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Guest bastelwastel

Hallo zusammen,

 

ich bin begeistert über diesen Thread und wild entschlossen, für meinen 20er Jahre- Dampfer auch selbst einen Dampferzeuger zu bauen, das Prinzip hab ich nun verstanden (hoffe ich jedenfalls)

Nur eine Frage, wie sieht es mit der Feuergefahr an Bord aus??? Was habt Ihr da für Erfahrungen?

 

Gruß, Lothar

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Nur eine Frage, wie sieht es mit der Feuergefahr an Bord aus??? Was habt Ihr da für Erfahrungen?

 

Ich fürchte, da wird einer der bisherigen oder zukünftigen Erbauer das Ding mal auf Herz und Nieren testen müssen. Zum Beispiel:

 

 

  • Wie lange raucht der Generator mit welchem Rauchmittel?
  • Wie sieht die Erwärmung aus, wenn das Rauchöl verbraucht ist?
  • Wie sieht die Stromaufnahme mit/ohne Öl aus?
  • Wie ist generell die Temperatur an der Außenhülle/Kamin des Generators mit und ohne Öl?

und, und, und...

 

...wie sieht es mit Feuergefahr aus ;)

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Guest Jo_S

Den geforderten Dauertest kann ich zwar (noch) nicht anbieten, dafür aber ein paar neue Erkenntnisse zum Thema "Rauchöl / Dampfdestillat" mitteilen.

 

Die herkömmlichen Destillate von Seuthe und Co. schieden für mich aufgrund des exorbitanten Preises der Minifläschchen von vornherein aus, darum habe ich nach Alternativen gesucht. Ein wirklich gutes Produkt ist "SR24 Modellbahnöl" (Fa. Hans Weiss, Altenried), dass als Dampf- und Reinigungsöl angeboten wird. Die Literflasche kostet normalerweise um die 14-15€, hier gibt es sie noch etwas günstiger. Laut Hersteller verdampft das Zeugs "praktisch rückstandsfrei" und greift keine Kunststoffe an (gut zu wissen ;)).

 

Dann hat mich noch die Frage interessiert, woraus diese Dampfdestillate nun eigentlich wirklich bestehen. Es waren ja die verschiedensten Gerüchte und Vermutungen im Umlauf, dass der Hauptanteil dieser Destillate Wasser sei, bzw. dass man alternativ Babyöl, Lampenöl, Disco-Nebelfluid etc.pp. verwenden könne.

Tatsächlich besteht Dampföl aus einer Mischung zweier leichtviskoser Öle: 99% "Shellsol T" (ein nahezu geruchloses und aromatenfreies erdölbasiertes Kohlenwasserstoff-Lösemittel, z.B. für Künstlerfarben) und 1% "Shell Risella Oil 917" (ein parrafinisches technisches Öl). Also ist Dampfdestillat kein Schmieröl, sondern eigentlich ein Reinigungsmittel. (Wenn ich jetzt noch einen Vertrieb von Kleingebinden finde, könnte man sich das Zeugs ganz einfach in identischer Qualität selber mischen. Ob's dadurch preiswerter wird, ist allerdings die große Frage).

Ich hoffe, ich konnte damit ein Stückchen Klarheit in den Dampfnebel... ähm... in's Dunkel bringen.

 

EDIT: ach doch, die Frage nach der Stromaufnahme kann ich zumindest schon mal beantworten.

a) an einem vollen 12V-Bleiakku (13,8V): bei 27Ohm Widerstand 510mA / bei 33Ohm Widerstand 420mA

b) an genau 12V: bei 27Ohm Widerstand 445mA / bei 33Ohm Widerstand 365mA.

Dazu kommen noch mal ca. 70-100mA für den 40mm-Lüfter (je nach Typ).

Der Dampfer hat also eine Leistung von ca. 4,5 - 7W, je nach Ladezustand der Batterie und verwendetem Widerstand. Da diese Leistung hier ja als reine Verlustleistung vorliegt (der Widerstand wandelt ja die Leistung komplett in Wärme um), wird ein 5W-Widerstand also bereits am Rande bzw. schon deutlich jenseits seiner bestimmungsgemässen Belastbarkeit eingesetzt. Ein 9W-Widerstand würde noch haarscharf in das 40mm-Gehäuse passen. Ob der genauso gut dampft, muss erst noch getestet werden.

Edited by Jo_S

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Guest Jo_S
...und man sieht nix mehr auf dem Teich :lovl:

 

Aber klar sieht man was: Nebel!!! :mrgreen:

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Aber klar sieht man was: Nebel!!! :mrgreen:

 

ot-pfeif-sp.gif Mist! Jetz habe ich einen Ohrwurm: Dab, dab daa - dab, dab, dada - smoke on the water... ot-pfeif.gif

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Guest Jo_S
ot-pfeif-sp.gif Mist! Jetz habe ich einen Ohrwurm: Dab, dab daa - dab, dab, dada - smoke on the water... ot-pfeif.gif

ot-pfeif-sp.gif Oh mein Gott... "and fire on the main deck"? :? ot-pfeif.gif

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Guten Abend,

 

da scheinen ja jede menge Raucher dazugekommen zu sein. Na ja, der Nichtraucherschutz wird ja eh gerade wieder etwas aufgeweicht.:D

 

Erst mal Tschuldigung, aber ich hab das Forum schon ein paar Tage nicht mehr besucht. Einen Dauertest habe ich bisher noch nicht durchgeführt. Die hier erwähnten Bedenken sind aber durchaus plausibel.

Im Keller stinkt mir der Rauchgenerator alles voll und bei mir im Garten liegt seit heute wieder etwas Schnee. Wenn es sich demnächst mal ausgeht werde ich gerne mal die Rauchdauer überprüfen.

Der 5 Watt Wiederstand ist absichtlich so unterdimensioniert gewählt. Er soll ja "warm" werden. Andererseits wird er durch das Damppfdestilat auch gut gekühlt. Ich sehe den Wiederstand als Verschleißteil und hoffe dass er nicht all zu offt gewechselt werden muss.

Aber eines ist mir noch aufgefallen. Wenn ihr einen (vor/rück)Fahrtenregler für den Lüfter verwendet, müsst ihr einen Gleichrichter vorschalten. Bei Rückwärtsfahrt saugt der Lüfter sonst den Dampf in das Boot. Die Gleichrichter gibt es als integriertes Bauteil (auch in SMD) für 1,50 € bei den üblichen Verdächtigen.

 

Gruß

Armin

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Guest Jo_S

Bei Rückwärtsfahrt saugt der Lüfter sonst den Dampf in das Boot.

 

Jau, das ist mir auch schon aufgefallen. :lol: Ein netter Effekt: rückwärts dampft's aus den Fenstern und Luken.

 

Spricht eigentlich irgend etwas dagegen, zwei völlig unterschiedliche Motoren an einen Fahrtregler zu hängen? Sprich: Bühler und Lüftermotor parallel (Lüfter dann über Brückenschaltung)? Oder reagiert so ein Regler irgendwie negativ auf den dann veränderten Innenwiderstand?

 

EDIT: ich hab bei Reichelt noch mal 9W-Widerstände zum experimentieren nachgeordert - mal schauen, ob die genauso heiss werden. (Müssten sie bei identischer Verlustleistung ja eigentlich, oder?)

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Moin moin zusammen,

 

das mit dem Lüfter und Antriebsmotor an einem Regler, glaube ich wäre nicht das Problem, 70-100 mA sollten da wohl nicht ins Gewicht fallen...

Ihr sprecht von 12 Volt, schade das es noch keine mit 6 Volt probiert hat...

aber das werde ich dann wohl die nächste Zeit in Angriff nehmen.

Gut das es angesprochen worden ist, mit (Antriebsmotor und Lüfter an einem Regler) der Drehrichtung und der dann dazugehörigen Schaltung, würde bei mir zum Glück nicht ins Gewicht fallen, da meine Antriebsmotoren eh nur eine Drehrichtung kennen.

Leider konnte ich bis jetzt nicht viel dazu sagen (schreiben) und möchte auch mal den hier bauenden und testenden Danke sagen. :that:

 

schöne Grüße Marc

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Guest Jo_S
70-100 mA sollten da wohl nicht ins Gewicht fallen...

 

Wegen des zusätzlichen Stroms mache ich mir ebenfalls keinerlei Sorgen - das merkt der Regler gar nicht. Ich bin allerdings nicht elektronikkundig genug, um beurteilen zu können, ob einem da nicht andere beteiligte Parameter einen Strich durch die Rechnung machen. Zum Beispiel der Innenwiderstand, der bei zwei parallel betriebenen Motoren ja entsprechend geringer ausfallen wird - wie verhält sich der Regler dann? Ist dem das ebenfalls egal? Oder was ist mit den induktiven Lasten, beeinflussen die sich gegenseitig? Ich gehe nicht so gerne nur mit Halbwissen an solche Sachen ran... ;)

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Moin moin,

 

gut das Du es ansprichst Jo, aber ich denke mal das die 100mA nicht jucken.

Ich habe gerade mal son bißchen Mr. Google befragt wegen der Spannung des Lüfters. Die Dinger sollen bis zu 12 Volt abkönnen, aber dann wird wohl bei dem Luftstrom kaum noch Dampf ( es sei denn man baut es so das der Widerstand auch mehr Saft bekommt) rauskommt... Auf einigen Seiten wird von Poti-Widerständen geprochen(min 4 Watt), um dann den Lüfter, bei volle Pulle runter drehen zu können. Eine Möglichkeit... ( jeder wie er möchte )

Aber jetzt zu Deiner Frage : man nimmt ja auch keinen Regler der eh schon am Rande seiner Belastbarkeit arbeitet, sondern etwas höher.... daher null Problemo. Es ist ja nichts anderes als wenn man 2 Motoren an einen Regler hängt....

 

gruß Marc

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Guest Jo_S

Hallo Marc,

bisher kenne ich nur die Variante, zwei identische Motoren an einen Regler zu hängen, aber hier haben wir ja zwei grundverschiedene. ;) Meinst du, dass das trotzdem problemlos klappt (ohne dass man sich irgendwas zerschiesst)?

 

Die Dinger sollen bis zu 12 Volt abkönnen, aber dann wird wohl bei dem Luftstrom kaum noch Dampf ( es sei denn man baut es so das der Widerstand auch mehr Saft bekommt) rauskommt...

Die Spannung ist hier irrelevant, entscheidend ist der Volumenstrom des Lüfters (Förderleistung in l/h bzw. m3/h). Schau mal bei Reichelt, da findest du mehrere 12V-Lüfter in 40x40mm mit unterschiedlichster Förderleistung. Ich denke auch, dass man da mit geringsten Volumina ausreichend klarkommt. Andererseits haben die Lüfter so gut wie keine Druckleistung, von daher wird's eh nicht heftig aus dem Schornstein stürmen. Bei dem minimalen Druck setzen die relativ dünnen Schläuche (von der Rauchkammer zum Auspuff) dem Lüfter schon einen ganz schönen Strömungswiderstand entgegen.

 

Die Sache mit dem elektrischen Widerstand vor dem Lüfter halte ich für keine gute Idee (da verbrät man nur wertvolle Leistung in Wärme), denn der maximale Luftdurchsatz lässt sich ja sehr gut über die Grösse der Gehäusebohrung zwischen Lüfter- und Rauchlkammer "regulieren". Also egal ob 5 oder 12V: da gibt es genügend andere Parameter, an denen man drehen kann, damit die Rauchfahne hinterher stimmt. ;)

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Hallo Jo,

 

mit dem Lüfter könntest Du natürlich recht haben, war ja auch nur ein Gedanke mit dem Poti, wäre ja das einfachste um die Rauchmenge einzustellen.

Ich werde jetzt die Woche, wenn nichts dazwischen kommt, mit dem Bau des "Rauchers" anfangen, nur bin ich am überlegen ob 6 oder 12 Volt, weil ich meine Antriebsmortoren auch tauschen wollte....

 

na wir werden sehen.

 

p.s. Ich bin mir sehr sicher das der Regler nicht aufraucht. (Es sei denn, der Regler arbeitet mit dem Antriebsmotor schon an der Grenz)

gruß Marc

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Hallo Zusammen,

 

nach vielen anderen "Projekten" hab ich mich jetzt mal wieder meiner Fairplay und dem Rauchgenerator zugewendet. Gestern hab ich mal einen Dauerlauf gemacht. Mit 5ml Rauchdestilat (Conrad) qualmt der Eigenbau ca. 15 min. Wenn er trocken läuft werden die Glasfasern um die Wendel herum leicht bräunlich. Das sollte man auf Dauer vermeiden. Ca. 15ml Destilat passen bei mir rein. Das wären dann ca. 45 min. Wenn man nach 30 min schon nachfüllt (mit einer kleinen Spritze über den Schornstein) kann man das Trockenlaufen vermutlich vermeiden. Damit kann ich leben. Qualmen tuts für meine Zwecke mehr als genug. Schaut schon eher nach Motorschaden aus:lol:

Wie läufts bei Euch?

 

Gruß

Armin

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Ich möchte den Rauchgenerator aus dem Panzerforum auch gerne bauen, allerdings weiß ich nicht wo der Tank für das Dampfdestillat ist.

Kann mir das einer sagen?

 

Für mich sieht das so aus als ob die Watte in dem Rauchdestillat vollgesaugt wurde. Stimmt das?

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mh.., wäre statt diesen vollgesaugten Watteteilen nicht besser ein dichter kleiner Tank?

Wie lange halten die Watteteile?

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??????

Das Rauchdestilat befindet sich doch in einem kleinen Tank. Damit es nicht rummschwappt ist dieser mit Watte (oder besser Glaswolle)gefüllt. Kann man doch erkennen. Wie lange das reicht habe ich doch schon geschrieben.

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Also, wenn ich das richtige verstehe ist dort ein kleiner Tank (2x2x1,5cm o.ä.) als Tank drin!

In diesem befindet sich Dampfdestillat was von Watte/Falswolle aufgezogen und zur Wendel des Wiederstandes gebracht wird, stimmt das?

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Guest Jo_S

Ja, stimmt. Wobei der Tank schon etwas grösser ausfallen darf. Bei den von dir genannten Maßen kommst du gerade mal auf 6 ccm Bruttovolumen. Gut geeignet sind die HF-Abschirmgehäuse von Conrad (aus Gußaluminium). Die gibt's in x-verschiedenen Grössen. Ich werde beizeiten nochmal probieren, ob ein Silikonschwamm (zum Reinigen von Lötkolbenspitzen) bzgl. "Trockenlaufen" evtl. die bessere Alternative zu Watte / Glasfaser ist... ich habe in meinem Schiff nämlich keine Möglichkeit, den Fluidstand im Tank zu beobachten. Das muss also auch "blind" funktionieren.

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Ich habe nun auch so einen kleinen "Stinker" gebastelt, genau wie die Anleitung im Panzerkettenforum. Als Dampföl verwende ich SR24.

Aber nun zu meiner Frage: Der Rauch von SR24 ist aber ziemlich weiß, hat jemand Erfahrungen, kann man da etwas dazumischen, damit der Rauch doch etwas ins Schwarze geht. Oder ein anderes Dampföl?

 

Vielen Dank für Eure Antworten.

Viele Grüße

Matthias

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Dieses schwärzen versuchen die Schifflebauer seit einigen Jahren. Ohne Erfolg.

 

Wenn du sowas entwickeln kannst/hast dann kannst du tausende von Euros verdienen...

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Guest Jo_S
... kannst du tausende von Euros verdienen...

Na ja, bei der "Menge" aktiv rauchender Modellbauer wohl eher ein Dutzend Euros. ;)

 

@Matthias: ansonsten kann ich NiBe inhaltlich nur zustimmen. SR24 ist schon eine gute Wahl, aber eben weiß. Mir ist auch kein Tipp bekannt, wie man schwarz räuchern könnte (und ich hab das halbe Internet danach durchsucht). Wenn dir etwas dazu einfällt, werden dir einige User dankbar sein.

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Vielen Dank für die Antworten,

da werde ich mich (wie alle anderen auch) mit den Weißen Rauch begnügen müssen. Und in Chemie war ich selbst nie besonders...

 

Viele Grüße

Matthias

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