Ralph Cornell

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About Ralph Cornell

Freiwillige Angaben

  • Schwerpunkt im Modellbau
    Modellbau (Flug und Boot)
  • Wohnort
    Berlin
  • Interessen
    Modellbau, Fantasyliteratur
  • Beruf
    Rentner. Urspr. Hausmeister, Mechaniker
  1. Scheint so, als würde beim Hartlöten Dein Lot gerade so flüssig werden, aber das Untergrundmaterial ist zu kalt! Anders als beim Weichlöten, was ja an sich eine bessere Form des Klebens ist (Haftung durch Adhäsion), verbinden sich beim Hartlöten die Moleküle des Lots an der Oberfläche mit den zu verlötenden Teilen - eine Art oberflächliche Legierung. Wenn Du es nicht schaffst, die zu verbindenden Teile auf eine Temperatur zu bringen, die heller Rotglut entspricht, wird es wohl mit dem Hartlöten durch Widerstand nichts werden.
  2. Bei diesen Keramik-Widerständen muss man hübsch vorsichtig sein, denn der Widerstandsdraht, der auf dem Glimmerröhrchen in der Mitte aufgewickelt ist, ist unter den Kupferbewehrungen an den Enden nur festgeklemmt. Wenn man allzu sehr mit den Anschlussdrähten herumfuhrwerkt, kann das Glimmerröhrchen brechen und der Widerstandsdraht hat dann keinen Kontakt mehr. Ein Trick, um ein Verrutschen des Dochtes zu verhindern: Man lässt die Anschlussdrähte so ziemlich auf voller Lange und biegt sie nach dem Fixieren an den Anschlüssen (Löten oder festklemmen) wieder nach innen. Die Enden winkelt man ab und kann so den Docht zwischen diesen Enden leicht einklemmen, so daß er nicht auf dem Röhrchen hin und her rutschen kann. Dann kann ruhig schwere See kommen und das Rauchmedium im Tank hin- und herschwappen - die Schlaufe rutscht dann nicht mehr hin und her.
  3. Also, ein Beier Modul läßt sich simpelst auch für andere Schiffe verwenden. Prinzipell brauchst Du nur für jedes Schiff eine andere SD-Karte. Was mir an den Beier Modulen so gefällt, ist die Flexibelität. Dadurch, daß man an dem Ding Sequenzen programmieren kann, kann man die verrücktesten Funktionen realisieren. Ich habe beispielsweise an meiner "Weser" eine Morselampe auf der Flaggenrahe. Wenn ich die entsprechende Funktion aufrufe, morst das Schiff selbsttätig in ununterbrochener Folge seinen Namen: W-E-S-E-R. Es lassen sich Servosequenzen programmieren und/oder Ausgangssequenzen. Und, last but not least: Man kann mit dem Ding einen nicht allzu großen Smoker direkt betreiben, mit getrennten Einstellungen für Heizelement und Lüfter. Und Du willst doch die "Monitor" als Dampfer betreiben, oder? Zu Deiner halben Frage, ob sich das Modul auch für andere Schiffe verwenden lässt. Kommt darauf an, was Du alles daran anschließen willst. Dann sollten alle Verbindungen trennbar sein, logisch. Das meiste an dem Modul ist sowieso als steckbar ausgeführt, entweder mit Pins oder Klemmleiste. Kommt nur darauf an, wie gut Du an das Modul rankommst. Eine Nachricht noch am Rande, die nichts mit diesem Thema zu tun hat: Unser ehemaliger Teilnehmer Jester treibt jetzt im Beier-Forum sein Wesen (oder Unwesen).
  4. Ich habe mich übrigens getäuscht, Leute - nicht Beier Electronic hat diese Transducer, sondern die Konkurrenz... Benedini. Dieser Link führt zur Seite von Benedini. Beier hat keine Transducer, und das hier gezeigte Ding war ein ganz normaler Lautsprecher. Transducer haben keine Lautsprechermembran, sondern die Fläche, an der sie montiert werden, ist die Membran. In Deinem Fall wäre es die Deckfläche selbst, die ins Schwingen gerät. Ich selbst habe noch keine Versuche mit den Dingern gemacht, aber ich könnte mir vorstellen, daß einige Versuche nötig sind, um eine geeignete Fläche zu finden, die den Schall richtig und ohne Verfälschungen generiert. Falls Du ein Beier-Modul benutzt, hast Du ein Problem weniger: Der von Benedini gezeigte Tranducer von Visaton ist für eine Verstärkerleistung von 20 Watt gebaut. Gerade diesen Wert liefert auch der interne Verstärker des Beier-Moduls. Und da das Beier zwei Lautsprecher-Ausgänge hat, könntest Du sogar 2 von den Dingern motieren! Eine Menge Krach!
  5. Unter Umständen sind gar keine Schallöffnungen nötig! Beier electronic hat sogenannte Transducer. Das sind im Prinzip Lautsprecherkerne, die fest an einer schwingfähigen Oberfläche befestigt sind. Sie versetzen diese Oberfläche in Schwingung, wodurch der Schall erzeugt wird. Also sind keine Schallöffnungen und keine Durchbrüche im Deck nötig.
  6. Ich weiß nicht... Ihr scheint ja die Variante zu bevorzugen, wo der Luftstrom vom Lüfter zuerst in eine separate Kammer eintritt. Das ist so weit ganz nett, weil dadurch die Gefahr, daß der Heizwiderstand im Rauchmedium "ersäuft" wird, nicht gegeben ist. Aber was ist, wenn man versehendlich doch zu viel Rauchmedium einfüllt? Dann schwappt das Zeug über die Trennwand hinweg und liegt nutzlos in der Vorkammer. Ich würde Smoker von Uwe Fleer vorziehen. Haben nur eine Kammer, und wenn's nicht raucht, muß mann mit der Einfüllspritze soviel Medium wieder absaugen, bis es anfängt, zu rauchen. Verklebung von Bastelglas und Alu - au weia! Auf Alu klebt nichts besonders gut. Wenn's denn sein muß, würde ich ein Epoxy mit kurzer Topfzeit wählen. Das bleibt auch nach dem Aushärten in Maßen elastisch.
  7. Destilliertes Wasser - interessanter Ansatz. Ich denke aber, das wird ein Ultraschall-Zerstäuber sein. Normaler Dampf löst sich sehr schnell auf. Dazu dient ja die Beimischung von Glyzerin im Nebelfluid - das Glyzerin umhüllt die winzigen Wasserbläschen des Dampfes und sorgt dafür, daß der Dampf nicht so schnell unsichtbar wird - sprich, von der umgebenden Luft in Einzelmoleküle zerlegt wird. Fluid P ist ja nichts anderes als destlliertes Wasser, Isopropylalkohol und Glyzerin. Übrigens - mein Feuerfuchs warnt mich vor dem Betreten der modelboatsmoke-Seite. Die Seite soll nicht richtig konfektioniert sein und Datendiebstahl sei möglich.
  8. Dat Dingens hat aber so seine Tücken! SR 24 und überhaupt alle öligen Dampfdestillate sind recht aggressiv. Die bringen Gummi und Silikon-Gummi zum Aufquellen, so daß ein Silikonschlauch, der genau auf den Auslasstutzen passt, auf einmal zu weit ist und runterrutscht. Deshalb nehme ich statt des Zeugs lieber Disco-Nebelfluid (Fluid-P). Das dampft zwar nicht so stark, aber der "Rauch" hält sich länger. Ich halte auch nichts von PVC-Schlauch. Der quillt zwar nicht, verhärtet sich aber unter dem Einfluss von heißem SR-24-Dampf.
  9. Hallo, Holzi! Kommt natürlich darauf an, was Du als Rauchflüssigkeit benutzt. Bei Disconebel (Fluid P) bildet sich eine bräunliche Ablagerung auf dem Heizwiderstand. Ich habe da noch keine Versuche gemacht, wie das Zeug zu entfernen ist, denke mir aber, daß es mit Nitro-Verdünnung und einer weichen Zahnbürste abgehen müsste. Bei SR-24 passiert an sich gar nichts. Dem Heizwiderstand tut Trockenlauf natürlich nicht gut, aber er müsste es aushalten. Viel schlimmer wirkt sich die Hitzesteigerung in der Kammer aus. Der Widerstand wird ja durch das Verdampfen des Mediums gekühlt, und wenn diese Kühlung durch den Wegfall des Mediums nicht mehr vorhanden ist, steigt die Hitze an. Das kann so weit gehen, daß das Plastik-Material des Smokers schmilzt. Den Effekt hatte ich schon... Smoker mit Metallkörpern sind da unempfindlicher. Manche Smoker rauchen besonders stark, kurz bevor die Rauchflüssigkeit zu Ende ist, bei anderen wird der Rauch dünner. Da gibt es leider keine Regel. Sogar bei zwei baugleichen Smokern kann es da Unterschiede geben - das liegt an den Unterschieden in den Dochten und wie sie auf den Heizwiderständen liegen. Bei vielen Smokern ist der Einfüllstutzen so platziert, daß die Mündung normalerweise unter dem Flüssigkeitsspiegel liegt. Sinkt der Flüssigkeitsspiegel ab, tritt dann der Rauch auch aus dem Einfüllstutzen aus. Nur sieht man das auf größere Entfernung leider nicht... Die Rauchflüssigkeit von Höllein kenne ich nicht, aber es könnte sich um eine Variante des sattsam bekannten SR-24 handeln.
  10. Werde ich im Auge behalten. Und wehe, meine teuer bezahlten Shapeways-Kettennüsse lösen sich auf!
  11. Diese Dinger in Metall kenne ich als Parallelzwingen. Wurden (werden?) im Metallbau häufig eingesetzt.
  12. Es gibt in diesem Thread etwas Neues zu berichten: Die Zeit steht nicht still, und Beier-Electronic arbeitet und verbessert an seinen Soundmodulen. Eine der Verbesserungen ist eine Vereinfachung der Programmierung. Nunmehr existieren zwei verschiedene Slots für die Smoker-Bedienung: Smoker-Heizung und Smoker-Lüfter. Beide lassen sich, wie schon zuvor, getrennt einstellen, in den drei Stufen: Startwerte, Leerlauf und Drehzahl- (Fahrt-) abhängig. Dank der getrennten Bezeichnung braucht man nicht mehr Angst zu haben, beide Ausgänge miteinander zu verwechseln. Ich habe jetzt in meiner WESER zwei Eigenbau-Smoker an der Arbeit, und das ist der Fall, den ich schon oben beschrieben habe: Die dafür benötigten Ströme sind zu stark für das Modul. Sobald ich die Lichter meiner WESER einschalte, wird es zu viel, und das Modul geht in den Fehlermodus. Was tun? Hier kommt nun das zum Einsatz, was ich schon weiter oben als Möglichkeit, sehr starke Smoker an das Modul anzubinden, beschrieben habe: Eine Getrennt-Versorgung. Hier dient der als "Smoker-Heizung" definierte Ausgang nur noch als Ansteuerungselement. In meinem nächsten Post werde ich diesen "Verstärker" genauer beschreiben.
  13. Keine Ahnung, was der Kahn voll ausgerüstet wiegt. Kommt natürlich darauf an, was er nachher können soll. Die Angaben von Krick scheinen sich auf das Leergewicht zu beziehen - also mit eingebauten Motoren und Servo, aber ohne Fernsteuerung und Akku. Und da fangen die Probleme an... Die 400'er Motore mag ich nicht sonderlich. Die, die oft den Baukästen beigegeben werden, sind meist Schnellläufer. Die Schrauben sind dann dafür oft genug zu groß oder haben zu viel Steigung, und dann verwandeln sich die Motörli oft genug in Schiffsheizgeräte. Wir hatten mal den Fall einer einfachen Katja, bei der der Motor sich nach wenigen Minuten derart erhitzte, daß die Plastik-Gummikupplung schmolz. Ich würde die Motoren eine Nummer größer wählen - langsam laufende 500'er scheinen mir eine gute Wahl zu sein. Ich bin ja auch Modellflieger, und unter denen kursiert ein geflügeltes Wort: Power ist durch nichts zu ersetzen - außer durch noch mehr Power! Ich bin ja einer der Irren, die es nicht lassen können, in so ein Boot alles hinein zu bauen, was möglich ist - in diesem Fall wäre es volle Licht- und Soundausrüstung. Auch die Frage der "Kraftzentrale" ist nicht ganz trivial. Wenn Ladetechnik vorhanden, würde ich zu Lithium-Technik raten. Das aber wiederum bedingt den Einsatz von Telemetrie oder mindestens eines Spannungswächters, damit das Ding nicht in die Tiefentladung geht. Na ja, lass' Dich nicht entmutigen. Es gibt für alles das Lösungen.
  14. Zapponieren funktioniert nur dann richtig gut, wenn die versiegelnde Lackschicht geschlossen ist. Du mußt bedenken, daß die Lackschicht und der metallene Untergrund unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten (bei Temperaturwechseln) haben. Der Lack "arbeitet" auf dem Untergrund, und er kann sich von den Rändern der Lackschicht her ganz ablösen; er blättert sozusagen ab. Zapponlack wird zwar sehr hart, aber auch etwas spröde. Ganz gute Erfahrungen habe ich sowohl mit 2-K-Autolack (Acryll) klar und mit PU-Lack gemacht. Die bleiben zähhart und arbeiten mit dem Untergrund mit.
  15. Hallo, Günter! Du hast bestimmt schon das Video von der Dahmen-Winde gesehen, und das ist ja an Bord einer "Düsseldorf". Was die Kettenbremse angeht, ist das eine sehr zweischneidige Sache. Man muss ja bedenken, daß das eine zusätzliche Reibungsstelle ist. Wenn die Reibung der Kette innerhalb der Bremse zu groß ist, könnte es passieren, daß die Winde öffnet, aber der Anker trotzdem nicht fällt. Ich habe bei mir in meiner "Catalina"(?) einen Mann am bug stehen, der den Anker händisch auswirft. Wie man sieht, entstanden die beiden Bilder in gewissem Abstand - einmal ist es ein Hallanker, den der Crewmann da auswirft, und jetzt ist es ein Sandanker. Wie man auch sieht, verläuft die Kette durch die Hand der Figur. Darin ist eine Messing-Rohrniete eingeklebt. Aber trotzdem ist die Reibung noch so stark, daß ich eine Menge Gewicht auf der Kette befestigen musste. Der Arm der Figur ist übrigens beweglich, mittels einer Feder im Schultergelenk. Dadurch hebt sich der Arm, wenn die Winde öffnet, und bringt die Kette in die Lippe. Wenn Du Deine "Düsseldorf" mit der Kettenbremse baust, musst Du u.U. das Gewicht des Ankers vergrößern, um die Reibung zu überwinden.