chripsch

Baubericht Rickmer Bock von Sievers

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Vorgeschichte

Nachdem ich bereits im Jahre 2015 Fotos meines bei Manfred Sievers erworbenen Baukastens der Rickmer Bock gepostet hatte, habe ich Ende März nun tatsächlich mit dem Bau der Selben begonnen. Abweichend vom Vorbild soll das Schiff den Namen meines am 8. Februar 2016 nach 34 Jahren Parkinson verstorbenen Vaters Hans-Peter Schröder erhalten.

Die begleitenden Fotos habe ich alle mit meinem Smartphone aufgenommen, weshalb die Qualität manchmal etwas besser sein könnte.

Kommentare zum Baubericht könnt Ihr hier posten.

Bau

Begonnen habe ich nach Bau und Lackierung des Schiffsständers (den ich aus Stabilitätsgründen mit Startstäben von Sylvesterraketen verstärken durfte) mit dem Einbau des Stevenrohrs in das in den GfK-Rumpf eingegossene Fürhungsrohr.  Der Einbau gelang dank ein paar Wicklungen Isolierklebeband als Abstandshalter relativ zügig. Anschliessend habe ich die Spalten an den Enden mit Stabilit Express versiegelt.

Nachteilig beim Stevenrohr war in meinem Fall dass ich das Stevenrohr selbst nach Abziehen der Kontermutter, welche sehr fest saß, nicht durch die Welle hindurch ziehen konnte wie bei Graupner und Co problemlos möglich. Hier habe ich dann ein 2 mm Löchlein in das Stevenrohr gebohrt und einen Schmiernippel von Graupner angebaut. Der Motor selbst,  ein Roxxy Brushless-Motor 2824/26, #31 4778 - zu Beziehen über Conrad- wurde problemlos samt einer Starrkupplung eingebaut indem der Standfuß des Motors in Stabilit Express eingegossen wurde. Als Fahrtregler verwende ich die Modelcraft Bestellnummer 10 50 79. Probeläufe verliefen zufriedenstellend.

Anschliessend wurde der als Resinteil gelieferte Wellentunnel verschliffen und mit Stabilit eingeklebt. Dank eines Dremels ging das Verschleifen relativ zügig. Der Wellentunnel selbst ist ca. 20% zu groß geraten gegenüber dem Plan, weshalb hier beim Einbau jongliert werden musste. Nach dessen Einbau wurde zuerst der Ruderkoker und noch zusätzlich eine Wasserkühlung für den Fahrregler eingebaut. Beides ging relativ zügig und problemlos voran. Das Ruder selbst musste wegen der Ruderharke gleich mit eingebaut werden, da im Resinteil die Ruderwelle eingegossen ist was einen nachträglichen Ein- und Ausbau unmöglich macht.

Innereien.thumb.jpg.96e06786ede518ad8d43acd8852ed126.jpgRuder.thumb.jpg.884a064f60033fbfe2cd694295483b66.jpg

Anschliessend wurde aus 6 mm Holzresten eine Ruderhalterung für den Servo konstruiert, lackiert und eingebaut. Dies dauerte trotz Tischkreissäge von meinem Bruder etwas länger, da ich trotz Maßnehmen aus dem Plan mehrfach nachbessern musste bis es passte. Beendet wurde dieser Bauabschnitt durch einen Trockentest aller elektronischen Komponenten der erfolgreich verlief. Lediglich die Ruderwelle werde ich später vor dem ersten "scharfen Einsatz" noch anschleifen, da sie zum durchrutschen neigt. Ich habe die Tischkreissäge -wie im Foto sichtbar- auch zum Bau von 2 Akkukästen mitgenutzt.

RuderAnlenkung.jpg.5f471e6f8e89b2e9e6bb2faacfb3de15.jpg

Danach waren das Deck mit Süllrand und den Doppelkreuzpollern dran. Letztere sind aus massivem Polystorol. Die 3 mm langen Füsse wurden im 2 mm dicken Deck versenkt. Das Deck wurde im Bereich der Poller mit Polystorol von unten auf 3 mm verstärkt, so dass die Füsse auf der ganzen Länge von Polystorol eingeschlossen sind womit maximale Standfestigkeit garantiert werden soll.

Als nächstes habe ich mit Hilfe der beigelegten Holzleisten als Stabilisator das Deck mit Stabilit aufgeklebt und verschliffen. Hier war relativ Nachbarbeit erforderlich, da teilweise 3 mm breite Spalten des Decks zum Rumpf zu spachteln und zu verschleifen waren. Auch das Deck selbst musste besonders am Heck angeschliffen werden bis es passte. Beim anschliessenden Einbau der Klüsen verwendete ich 6 mm Messingrohre anstatt des beiligenden PVC-Rohres von 7 mm. Der Einbau samt dem abschliessenden Verspachteln und verkleben der Enden von aussen mit Stabilit (von innen aus Platzgründen nicht möglich) war relativ problemfrei wie das Bild mit dem zwischenzeitlich fertiggestellten Anker zeigt.

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Nachdem der Rumpfbau am 8. April nach ca 2 Wochen Bauzeit erfolgreich abgeschlossen worden war, gings nun an den Pinsel. Ich habe mich für`s Streichen und für Revell Email-Farben entschieden. Das Unterwasserschiff wurde mit Revell 37 gestrichen, die Scheuerleisten mit  Revell 302 und der Rumpf mit Weiß 4. Für das Deck entschied ich mich anfänglich für Smaragdgrün 61, habe es aber dann letztendlich mit Farngrün 364 überstrichen, da es mir zuviel glänzte und hinten und vorne überhaupt nicht kratzfest war. Zudem liegt das Farngrün deutlich näher am Original. Die Doppelkreuzpoller und die Ankerwinde strich ich mit Revell 374, wobei die schwarzen Teile hier ebenso die 302 erhielten. Dieser Bauabschnitt inkl. Bau von Kettenstopper und Ankerwinde nahm ca. 3 Wochen in Anspruch.

Einziges Problem hierbei waren meine Pinsel, die besonders bei Smaragdgrün ziemlich haarten. Hier ist unverzügliche Haarentfernung erstes Gebot wenn man nicht einen unliebsamen Gast mit verewigen will. Die Haftung der Farben auf dem GfK-Rumpf und Polystorol-Deck selbst sind gut. Beides wurde mit Spülmittel gereinigt und mit grobem Schleifpapier gut angeraut. Nur beim GfK-Rumpf ging an einigen wenigen Stellen etwas Farbe mit was schnell auszubessern war. Dies betraf allerdings "nur" das glänzende weiß und das mattglänzende schwarz. Das matte Kaminrot machte hierbei gar keinen Ärger.

Abschliessend wurden Lackierfehler mit freier Hand nachgepinselt. Sehr zur Zufriedenheit meines Großen ;-)

RubinRot.jpg.ac1631d0eee1abb6c4912779129d510d.jpg.

Scheuerleisten.jpg.ec42dbbe724ab971794a389b00840c6d.jpg

Aufbauten.jpg.c6787c67409add6398e84c4150e2a959.jpg

Aktuell, Stand 01. Mai 2017, sind die Aufbauten in Arbeit. Die Teile sind sehr gut passend, allerdings ist auch hier etwas Spachtelmasse notwendig. Für die Polystorolteile verwende ich Ruderer L530 als Klebstoff. Da die Regenrinnen für die Bullaugen leider nicht im Baukasten enthalten waren obwohl sie es sollten (bzw. in den 1,5 Jahren Dornröschenschlaf auf dem Schrank verschwanden) habe ich sie kurzerhand durch 0,5 mm Polystorol-Eigenbauten ersetzt welche ich verspachtelt habe. Gravierender ist das Fehlen der Tür für den Aufbau hinten, da dieser auch Fräsungen enthält. Auch die (eigentlich) beiliegenden Handläufe aus dem Selben Frässatz fehlen. Hier bemühe ich mich aktuell um Ersatz.

Den "U-Boot Turm" auf dem Dach, ein GfK-Teil, habe ich innen derweil großzügig mit Revell-Spachtelmasse verarztet was sicher noch eine nächtliche (Hand)Schleiforgie nach sich ziehen dürfte. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Aktuell sind Fenster und Bullaugen in Bearbeitung. Die Glaseinsätze für beide sind hierbei etwas zu groß geraten, so dass hier Anpassungsarbeiten notwendig waren. Dieser Schritt hat 2 Feierabende in Anspruch genommen. Hierzu schliff ich die Öffnungen der Bullaugen etwas weiter auf. So lange, bis sich ein Rundglas ohne größere Anstrengungen reindrücken lies. Bei den eckigen Fenstern habe ich das Glas einfach etwas kleiner geschliffen. Aufgrund der Materialhärte war ich um meinen ererbten Dremel heilfroh. Sonst wäre ich ewig gesessen.
Der Versuch ein Rundglas ohne Vorarbeiten in die Bullaugen einzudrücken endete trotz der Dicke des Glases (2 mm) mit dem Bruch des Selben. Nachahmer sollten es erst gar nicht versuchen. Als vorletzten Schritt habe ich die Fensterlein mit Hilfe von Revell Plastikkleber in die Rahmen eingeklebt. Anschließend habe ich die alle gleich Mal maskiert damit sie beim späteren Lackieren nicht voll Farbe laufen. Für die Masken der Bullaugen habe ich ein Bullauge als Schablone benutzt und die "Flicken" auf dem Maskierpapier angezeichnet bevor ich sie mit einer Nagelschere ausgeschnitten habe. 17 Stück.
 
Bullaugen.jpg.91c4740634e4ca62c864192f98977e85.jpg
 
Heute Abend werden die Fenster und Bullaugen in den Aufbau eingeklebt.
 
Als nächstes steht das Herausreissen meiner "Nachbauregenrinnen" an nachdem ich die Originale für 1,60 Euro bei Herrn Sievers nachbestellen konnte.
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Bevor das Wochenende beginnen konnte habe ich zu allererst wie angedroht die Bullaugen und Fenster eingehklebt. Zudem habe ich wie gut sichtbar die Eigenbau Regenrinnen wie kranke Zähne gezogen. Anschliessend habe ich die Löcher für die Regenrinnen noch entsprechend sauber gemacht damit die Originale ohne Probleme eingeklebt werden können. Gut sichtbar sind auch die angeschliffenen und verspachtelten Stellen der ABS-Aufbau-Verzahnung. 

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Nachdem der Samstag der Familie gewidmet war wurde meine bautechnische Schaffenskraft heute zuerst für andere Zwecke benötigt. 2 Kommoden wollten zusammengeschraubt werden. Mittlerweile klappt dies fast schon ohne Anleitung ;-)

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Danach gings wieder an den Basteltisch. Zuerst gravierte ich auf der Rückseite der Aussentüren noch Türspalten ein.

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Anschliesend klebte ich die Pflicht ein, sowie den U-Boot-Turm samt Innereien auf. Bei letzerterem durfte ich noch ordentlich Spachtelmasse nachlegen. An sonsten verlief der Bauschritt problemfrei. Nur eine Spante für den Innenausbau fehlte. Diese war aber aus 1 mm Polystorol mit einer der vorhandenen Spanten als Schablone schnell nachgebaut. Eher ein wenig Kpopfzerbrechen bereitet mir der Abschluss der Pflicht. Obwohl bündig in Bezug auf die aus ABS-Platten gebaut ist der Endquerschnitt trapezförmig... Unten stimmt die Breite mit dem des Resin-Abschlusses überein, oben ist er ca. 1 cm schmaler.  Es entsteht aber trotzdem keine schiefer Eindruck mit nach innem geneigtem Schanzkleid, so dass hier wohl als nächstes mein Dremel fleissig Material abtragen darf. Aber dafür lass ich mir bis morgen Zeit.

 

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Bevor das Wochenende beginnt noch eine kleine Fortsetzung. Hauptsächlich waren Details an der Reihe. So habe ich unter anderem das Heck der Pflicht plangeschliffen und mit dem Geodreieck die Rechtwinkligkeit überprüft. Die Abweichung war minimalst. Und das obwohl der zurechtgeschliffene Resinklotz deutlichst trapezförmig ist. Zudem baute ich mir aus Polystorol die nicht auffindbaren Lampenbretter aus Resin nach.

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Daneben habe ich den Flaggenmast fertiggestellt und eine intereressante Entdeckung gemacht. Nachdem ich auf Grund der Beschreibung nicht wusste ob die Umrandung des Ankers auf dem Plan rein farblich geschehen sollte, habe ich mittlerweile das Schutzblech des Ankers gefunden. 0,5 mm Polystorol/ABS. Da der Rumpf allerdings bereits weitgehend fertig ist und das Schutzblech auf den meisten Orignalfotos fehlt werde ich es nicht einbauen. Dieser Fund zeigt beispielhaft den einzigen Mangel des Baukastens auf. Die rudimentäre Baubeschreibung, die den Bau manchmal zu einem Puzzlespiel macht. Auch die Verstärkungen zum hinterkleben der Türen habe ich eher zufällig im Teilekonvolut gefunden nachdem ich die Türrückseiten bereits angeritzt hatte. Siehe oben.

Zum Ende noch was positives: Die nachbestellten Teile sind eingetroffen und zum Großteil bereits verbaut.  Zwei Buben (4 und 1) sind gefährliche Langfinger...

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Gott zum Gruße! 

Frei nach dem Motto »Mühsam ernährt sich das Eichkätzchen« ging es seit letzten Donnerstag hauptsächlich mit Kleinteilen voran. Ich habe zwischenzeitlich

1) ...den Steuerstand instrumentiert

2) ...den Auspuff angefertigt 

3) ...die Leiter zum Steuerstand wurde eingepasst nachdem sie vorher gespachtelt wurde

4) ...aus 1mm Draht die (Tür)griffe und Vorreiber angefertigt

5) ...die Lampenträger für die Positionslampen und die Scheinwerfer angebaut sowie die jeweiligen Löcher für die Verdrahtung gebohrt.

Bezüglich des 1 mm Messing-Drahts hat Herr Sievers millimetergenau kalkuliert. Es blieb kein Millimeter Draht übrig.  Für alle Fälle werde ich heute deshalb meine Restekiste konsultieren - hier sollten sich sicher noch ein paar Zentimeter 1mm Messingdraht finden lassen. Man weis ja nie ob man doch noch ein wenig davon braucht.

Für die Lampengehäuse bekommt Herr Sievers übrigens einen 1er mit Stern von mir. Durchgefärbtes Plastik, richtiger Abstrahlwinkel und nie wieder Probleme mit ungenügend eingefärbten farbigen Birnchen.  Heute früh vor der Arbeit habe ich in dem Zusammenhang begonnen die Lampenteile ...und Bretter die nicht leuchten sollen schwarz 302 zu lackieren. Damit ja nichts an den falschen Stellen durchscheint. Das wird so nebenbei gemacht. Tendenziell ist nu der Weg frei heute Abend mit dem Bau des Mastes zu beginnen, den ich Dank der Kleinteile schon eine Woche vor mir herschiebe.

Der aktuellen Bauzustand der Aufbauten:

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Gott zum Gruße,

nachdem unter der Woche zumeist die Arbeit auf dem Programm steht ist der Baufortschritt eher übersichtlich. Hauptsächlich habe ich mich mit dem Licht beschäftigt. Das hies zuerst die Austrittsöffnungen abkleben und anschliessend die Lampenkörper und -Bretter schwarz lackieren damit ja nichts durchscheint. In dem Zusammenhang, möchte ich Dir, TitanicMax noch einmal für die Hinweise danken wo genau denn die Decksbeleuchtung der Rickmer Bock angebracht war. Diese ist im Bauplan von Herrn Siever weder vermerkt noch liegen Teile hierfür bei. 

Zum abtapen habe ich mich mit mehreren Klebebändern versucht. Am besten hält auf dem glatten Plastik klasisches Malertape aus dem Baumakrt. Das 6 mm Klebeband von Tamyia das ich für meine Flugzeuge in 1/72 verwende hielt eher schlecht, ebenso das rosa Lackiertape von OBI.Während die Bauteile von Herrn Sievers sich relativ gut mit Klebeband und Skalpell (zum zurechtschneiden) verarzten liessen, waren die Bauteile aus dem Modellbaukaufhaus echt eine extrem übele Fummelei. Zuerst habe ich langsam mit einem 3 mm Bohrer eine Öffnung für die 6 V-Lämpchen gebohrt, dann die Lämpchen eingesetzt und einen Deckel aus 1 mm Polystorol gebaut. Das Abkleben dieser drei Lämpchen als Höhepunkt nahm dann auch einen ganzen Abend in Anspruch.  Jetzt werden sie fertig lackiert, nur damit ich sie dann wieder runterbrechen muß um das Klebeband zu entfernen.Nachahmern empfehle ich sich bei Elde Modellbau umzuschauen worauf mich Taucher in einem anderen Thread gestossen hat. Die Korblampen scheinen hier eine deutliche Arbeitsersparnis zu sein.  Preislich wären sie ungefähr identisch. Aber da hatte ich die Lampen von Rainer und Elke schon zu Hause. Aktuell werden die Suchscheinwerfer komplettiert. Danach gehts an den Bau der Reling an den Aufbauten sowie den Mast. Da ich für die Bohrarbeiten einen Schraubstock benötige muss ich hier noch bis zu meinem Besuch bei meinen Eltern warten, wo mein Bruder eine voll eingerichtete Werkstatt besitzt.

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Servus beisammen,

das Wochenende brachte vor allem Kleinteilerei mit sich. So habe ich unter anderen die Scheinwerfer der Bock angefertigt. Hierzu habe ich 3 mm Löcher in die innen mit Revell Silber 90 lackierten Lampengehäuse gebohrt. Anschließend die Lampen eingesetzt. Danach wurde aus diversen Draht- und Messingteilen die Scheinwerferhalterung angebaut. Für die Messingteile war sehr viel Schleifarbeit notwendig, da diese richtig ausgefranst waren. Auch die beiliegenden Lampengläser habe ich eingesetzt und da das Ganze später noch lackiert wird maskiert.

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Nachdem Samstag Abend die Scheinwerfer montiert waren ging es Sonntags ans Aufbohren der Reling- und Handlaufspitzen auf 1,5 mm. Eingespannt in einen Schraubstock ging das mit einer langsam drehende Akkubohrmaschine sehr gut.  Der einzige Haken war hierbei der Bausatz selbst. Gemäß Stückliste sollten 21 Handlauf- und 26 Reling Stützen beiliegen.  Diese lagen bei. Doch leider wurde vom Hersteller übersehen dass gemäß Plan auf dem Oberdeck noch weitere 6 Reling Stützen zu montieren sind. Diese habe ich bei Herrn Sievers kostenpflichtig für 5,15 Euro nachbestellt. -Ich wollte mir aufgrund der Service-Problematik des Herstellers eine weitere längere Diskussion zum Thema "war nicht dabei" ersparen.- Für das gemäß Plan notwendige Biegen im oberen Drittel habe ich mir eine Schablone aus einem Raketen-Leitstab ausgesägt. Die Reling Stützen habe ich dann abweichend von der Empfehlung im oberen Drittel mit sanftem Druck "kalt" gebogen. Eine Stütze brach mir zwar ab, aber zu was gibt es denn einen Lötkolben? ;) Aktuell als nächstes geplant ist die Montage der 21 Handlaufhalterungen. Für diese sind 21 kleine Füsserl vorhanden (Siehe die kleine Plastiktüte). Diese müssen, da etwas zu eng, mit dem Skalpell noch etwas aufgebohrt werden und werden heute Abend montiert.

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Nicht erwähnt habe ich dass die letzten Tage so nebenbei diverse Lackierungsarbeiten bei den Lampen erfolgt sind. Nach Auftragen des schwarzen Durchscheinschutzes habe ich diese mit der eigentlichen Soll-Farbe überlackiert. Die Deckslampen werde ich später noch einmal mit sanftem Druck vom Gehäuse runterreissen um die Maskierungen zu entfernen wofür aufgrund der 3 +3 = 6 Farbschichten ein Skalpell notwendig sein wird. Aktueller Bauzustand des Aufbaus siehe hier.

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Gott zum Gruße beisammen,

nachdem heute Vatertag war und das Bauen vorgestern Abend wegen kindsen* gänzlich ausfiel habe ich mich heute wieder ein wenig an die Arbeit gewagt. Zum einen stand das "auspacken" der maskierten Deckslampen an, welche ich zu dem Zweck noch einmal von der Bordwand gebrochen habe. Bis auf einzelne kleinere Nachlackierarbeiten können die Lampen sofort weiter verwendet werden. Allerdings werde ich sie vor dem Wieder-Ankleben komplett maskieren damit sie die Aufbaulackierung auch mit "Durchblick" überstehen.

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An sonsten wurde Die Reling an Aufbau und Deck montiert. Die seitlich am Aufbau befestigten Handlaufhalterungen habe ich hierzu 5 mm nach dem "Knödel" per Dremel abgeflext damit ich sie bündig einbauen kann. Das Einziehen des 1,2 mm Drahtes geschah beim Aufbau von hinten und verlief problemlos. Sowohl die Relingstützen als auch den Draht habe ich "kalt" mit Sekundenkleber fixiert und festgeklebt. Auf`s Löten habe ich bewusst verzichtet, da der Aufbau aus Kunststoff besteht und die Relingstützen aus Messing einen guten Wärmeleiter abgeben.

Nach dem Handlauf auf dem Aufbau war die Reling an der Reihe. Hier wurden die bereits von Herrn Sievers vormarkierten Bohrungen auf 2,5 mm aufgebohrt. Anschliessend die Relingstützen mit Sekundenkleber festgeklebt. Danach wurde der Relingdraht eingezogen und die Stützen mit Zangenhilfe nachgebogen damit sie einigermassen senkrecht zum Bügelbrett stehen wie es der Plan vorsieht. Die Soll-Öffnungen in der Reling habe ich mit einer Metall-Ankerkette aus meinem Fundus gesichert. Die von Herrn Sievers mitgelieferte Kette ist in Bezug auf die zu sichernden Distanzen einfach zu kurz gewesen. Aber so bleibt für den Anker noch ein wenig mehr übrig. ;)

Als nächstes werde ich hier die Relinghandläufe ebenfalls mit Sekundenkleber verkleben. Danach werde ich entweder  mit dem Bau des Hauptmastes bzw. der dem U-Boot-Turm vorgelagerten Antennen beginnen. Mit der Reling auf dem Oberbau muss ich noch warten bis die sechs bei Herrn Sievers bestellten Relingstützen eingetroffen sind

*Bairisch: Kinderpflege, aufs Kind aufpassen

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Nachdem mir eine Radltour um den Simssee einen Muskelkater samt Sonnenbrand bescherte nutzte ich den Tag zu Gunsten der Rickmer Bock. Zuerst beschäftigte mich der Rohbau der fünf Rettungsring-Halterungen. Auf dem Plan sind aber nur drei eingezeichnet, so dass ich mich für die Position von Nr. 4 und 5 noch auf Fotos umschauen muss. Die Ätzteile von Herrn Sievers haben zudem eine Aufschrift "1:25", was auf einen nicht zur Bock (1:20) passenden Masstab hindeuten könnte. Zugegebenermassen sind die Rettungsreifen selbst auch ein wenig klein, aber mangels Vorlage will ich hier nicht päpstlicher als der Papst urteilen. Zudem weiss ich nicht ob es 1944 bereits eine DIN-Norm für Rettungsringe gegeben hat...

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Den Löwenanteil des heutigen Tages nahm der verbliebene Drahtverhauf auf dem Dach in Anspruch. Für das Anbringen der Antennen-Abspannung vor dem U-Boot-Turm habe ich eine kleine Bohrschablone auf ein klassisches Malerkrepp aufgezeichnet. Der Bau der Antennenabspannung war eine echte Fieselei. Für die untere Verstrebung waren zwei Anläufe nötig. Die gemäß Plan gebauten Streben waren schlicht zu kurz. Hier liegt ein Planfehler vor. Die Streben müssen ca 1,5 cm länger sein wie im Plan eingezeichnet, da sie a) nach aussen gehen und b) die Rundung des U-Boot-Turms mit einbezogen werden muss. Dank überschüssigem Material war hier sehr schnell korrekter Ersatz geschaffen, der anschliessend mit Sekundenkleber am U-Boot-Turm verklebt wurde (Alles andere haftet sehr schlecht bis gar nicht auf GFK). Die Messingteile selbst habe ich miteinander verlötet.

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Nachmittags war der Hauptmast an der Reihe. Er wurde in Löt-/Sekundenkleber Mischbauweise verarbeitet. Tragende Verbindungen habe ich meist verlötet, den Rest mit einer gesunden Portion Sekundenkleber verklebt. Jetzt fehlen mir nur noch die sechs nachgeorderten Relingstützen um mit dem Aufbau in die optische Endverarbeitung zu gehen, was gleichbedeutend mit Lackieren ist. Ob ich das Gepäcknetz vor dem Steuerhaus einbaue weiß ich noch nicht. Eventuell verspachtel ich die Löcher hierfür und drappier hier ein Schlauchboot mit Kiel nach oben. Macht meines Achtens mehr Sinn. Allerdings habe ich bis dato noch kein passendes in 1:20 (Epoche 1950 - 1960) gefunden. Bevorzugt ist ein ovales mit Rudern, das ich wohl orange lackieren würde.

Wer Bezugsquellen kennt bitte im Kommentarthread posten. Dankeschön :that:

Hier der aktuelle Bauzustand mit provisorisch aufgklammertem Mast und Flaggenstock.

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MoinMoin,

das Motto der Tage ist wie gewonnen, so zerronnen. Von gestern auf heute stand das einfädeln der  beigelegten 1 mm Polystorol-Röhrchen (weder 1 mm noch 1.2 mm Messingdraht war noch zur Verfügung was die beiliegeden Teile betraf) in die gestzten Relingstützen fürs Oberdeck an. Das ging schneller als gedacht. Die Reue nicht trotzdem meinem Erst-Gedanken "Messing" gefolgt zu sein kam sehr schnell. Beim versuchten Ankleben des Achterlichts brach das Röhrchen gleich durch. Ich habe es zwar provisorisch mit Sekundenkleber wieder angeklebt, doch gewann in mir der Gedanke Oberhand es gleich gescheit zu machen. Das Polystorol wird auch später immer wieder brechen. Ich habe 2 kleine Kinder (4 und 1) und und und... Sprich, Polystorolrohre raus - Messingstab 1 mm rein. Denn das Polystorol ist Glump*, wie wir in Bayern sagen. Es bricht beim Anschauen.

An alle Nachbauer: Finger weg!  Zum Baumarkt gehen und gleich 1 mm Messing Draht kaufen.

Zum Glück konnte ich mir von einem noch ruhig daliegenden »Tön 12«-Bausatz ein paar "ausleihen". Auch hat mein Bruder noch was da, so dass ich nicht gleich bestellen muss.

Aber: Ich durfte die ganzen Relingstützen und die Leiter aus dem Deck rausdrehen. Der Kollateralschaden hielt sich zwar in Grenzen, aber es wird durchaus Nacharbeiten wie spachteln und schleifen geben, da die Klebenähte beim Polystorolaufbau teilweise beim Raudrehen der Stützen aufgeplatzt sind. Geschätzter Zeitverlust 2 Tage.

Für morgen ist das rausbohren der Polystorolreste aus den Relingstützen und dem U-Boot Turm (die Rohre waren bereits eingeklebt) geplant. Zudem eine Grobreinigung der Stützen von Kleberesten. Erst wenn alles wieder einigermassen ahnsehnlich ist wird weiter gebaut. D.h., Stützen wieder eingeklebt nachdem zuvor der Messingdraht eingefädelt wurde. Hier werde ich im Gegensatz zu vorher die Leiter aber nur provisorisch einsetzen, da ich so die Pflicht besser lackieren kann...

Aber: Wenigstens steht der Hauptmats jetzt. Das 4 mm Hölzchen als Mastfuß habe ich noch durch ein 6 mm Brettchen verstärkt. Unter Deck eingeklebt ist der Mast nun 10 mm tief verankert. Der Flaggenstock muß zusätzlich mit 1 mm Drahtstiften verankert werden. Das reine Ankleben hielt hier gefühlte 2 Stunden.

Anbei noch ein Foto kurzlebiger Pracht.
Servus,
Christian

*Glump = minderwertiges Material, oder minderwertiger Gegenstand.

 

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Jeder Rückschlag ist der erste Schritt zu einem neuen Erfolg.

Nachdem die sechs Relingstützen jetzt erfolgreich ausgebohrt wurden warten sie auf meinen frisch bei Modellbau Faber nachbestellten 1,2 mm Draht. Die Reling soll über das ganze Schiff hinweg einheitlich dick sein.

Da ich an der Reling mangels Draht noch nicht weiterbauen kann wurde heute der Flaggenstock mit vier 1 mm Drahtstückchen am Mastfuss auf der Auflage festgebolzt. Erfolgreich, denn aktuell hält er schon länger wie gestern. ;)

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Danach habe ich mich am restlichen 1 mm Draht vergriffen und fleissig Drahtstückchen für den "Vordeck-Fahrradkorb" der Rickmer Bock herausgeschnitten. Eine gute Wahl. Denn wie ein Test mit einem verbliebenen Stück Polystyrol-Rohr ergab hätte ich dieses nicht einmal in die Vorbohrungen einführen können ohne dass es zerbricht. Leider ist mir der Draht ausgegangen, weshalb ich erst die Lieferung abwarten muss bevor ich weiter werkeln kann.

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Last but not Least konnte ich Dank JoJoElbe `s Tipp zu einer sehr empfehlenswerten Broschüre zum Original neue Erkenntnisse zum Weiterbau gewinnen:

1 ) Es gibt im U-Boot-Turm einen erhöhten Boden mit Rost, der im Plan von Sievers nicht vorkommt und der rein im Selbstbau zu erstellen ist.

2) Es sind zahllose Farbvarianten möglich. Ganz in weiß, ganz in weiß mit rotem Kreuz, Turm Orange und Vordeck in den drei Farbvarianten weiß/grün/orange. Auch die Fensterrahmen wären in weiß, braun und Orange möglich...

3) Auch die Rettungsringe und Fender kann ich kreuz und quer anbringen ohne dem Original zu widersprechen.

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MoinMoin,

das Pfingstwochenende brachte bis dato einen gewissen Fortschritt. Der Fahrradkorb der Bock wurde am Freitag fertig. Und ich bereue es nicht, dass ich 2 Abende lang 1 mm Messingdraht zurechtgeschnitten habe. Das Ding ist stabil wie sonst noch was :mrgreen: ...und der Reling-Oberdeck-Fehler konnte vemieden werden. Nur noch vor dem Einkleben ein wenig abschleifen, dann lackieren und guat is ganga.

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Nachdem ich gestern meine Schwiegermutter in München am Flaughafen abholen durfte nutzte ich die Fahrt in die Großstadt um bei Electronic Conrad noch Messingdraht für meine Reling zu kaufen. Mein bestellter Draht ist bis dato noch immer nicht angekommen und beim ausgeliehenen Draht gab es keinen mit 1,2 mm Durchmesser. Eine Notlösung, da Conrad für 50 cm Messingdraht genauso viel verlangt wie andere Anbieter für einen ganzen Meter. Aber so konnte ich wenigstens weiter bauen und die Reling einziehen.

Da Aufgrund der vielen Ecken viel Biegarbeit notwendig war und es ab und an zu Drahtrbuch kam verlief hier der Bau nicht ganz reibungslos. Die großzügig einkalkulierte Reserve rettete hier den Abend. Als Anmerkung will ich mitgeben, dass die Leiter nur lose eingebaut ist. Ich werde sie zum Lackieren wieder entfernen.

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Beim Einziehen der Reling fiel mir zudem ein Fehler auf dem U-Boot Turm auf. Auf den Plänen weiter er sich oben nur nach aussen aus. Der mitgelieferte Turm weitete sich darüber aber wieder nach innen. 

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Nach Fachsimpeln mit TitanicMax entschloss ich mich heute früh alles oberhalb des roten Striches wegzudremeln. Eine sehr staubige Angelegenheit, die gleich eine Dusche nach sich zog. Nicht nur für das Modell, aber jetzt habe ich auch endlich genug Klebefläche für die Panoramascheibenbasis. Und jetzt machen auch die Zeichnungen Sinn. Es ist eine der Stellen beim Bau der Rickmer Bock wo ich mir eine brauchbare Bauanleitung gewünscht hätte. So war ich gezwungen zufällig selber drüber zu stoplern.

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MoinMoin zusammen,

mittlerweile ist der Aufbau der Bock so gut wie fertig gestellt. So gut wie, denn ich habe mich entschieden die 1:25 Rettungsringe mit 25 mm Durchmesser von Herrn Sievers durch solche mit 30 mm auszutauschen die ich mir im Modellbaukaufhaus samt Halterung relativ günstig nachbestellt habe. Grund war, dass im Original 60 cm eine gängige Größe der Ringe ist, die 25 mm Ringe aber nur auf 50 cm kommen würden. Und ich möchte ungern etwas rundere Menschen im Maßstab 1:20 von der Rettung ausschließen.

Im Detail wurde zwischenzeitlich der Fahrstand mit der Halte-Reling innen und der Panoramascheibe komplettiert. Das Steuerrad werde ich erst ganz zum Schluss montieren um es nicht zu verlackieren. Bei der Panoramascheibe habe ich das Original von Sievers, das sehr, sehr dünn ist etwas mit Sekundenkleber verpappt. Ich habe es deshalb als Schablone verwendet und aus 0,75 mm PVC Ersatz geschaffen und diesen nach dem Einbau gleich mit Aceton von diversen Tappern befreit was sehr gut klappte.

Danach wurden die maskierten Lampen geschwärzt (3 Lagen Revell 302) und aktuell wird der Aufbau Stück für Stück lackiert. Da ich nur 2 Schichten am Tage lackiere, 1 x vor der Arbeit, 1x vor dem ins-Bett-gehen werde ich hierfür noch 1 - 2 Wochen brauchen bevor alles farbtechnisch im Soll-Bereich ist.

In dem Sinne Euch allen ein schönes Wochenende!

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MoinMoin,

mittlerweile bin ich am Aufbau Volldampf am Pinsel schwingen, wobei als Volldampf die 8,5 Knoten Höchstgeschwindigkeit des Originals anzusetzen ist. Zum einem waren nach der Lackierung der farngrünen Decks umfangreichere Maskierungsarbeiten notwendig. Ein wahres Puzzlespiel. Um sauber alle Ecken und Rundungen abkleben zu können habe ich mit kleinen sich überlappenden "Flicken" zur Maskierung gearbeitet die ich teilweise mit Pinzette und Zahnstocher eingebracht habe.

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Zum anderen waren bei den Polystyrol-Teilen des Aufbaus vier Lackschichten Revell-Email-Farben erforderlich um deckend arbeiten zu können. Die Haftung an sich ist gut, wenn auch nicht zu fest, auch ohne aufrauen. Den Turm z.B., aus GFK, habe ich nur mit Terpentin-Ersatz gereinigt. Bis dato haften die bisher verabeiteten Farben weißgrün, farngrün und orange jedenfalls so wie es sein sollte.

Leider Gottes gab es trotz aller Maßnahmen einen Zwangsbaustopp, da ich ohne passende Rettungsringhalterung die Rückwand des Fahrstandes nicht lackieren konnte. Wie bereits in einem vorherigen Beitrag erwähnt, hatte ich den Verdacht, dass die Rettungsringe 1:25 sind, da auf der Ätzplatine der Halter "1:25" eingeäzt war. Ein Nachmessen erbrachte einen Ring-Durchmesser von 25 mm, sprich im Original 50 cm für 1:20. Eine kurze Recherche im Netz ergab dass die häufigsten Originalmaße 60 und 75 cm sind. Sprich ich musste mindestens auf 30 mm hochgehen. Also habe ich Ersatz im Modellbaukaufhaus geordert, die Lieferung selbst dauerte aber über eine Woche. Hier gabs eine Überraschung. Die als 30 mm angepriesenen Rettungsringe haben nur einen Durchmesser von 25 mm - wie die von Sievers. Die gelieferten Halterungen waren hingegen korrekt für 30 mm-Ringe. Auf Nachfrage bei Rainer Schörner wurde auf die Angaben des Herstellers verwiesen - 30 mm und dass man diese so übernommen habe. Nimmt man das Maß von den Halteseilen und nicht vom Ring ab käme man auf die vom Hersteller angegebenen 30 mm...

Kurzum: Ich hab nun in der "Bucht" 30-mm Ersatz von Simprop bestellt.

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Wenigstens konnte ich nun aber die Rettungsring-Halterung an der Rückwand des Fahrstandes installieren und meine Lackierungsarbeiten nach der Zwangspause forstetzen.

Ich habe mich für die Turmvariante "rundrum orange" entschieden. Gemäß meinen Quellen gäbe es noch die Variante "hinten weißgrün - sonst orange", die auch die aktuelle Bock trägt.  Nach den ersten 2 Farblagen "Orange 30" von Revell  durfte ich mich heute vor der Arbeit einer unangenehmen und haarigen Angelegenheit widmen. Etliche Haare meines Revell-Pinsels wollten mit zur See fahren. Mit Skalpell und Teppichmesser wurden diese entfernt, danach die jeweiligen Stellen etwas plangeschliffen.

Nachdem noch (mindestens) 2 Lagen Farbe drüberkommen sollten die Folgen später unsichtbar sein. Zudem: 2 Meter vom Ufer weg sieht man kleinere Unebenheiten sowieso nicht mehr ;)

Aktueller Zustand:

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Servus beisammen,

nur eine kurze Rückmeldung ohne Bilder, da es dank Urlaub und Besuch nur langsam vorwärts geht. Der Turm ist mittlerweile fertig lackiert, ebenso das weiß des Aufbaus, des Flaggenstocks und der Positionslampen sowie der silbrige Teil des Kamins.

Das "Weisseln" hat sich nicht nur dank meiner umtriebigen Söhne sehr in die Länge gezogen, sondern auch dadurch dass ich nachspachteln und abschleiffen musste damit die Verbindungsstellen verschwanden. Hier blieb trotz Abwaschen des Aufbaus etwas Schleifstaub zurück der dann Farbe und Pinsel kontaminiert hatte und nochmaliges Abschleifen zur Folge hatte. Auch das ständige Entfernen von Pinselhaaren kostete Zeit.  Jetzt passt es so einigermassen. So einigermassen, denn die Lüfterhutzen von Sievers (Resin & GFK) liesen sich trotz schleifen nicht 100%ig plan und mackenfrei kriegen.

Gut, 2 Meter vom Ufer weg sieht man das alles nicht mehr ;-)

Als nächstes kommt die Lackierung der Reling und  des Fahrradkorbes in grau dran. Hierzu sind aber vorbereitend noch mehrere Tage Abklebearbeiten zu leisten. Und die werden frühestens nächsten Donnserstag starten.  Denn von morgen bis Mittwoch bin ich samt Familie und Besuch (Schwiegermutter & Zwillingsschwester) in Hamburg.

Geplant sind unter anderem:

  • Minitaturwunderland
  • Cap San Diego
  • Rickmer Rickmers
  • Museumshafen Oevelgönne

Und eine Hafenrundfahrt. Besonders mein Großer freut sich darauf dass er mal was längeres sieht wie die MS Edeltraud mit einer Lüa von 50,5 Meter. Jeden Tag zeichnet er ein "Hamburgschiff". 

Betreffend der Sieverschen Rettungsringe bin ich noch immer nicht glücklich. Die vom Modellbau-Kaufhaus sind zu klein, die von Simprop haben zwar den richtigen Aussendurchmesser, sind aber zu dick (360° gebogene Würste) ... und die von Graupner gibts leider noch nicht (mehr)?!

Freu mich hier über jeden Tipp, da ich bereits 40 Euro in etwas investiert habe, was dann doch nicht so passte.

Servus & mille grazie,

Christian

 

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MoinMoin,

wieder zurück aus Hamburg gings heute wieder frisch, fromm, frei und fröhlich ans Werk. Neben diversen Abklebearbeiten war heute der große Rest der Lackierungsarbeiten dran:

  • Grau-Lackierung (Revell 374)  der Handläufe und des Fahrradkorbes
  • Gelb-Lackierung (Revell 12) des Mastes
  • Schwarz-Lackierung (Revell 302) der Auspuff-Spitze und der Scheinwerfer
  • Braun-Lackierung (Revell 83) der eckigen Fenster
  • Erste finale Korrekturarbeiten von Lackierungsfehlern

Das Schiff geht also langsam auf die Zielgerade zu. Ich rechne noch mit ca. 1 - 2 Wochen Arbeit für die Ausbesserung der Lackfehler sowie den Einbau der Treppe und der Pflicht- und Fahrstandsgrätinge. Danach wir die Licht-Schaltung gefertigt, sowie die RC-Komponenten eingebaut und das Schifflein eingewogen. Bin schon ganz gespannt auf die Fahreigenschaften.

Aktuell sieht die Bock wie folgt aus

Viele Grüße,

Christian

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MoinMoin zusammen

Die erste Testfahrt der "Bock" erfolgte gestern Nachmittag auf 720 Meter Meereshöhe in einem sehr kühlen Swimmingpool. Der Brushless-Motor ist optimal dimensioniert und der Fahrtregler scheint auch optimal dazu zu passen. Ich kann sowohl im "1:20-Fußgänger-Tempo" als auch etwas flotter fahren wenn notwendig.  Der "Bock" hat dank des großen Ruders einen sehr engen Wendekreis (ca. 50 cm). Einzig der Rückwärtsfahrtest ging in die Hose. Hier wurde beim ersten Versuch Luft angesaugt von der Schraube. Beim 2. Versuch verabschiedete sich die Selbe mit Autorotation in die Tiefe was einen Tauchgang meinerseits notwendig machte.

Hier ist noch zu klären ob das am (noch) zu geringen Tiefgang liegt (vorne 1,5 - 2 cm zu wenig) oder an der Schraube. Ich werde auf jeden Fall trotz 2 Racing-Packs noch einige hundert Gramm Blei-Ballast (Sargblei) zugeben müssen. Dies mache ich allerdings erst ganz zum Schluss wenn alles andere fertig ver- und gebaut ist.

Der zweite Malus war, dass bei enger Kurvenfahrt oder "anwandeln" aufgrund des relativ niedrigen Süllrandes (ca. 5 mm) der Aufbau ins Kippen kommt und verrutscht. Hier muss ich noch zusätzliche Sicherheit schaffen. Ich habe mich für Magnete entschieden und probiere es mal mit je 1 kg zusätzlicher Anziehkraft vorne und hinten am Aufbau. Schrauben möchte ich aufgrund der Sichtbarkeit nicht verwenden und Gummizug scheidet aus, da dieser nach relativ kurzer Zeit spröde wird und reißt.

An sonsten bin ich derzeit nach wie vor am Ausbessern von Lackierfehlern und habe gestern Abend noch die 2 Rettungsring-Halterungen an der Reling vorne nach innen verlegt wie es gemäß der Fotos vom Original für die Zeit bis ca. 1955 korrekt ist. Die Platzierung außen gemäß der Fotos auf der Webseite von Sievers ist nicht korrekt. Zudem sind die Ringe damals nicht rot-weiß gewesen sondern bis in die 60er analog der Lübeck von JoJoElbe rein weiß mit schwarzem Schriftzug von Schiff und Heimathafen - garniert von 2 roten, schwarz umrandeten Kreuzen.

Anbei 2 Fotos der Pool-Fahrt.

Servus,
Christian

 

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Saludos Amigos,

nachdem ich diese Woche wieder arbeiten durfte war der Fortschritt eher mässig, auch wenn ich mich auf der Zielgeraden befinde. 

Pflicht und Fahrstand wurden endlich mit Bodenbelag versehen. Diese Furnierleistchen habe ich am Boden anschliessend noch mit verdünntem Revell Klarlack matt (02) versiegelt. Für den Fahrstand werde ich allerdings noch Podeste anfertigen für die mir TitanicMax den entscheidenden Hinweis gegeben hat. Ohne die selben müsste ich noch ein Periskop einbauen damit die Mannschaft überhaupt nach Sicht steuern kann:

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Den fahrpraktischten Fortschitt der Woche hab ich JoJoElbe zu verdanken, der ein Foto zur Drainage der Pflicht hatte, die bei mir bis dato als wasserdichter Pool hergerichtet war. Ebenso wie der Fahrstand. Hier das Originalfoto von Jörg, dem ich hiermit für seine Recherche in der Frage und die Erlaubnis zur Veröffentlichung danken möchte. Ja, das kleine Loch ungefähr in der Bildmitte scheint des Rätsels Lösung darzustellen:

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Nun ersäuft meine Besatzung nicht mehr wenn mal Land unter auf der Pflicht ist. Ich habe links und rechts an der Pflicht an deren tiefster Stelle zwei 2 mm Löchlein gebohrt und aussen am Aufbau das im Foto sichtbare Loch nachgebildet. Sollte zumindestens für die Entsorgung von Gischt- und Regenwasser reichen. Der Fahrstand selbst hat ganz am Ende ganz unten BB und STB ebenfalls jeweils eine 2 mm Bohrung erhalten. Das ganze ist ein wenig sichtbarer als die Pflicht-Erfüllung, doch funktional sollte es sein.

Last but not least habe ich heute die letzten Maskierungen entfernt und das Steuerrad montiert. Da beim Entfernen der Masken teilweise etwas Farbe mitgegangen ist werde ich nächste Woche noch ein wenig Nacharbeit leisten dürfen. Auch werden die Scheiben noch mit Aceton -hier Dank an meine Frau- von Kleber- und Farbresten befreit werden.

Aktuell habe ich die Magnetfixierung des Aufbaus als Baustelle. Hier habe ich an jedem Ende des Süllrands kleine Brettchen aufgeklebt, auf die ich wiederum Beilagscheiben aufgeklebt habe. Im Aufbau selbst habe ich an den Gegenstellen kleine Magnete mit 10mm Durchmesser aufgeklebt. Insgesamt 6 Stück. Leider bin ich noch nicht mit dem Anzug der selben zufrieden. Ich vermute einen zu großen Abstand zwischen Beilagscheiben und Magneten. Hier werde ich analog dem Zahnarzt mit etwas Plastilin arbeiten dürfen um diesen Abstand zu ermitteln und letztendlich gegen Null zu reduzieren. Wenn das erledigt und auch die Nachlackierung Geschichte ist gehts an die elektrische Schaltung. Und an den Umbau der beiden Herren hier, die beide einen Friesennerz bekommen sollen:

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Morgen ist erstmal Baupause. Mein Kleiner feiert seinen zweiten Geburtstag.

Viele Grüße,
Christian

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Servus zusammen,

nachdem ich ein lebenslanges Zweithobby habe, das mit K... beginnt und mein Urlaub vorbei ist komme ich erst jetzt zu einer Fortsetzung. Es hat sich inzwischen einiges getan. Zuerst habe ich mich um die Elektrik gekümmert. Nachdem ich mit einer einfachen 5-Kanal-Anlage (DX5e) fahre wird die Beleuchtung per Hand geschaltet.

Ich habe 3 Schaltmöglichkeiten eingebaut.

P - Nur die Positionslampen

S - Für das Schlepplicht

D - Für Decksbeleuchtung und Scheinwerfer

Alles kann individuell geschaltet werden. Ein nebenbei als Ballast dienender 5 Ah NimH-Akku dient als Stromquelle und kann im Zweifelsfall als Reserve für den gleich beschaffenen Fahrakku verwendet werden. Maximal stehen somit 10 Ah Strom zur Verfügung.

Zusätzlich kann der Akku per Schalter

M - Motor, Fahrtregler

in seinem eigenen zweiten Stromkreis elektrisch vom Fahrtregler getrennt werden der über keinen Ein/Aus-Schalter verfügt.

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Nachdem die Schaltung samt einer Platine zusammengebaut war habe ich sie in den Aufbau eingebaut. Anschliessend habe ich die + Drähte an der angelöteten Lochplatine angelötet. Dieser habe ich 3 mm-Holzleistchen untergeklebt damit ich beim Löten den Aufbau nicht zum dahinschmelzen bringe. Als zentralen Rückleiter habe ich eine 7 mm breite klebbares Kupferband aus dem Modellbahn Zubehör eingebaut und die Rückleiter hierauf verlötet um etwas Drahtverhau einzusparen. Auch hier erfolgte eine Wärmeisolierung durch eine 3 mm-Leiste.

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Das nächste Problem war etwas gravierender, da sicherheitsrelevant. Bei meiner Testfahrt habe ich festgestellt dass der Aufbau leicht ins Kippen kommt und gerne vom Süllrand abspringt. Auf See z.B. bei einer Kollission fatal. Hier war die einfachste Lösung mit je 1er Schraube vorne und hinten am Aufbau die beste, da auch die einzige mit brauchbarem Halteergebnis.

Die Magnet-Lösung (Reste siehe oben im Bild) - habe ich wegen mangelndem Anzug ebenso verworfen wie eine Befestigung mit Gummizug. Der relativ hohe aber schmale Aufbau hatte eine wunderbare Hebelwirkung was das betrifft.

Also habe ich zusammen mit meinem Bruder vorne und hinten je eine Schraubbefestigung eingebaut. In der Pflicht sichert eine Flügelmutter auf der Schnauze des Aufbaus eine als Aufbauteil verkleidete Mutter.

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In diesem Zusammenhang habe ich auch die vorderen Rettungsringhalter vom Bug aufs Oberdeck verlegt. Ich habe mir die zwei regelmässig beim Aufsetzen des Aufbaus auf den Süllrand abgerissen. 

Das allfällige Einwiegen hat zusätzlich zu den 2 NIMH-Akkus noch die Notwendigkeit von 840 Gramm Blei ergeben, d.h. insgesamt ca. 1600 Gramm Zuladung. Das Blei habe ich mit etwas Stabilit Express im Rumpf verklebt.

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Nach dem berühmten Badewannentest wurden gestern die gröbsten Restarbeiten erledigt. Die im dritten Anlauf endlich passsenden 33 mm Rettungsringe von RoMarin wurden auf historisch getrimmt -siehe auch JoJoElbes Beitrag zur Lübeck.- Es wurde der Mast abgespannt, sowie die Antennen und Flaggen angebracht. Hierbei war der Plan von Sievers wenig hilfreich. Nur die wenigsten Kabel- und Seilführungen vom Original wurden wiedergegeben. Die seitliche Abspannung z.B. hab ich nachträglich auf Grund von Fotos angebracht. Sie war im Plan nicht vorgesehen. 

In dieser Form harrt die Hans-Peter Schröder seiner für morgen geplanten Jungfernfahrt.

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Da "nur" noch die Detailarbeiten wie die Figuren zu erledigen sind und erstmals die Ergebnisse der Jungfernfahrt abgewartet werden müssen ist es Zeit ein wenig Bilanz zum Bausatz zu ziehen.

Der Bausatz ist definitiv nichts für Angänger ohne Werkzeug, aber an sich problemlos zu bauen. Die Polystyrolteile sind sehr passgenau und fordern wenig Nacharbeit. Ebenso die Beschlagteile. Problematischer wirds wenn ein Teilchen fehlt. Der Service ist hier nicht der einfachste.

Bezüglich auf die echte Bock ist der Bausatz von Sievers ein Konglomerat aus allen möglichen Bauzuständen die das Schiff in seiner Einsatzzeit durchlebt hat. In meinem Bauzustand (ca. 1944 - 1946*) hat es z.B. nie einen orangen Turm gegeben. Zudem ist auch der Mast nicht korrekt. Den Anbau hinten am Mast hatte das Schiff damals nicht. Ebenso die Schleuderscheibe oder das Panoramafenster aus Plexiglas. 

Wer historisch korrekt bauen will dem sei die über Ebay vertriebene Broschüre "Motorrettungsboot Rickmer Bock" von Andreas Borgert empfohlen. Mir hat sie sehr geholfen.

Viele Grüße,
Christian

*Die Abspannvorrichtung vorne am Turm war nach dem Krieg ziemlich schnell Geschichte.

 

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MoinMoin zusammen,

die erste "scharfe" Testfahrt der "Hans-Peter Schröder" auf dem Erlensee bei Schechen war ein kleines Abenteuer.

Von 16.30 bis zur Regen- und Essenspause um 17.30 verlief alles nach Plan. Der Motor war zwar falsch gepolt und lief etwas langsam, doch die HPS zog ohne Probleme ihre Runde um den See. Auch das Playmobil-Polizeiboot im Schlepp konnte sie nicht aufhalten.

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Reichweite der 2,4 Ghz-Anlage, Trimmung und Co passten 1a. Auch blieb das innere "Pfurztrocken". Nach unserer durch den Regen erzwungenen Essenspause wurde um 1/2 7 Uhr zuerst der Motor richtig gepolt und gab auch die gewünschte Leistung ab und es ging wieder ins Wasser. Beim Beschleunigen vermeinte ich immer wieder kurzzeit ein Rattern zu hören das dann nach 5 Sekunden wieder verstummte.  Nachdem wir die erste Runde um den See fast vollendet hatten wurde das Rattern permanent und ich konnte meine Geschwindigkeit nicht mehr halten. Ans Land geholt ergab sich eine lose Wellenkupplung. Vereinskollege Wolfgang zog sie wieder fest, aber nach 20 weiteren Metern war endgültig Schluß. Nachdem mein Bruder Richard und ich noch einmal um den See gehen wollten wurde die HPS sammt ihrem Anhängsel vom SKR Bernhard Gruben in Schlepp genommen.

Der Dreier-Schleppzug endete nach einer viertelten Seerunde. Das Boot meines Sohnes Andi war weg. Die Schleppverbindung hatte sich gelöst und es lag Kieloben 20 - 30 Meter vom Ufer weg im See da es mutmasslich permanent ein wenig Wasser genommen hatte und schliesslich gekentert war.  Zuerst versuchte es mein Bruder mit der Gruben sam HPS im Schlepp wieder ans Ufer zu bugsieren, dann ohne das havarierte MRB im Schlepp. Zu guter letzt schlug die Stunde des TB Johann Fidi. Zentimeter für Zentimeter  bugsierte es das Boot an Land. Nach einer halben bis einer dreiviertel Stunde war es geschafft.

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Während das Polizeiboot in den Händen meines Sohnes zum Auto getragen wurde durfte die HPS ihre Seerunde im Schlepp der Bernhard Gruben vollenden.

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Daheim wurde als erstes die Wellenkupplung ausgebaut. Ursächlich für die Havarie waren mutmasslich 2 Dinge:

1) Ich hatte weder Motorwelle noch Schraubenwelle angeschliffen

2) Die Motorwelle war mit schwarzen Madenschrauben an der Starrkupplung fixiert und rutschte nicht durch - die Schraubenwelle mit den mitgelieferten silbernen Madenschrauben. Und diese sind irgendwann komplett durchgerutscht. Zudem sich von denen eine im Gewinde auch noch verkanntet hatte.

Sprich ich habe einiges zu tun. Aber zuerst muss ich erstmal meine Steuererklärung endlich machen die bis dato dem Schiffsbau zum Opfer gefallen ist ;)

Viele Grüße,

Christian

 

 

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MoinMoin zusammen,

heute hat die Hans-Peter Schröder aka Rickmer Bock ihre dritte Probefahrt absolviert. Die zweite letzten Freitag blieb ereignislos. Heute gab es erneut Probleme mit der Wellenkupplung. Nach 1/2 Stunde hatten sich die Madenschrauben an der Schiffswelle wieder gelockert gehabt obwohl der Motor an sich vibrationsfrei läuft. Auch wurden mittlerweile die Wellen angeschliffen und die silbernen Müll-Madenschrauben durch schwarze, richtig feste ersetzt.

Über den Grund kann ich momentan nur spekulieren.

Die Indizien:

Sowohl Wellenkupplung (Messing) als auch die Schraubenwelle waren warm. Der Anschluss am Motor schlackert ein wenig wenn man daran rüttelt als wäre er nicht fest angezogen. Die Madenschrauben sind aber fest. Ich habe roten Abrieb am Aussenläufer entdeckt. In der Wellenkupplung selbst gab es schwarzen Abrieb auf Seite der Schraubenwelle. Auf Seite der Motorwelle war nichts feststellbar.

Für mich kommen mehrere Ursachen in Frage:

1) Die Kabel oder Stecker im Inneren des Schiffs kamen mit Welle und Motor ins Gehege was eventuell Vibrationen verursacht hat was die Madenschrauben gelockert hat.

2) Die Wellenkupplung aus Messing ist Mist. E-Bay Kauf aus der Zeit als es nichts von den großen Herstellern gab. Das Gewinde für die Madenschrauben ist etwas weit. Zudem musste ich die Madenschrauben bereits ersetzen.

3) Nicht 100%ig gerader Motoreinbau. Schliesse ich eigentlich aus, da der Einbau mit Hilfe der Festkupplung als Hilfsrohr erfolgte und es keine spürbaren Vibrationen gibt. Auch Abrieb gibt es nicht.

Als Gegenmassnahmen ist folgendes geplant:

1) Ersatz der Wellenkupplung durch eine Alu-Fixkupplung von Graupner bzw. eine Flexkupplung. Werde beide kaufen und testen.

2) Abdeckung von Motor und Wellenanlage um Kollission mit der Elektrik zu vermeiden.

Daneben minimale Ausbesserungsarbeiten, da eine Antennenspitze sich von der Lötverbindung gelöst hat.

...und weiterbasteln an der Besatzung und dem Podest ;)

Viele Grüße,
Christian

P.S.: So stimmungsvoll kann Seenotrettung sein. SKR Bernhard Gruben & MRB Hans-Peter Schröder (Rickmer Bock)

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MoinMoin zusammen,

ich war die letzten Tage ein wenig fleißig.

Meine Figuren "Andi" und "SlAndi" sind nur fertig bemalt - und eingeklebt. Vorläufig mal ohne Podest. Die Herren stehen sicher hinter der Schanz und können beide durch die Panoramascheibe schauen ohne nass zu werden. Nachdem die Mützenform einer der beiden Herren eine frappierende Ähnlichkeit mit der einer Kopfbedeckung hatte, die ich selbst mit Anfang 20 tragen durfte bzw. musste hat er als Gag eine Bergmütze der Bundeswehr bekommen. Unser Mann mit dem Fernglas gibt sich hingegen mit einer klassischen Blauen Wollmütze zufrieden. Soll ja ab und an etwas windig sein auf der Nordsee. Das moderne Gurtzeug des Bergmützenträgers ist derweil unter etwas Spachtelmasse verschwunden. Aber seht selbst.

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An sonsten habe ich noch an meiner "Kabelverhausicherung der beweglichen Teile gebaut. Ist eine Art Kasten aus Polystyrol mit Aussparungen für den Motorträger und die Motorkabel. Hält auch ohne Festkleben sehr gut und kann jederzeit zur Wartungsarbeiten wieder rausgezogen werden.

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Jetzt warte ich nur noch auf die beiden Kupplungen die ich nachbestellt habe. Dann steht einer erneuten Testfahrt nichts mehr im Wege.
Servus,

Christian

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MoinMoin,

mit etwas Verspätung der Testbericht zum letzten und bisher härtesten Test. Vorletzten Sonntag gelüstete es meinen Bruder zu einem Test der etwas feuchteren Art am Happingerausee bei Rosenheim. Normalerweise ein soachwarmes (=warm wie Urin) Badegewässer hatten wir den See an diesem teils ziemlich verregneten Sonntag fast alleine für uns. Nur ein mutiger Schwimmer kreuzte unsere Kiele während teils prasselnder Regen, Nebelschwaden und auch ein paar Wellen für etwas Äktschn sorgten.

Als Zuckerl durfte die H-P-S dann noch in einer 50 cm tiefen Pfütze vor meinem Geburtshaus zusammen mit der Wilma ihre Runden drehen nachdem uns das Wetter im Landkreis und Stadt Rosenheim am vorletzten Wochenende ziemlich versenkt hatte.

Die H-P-S hielt bis auf minimale Wassermengen komplett dicht. Diese bedingten aber gegen Ende unserer 2,5 stündigen See-Tour mit mehrfachen Regeneinlagen Emfangsstörungen wenn ich die Regler in Nullstellung hatte da sich wahrscheinlich aufgrund der Nähe des Empfängers zum Süllrand etwas Feuchtigkeit auf der Empfängerelektronik breit gemacht hatte. (Die Scheiben waren innen beschlagen). Der Empfänger wurde deshalb im Nachgang auf einen Raketenleitstab geklebt und mittig an das Podest für die Rudermaschine angeklebt.

Zudem wurde die einzige erkannten direkte Wasserquelle, die Wartungsöffnung unter der Pflicht, (der Süllrand hielt trotz seiner geringen Höhe absolut dicht) noch ein wenig mehr mit Wellenfett abgedichtet.

Der nächste Test kann kommen. Mittelfristig sind noch Experimente mit anderen Schiffsschrauben geplant damit ich endlich rückwärts fahren kann. Das Kupplungsproblem ist auf jeden Fall behoben. Die flexible Rennbootkupplung hat sich bewährt.

Viel Spaß beim Lesen,
Christian

Hans-Peter Schröder und Bernhard Gruben (noch ohne Johann Fidi) sind am Start

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Manchmal haben auch Schiffe das Wasser nicht nur unter dem Kiel...

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...und verstecken sich dann etwas im Nebel...

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...bervor sie zu dritt in den Wellen schaukeln.

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Und noch eine Detailaufnahme von der H-P-S,...100_4817.thumb.JPG.523ca7f884df0e320bc0a1301d194e68.JPG

...die sich zusammen mit der Wilma (Sikorsky) noch in einer großen Pfütze tummeln durfte. Etwas Rasen mähen eingeschlossen :mrgreen:

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