chripsch

Kommentare zu: Harztec 1:25 Schute als 1:20 Modell

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Moin Christian,

erst einmal gute Besserung - und dann gutes Gelingen für den Bau der Schute! Den Baubereicht werde ich gerne verfolgen, die ersten Bilder sehen ja schon mal vielversprechend aus :-)

Zu der nicht im Bausatz mitgelieferten Bauanleitung: Schau doch mal auf der Seite http://www.harztec-modellbau.de/html/bauanleitungen.html unter Best.Nr. 100083-/50/33/25 nach, da wirst Du fündig.

Aber eine kleine 'Meckerei' kann ich als Küchentischmodellbauer mir auch nicht verkneifen: Bleigewichte auf dem Esstisch neben Tellern und Spielzeug, also wirklich...

Nichts für ungut und viele Grüße
Norbert

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Mit der Biegung könnte man vielleicht überlegen, ob man mit etwas Wärme nachhelfen kann. Bei Holz würde man es wohl etwas wässern oder dämpfen.

 

Grüße

Daniel

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Schöner Brocken 

Tip : Da kommen ja doch ein paar Meter "Naht" zusammen, die sollten geprüft werden. Habe in meiner 1:33 ein M3 Gewinde im Boden um den Innenraum zu prüfen.

Dichtgesetzt mit Schraube Gummiescheibe , Umd mit 3mm Nippel um mit Aquariumpumpe luft rein zu drücken dann kann man unter Wasser drücken oder abseifen.

 

Ralph

 

Stopfen.JPG

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MoinMoin,

und vielen Dank für Eure Beiträge.

@ Hafenschipper: Danke für den Link - den hatte ich schon längst wieder vergessen :weisnicht: Oid wern ma :mrgreen: Bezüglich des Esstisches. War eine Ausnahme.  Normalerweise nehm ich meinen Basteltisch im Eck - aber der war zu dem Zeitpunkt zu voll und ich brauchte eine gerade Bodenfläche für den Schiffsboden... Tja und die Kinder hatten es an dem Tag nicht so mit Aufessen :oops::oops::oops:

@ DJK94: Danke für den Tipp. Mit heiss machen bin ich eher vorsichtig. Hab da die Erfahrung gemacht dass man hier e-x-t-r-e-m vorsichtig sein muss. Ich behalts im Hinterkopf, arbeite mal an einem Plan "ohne" Wärme.

@ taucher: Grundsätzlich richtig. Problem ist, dass die Schute in 1:25 per se schon in 24 wasserdichte Abteilungen zerfällt die keine Luft-Verbindung zueinander haben. Hab zuerst alles mit Revell-Kleber verklebt und danach noch einmal mit Aceton und Sekundenkleber nachgearbeitet damit auch wirklich alles dicht ist. Ich weiss, Löcher oder geplatzte Nähte gibt es immer wieder, aber ein Prüfloch zum "Ausblasen" von Wasser krieg ich definitv nicht hin :|

Bin am Überlegen ob ich das Unterwasserschiff ala Schlepper Ziegelrot lackiere, aber es scheint so nicht üblich gewesen zu sein.

Aber: Erstmal den Rohbau fertigstellen - dann an den Lack denken. ;)

Viele Grüße,
Christian

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Fürs Abdichten/Verkleben: Steinbeisser empfiehlt das Sikaflex 552. Will ich auch noch probieren.

Ist elastischer und haltbarer als Sekunde.

 

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Moin Christian, 

ich hoffe, Du konntest inzwischen wenigstens mal eins der "Ballastgewichte" vom Dichtigkeits- und Tragfähigkeitstest auf Deine Gesundheit leeren ;)

Der fest verankerte Bugpoller zum Schleppen gefällt mir und der klappbare Mast grundsätzlich auch - aber was hältst Du davon, den etwas zu kürzen? Umgeklappt ragt der über den Rand des Laderaums und das hätte er im Original vermutlich nicht lange überlebt... 

Die Rundumlaterne sieht gut aus, was für eine ist das? 

Da Du schon bei der Farbgebung bist: 
Viele der Original-Schuten in Hamburg waren ja am Bug (oder an Bug und Heck? - da bin ich mir gerade nicht sicher) mit der "Schutenmarke" des jeweiligen Ewerführer-/Schutenvermietungs-/Stauerei-/...-Betriebs gekennzeichnet, die oft von dessen Hausflagge oder Schornsteinmarke abgeleitet war. Beispiele dafür gibt es auf den Fotos in dem Dokument http://hafenkultur.eu/wp-content/uploads/2014/07/Ewerführer.pdf und auch auf einigen Fotos im Buch von Harry Braun: Ewer und Schuten im Hamburger Hafen. Erfurt 2015. - So eine Schutenmarke wäre doch auch am Modell ein schönes Detail, oder? 

Und jetzt, wo ich das Foto des komplett glatten Rumpfbodens sehe, kommt mir der Einfall, daß man doch längs zwischen Vorder- und Achtersteven eine Vierkantleiste aus PS o.ä. (in gleicher Stärke wie die Steven) als angedeuteten Kiel aufkleben könnte. Vielleicht trägt das zu einem besseren Geradeauslauf beim Schleppen bei. 

Viele Grüße 
Norbert

Edited by Hafenschipper
stilistische Korrektur

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Und noch etwas... 

Wenn es dann demnächst ans Schutenschleppen mit der Slander geht, ist ein passend dimensionierter Heckfender zum Aufstoppen sicherlich von Nutzen. Das sieht man auch auf mehreren Fotos in dem o.g. Buch: An den Schuten sind keine Fender zu sehen, aber die Schlepper oder Barkassen sind hinten 'großzügig gepolstert' ;)

Im allseits bekannten Online-Auktionshaus bietet jemand immer wieder handgefertigte Fender aus Baumwolle in verschiedenen Größen und Formaten an, auch individuelle Anfertigungen auf Wunsch. Von dieser Anbieterin habe ich sehr günstig zwei Fender für meine in Bau befindliche Barkasse gekauft. Bei Interesse suche ich mal in meinem Mailarchiv, unter welchem Usernamen man sie dort finden kann. 

VG
Norbert

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MoinMoin Norbert,

erstmal vielen Dank für Deine Tipps. Von dem Ballast ist leider noch einiges übrig. Das heißt ich sollte mich beeilen bevor der Weihnachtsbock auf den Markt kommt.

Die Mastkürzung ist das einzige was schwierig werden dürfte, da ich alles nochmals rausreißen dürfte... Die Klappbarkeit ist ja eigentlich nur deshalb eingebaut, dass die Schute noch zwischen Schrank und Decke passt :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: 

Eine Schutenmarke ist eingeplant. Hab mir deshalb sogar im Schreibwarenladen einen Zirkel gekauft ;) Das Buch hab ich übrigens.  

Die Idee mit dem Kiel ist gut - hab noch gar nicht daran gedacht. Entweder ich schneide mit der Tischkreissäge meines Bruders was vom reichlich vorhandenen Restmaterial ab, oder ich nehm 4 mm Holzleistlein die ich mir für ein eventuelles Dach gekauft habe bevor ich draufkam dass Schuten einen Dachstuhlbausatz hatten und das etwas umfangreich werden würde.

Ein Fender für das Schlepper-Rectum? Gute Idee! Gibt eigentlich bei Krick und Aero-Naut immer ganz passable Exemplare. Wichtig vor allem weil die Schute ja nicht bremsen kann ;)Und nachdem ich den Schlepper eh um motorisiere bau ich das ganze dann gleich mit ein.

Was baust Du derzeit für eine Barkasse?

Aktuell "quält" mich noch ein weiteres Problem. Passende 1:20 Figuren die ca. 8,5 cm groß sind. Gibt's von Graupner nur für die DGzRS und 6,5 cm Männchen wären in dem Maßstab nur 1,30 Meter groß... Etwas unrealistisch. Kennt jemand zufällig Quellen? Konnte bisher nichts passendes finden. So ein unbemanntes Handruder sieht irgendwie sch**** aus...

Schon mal vielen Dank und viele Grüße,
Christian 

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Moin Christian, 

gern geschehen - ist ja ein Thema, das mich auch interessiert... 

ot-pfeif-sp.gif

Sagt man eigentlich"das Bock" oder "der Bock", wenn es nicht um das Tier geht? 
(ähnlich wie "das Pils" vs. "der Pilz") 

ot-pfeif.gif

Zu dem Mast: Auf Deinen Fotos sah es so aus, als könnte man den Bolzen, mit dem der Mast in der Haltevorrichtung befestigt ist, evtl. herausziehen. Dann wäre das Kürzen des Masts immer noch 'nicht ganz ohne', aber nicht ganz so heftig, hatte ich gedacht. Aber alles noch mal auseinandernehmen würde ich auch nicht. 
Ist die Rundumlaterne eine von den aeronaut-Laternen, die es auch mit einem Mast/Stab unten dran gibt? Wenn ja, könntest Du bitte mal die Abmessungen (Durchmesser u. Höhe) posten? 

Daß Du Dir das Buch bestellt hast, hast Du ja seinerzeit geschrieben - deshalb mein Hinweis darauf. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, ob die Schutenmarke nur an den Bug oder an Bug und Heck gehört ;)

Die Idee mit dem Kiel ist mir auch erst jetzt aufgegangen. Holz würde ich an der Stelle auf keinen Fall verwenden, lieber ein 100% wasserfestes Material. Wenn Du keine Bezugsquelle für PS/ABS/ASA-Profilstäbe in Deiner Nähe hast ( Modellbaugeschäft, Baumarkt, Architekturbedarf o.ä.), scheint mir Restmaterial + Kreissäge der beste Ansatz zu sein. 
Ich habe hier das Glück, in der Nähe der Technischen Hochschule zu wohnen und ein Fachgeschäft für Architekturmodellbaubedarf quasi um die Ecke zu haben. Sehr gut sortiert, was Drähte, Metall- und Kunststoffprofile angeht, und günstiger als eine Versandbestellung von 1-Meter-Stäben in kleinen Stückzahlen. 

Die handelsüblichen Bug-/Heckfender sind ja nicht ganz billig, wenn sie groß genug sein sollen. Die von "arcosherrchen" angebotenen sind in einer anderen Preislage: Anfang des Jahres habe ich für einen ca. 15cm langen und 2cm dicken + einen 15cm langen und 2,5cm dicken Fender zusammen unter 10,- EUR zzgl. Briefporto bezahlt. Die wurden innerhalb von ein paar Tagen geliefert, sehen gut aus und können sicherlich den einen oder anderen Stoß abdämpfen. 

Figuren in der Größe, die Du suchst, kann man vielleicht bei den Modelleisenbahnern im Gartenbahn-/LGB-Maßstab (M 1:22,5) finden. Ich finde das Bookmark leider nicht wieder, aber irgendwo hab ich mal ein Sortiment gesehen, in dem es zivil gekleidete Reisende, Güterschuppenarbeiter u.ä. gab, nicht nur uniformtragende Schaffner und Lokführer. 
Ansonsten bei der Schweizer Seemannsagentur "Crew aboard", wie von Ralph genannt, oder notfalls welche von den alten Robbe-Biegefiguren in 1:20 vom Gebrauchtmarkt? 

Mein aktuelles Bauprojekt (schon seit einiger Zeit und voraussichtlich auch noch länger) ist die holländische Barkasse "Sleppco" von M. Sievers. Da komme ich aber immer nur dann weiter, wenn der Alltag mir genügend Zeit 'am Stück' dafür läßt. Ich baue auf einem zweiten Tisch in meiner Küche und muß deshalb nach getaner Arbeit immer wieder klar Schiff machen, weil ich weder Kunststoff-Schleifstaub im Essen noch fettigen Kochdunst auf dem Modell gebrauchen kann :?. Deshalb wird es bis zur Fertigstellung noch dauern. Und als nächstes soll dann die Hafenbarkasse "Elbe" an die Reihe kommen. Dafür bin ich parallel schon beim Recherchieren und Bildersammeln, weil ich ein paar vorbildentsprechende Änderungen gegenüber dem Bausatz vorhabe... 

Viele Grüße 
Norbert

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Da du ja noch Schortis Zuhause hast, vielleicht auch auf Flohmärkten schauen und in Spielwarenläden:

z.B.  Schleich 13443 Serie Mensch Tierpfleger 8,5 cm

Die sind zumindest deutlich günstiger wenn man sie sowieso ummalen will -- allerdings nicht so leicht zu bekommen ...

 

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MoinMoin zusammen,

die Lampe ist eine der Aero-Naut Laternen zum Aufstecken. Höhe 15 mm und Durchmesser Lampenkörper 7 mm, Messingteil 10 mm - Artikelnummer bei Aero-Naut 5664/22 laut meiner Bestellunterlagen. Ring zum Aufhängen ist dabei.

Modellbaugeschäft gibt es hier in Rosenheim (70.000 EW) nicht mehr, Architekturbedarf wär mir nicht bekannt. Aber eine FH hätten wir ;) Und einen Müller mit Spielwarenabteilung. Der hat aber nur ein rudimentäres Sortiment an Modellbahn - nur Märklin H0. Wir sind eher anderweitig ständig in den Schlagzeilen. Zuletzt Fußball - sonst mit Güterzügen.

Nachdem buchstäblich Zentnerweise Restmaterial von der Schute vorhanden ist (ca. 30 % des Bausatzes) denke ich einfach abschneiden eines Kiels wär der einfachste und günstigste Weg.

Bezüglich der Figuren werde ich mal zuerst Joergs Vorschlag befolgen und beim Müller nach Schleich schauen. Tiere von dem Hersteller haben sie, das weis ich. Und meine Revell-Farben. An sonsten schauen die Figuren von CrewAboard sehr gut aus wenn auch ziemlich teuer. LGB-Figuren hätt ich eventuell noch daheim bei meinen Eltern liegen. Könnte ggf. auch meinen Onkel anhauen, der hat eine ganze LGB-Anlage mit vielen potentiellen Arbeitern.

Bei den Franzosen gefällt mir der Mann im Friesennerz am besten. Optimal geeignet für seinen jede Berufsgenossenschaft schreien lassenden Arbeitsplatz.

Mal schauen wer der glückliche ist, der bei Wind und Wetter am Ruder stehen darf.

Servus,

Christian

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Hi Christian,

einfach die Sektion unter dem Laderaum fluten und schon haste 'nen tiefen Schwerpunkt. Da liegt auch das Problem, mal abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass diese Schuten doppelwandig waren, ist der 'Luft'-Raum viel zu hoch, d.h. der Boden des Laderaums ist zu hoch. Und damit auch die Stabilität hin. Da würde ich den Kiel eher aus Flacheisen oder Messing machen, um Gewicht nach unten zu bekommen. Links+rechts vom Eisen ein Winkelprofil ankleben (5mm) dann hast du auch genug Klebefläche und Stabilität am Rumpf. Die Lok würde ich vielleicht doch nicht reintun. Aber du kannst ja Ladung faken, z.B. Tonne oder Container die im Boden Gewicht haben ...

VG

Joerg

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Hallo Christian,

ich habe Schuti seinerzeit in 1:50 gebaut.

Da Du schon am Lackieren bist, kommt mein Ratschlag vermutlich etwas spät: Wenn es vorbildgetreu sein soll (was ja eigentlich schon an der Rumpfform scheitert, was aber keine Kritik am Bausatz sein soll, ich hatte viel Spaß damit) müßte eigentlich das Schanzkleid im Mittelteil weg. Das überkommende Wasser kann ja sonst nicht abfliessen, deswegen haben die Originale nur am Bug und Heck ein niedriges Schanzkleid.

Der Geradeauslauf der Schute ist mäßig bis schlecht. Ruder hilft, und mit Hahnepot schleppen hilft auch. Oder seitlich koppeln.

Ich habe mich für die offene Variante als Baggerschute entschieden und deswegen die vordere und hintere Ladebordwand gerade abgeschnitten. Als Ladung habe ich mittlerweile Fliesen-Fugenmörtel. Zuladung berechnen, Frischhaltefolie in den Laderaum, grauen Fugenmörtel reingiessen, Oberfläche modellieren, als wärs reingebaggert und man hat eine super Schlickladung, die man am Stück rausnehmen kann.

Den Mast finde ich super, ich überlege schon...

 

Gruß,

Jürgen

 

Schute04.jpg

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Moin Christian, 

Zitat

die Lampe ist eine der Aero-Naut Laternen zum Aufstecken. Höhe 15 mm und Durchmesser Lampenkörper 7 mm, Messingteil 10 mm - Artikelnummer bei Aero-Naut 5664/22 laut meiner Bestellunterlagen. Ring zum Aufhängen ist dabei.

besten Dank für die Abmessungen! Aero-naut gibt zu diesen Laternen ja leider nur den Durchmesser und nicht die Höhe an. 
Demnach sollte die Laterne mit Ø 14 mm wohl eine Höhe von 21 mm haben und könnte damit zum Maßstab 1:15 passen - gut zu wissen.  

Die Köf gefällt mir, da wäre es wirklich schade drum, wenn damit ein Mißgeschick passieren würde! Als typische Ladung für die Schute käme auch noch Kohle (als Schütt- bzw. Baggergut), Baumstämme (= dicke gerade Aststücke) oder Stückgut wie Kisten in verschiedensten Formaten, Säcke oder Fässer infrage. Die Köf kann dann ja den Zug mit der Ladung heranbringen ;)  

Wie Joerg und Jürgen schon geschrieben haben, ist das Modell der Schute eher vorbildähnlich und vereinfacht als vorbildgetreu. Das Verhältnis vom Laderaum- zum Rumpfvolumen sieht auf den Original-Fotos, die ich kenne, günstiger aus - soll heißen, bei den Originalen wurde nicht mehr Raum 'verschenkt' als nötig. Selbst dann, wenn vorne unter Deck noch ein Wohnraum für den Ewerführer lag.
Aber Fahr- und Schleppvergnügen wird das Modell bestimmt bieten und eine vorbildnähere Konstruktion (mit angeschrägten Bordwänden und einem Laderaum, der seitlich bis an die Spanten reicht) wäre wohl schwieriger umzusetzen. Dafür wird man das vorhandene Modell wohl kaum zum Sinken bringen können, was ja auch nicht zu verachten ist. 

Viele Grüße 
Norbert

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MoinMoin zusammen,

@JojoElbe: Ich müsste 8 Abteilungen fluten, also anbohren ;) Bezüglich der Doppelwandigkeit hast Du vollkommen recht. Die Originale waren allesamt offene Boote mit etwas Deck bei denen sämtliche Spanten offen sichtbar sind. Ausnahme sind hier Baggerschuten, die den Boden öffnen können um ihre Ladung zu verklappen. Die brauchen die Doppelwand tatsächlich.

Auf die Lok als Ladung werde ich in der Tat in der Praxis verzichten. Zu gefährlich. Alternativ könnte man die Schute mit LGB-Kohle als Ladung auf Tiefe bringen. Z.B. die hier. Aber zuerst muss die Schute fertig werden ;)

@Tura-Lu: Gute Idee, das mit dem Schanzkleid. Habe es bereits an Steuerbord entfernt. 1/2 Stunde Arbeit mit dem Teppichmesser. Etwas schwierig mit 2,5 mm PS, aber besser als Stauborgie mit dem Dremel. Bezüglich Ladung hab ich mich noch nicht entschieden. Aber was mir an Deiner Schute gefällt ist die Ruderfixierung per Seil. Wäre eine Lösung auch für mich, da das mit den Männchen gar nicht so einfach (und billig) ist...

@Hafenschipper: Freut mich, wenn ich Dir helfen konnte, Norbert. Die Elbe von Sievers hab ich mir auch mal überlegt, da mir das Design sehr gut gefällt. Aber zu viele Bausätze auf Halde hab ich bereits bei meinen 1:72 Fliegern ;) Zudem wär ja noch eine Wilma und eine Tön 12 (alt) gut verpackt vorhanden :mrgreen: Ganz abgesehen von anstehenden Umbauten/Reparaturen.

Für eine "orginale" Hamburger Schute wäre wohl ein Spantenbau aus Holz am Besten. Das PS-Modell ist in der Tat eine wenn auch gute Annäherung an die Originale. Allerdings weicht es sowohl in Rumpfform als auch Bauweise erheblich davon ab. Anders ist es allerdings mit PS vermutlich nicht zu realisieren.

Einen schönen Sonntag noch,

Christian

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Aber was mir an Deiner Schute gefällt ist die Ruderfixierung per Seil. 

Hat schonmal jemand eine zweite Steuerung probiert, müsste ja verzögert und abgeschwächt sein, aber ...?

Ansonsten gibt's noch einen kleinen Trick, die Schute gerader zu halten, gerade bei nur einem Schleppseil: Eine Art Treibanker - klingt doof, aber der wird z.B. verwendet wenn ein Schiff ohne Ruder oder mit Ruderschaden geschleppt wird. Also ein bischen Tau und daran etwas, was gerade unter Wasser ein bischen Widerstand hat und relativ gerade gezogen wird (so etwa ein leicht zylindrischen 'Eimer' ohne Boden).

LG

Joerg

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Moin Christian, 

schau in der nächsten Baupause doch mal dort: http://www.hamburger-fotoarchiv.de/bilder_hafen/index.html - da findest Du die eine oder andere Schute und viele andere Bilder vom Umschlagbetrieb im Hamburger Hafen, aufgenommen vom früheren HHLA-Hausfotografen Gustav Werbeck. So vielfältig waren die Schiffsladungen in der Vor-Container-Ära (und so mühsam war die Ladearbeit beim Stückgutumschlag)... 

Auch wenn das jetzt in den Bereich des OT geht: 
Die Hafenbarkasse "Elbe" von Sievers ist in gewisser Weise Deiner Schute ähnlich - ein schönes, aber aus praktischen Gründen etwas vereinfachtes Modell. Die rundum geschlossene, 'kastenförmige' Plicht war bei den Originalen auch nicht üblich, da lagen ebenfalls die Spanten frei (oder waren nur mit etwas Holz verkleidet) und der Plichtboden war auf die Spanten aufgelegt, d.h. überkommendes Wasser lief direkt in die Bilge. Und ein paar andere Details der "Elbe" stimmen auch nicht ganz mit den typischen Hamburger Hafenbarkassen dieser Zeit überein. Nach den Angaben von Herrn Sievers ist die "Elbe" ja einem konkreten Vorbild nachempfunden, das 1913 auf der Schiffswerft August Pahl gebaut und 1943 zerstört wurde. Zu dieser originalen "Elbe" konnte ich leider keine weiteren Informationen finden (sondern nur zu einer "Elbe", die 1936 auf der Oelkers-Werft für Lütgens & Reimers gebaut wurde), insofern läßt sich nur schwer beurteilen, wie vorbildnah das Modell tatsächlich ist. 

Viele Grüße 
Norbert

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MoinMoin zusammen,

@JojoElbe: Mit Zweitsteuerung denke ich dürfte es kompliziert werden, da die nicht nur abgeschwächt sondern auch verzögert steuern müsste, da die Schute sonst in Parallelfahrt kommt beim Lenken. Ich beschränk mich deshalb auf ein fixiertes Ruder damit die Schute net dauernd schlackert wie Kuhschwanz.

Als Kiel habe ich von meinem Bruder ein 2 mm x 3,5 mm PS Profil ergaunern können ;) Wird demnächst angebaut.

@Hafenschipper: Ja, das Original soll nach einem Bombentreffer das zeitliche gesegnet haben. Bezüglich Detailgenauigkeit der Elbe hast Du den genaueren Überblick. Allerdings ist die Elbe zumindest was das grobe äußere betrifft den historischen Barkassen in meinem Schutenbuch recht ähnlich.

Vergiss ihr nicht 24 Kohleschuten anzuhängen ;)

Viele Grüße,
Christian

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Moin Christian, 

Zitat

@Hafenschipper: Ja, das Original soll nach einem Bombentreffer das zeitliche gesegnet haben. Bezüglich Detailgenauigkeit der Elbe hast Du den genaueren Überblick. Allerdings ist die Elbe zumindest was das grobe äußere betrifft den historischen Barkassen in meinem Schutenbuch recht ähnlich.

Vergiss ihr nicht 24 Kohleschuten anzuhängen ;)

mit Deinem letzten Satz haben wir ja die Kurve vom 'leichten Off-Topic' zurück zum Thema gekriegt - aber auch wenn das in dem Buch von Harry Braun gezeigt wird, wären 24 Schuten doch eher ein Job für Deinen Dampfschlepper als für so eine kleine Hafenbarkasse... :D

Wenn man die "Elbe" schlepptauglich machen wollte, müsste man zumindest den Schlepp-Poller, der eigentlich nur am Motorkasten in der Plicht angeklebt werden soll, fest im Rumpf verankern (ohne dabei die Möglichkeit zum Herausnehmen des Plichtbodens mit dem Motorkasten zu verbauen). Und sicherheitshalber sollte man den Poller wohl durch einen Schleppbock mit ferngesteuert lösbarem Haken ersetzen. Das wäre nicht ganz ohne Aufwand möglich, aber doch irgendwann in Zukunft eine Überlegung wert. Bei der Sleppco sind die Voraussetzungen ganz ähnlich und da habe ich auf diese Abweichung vom Bausatz verzichtet. 

Insgesamt entspricht die "Elbe" schon sehr gut dem Typus der traditionellen Hamburger Hafenbarkasse, das stimmt. Aber der gedeckte Bereich am Heck scheint mir untypisch groß zu sein (evtl. aus praktischen Gründen zwecks Einbau der Ruderanlage; auf jeden Fall nicht leicht zu ändern) und über die recht große/lange Motorabdeckung und die sehr kleinen Seitenfenster am Ruderhaus bin ich mir nicht sicher. Allerdings ist mein "Überblick" in dieser Hinsicht eher ein "educated guess", der sich auf ein paar Bücher (v.a. Bildbände), eine kleine Sammlung von historischen Postkarten/Fotoabzügen und etliche im Netz zusammengesuchte Fotos stützt. 

Langer Rede kurzer Sinn: meine im Bau befindliche "Sleppco" wird wohl niemals eine Schute schleppen, die als Folgeprojekt vorgesehene "Elbe" vielleicht irgendwann... aber ganz sicher keine 24 davon ;)

Viele Grüße 
Norbert

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Ach ja, Christian, fast hätte ich es vergessen: ich bin schon gespannt auf Deine Fahrerprobung mit dem Schlepper und der Schute - ob der angedeutete Kiel wohl etwas bringt? 

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MoinMoin Norbert,

@Hafenschipper: Mit der Fahrerprobung wird's noch ein Weilchen dauern ;) Hab gestern und heute grade erst den "Kiel" angeklebt. Dann darf ich noch den Rumpf selber lackieren und den Schlepper erst antriebstechnisch auf 12 Volt umbauen. :mrgreen:

Ich weiß nicht ob die Slander 24 Harztec-Schuten in Bewegung setzen könnte ;) Ganz abgesehen dass 24x 160 Euro + Nebenkosten auch nicht ganz ohne ist. Die 24 Schuten im Buch schleppt tatsächlich eine Hafenbarkasse namens Emil Körner und kein Schlepper.

Schlepp-Poller bzw. Haken sollten tatsächlich zumindest mit dem Deck oder dergleichen verdübelt/versenkt werden -als Minimum-. Verankern im Rumpf ist nicht unbedingt notwendig. Bei meinem Schlepper hab ich die Hakenkonstruktion mit dem Aufbau verschraubt der relativ gut auf dem Süllrand sitzt und bei der Bock Zug- und Schlepp-Poller möglichst tief und verstärkt im Deck versenkt. Normale Poller werden von mir normalerweise zusätzlich zum Kleber per Messingstift im Deck verankert was bis dato immer gereicht hat.

Auf RC lösbare Schleppverbindungen habe ich bis dato verzichtet. Fahre mit 5-Kanal LowTec. Zum einen als Familienvater aus Kostengründen, zum anderen weil meiner Meinung nach viele Zusatzfunktionen die man nur ein paar Mal im Jahr bräuchte einfach den Einbauaufwand gar nicht rentieren.

Zudem: Per Hand abhängen hat auch ein gewisses etwas - denn die Originale hatte ja auch keine Servos hierzu ;)

Wie weit ist denn die Sleppco inzwischen gediehen?

Viele Grüße,

Christian

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