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Die Estelle

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4 Antworten in diesem Thema

#1 nach oben Uemminger Kapitaen

Uemminger Kapitaen

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  • 9.125 Beiträge:

Geschrieben 04 Februar 2006 - 00:22

Nach langer Segelabstinenz war ich nun schon länger auf der Suche nach einem neuen, ökologisch angetriebenen Modell.

Nachdem nun auch bei den Segelschiffen der Markt fast nur noch Ready To Run Modelle hergibt, meist sehr mickrig anzusehen und zu horrenden Preisen.

Dann gibt es wiederum Bausätze die preislich interessant sind, nun ja aber mit schlechten Augen kann man die durchaus nicht schlechten Modelle kaum erkennen und bei auffrischenden Wind sind sie überfordert.

Also musste was preiswertes grosses her, das fand ich in der Estelle, von Robbe. Mit 110 cm Länge genau das richtige und immer noch leicht zu händeln.



Was man von der riesigen Kiste nicht gerade sagen kann.

Kiste.jpg



Da dies nach langer Zeit mein erster Baukasten aus neuerer Produktion ist, war ich angenehm überrascht, das der Kasten wirklich komplett ausgestattet ist.

Was noch fehlt ist die RC Anlage mit Segelwinde, Servo und Empfänger.

Kastenansicht2.jpg

Zwischen zwei Pappkartons wurden die Segel knitterfrei geliefert.

Segelsatz1.jpg

Alles inklusive, der früher immer fehlende und extra zu zahlende Beschlagsatz, wo natürlich immer wichtige Teile die man zum Bau benötigte, enthalten waren.

Der Bootsständer mit sämtlichen Materialien ist ebenso vorhanden.

Kasteninhalt.jpg

Der Rumpf ist bereits montiert, sämtliche Bohrungen sind vorhanden und da wo nötig sind auch Nietmuttern eingesetzt.

Das RC Brett ist, zusammen mit der Kieltasche auch schon eingebaut, im Grunde ist die Estelle auch schon fast fertig.

Alle benötigten Kleinteile sind Baustufenweise verpackt, sodass man immer nur die Kleinteile vor sich hat die man aktuell benötigt. Der Segelsatz liegt zwischen zwei Kartons gut geschützt und knitterfrei obenauf.

 

 

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#2 nach oben Uemminger Kapitaen

Uemminger Kapitaen

    SchiffsModell.net e.V. Vereinsmitglied

  • 9.125 Beiträge:

Geschrieben 11 September 2015 - 17:05

Die Montage

 

 

Die Montage der Estelle fängt, wie bei fast jedem Baukasten, mit dem Ständer an, der Ständer ist ein bewährtes Klappsystem, was für die Lagerung optimal ist, für den einfachen Transport des Modells aber noch modifiziert werden muss, an beiden Seiten mussen noch je ein Tragriemen montiert werden.

Ansonsten habe ich lediglich eine zusätzliche Unterlegscheibe als Abstandhalter zwischen die Schenkel gelegt, sodass der Ständer sich leicht zusammenklappen lässt.

Baustufe0.jpg

 

 

Der Rumpf

 
Im nächsten Schritt werden der Ruderkoker, sowie die Durchführung des Rudergestänges montiert,

die Kielbombe wird mit dem Schwert verklebt und ich habe, nachdem der Kleber getrocknet war den Rumpf umgedreht in den Ständer gelegt, den Kiel in die Kieltasche gesteckt und das Ruder in dem noch nicht verklebten Koker gesteckt, so konnte ich den Ruderkoker schön gerade einkleben und das Ruder steht fluchtend zum Kiel.

Baustufe1.jpg

So ganz ohne Modifikationen ging auch dieser Bauschritt nicht zu Ende .

Das umbebördelte Messingrohr sollte einfach in die Bohrung gesteckt und verklebt werden, stattdessen habe ich die Bohrung angesenkt damit der Ruderkoker bündig in der Bohrung sitzt und somit strömungsgünstiger ist.

BohrungRuderkoker.jpg

(Auf diesem Fota kann man auch sehr gut die Materialstärke erkennen)

RuderkokerNah.jpg

In diesem recht frühen Bausstadium wird schon das Ruderservo und die Segelwinde eingebaut, in späteren Bauabschnitten wir einem auch k.lar warum.

Baustufe2.jpg

Durch die zu erwartenden hohen Ströme der Segelwinde habe ich dann noch den Empfänger etwas modifiziert damit die Leiterbahnen zwischen den Servosteckern nicht als Sicherung dienen und bei höherer Belastung durchbrennen.

Empfaenger.jpg

Die nachgelöteten Leiterbahnen sind nun in der Lage höhere Ströme zu verkraften.

EmpfaengerMod.jpg

Vorsicht! Durch diesen Eingriff erlischt die Garantie des Empfängers und man sollte darauf achten das wirklich nur die Kontakte entlang der entsprechenden Leiterbahn miteinander verbunden werden und keine Verbindungen zu anderen Leiterbahnen oder Lötpins entstehen, sonst rauchts und der Empfänger ist im Himmel.

Im Zweifelsfall lieber auf ein V - Kabel zurückgreifen


Der nächst Schritt ist dann das komplettieren der Empfangsanlage mit Schalter, Akku und Empfänger, sowie das Verlegen der Antennenlitze.

Baustufe3.jpg

Wobei das Durchfädeln der Antennenlitze zu einer üblen Fummelei ausarten kann, da man eigentlich gar keinen Platz hat um mit der Hand daran zu kommen und die Litze durch die Bohrung zu pfriemeln, mit einer gekröpften Spitzzange wäre das möglich, dafür müsste man aber die Bohrung von innen sehen können, das erhöht die Trefferquote.

Man könnte ja auch ein Kabel von aussen durchfädeln und dann an die Antennenlitze stumpf anlöten, geht aber auch nicht weil die Lötstelle dann zu dick ist.

Bohrung vergößern ist auch hinfällig, man will ja keinen Wassereinlauf schaffen.

Nun, ich habe mir folgendermaßen geholfen, ich habe das Kabel des Empfängers getrennt, von außen durch das Deck geführt und innen einen 2 mm Goldstecker angelötet, das Gegenstück an den Empfänger und so hats dann funktioniert.

Baustufe3-Antenne.jpg



Auch diese Änderung am Empfänger lässt die Garantie erlöschen, das ist gleichbedeutend mit mutwilliger Beschädigung. Auch sollte darauf geachtet werden das die Litze, egal ob die originale die getrennt wurde, oder eine andere immer so lang ist wie die original Antenne, dann gibt es keine Empfangsprobleme von der Seite. Auch wenn eine Stabantenne montiert wird muss die Litze um das Maß gekürzt werden.

Langsam aber sicher wird klar warum die Empfangsanlage so früh eingebaut wurde, es wird eng im Rumpf, die Schotführungen ragen bis kurz vor die Winde, die Rohre sind schon vorgebogen, was die Sache aber nicht unbedingt erleichtert, es kommt einem Geduldspiel gleich die Schotführungen, ohne sie weiter zu verbiegen an den Servokabeln vorbei zu manövrieren das sie vor der Winde ankommen und nicht unter dem RC Brett.

Das Rudergestänge macht keine Schwierigkeiten, es ist ja sehr gut zugänglich.

Baustufe4.jpg

Nachdem nun die Umlaufschot montiert ist, wird der Rumpf mit sämtlichen Beschlagteilen bestückt die zum abspannen des Riggs und zur Schotumlenkung notwendig sind.

In naher Zukunft werden an den Umlenkungspunkten aber noch richtige Umlenkblöcke montiert, die Umlenkung durch Ösenschrauben sagt mir nicht wirklich zu.

Ebenso wird die Umlenkrolle der Umlaufschot durch eine kugelgelagerte Version ersetzt.

Damit ist die Montage des Rumpfes auch schon abgeschlossen, ich hadere derzeit noch ob und wie ich den Rumpf lackiere oder ob ich erstmal den beiliegenden Dekorbogen benutze, allerdings ohne die Werbung, sorry Fa. Robbe, wer mich auf das Modell anspricht dem gebe ich gerne Auskunft und verweise an Sie, aber mit einer Litfasssäule möchte ich nicht segeln.

Baustufe6.jpg
 
 
 
 
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Uemminger Kapitaen

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  • 9.125 Beiträge:

Geschrieben 11 September 2015 - 17:05

Das Stell

 

Die Montage der Bäume verlief auch soweit problemlos, wenn ich einen Augbolzen nicht zu kurz geschnitten hätte, aber man hat ja glücklicherweise Ersatzteile im Fundus.

Baustufe7.jpg

Im Gegensatz dazu verlief die Mastmontage nicht ganz so glücklich, im unteren Teil der Keep sollen zwei aufgebogene Ösenschrauben in den Keepeinsatz, einem Kunststoffteil, eingedreht werden. Die obere ist das Baumlager, die untere der Befestigspunkt des Niederhalters.

Die untere Ösenschraube lies sich mit den Fingern nicht mehr weiterdrehen, aber musste, wie auf den Bildern der Anleitung zu sehen war, noch weiter eingedreht werden. Man nimmt sich als eine Zange zu Hilfe und in der ersten Umdrehung riss die Schraube ab.

Ausbohren war nicht möglich, durch die entstehende Hitze wäre das Kunststoffteil geschmolzen, aber es war eine weitere Bohrung in diesem Keepeinsatz, dort gabe ich noch ein Loch in den Mast gebohrt und eine neue Ösenschraube eingedreht, keine Ahnung warum die eine Schraube abgerissen ist, wahrscheinlich ein Materialfehler, denn so groß war die Kraft beim eindrehen nicht.

Schmunzeln musste ich aber wieder bei dem Punkt, Zitat aus der Anleitung: ?Die Saling von oben auf den Mast schieben und Blechschraube 8.5 zur Arretierung in das untere Mastloch eindrehen? Bild 63. Den S-Haken 8.6 gem Bild 64 zurechtbiegen und über der Saling am Mast einhängen.? und weiter: ?- Den Topp-Beschlag 8.7 probeweise aufstecken ? Bild 65, danach Topp-Beschlag und Saling zwecks Montage der Wanten wieder abnehmen.?

Zuvor wird in die Saling noch ein Schlitz gefeilt damit die sich nicht verdrehen kann.

Die Saling wird also montiert und verschraubt, danach wird der Topbeschlag montiert und gleich darauf wird alles wieder zerlegt um die Wanten zu montieren. Ich denke die könnte man auch vorher montieren.

Was allerdings fehlt ist der Hinweis, das Saling und Topbeschlag anschließend auch wieder montiert werden müssen. ;-)

Baustufe8.jpg

Als nächstes wird nun der Mast aufgestellt, nachdem die Segel vormontiert wurden, d.h. mit Segellatten und Verstärkungen versehen wurde und das Großsegel am Mast angschlagen wurde, wo ich wieder Angst um die Ösenschrauben bekam, die müssen auch wieder zugebogen werden.





Da mir irgendwie immer eine Hand fehlte habe ich mir anders geholfen damit das Stell nicht immer umfällt.

Baustufe9-1.jpg

(getreu dem Motto: "Weist du keinen Rat, nimm Draht"!)

Nachdem das Focksegel auch angeschlagen ist und Wanten und Achterstag lose montiert sind wird der Mast senkrecht ausgerichtet, ich habe mir dazu ein Senklot an der Decke befestigt und, wie auch in der Anleitung aufgezeigt, den Rumpf mit einer Wasserwaage im Ständer ausgerichtet.

Baustufe9-2.jpg

Da steht sie nun, aufgeriggt und fast fertiggestellt.

Baustufe9-3.jpg

Der letzte Bauabschnitt besteht nur noch aus dem Anschlagen der Schoten und dem montieren der restlichen Beschlagteile wie Steuerrad Spillköpfe und die Spinakerbäume.

Baustufe10.jpg

Leider konnte die Estelle noch nicht ihrem Element übergeben werden, ich fürchte mit Eisbrechen wird sie etwas überfordert sein.

Der Bericht über die Fahreigenschaften flogt später.


 

 

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Uemminger Kapitaen

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  • 9.125 Beiträge:

Geschrieben 11 September 2015 - 17:15

Ich habe da mal die Bilderlinks repariert und die Kommentare abgetrennt. Die sind nun hier: http://www.schiffsmo...lle/?hl=estelle



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Uemminger Kapitaen

    SchiffsModell.net e.V. Vereinsmitglied

  • 9.125 Beiträge:

Geschrieben 20 März 2017 - 22:05

Watt? Die Schüssel ist auch schon wieder 11 Jahre alt?

Na ja, hat sich aber gut gehalten dafür. Schwächelt nicht und das, obwohl sie nicht gerade geschont wird.

Hat schon die eine oder andere Wurfwasserung hinter sich. :mrgreen:

 

Ja, ich frag höchstens drei mal, ob ich mal an den Steg darf. Wenn das zuschauende Volk nicht an die Seite geht, dann fliegt der Kahn eben über die Köpfe der im Weg stehenden.

Landed mit einem satten Geräusch im Wasser, was für einen Schrecken und nassen Füßen der im Weg stehenden sorgt.

 

Die Baumbefestigung des Bausatzes hat ja schon länger überlebt, als erwartet. Bei Bau war ja schon eine der Ösenschrauben abgrissen, obwohl ich nicht viel Kraft aufgewändet habe.

Das liest man aber in vielen Bauberichten.

 

Sei es wie es ist, beim letzten Usertreffen hat es die Konstruktion dann zerlegt.

 

Notdürftig geflickt, hielt dass dann erst mal wieder. Ein UT ohne Segler geht ja gar nicht.
Estelle_20170320_194056-2017.jpg

 

Das Provisorium hat auch einige Einsätze überstanden, bis ich ihm heute mit dem Seitenschneider zu Leibe gerückt bin.

 

Ich hatte da im 3D mal was neues gebastelt. Und, natürlich, drucken lassen.

 

Estelle_20170320_193901-2017.jpg Estelle_20170320_194006-2017.jpg

 

Der Innendurchmesser ist 0,4mm größer als der Mastdurchmesser. In die Aussparungen kommen M2 Muttern.

 

Estelle_20170320_194025-2017.jpg

 

Durch den Schlitz, wird das ganze dann am Mast geklemmt.

 

Wenn schon Sch**ß*, dann auch mit Schwung. Die beiden Gelenkstücke nehmen Kugellager auf.

 

Estelle_20170320_202547-2017.jpg

 

Der Baum musste dadurch, dass der Umlenkpunkt nun etwas weiter vom Mast absteht, ca. 5mm, auch um das Maß gekürzt werden. Die Gabel hat dann nach für eine bessere Stabilität eine Auflagefläche spendiert bekommen.

 

Estelle_20170320_211540-2017.jpg

 

Ja, die Neuwerk eignet sich auch Prima als Ablage für ein Rigg.

 

Kommentare? Anregungen? Fragen zu dem Beschlag, der btw. auch an einer Robbe/Kyosho Windstar passt, weil gleicher Mast? Jou, immer ran damit.


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