Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lötkolben & Wartung
Hallo!
Ich hätte da gern mal ein Problem...
Ich habe seit ca. 2 Jahren einen 100Watt-Lötkolben. Die Spitze war anfangs silber (ähnlich wie verchromt) und sieht natürlich mittlerweile schon etwas mitgenommen aus.
Das Problem ist allerdings, dass die Spitze schnell schwarz anläuft und anschließend kein Lötzinn mehr hält. Außerdem gibts immer öfter das Problem, dass trotz Hitze das Lötzinn nicht flüssig wird und/oder trotz längerem Erwärmen kein richtiger Kontakt mehr entsteht.
Ich hab' schon öfters die Spitze vorher gesäubert, aber unmittelbar nachdem der Lötkolben seine Temperatur erreicht hat, ist alles wieder wie vorher.
Ich werde mir diese Woche eine neue Spitze besorgen.
Mich würde jedoch mal interessieren, ob es irgendwelche Möglichkeiten gibt, das Teil länger benutzen zu können.
Meist verwende ich nur Lötfett, Lötwasser hatte ich nur selten im Einsatz.
Heiße Grüße
Jens
Arno Hagen
03.08.2008, 21:14
Moin Jens!
Die Pflege ist ganz einfach und benötigt nicht viel:
Die Spitze wird während des Lötens immer wieder vor dem Lötvorgang mit einem feuchten Schwamm gereinigt. Diese Schwämme bekommst Du in jedem Elektronikladen.
Wenn die Spitze gereinigt (vom Zunder befreit) ist, die Spitze mit frischem Lot (möglicht welches dass schon Flussmittel drin hat) neu verzinnen.
Ganz wichtig: Das macht man auch noch mal schnell, wenn man den Lötkolben ausschaltet.
Meine Lötspitzen halten so schon ca. 20 Jahre.
San Felipe
03.08.2008, 21:21
Danke,
jetzt weiss ich endlich warum an meiner Lötstation so ein Becken mit Schwamm an der Seite ist. Ich habe das bisher nur benutzt um meine Brandblasen zu kühlen.
Alles Gute, Peter
Arno Hagen
04.08.2008, 00:54
Noch ein kleiner Tip:
Schwamm nicht zu nass machen. Sonst kann das Heizelement bei Kontakt mit dem Schwamm schaden nehmen wegen der Temperaturunterschiede.
Optimal fühlt er sich etwas nasser an, als ein Erfrischungstuch aus dem Mallebomber.
@Peter:
Da bist Du nicht der einzige. ;)
Ich habe das bisher nur benutzt um meine Brandblasen zu kühlen.
Der war gut... :that:
@Arno
Dann probier ich das mal aus - Danke.
Früher hatte ich noch so einen Stein, mit dem man die Lötspitze immer etwas abgezogen hat - ich weiss allerdings nicht mehr, wie man das Teil nennt. Wöfür das gut war weiss ich nicht mehr. Ich hab's einfach ab und zu benutzt um die Spitze zu säubern.
Ümminger Kapitän
04.08.2008, 13:13
Der war gut... :that:
@Arno
Dann probier ich das mal aus - Danke.
Früher hatte ich noch so einen Stein, mit dem man die Lötspitze immer etwas abgezogen hat - ich weiss allerdings nicht mehr, wie man das Teil nennt. Wöfür das gut war weiss ich nicht mehr. Ich hab's einfach ab und zu benutzt um die Spitze zu säubern.
Salmiakstein
Scubamarco
04.08.2008, 13:55
Die erste Frage wäre, ob es eine Dauerlötspitze oder eine Kupferlötspitze ist.
Dauerlötspitzen brauchen wie gesagt nur den feuchten Schwamm und müssen
eigentlich nicht extra verzinnt werden.
Kompliziert wird es bei Kupferlötspitzen. Da beim löten immer etwas Kupfer mit
in die Lotstelle geht, bekommt die Spitze mit der Zeit "Karies".
Dann sollte man sie ausbauen, mit dem Hammer verdichten und wieder in Form
feilen. Dann einbauen und den Lötkolben einschalten. Jetzt Obbacht, beim
Erhitzen immerwieder probieren ob die Spitze Lot annimmmt. Dann gleich
vollverzinnen. Ist der Kolben zu heiß nimmt er das Zinn nicht mehr richtig an.
Der Lötkolben hat eine Kupferlötspitze.
Mit dem Karies das kann ich bestätigen. Hab' die Spitze schon desöfteren in Form gefeilt.
Ich mach noch mal einen Versuch - Insbesondere die Spitze gleich zu verzinnen.
Scubamarco
04.08.2008, 20:19
Vorher etwas mit dem Hammer beklopfen, dann hält sie etwas länger.
Kupferlötspitzen kann man auch einfach durch entsprechend dicken
Kupferdraht ersetzen.
Wellen-Brecher
05.08.2008, 00:04
Dann sollte man sie ausbauen, mit dem Hammer verdichten und wieder in Form
feilen. Dann einbauen und den Lötkolben einschalten. Jetzt Obbacht, beim
Erhitzen immerwieder probieren ob die Spitze Lot annimmmt. Dann gleich
vollverzinnen. Ist der Kolben zu heiß nimmt er das Zinn nicht mehr richtig an.
... vielen Dank dafür :that: .
Nutze nämlich auch die Kupfer Spitzen, aber das mit dem Verdichten mit dem Hammer war mir neu und eben so das anschließende Verzinnen. Ich hatte meine immer blank gefeilt und so wieder eingesetzt.
Hallo,
alternativ zu dem feuchten Schwamm (der bei mir immer dann trocken war, wenn ich ihn brauchte) gibt es auch so eine Art Dose mit Metallspänen (habe ich, glaube ich, von C**) zur Trockenreinigung.
Danke für die Hilfe!
Ich hab' gestern den Lötkolben bzw. die die Lötspitze gefeilt, zärtlich mit dem Hammer verdroschen und gesäubert.
Und siehe da, er lies sich erfolgreich verzinnen.
Wellen-Brecher
07.08.2008, 12:20
Ich hab' gestern den Lötkolben bzw. die die Lötspitze gefeilt, zärtlich mit dem Hammer verdroschen und gesäubert.
Und siehe da, er lies sich erfolgreich verzinnen. ... kann ich nur bestätigen! Habe das gleich mal an zwei meiner alten Spitzen ausprobiert und die Dinger funktionieren wieder tadellos :that: .
Kon-Tiki
08.08.2008, 23:38
Danke Leute für die Ratschläge! Habe einiges dazugelernt.
Eine Frage: Statt ein feuchter, flacher Schwamm verwende ich ein Gerät in dem zwei kleine Schwammwalzen durch einen Motor abgetrieben werden. Oben ist eine Halterung für den Lötkolben. Wird der zum löten verwendet laufen die Walzen. Wird er wieder nach dem löten eingesteckt schaltet der Antrieb ab. Um die Spitze zu reinigen hält man diese einen kurzen Moment zwischen die laufenden Walzen. Gibt es so was nicht in Deutschland? Finde das Gerät enorm praktisch
Grüsse von
Kon-Tiki.
Edit Didi: Die Text-Formatierung war stark Augenkrebs-verdächtig ;). Habs normalisiert
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