seefahrer

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About seefahrer

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    SchiffsModell.net e.V Fördermitglied

Freiwillige Angaben

  • Wohnort
    42719 Solingen
  • Interessen
    Schiffmodellbau, Fotografieren ...
  • Beruf
    Reisebürokaufmann
  1. DS Stavenes im Maßstab 1:50 - Baubericht

    Moin, nach kurzer Pause geht es nun weiter... Die Deckel für das Maschinenraumoberlicht wurden hergestellt und die Ringe (5mm Durchmesser) für die Gläser eingesetzt. Außerdem wurden die Drucklüfter für den Maschinenraum angefertigt. Dazu wurden die Robbe-Lüfter einfach ein wenig mit Polystyrolrohr verlängert :-) Vor dem Aufbau stehen auf beiden Seiten Sauglüfter - da fehlt auf dem Bild aber noch der Kopf. Für die Sauglüfter habe ich keine passenden Teile gefunden. Die müssen vorne einen Durchmesser von 7mm haben, hinten 4mm (gleicher Durchmesser wie Rohr). Ein 4mm Rohr zu erwärmen und erweitern war nicht zielführend, da das Material zu dünn wird und reißt. Ich habe dann einfach Rohrabschnitte aufeinandergesteckt und dann verschliffen in dem ich die zunächst auf einem birnenförmigen Fräskopf festgedrückt habe und dann bei laufendem Proxxon außen mit Schleifpapier die Kanten weggeschliffen habe. Anschließend wurde vorsichtig innen Material weggenommen. Insgesamt brauche ich davon 7.. Das achtere obere Deck bekam noch Unterzüge und dann wurden dort die Lüfter montiert. Außerdem habe ich den Schornstein fertig gemacht und die Dampfpfeife angebracht. Viele Grüße Christian
  2. DS Stavenes im Maßstab 1:50 - Baubericht

    Moin, in der Woche zwei Tage lang mehr oder weniger nur mit der Verlegung der Holzplanken beschäftigt. Auf dem letzten Bild des vorherigen Postings sind ja die Hilfslinien für die gerade Verlegung und die Plankenstöße zu sehen. Beplankt wurde mit 2mm breiten Kirschholzfurnierstreifen, Maximallänge 12 cm (entspricht 10cm Breite und 6m Länge), alle 3 cm ein Plankenstoß. Die Planken wurden mit Polystyrolkleber direkt aufs Deck geklebt - den Abstand habe ich nach Augenmaß gemacht. Einfach so lange geschoben bis optisch ein Spalt sichtbar wurde. Nachdem alle Planken verklebt waren dann alles mit Klarlack versiegelt und wasserlöslichen schwarzen Holzkitt eingeschwemmt, nach Trocknung mit der Klinge abgezogen und dann klar lackiert. Die leichten Unregelmäßigkeiten sind durchausgewollt, auch hinsichtlich der Schleier und des z.T. doch in das Holz eingedrungenen Holzkitts, der meines Erachtens eine größere Farbtiefe der Leisten ergibt, wie auch eine naturgetreuere Wiedergabe eines benutzen Holzdecks. Außerdem wurden die beiden kleinen Kammern auf dem Hauptdeck gestrichen wie auch das Innenschanzkleid und die Ladeluke. Aktueller Stand: Nun geht es weiter mit den Masten, Holzfensterrahmen und -türen, Reling, Treppen ... Viele Grüße Christian zu den Kommentaren
  3. Hallo JB007, im Prinzip kann man natürlich auch einfach die Urform nehmen und darauf ein Laminat erstellen. Dabei gibt es aber mehrere Probleme: a) die Urform müsste kleiner sein als das maßstäbliche Original. Ansonsten trägt man ja außen Material auf und vergrößert so das Modell. b) ich halte es für relativ schwierig die Materialdicke des Laminats überall gleich dick hin zu bekommen - einmal angenommen das würde funktionieren, dann würde eine Laminatdicke von 2-3mm zwar bei einer Rumpflänge von 160 cm keine so große Abweichung verursachen, bei der Breite von 25 cm aber im Verhältnis mehr. Das Modell würde optisch etwas "dicker". c) die Oberfläche des Laminats müsste natürlich wieder geglättet werden / Spachteln, Schleifen ... d) nach meiner Erfahrung bekommt man so eine große Urform nicht so ganz leicht aus dem Laminat raus. Das ist trotz Wachsen, Trennmittel etc. selbst bei einer zweiteiligen Negativform nicht immer einfach, aber die Variante zerstört das Urmodell nicht komplett. (bei Hinterschneidungen geht es kaum anders). e) beraubt man sich so der Möglichkeit mehrere Rümpfe auf einer Form herzustellen (was ja aber meine Absicht ist :-) ) Für mich war das in diesem Fall also keine Variante, die in Frage kam. Bei kleineren Modellen und wenn man definitiv nur ein Exemplar herstellen möchte, kann man das so machen wie du beschrieben hast. Viele Grüße Christian
  4. MS Nordstjernen in 1:50

    Moin, so der Urrumpf ist fertig für die Herstellung der Negativform... Optisch sieht der ein bisschen hoch aus, aber das liegt daran, dass ich die Seitenwände etwas höher (5-8 cm) gezogen habe, um eine vernünftige Negativform zu bekommen. Die spätere Schnittkante (Farbübergang schwarz zu weiß) habe ich angerissen und die Fläche darüber schraffiert. Ebenso ist die Position der Bullaugen angerissen. Habe ihn mal zusammen mit dem 1:100er Modell fotografiert. Viele Grüße Christian
  5. Bilder zum Baubericht Nordstjernen 1:50

  6. DS Stavenes im Maßstab 1:50 - Baubericht

    Im nächsten Schritt wurde das Backdeck erstellt, die Ankerklüsen eingesetzt und das Schanzkleid am Bug befestigt. Das Backdeck habe ich aus zwei Teilen hergestellt - die Trennung liegt bei etwa der halben Länge. Damit wollte ich sicherstellen, dass ich die Ankerklüsen auch wirklich dicht bekomme (von achtern kommt man da nach dem Verkleben des Backdecks sonst nicht mehr dran, da der Rumpf zu schmal/flach ist - außerdem sieht man dann nichts mehr). Die Ankerklüsen habe ich aus 4mm Polystyrolrohr hergestellt. Zunächst mussten die Bohrungen im Deck und im Rumpf allerdings noch etwas oval aufgefeilt werden. Das Rohr wurde dann einfach durch beide Öffnungen geführt und dann oben und außen abgeschnitten, verklebt und anschließend auf Deckhöhe mit dem Cutter abgelängt. Am Rumpf habe ich das Rohr außen mit etwas Überstand belassen und dann vorsichtig mit mittelviskosem Sekundenkleber eingefasst. Wenn man den dann mit Aktivator ansprayt bevor er zerläuft oder sich einen Weg über den Rumpf sucht, gibt das einen ganz schönen runden Abschluß an der Außenhaut. Da man später nur noch schlecht in den Vorschiffbereich für Montagen kommt, habe ich auch gleich eine Glühbirne für die Beleuchtung Vorschiff eingebaut und die Stromversorgung für die Laterne am Mast. Dafür habe ich die Kabel durch ein Reststück des 4mm Poly Rohrs gezogen und dies von unten an das Hauptdeck geklebt. So sind die Kabel gut verstaut. Nachdem dies erledigt war, habe ich den zweiten Teil des Backdecks eingeklebt nachdem ich ihn von Hand etwas gerundet hatte. Das Deck ist in der Mittelachse etwa 1mm höher als an der Bordwand. Dort befindet sich auch der Niedergang zum Vorschiff auf dessen Dach die Ladewinde steht. Das nächste Bauteil war das Brückendeck. Dieses sitzt herausnehmbar zwischen den Seitenwänden mit den 5 Bullaugen. Diese Seitenwände bilden mit den Querwänden bugseitig zum Hauptdeck und zum Heck Richtung Achterdeck einen guten Rahmen, den ich noch mit 2x2mm Leisten verstärkt habe (auch als Auflageleisten). Fixierung wird mit Neodymmagneten erfolgen. Gut erkennbar sind auf dem Bild schon das Maschinenraumoberlicht (ja, ich habe vergessen das Deck dort zu öffnen - so käme beim Maschinenraum kein Licht an), der Sockel für Lüfter und Schornstein sowie die Rückwand des Aufbaus (Kabinen für Steuermann und ? ... der Kapitän ist es nicht, denn der hat seine Kabine nach Plan unter dem Achterdeck). Es folgten die anderen Wände und die hölzerne Schanz im vorderen Bereich des Brückendecks. Die Polystyrolteile für die Schanz habe ich mit dem Deck verklebt nachdem ich dieses mit Krepp am Model fixiert hatte um die Deckswölbung querschiff in der Decksplatte drin zu haben. Nun ging es mit der Ausgestaltung des Brückendecks weiter. Zunächst wurde die Schanz mit 2mm Teakfurnierstreifen beklebt (mit dem Polystyrolkleber wird der Kunststoff leicht angelöst - dann die Holzleiste drauf - hält prima und geht echt fix). Zum Abschluss kam oben noch aus 1mm Teakleiste ein Handlauf drauf. Aus 20mm Alurohr habe ich dann den Schornstein zumindest schon mal in der erforderlichen Höhe abgelängt. Der klemmt bisher aber nur lose in den Bohrungen. Dann folgte die Verlegung der Laibhölzer (4mm breite Kirschfurnierleisten), das Anzeichnen der Mittellinie, Hilfslinien für die gerade Verlegung der Planken und die Linien quer Schiff, die die Plankenstöße markieren. Die Planken (2mm) werden dann "auf Sicht" verlegt. Viele Grüße Christian hier geht's zum Kommentarthread
  7. DS Stavenes im Maßstab 1:50 - Baubericht

    Moin, ich komme gerade nicht so richtig mit dem Schreiben mit... :-) Für das Achterdeck wurden die Auflageleisten (2x2mm Polystyrol) eingeklebt. Dafür habe ich die Höhe Decksoberkante an der Schanz mit Krepp markiert und dann je 1mm für das Polystyroldeck und die Holzleisten Abstand gelassen. Die Bullaugen des Unterdecks "kleben" ziemlich dicht an der Decke - daher musste die Auflageleiste abschnittsweise eingeklebt werden, da sonst die Bullaugen teilweise abgedeckt worden wären. Anpunkten mit Sekundenkleber und dann mit Stabilit / Acrylit verklebt. Da der Rumpf lackiert ist, konnten auch die Bullaugengläser aus 1mm Acrylglas eingeklebt werden. Das Achterdeck selbst wurde separat vormontiert. Bei dem Modell ist die Umsetzung des Decksprungs und der Balkenbucht nicht ganz so schwierig, da die Decks in der Höhe mehrfach verspringen - dadurch ist die Spannung im Material durch den Deckssprung nicht so gewaltig, dass nicht auch noch eine leichte, Wölbung für die Balkenbucht möglich wäre. Nach dem Verkleben der Wände mit dem Deck wurde dieses eingesetzt und wieder mit Sekundenkleber angepunktet - anschließend erfolgte die wasserdichte Rundumversiegelung und Beispachteln des Übergangs Deck - Schanzkleid und der Rückseite des Schanzkleids. Beim Einsetzen der Bullaugengläser (die nur mit der Zange eingepresst werden konnten) habe ich die Lackierung der Messingringe beschädigt. Ist aber nicht tragisch und wird beim nächsten Lackieren beseitigt. Für den richtigen Abstand zum gegenüber dem Achterdeck tieferen Niveau des Hauptdecks habe ich mit Krepp die Seitenteile auf dem Rumpf fixiert. Dann wurden auch dort die Decksauflageleisten eingeklebt, das Deck separat montiert und dann als ganzes eingeklebt. Für die Ladeluke stehen auch schon die Seiten, die noch mit Viertelstäben (2mm) verbunden werden. Umlaufend gibt es dann noch ein 1x1 Profil etwa 2mm unter Oberkante als Verstärkung. Viele Grüße Christian
  8. DS Stavenes im Maßstab 1:50 - Baubericht

    Moin, zur Eigenmotivation mal den Rumpf lackiert. Sieht gleicht viel besser aus. Als Farbe habe ich Revell Enamel Lack verwendet in seidenmatt (schwarz und oxidrot, welches ich selber angemischt habe). Viele Grüße Christian PS: jetzt wird noch Motor und Servo eingebaut und dann müssen die Fräsdateien erst mal alle erzeugt werden.
  9. DS Stavenes im Maßstab 1:50 - Baubericht

    Moin, nach dem Auslösen des Rumpfs aus der Silikonform (zu früh! - die Neugier hat mich getrieben und nun habe ich achtern eine Beule im Schanzkleid, die sich aber durch Einbau des Decks korrigieren lässt) habe ich den Rumpf erstmal untersucht und festgestellt, wo ich bei weiteren Abformungen aufpassen muss, dass sich keine Blasen bilden. Das ist bei den vielen Kanten durch die Nachbildung der Plattengänge und der Wallschienen etc. immer ein Thema. Die Fehlstellen nachgespachtelt und dann die Öffnungen für die Bullaugen (habe ich in der Urform markiert) mit 6mm aufgebohrt. Ebenso wurden die Bohrungen für Stevenrohr (6mm) und Ruderkoker (4mm) eingebracht und die Klüsen am achteren Schanzkleid. In die Bullaugenbohrungen wurden dann aus 6mm MS-Rohr 2mm breite Abschnitte mit etwas Überstand nach außen eingeklebt. Das ergibt dann schön gleichmäßige Bullaugen und außerdem eine perfekte Aufnahme für die Bullaugengläser aus 2mm Acrylglas. Das Stevenrohr (Standardwellenanlage von Peba) wurde auf 150mm gekürzt - dann liegt der Wellenanschluss genau am vorderen Ende des Achterdecks, welches ich fest einkleben werde (natürlich mit einem Zugang zum Ruder). Der verstärkte (Eis) Bugsteven und der Hecksteven wurden angebracht wie auch der Ruderkoker. Zum Ausrichten des Ruderkokers (4mm MS-Rohr) und des Heckstevens habe ich zunächst eine 3mm Ruderachse bis zum Steven durchgesteckt und ein Winkelprofil mit Krepp unter den Kiel geklebt (bis zur Aushärtung des Klabers). Innen wurde der Ruderkoker noch mit 2 trapezförmigen Stützen gesichert, die sich V-förmig zum Bug hin öffnen. Das nimmt evtl. auf das Ruder / den Ruderkoker wirkende Kräfte auf, die sonst ggf. zu Haarrissen rund um den Koker und damit zu Undichtigkeit führen. Die Ruderhacke habe ich unten zusätzlich mit einem 3x3mm U-MS-Profil stabilisiert, dessen Ende ca. 10 mm in den laminierten Rumpf ragt (dafür hatte ich den Rumpf zur Aufnahme des U-Profils entsprechend mit Schlitzen versehen). Das Ruder habe ich einfach stumpf an die Ruderachse geklebt. Das ist zwar nicht scale, aber dafür eine im Fahrbetrieb unempfindliche Lösung. Nach den ganzen Rumpfvervollständigungen wurde noch mal nachgespachtelt, geschliffen. Viele Grüße Christian Link zum Kommentarthread
  10. Moin, hier ist Platz für Kommentare zum Baubericht. Viele Grüße Christian
  11. MS Nordstjernen in 1:50

    Moin, da ich gerade die Entwicklung und den Bau des Hurtigrutenschiffs MS Nordstjernen im Maßstab 1:100 hinter mir und dabei festgestellt habe, dass mir das Schiff noch viel besser gefällt als vorher, setze ich noch einen drauf und baue das Modell gleich nochmal, aber doppelt so groß. In 1:50 sollte das Modell dann 161,4 cm lang, 25,2 cm breit sein und eine Verdrängung von 17,5 kg haben. Damit dürfte es auch bei etwas rauherem Wasser als RC-Modell einsetzbar sein. (beim 1:100er Modell habe ich da wegen der filigranen Reling und den vielen Antennen etwas Respekt vor). Der Rumpf wurde traditionelle mit Holzleisten (2x10mm Linde) auf Spant gebaut - allerdings nicht auf einem Hellingbrett. In die Spanten wurden quadratische Löcher eingefügt, die durchgehende 10x10mm Holzleisten aufnehmen - in der Mitte sind das 10 Stück, zum Bug und Heck nur 4, bzw 6). Auf den Quadratleisten wurden die Spantabstände markiert, der Hauptspant winklig ausgerichtet und dann zum Bug und nach achtern die weiteren Spanten auf die Quadratstäbe gezogen. Das ergibt ein ziemlich verwindungssteifes Gerippe und spart das bei der Größe doch schwere Baubrett. Wegen der Stabilität der tragenden Spantkonstruktion konnte dann auch ohne Beachtung einer wechselseitigen Anbringung der Leisten mit den einzelnen Holzleisten begonnen werden. Für Bug und Heck (die jeweils letzten 3-4 cm wurden Balsaklötze verwandt. Beim Verschleifen war der Schleifklotz von Perma-Grit eine große Hilfe. Dann habe ich zur weiteren Stabilisierung Epoxi und ein 160 g Gelege aufgebracht. Aktuell bin ich gerade dabei zu spachteln, zu schleifen, zu spachteln.... aber das kennt ihr ja :-) Wenn der Urrumpf soweit fertig ist, gibt es weitere Bilder. Für Decks und Aufbauten habe ich ja die Fräsdateien für das 1:100er Modell, man könnte ja einfach alles auf 200% skalieren. Ist aber eine dumme Idee, denn im kleinen Maßstab ist die Detailtiefe nicht so groß und manches sieht doppelt so dick einfach nicht mehr stimmig aus. Viele Grüße, Christian Zum Kommentarthread
  12. Moin, hier ist Platz für Fragen, Vorschläge, Kommentare zu meinem Baubericht. http://www.schiffsmodell.net/index.php?/forums/topic/16433-ds-stavenes-im-maßstab-150-baubericht/ Viele Grüße Christian
  13. Das Dampfschiff Stavenes gehört zu einer Reihe noch erhaltener historischer Schiffe in Norwegen. Dort wird in den letzten Jahren besonders akribisch an der Erhaltung des maritimen Erbes gearbeitet und ich habe größte Hochachtung vor den Menschen, die sich da ehrenamtlich engagieren. Das Schiff wurde 1904 von Bergens Mekaniske Verksted ausgeliefert und bediente lokale Routen in Fjordnorwegen. Das Schiff verfügt über eine Eisverstärkung, da im Winter im Hinterland die Fjorde auch mal eine Eisschicht hatten. Dafür ist auch der runde Bugsteven bedacht. 1934 wurde ein erster, aber äußerst spannender Umbau vorgenommen. Die zunehmende Verbreitung von Kraftfahrzeugen in Fjordnorwegen bei fehlender Straßennetzdichte, machte einen Fahrzeugtransport auf regionalen Strecken notwendig. Um dem Rechnung zu tragen, wurde das achtere Promenadendeck so verstärkt, dass ein Transport von 7 Pkw möglich war. In den Häfen wurden entsprechende Rampen für die seitliche Beladung gebaut. Um Umsteigeverbindungen zu ermöglichen, wurde im Linienfahrplan auch ein Umladen der Wagen mitten auf dem Fjord ermöglicht. Dabei lagen die beiden Schiffe längsseits, von Deck zu Deck wurde eine Holzplatte / -brücke gelegt und die Pkw-Fahrer durften ihren Mut erproben :-) (dieses Umladen entfiel später nach dem Bau von Fähren). 1954 wurde das Schiff grundlegend umgebaut (Verlängerung des Salons nach achtern, stählernes Brückenhaus, Ausbau der Dampfmaschine / Ersatz durch Diesel ...) 1973 wurde das Schiff nach England verkauft und dort als Privatyacht betrieben. 1991 kaufte man das Schiff zurück und hat es seither wieder in den Ursprungszustand zurückgebaut (inkl. Dampfmaschine). Techn. Eckdaten des Originals: Länge über alles: 33,99m, Breite 6,13m, Tiefgang 2,99m, Verdrängung 182 BRT Nachstehend ein Bild des Schiffs beim Fjordsteam 2013 in Bergen (copyright fjordsteam.no) Das Modell entsteht im Maßstab 1:50 und hat damit folgende Abmessungen: Länge 68 cm, Breite 12 cm, Tiefgang 6 cm, Gewicht auf Wasserlinie 1,456 kg. Bereits im letzten Jahr hatte ich den Urrumpf für das Dampfschiff Stavenes im Maßstab 1:50 fertig gestellt (und das zweimal, weil mir beim ersten Versuch eine Negativform herzustellen dies so gründlich misslang, das die Urform zerstört wurde). Nun wurde es Zeit die Negativform herzustellen - dafür habe ich Silikon genommen, da dies die Plattengänge gut abbildet und die Herstellung der Form schnell geht. Ist allerdings wegen der enormen Menge Silikon, die man dabei verbrät nicht die preiswerteste Lösung. Zur Herstellung der Silikonform habe ich aus 2mm Polystyrol einen Kasten gebaut (mit seitlichen Abstützungen, denn das Silikon ist doch recht schwer und würde die Seitenwände sonst unnötig nach außen drücken). Nach einer Probebefüllung mit Wasser zur Dichtigkeitsprüfung und um das erforderliche Silikonvolumen festzustellen, wurde dann das Silikon angerührt, in die Kiste gefüllt und der Urrumpf ins Silikon getaucht. Dann kam eine etwas lange Wartezeit bis das das Silikon soweit fest war, dass ich den Urrumpf nicht mehr durch Runterdrücken in der Höhe fixieren musste (fürs nächste Mal werde ich mir in den Rand des Kastens Bohrungen machen durch den ich mit Schrauben den Urrumpf fixiere - dann werden die Arme auch nicht lahm :-))) ). Inzwischen ist der erste Rumpf laminiert (2 lagig 160g Köper Gelege) und in der Weiterverarbeitung... (Bilder und Bericht dazu in Kürze). Viele Grüße Christian PS: meine Idee ist das Modell bis zum Sommer fertig zu bekommen. Dann findet nämlich eine Neuauflage des Fjordsteam in Bergen statt :-) Link zum Kommentarthread
  14. Bohuslän von Nordic Class Boats

    Moin Michael, soweit ich das nach dem von achtern aufgenommenen Foto erkennen kann, stehen die Stützen für das Dach prinzipiell an der richtigen Stelle. Die Konstruktion sieht so aus, dass es einen außen umlaufenden Metallrahmen gibt. Quer Schiff gibt es ca. alle 50 cm Querträger, die mittig auf einem Längsträger aufliegen und außen in eben besagtem Rahmen lagern. Darauf kommt dann eine Lage Holzbretter, die nach oben mit einer witterungsbeständigen Persenning abgedeckt sind (deshalb ist das Dach von oben auf Fotos zwischen schwarz/anthrazit und mittelgrau). Die Querträger waren mal braun - aktuell sind sie - glaube ich weiß - gestrichen. Da du die alte Version (vor Umbau Achtersalon) hast wäre also braun die richtige Farbe. Da ich nicht weiß welchen Maßstab dein Modell hat, gebe ich mal die Maße für 1:100 an. Da hätte das Schiff eine LüA von 43,05 m. Du müsstest also den Maßstab deines Modells feststellen und dann umrechnen. Von den runden Oberlichtern gibt es drei, Durchmesser etwas über 9mm, der untere Rand (weiß) liegt bei 2mm Höhe - darauf ruht ein Ring mit minimal größerem Durchmesser als der Rand. Darauf gehört dann die achteckige Glashaube. Mittelpunkt der Oberlichter gemessen ab Bugsteven: 257mm - 281mm -337mm. Durchführung achterer Mast liegt bei 324mm ab Bug. Die Wanten sind bei 323, 330 und 335 mm an der Außenkante (Rahmen) angeschlagen (der vordere fehlt bei einigen Plänen). Der Maschinenraumschacht durchbricht die Dachkonstruktion. Vorderkante bei 196mm ab Bug, Hinterkante bei 246mm ab Bug. Da das nur eine "Verlängerung" der Wände des Schachts von den unteren Decks ist, liegt die Breite bei 18mm. Höhe der Wand über Dachniveau 3mm. Jetzt wird es etwas spannend, denn die Pläne weichen von einander ab und mir ist es bis jetzt nicht gelungen eine wirklich richtige Version zu identifizieren: Variante 1: Werftplan datiert 28.??.1913 Auf dem "Podest" steht der Schornstein (Mittelpunkt 21mm ab Vorderkante "Podest"). Am hinteren Ende (2mm vor Hinterkante "Podest" steht ein Maschinenraumoberlicht 10,5 x 10,5mm Grundriss, Höhe max. 5,5mm, Höhe Seite 2,5mm, je Seite 2 quadratische Fenstergläser. Die beiden großen Lüfter stehen hinter dem Schornstein; Mittelachse 33mm hinter Vorderkante "Podest" und damit knapp vor der Vorderkante des Maschinenraumoberlichts. Fotos sprechen für einen ovalen Querschnitt des Lüfterkopfs. Auf dem Werftplan von Eriksbergs Mekaniske ist noch ein dritter Lüfter vor dem Schornstein eingezeichnet und zwar ein Sauglüfter, nur minimal kleiner als die Höhe des Brückenhaus. Variante 2: Werftplan datiert 03.07.1914 Vorderkante Schornstein liegt auf Höhe des vorderen Bootsdavits - dann folgt seitlich rechts versetzt der kleine Sauglüfter, dann das Maschinenraumoberlicht und dahinter die beiden großen Drucklüfter (praktisch am Ende des "Podests"). Ein Foto der Werftprobefahrt welches im Buch Skärgardstrafiken i Bohuslän under 100 ar (Uddevalla 1968) abgedruckt ist spricht für diese Variante. Variante 3: Plan von Hobbyborgen (S) entspricht im wesentlichen Variante 1, nur das der Sauglüfter deutlich kleiner ist (Höhe und Kopfdurchmesser) und am linken seitlichen Rand steht. Eine Besonderheit ist die Ansteuerung des Ruders. Die Ruderachse wird bis durchs Dach geführt und hat dort einen Ruderquadranten von dem aus die Seile diagonal zur Ecke der "Brückennock" geführt werden. Dort ist eine Umlenkrolle - ansonsten sind für die Seile nur etwa alle 30-35 mm Führungen (bezogen auf den Maßstab 1:100). Viele Grüße Christian