x0,5 würde ich lieber Trapezgewinde nehmen, weil 1. ist es genauer und 2. hat man da weniger Verschleiß. Noch besser wäre natürlich eine Kugelrollspindel, die hat kein Spiel.
Um das Spiel der Spindel klein zu halten gibt es auch ne einfache Lösung, zwei Messing oder Bronceklötze mit dem entsprechenden Gewinde drin, wobei ein Klotz fest am Schlitten montiert ist und eins über Langlöcher verschiebbar. Dadurch kann man das Spiel auch einstellen wenn es durch Ver****** größer wird. Was auch noch zu beachten ist: Ausreichende Drehzahl! 4000 U/min sollten es schon sein. Und anstelle von Kegelrollenlagern nimm lieber Schulterlager, die kann man genauer einstellen. 1.4305(AutomatenVA) läßt sich besser zerspannen als 1.4301 MfG Wolf310 |
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Hallo Wolf310
Zitat:
Aber ich muss diese Dinge erstens fertigen können, und zweitens auch noch bezahlen. Die Möglichkeit das Spiel mit zwei Gewindemuttern noch einzustellen habe ich auch schon angedacht, allerdings hat die Erfahrung bei vergleichbaren Drehmaschinchen gezeigt, dass dies auch nach Jahren nicht unbedingt nötig ist. Die Drehzahl von 4000 U/min lässt sich bei Bedarf durch andere Motoren sicherlich realisieren. Was bitte schön sind Schulterlager??????? Ich kenne:
aber von Schulterlagern habe ich noch nichts gehört. Zitat:
1.4301 habe ich für die Antriebsanlage meines Schiffes benötigt, und da gab es das gewünschte Rohr nur in 1.4301. Abmessungen das Rohres sind 12*4 auf 600mm Länge. Bin auch weiterhin für alle Möglichen Tips offen viele Grüße Rüdiger |
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So hab mich jetzt erstmal angemaldet. :wink:
Schulterlager (DIN615) sind so ähnlich wie Schräglager (DIN628). Beim Schulterlager ist die Aussenschale innen Kegelförmig, wärend Schräglager innen Zylindrisch sind und die Innen und Aussenschalen gegenüberliegend nur eine Anlauffläche haben. Schulterlager sind auch laufruhiger als Kegelrollenlager. Und K.lager kriegt man nicht wirklich Spielfrei eingestellt (weniger als 0,01mm), und wenn doch läßt sich die Spindel entweder garnicht oder nur schwer drehen. In meiner Drehbank (im Betrieb) sind 5 Schulterlager eingebaut. Es wäre auch von Vorteil wenn das Bett und der Bettschlitten eine Prismenführung haben. Trapez und sonstige Gewindestangen gibt es fertig zu kaufen. Ein Schnellwechselhalter kann man sich auch ganz einfach selbermachen, schau dir mal die Halter von "Parat" an, die haben ne Schwalbenschwanzaufnahme. |
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@ wolf310
Hallo und erstmal herzlich willkommen als offizielles Mitglied :wink: Jetzt bin ich wieder auf dem Laufenden. Also ich habe jetzt alle meine Unterlagen recherchiert, und ich denke ich weiß Bescheid. Schrägkugellager sind selbsthaltend. Da: Aussenschale ein hohe und eine tiefe Schulter. Innenschale entweder zwei hohe, oder nach DIN 628 eine hohe und eine tiefe Schulter. Schulterlager sind nicht selbsthaltend Aussenschale nur eine hohe Schulter andere Seite übergangslos kegelig. Innenschale entweder zwei hohe, oder eine hohe und eine tiefe Schulter. Auch Schulterlager fallen bei den meisten Hersteller in die Kategorie "Schrägkugellager" . zB. FAG SKF INA... Bei FAG nennen sich diese Lager Spindellager mit höchster Führungsgenauigkeit und Drehzahleignung. Bei SKF sind sie unter der Rubrik "Genauigkeitslager " Untergruppe "Schrägkugellager" zu finden. Wir haben den Begriff Schulterlager nie gelernt, sondern immer nur Schrägkugellager, mit den unterschiedlichen Bauvarianten. OK jetzt sind wir wohl auf dem gleichen Stand. Mein Problem: Spindellager sind weit teuerer als KEROLAs. Das ein Bett mit Prismenführung vorteilhaft ist weiß ich. Kann ich aber nicht herstellen. Bis jetzt kann ich die gesamte Drehmaschine komplett herstellen. Für alle Teile die später irgendwelche Passungen haben, oder anderweitig hochgenau sein müssen, werde ich wahrscheinlich nicht an meinem Eigenbau arbeiten. Ein Schnellwechselhalter lohnt sich im privaten Bereich nicht. Für mich zu teuer. Wenn ich später mal im Beruf mehr Geld verdiene, dann werde ich mir sicherlich im Laufe der Zeit eine eigene größere Drehbank kaufen. Aber auch dann werde ich sicherlich die ganzen Miniaturteile für mein Modellboot auf dem "Uhrmacherdrehstuhl" machen. Uhrmacherdrehstuhl verdient meine Drehmaschine nicht mehr, dazu ist sie schon zu groß. Die Abmessung über alles ist (L*B*H): 550*250*150. Die Hauptspindel ist im gesamten nur ca 200 lang. 30mm gehen mit den Riemenscheiben drauf. Weiter 30mm sind das Handrad für die Zugspannzangen und die Einstellung für die Lager. 20mm Schaut die Spindel vorne raus, und 20mm nehmen die Lagerdeckel an Platz weg. Wo soll ich in den verbleibenden 100mm 5 Spindellager unterbringen Wie groß ist denn deine Drehbank? Danke noch mal für die Tips, die haben wirklich Hand und Fuß. Aber ich muss die Maschine selber herstellen können, sie darf bis auf die Lager nichts kosten, und es gibt nur ein kleines Maschinchen für die ganzen Details. und auf ein halbes Zehntel werde ich damit sicherlich schaffen können, wenn nicht sogar besser. Hab ich das richtig verstanden, dass die Drehbank bei dir auf der Arbeit steht? Kannst Du die jederzeit benutzen? Ich habe auch große Drehmaschinen die ich benutzen kann. Allerdings müssen die Maschinen dazu gerade frei sein, und ich kann halt nicht zu Hause arbeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit. Schöne Grüße Rüdiger |
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Also erstmal das ist natürlich nicht wirklich meine eigene Maschiene, ich bin nur der einzige der damit Arbeiten kann :wink:
Ist ne Seiger SLZ500E, Spitzenweite 1500mm, Spindeldurchlas 92mm, Antriebsleistung 24kW, Drehzahl 3000 U/min. HP von meinem Arbeitsplatz:http://www.kux-gmbh.de/index_1.html Meine Maschine: ![]() Was hast du den zur Verfügung um deine Maschine zu bauen? |
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Hallo wolf310
jetzt endlich habe ich die Namen der Maschinen aufgeschrieben, die ich benutzen kann. Die Drehmaschinen sind:
Die Fräßmaschinen sind:
Ich hoffe Du kannst was mit den Maschinenbezeichnungen anfangen. Das sind alles Universal Fräß- und Drehmaschinen. Gruß Rüdiger |
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